Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern? – Psychologische Quergedanken zur Hooligan-Salafisten-„Demo“ in Köln. (WehrWolter – ww 1 – Hans Wolter)

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Sicher kein einfaches Thema.

Ausgangspunkt: Gewalttätige Hooligan-Demo in Köln. 26.10.14. Ich gebe einfach mal meine Einfälle hierzu aus 5 Blickwinkeln zur Diskussion: … von Salafisten über Hooligans – via iPhone – durch Burka – zu „Volk ohne Raum“ – Gedankensprünge zum NachundVorDenken.

(Jetzt habe ich übrigens auch eine Homepage: www.HansWolter.com)

1. Was sind Hooligans für Menschen?

– Häufung von Borderlinern?

Nicht nur dumpfe Trottel, gesellschaftliche Versager oder frustrierte samengestaute junge Männer …

Es gibt auch Banker, Versicherungsangestellte, Psychiater, Juristen und Lehrer etc. unter ihnen. Zumindest in der Hooliganszene rund um den Fußball. Zugegeben, die Intellektuellen sind hier schon in der Minderheit. Aber es geht quer durch alle Bildungs- und Einkommensschichten. Es sind i.e.L. Männer, denen extreme physische Gewalt etwas gibt. (Frauen in dieser Verfassung, ritzen sich da eher mit Rasierklingen die eigene Haut auf oder bekommen Fressattacken.)

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Diese Menschen interessiert auch nicht primär der Fußball. Die sind salopp gesagt: geil auf Gewalt. Damit lenken sie sich von einer inneren Leere oder unbewussten Ängsten ab, damit sie am Montag wieder funktionieren. Damit überspielen sie innere Konflikte oder Probleme, die ihnen zu viel Angst machen. Damit kompensieren sie, eigenes Scheitern, Neid oder oder oder …

Hier, wie so oft im Leben, geht es komplexer zu. Unser Leben ist ja heute so kompliziert, dass wir uns gerne von 1fachen Lösungen verführen la-SS-en.

2. Was begeistert junge Menschen an radikalem Gedankengut?

Ich glaube (junge) Menschen suchen:

a) Beziehung und

b) Entwicklungsperspektive.

Fundamentalistische (IS, …), Radikale (z.B. RAF/Hells Angels/NPD usw.) oder kriminelle (z.B. Mafia) Bewegungen oder Sekten (Scientology usw.) versprechen ihren Schäfchen ja „Klarheit“ und „Orientierung“, die diese rigiden (teils zwanghaft starren) Systeme dem selbstunsicheren Menschen geben. In unserer modernen Kultur/Gesellschaft sind ja die Pluralität, die Vielfalt der Lebensentwürfe, die individuellen Entwürfe, welche nebeneinander existieren usw. DIE Werte schlechthin. Viele Menschen, gerade Junge, überfordert diese Vielfalt. … Es sind ja nicht nur die Fundamentalisten, die überfordert sind. Als US Präsident Busch auf 9/11 damals mit der Verteufelung der „Achse des Bösen“ reagierte, da fasste er/man die Ohnmacht in ein einfaches aber effektives Schwarz-Weiß-Denken. Der Psychoanalytiker würde ihm, käme er in seine Praxis, eine Borderline-Störung diagnostizieren. Meine ich ernst, auch wenn es vielleicht zum Schmunzeln anregt. … Diktaturen können kurzfristig effektiver sein als Demokratien, aber nur kurzfristig.

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3. Der Reiz der Burka?

Radikale Beschneidung von SpielRaum zwischen Frau und Mann.

Neulich erzählt mir eine jüngere Frau, dass sie sich auf ihrem Istanbulbesuch sehr gewundert hätte. Junge, ca. 25jährige Frauen in Ganzkörperburkas hätten mit ihren iPhones Selfies gemacht. Daneben standen ihre Freunde. Nicht im traditionellen Outfit, sondern in Bossanzügen, mit BMW-Autoschlüsseln, hipp, gelangweilt. Die ganze Szenerie machte auf sie einen irgendwie absurden Eindruck. Zumal, es schienen sich alle wohl zu fühlen.

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Passt das dazu, dass meine Frisöse neulich meinte: Die heutige Jugend möchte wieder traditionellere Rollen einnehmen. Die Männer lassen sich Bärte stehen, die Frauen kleiden sich deutlich weiblicher, als zu unserer Zeit. – Irgendwie wandelt sich die Welt. Die Burka kann ihrer Trägerin Schutz, Identität und Vereinfachung geben. Sie ist ein deutliches Signal an die Männerwelt: ich bin nicht zu haben! Deutlicher als ein Ehering, neben dem viele bewusste und unbewusste Signale Einladungen sein können oder als solche verstanden werden können. Die Burka begrenzt den Spielraum zwischen Frau und Mann recht 1deutig.

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4. Was hat das (neue) iPhone mit Fundamentalisten gemein?

Zum Verschnaufen, ein weniger brisanter Ansatz zum Thema.

Aus Guru Steve Jobs Trickkiste: „Von erhabenen iMenschen und dem restlichen Smartphone-Mob“

Da die Technik und Möglichkeiten der Computerwelt von vielen Menschen als verwirrend diffus erlebt wurde/wird hatte Steve Jobs eine gute Lösung: Wir schaffen Produkte, die so einfach sind, dass die Menschen intuitiv damit umgehen können. Apple hat so ästhetisch schöne Produkte geschaffen, dass viele Kinder/Jugendliche/Erwachsene diese iTeile schon fast ichsynton wahrnehmen, d.h. fast als ihre Körperglieder erleben (darum ist heute Handyentzug für dieses Generation am Rande der Folter). Aber leider schafft Apple nicht nur Vereinfachung, sondern auch Abhängigkeit. Beim iPhone, das ich selbst bis vor einem Montat noch hatte, nimmt man mir die Autonomie, indem ich den Akku nicht ständig selbst wechseln kann (und ein Selbstständiger möchte ständig alles selbst machen ;-)), indem ich die Speicherkapazität nicht selbst erhöhen kann, weil ich nur einen appleeigenen Klinkenstecker verwenden kann … ? … Das hat natürlich Strategie. So muss ich beispielsweise die Speicherkapazitätserhöhungen mit jeweils 100,-€ pro Schritt bezahlen. Bei anderen Anbietern kaufe ich mir für unter 20 € einfach eine 64GB-Speicherkarte. Apple hat es aber bisher immer (noch) geschafft, dass sich viele iMenschen erhaben(er), erhöhter, besser als der andere „Smartphone-Mob“ fühlen können.

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5. Friedensbewegung versus Kriegsbegeisterung

Es hat immer schon junge Männer gegeben, die durchaus gerne in die Kriege gezogen sind. Nicht unbedingt die Mehrzahl. Hätten Frauen es auch gemacht, wenn sie es gedurft hätten?
Warum machen die Leute das? Vielleicht, weil es neben dem ganzen Greuel auch so etwas wie einen Neuanfang, ein Abenteuer, ein sinnlich intensives Erleben verspricht?
Warum ritzen sich junge Borderlinerinnen ihre Haut mit Rasierklingen auf?
Weil für sie, das intensive Spüren, leichter zu ertragen ist, als das Gefühl von Leere und Verlorensein!
Warum kehren viele Frauen aus Frauenhäusern zu ihren schlagenden Männern zurück?
Weil sie da, wenn auch auf eine recht merkwürdige Art und Weise, erleben, wichtig zu sein. Wäre ich ihm nicht wichtig, würde er mich nicht schlagen. Das ist manchmal besser als Gleichgültigkeit spüren zu müssen.

Wir müssen gar nicht bis ins ferne Kurdistan oder ans andere Ende der Welt reisen. All dies gibt es und gab es auch bei uns. In unserer Nachbarschaft in unseren Kirchengemeinden, bei Friedensorganisationen, im Vatikan in der Odenwaldschule und unseren Familien …

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Warum waren Hitler und seine Schergen, vor gar nicht langer ZEIT Wissen, so erfolgreich mit seiner Kriegskampagne für das „Volk ohne Raum“? Und das waren nicht nur dumpfe Loser, die darauf reingefallen sind. Das waren auch normale Bürger, Akademiker, Manager, Lehrerinnen, Geistliche etc…

14 Kommentare

  1. […] für meinen ersten längeren Artikel (Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern? – Psychologische Quergedanken zur Hooligan-Salafisten…) war die sogenannte „Hogesa“ Veranstaltung in Köln. Eine als Demonstration angemeldete […]

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  3. […] für meinen ersten längeren Artikel (Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern? – Psychologische Quergedanken zur Hooligan-Salafisten…) war die sogenannte „Hogesa“ Veranstaltung in Köln. Eine als Demonstration angemeldete […]

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  4. […] Mir stellt sich das so dar, als wenn die Kölner Polizei hier ein Massenphänomen erneut falsch eingeschätzt hat und diesem unzulänglich begegnet ist. Das war bei der ersten sogenannten “Hogesa-Demonstration” am 26.10.2014 ähnlich. Hier schaukelte sich ein Mob von Hooligans dermaßen hoch, dass sie Polzeiwagen kurzerhand auf den Kopf stellten. Passanten und Einsatzkräfte der Polizei beschreiben in der Kölner Silvesternacht vor allen Dingen auch die unerträgliche Unterlegenheit der Ordnungshüter. Hierzu habe ich im Oktober 2014 bereits zwei Texte geschrieben: Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern? – Psychologische Quergedanken zur Hooligan-Salafisten… […]

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  5. […] Mir stellt sich das so dar, als wenn die Kölner Polizei hier ein Massenphänomen erneut falsch eingeschätzt hat und diesem unzulänglich begegnet ist. Das war bei der ersten sogenannten “Hogesa-Demonstration” am 26.10.2014 ähnlich. Hier schaukelte sich ein Mob von Hooligans dermaßen hoch, dass sie Polzeiwagen kurzerhand auf den Kopf stellten. Passanten und Einsatzkräfte der Polizei beschreiben in der Kölner Silvesternacht vor allen Dingen auch die unerträgliche Unterlegenheit der Ordnungshüter. Hierzu habe ich im Oktober 2014 bereits zwei Texte geschrieben: Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern? – Psychologische Quergedanken zur Hooligan-Salafisten… […]

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  10. […] habe ich schon einmal etwas geschrieben: Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern? – Psychologische Quergedanken zur Hooligan-Salafisten…Sowie: Radikaler Rückfall auf eine (zu) frühe Entwicklungs-Stufe Psychologische QuerGedanken Zu […]

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