Affen(Titten?)Geil. Der EndKampf. – Warum MännerFußball 1fach emotionaler ist. (WehrWolter – ww 25 – Hans Wolter)

Affen jagen gern im RudelKatzen pflegen gut ihr Selbst.

Meinem Ziel, ein anerkannter WahrSager zu werden, komme ich immer näher. Schon bevor Bayern sich den Titel in der Bundesliga sicherte, sagte ich voraus, dass diesmal der Kampf am TabellenEnde interessanter wird. Das war zu der Zeit, als Dortmund Tabellenletzter war und ich mit einer griechischen Tragödie um Jürgen Klopp rechnete. Gut, falsch lag ich da nicht. Der BVB ist vom 18ten, also letzten Platz der Liga wieder aufgestiegen. Hat die Bayern aus dem DFB-Pokal geworfen. Mit einem der spektakulärsten EndKämpfe, die es je bei einem international beachteten Spiel gegeben hat. Die Elferschützen von Guardiola fielen reihenweise um. Wie die Fliegen. Nicht einer der vier Weltklassespieler, allen voran Käpt’n Lahm, konnte einen Elfmeter verwandeln. Wann hat es so etwas schon einmal gegeben. Nebenbei noch einmal erwähnt: „Geld schießt keine Tore. Selbstbewusstsein alle.“ So titelte ich vor einigen Monaten. Hier in meinem Blog. Mit etwas Glück, holen die Söhne nächstes Wochenende noch den Pokal für ihren großen charismatischen Vater.

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Fußball war immer schon ein Spiel der Männer. Tabu der Homosexualität.

Nach meiner Einschätzung geht es hierbei zentral um Varianten der Vater-Sohn-Dynamik. Es gibt auch Psychologen, die die Auffassung vertreten, dass es hier um so etwas wie MännerLiebe geht. Das würde ich unterschreiben. Nicht im konkretistischen, also enger sexuellem Sinne. Nebenbei gesagt: daher ist Homophobie so ein großes Thema im Fußball. Genauer gesagt: das Tabu der Homosexualität ist im Fußball deutlich signifikant größer, als in der RestKultur.

Dass der BVB zunächst abstürzte hatte m.E. damit zu tun, dass Jürgen Klopp sich von seinen Söhnen verraten fühlte. Götze und Lewandowski folgten nicht nur dem Ruf des Geldes, sondern sie wechselten mit wehenden Fahnen zum Rivalen. Da dies KlopPo nicht so ohne weiteres wegstecken konnte, drohte sein inneres Feuer zu erlöschen. Das wäre fatal gewesen. Sein letzter LieblingsSohn, Marco Reus, leistete den Treueschwur. Klopp wurde wieder zuversichtlicher. Mir war zu dem Zeitpunkt klar, dass er am Ende der Saison aufhört und eine längere Pause einlegen wird. Das hab ich auch, in alter WahrsagerManier, damals öffentlich angekündigt. Da folgt er nicht nur Pep’s Vorbild. Wenn Du eine Liebe beendest, gehst Du nicht mit der nächstbesten Anderen ins Bett. Echte Männer machen das nicht. Echte Frauen auch nicht. Eigentlich müssten wir sagen: Echte Liebende machen das nicht!

Wenn Männer brennen, geht die Post ab!

Gerade das innere Feuer der Trainer ermöglicht Topleistungen. Auch Guardiola verlor ja fast seinen Pep. Das sah man daran, dass der Katalane innerhalb kurzer Zeit unerklärliche Fehler machte. Nur einen will ich hier jetzt heraus greifen. Andere habe ich in vorangegangenen Texten bereits beschrieben (Schuldzuweisung auf Müller-Wohlfahrt etc.). Warum wechselte er in drei wichtigen Spielen hintereinander den bayrischsten, vielleicht deutschesten Spieler, Thomas Müller, jeweils in der ca. 70sten Minute aus? Ich glaube, weil er enttäuscht war und zu wenig Liebe in München gespürt hat. Das Geld stimmte. Er ist der bestbezahlteste Trainer der Welt. Aber: Geld allein macht keine Siege. Der sich ungeliebt Fühlende, ohrfeigt das symbolische Herz der MirSanMirMannschaft. Eigentlich ist hier die größte Gefahr, dass wir die Liebe zu uns selbst verlieren. Wenn wir ganz radikal denken, geht es immer um die Liebe zu uns selbst. Erst dann kommen die anderen. Wenn ein Flugzeug abzustürzen droht, sagt uns das Flugpersonal nicht umsonst: ziehen sie erst sich die Sauerstoffmaske an, dann helfen sie ihren Kindern und den Anderen.

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Dieser Fehler hatte einen hohen Preis: Titel 2 ist futsch!

Dämlich. Wäre Thomas Müller nä(H)mlich in der Halbfinalverlängerung noch auf dem Platz gewesen, dann hätte er den ersten Elfmeter geschossen. Der wäre reingegangen. Da bin ich mir ziemlich sicher, da Müller einer der emotional stabilsten Spieler in Deutschland ist. Warum? Weil er in sich selbst ruht. Er ist einer der wenigen Authentischen. Einer der Wenigen, dem ich den, an und für sich sympathischen, MirSanMir-Slogan wirklich abnehme. Wie Frank Sinatras „I did it my way“.

Thomas Müller ist ein Mann, der sein eigenes Ding macht.

Damit meine ich nicht, dass er ein Egoist ist. Er ist eher wie Messi, Ronaldo & Zlatan Ibrahimović: Männer, die ihrem inneren Kompass folgen und dennoch auch Teamplay beherrschen. Liebe Deinen Nächsten, WIE DICH SELBST!

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Plädoyer für paradoxe Interventionen

Hub Stevens kann ich nicht sonderlich gut leiden. Nicht nur weil er bei unserem Effzeh (vor vielen Jahren) nix gebracht hat, sondern, weil er mir in seinen blauen Trainingsanzügen so zurückgeblieben muffelig anmutet. Dass er seine StuttgarterJungs vor zwei Wochen als „AFFEN“ beschimpfte, wirkte auch nicht sehr weltMännIch. Aber, die Jungs nahmen die Botschaft auf und verwandelten sie humorvoll in mehr Biss und damit in mehr Selbstbewusstsein. Als sie ein Tor schossen, gaben sie sich beim Torjubel als Affenbande. Fantastisch!

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Die Rechnung des alten Haudegens Hub ist aufgegangen. Wobei ich nicht glaube, dass es eine bewusste Strategie des Holländers war. Er hat 1fach seiner Intuition, seinen Affekten, seinem Gefühl freien Lauf gelassen. Dabei hat er Glück gehabt, dass die Söhne nicht gegen den knorrigen Vater opponieren mussten. Sonst wäre er, nach Abstieg in die zweite Liga: weg vom Fenster – mit Blick auf Mercedes – gewesen. Psychologisch werden ihn die VfB-Jungs, vom Verein für Bewegungsspiele, weniger als Vater erlebt haben. Eher als einen etwas verschrobenen Opa. Lass den mal reden … aber vielleicht hat der Alte ja nicht ganz Unrecht?! Stichwort Opa: sogar der Dino HSV kann sich weiter die nie unterbrochene Erstklassigkeit ans Trikot heften. Wenn wir mal ehrlich sind: wen hat denn gestern die Meisterfeier der Bayern emotional berührt?

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Fußball ist ein hochemotionales Männerspiel. Damit will ich nicht sagen, dass Frauenfußball uninteressant ist. Im Gegenteil. Aber: mich und viele Andere packt es emotional nicht sooo stark. Das passt zu dem Buch, was ich demnächst schreiben werde.

Arbeitstitel: „Männer jagen gern im Rudel – Katzen pflegen gut & gern sich Selbst“.

(Titelbild: „Wunder von Bern meats Blechtrommel“ – Bild zum Musical: „Das Wunder von Bern“, Hamburg)

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7 Weitere Artikel rund um den Ball. Nachzulesen in meinem Blog: www.WehrWolter.com

Einfach auf Artikel klicken

1. „VaterNacht vor Himmelfahrt – Guardiolas Pep schwindet. Rapide. Vom Umgang mit EntZauberung & EntTäuschung“ (13. Mai 2015)

2. „Lionel Messi traumwandelt in Einsteins Schuhen – Was können WIR von ihm lernen?“ (11.Mai 2015)

3. „Geld? Kann jeder! – Plädoyer für Kreativität & Schweiß – Money? Can anyone! – Plea for more creativity“ (06.Mai 2015)

4. “Seien sie nicht so deutsch!” – Plädoyer für weniger Strenge“ (05.Mai 2015)

5. „FußFall – ZuFall? Auch Götter können ausrutschen!“ (30. April 2015)

6. „Die Psyche entscheidet – Äpfel vom goldenen Baum“ (23. April 2015)

7. „Kloppo geht! – Wer wandelt jetzt Wasser zu Wein?“ (16. April 2015)

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NachspielZeit:

Kleine Auswahl von Zitaten der zurückliegenden Bundesligasaison:

„Ich bin der Müller ohne Wohlfahrt, ich kenne mich da nicht aus.“ (Thomas Müller von Bayern München auf die Frage, ob er wisse, ob Franck Ribéry und Bastian Schweinsteiger fit für das Champions-League-Spiel am Mittwoch beim FC Porto seien)

„Ich bin jetzt nicht ratlos, aber ich bin auch kein Messias – oder habe ich etwa Sandalen an?“ (Stuttgarts Trainer Huub Stevens nach dem 2:3 gegen Borussia Dortmund)

„Papa hat wohl was abbekommen. Er hat danach ein paar komische Sachen gesagt.“ (Bayer Leverkusens Torhüter Bernd Leno über einen Zusammenprall mit Mitspieler Kyriakos Papadopoulos)

„Wir haben es mal wieder geschafft, aus einem kontrollierten ein unkontrolliertes Spiel zu machen.“ (Frankfurts Trainer Thomas Schaaf nach dem 1:3 der Eintracht beim VfB Stuttgart)

„Ich habe meine Frau vor die Wahl gestellt: Mallorca oder HSV. Aber ich habe sie nicht ausreden lassen.“ (Trainer Bruno Labbadia nach seiner Vorstellung als neuer Coach des Hamburger SV)

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„Der Gegner macht aus wenig viel, wir aus viel wenig.“ (Dortmunds Trainer Jürgen Klopp nach dem 0:1 gegen Hannover)

„Ich habe nachgefragt: Tore aus der Distanz sind zulässig, und es ist auch erlaubt, dass andere Spieler als nur Stürmer Tore schießen.“ (Trainer Peter Stöger vom 1. FC Köln zur Torflaute seiner Mannschaft)

„Es ist auch mal wieder ganz schön, dass man nicht gegen einen 15-Mann-Abwehrriegel mit Bus im eigenen Strafraum anrennen muss.“ (Bayerns Dreifach-Torschütze Thomas Müller zur mutigen Ausrichtung der Frankfurter)

„Ich wusste nicht, dass ich überhaupt so weit schießen kann.“ (Mittelfeldspieler Moritz Stoppelkamp vom SC Paderborn zu seinem Bundesliga-Rekordtor aus 83 Metern)

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9 Kommentare

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