Am Ricola’s Sepp blattert scheinbar alles ab. Erfunden hat’s der alte Grieche Pyrrhus. (WehrWolter – ww 28 – Hans Wolter)

Blatter wird sich nicht mehr lange halten. Das lassen WIR nicht mit uns machen! Das ist ja schlecht verdeckte, dummdreiste Diktatur pur! Wir leben doch nicht in einem totalitären System. Oder?

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Wer hat schon einmal einen Sieg errungen, den er sich teuer erkaufen musste? So teuer sogar, dass man auf weitere Siege dieser Art lieber verzichten würde? Die Verluste des alten Pyrrhus waren so hoch, dass er zu einem Vertrauten gesagt haben soll: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“

 

Der 79 Jährige Sepp B. scheint offensichtlich seinen narzisstischen GradiositätsPhantasien so zu erliegen, dass er tatsächlich glaubt, er sei: „Herr der Bälle“.

 

Seinen Sieg bei der Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten schätze ich als Pyrrhussieg ein. Der angeschlagene Löwe macht seine nächsten Fehler. Er kündigt an, den Einfluss der Europäer schmälern zu wollen. Damit will Sepp sich blatt an der aufmüpfigen UEFA rächen, indem er fordert: „Die Anzahl der Nationen in den Konföderationen soll sich auswirken auf die Zusammensetzung des Exekutivkomitees … Die die mehr haben, können auch etwas abgeben.“

 

Sein Fehler ist, dass er paritätische Wahlrecht in der FIFA nun weiter auf die Spitze treibt und die Europäer beschneiden will. Das klappt heutzutage nicht mehr. Das konnte der Sonnenkönig in Varsailles noch versuchen, aber heute ist die Welt zu transparent für solche primitiven Machtspielchen. Elf der zwanzig Weltmeister in der Geschichte der FIFA kommen aus Europa. Falls die UEFA die nächste WM boykottieren würde, verlöre das Turnier seine stärksten Teilnehmer. Damit brächen die Einnahmen der FIFA um ca. 6 Milliarden Dollar ein. Dann hätte der bauerschlaue Sepp keine Gelder für seine afrikanischen und asiatischen Freunde mehr.

 

Hätte der UEFA-Chef Platini nicht so gezaudert, wäre er selbst als Gegenkandidat angetreten, hätte die FIFA viel Geld sparen können. So konnte der dummdreiste Sepp noch einmal einen Sieg einfahren. Diesen Sieg schätze ich allerdings als PyrrhusSieg ein.

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Kleiner Exkurs in die Historie

 

Einen Pyrrhussieg, nennt man einen zu teuer erkauften Erfolg. Historisch geht der Begriff auf den Kadmeischen Sieg zurück. Hier geht der Sieger aus einem Konflikt fast genauso geschwächt hervor wie ein Besiegter und kann auf dem Sieg nicht wirklich aufbauen.

 

Ursprünglich geht das Phänomen auf König Pyrrhos I. von Epirus (319/318–272 v. Chr.) zurück. Pyrrhus soll nach seinem Sieg über die Römer in der Schlacht bei Asculum (Süditalien) 279 v. Chr. einem Vertrauten gesagt haben: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“

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Pyrrhus war ein griechischer Herrscher und Heerführer der ein bewegtes Leben führt. Seit frühester Jugend an wurde er in Intrigen um Macht und Titel verstrickt und kämpfte mit wechselhaftem Erfolg um seine rechtmäßigen Ansprüche. Geschichtsschreiber attestieren Pyrrhus Ausstrahlung, Weitsicht und Geschick. Er hatte offensichtlich aber weniger Glück, gewann reichlich Schlachten, aber fast nie einen Krieg. Pyrrhus wollte in seiner Heimat ein Reich aufbauen. Hierzu folgte er einem Hilfsgesuch der griechischen, aber im heutigen Italien gelegenen Stadt Tarent, die von den Römern bedrängt wurde. Pyrrhus konnte die Römer mehrfach besiegen, so z.B. 279 v. Chr. bei Asculum in Süditalien. Dabei erlitt er aber selbst so schwere Verluste, dass er als Sieger bei den Besiegten um Frieden bitten musste.

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Die Schlacht bei Asculum. Einer der Gründe dafür, dass Pyrrhus die Römer schlagen konnte, waren die Kampfelefanten. Die Römer kannten derlei „Kriegsmaschinen“ nicht und wussten nicht so recht, wie sie sich dieser Ungetüme erwehren sollten.

 

 

Aus der Geschichte hätte Sepp Bauernsohn lernen können, wäre er nicht so machtversessen, wie Golum. Der 79 Jährige scheint offensichtlich seinen narzisstischen GradiositätsPhantasien so zu erliegen, dass er tatsächlich glaubt, er sei: „Herr der Bälle“.

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Also nimmt die griechisch anmutende Tragödie unaufhaltsam ihren Lauf.

Weiteres zu Fußball auch auf WehrWoltersFußballSeele: http://www.FußballSeele.com

 

 

 

12 Kommentare

  1. […] Am Ricola’s Sepp blattert scheinbar alles ab. Erfunden hat’s der alte Grieche Pyrrhus. […]

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  2. […] Am Ricola’s Sepp blattert scheinbar alles ab. Erfunden hat’s der alte Grieche Pyrrhus. […]

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  3. fifa – ein gemeingefährlicher verein aus der schweiz und ein präsident, den ihr verdient habt.
    fussball, ein grässlich ordinärer und primitiver sport
    https://campogeno.wordpress.com/2015/05/31/die-fifa-schmierenkomodie/

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    1. Danke für Dein Feedback, lieber Aussteiger. Hab heute noch einmal einen Artikel zu Blatter, Narzissmus der Mächtigen etc. gepostet. Irgendwie bin ich mit diesem BLOG noch nicht so ganz vertraut … das könnte meine späte Antwort vielleicht etwas entschuldigen. Viele Grüße, Hans
      P.S. Fußball? Find ich gut!

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