„Die verlorene Ehre“: Was Mario Adorf, Til Schweiger, Kevin Kurányi, Edward Snowden, Böll, Edathy und die RAF verbindet. (WehrWolter – ww 58 – Hans Wolter)

Mario Adorf: ein ganz großer des deutschen Films & Bühne, wird heute, am 08. September 2015, 85 Jahre alt. Er ist so etwas wie die graue Eminenz des deutschen Films. – und noch so viel mehr.

Wenige sind so vielseitig wie er:

  • Bösewicht («Nachts wenn der Teufel kam»),
  • Patriarch («Der große Bellheim», «Der Patriarch»),
  • Komisch («Kir Royal»).
  • Alter («Altersglühen») aktuell: Speed-Dating für Senioren.

Mehr als 140 Filmrollen hat Adorf bisher gespielt. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der «Bild am Sonntag» (Frühjahr 2015) wird er zum beliebtesten deutschen Schauspieler überhaupt.

„Es ist sehr viel Glück dabei“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem heutigen 85. „Bei mir war es sicher eine sehr frühe kindliche und eine bleibende Spielfreude, mein italienisches Erbteil. Die Freude am Spiel soll man sich bewahren. Fleiß ist da nötig, wo etwas gelernt werden will.“

1930 wurde er als unehelicher Sohn einer Röntgenassistentin und eines Chirurgen aus dem italienischen Kalabrien geboren. Er begann seine Schauspielkarriere schon während seines Studiums der Philosophie und Theaterwissenschaften in Mainz und Zürich. Gerne wäre er auch Bildhauer geworden. Auch aus wirtschaftlichen Gründen entschied er sich nach dem Zweiten Weltkrieg für das Schauspiel. Da er immer schon zielstrebig war, gelang es ihm einen begehrten Platz an der Münchener Otto-Falckenberg-Schule zu ergattern. Auch hier geht er selbstbewusst und pragmatisch vor: „Die Schauspielschule habe ich manchmal geschwänzt, denn ich hatte ja schon viel Wissen vom Studium vorher.“ So bekam der talentierte Mario ein festes Engagement bei den Münchener Kammerspielen. Er hatte ein Näschen für die wichtigen Dinge: „Ich schäme mich nicht zu sagen, dass ich fünf Minuten vor Beginn der Probe ins Theater ging, nur um einem bewunderten Schauspieler die Tür aufzuhalten.“

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„Schauen sie mal böse“ – oder: ein Charakter war geboren.

Als brutaler Massenmörder gelang ihm 1957 der Durchbruch als Film-Schauspieler. Die Rolle im Film „Nachts, wenn der Teufel kam“ (Regie: Robert Siodmak, USA) führte zum Bundesfilmpreis. Nun war er jahrelang auf die Darstellung von Bösewichten und Ganoven festgelegt. In «Winnetou I» ermordete er in der Rolle des bösen Widersachers Santer Winnetous Schwester Nscho-Tschi. Diesen grausamen Film-Akt nahm ihm das deutsche Publikum so übel, wie Jogi Löw, Kevin Kurányis zu frühen Heimgang während eines Fußballspiels der Deutschen Nationalmannschaft gegen Rußland. Dazu später mehr.

„Das war der klassische Bösewicht, der mir sehr übelgenommen wurde. Aber das ist dann auch ganz schön, wenn man so gehasst wird von ein paar Generationen. Das ist besser, als unbemerkt zu bleiben … Ich war nie – auch als junger Schauspieler – für die Helden, ich war dafür auch einfach nicht gebaut. Ich war nicht groß und blond und schön.“

In seinem neuen Buch „Schauen Sie mal böse“ erzählt Mario A. Geschichten aus seinem Schauspielerleben. Das Böse habe er sich auch beim Besuch des italienischen Teils seiner Familie in Kalabrien abgeschaut. „Ich habe auch echte Mafiosi kennengelernt. Das sind sehr beunruhigende Leute … Da kam so ein Mafioso zu Besuch und forderte ein Hochzeitsgeschenk für seine Tochter ein. Er war ein hochgefährlicher Mann, der ganz schlimme Sachen gemacht hat und später im Gefängnis saß.“

Mario A., der fließend Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch spricht, spielte in den 60er Jahren vor allem in italienischen Filmen mit und wandte sich in den 70er Jahren wieder dem deutschen Film zu. Hier arbeitete er mit Volker Schlöndorff zusammen: bei der oscarprämierten „Blechtrommel“ von Günter Grass und

„Die verlorenen Ehre der Katharina Blum“

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… von Heinrich Böll. Hier sehe ich – durchaus augenzwinkernd – die Parallele zu Kevin K.. Jogi L. bewies damals große Enge, als er ihn – für zu frühes Verlassen des Stadions – für immer aus der Nationalmannschaft verbannt. Nach diesem Bannspruch bekam Kevin K. keinen Fuß mehr auf deutschen Boden und ging in die russische Verbannung. Fast eine Parallele zu Ed Snowden.

„Ich scheiß Dich sowat von zu mit meinem Geld“ (Kir Royal)

Mario Adorf begeisterte uns im Fernsehen in Produktionen wie „Der große Bellheim“ von Regisseur Dieter Wedel oder der Münchner Schickeria-Serie „Kir Royal“ von Helmut Dietl, der ihn auch für die bitterböse Gesellschaftssatire „Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief“ vor die Kamera holte.

„Es steckt viel Arbeit drin … aber weil die Lust am Spielen da war, wurde es nicht als Arbeit empfunden. Ich habe einen Beruf, der glücklicherweise Spaß macht.“

Adorf wurde mit Ehrungen überhäuft. Es gibt kaum eine Auszeichnung der Branche, die er noch nicht bekommen hat. Zuletzt gab es im Juli beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen den Preis für Schauspielkunst. Festivaldirektor Michael Kötz würdigte Adorf in seiner Laudatio als „Star aller Filmstars Deutschlands“ und „großen Meister des Schauspiels“ mit einem unglaublichen Lebenswerk.

„Ich empfinde großes Glück, weitermachen zu können, ohne Pause, ohne Krise … Das war nicht allen Kollegen vergönnt. Man kann nur Danke sagen.“ (Mario A.)

Kurz oder lang:

Ein Streifzug zur „Verlorenen Ehre“

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A.) „Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann

Mario Adorf spielt in Schlöndorffs Verfilmung des Heinrich Böll Romans „Die verlorenen Ehre der Katharina Blum“ mit, weil er von diesem Roman überzeugt war. Geld gab es eher wenig dafür.

Sicher kennen einige diesen Roman. Hier noch einmal eine kurze Inhaltsangabe:

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„Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann ist eine 1974 erschienene Erzählung von Heinrich Böll. Ein Vorabdruck der Erzählung – mit Illustrationen des Berliner Grafikers Klaus Vogelgesang – erschien ab 29. Juli 1974 im Wochenmagazin Der Spiegel. Gegen die Veröffentlichung der Illustrationen ging der Springer-Verlag gerichtlich vor.

Die Erzählung beschreibt, wie eine bisher unbescholtene Frau wegen ihrer Freundschaft zu einem Straftäter Opfer der menschenverachtenden Berichterstattung der Boulevardpresse wird, besonders eines bestimmten Blattes, das nur „ZEITUNG“ genannt wird. Sie wird über einen längeren Zeitraum mehrfach in verschiedenen Varianten als eiskalte, berechnende „Terroristenbraut“ verunglimpft und damit vor ihrem gesamten Umfeld bloßgestellt. In der Folge erhält sie zudem eine Vielzahl von obszönen, hasserfüllten und beleidigenden anonymen Anrufen und Briefen. Nachdem als Folge der Ereignisse auch noch ihre bereits zuvor schwerkranke Mutter stirbt, tötet sie schließlich aus Wut und Verzweiflung den verantwortlichen Reporter.

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In einer Vorbemerkung erläutert Böll: „Personen und Handlung dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“

In diesem Sinne betrachtete Heinrich Böll seine Erzählung tatsächlich als ein Pamphlet, wie er in seinem Nachwort erläutert. Er wollte damit auch auf die seiner Meinung nach negative, konfliktverstärkende Rolle des Sensationsjournalismus im Zusammenhang mit dem linken Terrorismus der 1970er Jahre (besonders der Rote Armee Fraktion) hinweisen. Böll sah sich selbst wegen früherer, missverstandener Publikationen als Opfer einer Medienkampagne, die ihn als Sympathisanten der Terroristen darstellte.“ (Wikipedia)

Hintergrund

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„Heinrich Böll sah sich seit seiner kritischen Stellungnahme „Will Ulrike Gnade oder freies Geleit?“, die 1972 im Magazin Der Spiegel erschien, selbst als Opfer einer Rufmord- und Hetzkampagne, die in ihm einen Sympathisanten des Terrorismus der Rote Armee Fraktion (RAF) erkennen wollte. Er reagierte mit „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ auf die Berichterstattung der BILD-Zeitung und auf die Gewaltdebatte der 1970er Jahre, prangerte mit seiner Erzählung den Sensationsjournalismus an und veranschaulichte die möglichen Folgen.

„Die Gewalt von Worten kann manchmal schlimmer sein als die von Ohrfeigen und Pistolen.“

– Heinrich Böll: Interview im Oktober 1974

Zum Hintergrund der Erzählung gehört auch, wie Böll selbst mehrfach in Briefen hervorhebt, die journalistische Treibjagd gegen den in Hannover lehrenden Psychologieprofessor Peter Brückner, der beschuldigt wurde, das RAF-Mitglied Ulrike Meinhof über Nacht beherbergt zu haben.

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Rezension: u.a.: · Helmut M. Braem: Im Zorn erzählt – und wie mit der Faust geschrieben. Heinrich Bölls neue Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“. In: Stuttgarter Zeitung, 17. August 1974, S. 50.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_verlorene_Ehre_der_Katharina_Blum)

Hierzu habe ich vor kurzem bereits folgenden Artikel veröffentlich:

Die Wucht des Lauffeuers Ver-O(e)ffen-tlichung. Von der Reformation über Glasnost zum Social-Media. – Tabu-TTIP? – Alte Macht-Logik funktioniert nicht mehr? So richtig! – EinschüchterungsVersuche verkehren sich ins Gegenteil. – Paradox des Streisand-Effekts.

D.) Winnetous Schwester Nscho-tschi

1963 hat Mario Adorf in Deutschland auch schon einmal – ungerechter Weise – seine Ehre verloren.

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Als Bösewicht Santer erschoss er1963 Winnetous Schwester Nscho-tschi. Im Film. Seit nunmehr über 50 Jahren muss er sich diese Tat vorhalten lassen. Psychologisch interessant ist hier, dass viele Menschen dem Schauspieler dies vorwerfen, obwohl ja eigentlich klar ist, dass er nur im Film der kaltblütige Mörder war.

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„Immer wieder treffe ich Leute, die sagen: „Dass du die Nscho-tschi erschossen hast, das habe ich dir lange Jahre nicht verziehen. Ich habe dich dafür gehasst!“ Das ist ein Satz, den ich zigtausend Mal gehört habe“ (Mario A.). Die 1963 entstandene Karl-May-Verfilmung war einer der erfolgreichsten Filme der deutschen Kinogeschichte. 2013 stellte Adorf in Köln einen TV-Werbespot vor, in dem er nach 50 Jahren erneut in die Santer-Rolle schlüpft.

O.) Der Fußballer Kevin Kurányi verlor auch seine Ehre. Eigentlich wegen eines banalen Vergehens.

Kevin Kurányi verließ, beim Länderspiel am 11. Oktober 2008 gegen Russland, bei dem er lediglich auf der Tribüne saß, noch vor der zweiten Halbzeit eigenmächtig das Stadion.

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Daraufhin reagierte der Bundestrainer Jogi Löw und informierte seinen Verein Schalke 04. Noch in der Nacht nach dem Spiel fällte Löw die Entscheidung, Kurányi nicht mehr zu Länderspielen zu berufen. Dies mutet sehr kleinherzig an. Als käme es noch aus den NS-Zeiten, als jegliches Aufbegehren gegen Autoritäten und Ordnungen noch extreme, teils lebensbedrohliche Folgen haben konnte. So wie Böll’s Journalistin Katharina Blum keinen Fuß mehr auf den Boden bekam, so war auch die Karriere des jungen Fußballers massiv und unverhältnismäßig gestört.

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Einige Zeit später verließ er die Bundesliga um für viele Jahre in Russland abzutauchen. Ausgerechnet in dem Land, bei dessen Länderspiel er damit das Stadion verließ.

R.) Auch Edward Snowden flüchtete nach Russland. Wie der Torschützenkönig Kevin Kurányi.

Es kann doch eigentlich nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn ein Mensch, der die Wahrheit gesagt hat, in Sachen: Machenschaften der USA-Überwachung, wie ein SchwerstVerbrecher gejagt wird. Für mich ist es ein besonderer Hohn, dass dieser Mensch nur Asyl bei einem weltbekannten Lügner findet. Und das unter den Augen der gesamten Weltöffentlichkeit. Hierzu verweise ich auf das Märchen „Des Kaisers neue Kleider“, in dem NUR ein Kind sich traut, zu rufen: „Der Kaiser ist ja nackt!“ Alle Anderen schweigen, weil sie keine Nachteile in Kauf nehmen möchten. In der Märchengeschichte galt es ja als Zeichen mangelnder Intelligenz, wenn man des Kaisers unsichtbaren Kleider nicht sieht. Unter Hitler war es auch gesünder, NICHT zu laut zu sein. Aber da stehen wir nicht! Noch? Putins Verhalten zeigt Parallelen. Hitler hatte sehr viele Deutsche hinter sich, als er sie zum Austritt aus dem Völkerbund überredete. Nahezu 90% der deutschen Bevölkerung stimmten 1933 in einer Volksabstimmung dem Vorschlag Hitlers zu.

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So wie der Charismatiker Hitler vielen Deutschen damals aus der Seele sprach, dass sie nach dem verlorenen Weltkrieg von vielen Staaten ungerecht behandelt würden, so redet Putin vielen Russen aus der Seele, dass der Westen Schuld daran trage, dass das Imperium UdSSR auseinandergefallen ist. Mit der Wahl Michail Gorbatschows 1985 zum Generalsekretär änderte sich langsam die Politik in der UDSSR. Gorbatschows Reformen, Perestroika (Umbau) und Glasnost (Offenheit) sollten das stalinistische System in der Sowjetunion erneuern. Entscheidend dabei war die Aufhebung der “Breschnew- Doktrin”.

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Damit sicherte Gorbatschow den Ostblock-Staaten außerhalb der UdSSR zu, deren Eigenständigkeit zu achten sowie in keinem Fall militärisch einzugreifen und öffnete faktisch den Weg zur Demokratisierung dieser Staaten. So erzwangen diese Reformen des Visionärs Gorbatschow, die Wirtschaftskrise, die Massenflucht der Menschen in den Westen und die friedlichen Demonstrationen der DDR-Bürgerinnen und -Bürger das Ende der DDR-Diktatur.

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Das Schimpfwort „Lügenpresse“ traf auf die DDR-Presse tatsächlich zu. Sie verbreitete Erfolgsmeldungen, die mit der persönlichen Erfahrung der Bürger nicht mehr übereinstimmte und darum als Lüge und Propaganda verstanden wurde. Das führte zum massiven Vertrauensverlust der Menschen in die Regierung der DDR. Danke „Gorbi“, dass UNSERE Mauer 1989 ohne Blutvergießen fallen konnte. Unbewusst war die Zeit reif. Bewusst haben wir es der Unklarheit des DDR-Pressesprecher Günter Schabowski zu verdanken: 09.11.1989, 18.53 Uhr: Der italienische Journalist Ricardo Ehrmann fragt nach einem neuen Reisegesetzentwurf. Schabowski beugt sich über die Papiere und sagt: „Es ist heute, so viel ich weiß, eine Entscheidung getroffen worden.“ Der Ministerrat habe beschlossen „heute, äh, eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, äh, über Grenzpunkte der DDR auszureisen.“ „Ab wann?“, hakt Ehrmann nach. Schabowski stottert. Dann sagt er: „Das tritt nach meiner Kenntnis . . .“.

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Er macht eine Pause, „ist das sofort unverzüglich“. Was er nicht sagt: DDR-Bürger müssen einen Antrag stellen. – Das Leben überrollt die grausame GefängnisDiktatur. Friedlich. Hier wurde – einmalig – eine massive Spaltung aufgehoben! Da bekomme ich heute noch eine Gänsehaut. Gegenteilig ist meine Stimmung, wenn PEGIDA über 10.000 Dresdener für „neue Mauern“ mobilisieren kann.

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Wäre Putin damals Generalsekretär der UdSSR gewesen, wäre die Welt wahrscheinlich immer noch in einen Ost- und Westblock gespalten. Viele beruhigen sich damit, dass sie sagen, auch er könnte das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen. Der Blick auf große Teile der islamischen Welt und der Rückfall ins Mittelalter, seit Ayatollah Khomeini, macht mich (leider) auch hier eher skeptisch. Da Gorbatschow nicht gestorben ist, wurde er nicht zum Held. In Russland wird er heute eher als „Verräter“ eingestuft. Das Leben ist (leider) nicht fair. James Dean war hier schlauer, aber zu einem recht hohen Preis. Immerhin ist Edward Snowden schon sieben Jahre älter, als der amerikanische Rebell.

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Gut, der ehemalige KGB-Chef, Wladimir Putin, hat heute offenbar so viel Macht, dass Edward Snowden, vor einem Übergriff der Cowboys aus dem Wilden Westen, einigermaßen sicher sein kann. Aber: Putin ist ein Lügner! Dies wird nicht nur in seiner Ukraine-Aggression und Krim-Annektion deutlich. Für mich, als Psychologen, wird sein Manipulationstalent auch an einer anderen kleinen Begebenheit deutlich, die wahrscheinlich wenig bekannt ist. Angela Merkel hat Angst vor großen Hunden. Natürlich ist es kein Zufall, dass Putin zu einem Treffen im kleinen Rahmen, seinen großen Hund frei rumlaufen ließ. Das ist billig, dreist aber wirkungsvoll.

Fazit: Die Welt ist wesentlich komplexer, als Viele von uns denken. Komplexer und teils diametral entgegengesetzt von dem, wie dies in den offiziellen Medien dargestellt wird. Entweder, weil (zu) einfache Journalisten zu begrenzt denken oder die Medienzunft hat auch Angst vor Benachteiligungen. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Allerdings weiß ich, nicht nur aus meiner langjährigen beruflichen Erfahrung als Psychotherapeut, dass unterschiedliche Menschen unterschiedliche Motive haben. Es gibt sie nicht, DIE Wirklichkeit. Somit gibt es auch nicht DIE Wahrheit. Eigentlich dürfen WIR auch über Alles lachen. Auch über Allah. Ehrlich? Wirklich! Ist das nicht gefährlich? Vielleicht. Leider! Die Gedanken sind frei. Spätestens jetzt, interessiert sich die NSA nicht nur für: „Das Leben der Andern“. Aber das, ist ein anderer Film

Weitere Beiträge hierzu, die ich vor kurzem auf meinem WehrWolter-Blog veröffentlicht habe:

NSA/BND-Skandal? – Märchen und Tintenfisch-Taktiken führen uns bewusst in die Irre!

Jenseits von Gut und Böse – Der Fall Edathy. Nur ein kleiner Junge traut sich auszusprechen: „Der Kaiser ist ja nackt!“ – Gedanken eines Psychologen.

Edathy & Snowden auf der Couch

F.) Die verlorene Ehre des Sebastian Edathy

Edathy war Vorsitzender des NSU Ausschusses und nahm zu der Zeit auch die amerikanischen Geheimdienste ins Visier. Er kritisierte das Verhalten von Barack Obama gegenüber den Abhöraktivitäten der NSA. Dies ließ sich gut am angezapften Handy von Angela Merkel verdeutlichen. Außerdem forderte er, dass Edward Snowden in Berlin befragt werden sollte. Dies machte den Geheimdiensten – meiner Ansicht nach – Angst. Angst zumal dieser Herr Edathy unorthodox vorging und nicht berechenbar war. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um anzunehmen, dass man etwas gesucht hat, um diesen Mann auszuschalten. Natürlich können sie das mit einem PädophilieVerdacht einfach und wirkungsvoll bewerkstelligen.

Damit will ich den Herrn E. nicht in Schutz nehmen. Aber bei allem Medienrummel mussten wir feststellen, dass sein Besitz von Bildern nicht strafbar war und ist. Die Folgen sind natürlich verheerend für den Menschen und Politiker. Ich war sehr erstaunt, wie hysterisch unsere Gesellschaft reagiert hat. Kopflos forderten, an und für sich vernünftige Mitmenschen in den sozialen Medien: “Schwanz ab!” Für mich stellt sich das so dar, dass man hier eine Tintenfisch-Taktik angewandt hat. Mit der Edathy-Affäre spritzte man so viel Tinte ins Wasser, dass keiner mehr klar sehen und denken konnte.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir Edward Snowden Asyl gewähren sollten!

Deutschland kann sich das leisten. Die USA werden uns nicht sanktionieren. Zumindest nicht dauerhaft. Das können DIE sich nicht leisten. Ich finde es höchst merkwürdig, dass Edward Snowden, ein Mann der die Wahrheit gesagt hat, dafür dauerhaft bestraft wird. Hätten wir diese Einbuße an Lebensqualität auf uns genommen?

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Junge Menschen haben noch Ideale. Gott und/oder Allah? Sei Dank! Enttäuscht sind wir nur da, wo wir uns vorher getäuscht haben. Die Täter sind die NSA. Wenn die Täter jetzt dem mutigen Kämpfer für mehr ZivilenUngehorsam hinterherrufen: „haltet den Dieb!“, verstehe ich dies, als Verschiebung des Sachverhaltes, Projektion und Ablenkungsmanöver.

Das sind Mechanismen, die auch im Fall Edathy erstaunlich gut funktioniert haben. Wenn ich einen „bedrohlichen Menschen“ wirkungsvoll ausschalten möchte, dann mache ich das vorzugsweise über einen sexuellen Skandal. Irgendetwas findet sich da schon. Ein sexuelles Fehlverhalten ist hier heute wesentlich effektiver, als auf den Verdacht von Steuerbetrug hinzuweisen. Effektiver, weil öffentlichkeitswirksamer. Ein Steuerhinterzug ist nicht wirklich spannend. Bei Hoeneß war die Summe spektakulär und die Vorstellung, dass einer, der sich gerne als GutMensch gibt auch noch eine BreakingBadSeite hat.

Sebastian Edathy gab sich nicht als GutMensch. Er hatte Bilder von nackten Jungs, was allerdings noch keine Straftat ist. Eine Statistik über Pornokonsumenten im Bundestag könnte sicher einen gewissen Unterhaltungswert haben. Kurzzeitig. Wie die Geschichte von Alibaba und den 50 Shadows. Dass der reine Besitz von Nacktbildern kein Straftatbestand ist, wurde ja auch von deutschen Gerichten bestätigt. Ich frage mich, wieso man gerade zu diesem Zeitpunkt auf diese, in Kanada bestellten, Fotos aufmerksam wurde. Hat das mit seinem forschen Auftreten gegenüber den USA zu tun oder war er als Vorsitzender des NSU-Ausschusses auch für das BKA oder den BND ungemütlich? Über die Pädophilie-Diskussion konnten diese, vielleicht vorhandenen „Gefahren“, wirkungsvoll in den Hintergrund gedrängt werden. Wenn der Oktopus Angst bekommt, schießt er mit Tinte, um das Wasser zu verUNKLARen. Für Fortgeschrittene: „Hören Sie gespannt zu, während andere ein Problem diskutieren. Mischen Sie sich mit einer banalen Behauptung ein, und beenden Sie das Thema.“ (Spark’s zehn Regeln für den Betriebsleiter)- MICH macht es einfach misstrauisch, dass ich zu diesen politischen Zusammenhängen nichts mehr in der Presse und den Medien finden konnte.

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Viele denken schon aus Angst hier nicht mehr weiter.

Die Pädophilie-Hysterie hat für mich auch in diesem Zusammenhang etwas schwer Nachvollziehbares. Juristisch war schnell klar, dass es sich hier um keinen ernsthaften Straftatbestand handelt. Daher konnte das Verfahren ja letztlich auch durch eine verhältnismäßig geringe Zahlung eingestellt werden.

Psycho-Logisch verstehe ich das Phänomen der „Pädophilie-Hexenjagd“ als einen kollektiven Ausdruck von Hysterie. Gut, für den normalen Bürger ist es schon merkwürdig, wenn ein Politiker sich an Bildern von nackten Jungs aufgeilt. Warum tut er das? Viele denken schon aus Angst hier nicht mehr weiter. Wir wehren Vieles ab, weil wir unbewusst befürchten, so etwas auch bei uns selbst entdecken zu können. Also rufen wir bei Facebook laut: „Schwanz ab!“. Wer weiter lesen möchte, sei auf meinen Text im WehrWolter-Blog verwiesen:

F.1.) Till Schweiger verteidigt seine Ehre gegenüber Mario Adorf, der ihn als zu motzig & dünnhäutig im Umgang mit der Flüchtlingskrise kritisiert.

Mario Adorf hatte im Interview der „Stuttgarter Zeitung“ zunächst Schweigers Engagement für Flüchtlinge gelobt, dann allerdings hinzugefügt: „Til Schweiger hat aber leider die unglückliche Gabe, sich mit seinem dünnhäutigen, motzigen Auftreten nicht beliebt zu machen.“ Er führt weiter fort:

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„Dass ein prominenter Künstler den Flüchtlingen helfen will, finde ich großartig. Til Schweiger hat aber leider die unglückliche Gabe, sich mit seinem dünnhäutigen, motzigen Auftreten nicht beliebt zu machen“, sagte Adorf im Interview in der Dienstagsausgabe der „Stuttgarter Zeitung“.

Brennende Flüchtlingsheime fände er natürlich auch „entsetzlich“ aber Til Schweiger wolle zwar eine Welle der Sympathie erzeugen, erreiche aber mit seinen „polemischen Äußerungen nur neue Polarisierungen“. Damit rufe er jene fremdenfeindlichen Menschen auf den Plan, „die er eigentlich mundtot machen will“. Das von Schweiger geplante Flüchtlingsheim soll derzeit ins Stocken geraten sein.

Daraufhin schrieb Til Schweiger gestern bei Facebook: „Lieber Mario, was hab‘ ich Dir denn getan, dass du mir so einen mitgibst? … Ich hab‘ immer großen Respekt vor Deinem Werk gehabt … aber das ist einfach Kokolores (wollte erst Bullshit schreiben, aber besann mich dann) was Du da sagst!“

Schweiger habe Adorf sogar eine Rolle im Film „Knockin‘ on Heaven’s Door“ angeboten, die der allerdings abgelehnt habe. Er lud ihn ein, bei seiner Flüchtlingsstiftung mitzumachen. „Ich bin da um zu helfen und das könntest du auch!“

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Verantwortlich für den Inhalt: Dipl.-Psych. Hans Wolter (www.HansWolter.com)

Nachtrag zum Werk des Mario Adorf:

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Filme

1954: 08/15

1955: 08/15 – Im Krieg – Regie: Paul May

1955: 08/15 – In der Heimat – Regie: Paul May

1956: Kirschen in Nachbars Garten

1956: Robinson soll nicht sterben

1956: Termin Julia wird gehalten (TV)

1956: Mädchen und Männer (La ragazza della salina)

1957: Der Arzt von Stalingrad

1957: Nachts, wenn der Teufel kam

1958: Schwester Bonaventura

1958: Das Mädchen Rosemarie

1959: Bumerang

1959: Das Totenschiff

1959: Am Tag, als der Regen kam

1960: Haut für Haut (Le gout de la violence)

1960: Wer sind Sie, Dr. Sorge? (Qui êtes-vous, Dr. Sorge?)

1960: Schachnovelle

1960: Mein Schulfreund

1961: Vergewaltigt in Ketten (A cavallo della tigre)

1962: Straße der Verheißung

1962: Freddy und das Lied der Südsee

1962: Lulu

1963: Winnetou 1. Teil

1963: Die endlose Nacht

1963: Moral 63

1963: Die zwölf Geschworenen (Fernsehfilm)

1963: Endstation 13 Sahara

1963: Der letzte Ritt nach Santa Cruz

1963: Der Ehekandidat (La visita)

1964: Vorsicht Mister Dodd

1964: Die Goldsucher von Arkansas

1964: Sierra Charriba (Major Dundee)

1965: Unser Mann aus Istanbul (Operación Estambul)

1965: Le soldatesse

1965: Vergeltung in Catano (Tierra de fuego)

1965: Spione unter sich (Guerre secrète)

1965: Ich habe sie gut gekannt (Io la conoscevo bene)

1965: Geheimnis im blauen Schloß (Ten Little Indians)

1965: Eine Rose für alle (Una rosa per tutti)

1965: Die Herren

1966: Ganovenehre

1966: Unser Boß ist eine Dame (Operazione San Gennaro)

1966: Zärtliche Haie

1967: Die Über-Sinnliche (Questi fantasmi)

1967: Ladies, Ladies (Le dolci signore)

1968: Engelchen macht weiter – hoppe, hoppe Reiter

1968: Amigos (E per tetto un cielo di stelle)

1969: Maßnahmen gegen Fanatiker

1969: Die Herren mit der weißen Weste

1969: Das rote Zelt (La tenda rossa)

1969: Fahrt zur Hölle, ihr Halunken (Gli specialisti)

1969: Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe (L’uccello dalle piume di cristallo)

1970: Ein Fischzug für 300 Millionen (Un’anguilla da trecento milioni)

1970: Der feurige Pfeil der Rache (L’arciere di fuoco)

1970: Deadlock

1971: Milano Kaliber 9 (Milano calibro 9)

1971: Malastrana (La corta notte delle bambole di vetro)

1971: Das Syndikat (La polizia ringrazia)

1972: König, Dame, Bube

1972: Pinocchio (Le avventure di Pinocchio) (Fernseh-Miniserie)

1972: Gewalt – die fünfte Macht im Staat (La violenza: quinto potere)

1972: Der Mafia-Boß – Sie töten wie Schakale (La mala ordina)

1972: Toll trieben es die alten Germanen (Quando le donne persero la coda)

1973: Die Ermordung Matteottis (Il delitto Matteotti)

1973: Die Reise nach Wien

1973: Ohne Warnung (Sans sommation)

1974: Der Tod trägt schwarzes Leder (La polizia chiede aiuto)

1974: Das Urteil – Prozeß im Schnellverfahren (Processo per direttissima)

1974: Der dritte Grad (La faille)

1975: Warum bellt Herr Bobikow?

1975: MitGift

1975: Die verlorene Ehre der Katharina Blum

1976: Bomber & Paganini

1977: Gefundenes Fressen

1977: Der Hauptdarsteller

1977: Tod oder Freiheit

1977: Ich habe Angst (Io ho paura)

1977/78: Deutschland im Herbst

1978: Fedora

1978: Die Blechtrommel

1979: Giganten der Landstraße (L’empreinte des géants)

1979: Milo Milo

1981: Lola

1981: Der Ungehorsam (La disubbidienza)

1982: Marco Polo

1982: Die Linden von Lautenbach (Les tilleuls de Lautenbach)

1982: Küste der Liebe (La côte d’amour)

1982: Nina (Invitation au voyage)

1982: Smileys Leute – Agent in eigener Sache (Smiley’s People) (Fernsehserie)

1983: Himmel und Hölle (State buoni se potete)

1983: Klassenverhältnisse (Rapports de classe)

1985: Coconuts

1985: Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie

1985: Via Mala

1985: Der 4 1/2 Billionen Dollar Vertrag (The Holcroft convenant)

1986: Kir Royal

1986: Momo

1986: Second Victory (The Second Victory)

1986: Des Teufels Paradies

1986: Das blonde Mysterium (La ragazza del lilla)

1986: Mino – Ein Junge zwischen den Fronten (ZDF-Weihnachtsserie)

1987: Rausch der Verwandlung

1987: Die Nacht kennt keine Zeugen (Notte italiana)

1987: Des Teufels Paradies

1988: Heimatmuseum

1988: Trau keinem Schurken (Try this one for size)

1989: Franziskus (Francesco)

1989: Maxantino

1989: La Luna negra

1989: Allein gegen die Mafia, Teil 4, Fernsehfilm (La Piovra 4)

1989: La troppola

1989: Der Prozess des Galileo Galilei (Eppur si muove)

1990: Rosamunde

1990: Gesellschaftsspiele (Gioco di società)

1990: Der Badearzt (Mio caro Dottor Gräsler)

1990: Café Europa

1990: Die Kaltenbach-Papiere (Teil 1 Sharon, Teil 2 Eva)

1990: Stille Tage in Clichy (Quiet days in Clichy)

1991–1996: Prinzessin Fantaghiro

1991: Pizza Colonia

1991/92: Die Abenteurer vom Rio Verde (Rio Verde)

1993: Der große Bellheim

1993: Bauernschach

1993: Spion in Schwarz

1993/94: Amigomio

1993: Maus und Katz

1993: Felidae

1993: König der letzten Tage

1994: Der kleine Lord (Il piccolo Lord)

1996: Der Schattenmann

1996: Alles nur Tarnung

1996: Dragonheart (Synchronisation von Draco)

1996: Tresko – Der Maulwurf

1996: Tresko – Im Visier der Drogenmafia

1996: Tresko – Amigo Affäre

1997: Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief

1997: Alle für die Mafia

1997: Fräulein Smillas Gespür für Schnee

1997: Die furchtlosen Vier (Synchronisation von Fred der Esel)

1998: Die Piraten der Karibik (Caraibi)

1998: Mord im Kloster (La quindicesima epistola)

1998: Comeback für Freddy Baker

1999: Liebe deinen Feind (Ama il tuo nemico)

2000: Der kleine Lord – Retter in der Not (Il piccolo Lord, parte seconda)

2002: Die Affäre Semmeling

2002: Epsteins Nacht

2003: Die Jungen von der Paul-Straße (I ragazzi della via Pal)

2004: Vera – Die Frau des Sizilianers

2005: Enigma – Eine uneingestandene Liebe

2005: Es ist ein Elch entsprungen

2006: Karol Wojtyła – Geheimnisse eines Papstes

2007: Rosa Roth – Der Tag wird kommen

2007: Winnetou darf nicht sterben (Dokumentarfilm)

2008: Die Rote Zora

2008: Wer Liebe verspricht

2009: Same Same But Different

2010: Der letzte Patriarch (TV-Zweiteiler)

2010: Das Geheimnis der Wale (TV-Zweiteiler)

2011: Gegengerade

2011: Die lange Welle hinterm Kiel (TV)

2012: Die Libelle und das Nashorn

2013: Krokodil (TV)

2013: Pinocchio (TV)

2014: Der letzte Mentsch

2014: Altersglühen

Werke

Erzählungen und Geschichten

1992: Der Mäusetöter. Unrühmliche Geschichten. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 3-462-02160-5.

1994: Der Dieb von Trastevere. Geschichten aus Italien. btb Verlag, ISBN 3-442-72038-9.

1996: Der Fenstersturz und andere merkwürdige Geschichten. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 3-462-02576-7.

2000: Der römische Schneeball. Wahre und erfundene Geschichten. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 3-462-03036-1.

2004: Der Fotograf von San Marco: Die italienischen Erzählungen. Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 3-462-03354-9.

Personenbeschreibung

2005: Mit einer Nadel bloß. Über meine Mutter. Goldmann Verlag, München 2007, ISBN 3-442-15410-3.

Erinnerungen

2004: Himmel und Erde. Unordentliche Erinnerungen. Goldmann Verlag, München 2005, ISBN 3-442-15329-8.

2005: Bilder meines Lebens, mit Ergänzungen von Peter Berling, Helmut Dietl, Günter Grass, Kiepenheuer & Witsch, Köln, ISBN 978-3-462-03620-6. (Autobiografische Fotodokumentation)

Gespräch/ Interview

Gero von Boehm: Mario Adorf. 13. September 2006. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S.379-388

Tonträger (Auswahl)

1994: Al dente – Live-Ausschnitte aus dem „Al Dente“ Programm, Alte Oper Frankfurt. München : BMG records, EAN 743211990721

1996: Schön bös– Adorf singt Kreisler. München : BMG records, EAN 74321403742

  1. 2004: Mario Adorf liest Gerhart Hauptmann Bahnwärter Thiel. Berlin : Wortstark, ISBN 3-920111-21-4

2004: Mario Adorf liest Himmel und Erde. München : Der Hörverl., ISBN 3-89940-428-9

2004: Mario Adorf liest Der Fotograf von San Marco. München : Der Hörverl., ISBN 3-89940-201-4

2004: Mario Adorf liest Der Fenstersturz. München : Der Hörverl., ISBN 3-89940-454-8

2005: Mario Adorf liest Der römische Schneeball. München : Der Hörverl., ISBN 3-89940-545-5

2006: Mario Adorf liest Maupassant: Unter den Olivenbäumen. München : Süddeutsche Zeitung, ISBN 978-3-86615-367-7

2007: Schmidt. von Louis Begley. Random House Audio, ISBN 978-3866047501.

2007: Mario Adorf liest Casanova, Wiedersehen mit einer großen Liebe. München : LangenMüller, ISBN 978-3-7844-4135-1

2007: Joseph Roth: Die Legende vom heiligen Trinker. Zürich : Diogenes-Verl., ISBN 978-3-257-80158-3

2008: Weihnachten mit Mario Adorf – Die schönsten Weihnachtsgeschichten & Lieder. Hamburg : Tchibo GmbH

2008: Mario Adorf liest Alexander Granach, Da geht ein Mensch. München : Kunstmann, ISBN 978-3-88897-542-4

2008: Tod und Teufel : Hörspiel. München : Der Hörverl., ISBN 978-3-86717-321-6

2010: Mario Adorf liest die Lieblingsballaden der Deutschen. Verlag Herder, ISBN 978-3451316074.

2011: Adorf liest Goethe. Verlag Herder, ISBN 978-3451318924.

Filmdokumentationen

Lebenslänglich Schauspieler – 65 Jahre Mario Adorf Filmporträt von Ilona Kalmbach. Deutschland 1995 (ARD, Eigenproduktion des WDR), 45 Minuten.

Die Besten im Westen – Mario Adorf. Filmporträt von Ulrike Brincker. Deutschland 2008 (WDR), 45 Minuten.

Auszeichnungen & Ehrungen

1958: Bundesfilmpreis: Filmband in Gold (Bester Nachwuchsschauspieler) für „Nachts, wenn der Teufel kam“

1958: Preis der Deutschen Filmkritik (Bester Darsteller) für „Nachts, wenn der Teufel kam“

1974: Ernst-Lubitsch-Preis

1978: Bambi (Beliebtester Schauspieler des Jahres) für „Der Hauptdarsteller“

1979: Großer Hersfeld-Preis

1982: Bundesfilmpreis: Filmband in Silber für „Lola“

1986: Deutscher Darstellerpreis (Bester Darsteller) für Via Mala

1992: Goldene Kamera für künstlerische Gesamtleistung

1992: Bundesfilmpreis: Filmband in Gold für „Pizza Colonia“

1993: Bundesverdienstkreuz

1993: Telestar für „Der große Bellheim“

1994: Goldene Kamera für „Der große Bellheim“

1994: Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Der große Bellheim (zusammen mit Dieter Wedel, Heinz Schubert, Hans Korte und Will Quadflieg)

1995: Romy Platin-Romy

1996: Goldenes Schlitzohr

1996: Bayerischer Fernsehpreis zusammen mit Günter Strack und Heinz Hoenig für Der Schattenmann

1996: Carl-Zuckmayer-Medaille

1997: Karl-Valentin-Orden

1997: DIVA-Award

2000: Bayerischer Filmpreis: Ehrenpreis für sein Lebenswerk

2001: Großes Bundesverdienstkreuz

2001: Ehrenbürgerschaft der Stadt Mayen/(Eifel) (9. September)

2003: Bayerischer Verdienstorden

2003: Siegfried-Lowitz-Preis

2003: Goldener Ochse – Ehrenpreis des Filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern

2004: Deutscher Filmpreis: Filmpreis in Gold als Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film

2004: Ehrenmitglied von Alemannia Aachen

2005: Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz

2005: Filmfest München: CineMerit Award

2006: Platz 2 in der ZDF-Reihe „Unsere Besten“ in der Sendung „Lieblingsschauspieler“

2006: Bambi (Kategorie Kultur)

2009: Orden wider den tierischen Ernst[7]

2010: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin

2010: Ehrendoktorwürde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz[8][9]

2011: Best Human Brand Lifework bei den Best Human Brands Awards

2012: Goldene Kamera für sein Lebenswerk

2012: Berlin & Beyond Film Festival: Auszeichnung für sein Lebenswerk

2014: In Mayen wird eine Straße nach ihm benannt

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