Perspektive für Blatter und Platini: Lebenslänglich – Warum regt sich Deutschland weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß etc. auf, als über Menschen in Not? Merkel macht mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein einen guten Job! (WehrWolter – ww 73 – Hans Wolter)

Tanz um das goldene Kalb Fußball. Warum regen sich viele in unserem Land weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß auf, als über Menschen in Not, die unsere Unterstützung suchen? Nach bisherigen Ermittlungen weiß man, dass Hoeneß UNS mehr als 30 Millionen € Steuern entzogen hat. Man geht davon aus, dass es über die Jahre verteilt noch deutlich mehr waren. Wieviel Flüchtlingsheime könnten wir davon bauen? Nebenbei bin ich der Meinung, dass unsere Bundeskanzlerin einen guten Job macht, mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein. WIR schaffen das. Natürlich müssen wir differenzieren. Auf Dauer müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen. In unserem Land. In der Welt. Es geht doch nicht an, dass einige Wenige, wie die Winterkorns, Blatters oder Hoenesse uns den ganzen Kuchen wegfressen. Der Schweizer Soziologe, populäre Wirtschaftsexperte und weltweit anerkannte Globalisierungsgegner Jean Ziegler kämpft ja auch schon seit Jahren gegen das  globale Hungersterben. Dabei wird er nicht müde, auf zwei Eckdaten hinzuweisen:

„1.) Laut OXFAM-Bericht besitzen ein Prozent der Weltbevölkerung so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen.

2.) In den 122 sogenannten Entwicklungsländern stirbt alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger, das ist ein tägliches Massaker. Obwohl der World Food Report der UN bestätigt, dass die Landwirtschaft heute zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte, also deutlich mehr als die aktuelle Weltbevölkerung. Das sind die Folgen der globalisierten Diktatur des Finanzkapitals, unter der wir leben. Das ist die kannibalische Weltordnung, die ich angreife.“

Perspektive für Blatter und Platini:

Lebenslänglich

Mittlerweile kämpft auch im Fußball-Weltverband Fifa jeder gegen jeden.Durch die Konzentration der Ethikkommission auf eine Zwei-Millionen-Euro-Zahlung von Sepp Blatter an Michel Platini, wird der Fall sich nicht mehr allzu lange hinziehen. Das wird zwar nur die sogenannte Spitze des Eisbergs sein. Es birgt aber schon so viel Sprengstoff, dass die suspendierten Bosse von Fifa und Uefa lebenslänglich verbannt werden können.

“Präsident Blatter ist wie ein Kannibale, der seine Eltern frisst und dann weint, weil er ein Waise ist”

(Chuang Moon-Joon, Fifa-Präsidentschaftskandidat)

Nachfolgend eine Zusammenfassung von Thomas Kistner in der Süddeutschen Zeitung (14.10.2015)

„Michel Platini muss draußen bleiben, wenn am Donnerstag der Vorstand von Europas Fußball-Union Uefa zur aktuellen Krise tagt. Der Präsident ist suspendiert, er muss Nyon strikt meiden. Zwar kämpft Platini gegen seine 90-Tage-Sperre – wie auch Sepp Blatter, sein Schicksalsgefährte von der Spitze des Weltfußball-Verbandes Fifa. Doch hinter der öffentlich zelebrierten Empörung zeichnet sich der Kollaps des alten Herrschaftssystems ab.

Denn dass jüngst jene Zwei-Millionen-Franken-Zahlung aufflog, die das Duo Blatter/Platini nun zu Fall gebracht hat, nährt den Verdacht, dass längst der interne Showdown läuft. Ein Kampf jeder gegen jeden, in dem einer den anderen mitreißt. Es geht dabei nicht nur um „Blattini“ – auch der lange drittmächtigste Mann dahinter mischt mit: Jérôme Valcke, suspendierter Generalsekretär der Fifa.

Der Zwei-Millionen-Transfer Blatters an Platini ist nicht alles, was auf dem Tisch liegt. Die zuständige Fifa-Ethikkommission, sagt ein Insider, werde mittlerweile „überschüttet“ mit Informationen. Trotzdem fokussieren sich die Ethik-Ermittler nach SZ-Informationen vorläufig auf die Zwei-Millionen-Causa. Schlichter Grund: Schon diese kann für eine Maximalbestrafung ausreichen. Nach sportethischen Regeln, ungeachtet der parallel laufenden strafrechtlichen Ermittlungen, droht Blatter und Platini ein Spruch, den der oberste Sportgerichtshof Cas im Fall eines ihrer früheren Fifa-Vorstandskollegen schon vorgegeben hat. Im März war Vernon Manilal Fernando letztinstanzlich wegen Korruption verurteilt worden; der Fußballchef Sri Lankas ist lebenslang gesperrt. Hinter diesen Spruch seines höchsten Gerichts kann der Sport nun kaum noch zurück.

So liefert der Fall Fernando das Modell für die Arbeit der Fifa-Ethiker in den nächsten drei Monaten. Auch das Tempo hat Priorität: Es soll ein schnelles Urteil getroffen und sogar vermieden werden, die Suspendierung um weitere 45 Tage zu verlängern.

Gab Jérôme Valcke den Ermittlern den Tipp?

Was bisher bekannt ist: Im Februar 2011 hatte Blatter verfügt, dass Platini zwei Millionen Franken aus der Fifa-Kasse angewiesen werden, die Zahlung floss auf dessen Genfer Konto. Bei einer Einvernahme durch die Schweizer Bundesanwaltschaft in der Fifa-Zentrale hatten die Betroffenen am 25. September behauptet, das Geld sei die Restzahlung für Beraterdienste gewesen, die Platini von 1998 bis 2002 für die Fifa erbracht habe. Zwar hat Platini damals schon laut Arbeitsvertrag 300 000 Franken per annum kassiert. Es sei aber mehr vereinbart gewesen – nämlich weitere 500 000 Franken jährlich, wie Platini erklärte, was für vier Jahre halt zwei Millionen ergeben habe. Nur liegt kein Vertrag vor für dieses denkwürdige Gehaltskonstrukt, nach dessen Logik der Großteil des Salärs erst ein Jahrzehnt später ausgeschüttet worden wäre. Auch war Platinis Anspruch auf so ein Entgelt juristisch verjährt – ein Kernaspekt für die Strafjustiz, die gegen Blatter wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsführung ermittelt.

Dass die beiden Spitzenfunktionäre nicht schlüssig darlegen können, wofür im Februar 2011 die Millionen von der Fifa auf Platinis Konto gewandert sind, wird in Ethiker-Kreisen als „brandgefährlich“ für das Duo bezeichnet. Während die Strafjustiz für eine Verurteilung harte Beweise liefern muss, reichen im Ethik-Prozess weichere Kriterien: etwa „Fahrlässigkeit“, mit der Geschäfte abgewickelt werden, oder „Interessenskonstellationen“, die den zu prüfenden Vorgang umgeben. Was letzteres angeht, liegt aus Ethikersicht in dem Fall eine schwere Interessenskonstellation auf der Hand. Das Geld floss im Februar 2011 ja zu einem Zeitpunkt, als Platini eine sportpolitische Schlüsselrolle für Blatter innehatte. Der Fifa-Boss stand im Wahlkampf einem mächtigen Herausforderer gegenüber: Vizepräsident Mohamed bin Hammam. Der hatte gerade die WM 2022 in seine Heimat Katar geholt, nun wollte er Blatter bei der Wahl am 1. Juni vom Thron stoßen.“

Sepp Blatter ist zwarderzeit  suspendiert, aber tatsächlich immer noch amtierender FIFA-Boss. In den Medien ist es eine Zeit lang ruhig um ihn geworden. Hinter den Kulissen geht es aber offensichtlich mit Hochdruck weiter. US-Justizministerin Lynch kündigt an, dass die Ermittlungen in der FIFA-Korruptionsaffäre ausgeweitet und mit Nachdruck weiter verfolgt werden. Fragen zur Rolle von Präsident Joseph Blatter weicht sie aus. Fürchtet sie Blatters Macht oder ist Ausdruck von Ermittlungstaktik?

“Mein Schaaatz” hauchte nicht nur Golum im “Herrn der Ringe”. Auch der FIFA-Boss Sepp Blatter verkörperte diese Gier auf der letzten Wahlversammlung des mächtigsten Fußball-Imperiums. Der 79-Jährige ließ sich für vier weitere Jahre wiederwählen und machte nach vier Tagen eine überraschende Kehrtwende. Wahrscheinlich weil ihm klar wurde, dass die amerikanischen “Bluthunde” ihn kriegen werden. Um der demütigen Abführung in Handschellen zuvor zu kommen, kündigte er seinen Rücktritt an. Die grandiose Fehleinschätzung des “Sepp von Gottes Gnaden”, habe ich ja schon einmal zum Anlass genommen, einmal auf die Psycho-Logischen Fehlentwicklungen bei den Mächtigen hinzuweisen. Wer hier einmal reinlesen möchte findet das auf meinem Blog unter der Überschrift:

Von Macht, Sucht, falschem Selbst und dem fehlenden Glanz im Auge der Mütter. Sepp B., Wladimir P., Helmut K., Margaret T., Napoleon B., Adolf H. & Silvio B. haben eines gemeinsam: Sie dulden und duldeten keine Majestätsbeleidigung.

US-Justizministerin Lynch & der schweizer Bundesanwalt Lauber zur FIFA Korruptionsaffäre 

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US Attorney General Loretta Lynch, who is targeting the football world's governing body FIFA in a corruption probe, speaks during a press conference to provide a joint update on the investigations with her Swiss counterpart in Zurich on September 14, 2015. FIFA has been engulfed in scandal since May, when seven of its executives were arrested in Zurich by Swiss police, who were acting on US indictments. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

US Attorney General Loretta Lynch, who is targeting the football world’s governing body FIFA in a corruption probe, speaks during a press conference to provide a joint update on the investigations with her Swiss counterpart in Zurich on September 14, 2015. FIFA has been engulfed in scandal since May, when seven of its executives were arrested in Zurich by Swiss police, who were acting on US indictments. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

US-Justizministerin Lynch kündigt an, dass die Ermittlungen in der Fifa-Korruptionsaffäre ausgeweitet und mit Nachdruck weiter verfolgt werden. Fragen zur Rolle von Präsident Joseph Blatter weicht sie aus. Fürchtet sie Blatters Macht oder ist Ausdruck von Ermittlungstaktik?

 

„Wir sind zuversichtlich, dass wir alle 14 Personen, gegen die bisher Anklage erhoben wurde, auch in die USA bekommen.“ (Lynch)

Eigentlich hofften viele, dass die höchsten Strafverfolger aus den USA und der Schweiz, US-Justizministerin Loretta Lynch und der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber, die mutmaßlichen FIFA-Betrüger am Montag, bei der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz im Zürcher Renaissance-Hotel präsentieren würden. Am besten: Sepp Blatter in Handschellen.

„Der Umfang unserer Ermittlungen ist unbegrenzt. Wir arbeiten in alle Richtungen weiter. Seit den Verhaftungen im Mai wurden die Ermittlungen ausgeweitet.“ sagt die US-Justizministerin Loretta Lynch. Die politische Botschaft des halbstündigen Auftritts war unmissverständlich: In den USA, in der Schweiz und in etlichen anderen Ländern wird weiter unter Hochdruck wegen Geldwäsche, Korruption und anderer Vergehen ermittelt. Lynch kündigte eine zweiten Runde Anklagen gegen Personen und Firmen aus dem Fußballgeschäft an. Es werde weitere Festnahmen geben. Bisher hat die US-Justiz gegen 14 Fifa-Offizielle und Manager Anklage erhoben und es werde weitere Festnahmen geben. Am 27. Mai wurden sieben Personen in Zürich verhaftet, sechs von ihnen – darunter Fifa-Vizepräsident Eugenio Figueredo (Uruguay) und Brasiliens ehemaliger Verbandschef José Maria Marín – sitzen noch immer in Untersuchungshaft in der Schweiz und versuchen, ihre Auslieferung in die USA zu verhindern.

Fifa-Vizepräsident, Jeffrey Webb von den Cayman Inslands, wurde in die USA überstellt, kam gegen eine Kaution von zehn Millionen Dollar frei und bereitet sich auf seinen entscheidenden Termin vor dem Untersuchungsrichter vor. Lynch droht: „wer im Business tätig sei, ob in der Fifa, in Kontinentalverbänden oder in nationalen Verbänden, solle sich für den richtigen Weg entscheiden: für Reformen und Einhaltung von Gesetzen“.

Es geht wirklich um die ganze Institution

Der Schweizer Fernsehsender SRF hatte am Freitag ein von Blatter unterzeichnetes Dokument aus dem Jahr 2005 veröffentlicht, demzufolge die Fifa die Fernsehrechte für die Weltmeisterschaften 2010 und 2014 für 600.000 Dollar an den Karibischen Fußballverband CFU verkaufte. CFU-Chef Jack Warner, der auch Blatters Stellvertreter war, überschrieb die Rechte an eine von seiner Familie kontrollierte Firma, die sie für 20 Millionen Dollar an eine jamaikanische Fernsehstation verkaufte. (15.09.2015 StN)

Blatter verlässt die Schweiz nicht mehr, weil er offensichtlich eine Verhaftung fürchtet

Auffällig ist, dass konkrete Aussagen zum noch amtierenden Fifa-Präsidenten Sepp Blatter bewusst vermieden wurden. Blatter fürchtet offensichtlich eine Verhaftung. Seit Monaten verlässt er deshalb die Schweiz nicht mehr. „Ich kann ihnen keine Auskunft zu Herrn Blatters Reiseplänen erteilen oder über jene, die in der nächsten Runde festgenommen werden“, sagte Lynch.

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Auch der Schweizer Bundesanwalt Lauber wich einer klaren Antwort auf die Frage aus, ob gegen Blatter bereits wegen des Verdachts der untreuen Geschäftsbesorgung ermittelt werde. Sepp Blatter hatte dem, nachweislich schwer korrupten, ehemaligen Vizepräsident Jack Warner WM-Vermarktungsrechte in der Karibik für fünf aufeinanderfolgende Finalrunden (1998 bis 2014) für einen Spottpreis zugeschanzt. Im Schweizer Strafgesetzbuch stellt das ein Offizialdelikt dar, was mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann.

„Kooperieren Sie mit uns!“ rät Bundesanwalt Lauber, ein weltweit anerkannter Experte in Sachen Wirtschaftskriminalität. „Wir sind noch lange nicht bei der Halbzeit unserer Ermittlungen, da wir riesige Datenmengen von elf Terabyte sicherstellen konnten. Wir untersuchen mittlerweile 121 verdächtige Konten. Wir haben Hausdurchsuchungen durchgeführt, haben Konten und Wohnungen in den Schweizer Alpen beschlagnahmt.“ Die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und anderen Ermittlungsorganen sei vorzüglich.

US-Ministerin Lynch lobte schon vor der Eröffnung des IAP-Kongresses die gute Kooperation: „Staatsanwälte aus der ganzen Welt sind sich einig, dass Verbrecher sich zu verantworten haben, egal wo sie sich aufhalten, wie mächtig sie sein sollten und wie komplex ihre Vergehen sind.“ Dann sprach sie eine unmissverständliche Warnung in Richtung FIFA aus: „Keine Person und keine Organisation steht über dem Recht.“

Mark Pieth von der Universität Basel, ein Korruptionsexperte der von der Fifa als Chef des einstigen Governance-Komitees verpflichtet worden war, glaubt, dass die juristische Aufarbeitung in der Schweiz vier bis fünf Jahre dauern könnte.

Die Zeit, da sich die Fifa und andere internationale Sportverbände auf ihre Lobbyisten und die Unterstützung von Politik und sogar Ermittlungsbehörden verlassen konnten, sei ein und allemal vorbei.

Bundesanwalt Lauber nannte weitere Behörden, mit denen seine Leute sehr gut kooperieren, wie z.B. die Schweizer Meldestelle für Geldwäscherei (MROS). Es sei auch aus ermittlungstaktischen Gründen indes zu früh, Zahlen, Firmen und Namen zu nennen. Ermittlungstaktisch – und in den USA bereits prozesstaktisch – schienen es Loretta Lynch und Michael Lauber jedoch für angebracht zu halten, eine Warnung auszusenden. Diesmal, so die Botschaft des Tages, gebe es kein Zurück. Lynch empfahl allen Beteiligten: „Es gibt immer eine Option. Kooperieren Sie mit uns!“

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Argentiniens Fußball-Ikone Diego Armando Maradona hat die führenden Fußball-Funktionäre Joseph S. Blatter und Michel Platini scharf attackiert.

Rom (SID) – Argentiniens Fußball-Ikone Diego Armando Maradona (54) hat die führenden Fußball-Funktionäre Joseph S. Blatter (79/Präsident des Weltverbandes FIFA) und Michel Platini (60/Chef der Europäischen Fußball-Union) scharf attackiert. „Wenn wir eine transparente FIFA wollen, dann können wir nicht für Platini stimmen, der ein sehr enges Verhältnis zu Blatter hatte. Und dieser hat ihm das Stehlen beigebracht“, sagte der Kapitän der argentinischen Weltmeistermannschaft von 1986 im Corriere dello Sport. (15.09.2015, Handelsblatt)

Nachfolgend noch einmal meine kurzen Beiträge vor und nach der letzten FIFA-Wahl.

Herr der Bälle – Die etwas andere Papstwahl.

(29.05.2015)

Der kleine Sepp Blatter wusste schon ganz früh, was er werden möchte:

Golum, Herr der Bälle, Lord Voldemort des FußBalls oder Mr. Burns der FIFA!

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Mitten im Korruptionsskandal geht Amtsinhaber Sepp Blatter, trotz massiver Rücktrittsforderungen aus aller Welt, als hoher Favorit in die Wahl. Doch immer mehr Verbände wenden sich von dem höchst umstrittenen Schweizer ab und sagen Herausforderer Prinz Ali aus Jordanien ihre Unterstützung zu.

Was tun wir, wenn dieser MafiaPate Sepp B. heute wiedergewählt wird?

Dann bin ich dafür, dass die UEFA aus der FIFA austritt und einen neuen Weltverband gründet. In diesen neuen Verband, mit neuem Namen am besten, könnten dann alle Länder wieder eintreten. Dann sollte man auch ein wirklich demokratisches System schaffen. Stimmberechtigung an der Einwohnerzahl orientiert. Fußball ist zu schön und ein zu großes Geschäft, als dass man den Ball weiter in diesen ungesunden Strukturen laufen lassen sollte.

Sollte Blatter überraschenderweise nicht gewählt werden, müsste eine Reform der FIFA stattfinden.

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Als nächstes müsste die WM in Katar abgesagt werden. Was soll ein solches Ereignis in diesem zu heißen Land? Nur ein Prestigeobjekt für die Mächtigen. Wenn man schon einmal eine WM bei den Arabern machte möchte, dann gibt es mit Sicherheit bessere Lösungen. Der Verdacht liegt, mehr als nahe, dass es hier nur um Geld & Macht

Eilmeldung: „Sepp Blatter aus völlig unerfindlichen Gründen nicht unter den verhafteten FIFA-Funktionären

Blatter4Zürich (dpo) – Sechs Spitzenfunktionäre der FIFA, darunter Vize-Präsident Jeffrey Webb, wurden in Zürich wegen Geldwäsche und Korruption festgenommen. Was Kenner des Fußballweltverbandes verblüfft: Sepp Blatter war mysteriöserweise nicht unter den Verhafteten. Darüber, warum der FIFA-Präsident nicht längst im Gefängnis sitzt, gehen die Meinungen auseinander.

Einige FIFA-Experten können sich vorstellen, dass sich der 79-Jährige einem Zugriff durch die Polizei durch eine überstürzte Flucht entzogen hat. Dagegen spricht jedoch, dass darüber bislang nichts bekannt ist und Blatter sich bereits an dem Ort befindet, an den Wirtschaftsverbrecher üblicherweise flüchten – in der Schweiz.

Andere mutmaßen, dass es Sepp Blatter gelungen sein könnte, genügend Fahnder, Mitwisser und überhaupt jede Person in seinem Umfeld zu bestechen, um – dank der sechs Bauernopfer – unbehelligt weiter an der Spitze der FIFA bleiben zu können. Dieses Szenario gilt vielen als das wahrscheinlichste.
Als dritter Grund käme der Vollständigkeit halber noch in Frage, dass Blatter schlicht unschuldig ist. Allerdings brach bislang noch jede Person in irres Gelächter aus, die an diese Möglichkeit auch nur einen Gedanken verschwendete.“ (Der Postillon)

Blatter

Wie konnte Sepp den von vielen Seiten geforderten Rücktritt einfach abBlattern lassen?

Zwischenzeitlich schien die Situation schien für Blatter tatsächlich problematisch. Letztlich musste der machterfahrene alte Mann (79) nur wieder seinem Instinkt folgen und alles machen wie immer: Schweigen, Beschwichtigen und schließlich sich selbst zum Problemlöser erklären, der die Feinde der Fußball- und FIFA-Familie ausrotten wird. Seine Bande zu den „Freunden“ in Afrika und Asien sind so stark, dass ihm wenig passieren kann. Rechtfertigen muss er sich nur vor dem lammfrommen Wahlvolk, nicht vor der empörten Weltöffentlichkeit. Dennoch denke ich, die Rechnung wird wenn, dann nur kurzfristig aufgehen. Sollte er wiedergewählt werden, werden sich starke Gegenkräfte formieren. Letztlich ist die UEFA stärker. Außerdem bekommt Europa noch Unterstützung vom großen Bruder USA. Wenn ein Missstand so offen gelegt wird, dann erledigt die KulturDynamik dieses lebensfeindliche Verhalten. Da hört selbst Wladimir Putins Macht auf.

ProfFuß

Ich wette eine Kiste Kölsch darauf, dass die geplante KatarWM nicht stattfinden oder in ein anderes Land verschoben wird. Weihnachten stören? Das wäre doch gelacht!

Am Ricola’s Sepp blattert scheinbar alles ab. Erfunden hat’s  der alte Grieche Pyrrhus.

(30.05.2015)

Blatter wird sich nicht mehr lange halten. Das lassen WIR nicht mit uns machen! Das ist ja schlecht verdeckte, dummdreiste Diktatur pur! Wir leben doch nicht in einem totalitären System. Oder?

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Wer hat schon einmal einen Sieg errungen, den er sich teuer erkaufen musste? So teuer sogar, dass man auf weitere Siege dieser Art lieber verzichten würde? Die Verluste des alten Pyrrhus waren so hoch, dass er zu einem Vertrauten gesagt haben soll: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“

 

Der 79 Jährige Sepp B. scheint offensichtlich seinen narzisstischen GradiositätsPhantasien so zu erliegen, dass er tatsächlich glaubt, er sei: „Herr der Bälle“.

 

Seinen Sieg bei der Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten schätze ich als Pyrrhussieg ein. Der angeschlagene Löwe macht seine nächsten Fehler. Er kündigt an, den Einfluss der Europäer schmälern zu wollen. Damit will Sepp sich blatt an der aufmüpfigen UEFA rächen, indem er fordert: „Die Anzahl der Nationen in den Konföderationen soll sich auswirken auf die Zusammensetzung des Exekutivkomitees … Die die mehr haben, können auch etwas abgeben.“

 

Sein Fehler ist, dass er paritätische Wahlrecht in der FIFA nun weiter auf die Spitze treibt und die Europäer beschneiden will. Das klappt heutzutage nicht mehr. Das konnte der Sonnenkönig in Varsailles noch versuchen, aber heute ist die Welt zu transparent für solche primitiven Machtspielchen. Elf der zwanzig Weltmeister in der Geschichte der FIFA kommen aus Europa. Falls die UEFA die nächste WM boykottieren würde, verlöre das Turnier seine stärksten Teilnehmer. Damit brächen die Einnahmen der FIFA um ca. 6 Milliarden Dollar ein. Dann hätte der bauerschlaue Sepp keine Gelder für seine afrikanischen und asiatischen Freunde mehr.

 

Hätte der UEFA-Chef Platini nicht so gezaudert, wäre er selbst als Gegenkandidat angetreten, hätte die FIFA viel Geld sparen können. So konnte der dummdreiste Sepp noch einmal einen Sieg einfahren. Diesen Sieg schätze ich allerdings als PyrrhusSieg ein.

 Blatter Pyrhus2

Kleiner Exkurs in die Historie

 

Einen Pyrrhussieg, nennt man einen zu teuer erkauften Erfolg. Historisch geht der Begriff auf den Kadmeischen Sieg zurück. Hier geht der Sieger aus einem Konflikt fast genauso geschwächt hervor wie ein Besiegter und kann auf dem Sieg nicht wirklich aufbauen.

 

Ursprünglich geht das Phänomen auf König Pyrrhos I. von Epirus (319/318–272 v. Chr.) zurück. Pyrrhus soll nach seinem Sieg über die Römer in der Schlacht bei Asculum (Süditalien) 279 v. Chr. einem Vertrauten gesagt haben: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“

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Pyrrhus war ein griechischer Herrscher und Heerführer der ein bewegtes Leben führt. Seit frühester Jugend an wurde er in Intrigen um Macht und Titel verstrickt und kämpfte mit wechselhaftem Erfolg um seine rechtmäßigen Ansprüche. Geschichtsschreiber attestieren Pyrrhus Ausstrahlung, Weitsicht und Geschick. Er hatte offensichtlich aber weniger Glück, gewann reichlich Schlachten, aber fast nie einen Krieg. Pyrrhus wollte in seiner Heimat ein Reich aufbauen. Hierzu folgte er einem Hilfsgesuch der griechischen, aber im heutigen Italien gelegenen Stadt Tarent, die von den Römern bedrängt wurde. Pyrrhus konnte die Römer mehrfach besiegen, so z.B. 279 v. Chr. bei Asculum in Süditalien. Dabei erlitt er aber selbst so schwere Verluste, dass er als Sieger bei den Besiegten um Frieden bitten musste.

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Die Schlacht bei Asculum. Einer der Gründe dafür, dass Pyrrhus die Römer schlagen konnte, waren die Kampfelefanten. Die Römer kannten derlei „Kriegsmaschinen“ nicht und wussten nicht so recht, wie sie sich dieser Ungetüme erwehren sollten.

 

 

Aus der Geschichte hätte Sepp Bauernsohn lernen können, wäre er nicht so machtversessen, wie Golum. Der 79 Jährige scheint offensichtlich seinen narzisstischen GradiositätsPhantasien so zu erliegen, dass er tatsächlich glaubt, er sei: „Herr der Bälle“.

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Also nimmt die griechisch anmutende Tragödie unaufhaltsam ihren Lauf.

Weiteres zu Fußball auch auf WehrWoltersFußballSeele: http://www.FußballSeele.com

 

 

 

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