Was? Der Kaiser ist gar kein Kaiser? – Franz Beckenbauer nackt? – Beim Sommermärchen hat der böse Wolf mitgespielt? – 6 Mio-Euro vom Franzl landeten nicht auf der WM-2006 Gala, sondern in Katar. – Wer wundert sich, wenn jetzt eher der kleine Mann aus Deutschland kriminell wird, als der aus Afrika? – (WehrWolter – ww 131 – Hans Wolter)

DFB-Vizepräsident Rainer Koch redet Klartext: „Es ist ein völliges Versagen der internen DFB-Kontrollgremien.“ Man habe mit einem Zahlungsvorgang zu tun, der „zehn Jahre verheimlicht, zehn Monate beschönigt und eigentlich in zehn Sekunden zu erklären“ gewesen sei. (Quelle: Kölner Stadtanzeiger 5./6. März 2016)

Wer ab und zu in meinen Blog schaut, weiß, dass ich regelmäßig die zunehmende Kriminalität im Nadelstreifen anprangere. Es sind weniger die Kleinen, wie z.B. Flüchtlinge, die den „Untergang des Abendlandes“ betreiben. Vor zwei Tagen ging durch die Presse, dass Martin Winterkorn bereits ein Jahr vorher von dem betrügerischen Abgasmanipulationen bei VW wusste. Die offizielle Version war natürlich anders. Bei Uli Hoeneß würde es mich auch nicht wundern, wenn die knapp 30 Millionen Euro Steuerhinterziehung auch nicht alles waren. Nur auch hier, geht die öffentliche Meinung auffällig samt mit dieser kriminellen Tat um. Viele finden es okay, dass Hoeneß nur die Hälfte seiner Strafe absitzen musste und bereits währenddessen zum größten Teil Freigänger war. Das steht parallel zu dem Gejammer, dass wir uns – nicht nur in den Augen der Pegida-Schafe – durch die Völkerwanderungen uns kurz vor dem Abgrund bewegen sollen.

Die zunehmend aufgedeckte Korruption führt m.E. zu einer gewaltigen Erosion unseres Wertesystems. Nicht, dass es das früher nicht auch schon gegeben hat. Nur da war es weniger sichtbar. Da konnten Medien von der sogenannten Elite noch besser gesteuert werden. Im Zeitalter des Internets kommt es zu dem, was Gorbatschow immer gefordert hat: Glasnost.

Diese zugenommene Transparenz verbunden mit zunehmender Mobilität ist der tiefere Hintergrund der Völkerwanderung. Die enorme Ungleichheit in der Vermögensverteilung auf der Welt, wird dazu führen, dass die Völkerwanderungen nicht enden werden. Laut der Oxfam-Studie besitzt 1% der Weltbevölkerung genau so viel, wie der „Rest“ von 99% auf unserem Globus. Das wird auf Dauer mit Sommermärchen nicht mehr ruhig gestellt werden können.

Nachfolgend zitiere ich noch einmal einen Text zum FIFA-Skandal und zum VW-Betrug, den ich vor einigen Wochen schon veröffentlicht hatte.

 

Fifa Ende Blatini1

Zürich: Schmierenkomödie bei der FIFA: ein alter ungepflegter Mann – Sepp Blatter – unrasiert, bepflastert, auf seine Tochter gestützt – gibt bekannt, dass er gegen das Urteil der Ethikkommission gerichtlich vorgehen will. Er und sein Komplize Michel Platini sind für acht Jahre gesperrt. (Hans Wolter / WehrWolter – WW 104)

(21. Dezember 2015)

Was für eine Schmierenkomödie: Der mächtige 79-Jährige Fifa-Boss Joseph Blatter tritt unrasiert, mit einem großen Pflaster unterm Auge, gestützt von seine Tochter, vor die Journalisten in Zürich. Die Inszenierung des armen alten Mannes hält allerdings nicht lange. Keine Stunde nach der Verkündigung seiner achtjährigen Sperre wird wieder deutlich, dass der Wolf nur Kreide geschluckt hat: Gewohnt kämpferisch verkündet er bei der Pressekonferenz, dass er gegen das Urteil der Fifa-Ethikkommission vorgehen wird.

 

APTOPIX Switzerland Soccer FIFA Blatter

Suspended FIFA President Sepp Blatter arrives for a news conference in Zurich, Switzerland, Monday, Dec. 21, 2015 after he has been banned for 8 years from all football related activities. (AP Photo/Matthias Schrader)

„Gut, dass die WM 2022 in Katar stattfinden soll.

Hier wäre es um die Weihnachtszeit einfach zu warm.“

(Ein Kicker von Endlich Dienstag)

Achtjährige Sperre

In Zürich wurde heute bekannt gegeben: „Joseph S. Blatter, FIFA-Präsident, und Michel Platini, Vizepräsident und Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees sowie UEFA-Präsident, jeweils für acht Jahre für sämtliche nationalen und internationalen Fußballtätigkeiten (administrativ, sportlich und anderweitig) gesperrt. Die Sperren treten mit sofortiger Wirkung in Kraft.“

 

Sollte man eine Organisation suchen, die ein schlechteres Image als die Fifa hat, würde man in Europa wohl kaum fündig werden. In dieser selbstherrlichen Organisation sind jahrzehntelang viele Regeln einfach außer Kraft gesetzt worden. Führungskräfte ließen sich hemmungslos schmieren, Wahlen sollen häufig durch Bestechung zustande gekommen sein und sportpolitische Gegner werden kurzer Hand einfach ausgeschaltet. Seit einiger Zeit beschäftigen sich Polizei und Staatsanwaltschaft mit unzähligen Vorwürfen. Durch den amerikanischen FBI hat der ganze Prozess an Fahrt und Schärfe gewonnen. Diesmal wird es drastische Konsequenzen für Sepp Blatter und Michel Platini haben.

 Fifa Ende Blatter2

Bereits im Dezember 2012 stand fest, dass Blatter von Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe bei der Fifa gewusst hat. Vor einiger Zeit wurden seine früheren Kollegen João Havelange und Ricardo Teixeira bereits der Korruption überführt. Ein Schweizer Gericht stellte fest, dass Blatter hier informiert war. Wie das bei Alleinherrschern nicht selten der Fall ist, führte das bei dem Fifa-Patriarchen nicht zur Unruhe. Er stellt kurzer Hand fest, dass die Zahlungen der Marketingfirma ISL an die Funktionäre zur damaligen Zeit (2001) kein Vergehen gewesen seien.

 FifaSommerMärchen

Sommermärchen gekauft?

Frei nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung verkündet er, dass die WM 2006 in Deutschland gekauft worden sei. 2015 wurde durch Nachforschungen des FBI bekannt, dass es zwischen Blatter und Platini dubiose Geldflüsse gab. Diese Vorgänge führten nun zu einer achtjährigen Sperre für beide Funktionäre.

 

Zu den Fakten: Das Urteil der FIFA-Ethikkommission

im Wortlaut

 

„Die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Eckert hat Joseph S. Blatter, FIFA-Präsident, und Michel Platini, Vizepräsident und Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees sowie UEFA-Präsident, jeweils für acht Jahre für sämtliche nationalen und internationalen Fußballtätigkeiten (administrativ, sportlich und anderweitig) gesperrt. Die Sperren treten mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Das Verfahren gegen Joseph S. Blatter betraf in erster Linie eine Zahlung der FIFA von CHF 2 Millionen im Februar 2011 an Michel Platini. In seiner Eigenschaft als FIFA-Präsident bewilligte Joseph S. Blatter die Zahlung an Michel Platini, die einer rechtlichen Grundlage im zwischen den beiden Offiziellen am 25. August 1999 schriftlich abgeschlossenen Vertrag entbehrte. Weder in seiner schriftlichen Eingabe noch in seiner persönlichen Anhörung konnte Joseph S. Blatter eine andere rechtliche Grundlage für diese Zahlung nachweisen. Seine Behauptung einer mündlichen Absprache wurde als nicht überzeugend erachtet und von der Kammer abgewiesen.

Die Beweise, die der rechtsprechenden Kammer im vorliegenden Fall vorlagen, reichten nicht im geforderten Ausmaß für den Nachweis, dass Joseph S. Blatter mit der Zahlung die Ausübung oder Unterlassung einer offiziellen Handlung von Michel Platini im Sinne von Art. 21 Abs. 1 des FIFA-Ethikreglements (Bestechung und Korruption) bezweckte. Die Handlung von Joseph S. Blatter gegenüber Michel Platini ohne rechtliche Grundlage ist aber ein Verstoß gegen Art. 20 Abs. 1 des FIFA-Ethikreglements (Annahme und Gewährung von Geschenken und sonstigen Vorteilen). Joseph S. Blatter befand sich zudem in einem Interessenkonflikt. Dennoch übte er seine davon betroffenen Aufgaben weiterhin aus und versäumte es, diesen Interessenkonflikt und seine persönlichen Interessen hinsichtlich seiner künftigen Tätigkeit offenzulegen, womit er gegen Art. 19 Abs. 1, 2 und 3 des FIFA-Ethikreglements (Interessenkonflikte) verstieß.

Indem er die Interessen der FIFA nicht voranstellte und nicht alles unterließ, was den Interessen der FIFA zuwiderlaufen könnte, verletzte Joseph S. Blatter seine Loyalitätspflicht gegenüber der FIFA und damit Art. 15 des FIFA-Ethikreglements (Loyalität). Joseph S. Blatters Handlungen entbehrten ethischen Verhaltens, verstießen gegen die anwendbaren Gesetze und Bestimmungen sowie das FIFA-Regelwerk, soweit auf ihn anwendbar, und zeugten von einem Missbrauch seiner Stellung als FIFA-Präsident, womit er gegen Art. 13 des FIFA-Ethikreglements (Allgemeine Verhaltensregeln) verstieß.

Er wurde deshalb für acht Jahre für alle Fußballtätigkeiten gesperrt und mit einer Geldstrafe von CHF 50 000 belegt. Die Untersuchung gegen Joseph S. Blatter wurde von Robert Torres, Mitglied der Untersuchungskammer der Ethikkommission, geleitet. Der Schlussbericht zur Untersuchung wurde am 20. November 2015 an die rechtsprechende Kammer überwiesen. Die rechtsprechende Kammer hatte am 23. November 2015 ein formelles Verfahren eröffnet.

Die Anhörung von Joseph S. Blatter fand am 17. Dezember 2015 in Zürich statt. Das Verfahren gegen Michel Platini betraf in erster Linie eine Zahlung von CHF 2 Millionen, die er im Februar 2011 von der FIFA erhalten hatte. Die Zahlung an Michel Platini hatte keine rechtliche Grundlage im schriftlichen Vertrag, den die beiden Offiziellen am 25. August 1999 abgeschlossen hatten. Michel Platinis Behauptung einer mündlichen Absprache wurde als nicht überzeugend erachtet und von der Kammer abgewiesen.

Die Beweise, die der rechtsprechenden Kammer im vorliegenden Fall vorlagen, reichten nicht im geforderten Ausmass für den Nachweis, dass Michel Platini die Zahlung für die Ausübung oder Unterlassung einer offiziellen Handlung im Sinne von Art. 21 Abs. 1 des FIFA-Ethikreglements (Bestechung und Korruption) erhalten hatte. Das Verhalten von Michel Platini ohne rechtliche Grundlage ist aber ein Verstoß gegen Art. 20 Abs. 1 des FIFA-Ethikreglements (Annahme und Gewährung von Geschenken und sonstigen Vorteilen). Michel Platini befand sich zudem in einem Interessenkonflikt. Dennoch übte er seine davon betroffenen Aufgaben weiterhin aus und versäumte es, diesen Interessenkonflikt und seine persönlichen Interessen hinsichtlich seiner künftigen Tätigkeit offenzulegen, womit er gegen Art. 19 Abs. 1, 2 und 3 des FIFA-Ethikreglements (Interessenkonflikte) verstieß.

Indem er die Interessen der FIFA nicht voranstellte und nicht alles unterließ, was den Interessen der FIFA zuwiderlaufen könnte, verletzte Michel Platini seine Loyalitätspflicht gegenüber der FIFA und damit Art. 15 des FIFA-Ethikreglements (Loyalität). Michel Platini ließ zudem ein absolut glaubwürdiges und integeres Verhalten vermissen und offenbarte damit fehlendes Bewusstsein für seine Pflichten und die damit verbundenen Obliegenheiten und Aufgaben. Sein Handeln entbehrte ethischen Verhaltens, verstieß gegen die anwendbaren Gesetze und Bestimmungen sowie das FIFA-Regelwerk, soweit auf ihn anwendbar, und zeugte von einem Missbrauch seiner Stellung als FIFA-Vizepräsident und Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees, womit er gegen Art. 13 des FIFA-Ethikreglements (Allgemeine Verhaltensregeln) verstieß.

Michel Platini wurde deshalb für acht Jahre für alle Fußballtätigkeiten gesperrt und mit einer Geldstrafe von CHF 80 000 belegt. Die Untersuchung gegen Michel Platini wurde von Vanessa Allard, Mitglied der Untersuchungskammer der Ethikkommission, geleitet. Der Schlussbericht zur Untersuchung wurde am 20. November 2015 an die rechtsprechende Kammer überwiesen. Die rechtsprechende Kammer hatte am 23. November 2015 ein formelles Verfahren eröffnet. Die Verhandlung fand am 18. Dezember 2015 in Zürich im Beisein von Michel Platinis Anwälten statt.”

Zum „Fifa-Mafia-Mehrteiler“ habe ich bereits mehrfach berichtet. Nicht nur zu den Fakten, sondern auch zu den psychologischen Hintergründen eines Herrn Blatters. Nachfolgend greife ich nochmals eine Zusammenfassung meiner bisherigen Ausführungen auf.

Zürich im MorgenGrauen: Wirtschaftsflüchtlinge der FIFA in Luxushotel verhaftet. Schweizer Polizei überraschte um 6 Uhr morgens Verbrecher im Nadelstreifen. – Wenn die USA / FBI sich einschalten, werden Sepp Blatter, Michel Platini & Franz Beckenbauer bald Zellennachbarn von Uli Hoeneß – Korruption & Steuerflüchtlinge schaden der deutschen Volkswirtschaft häufig deutlich mehr, als die Flüchtlinge vor Tod und Gewalt. (Hans Wolter)

(03. Dezember 2015)

Zürich: Im exklusiven Hotel Baur au Lac gibt’s Zimmer ab 850 Franken pro Nacht aufwärts. Mal unter uns: wieso können sich diese Balljungen das eigentlich leisten? Wieso geht hier keine SFGKDB (Sportliebende Fußballer gegen die Korrumpierung des Ballspiels) auf die Barrikaden und schmettert ihnen entgegen: Wir sind das Volk? Wieso ist es einfacher, Hass und Angst auf unsere Bundeskanzlerin abzuwälzen, die einfach versucht einen guten Job zu machen?

Zurück zum Fußball: Am kleinen Lederball kann offensichtlich immer, immer mehr verdient werden. Das ist nicht primär das Verdienst der Funktionäre. Das ist zunächst einmal UNSER Interesse an diesem Ballspiel. Dass es nicht wenige Menschen gibt, die daran verdienen, ist zunächst einmal auch nicht verwerflich. Dass es aber Menschen gibt, die von einer maßlosen Gier getrieben werden, die letztendlich zu unserem Nachteil wird, halte ich für: nicht hinnehmbar. Denn: „Wir sind die Gebühren- Steuerzahler und das Volk!“

Sind Steuerflüchtlinge sauberer als Kriegsflüchtlinge?

Bei so viel Korruption, Steuerhinterziehungen, Selbstbereicherungen frage ich mich, warum hier so wenige etwas sagen, aber auf der anderen Seite, so viele Menschen in unserem Land – teilweise erschreckend menschenverachtend und hasserfüllt – auf Flüchtlinge reagieren. Menschen, die häufig traumatische Erlebnisse hinter sich haben und angeblich eine zu hohe wirtschaftliche Belastung für unser reiches Deutschland darstellen. Langsam sollte es doch mal klar werden, dass diese Diskussion durch enorme individuelle innerpsychische Ängste projizierend angeheizt wird. Zumal sogar die sogenannten Wirtschaftsweisen sagen: „Wir schaffen das!“

FIFA Dezember5

Kriminelle Fußball-Funktionäre getarnt als Biedermänner

Die Schweizer Polizei hat kurz vor einem Treffen des Fifa-Exekutivkomitees mehrere hochrangige Fifa-Funktionäre festgenommen. Wie schon im Mai war das Züricher Edelhotel Baur au Lac Ort des Geschehens. Mehr als ein Dutzend Personen sollen im Visier der Ermittler gestanden haben. „Wir haben Kenntnis von den Aktionen, die heute vom US-Justizministerium durchgeführt wurden“, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme.

Die Polizei betrat das Hotel um 6.00 Uhr am Morgen durch einen Seiteneingang. Die Beamten suchten demnach nach Funktionären, denen unter anderem Geldwäsche und Betrug vorgeworfen wird. Wie die „New York Times“ (NYT) meldet, richtet sich die Polizei-Aktion, gegen aktuelle und frühere Fifa-Funktionäre. Besonders hart soll es die nord- und südamerikanischen Verbände treffen.

FIFA Dezember 3

„Unter den Verhafteten sollen Alfredo Hawit Banegas, Präsident des nord- und mittelamerikanischen Fussballverbands Concacaf und Juan Ángel Napout, Präsident des südamerikanischen Fussballverbands Conmebol, sein. Das Bundesamt für Justiz will noch über die Namen informieren. Abermals lautet der Vorwurf an die Festgenommenen, Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben. Die Verhaftungen gründen wiederum auf einem Ersuchen des US-Justizministeriums.

Blatter und Platini hatten Glück, dass sie nicht anwesend waren.

Dem Vernehmen nach sind europäische Funktionäre von den Verhaftungen heute nicht betroffen. Die suspendierten Joseph Blatter und Michel Platini sind bei der aktuellen Sitzung des Exekutivkomitees in der Fifa-Zentrale auf dem Zürichberg natürlich nicht dabei.

Gemäss der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berät das Fifa-Exekutivkomitee bei seiner derzeitigen Sitzung auch über eine Aufstockung der WM-Teilnehmer von 32 auf 40 Mannschaften. Das wäre Teil des umfassenden Reformpakets, das vom Exekutivkomitee verabschiedet werden soll. Diese Reform bedürfte im Gegensatz zu anderen Reformpunkten keiner Genehmigung durch den ausserordentlichen Fifa-Kongress am 26. Februar, bei dem auch ein Nachfolger des suspendierten Präsidenten Joseph Blatter gewählt werden soll.

Eine Ausdehnung auf 40 Teams käme offenbar aber erst für das Turnier 2026 infrage. Die Weltmeisterschaften 2018 in Russland und 2022 in Katar sollen demnach noch mit 32 Mannschaften stattfinden.“ (Quelle: Neue Züricher Zeitung, 03.12.2015)

Über die mächtige FIFA, die haarsträubende Fehlentscheidung eine WM in der Wüste machen zu wollen und ihren korrupten Führer Blatter, hatte ich ja bereits mehrfach hier auf meinem Blog berichtet. Nachfolgend drucke ich noch einmal eine Zusammenfassung vom 16. Oktober 2015 ab.

 

Sommer-Märchen = gekaufte SCHEIN-Demokratie – Die moralischen Werte unserer Solidar-Gemeinschaft verkommen immer mehr zur Karikatur. – Blatter und Platini: Lebenslänglich – Regt sich Deutschland weniger über Steuer Flüchtlinge und Wirtschaftskriminelle auf als über Menschen in Not? – Adidas, VW – Was können wir uns auf „Made in Germany“ noch einbilden?

 

Sommer-Märchen gekauft. SCHEIN-Demokratie. Die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland war nach SPIEGEL-Informationen (16.10.15) mutmaßlich gekauft. Das Bewerbungskomitee hatte eine schwarze Kasse eingerichtet, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus heimlich mit 10,3 Millionen Schweizer Franken gefüllt hatte – damals 13 Millionen D-Mark. Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach werden dies wahrscheinlich gewusst haben.

Adidas, VW – Was können wir uns auf „Made in Germany“ noch einbilden?

Tanz um das goldene Kalb Fußball. Warum regen sich viele in unserem Land weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß auf, als über Menschen in Not, die unsere Unterstützung suchen? Nach bisherigen Ermittlungen weiß man, dass Hoeneß UNS mehr als 30 Millionen € Steuern entzogen hat. Man geht davon aus, dass es über die Jahre verteilt noch deutlich mehr waren. Wieviel Flüchtlingsheime könnten wir davon bauen? Nebenbei bin ich der Meinung, dass unsere Bundeskanzlerin einen guten Job macht, mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein. WIR schaffen das. Natürlich müssen wir differenzieren. Auf Dauer müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen. In unserem Land. In der Welt. Es geht doch nicht an, dass einige Wenige, wie die Winterkorns, Blatters oder Hoenesse uns den ganzen Kuchen wegfressen.

FußballWMSkandal

Der Schweizer Soziologe, populäre Wirtschaftsexperte und weltweit anerkannte Globalisierungsgegner Jean Ziegler kämpft ja auch schon seit Jahren gegen das  globale Hungersterben. Dabei wird er nicht müde, auf zwei Eckdaten hinzuweisen:

„1.) Laut OXFAM-Bericht besitzen ein Prozent der Weltbevölkerung so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen.

2.) In den 122 sogenannten Entwicklungsländern stirbt alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger, das ist ein tägliches Massaker. Obwohl der World Food Report der UN bestätigt, dass die Landwirtschaft heute zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte, also deutlich mehr als die aktuelle Weltbevölkerung. Das sind die Folgen der globalisierten Diktatur des Finanzkapitals, unter der wir leben. Das ist die kannibalische Weltordnung, die ich angreife.“

Die moralischen Werte unserer Gemeinschaft verkommen immer mehr zur Karikatur

„Der deutsche Fußball stürzt in seine größte Krise seit dem Bundesliga-Bestechungsskandal der Siebzigerjahre: Die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland war nach SPIEGEL-Informationen mutmaßlich gekauft. Das Bewerbungskomitee hatte eine schwarze Kasse eingerichtet, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus heimlich mit 10,3 Millionen Schweizer Franken gefüllt hatte – damals 13 Millionen D-Mark.

Eingeweiht waren allem Anschein nach der Chef des Bewerbungskomitees, Franz Beckenbauer, spätestens seit 2005 der heutige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach, und weitere hochrangige Fußballfunktionäre. Das Geld hatte Louis-Dreyfus, damals Vorstandschef von Adidas, dem deutschen Bewerbungsteam vor der WM-Entscheidung am 6. Juli 2000 als Privatmann heimlich geliehen; es tauchte weder im Haushalt des Bewerbungskomitees noch später, nach dem Zuschlag für Deutschland, im Haushalt des Organisationskomitees (OK) auf.

Gut eineinhalb Jahre vor der WM forderte Louis-Dreyfus die Summe allerdings zurück, nunmehr 6,7 Millionen in Euro. Deshalb suchte das OK, dem Beckenbauer als Präsident und Niersbach als Vize angehörten, im Jahr 2005 einen Weg, das Schwarzgeld unauffällig zurückzuzahlen. Wie sich aus vertraulichen Unterlagen ergibt, wurde dabei mithilfe der Fifa eine Legende geschaffen. Demnach flossen 6,7 Millionen Euro als deutscher Beitrag für eine damals noch geplante, später abgesagte Fifa-Eröffnungsgala im Berliner Olympiastadion auf ein Fifa-Konto in Genf. Von dort sollte die Fifa das Geld umgehend auf ein Konto von Louis-Dreyfus in Zürich weiterleiten.

Eingesetzt wurde das Darlehen offenbar, um die vier Stimmen der asiatischen Vertreter im 24-köpfigen Fifa-Exekutivkomitee zu sichern. Die vier Asiaten hatten zusammen mit den Europäern bei der Wahl im Juli 2000 für Deutschland gestimmt. Weil außerdem der Neuseeländer Charles Dempsey beim letzten Wahlgang überraschend nicht abstimmte, siegte Deutschland mit 12:11 Stimmen.

Von Beckenbauer und Niersbach kam auf Anfrage keine Reaktion. Am gestrigen Donnerstag teilte der DFB mit, er sei aus „zeitlichen Gründen“ nicht in der Lage, binnen 24 Stunden zu dem Vorgang Stellung zu nehmen. Heute Vormittag verschickte er dann eine Pressemeldung, in der er einräumt, im April 2005 seien vom Organisationskomitee der WM 2006 rund 6,7 Millionen Euro an die Fifa gezahlt worden. Möglicherweise sei die Zahlung nicht für den angegebenen Zweck (Fifa-Kulturprogramm) verwendet worden. Sie habe aber in keinem Zusammenhang mit der WM-Vergabe gestanden.

Von den drei noch lebenden Asiaten, die im Jahr 2000 im Exekutivkomitee für Deutschland gestimmt hatten, ließen zwei die Anfragen des SPIEGEL unbeantwortet. Der dritte, der Südkoreaner Chung Song-Joon, ließ ausrichten, die Fragen seien es nicht wert, beantwortet zu werden.“ (Quelle: http://www.spiegel.de/sport/fussball/fussball-wm-2006-wurde-mutmasslich-gekauft-a-1057829.html)

FifaBlatter3

Perspektive für Blatter und Platini:

Lebenslänglich

Mittlerweile kämpft auch im Fußball-Weltverband Fifa jeder gegen jeden. Durch die Konzentration der Ethikkommission auf eine Zwei-Millionen-Euro-Zahlung von Sepp Blatter an Michel Platini, wird der Fall sich nicht mehr allzu lange hinziehen. Das wird zwar nur die sogenannte Spitze des Eisbergs sein. Es birgt aber schon so viel Sprengstoff, dass die suspendierten Bosse von Fifa und Uefa lebenslänglich verbannt werden können.

“Präsident Blatter ist wie ein Kannibale, der seine Eltern frisst und dann weint, weil er ein Waise ist”

(Chuang Moon-Joon, Fifa-Präsidentschaftskandidat)

Nachfolgend eine Zusammenfassung von Thomas Kistner in der Süddeutschen Zeitung (14.10.2015)

„Michel Platini muss draußen bleiben, wenn am Donnerstag der Vorstand von Europas Fußball-Union Uefa zur aktuellen Krise tagt. Der Präsident ist suspendiert, er muss Nyon strikt meiden. Zwar kämpft Platini gegen seine 90-Tage-Sperre – wie auch Sepp Blatter, sein Schicksalsgefährte von der Spitze des Weltfußball-Verbandes Fifa. Doch hinter der öffentlich zelebrierten Empörung zeichnet sich der Kollaps des alten Herrschaftssystems ab.

Denn dass jüngst jene Zwei-Millionen-Franken-Zahlung aufflog, die das Duo Blatter/Platini nun zu Fall gebracht hat, nährt den Verdacht, dass längst der interne Showdown läuft. Ein Kampf jeder gegen jeden, in dem einer den anderen mitreißt. Es geht dabei nicht nur um „Blattini“ – auch der lange drittmächtigste Mann dahinter mischt mit: Jérôme Valcke, suspendierter Generalsekretär der Fifa.

Der Zwei-Millionen-Transfer Blatters an Platini ist nicht alles, was auf dem Tisch liegt. Die zuständige Fifa-Ethikkommission, sagt ein Insider, werde mittlerweile „überschüttet“ mit Informationen. Trotzdem fokussieren sich die Ethik-Ermittler nach SZ-Informationen vorläufig auf die Zwei-Millionen-Causa. Schlichter Grund: Schon diese kann für eine Maximalbestrafung ausreichen. Nach sportethischen Regeln, ungeachtet der parallel laufenden strafrechtlichen Ermittlungen, droht Blatter und Platini ein Spruch, den der oberste Sportgerichtshof Cas im Fall eines ihrer früheren Fifa-Vorstandskollegen schon vorgegeben hat. Im März war Vernon Manilal Fernando letztinstanzlich wegen Korruption verurteilt worden; der Fußballchef Sri Lankas ist lebenslang gesperrt. Hinter diesen Spruch seines höchsten Gerichts kann der Sport nun kaum noch zurück.

So liefert der Fall Fernando das Modell für die Arbeit der Fifa-Ethiker in den nächsten drei Monaten. Auch das Tempo hat Priorität: Es soll ein schnelles Urteil getroffen und sogar vermieden werden, die Suspendierung um weitere 45 Tage zu verlängern.

Gab Jérôme Valcke den Ermittlern den Tipp?

Was bisher bekannt ist: Im Februar 2011 hatte Blatter verfügt, dass Platini zwei Millionen Franken aus der Fifa-Kasse angewiesen werden, die Zahlung floss auf dessen Genfer Konto. Bei einer Einvernahme durch die Schweizer Bundesanwaltschaft in der Fifa-Zentrale hatten die Betroffenen am 25. September behauptet, das Geld sei die Restzahlung für Beraterdienste gewesen, die Platini von 1998 bis 2002 für die Fifa erbracht habe. Zwar hat Platini damals schon laut Arbeitsvertrag 300 000 Franken per annum kassiert. Es sei aber mehr vereinbart gewesen – nämlich weitere 500 000 Franken jährlich, wie Platini erklärte, was für vier Jahre halt zwei Millionen ergeben habe. Nur liegt kein Vertrag vor für dieses denkwürdige Gehaltskonstrukt, nach dessen Logik der Großteil des Salärs erst ein Jahrzehnt später ausgeschüttet worden wäre. Auch war Platinis Anspruch auf so ein Entgelt juristisch verjährt – ein Kernaspekt für die Strafjustiz, die gegen Blatter wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsführung ermittelt.

FIFA Praesident Sepp Blatter versucht sich am Donnerstag, 9. Juni 2005, in der Allianz Arena in Muenchen beim Countdown Event nach dem symbolischen Anstoss am Ball.  Am 9. Juni 2006 wird die Fussball WM in diesem Stadion eroeffnet. - FIFA president Sepp Blatter goes for the ball during the countdown event at the Allianz Arena stadium in Munich, southern Germany, Thursday, June 9, 2005. The stadium will see the World Cup's opening match on June 9, 2006. (KEYSTONE/AP Photo/Diether Endlicher)

FIFA Praesident Sepp Blatter versucht sich am Donnerstag, 9. Juni 2005, in der Allianz Arena in Muenchen beim Countdown Event nach dem symbolischen Anstoss am Ball. (KEYSTONE/AP Photo/Diether Endlicher)

Dass die beiden Spitzenfunktionäre nicht schlüssig darlegen können, wofür im Februar 2011 die Millionen von der Fifa auf Platinis Konto gewandert sind, wird in Ethiker-Kreisen als „brandgefährlich“ für das Duo bezeichnet. Während die Strafjustiz für eine Verurteilung harte Beweise liefern muss, reichen im Ethik-Prozess weichere Kriterien: etwa „Fahrlässigkeit“, mit der Geschäfte abgewickelt werden, oder „Interessenskonstellationen“, die den zu prüfenden Vorgang umgeben. Was letzteres angeht, liegt aus Ethikersicht in dem Fall eine schwere Interessenskonstellation auf der Hand. Das Geld floss im Februar 2011 ja zu einem Zeitpunkt, als Platini eine sportpolitische Schlüsselrolle für Blatter innehatte. Der Fifa-Boss stand im Wahlkampf einem mächtigen Herausforderer gegenüber: Vizepräsident Mohamed bin Hammam. Der hatte gerade die WM 2022 in seine Heimat Katar geholt, nun wollte er Blatter bei der Wahl am 1. Juni vom Thron stoßen.“

Sepp Blatter ist zwarderzeit  suspendiert, aber tatsächlich immer noch amtierender FIFA-Boss. In den Medien ist es eine Zeit lang ruhig um ihn geworden. Hinter den Kulissen geht es aber offensichtlich mit Hochdruck weiter. US-Justizministerin Lynch kündigt an, dass die Ermittlungen in der FIFA-Korruptionsaffäre ausgeweitet und mit Nachdruck weiter verfolgt werden. Fragen zur Rolle von Präsident Joseph Blatter weicht sie aus. Fürchtet sie Blatters Macht oder ist Ausdruck von Ermittlungstaktik?

“Mein Schaaatz” hauchte nicht nur Golum im “Herrn der Ringe”. Auch der FIFA-Boss Sepp Blatter verkörperte diese Gier auf der letzten Wahlversammlung des mächtigsten Fußball-Imperiums. Der 79-Jährige ließ sich für vier weitere Jahre wiederwählen und machte nach vier Tagen eine überraschende Kehrtwende. Wahrscheinlich weil ihm klar wurde, dass die amerikanischen “Bluthunde” ihn kriegen werden. Um der demütigen Abführung in Handschellen zuvor zu kommen, kündigte er seinen Rücktritt an. Die grandiose Fehleinschätzung des “Sepp von Gottes Gnaden”, habe ich ja schon einmal zum Anlass genommen, einmal auf die Psycho-Logischen Fehlentwicklungen bei den Mächtigen hinzuweisen. Wer hier einmal reinlesen möchte findet das auf meinem Blog unter der Überschrift:

Von Macht, Sucht, falschem Selbst und dem fehlenden Glanz im Auge der Mütter. Sepp B., Wladimir P., Helmut K., Margaret T., Napoleon B., Adolf H. & Silvio B. haben eines gemeinsam: Sie dulden und duldeten keine Majestätsbeleidigung.

US-Justizministerin Lynch & der schweizer Bundesanwalt Lauber zur FIFA Korruptionsaffäre 

Blatter1

US Attorney General Loretta Lynch, who is targeting the football world's governing body FIFA in a corruption probe, speaks during a press conference to provide a joint update on the investigations with her Swiss counterpart in Zurich on September 14, 2015. FIFA has been engulfed in scandal since May, when seven of its executives were arrested in Zurich by Swiss police, who were acting on US indictments. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

US Attorney General Loretta Lynch, who is targeting the football world’s governing body FIFA in a corruption probe, speaks during a press conference to provide a joint update on the investigations with her Swiss counterpart in Zurich on September 14, 2015. FIFA has been engulfed in scandal since May, when seven of its executives were arrested in Zurich by Swiss police, who were acting on US indictments. AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

US-Justizministerin Lynch kündigt an, dass die Ermittlungen in der Fifa-Korruptionsaffäre ausgeweitet und mit Nachdruck weiter verfolgt werden. Fragen zur Rolle von Präsident Joseph Blatter weicht sie aus. Fürchtet sie Blatters Macht oder ist Ausdruck von Ermittlungstaktik?

 

„Wir sind zuversichtlich, dass wir alle 14 Personen, gegen die bisher Anklage erhoben wurde, auch in die USA bekommen.“ (Lynch)

Eigentlich hofften viele, dass die höchsten Strafverfolger aus den USA und der Schweiz, US-Justizministerin Loretta Lynch und der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber, die mutmaßlichen FIFA-Betrüger am Montag, bei der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz im Zürcher Renaissance-Hotel präsentieren würden. Am besten: Sepp Blatter in Handschellen.

„Der Umfang unserer Ermittlungen ist unbegrenzt. Wir arbeiten in alle Richtungen weiter. Seit den Verhaftungen im Mai wurden die Ermittlungen ausgeweitet.“ sagt die US-Justizministerin Loretta Lynch. Die politische Botschaft des halbstündigen Auftritts war unmissverständlich: In den USA, in der Schweiz und in etlichen anderen Ländern wird weiter unter Hochdruck wegen Geldwäsche, Korruption und anderer Vergehen ermittelt. Lynch kündigte eine zweiten Runde Anklagen gegen Personen und Firmen aus dem Fußballgeschäft an. Es werde weitere Festnahmen geben. Bisher hat die US-Justiz gegen 14 Fifa-Offizielle und Manager Anklage erhoben und es werde weitere Festnahmen geben. Am 27. Mai wurden sieben Personen in Zürich verhaftet, sechs von ihnen – darunter Fifa-Vizepräsident Eugenio Figueredo (Uruguay) und Brasiliens ehemaliger Verbandschef José Maria Marín – sitzen noch immer in Untersuchungshaft in der Schweiz und versuchen, ihre Auslieferung in die USA zu verhindern.

Fifa-Vizepräsident, Jeffrey Webb von den Cayman Inslands, wurde in die USA überstellt, kam gegen eine Kaution von zehn Millionen Dollar frei und bereitet sich auf seinen entscheidenden Termin vor dem Untersuchungsrichter vor. Lynch droht: „wer im Business tätig sei, ob in der Fifa, in Kontinentalverbänden oder in nationalen Verbänden, solle sich für den richtigen Weg entscheiden: für Reformen und Einhaltung von Gesetzen“.

Es geht wirklich um die ganze Institution

Der Schweizer Fernsehsender SRF hatte am Freitag ein von Blatter unterzeichnetes Dokument aus dem Jahr 2005 veröffentlicht, demzufolge die Fifa die Fernsehrechte für die Weltmeisterschaften 2010 und 2014 für 600.000 Dollar an den Karibischen Fußballverband CFU verkaufte. CFU-Chef Jack Warner, der auch Blatters Stellvertreter war, überschrieb die Rechte an eine von seiner Familie kontrollierte Firma, die sie für 20 Millionen Dollar an eine jamaikanische Fernsehstation verkaufte. (15.09.2015 StN)

Blatter verlässt die Schweiz nicht mehr, weil er offensichtlich eine Verhaftung fürchtet

Auffällig ist, dass konkrete Aussagen zum noch amtierenden Fifa-Präsidenten Sepp Blatter bewusst vermieden wurden. Blatter fürchtet offensichtlich eine Verhaftung. Seit Monaten verlässt er deshalb die Schweiz nicht mehr. „Ich kann ihnen keine Auskunft zu Herrn Blatters Reiseplänen erteilen oder über jene, die in der nächsten Runde festgenommen werden“, sagte Lynch.

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Auch der Schweizer Bundesanwalt Lauber wich einer klaren Antwort auf die Frage aus, ob gegen Blatter bereits wegen des Verdachts der untreuen Geschäftsbesorgung ermittelt werde. Sepp Blatter hatte dem, nachweislich schwer korrupten, ehemaligen Vizepräsident Jack Warner WM-Vermarktungsrechte in der Karibik für fünf aufeinanderfolgende Finalrunden (1998 bis 2014) für einen Spottpreis zugeschanzt. Im Schweizer Strafgesetzbuch stellt das ein Offizialdelikt dar, was mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann.

„Kooperieren Sie mit uns!“ rät Bundesanwalt Lauber, ein weltweit anerkannter Experte in Sachen Wirtschaftskriminalität. „Wir sind noch lange nicht bei der Halbzeit unserer Ermittlungen, da wir riesige Datenmengen von elf Terabyte sicherstellen konnten. Wir untersuchen mittlerweile 121 verdächtige Konten. Wir haben Hausdurchsuchungen durchgeführt, haben Konten und Wohnungen in den Schweizer Alpen beschlagnahmt.“ Die Zusammenarbeit mit den US-Behörden und anderen Ermittlungsorganen sei vorzüglich.

US-Ministerin Lynch lobte schon vor der Eröffnung des IAP-Kongresses die gute Kooperation: „Staatsanwälte aus der ganzen Welt sind sich einig, dass Verbrecher sich zu verantworten haben, egal wo sie sich aufhalten, wie mächtig sie sein sollten und wie komplex ihre Vergehen sind.“ Dann sprach sie eine unmissverständliche Warnung in Richtung FIFA aus: „Keine Person und keine Organisation steht über dem Recht.“

Mark Pieth von der Universität Basel, ein Korruptionsexperte der von der Fifa als Chef des einstigen Governance-Komitees verpflichtet worden war, glaubt, dass die juristische Aufarbeitung in der Schweiz vier bis fünf Jahre dauern könnte.

Die Zeit, da sich die Fifa und andere internationale Sportverbände auf ihre Lobbyisten und die Unterstützung von Politik und sogar Ermittlungsbehörden verlassen konnten, sei ein und allemal vorbei.

Bundesanwalt Lauber nannte weitere Behörden, mit denen seine Leute sehr gut kooperieren, wie z.B. die Schweizer Meldestelle für Geldwäscherei (MROS). Es sei auch aus ermittlungstaktischen Gründen indes zu früh, Zahlen, Firmen und Namen zu nennen. Ermittlungstaktisch – und in den USA bereits prozesstaktisch – schienen es Loretta Lynch und Michael Lauber jedoch für angebracht zu halten, eine Warnung auszusenden. Diesmal, so die Botschaft des Tages, gebe es kein Zurück. Lynch empfahl allen Beteiligten: „Es gibt immer eine Option. Kooperieren Sie mit uns!“

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Argentiniens Fußball-Ikone Diego Armando Maradona hat die führenden Fußball-Funktionäre Joseph S. Blatter und Michel Platini scharf attackiert.

Rom (SID) – Argentiniens Fußball-Ikone Diego Armando Maradona (54) hat die führenden Fußball-Funktionäre Joseph S. Blatter (79/Präsident des Weltverbandes FIFA) und Michel Platini (60/Chef der Europäischen Fußball-Union) scharf attackiert. „Wenn wir eine transparente FIFA wollen, dann können wir nicht für Platini stimmen, der ein sehr enges Verhältnis zu Blatter hatte. Und dieser hat ihm das Stehlen beigebracht“, sagte der Kapitän der argentinischen Weltmeistermannschaft von 1986 im Corriere dello Sport. (15.09.2015, Handelsblatt)

Nachfolgend noch einmal meine kurzen Beiträge vor und nach der letzten FIFA-Wahl.

Herr der Bälle – Die etwas andere Papstwahl.

(29.05.2015)

Der kleine Sepp Blatter wusste schon ganz früh, was er werden möchte:

Golum, Herr der Bälle, Lord Voldemort des FußBalls oder Mr. Burns der FIFA!

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Mitten im Korruptionsskandal geht Amtsinhaber Sepp Blatter, trotz massiver Rücktrittsforderungen aus aller Welt, als hoher Favorit in die Wahl. Doch immer mehr Verbände wenden sich von dem höchst umstrittenen Schweizer ab und sagen Herausforderer Prinz Ali aus Jordanien ihre Unterstützung zu.

Was tun wir, wenn dieser MafiaPate Sepp B. heute wiedergewählt wird?

Dann bin ich dafür, dass die UEFA aus der FIFA austritt und einen neuen Weltverband gründet. In diesen neuen Verband, mit neuem Namen am besten, könnten dann alle Länder wieder eintreten. Dann sollte man auch ein wirklich demokratisches System schaffen. Stimmberechtigung an der Einwohnerzahl orientiert. Fußball ist zu schön und ein zu großes Geschäft, als dass man den Ball weiter in diesen ungesunden Strukturen laufen lassen sollte.

Sollte Blatter überraschenderweise nicht gewählt werden, müsste eine Reform der FIFA stattfinden.

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Als nächstes müsste die WM in Katar abgesagt werden. Was soll ein solches Ereignis in diesem zu heißen Land? Nur ein Prestigeobjekt für die Mächtigen. Wenn man schon einmal eine WM bei den Arabern machte möchte, dann gibt es mit Sicherheit bessere Lösungen. Der Verdacht liegt, mehr als nahe, dass es hier nur um Geld & Macht

Eilmeldung: „Sepp Blatter aus völlig unerfindlichen Gründen nicht unter den verhafteten FIFA-Funktionären

Blatter4Zürich (dpo) – Sechs Spitzenfunktionäre der FIFA, darunter Vize-Präsident Jeffrey Webb, wurden in Zürich wegen Geldwäsche und Korruption festgenommen. Was Kenner des Fußballweltverbandes verblüfft: Sepp Blatter war mysteriöserweise nicht unter den Verhafteten. Darüber, warum der FIFA-Präsident nicht längst im Gefängnis sitzt, gehen die Meinungen auseinander.

Einige FIFA-Experten können sich vorstellen, dass sich der 79-Jährige einem Zugriff durch die Polizei durch eine überstürzte Flucht entzogen hat. Dagegen spricht jedoch, dass darüber bislang nichts bekannt ist und Blatter sich bereits an dem Ort befindet, an den Wirtschaftsverbrecher üblicherweise flüchten – in der Schweiz.

Andere mutmaßen, dass es Sepp Blatter gelungen sein könnte, genügend Fahnder, Mitwisser und überhaupt jede Person in seinem Umfeld zu bestechen, um – dank der sechs Bauernopfer – unbehelligt weiter an der Spitze der FIFA bleiben zu können. Dieses Szenario gilt vielen als das wahrscheinlichste.
Als dritter Grund käme der Vollständigkeit halber noch in Frage, dass Blatter schlicht unschuldig ist. Allerdings brach bislang noch jede Person in irres Gelächter aus, die an diese Möglichkeit auch nur einen Gedanken verschwendete.“ (Der Postillon)

Blatter

Wie konnte Sepp den von vielen Seiten geforderten Rücktritt einfach abBlattern lassen?

Zwischenzeitlich schien die Situation schien für Blatter tatsächlich problematisch. Letztlich musste der machterfahrene alte Mann (79) nur wieder seinem Instinkt folgen und alles machen wie immer: Schweigen, Beschwichtigen und schließlich sich selbst zum Problemlöser erklären, der die Feinde der Fußball- und FIFA-Familie ausrotten wird. Seine Bande zu den „Freunden“ in Afrika und Asien sind so stark, dass ihm wenig passieren kann. Rechtfertigen muss er sich nur vor dem lammfrommen Wahlvolk, nicht vor der empörten Weltöffentlichkeit. Dennoch denke ich, die Rechnung wird wenn, dann nur kurzfristig aufgehen. Sollte er wiedergewählt werden, werden sich starke Gegenkräfte formieren. Letztlich ist die UEFA stärker. Außerdem bekommt Europa noch Unterstützung vom großen Bruder USA. Wenn ein Missstand so offen gelegt wird, dann erledigt die KulturDynamik dieses lebensfeindliche Verhalten. Da hört selbst Wladimir Putins Macht auf.

ProfFuß

Ich wette eine Kiste Kölsch darauf, dass die geplante KatarWM nicht stattfinden oder in ein anderes Land verschoben wird. Weihnachten stören? Das wäre doch gelacht!

Am Ricola’s Sepp blattert scheinbar alles ab. Erfunden hat’s  der alte Grieche Pyrrhus.

(30.05.2015)

Blatter wird sich nicht mehr lange halten. Das lassen WIR nicht mit uns machen! Das ist ja schlecht verdeckte, dummdreiste Diktatur pur! Wir leben doch nicht in einem totalitären System. Oder?

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Wer hat schon einmal einen Sieg errungen, den er sich teuer erkaufen musste? So teuer sogar, dass man auf weitere Siege dieser Art lieber verzichten würde? Die Verluste des alten Pyrrhus waren so hoch, dass er zu einem Vertrauten gesagt haben soll: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“

Der 79 Jährige Sepp B. scheint offensichtlich seinen narzisstischen GradiositätsPhantasien so zu erliegen, dass er tatsächlich glaubt, er sei: „Herr der Bälle“.

Seinen Sieg bei der Wiederwahl zum FIFA-Präsidenten schätze ich als Pyrrhussieg ein. Der angeschlagene Löwe macht seine nächsten Fehler. Er kündigt an, den Einfluss der Europäer schmälern zu wollen. Damit will Sepp sich blatt an der aufmüpfigen UEFA rächen, indem er fordert: „Die Anzahl der Nationen in den Konföderationen soll sich auswirken auf die Zusammensetzung des Exekutivkomitees … Die die mehr haben, können auch etwas abgeben.“

Sein Fehler ist, dass er paritätische Wahlrecht in der FIFA nun weiter auf die Spitze treibt und die Europäer beschneiden will. Das klappt heutzutage nicht mehr. Das konnte der Sonnenkönig in Varsailles noch versuchen, aber heute ist die Welt zu transparent für solche primitiven Machtspielchen. Elf der zwanzig Weltmeister in der Geschichte der FIFA kommen aus Europa. Falls die UEFA die nächste WM boykottieren würde, verlöre das Turnier seine stärksten Teilnehmer. Damit brächen die Einnahmen der FIFA um ca. 6 Milliarden Dollar ein. Dann hätte der bauerschlaue Sepp keine Gelder für seine afrikanischen und asiatischen Freunde mehr.

Hätte der UEFA-Chef Platini nicht so gezaudert, wäre er selbst als Gegenkandidat angetreten, hätte die FIFA viel Geld sparen können. So konnte der dummdreiste Sepp noch einmal einen Sieg einfahren. Diesen Sieg schätze ich allerdings als PyrrhusSieg ein.

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Kleiner Exkurs in die Historie

Einen Pyrrhussieg, nennt man einen zu teuer erkauften Erfolg. Historisch geht der Begriff auf den Kadmeischen Sieg zurück. Hier geht der Sieger aus einem Konflikt fast genauso geschwächt hervor wie ein Besiegter und kann auf dem Sieg nicht wirklich aufbauen.

Ursprünglich geht das Phänomen auf König Pyrrhos I. von Epirus (319/318–272 v. Chr.) zurück. Pyrrhus soll nach seinem Sieg über die Römer in der Schlacht bei Asculum (Süditalien) 279 v. Chr. einem Vertrauten gesagt haben: „Noch so ein Sieg, und wir sind verloren!“

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Pyrrhus war ein griechischer Herrscher und Heerführer der ein bewegtes Leben führt. Seit frühester Jugend an wurde er in Intrigen um Macht und Titel verstrickt und kämpfte mit wechselhaftem Erfolg um seine rechtmäßigen Ansprüche. Geschichtsschreiber attestieren Pyrrhus Ausstrahlung, Weitsicht und Geschick. Er hatte offensichtlich aber weniger Glück, gewann reichlich Schlachten, aber fast nie einen Krieg. Pyrrhus wollte in seiner Heimat ein Reich aufbauen. Hierzu folgte er einem Hilfsgesuch der griechischen, aber im heutigen Italien gelegenen Stadt Tarent, die von den Römern bedrängt wurde. Pyrrhus konnte die Römer mehrfach besiegen, so z.B. 279 v. Chr. bei Asculum in Süditalien. Dabei erlitt er aber selbst so schwere Verluste, dass er als Sieger bei den Besiegten um Frieden bitten musste.

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Die Schlacht bei Asculum. Einer der Gründe dafür, dass Pyrrhus die Römer schlagen konnte, waren die Kampfelefanten. Die Römer kannten derlei „Kriegsmaschinen“ nicht und wussten nicht so recht, wie sie sich dieser Ungetüme erwehren sollten.

Aus der Geschichte hätte Sepp Bauernsohn lernen können, wäre er nicht so machtversessen, wie Golum. Der 79 Jährige scheint offensichtlich seinen narzisstischen GradiositätsPhantasien so zu erliegen, dass er tatsächlich glaubt, er sei: „Herr der Bälle“.

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Also nimmt die griechisch anmutende Tragödie unaufhaltsam ihren Lauf.

Weiterführende Links:

Hans Wolter

WehrWolter

vw-Lüge

Wem können wir noch glauben? – Ist Glaubwürdigkeit käuflich? – FIFA, VW oder ADAC: tun weh. – Abgasbetrug „Made in Germany“ – USA: VW Chef Müller hat in Detroit viele Dollars im Aktenkoffer dabei. – In elf Millionen Fahrzeuge betrügerische Software einzusetzen ist kein Schummeln. 45 Milliarden Dollar, allein für Verstöße gegen Umweltgesetze, drohen. – (WehrWolter – ww 111 – Hans Wolter)

(11. Januar 2016)

Vergangenen Montag hatte das US-Justizministerium Klage gegen den VW Konzern – Europas größten Autohersteller – eingereicht. Dem droht nun eine Milliardenstrafe. Auf dem Hintergrund versucht VW-Chef Müller in Detroit mit Charme und Geld das ramponierte Image notdürftig zu reparieren. Er hat zum Start der wichtigsten US-Automesse um Verzeihung für die betrügerische Softwaremanipulation gebeten. Zahlreichen Autokäufern und Werkstädten hat Volkswagen etwas vorgegaukelt. Umweltschäden wurden einskalt in Kauf genommen.  Müller – deutscher kann ein Name kaum sein – verspricht nun zusätzliche Millioneninvestitionen in den USA – trotz drohender Milliardenklagen. Zur Besänftigung der amerikanischen Kunden will Volkswagen Einkaufsgutscheine im Wert von 1000 Dollar pro betroffenes Fahrzeug anbieten. Ein ähnliches Angebot gibt es für VW-Besitzer in Deutschland bisher nicht. Wieso?

PfauWeh Abgasbetrug „Made in Germany“

Mehrfach habe ich hier auf meinem Blog schon darüber geschrieben, wie die VW Geschäftsführung nicht nur sich selbst, sondern auch der Marke „Made in Germany“ rücksichtlos & egoistisch einen enormen Schaden zugefügt hat. – Winterkorns militärisch anmutender Führungsstil setzte offensichtlich die beteiligten Techniker so unter Druck, dass sie zu kriminellen Mitteln griffen. Audi &Porsche sind auch betroffen. Dass gestandene Ingenieure vor lauter Angst keinen Klartext sprechen, zeugt schon von einer totalitären Unternehmenskultur in Wolfsburg. Wenn der König von der Müllerstochter verlangt Stroh zu Gold zu spinnen, muss sie es machen.

„Wir wissen, dass wir unsere Kunden, die zuständigen staatlichen Stellen und die allgemeine Öffentlichkeit hier in den USA sehr enttäuscht haben. Ich bitte daher um Entschuldigung für das, was bei Volkswagen falsch gelaufen ist.“ (Matthias Müller )

Elf Millionen Fahrzeuge betrügerisch manipuliert

„Nach US-Ermittlungen hatte Volkswagen im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Fahrzeugen eine betrügerische Software eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests einen niedrigeren Stickoxidausstoß anzeigt als auf der Straße. In den USA sind rund 600.000 Fahrzeuge betroffen. Vergangenen Montag hatte das US-Justizministerium Klage gegen den Konzern eingereicht, dem eine Milliardenstrafe droht.

Müller, der nach Bekanntwerden des Skandals das Ruder bei VW übernommen hatte, trifft sich auf seiner US-Reise auch mit Vertretern von Politik und Regulierungsbehörden in Washington.

VW will Hunderttausende Katalysatoren einbauen

Am Mittwoch will der VW-Chef der Leiterin der US-Umweltbehörde, Gina McCarthy, ein Maßnahmenpaket vorschlagen. Noch sei offen, ob die Umweltbehörde den Vorschlägen zustimmen werde. „Wir werden sehen, ob wir zu einem Ergebnis kommen werden oder nicht“, sagte Müller. Details sollten danach bekannt gegeben werden.“ (Quelle: Spiegel Online, 11.01.2016)

Die Vereinigten Staaten haben Europas größten Autohersteller verklagt

„Volkswagen steht besonders in den USA vor großen Problemen. Die Vereinigten Staaten haben Europas größten Autohersteller verklagt. Wegen Betrugs und Verstößen gegen Umweltgesetze drohen VW allein in diesem Verfahren Zahlungsforderungen von bis zu 45 Milliarden Dollar (rund 41,2 Mrd. Euro).

Am Donnerstag (14. Januar) steht eine wichtige Entscheidung der US-Aufseher zu Vorschlägen für eine Beseitigung der Betrugsprogramme an. Auf VW könnten teure Nachbesserungen oder sogar Auto-Rückkäufe zukommen. „Es sind nicht nur unsere Autos, die wir reparieren müssen – es ist auch unsere Glaubwürdigkeit”, sagte Müller am Vorabend der Detroiter Messe.

Schon am Mittwoch trifft er sich zu Gesprächen mit der US-Umweltbehörde EPA und deren Leiterin Gina McCarthy.“ (Quelle: Bild, 11.01.2016)

Den Verlauf des VW-Skandals zeichne ich nachfolgend noch einmal auszugsweise mittels meiner bisherigen Beiträgen nach.

Auch Du, mein Sohn Audi?! – VW Geschäftsführung hat der Marke „Made in Germany“ rücksichtlos & egoistisch einen enormen Schaden zugefügt. – Winterkorn S militärische Unternehmenskultur setzte Techniker so unter Druck, dass sie zu kriminellen Mitteln griffen. Porsche & Volkswagen auf Talfahrt.

(29. November 2015)

„Auch du, mein Sohn?” … Cäsar soll dies bei seiner Ermordung (44 v. Chr.) dem von ihm väterlich geförderten Brutus zugerufen haben. – AUDI hat nun auch den Betrug im Abgasskandal zugegeben. – VW, kaum eine Marke stand bisher mehr für deutsche Wertarbeit. Die Autos aus Wolfsburg standen weltweit für deutsche Ingenieurskunst, für die Marke „Made in Germany“. Für die Deutschen war VW so etwas wie eine staatliche Behörde. Eine Marke, der man vertraute. Die Philosophie VOLKSWAGEN wurde damals von Adolf Hitler forciert. Jeder Deutsche sollte zunächst einen Volksempfänger, dann einen Volkswagen und letztlich auch einen Fernseher haben. Dass die Produktionsstädten in WOLFSBURG waren, hatte dem „Führer“ auch gefallen. Hieß doch sein damaliges Führerhauptquartier Wolfsschanze.

 Winterkorns militärisches Führungsprinzip

Im VW-Konzern herrschte Insidern zufolge im Management jahrelang ein geradezu militärisches Führungsprinzip. Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel umschrieb das Klima unter dem im Abgas-Skandal inzwischen zurückgetretenen VW-Boss Martin Winterkorn einmal als „Nordkorea minus Arbeitslager“. VW-Aufsichtsrat Stephan Weil hat dem Autokonzern eine rückständige Kritikkultur vorgeworfen. (Quelle: Zeit online)

Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat Ende letzter Woche ein Prüfverfahren bei Audi eingeleitet. Auch bei Audi ist in den USA illegale Software bei Diesel-Autos eingesetzt worden, wie die VW-Tochter jüngst einräumte. Zuvor hatte die Nobelmarke das noch dementiert.,

Audi-Chef und VW-Konzernvorstand Rupert Stadler solle erklären, warum die Nobelmarke erst den Einsatz von Software, die in den USA als illegal gilt, dementierte, dann aber vor wenigen Tagen doch einräumen musste. Zudem wolle der Aufsichtsrat wissen, was Audi tue, um die Schuldigen zu finden, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (28.11.2015)).

Audi räumte am Montagabend die Installation eines Programms in 3,0-Liter-TDI-Motoren ein, das in den USA als illegal gilt. Die beanstandete Software werde in Nordamerika eingesetzt und sei nicht identisch mit der europäischen Software. Dennoch werde auch mit dem Kraftfahrt-Bundesamt darüber gesprochen.

Die Marke Volkswagen hat nach den Worten von Betriebsratschef Bernd Osterloh vor allem wegen des Skandals um falsche Angaben zum Spritverbrauch mit sinkenden Verkäufen zu kämpfen. „Das Thema CO2 hat eine Vertrauenskrise ausgelöst“, sagte Osterloh, der auch im Aufsichtsrat sitzt am Freitag. „Es gibt eine Kaufzurückhaltung.“ (Quelle: Wirtschaftswoche, 28.11.2015)

Beim VW-Abgasskandal kommen immer mehr Details ans Licht. Auch 2016-Modelle von Volkswagen haben ein C02-Problem. Der Abgas-Skandal bei Volkswagen weitet sich auf 2016-Modelle aus. In Deutschland müssen 2,4 Millionen Fahrzeuge – Baujahre 2009 bis 2014 – in die Werkstatt. VW teilte Anfang November mit, dass es auch beim Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) und beim Spritverbrauch „Unregelmäßigkeiten“ gab. Der Konzern hat Autos mit falschen CO2-Abgaswerten unter anderem von Tüv-Prüfstellen abnehmen lassen.

Die Kfz-Steuer in Deutschland richtet sich nach dem CO2-Ausstoß. Volkswagen will für seine Kunden mögliche Nachzahlungen bei der Kfz-Steuer wegen falscher CO2-Angaben bezahlen.

Rückblick in die Entstehung des VW Konzerns unter den Nationalsozialisten

Am 8. März 1934 forderte Adolf Hitler in Berlin den Bau eines Wagens für breite Schichten der Bevölerung. Es schwebte ihm die Konstruktion eines Autos vor, das als „autobahnfest“ eine Dauergeschwindigkeit von 100 km/h halten kann, mit vier Sitzen für Familien geeignet ist, sparsam im Verbrauch ist und vor allem unter 1000 Reichsmark kostet. Ferdinand Porsche, der in Stuttgart ein eigenes Konstruktionsbüro betrieb, erhielt am 22. Juni 1934 vom Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie den Entwicklungsauftrag zum Bau eines Prototyps. (Quelle Wikipedia)

Führungskultur bei VW soll Abgas-Skandal ermöglicht haben

Der ehemalige VW-Chef Winterkorn soll eine militärische Unternehmenskultur aufgebaut haben. Niedersachsens Ministerpräsident fordert von Mitarbeitern mehr Rückgrat.

VW-Aufsichtsrat Stephan Weil hat dem Autokonzern eine rückständige Kritikkultur vorgeworfen. „Was wir bei VW sehr schmerzlich feststellen, ist, dass die Bereitschaft, rechtzeitig auch dann auf Fehlentwicklungen aufmerksam zu machen, wenn man sie nicht persönlich zu verantworten hat, nicht ausreichend entwickelt ist“, sagte der niedersächsische Ministerpräsiden (SPD) der Süddeutschen Zeitung. Es herrsche vor allem großer Nachholbedarf bei den Vorstellungen von Führung, Eigenverantwortlichkeit und Teamwork.

Milliardenverlust trifft Winterkorn wenig

Martin Winterkorn verließ den Konzern im Zuge der Abgasaffäre. VW hatte mit einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Dem Autokonzern drohen Milliardenkosten wegen Klagen und Strafzahlungen. Die Affäre hat dem Konzern schon jetzt einen Milliardenverlust eingebracht. (Quelle: Zeit online)

Nachfolgend greife ich noch einmal meinen Text vom 22. September 2015 auf.

Dr. Jetta & Mr. Hyde – GAS-Lüge bei Volkswagen als Karikatur des „Made in Germany“ & der deutschen Zahlengläubigkeit – Hebelt VW Betrug zuerst Winterkorn dann TTIP aus? – Wolfsburg: Gewaltiger Vertrauensverlust in die westliche Ordnung!

22.09.2015

Vertreibung aus dem Paradies der Zahlengläubigkeit. VertrauensCrash in ungeahntem Ausmaß.

Nine-Eleven wurde von Terroristen herbeigeführt. Das können wir noch weiter fern-halten. Auch beim Blutbad der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Der Amokflug der deutschen Lufthansa/Germanwings-Maschine wurde BEWUSST und kaltblütig durch den Piloten Andreas Lubitz herbeigeführt. Das können wir schon nicht mehr so ohne weiteres von uns distanzieren. Bei der vielleicht deutschesten Firma überhaupt wurden – BEWUSST und ausschließlich gewinnorientiert – Abgaswerte mittels moderner Computersoftware manipuliert.

VW-Skandal

Die GAS-Werte sind bis zu 40fach höher als es erlaubt, geschweige denn gesund ist. Das ist hochprofessionelle Kriminalität im Nadelstreifenanzug der Saubermänner. Na ja, es wird auch kein Zufall sein, dass der VW-Manipulationsskandal von den Amerikanern punktgenau während der Internationalen AutoAusstellung (IAA) aufgedeckt wird.

Vielleicht kippt der VW-Betrug ja den Transatlantischen Wirtschafts-FreiBrief TTIP?

Wem sollen wir denn heute noch glauben? Hoffentlich sinkt nun endlich einmal die kindlich anmutende Zahlengläubigkeit in der deutschen Bevölkerung. „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe“ – witzelte man schon zu meiner Studienzeit an der Uni. Hätten wir heute schon TTIP, wäre es deutlich schwerer mit diesem AbGasBetrug umzugehen, bzw. die Wirtschaftsunternehmen zur Verantwortung zu bringen. Wenn der VW-Skandal TTIP stürzt, wäre das ein gelungenes Paradox

Wenn ich schon diesen „Tanz um die schwarze Null“ sehe, wird mir übel.

Das Wirtschaftsministerium, allen voran Schäuble, inszenieren hier ein merkwürdiges Theater. Wichtiger ist es, so meine Einschätzung, dass es den Menschen gut geht. In Deutschland, Europa und weltweit. Europa hat bisher nur Ansätze einer Wirtschafts-Union geschafft. Wo bleibt die Sozial-Union? Interessiert das überhaupt einen. Nun werden nicht wenige mir vorhalten: erst einmal muss die Wirtschaft stimmen. Okay.

VW-Abgas

Wofür bekommt ein Winterkorn 16 Millionen Jahresgehalt? Dafür dass er vorsätzlich gigantische Umweltverschmutzung in Kauf nimmt, uns alle hochzivilisiert verarscht, um Gewinn und Macht eines Wirtschaftskonzerns so zu steigern, dass er der größte Automobilbauer der Welt werden kann. ,

Hier setzen sich Größenphantasien um, die unter dem französischen Napoleon noch einen gewissen Segen brachten. Unter der deutschen Variante in den weltweiten SuperGau führten. Aber auch die Nationalsozialisten legten Wert auf Zahlen und Sauberkeit. Mittels deutscher Ingenieurskunst wurden ja auch die Gaswerte in den Konzentrationslagern optimiert. Zugegeben, ein krasser Sprung, aber Zahlengläubigkeit kann gnadenlos und grausam sein.

Die Gefahr sehen wir ja auch im Umgang mit der Flüchtlingskrise. Auch hier werden archaische Wünsche nach „Sauberkeit“ und Ängste vor zu großen Zahlen an der Grenze und zu kleinen Zahlen im Sparstrumpf geweckt.

In dem Zusammenhang bin ich auch immer wieder skeptisch, wenn ich von den Erfolgsmeldungen zurückgegangener Arbeitslosenzahlen lese. Ich befürchte, dass die Verantwortlichen weniger darauf schauen, dass real mehr Menschen in Arbeit sind. Wichtiger scheint es mir zu sein, dass die Zahlen gut aussehen.

Der Kapitalismus frisst seine Kinder.

Bei Tests in den USA war festgestellt worden, dass einige VW-Diesel-Modelle auf dem Prüfstand deutlich geringere Abgaswerte anzeigten als im normalen Fahrbetrieb auf der Straße. Der bewusste Betrug deutscher Ingenieurskunst, am Beispiel manipulierter Abgaswerte um das vierzigfache (!), ist nicht nur für Volkswagen in den USA ein selbstgemachter Nine/Eleven. Der volkswirtschaftliche Schaden für Deutschland ist langfristig so hoch, dass selbst Winterkorn mit seinem Jahresgehalt von 16 Millionen Euro da nichts mehr retten könnte. Insgesamt drohen Bußgelder von bis zu 18 Milliarden Euro. Bereits am Montag gingen erste Sammelklagen ein. Darüber hinaus drohen auch strafrechtliche Konsequenzen. Medienberichten zufolge ermittelt das US-Justizministerium bereits, ob man Volkswagen kriminelle Machenschaften vorwerfen kann.

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So sind sie, die Amerikaner. Wittern sie Unrecht, was ihnen angetan wird, holen sie ihre ganz große Keule raus. Überschreiten sie selbst Gesetze, wie z.B. beim NSA-Abhörskandal, dann verharmlosen sie die Folgen. Dann wird auf einmal der Überbringer der schlechten Nachricht kurzerhand zum Täter gemacht. Dann wird Edward Snowden zum Staatsfeind erklärt. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Es gibt noch eine zweite Perspektive die paradox anmutet. EPA, ausgerechnet eine Umweltbehörde aus dem Land, indem die Umwelt wenig zählt, überprüft VOLKS-Wagen, DAS deutsche Vorzeigeunternehmen. Amerikanische Umweltverschmutzer verfolgen scheinbare deutsche Saubermänner.

Michael Horn, US-Chef von Volkswagen kommentiert bei der Präsentation eines neuen Passat-Modells in New York, das Unternehmen habe es mit den gefälschten Abgasuntersuchungen „total verbockt“. „Wir waren unehrlich zur Umweltbehörde EPA, wir waren unehrlich zu den Behörden in Kalifornien und, am schlimmsten von allem, wir waren unehrlich zu unseren Kunden“.

VW

Folgen aus dem vorsätzlichen und systematisch betriebenen Betrug

Wer bei der VW-Aktie auf eine Erholungsbewegung nach dem gestrigen Kurssturz gesetzt hatte, sieht sich bitterlich enttäuscht. Nach einer Gewinnwarnung stürzt der Dax-Titel um weitere 20 Prozent ab.

„Aufgrund der laufenden Untersuchungen unterliegt der angenommene Betrag Einschätzungsrisiken. Die Ergebnisziele des Konzerns für das Jahr 2015 werden dementsprechend angepasst.“

Die VW-Aktie stürzt daraufhin um bis zu 24,2 Prozent ab auf 101,35 Euro. Bereits am Montag war die VW-Aktie um 18,6 Prozent eingebrochen. Vor Bekanntwerden des Schadstoffbetrugs hatte das Papier noch bei über 160 Euro notiert. Seit dem Jahreshoch im März bei 262,45 Euro hat die Aktie mehr als 60 Prozent an Wert verloren.

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt beauftragte das Kraftfahrtbundesamt, die deutschen Dieselmodelle von VW zu überprüfen. DIW, das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung warnte vor massiven Folgewirkungen des Skandals für die deutsche Wirtschaft. Damit werden auch Jobs bei VW und vielen Zulieferern in Deutschland gefährdet sein“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratscher. ACE, der Auto Club Europa rechnet damit, dass auch in Deutschland Manipulationen bei der Abgasmessung entdeckt werden.

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„Das ist systematische Verbrauchertäuschung, die weit verbreitet ist und schon lange praktiziert wird“, sagte ACE-Sprecher Klaus-Michael Schaal. Personelle Konsequenzen bei VW werden nicht ausbleiben.

Aus der Traum vom größten Autobauer der Welt

Soll Martin Winterkorn an diesem Freitag als Volkswagen-Chef abgelöst werden?!

Das berichtet der Berliner „Tagesspiegel“ unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Winterkorn habe nach dem Diesel-Abgasbetrug nicht mehr das Vertrauen des Kontrollgremiums, hieß es. Nachfolger des 68-Jährigen soll demnach Porsche-Chef Matthias Müller (62) werden. Gerade höre ich noch im Radio, dass er nicht zurücktreten will. Nach meiner Einschätzung wird es sich hier wie bei FIFA-Blatter verhalten. Er wird vielleicht noch einmal gewählt und später gestürzt. Auch das bezahlen WIR.

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Stefan Böhm von „dax-strategie.de“ meint, der Traum vom größten Autobauer der Welt sei nun erst einmal ausgeträumt. Volkswagen wisse bereits seit einem Jahr über die Vorwürfe Bescheid und habe nichts geändert. Gegen 16 Uhr gab auch die Porsche Holding eine Gewinnwarnung heraus: „Es ist davon auszugehen, dass das Ergebnisziel des Porsche SE Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 angepasst wird“. Die Porsche Holding ist Hauptanteilseigner an der Volkswagen AG. (boerse.ARD.de)

11 Millionen Fahrzeuge sind weltweit von Abgas-Manipulationen betroffen. Das räumte Europas größter Autobauer am Mittag ein.

Das entspricht etwa der gesamten Jahresproduktion von Volkswagen.

Tagesschau.de, Stand: 22.09.2015 14:42 Uhr

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei VW-Fahrzeugen hat erheblich größere Dimensionen als zunächst angenommen. Die entsprechende Software sei weltweit in elf Millionen Fahrzeugen eingebaut, teilte der Konzern mit. VW musste eine Gewinnwarnung herausgeben.

Die US-Umweltschutz-Behörde EPA beschuldigt VW, vorsätzlich Abgasvorschriften bei nahezu 500.000 Diesel-Fahrzeugen umgangen zu haben. In Autos der Marken VW und Audi sei eine Software eingesetzt worden, mit der die Messung bestimmter Abgaswerte umgangen werden könne.

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„Einfach gesagt, diese Autos hatten ein Programm, das die Abgaskontrollen beim normalen Fahren ausschaltet und bei Abgastests anschaltet“, erklärt eine EPA-Vertreterin. Folge solcher Manipulationen sei, dass die Autos für den Umweltschutz festgesetzte Abgas-Limits um das bis zu 40-Fache überstiegen. Im Fokus der EPA-Ermittlungen stehen laut EPA Vier-Zylinder-Modelle der Jahre 2009 bis 2015. Volkswagen hat inzwischen Manipulationen von Abgastests bei Diesel-Fahrzeugen in den USA eingeräumt.

„Wir hatten keinen Grund für einen Verdacht“, sagte John German, ICCT-Co-Direktor in den USA, „Bloomberg“. „Wir dachten, die Autos wären sauber.“

Wir dachten bisher auch einem Flugzeugpiloten vertrauen zu können.

VWläuft

VW Audi

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www.HansWolter.com

 

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