Träume sind Kunstwerke. Mit Material aus dem Gestern entwerfen sie im Heute ein mögliches, ein anderes Morgen – Träume regulieren unsere Bio-Psycho-Soziale Passung – (WehrWolter – ww 202 – Hans Wolter)

Träume sind Anreden, die eine Antwort erwarten. Sie wollen, dass wir uns mit ihnen beschäftigen, mit ihnen spielen, sie verstehen und ihre Fragen und Hinweise beantworten. Antworten heißt: bisher zu kurz Gekommenes, Ausgeschlossenes in unserem Leben berücksichtigen. Tun wir das nicht, ergreifen wir nicht die Chancen die sich uns bieten, bleiben wir zu sehr unter unseren Möglichkeiten, erkranken wir vielleicht auf Dauer.  

Auf diesem Hintergrund finde ich die These meines Kollegen Wolfgang Kämmerer zutreffend, dass Träume evolutionstechnisch auch den Sinn haben, uns helfen zu wollen. Träume drängen auf Veränderungen im Sinne der Bio-Psycho-Sozialen Passung. – Auf den Psychotherapietagen NRW haben wir uns u.a. fünf Tage mit Träumen auseinandergesetzt. Spannend finde ich die Idee, dass Träume eben auch nach vorne schauen.

(Das Titelbild von Dali „Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen“ hat eine 24 stündige Facebook-Sperre ausgelöst. Unglaublich … aber wahr!)

 

„Einst träumte Zhuāng Zhōu, dass er ein Schmetterling sei, ein flatternder Schmetterling, der sich wohl und glücklich fühlte und nichts wußte von Zhuāng Zhōu. Plötzlich wachte er auf: da war er wieder wirklich und wahrhaftig Zhuāng Zhōu. Nun weiß ich nicht, ob Zhuāng Zhōu geträumt hat, dass er ein Schmetterling sei, oder ob der Schmetterling geträumt hat, dass er Zhuāng Zhōu sei.“

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ALL-Tag in der Nie-Nacht

Da ich mich schon seit Jahrzehnten mit meinen eigenen Träumen und denen meiner Patienten beschäftige, wollte ich immer schon einmal etwas darüber schreiben. Abgehalten hat mich bisher die Tatsache, dass das Thema so groß ist. Allein der große Meister aus Wien hat dazu schon enorm viel erforscht und formuliert. Er sah ihn bekannterweise als Königsweg zum Seelischen.

Dann kommen die kreativen Variationen von C.G. Jung oder auch neuere von Benedetti dazu. Auch mein damaliger Professor Wilhelm Salber hat einige kreative Neuerungen hierzu formuliert. Da ich jetzt aktuell ein bewegendes Traumseminar erlebt und mitgestaltet hab, schreib ich einfach mal kurz drauf los. Ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit.

Sigmund Freud glaubte mit seiner Traumdeutung in die Geschichte einzugehen. Daher wählte er das markante Jahr 1900 für die Veröffentlichung seines grandiosen Werkes. Auch wenn er damals in seiner Gegenstandsbildung noch sehr trieborientiert war, sich alles irgendwie um Sexualität drehte, waren seine Baupläne zu den komplexen Funktionszusammenhängen des Traumes wegweisend für die Sicht des Seelischen. 

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Sein Hinweis, dass der Traum der „Hüter des Schlafes“ ist und viele Dinge mehr, treffen heute noch zu. Der Züricher C.G. Jung öffnete den Traum fürs kollektive Unbewusste und kulturübergreifende Archetypen. Von Salber konnte ich lernen, dass Träume sich kunstanalog ins Werk setzen.

„Im Traum expandieren komplette seelische Unternehmungen, und die versichern uns, dass es auch im Schlaf weitergeht; der Schlaf ist nicht der Bruder des Todes – durch den Traum wird er zum Bruder des Lebens.“ (Wilhelm Salber, Traum und Tag, 1997)

Wie Kunst, sind Träume nicht eindimensional und lassen sich häufig nicht auf Anhieb verstehen. Das was uns am Tage fremd und unbegreiflich ist, bewegt uns in der Nacht sehr heftig. In Träumen drängen die Kehrseiten, das Ausgeschlossene und Ungelebte zutage.

 

Bieniek Kunst

Große Träume wollen beantwortet werden

Bei Wolfgang Kämmerer habe ich erstmalig von „Großen Träumen“ gehört. Dies sind wegweisende Träume, die weit über die Verarbeitung unverarbeiteter Tagesreste hinausgehen. Häufig sind sie nicht auf Anhieb zu verstehen. Manchmal braucht man alleine Jahre dazu. Verblüffend ist es, wenn eine Gruppe sich mit einem Traum gezielt auseinandersetzt. Im letzten Jahr habe ich einen Traum vorgestellt, der damals einen Wendepunkt in meinem Leben darstellte. Der Traum an sich war kurz und wirkte zunächst einmal banal. Seine Auswirkung auf mich war allerdings enorm. Auch die spätere Bearbeitung in der Gruppe war für mich eine erstaunliche Bereicherung.

Ein kleines Beispiel: eine Teilnehmerin stellte eine kurze Traumszene dar. Mich verblüffte ihre große Traurigkeit bei der Erzählung. Sie musste ihren kleinen Sohn nachts in ein Flügelgestell schnallen. Mutter und Sohn wussten, dass es kein Vorbei gab. Beide unterwarfen sich traurig diesem Ritual. In der Gruppe begannen wir den Traum zunächst formal zu beschreiben und zu analysieren. Dann produzierten wir Einfälle. Am nächsten Tag war der Träumerin klar, dass der Traum vieles abbildet, was vorher nicht klar war. Es ging weniger um die Beziehung zu ihrem Sohn, umso mehr um die Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater. Die Familie wuchs in der DDR auf. Da der Vater als Chirurg wichtig war, musste er seine kleinen Töchter schon sehr früh in eine Krippe bringen. Eigentlich gegen seine väterlichen Gefühle. Er fügte sich aber, so wie die Träumerin ihren Sohn in das Flügelgestell schnallte. Die Flügel und die Umgebung hatten etwas von Indianern. Auch das war ein Hinweis auf die Kindheit der Träumerin. Waren Indianer doch das verbindende Thema zwischen Vater und Tochter.

Jeder Traum baut sich über einen Tagesrest auf. Etwas, was am Tag konfliktreich war und nicht ganz bzw. zufriedenstellend erledigt werden konnte. In diesem Fall war es der Versuch, einen betreuten Kanarienvogel in den Käfig zu bekommen. Als Ansage sah die Träumerin den Hinweis, dass sie nicht alles hinnehmen sollte und einmal zu ihrem 15jährigen Sohn fliegen sollte, der derzeit für ein Auslandsjahr in Neuseeland lebt.

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Wenn die Anrede des Traumes nicht verstanden wird, wiederholt er sich.

„Große“ Träume gehen über die Verarbeitung unverarbeiteter Tagesreste hinaus. Sie entwerfen in einer Bildersprache eine Szenerie die an Gemälde erinnern. Auch wenn die Traumsprache etwas von Hieroglyphen hat, wird hier eine Anrede an den Träumer formuliert. Gelingt es sich auf den Traum einzuschwingen, sich im Dialog mitzubewegen, kann es gelingen über Assoziationen den Traumgedanken zu erkennen und zu formulieren. Die Kommunikation wird sichtbar. Häufig ist die Darstellung dramatisierend, karikierend und zugespitzt.

Kunst Dali

Man sollte die Bilder des Traumes nicht direkt konkret auffassen,

nicht eins zu eins verstehen

Große Träume mahnen häufig überfällige Entscheidungen und Entwicklungsschritte an. Versteht und beantwortet der Träumer diese nicht, wiederholen sie sich. Auch wenn es quält. Freud ging zunächst einmal davon aus, dass der Motor des Traumes die Wunscherfüllung sei. Als ihn aber Kriegsheimkehrer mit sich ständig wiederholenden Alpträumen aufsuchten, erschloss sich ihm der Wiederholungscharakter des Seelischen. Erlebnisse, die nicht verarbeitet werden können wiederholen sich, damit wir sie bewältigen können. Geht es dabei allerdings um Traumatisierungen, ist die Wiederholung so unproduktiv, wie der Katscher in einer Langspielplatte. Endlose Wiederholung ohne Variation und Weiterentwicklung.

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Neuere Überlegungen zum Traum

Träume wollen Veränderungen im Sinne der Bio-Psycho-Sozialen Passung

 

Auf den Psychotherapietagen NRW, Ende Oktober 2016, machten wir uns in einem Seminar Gedanken zum Sinn der Träume. Wolfgang Kämmerer (Hannover) vertritt die Auffassung, dass Träume uns helfen wollen, unser aktuelles und zukünftiges Leben zu gestalten. Nachfolgend fasse ich seine Gedanken hierzu zusammen.

 

Träumen im Dienst der Weiterentwicklung

These: Das Träumen scheint wie alle autonomen Funktionen der aktuellen Selbstregulation und Adaption unserer Passung an die Mitwelt dienen. Diese erstaunlich hartnäckige und vielgestaltige Feinjustierung unseres Selbst dient der Zukunftsplanung und damit der persönlichen Weiterentwicklung.

 

Träume geben Einblicke in ständige Selbstregulierung

Das Gehirn ist ein Erzähl-Organ, das ohne erkennbare Pausen, auch im Schlaf und Traum, konflikthaftes, affektives Erleben mit bereits Erfahrenem abgleicht und verwirft. Das was bedeutungsvoll erscheint, wird dem Langzeitgedächtnis übergeben. Das Material ist häuft verdichtet und verwoben. Träume sind Inszenierungen, die Gemälden oder Gedichten gleichen. Vergangenes und Zukünftiges wird ohne Anfang und Ende zugespitzt und überzeichnet als Gegenwärtiges dargestellt. Sie zeigen den Träumer gegenwärtig in vergangenen und zukünftigen Episoden. Der Bezug zu sich selbst und zu wichtigen Anderer ist ständiges Thema. Es scheint als wollten wir uns vergewissern: unserer Selbst, in Beziehung zu uns und bedeutsamen Anderen.

 Spiegel alter junger Mann

Im Erzählen von Traum-Geschichten Resonanz und Spiegelung durch Andere erfahren

Von Geburt an tauschen wir uns spielerisch mit bedeutsamen Anderen aus. In Bildern und Geschichten stellen wir dar, was wir erfahren und erlebt haben. Zunächst im undistanzierten Äquivalenzmodus des Denkens: genau so, wie ich das erlebe, ist es auch! Mit Hilfe teilnehmender Antworten gelangen wir aus der unmittelbaren Betroffenheit (Äquivalenz) in den Denkmodus des Als-Ob. Dabei lernen wir, dass andere dasselbe anders erlebt haben können, Frei nach dem Motto: Ich sehe es selbst zwar so, verstehe aber, dass du es anders siehst. Wie können wir uns einigen?

Menschen erleben sich in der Differenz zu anderen und wollen doch, dass der andere es eigentlich genauso sieht. Deshalb erzählen sie sich in Geschichten, wer sie sind. Sich selbst und den Anderen.

Ohne Spiegelung und affektiv-szenischer (emotionaler) Resonanz durch Andere und ohne Sprache, bleiben unsere Erfahrungen unbewusst. Sie werden als sensorisch-affektive Spuren im (impliziten, prozeduralen) Gedächtnis verankert. In einem affektiv-resonanten und empathischen Dialog können sie in Sprache und bedeutungsvolle Beziehung übersetzt werden.

 goethe-traum

Träume sind in Bewegung. Sie verändern sich schon im Erinnern und Erzählen

Die Träume der ersten Nachthälfte scheinen primär der Bewältigung unverarbeiteter Eindrücke des Tages – den sogenannten Tagesresten – zu dienen. Gegen Morgen tauchen eher die großen Träume mit großen Themen auf.

Wie alle Metaphern und inneren Bilder haben Traumgeschichten eine polare Struktur. Das Sowohl-Als-Auch des Metaphorisch-Symbolischen will geduldig betrachtet und mit Assoziationen angereichert werden. Niemals können wir den „originalen“ Traum erfassen. Mit dem wachen Erinnern setzt die Bearbeitung ein. Zu Sprache geworden, verändern sich Träume weiter. Ebenso mit jedem weiteren Bericht dazu. Dem steht der Gewinn gegenüber, mit Anderen, die mitfühlen über unsere Bilder ins Gespräch zu kommen. Wir tauschen uns über die Innenwelten empathisch-resonant aus.

 Schneewittchen Spiegel

Träume können verstörend zur Auseinandersetzung auffordern

Träumend sinnen wir in Bildern und Geschichten über das Geschehene und Zukünftige nach. Dies scheint sich dem Zugriff der Vernunft zu entziehen. Oder entzieht sich das vernünftige Denken dieser bildhaften Innen-Welt? Träumend erweist es sich als Fiktion, dass wir nur eine unverwechselbare Identität haben. Auch die Wirklichkeit der Wirklichkeit ist in Frage gestellt.

Das nächtliche innere Durcheinander wirkt fremd, oft bedrohlich. Zugleich sind wir davon eigentümlich berührt. Beides mag zu jener charakteristischen Hilflosigkeit und Bedürfnis zu führen, Träume abzutun oder davon zu berichten. Träume fordern dazu auf, das Verstörende zu betrachten. Hartnäckig und mit unangenehmen Affekten zwingen sie uns, dass wir uns mit ihnen beschäftigen. Nur derart aufgescheucht, scheinen wir uns mit unseren Träumen zu beschäftigen.

 

Im Erzählen integrieren wir. Mentalisieren funktioniert im Austausch mit anderen leichter

Indem wir von Träumen berichten, lernen wir uns in bislang eher ungeahnten Aspekten kennen. Durch Syntax und Grammatik verankern wir unser seelisches Erleben in gemeinsamer und verlässlich eindeutiger Sprache. Zuvor Unverarbeitetes kann mit Hilfe eines Zeugen, der dies mitfühlend auf sich einwirken lässt, affektiv-resonant verarbeitet werden. Erinnert und geteilt lassen sich derart wichtige Erfahrungen in unser biographisches Selbst integrieren. In gemeinsamen Worten einer verlässlichen Sprache ordnen wir unsere Erfahrungen. Gemeinsam erhalten sie einen mitteilbaren Sinn und Bedeutung. Damit verankern wir uns in unserer Mitwelt. Im gemeinsamen Gespräch lernen wir das Empfinden des Anderen zum Mitgeteilten kennen. Das ist der Prozess des Mentalisierens. Auf diese Art Sinn und Bedeutung eines Traumes zu erfassen, berührt uns tief.

 Magische Momente Flug Magie Karibik

Träume versuchen uns im Fluss zu halten

Es wirkt, als mache sich das Träumen Sorgen um unser Wohl. Mal weist der Traum unser angepasstes Ich auf die mögliche Verkennung der eigenen Grenzen und Möglichkeiten hin. Mal protestiert der Traum gegen zu große Anpassung an vermeintlich unumgängliche Notwendigkeiten. Ein anderes Mal pocht er auf kreative Weise auf die Entfaltung bislang ungelebter Seiten. Träume dienen der Selbsterhaltung durch immer neue Entfaltung und Feinjustierung an eine sich ständig verändernde Umwelt. Um gesund zu bleiben, muss Geben und Nehmen mit unserer Mitwelt ausreichend und ausgewogen sein. Wir müssen uns „im Fluss“ befinden. Immer Gleiches und Stillstand kann zu bedrohlichem Ungleichgewicht und Krankheit führen.

Umgekehrt tragen Träume zur Anpassung unserer Möglichkeiten und Notwendigkeiten und damit zur Selbstregulierung und Identitätsbildung bei.

 

Ein Traum kann Träumer und Zuhörer weiter bringen

Was den Träumer ängstigt, sollte im Gespräch darüber, benannt, geteilt und in gemeinsame Sprache gefasst werden. Ohne Deutung. Daraus kann spielerisch die Möglichkeit erwachsen, Schmerzliches oder Peinliches gemeinsam zu erfahren und später vielleicht darauf zurückzukommen. Statt: „So ist es! Ich kenne das Symbol und weiß das! Vielleicht als Antwort eher: „Während ich dem Traum zuhöre, träumt mir etwas, was das, was Sie mir erzählen nicht nur für mich, sondern vielleicht auch für sie bedeuten könnte.“ (Meltzer D. (1988) Traumleben. V. Int. Psychoanalyse, München)

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Der Schlaf ist nicht der Bruder des Todes. Durch den Traum wird er zum Bruder des Lebens

„Im Traum expandieren komplette seelische Unternehmungen, und die versichern uns, dass es auch im Schlaf weitergeht; der Schlaf ist nicht der Bruder des Todes – durch den Traum wird er zum Bruder des Lebens.“ (Wilhelm Salber, „Traum und Tag“, 1997)

 

Fazit: Träume sind poetische Spiegel, die uns in ein mögliches Morgen entwerfen

Wir können Träume als Spiegel verstehen. Sie zeigen dem Träumer die Beziehungen in seiner Welt auf und mahnen die Entfaltung seiner Möglichkeiten an.

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Buchempfehlung:  „Die Botschaft der Träume“ (C. Benedetti)

Die fünfzigjährige Erfahrung als Psychotherapeut – insbesondere psychotischer Patienten, die ihn weltweit in Fachkreisen berühmt gemacht hat – ist der Fundus, den Gaetano Benedetti in diesem Buch für ein tieferes klinisches Verständnis von Trauminhalten einschließt. Aber er ist auch fast ebenso lang Lehranalytiker, und darum kann er aus einem gleichfalls weiten Erfahrungshorizont von Träumen Gesunder schöpfen. Als Drittes kann er die Bedeutung von Therapeutenträumen während der Behandlung psychisch Kranker erschließen. Die Botschaft der Träume ist damit das umfassendste und bestfundierte Werk über die Träume des Menschen in den verschiedenen psychischen Zuständen, eine Anthropologie des Traums.

Benedetti erfüllt einen integrativen Anspruch in der Traumforschung. Er und seine Mitarbeiter untersuchen den Traum, seine Mitteilungen an den Träumenden und an den Therapeuten, seine diagnostische und therapeutische Verwertbarkeit vor dem Hintergrund der tiefenpsychologischen Lehren Freuds, Jungs und Adlers, der existenzanalytischen Theorien und der Hypnotherapie.
Träume, so hat Benedetti erkannt, sind doppelgesichtig. Die Traumsprache teilt sich in Polaritäten mit; jedes einzelne Bild, jedes Symbol erhellt verschiedene, ja gegensätzliche Seiten der Wahrheit. Dadurch kann es zu einer wesentlichen Ergänzung des wachen, bewussten Denkens werden. Träume haben nicht nur einen wichtigen Anteil am Erleben des Menschen, sie sind oft auch der lebendigere.

Dr. med. Gaetano Benedetti (1920–2013) war Professor für Psychoanalyse und Psychotherapie an der Universität Basel. 1963 hat er das Mailänder Institut für Psychotherapie gegründet.

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Weiterlesen?

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Rainer Maria Rilke starb vor 90 Jahren – Das Paradox: vom Defizit zur Kreativität – Vom Sohn der die Tochter ersetzen sollte, über den bindungsängstlichen jungen Mann zum frauenumschwärmten Dichter mit gewaltigem Tiefgang – (WehrWolter ww 218 – Hans Wolter)

 

R.I.P. Wilhelm Salber – mit dem Kölner Psychologie Professor geht einer der originellsten Köpfe der Zunft – Morphologie: Wanderer zwischen Kunst & Wissenschaft – Ciao Käpt’n, mein Käpt’n – (WehrWolter – ww 213 – Hans Wolter)

 

 

3 Kommentare

  1. Klara Pohlkötter

    Es gibt etwa eine Handvoll Träume, die, obwohl schon vor vielen Jahren geträumt, noch sehr lebhaft in Erinnerung sind. Wenn ich an sie denke, geben sie mir immer wieder Fragen auf, gleichzeitig erkenne ich aber auch Muster meines Denkens und Tuns und kann neue Erkenntnisse schöpfen. Fertig bin ich noch nicht, es bleibt spannend.
    Übrigens hatte ich auch schon Träume mit perforiertem Rand, wie bei einem rollenden Filmstreifen, sogar mit Untertiteln in einer nicht erkennbaren Fremdsprache, die ich trotz großer Anstrengung nicht lesen konnte. Der Inhalt des ‚Films‘ bleibt mir bis heute verborgen. …Und jetzt, wie ich dies schreiben, habe ich genau dafür eine Erklärung.

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    1. Das hört sich spannend an. Vor allen Dingen, dass das Niederschreiben zur Klärung führt 😉

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  2. Meine Erfahrung: Träume sind überaus wertvoll und hilfreich. Sie verfliegen jedoch mit überaus kurzer Halbwertzeit sehr schnell. Mir hat es bisher immer geholfen, mit meiner Frau unmittelbar nach dem Wachwerden darüber zu sprechen..Insbesondere dann, wenn es besonders absurd war und es mich emotional tief getroffen hat. Wenn das gelang, waren sie immer aufschlussreich und dann auch hilfreich.

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