Donald Trump: Great against! ~ Neue Besen – glaubt man – kehren gut. Aber wer ist der Dreck? – (WehrWolter – ww 225 – Hans Wolter)

Trailer: Reality und Show lassen sich nicht mehr unterscheiden – soziale Rückkopplung sichert Überleben – Spaltung kränkt und behindert auf Dauer das Leben – Wir brauchen verantwortungsbewusste & sozial intelligente Führung, aber keinen Meister Propper …

Mediale Intelligenz hat er. Der neue Präsident der USA. Ein Zeichen der Vereinigung haben alle beim Amtsbeginn erwartet. Berechenbarkeit ist weniger unterhaltsam. Trump’s Selfmade-Gehabe macht mir Sorgen. Dabei sorge ich mich weniger um sein Leben. Umso mehr um unser gemeinsames Leben. Letztlich natürlich auch um mein Leben. Trump gibt weniger auf soziale Rückversicherung. Damit kommt man kurzfristig vielleicht weit. Langfristig bestraft einen aber das Leben. Die Evolution sortiert gnadenlos diejenigen aus, die ihre Anpassungsfähigkeit verlieren. Auch die Dinos.

Trump spaltet bereits in seiner Antrittsrede munter weiter. Spaltung ist ein recht einfacher, aber zunächst einmal effektiver Abwehrmechanismus im Umgang mit eigenen Ängsten. Damit trotzt dieser neue mächtigste Mann der Welt auch der amerikanischen Erfahrung. Eigentlich kann der Blick auf die Geschichte hilfreich sein, alte Fehler nicht zu wiederholen. Amerika ist nicht durch Spaltung groß geworden. Die Aufhebung der Spaltung in Schwarz und Weiß, in Süd- und Nordstaaten ist ursächlich für den amerikanischen Siegeszug in der Welt. Wer gewinnt heute bei der Olympiade die meisten Goldmedaillen für die Vereinigten Staaten? Seien es Henry Ford, Madonna, Steve Jobs, Lady Gaga, Walt Disney, Bill Gates oder Sally Ride, sie alle wussten und wissen, dass man mit nationaler Abschottung weniger weit kommt.

Mauern trocknen Lebendigkeit aus

Auch wir Deutsche, wir Europäer wissen, dass die DDR sowie die UdSSR letztlich an ihrer Einmauerung zu Grunde gegangen sind. Aber es geht ja nicht um Wissen. Heutige Wahlen werden über Emotionen entschieden. Also ist der siebzigjährige Milliardär ein moderner Präsident.

Ja, auch ich habe Trump unterschätzt. Da wusste ich noch nicht, dass der amerikanische Immoblilienmogul bis 2015 Moderator seiner eigenen Fernseh-Reality-Show „The Apprentice“ (Der Lehrling) war. Medienpräsenz ist der heutige Schlüssel zur Macht.

In wöchentlichen Folgen werden seit 2004 zwei Teams mit einer Aufgabe betraut, deren Ergebnisse zum Schluss verglichen werden. Ein Mitglied des verlierenden Teams wird dann üblicherweise mit den in den USA mittlerweile geflügelten Worten „You’re fired!“ (Du bist gefeuert!) aus dem Team entlassen und nach Hause geschickt.

Reality und Show lassen sich nicht mehr unterscheiden

Jetzt scheint es mir so, als könne Donald Trump nicht mehr richtig unterscheiden. Reality und Show gehen ineinander über. Das sehen wir ja leider auch in unserem Land. Gegen Rechtspopulisten kommt man schwer mit Argumenten an. Ihre Anhänger greifen bei allzu überzeugenden Argumenten der Gegenseite zur Nazikeule: „Lügenpresse“

Die (Aus)Wirkungen des „Dritten Reichs“ bekommen wieder Auftrieb

Mit dem Menschen Adolph Hitler hat man sich ja nach wie vor weniger in der Öffentlichkeit auseinandergesetzt. Und wenn, häufig auf einer Witzebene. Warum? Ich denke, dass hier viel Angst im Spiel ist. Angst vor der Wirkung des Charismas eines Hitlers. Wer den Film „Er ist wieder da“ gesehen oder das Buch gelesen hat, weiß vielleicht was ich meine. Träte eine Figur wie Adolph Hitler heute im Wahlkampf auf, wäre die Fünfprozentklausel keine Hürde für ihn, um auf Anhieb in den Bundestag zu kommen.

Wie konnte es passieren, dass ein Nicht-Polit-Profi zum großen politischen Führer, zu einem der weltweit größten VerFührer überhaupt aufsteigen konnte? Auch Hitler verfügte über eine hohe mediale und massenpsychologische Intelligenz. Auch er überzeugte weder durch sein Äußeres, noch durch seine Stimme. Es geht nicht um Perfektion. Es geht um Glaubwürdigkeit. Es geht darum, die Menschen an ihren Sehnsüchten zu packen. Diejenigen, die dagegen immun sind werden systematisch kalt gestellt. Das ist bei Diktatoren wie Putin, Erdogan oder damals Stalin nicht anders. Natürlich würde ich diese Herren nicht alle gleichsetzen. Aber das Erfolgsrezept ist recht ähnlich.

Demokratisch an die Macht kommen, indem populistisch eine Spaltung zwischen Volk und „denen da oben“ aufgebaut wird. Da tut es auch nichts zur Sache, dass Donald Trump seine Milliarden sicher nicht mit Rücksicht auf die Kleinen aufgebaut hat. Vielmehr hat er sein Vermögen, wie letztlich alle Kapitalisten, auf dem Rücken der vielen Kleinen aufgebaut. Jetzt regt sich vielleicht Widerstand bei einigen Lesern. Zur Klarstellung: ich bin kein Kommunist. Ich will nur die Ironie der Spaltungsmärchen aufzeigen.

So, jetzt komm ich mal zum Schluss, da ich glaube die wichtigsten Stränge meiner Wahrnehmung aufgezeigt zu haben. Das lässt sich jetzt weiter konkret differenzieren und an Beispielen belegen. Natürlich kann auch gegenargumentiert werden. Keiner kann für sich die Wahrheit beanspruchen. Tue ich auch nicht. Nur ich mache mir Sorgen, wenn ein so mächtiger Mensch wie Donald Trump so wenig auf soziale Rückkoppelung setzt. Das ist, so lehrt mich die Geschichte, meistens nicht gut gegangen.

trump-prasident-obama

Wir brauchen verantwortungsbewusste und sozial intelligente Führung,

aber keinen Meister Propper

trump-obama-hubschrauber

Unsere Welt verändert sich
Ständig
Mal langsamer, mal schneller
Mal eruptiv
Sei es evolutionär oder revolutionär
Sei es durch Erdbeben, Terroranschläge, Kriege oder Klimaveränderungen

Die USA hat einen neuen Präsidenten

War die Welt bei Barack Obama hoffnungsvoll
So ist sie bei Donald Trump verunsichert

Selbst die Anhänger dieses Geschäftsmannes
Wissen nicht wirklich wo es hingeht

Great again? Will jeder gerne sein!

Der amerikanische Traum konnte sich jahrelang verwirklichen
Meistens auf Kosten anderer
Die Welt ist globalisierter und vernetzter
Mauern & Alleingänge führen auf Dauer nicht weiter
Schon die DDR & UdSSR haben deshalb nicht überlebt

Neue Besen kehren oft gut
Aber wer ist der Dreck?

And now the end is near

And so I face the final curtain
My friend, I’ll say it clear
I’ll state my case of which I’m certain

I’ve lived a life that’s full
I’ve travelled each and every highway
and more, much more than this
I did it my way

Regrets I’ve had a few
But then again too few to mention
I did what I had to do
And saw it through without exemption

I planned each chartered course
Each careful step along the by-way
And more, much more than this
I did it my way

Yes, there were times
I’m sure you knew
When I bit off more than I could chew
But through it all when there was doubt
I ate it up and spit it out
I faced it all

And I stood tall
And did it my way
I’ve loved, I’ve laughed, and cried
I’ve had my fill, my share of losing

And now, as tears subside
I find it all so amusing
To think I did all that
And may I say, not in a shy way

„Oh no, oh no, not me
I did it my way“
For what is a man, what has he got?
If not himself then he has naught
To say the things he truly feels
And not the words of one who kneels
The record shows I took the blows
And did it my way
Yes, it was my way

trump-prasident-wehrwolter

 

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