Urban Art! Biennale 2017 – Junge freche Kunst im flirtiven Dialog mit dem melancholischen Charme einer rostigen Eisenwelt – Streifzug durch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte – (WehrWolter – ww 241 – Hans Wolter)

In diesem Jahr fiel unser Osterspaziergang etwas aus dem Rahmen. Auf vielfältigen Wegen durch eine faszinierende alte Industriekultur konnten wir in einer inspirierende Atmosphäre aus Kunst, Technik und Natur eintauchen. Unser Streifzug durch das UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte erstreckte sich auf sieben Kilometer über ungezählte Stufen. Kaum zu glauben, dass hier einmal bis zu 17.000 Menschen in einer höllenmäßigen Atmosphäre zusammen gearbeitet haben. Schon das Nacherleben der alten Produktionsprozesse des beginnenden 20. Jahrhundert, rund um die Stahlerzeugung, hatte etwas Fesselndes. Besonders gelungen erscheint mir die Integration und Präsentation urbaner Kunst des 21. Jahrhunderts. In diesem Dialog gewinnen alle Beteiligten.

Nachfolgend versuche ich einmal unsere Streifzüge zu bebildern. Spontan habe ich die Perspektiven und Werke mit meiner Linse festgehalten, die mich persönlich beeindrucken konnten. In meiner Collage lege ich natürlich keinen Wert auf Vollständigkeit. Überhaupt, die Idee zu diesem Beitrag, ist erst nachher entstanden. Als ich abends meine Fotos sah, waren sie mir zu schade, sie einfach nur im schnelllebigen Facebook zu veröffentlichen.

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YZ – UrbanArt Biennale 2015 • 2017 | Parcours

Sie setzt – basierend auf historischen Aktfotografien – die Rücken- und Seitenansicht dreier Frauen so in die Front, dass sie sich faktisch von den Hochöfen abwenden und diesen ihre Seiten- und Rückseiten zuwenden. Die hohe Präsenz dieser Arbeit wird überlagert von der materiellen Oberflächenstruktur der Betonkonstruktion der Koksbatterien, die sich mit dem Dargestellten faktisch als Grund verbindet. Auch YZ verwendet für die Applikationen Seidenpapier, auf das sie die Darstellungen mit Tusche und Acryl aufgebracht hat. 

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Vorab ein kurzer Trailer der Veranstalter:

In meiner Zusammenstellung folge ich streckenweise den Angaben der Aussteller, soweit es passt.

 

 

Die „4. UrbanArt Biennale 2017“ im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

… ist das größte UrbanArt-Projekt in der Welt. Sie präsentiert 100 Künstler aus 17 Ländern und 4 Kontinenten auf einem Parcours von 100.000 Quadratmetern. Insgesamt sind 150 Werke zu sehen. Neben dem Überblick über die aktuelle weltweite UrbanArt-Szene steht die UrbanArt Südamerikas und die interventionale UrbanArt 2.0 im Fokus. Arbeiten von Banksy (GB), Okuda (E), Jordan Seiler (USA) und Vermibus (E) dringen mit ihren interventionalen Bildstrategien tief in das Bewusstsein der Betrachter ein.

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Der Gang durch die Welt der alten Eisenhütte erstreckt sich über sieben Stationen. Einzigartig ist die Atmosphäre in der Möllerhalle. Dieser riesige Raum ist die zentrale Ausstellungshalle der „4. UrbanArt Biennale 2017“. Die Entdeckungsreise geht aber auch zu zahlreichen anderen ortsfesten UrbanArt-Installationen an verschiedensten Orten der Völklinger Hütte!

 

 

Seit sieben Jahren präsentiert das Europäische Zentrum für Kunst und Industriekultur Völklingen/Saarland die neuesten Entwicklungen und Positionen dieser Kunst des 21. Jahrhunderts. Die 150 wichtigsten Künstlerinnen und Künstler dieser Kunstgattung haben während der vergangenen drei Biennalen im Weltkulturerbe Völklinger Hütte bereits hier ausgestellt. Bis auf wenige Ausnahmen stammen die aktuellen Arbeiten aus den Jahren 2015 bis 2017.

 

 

Die „4. UrbanArt Biennale 2017“ zeigt ihr ganzes Spektrum: abstrakte UrbanArt, die ihre Wurzeln im Graffiti-Writing hat, bunte Pop Art im Stil des Schablonen-Graffiti, Arbeiten auf Leinwand, Holz, Glas, auf Kunststoffplane und gerostetem Metall, Installationen und aktuelle politische Statements.

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Und wie schon 2013 und 2015 präsentiert auch die „4. UrbanArt Biennale 2017“ zahlreiche Arbeiten, die im Dialog mit der Industriekultur und speziell für ‚ihren‘ Ort in der Völklinger Hütte geschaffen werden.

 

 

Gestartet sind wir beim Bananensprayer

Die Entwicklung vom Undercover-Bananensprayer zum Künstler Thomas Baumgärtel hab ich streckenweise hautnah mitbekommen. Haben wir doch damals zur gleichen Zeit Psychologie bei Professor Salber in Köln studiert.

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Bananensprayer ● USAPE ● 2017

Im November letzten Jahres musste noch seine Ausstellung zu politischen Bildern vorzeitig beendet werden, da sein Erdogan-Bild zu viel Spannung erzeugte. Das Trump-Bild fällt dagegen etwas „harmloser“ aus.

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Thomas Baumgärtel, alias „der Bananensprayer“, betätigt sich schon seit den 1980er Jahren im Schablonengraffiti. Bei den Pochoiristen werden oft gesellschaftskritische Inhalte transportiert. So auch bei ihm. Allein schon die Wahl des Motivs im Sinne von „Alles Banane“ – Alles Unsinn! – offenbart die rebellische Haltung. 

Da ist der Zyklus des in Épinal geborenen Levalet, der mit seinen Arbeiten den Menschen, die einst in der Völklinger Hütte gearbeitet haben eine Hommage erweist.

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An verschiedensten Orten hat er seine Hüttenarbeiter installiert, insgesamt sieben Installationen. Ein individuelles Gesicht haben diese Arbeiter nicht. Zusammen aber erobern sie sich den Ort zurück.

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Mambo hat einen ganzen Kamin in der Kokerei zu einem Kunstwerk gestaltet,

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der Südafrikaner R1 und der Franzose Tanc schufen ihre Werke im Dialog mit Innenräumen in der Völklinger Hütte.

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Tanc ● Lyrics ● 2016

Tancrède Perrot legt Wert darauf, als Writer Künstler zu sein, so wie als Künstler Writer. Manchmal ist die Verbindung der Gegensätze so naheliegend und eine tropfend vollgeschriebene Leinwand verwandelt sich wie durch ein Wunder in ein Werk des Abstrakten Expressionismus.

Die größte UrbanArt-Installation ist die des französischen Künstlers Thomas Canto. ‚Sein‘ Ort in der „4. UrbanArt Biennale 2017“ ist das Treppenhaus des 30 Meter hohen Kohleturms.

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UrbanArt Südamerikas

Neben dem Überblick über die internationale UrbanArt setzt die „4. UrbanArt Biennale 2017“ zwei besondere Schwerpunkte: die UrbanArt Südamerikas und die interventionale UrbanArt 2.0. Die UrbanArt Südamerikas bildet innerhalb des Spektrums dieser weltweiten Kunstgattung einen besonderen Bereich, viele dieser Künstler sind weltbekannt. Die „4. UrbanArt Biennale 2017“ zeigt 12 Positionen aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko oder Venezuela.

 

 

Da ist Curiot aus Mexiko, der in seinen Arbeiten Bezug nimmt auf die mythische Welt der Azteken und dessen Thema die Einheit von Natur und Mensch ist. Und Franco Fasoli, besser bekannt als JAZ, – einer der bedeutendsten UrbanArt-Künstler Argentiniens. Oder der Künstler Stinkfish, der anonymen, ganz normalen Menschen, die er auf seinen Reisen fotografiert, eine Präsenz auf den Mauern der Städte und auf Leinwänden gibt. In seinen leuchtenden Bildern werden diese Menschen zu Stars. Und natürlich sind auch einige der interessantesten Positionen der brasilianischen UrbanArt zu sehen, die für ihre satten Töne und bunten Farben international bekannt ist. Häufig greifen südamerikanische UrbanArt-Künstler auf die Tradition ihrer indigenen Kulturen zurück.

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Auf besonders innovative Weise tut dies Cranio. Er beschäftigt sich mit dem Schicksal der brasilianischen Ureinwohner. Seine blauen Kunstfiguren sind zugleich ironisch und subversiv. Ganz nebenbei hat er sich neben dem Gelb von Os Gêmeos und dem Grün von Finok ein eigenes Erkennungsmerkmal gegeben: das Cranio-Blau.

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Jef Aérosol arbeitet nach der typischen Façon der französischen Pochoiristes. Sie arbeiteten mit Schablonen, gerne kombiniert mit kurzen Slogans.Jef Aérosol stellt oft kulturelle Ikonen in den Fokus seiner Arbeit. Mit „Basquiat“ verweist er auf die Vorbildfunktion der exemplarischen Künstlerfigur.

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Jef Aérosol ● Basquiat ● 2010

 

 

 

Interventionale UrbanArt 2.0

UrbanArt ist die Kunst des 21. Jahrhunderts, ihr künstlerisches Konzept unterscheidet sich grundsätzlich von dem Konzept der Moderne des 20. Jahrhunderts. Auch wenn manche Positionen an die Moderne anknüpfen, entwickeln sie diese weit über die bekannten Grenzen hinaus weiter. Gerade die interventionale UrbanArt zeigt, dass Kunst mehr ist, als Bilder an der Wand oder Skulpturen in einem Museum.

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Der in Berlin lebende Spanier Vermibus verfremdet die omnipräsenten Modeplakate und verweist damit auf die manipulierende Macht der mit Bildbearbeitung gestylten Werbung. Mit einem Spezialschlüssel öffnet er die Werbe-Lichtkästen und verändert mit Lösungsmittel die schönen Models zu biesterhaften Gestalten. Diese Zombie-Models setzt er wieder in die Werbekästen. Wer einmal eine solche Arbeit gesehen hat, erinnert sich beim Ansehen eines traditionellen Werbeplakats an die subversiven Untoten von Vermibus.

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Ähnlich arbeitet der US-Amerikaner Jordan Seiler. Er ersetzt Werbetafeln mit geometrischen Mustern und dokumentiert diese Intervention mit seinen Fotos und Videos. Die „4. UrbanArt Biennale 2017“ zeigt 14 künstlerische Positionen dieser interventionalen und interaktiven UrbanArt.

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Darunter finden sich eine Installation des Franzosen OX, der für seine interaktive Plakatkunst bekannt ist und die tropfenförmige Sticker-Kunst der Künstlergruppe Les Francs Colleurs. 27 Werke von klein bis sehr groß haben sie an verschiedensten Stellen der Völklinger Hütte installiert. Viele der Werke der „Francs Colleurs“ und von Jordan Seiler in der „4. UrbanArt Biennale 2017“ bieten den Besuchern die Möglichkeit der Interaktion mit Hilfe spezieller Apps. Hält man das Smartphone auf ein animiertes Werk von Jordan Seiler, sieht man wie er in der Stadt Werbung gegen Kunst eintauscht. Die animierten Kunstwerke von Francs Colleurs werden per Smartphone-App lebendig.

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Alias fertigt mehrschichtige figurative Schablonen und platziert sie auf die Wände. Mal sprayt er direkt, mal zunächst auf Papier, das er dann plakatiert.In seinem Studio fertigt er die gleichen Motive nochmal als Leinwand. Die Figuren – oft Kinder – sind meist alleine und wirken irgendwie resigniert.

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Alias ● Dissident ● 2015 ● Open Walls Gallery

Der Titel „Happy Yemen“ lässt auf das grüne und fruchtbare Yemen auf der arabischen Halbinsel schließen. Zu sehen ist ein junges Mädchen, das durch einen Luftangriff, der von Saudi-Arabien angeführten Koalition zusammen mit Ägypten zum Opfer gefallen ist. Sie ist umgeben von farbigen Motiven und religiösen Zitaten der altägyptischen Kultur. Der Künstler hat hier eine Erinnerungsstätte geschaffen.

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Ammar Abo Bakr ● Happy Yemen ● 2015

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Das gesellschaftliche Potential

… der interventionalen UrbanArt zeigt die Installation „The Curtain“ des Italieners BR1. Als er in Magazinen blätterte, fielen ihm zwei Symbole auf: das McDonald-Zeichen als Symbol für die westliche Welt und die Frau mit Kopftuch für die muslimische Welt. In den Städten, die BR1 besuchte, war die Frau mit Kopftuch aber nicht präsent. Also begann er Poster zu installieren, die Frauen mit Kopftuch zeigen.

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Die begehbare Installation auf dem Hochofenplatz des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, zeigt außen zwei Frauen in Pop-Art-Farben, die ein Kopftuch tragen. Eine Frau flüstert der anderen etwas zu. Im Innenraum der Installation sind Videos zu sehen: Eine marokkanische Frau, die sich filmen lässt, wie sie ihr Kopftuch bindet. Videos von Aktionen des Künstlers in der spanischen Exklave Melilla mit ihrem Zaun zu Afrika oder in Istanbul. Vor großen Polizeiwagen lässt BR1 ein kleines ferngesteuertes Spielzeugauto fahren.

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Rero • Ohne Titel (YOU KNOW YOU ARE RIGHT…) • 2016 • Backslash Gallery, Paris

In der zeitgenössischen Graffiti-Avantgarde gibt es zahlreiche Künstler, deren Werke konzeptuell funktionieren, ohne so auszusehen. Rero geht den umgekehrten Weg. Seine Gemälde sind deutlich von der Optik der Concept-Art beeinflusst.

„Wie politisch ist das?“, könnte man fragen. „You know you are right“ schreibt der Franzose Rero auf seinem Werk. Und streicht den Satz durch.

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Zur Ausstellung gibt es ein Katalogbuch, 240 Seiten, deutsch/englisch, alle Werke vierfarbig abgebildet, zum Sonderpreis von 27,50 Euro.

 

 

 

 

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Hendrik Beikirch gibt in „Rakouch Timallizene“ überdimensional und schwarz-weiß das von Falten geprägte Gesicht einer Frau, das vollständig eingerahmt ist von einem das Gesichtsrund einhüllenden Tuch. Gerade im Zusammenhang der Großstrukturen des umgebenden Unterbaus des Betonkohleturms erscheint dieses Gesicht wie ein entrücktes Bild, das den Blick wie magisch anzieht.

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DZIA ● Gold fox (vulpes vulpes) ● 2017

Tiere sind DZIAs Ding. Sein Slogan: „Paint like a lion, fight like a tiger, think like a fox.“ Der junge urbane Künstler kombiniert das Sujet der Street-Art-Murals, große Tiere, mit einem linienlastigen, dynamisierten grafischen Stil. Es geht ihm nicht so sehr um eine realistische Anmutung als darum, Struktur und Bewegung auszudrücken. 

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Herakut ● Please Love Me ● 2014 ● Galerie Mathgoth, Paris

Jasmin Siddiqui und Falk Lehmann hatten jeder für sich schon unter den Pseudonymen Hera und Akut Verdienste in der Graffitimalerei erworben: Sie brachte einen skizzenhaft illustrativen Stil an die Wand. Er war Teil von MaClaim, die ihre Hip- Hop-Motive akkurat von Fotovorlagen übertrugen.

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L‘Atlas ● Black Marble ● 2016 ● Courtesy Willem Speerstra Gallery

L’Atlas Arbeit basiert auf labyrinthartigen Ornamentbildern. Diese basieren auf Kalligrafie, der Kufi-Schrift (einer Art arabischer Helvetica) und natürlich Graffiti. Bei seinen neueren Werken konzentriert sich L’Atlas weniger auf die Form selbst, als vielmehr auf deren Innenleben, auch „Fillin“ genannt.

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Ludo ● Fruit of the Doom ● 2016 ● Collection Emmanuel Moyne

Das Bild präsentiert sich wie ein Stillleben. Im Detail ist aber der Wurm drin: allerlei Vanitas- und Gewaltsymbolik. Von der Sense (Blatt am Apfelstiel), über die Totenköpfe (die dominanten Trauben) bis zum Maschinengewehrlauf (kommt vorne aus der Banane) ist alles dabei – ausgeführt in Ludos typischem Grau-Giftgrün.

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Nevercrew • Christian Rebecchi | Pablo Togni • 3 compressions • 2017

Das Duo arbeitet gerne in grafischer Gegenüberstellung von Farbe und Schwarz-Weiß, ihre Werke sind auffallende Bilderfindungen, gesättigt mit illusionistischen Effekten. Spiegelungen, Chromoberflächen, Über-Eck-Arbeit und in den Raum hinein erweiterte Schattenwürfe, alles was die Wirkung erhöht, ist erlaubt.

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Okuda ● Queen of the Zebra Palace ● 2016

Okuda gilt manchen als Michelangelo der Neuzeit. Zumindest eine seiner Leinwände, ein komplettes Kirchenschiff, legt einen Vergleich nahe. Er macht unzählige Murals, darüber hinaus auch Skulpturen und U-Bahn-Züge. Letzteres allerdings – untypisch für Graffiti-Künstler – legal, auf Einladung der Verkehrsbetriebe von Kiew. 

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Subtu ● A study about walls ● 2017

Subtus Markenzeichen ist ein Affe. Die Finger rechts und links an den Durchbruch geklammert, erinnert er an eine Ikone der Graffiti-Kunstgeschichte: „Kilroy was here“, diese obskure, allgegenwärtige Figur des Zweiten Weltkriegs, die ebenso frech über die imaginäre Mauer schaut. 

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Vhils gräbt in „Scratching the Surface Project“ ein übergroßes Gesicht eines jungen Menschen, dessen Physiognomie er in den Armenvierteln porträtiert hat, in den Putz der Wand ein und belegt Partien mit Farbe. Das sehr suggestive Gesichtsporträt verbindet sich mit den deutlich sichtbaren Spuren der Herstellung, die auch Verletzung und Zerstörung thematisieren. Das Gesicht zieht die Blicke in hohem Maße an und fesselt sie.

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David Walker ● Ruth ● 2014 ● Galerie Mathgoth Paris

David Walker konzentriert sich völlig auf das Thema des weiblichen Gesichts. Eine Zeit lang tat er das immer in Schwarz-Weiß, bis er die Farbe entdeckte. Alle denkbaren Farben spritzen in alle denkbaren Richtungen. Anfangs kopierte er die Motive aus Magazinen, nun fotografiert er selbst.

 

 

Fotos:  Hans Wolter

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Skulpturenpark Katharinenhof Titel Blog

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Levalet ● Gestation – Délivrance – Naissance ● 2016

Bei Levalet geht es um die menschliche Figur in vielseitigem Wechselspiel mit der Umgebung. Er ist kein Schablonenmaler. Seine sehr realistischen Figuren in Schwarz-Weiß sind per Hand auf das Papier gemalt, das er dann ankleistert. Das liebevoll Handwerkliche sticht aus der Masse der Street Art heraus.

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