Poetica4 – Beyond Identities – Einblick1 – Von Hans-im-Glück und der Kunst der Verwandlung – Festival für Weltliteratur – Morphomata, Universität Köln – (WehrWolter – ww 292 – Hans Wolter)

„Ein Gedicht, kann uns körperlich und psychisch verändern“ (Yoko Tawada)

The ART of Transformation

Glück und Un-Glück sind zwei Seiten derselben Sache. Je nach Standpunkt. Hat Hans-im-Glück eigentlich Glück, Un-Glück oder macht er einfach nur das Beste aus dem, was ihm auf seiner Wanderschaft gerade zufällt und begegnet? Er scheint in seiner Mitbewegungs-Kunst eine glückliche Verwandlung voranzutreiben. Ja, ich bin gestern unverhofft in einem Märchen gelandet. Zunächst lief recht viel schief. Damit meine ich nicht den Ausgang des FC-Spiels. Wobei der auch mit reinwirkte. Nein, auf dem Weg zum Finale der poetica4 fiel mir das Pech nur so zu. Irgendwann aber kam es zu einem wundersamen Wendepunkt. Hin zu glücklichen Ereignissen. Diese Geschichte ist rasch erzählt. Zugleich versuche ich einmal einen ersten kleinen Einblick in die poetica4, dem Festival der Weltliteratur zu geben.

„Tief in die Lektüre versunken, vergessen wir oft unsere Identität und befinden uns in einem fremden Leben. Wir gehen in Manhattan spazieren, obwohl wir in Köln leben.

Wir werden Zeugen einer Folter unter einer Diktatur oder backen Madeleine im Paris der dreißiger Jahre. In einem Text können wir das Geschlecht wechseln, wieder ein Kind sein, sogar ein Tier oder eine Pflanze sein. Ein Identitätsspiel ist ein Versuch, den Menschen in seiner Verwandelbarkeit zu verstehen. Die Literatur hat sich schon seit Tausenden von Jahren mit dieser rätselhaften Kunst der Verwandlung beschäftigt“. – Yoko Tawada

poetica 4 titel verwandlung

Am Anfang von Verwandlungen stehen oft Zufälle

Letzten Samstag las ich gemütlich im Bett den Kölner-Stadtanzeiger. Meike startet immer mit dem Hauptteil, ich mit dem Sport. Am Ende des Sportteils bleib ich dann gerne in der Kulturrubrik hängen. Da las ich das Gedicht „Flaschenpost“ von Yoko Tawada. Als Freund vom Rhein, zog mich schon das Foto rein. Dann sprach etwas in mir: die schreibt ja wie ich! Vor gut einem Jahr habe ich auf Facebook den „Club der lebendigen Poeten“ ins Leben gerufen. Da wir uns wöchentlich ein neues Thema vorknüpfen, schreib ich täglich ein paar Zeilen. Kurz entschlossen ging ich am Montagabend zur Eröffnung der poetica4 in der Aula der Kölner Universität. Rasch erlag ich dem Zauber der Worte und nahm täglich an beiden Veranstaltungen teil. So brach ich auch am Samstag, nach meinem Verständnis pünktlich, zum Finale in Richtung Mülheim auf.

Im Programmheft steht: „Was passiert, wenn Poesie und Darstellendes Spiel aufeinandertreffen? Der letzte Abend der poetica4 lässt noch einmal alle Autoren Revue passieren. Ihre Gedichte werden in der Originalsprache gelesen und von Schauspielern und Musikern des Schauspiels Köln ins Szenische übertragen.“

poetica Diskussio

Anneke Brassinga – Yoko Tawada – Hiromi Ito – Jeffrey Angles – Im Japanischen Kulturinstitut

Hans im (Un-)Glück

War bis dahin die ganze Woche glücklich verlaufen, streckenweise in rauschhaftem Schmetterlingsflug, meldet sich jetzt der Gegenlauf. Zunächst fiel eine S-Bahn aus. Dann wurde ich Opfer eines der Hektik geschuldeten Denkfehlers. Hatte ich doch gelesen, dass die bequemste Fahrt, die mit der Linie 4 sei. Fatalerweise stieg ich in Ehrenfeld aus. Ich hätte auch bis zur Messe fahren können. Das kostete mich 20 Minuten. Ein Minus mit fatalen Folgen. Da ich kein Grundschüler mehr bin, denke ich immer Verspätungen selbst verantworten zu können. Also kam ich erwartungsfroh um 20.25 Uhr am Einlass des Schauspielhauses an. „Sie sind der achte heute Abend, der etwas von ausgefallenen Zügen erzählt …“ Solche misstrauischen Belehrungsversuche wecken den WehrWolter in mir.

Wenige Minuten später sprach ich mit dem Chef. Nein, er könne keinen mehr reinlassen. Die Argumentation, dass ich die Protagonisten aus der Fassung bringen könnte, ließ ich nicht gelten. Nachdem ich im Schlagabtausch 3:0 in Führung lag, gab er zu, dass man meinen Platz um 20.15 Uhr weiterverkauft hatte. Das geht natürlich eigentlich nicht, da ich meine Karte zuvor schon online bezahlt hatte. Aber der real existierende Sozialismus hielt sich auch nicht an die marxistisch-leninistische Ideologie. Natürlich durfte man wegen sicherheitstechischer Bestimmungen auch keinen zusätzlichen Stuhl platzieren.

poetica 4 bücher

Meine Beute vom Büchertisch

Hans-im-Glück-Tausch-Logik

Nach dem offensichtlich verlorenen Kampf entfaltete sich die Hans-im-Glück-Tausch-Logik in mir. Zunächst einmal wendete ich mich dem Büchertisch zu. Ungestört von anderen Interessenten konnte ich mir in Ruhe alle möglichen Werke anlesen. Natürlich kaufte ich mir Einiges. Damit setzte ich mich ins Foyer. Mein Plan war, dass Ende abzuwarten, um dann noch einmal ins persönliche Gespräch mit dem einen oder anderen Schriftsteller gehen zu können. An der Theke bekam ich kein Bier mehr. Ich sollte mich nach nebenan in das angrenzende Restaurant begeben. In mir meldete sich die Stimme des Oppositionsführers: „Hans, die wollen dich hier nicht haben. Geh in eines der vielen türkischen Lokale auf der Keupstraße!“ Ein anderer Selbstanteil trieb mich dann doch ins angrenzende Restaurant. Ein großer Tisch war reserviert. Nun meldete sich mein strategischer Selbstanteil in mir: „Da kommen sicher gleich die Autoren hin, besetz einen Tisch in unmittelbarer Nähe, stärk Dich und warte Deine Chance gesättigt-gelassen ab!“ Nach Schnitzel und Hefeweizen erfüllt sich der erste Teil meines Planes. Dann wurde der Raum von Zuschauern rasch geflutet. Zwei nette Damen und ein Herr setzten sich an meinen Tisch. Nun konnte ich mir das verpasste Schauspiel schildern lassen. Die Autoren kamen rein. Als sie sich im Vorbeigehen mit meinen Tischnachbarn sofort angeregt unterhielten, wurde mir klar, dass ich schon unter Insidern saß.

poetica Collage

Monique Truong – Morten Sondergaard – Jan Wagner

 

Glückliche Ereignisse

Die freundliche Dame mir gegenüber stellte sich als Gattin von Günter Blamberger (1951) vor. Er ist der wissenschaftliche Kopf und Gründer der poetica: Inhaber des Lehrstuhls für Neuere Deutsche Literatur und Direktor des Internationalen Wissenschaftskollegs Morphomata an der Universität zu Köln.

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Günter Blamberger, Lehrstuhl Neuere Deutsche Literatur, Direktor Morphomata, Universität Köln

 

Wir beide hatten schon Tage zuvor angeregt über Kafka und Goethe diskutiert. Ich hatte ihn gefragt, ob ihm die Parallele des inzestuösen Verhaltens zu ihren jeweiligen Schwestern aufgefallen wäre. Da er auch die psychoanalytischen Thesen von Eisler über Goethes sexuellen Hemmungen kannte, hatten wir eine gute Basis. Natürlich handelt es sich hierbei, wie bei den Gesprächen mit den anderen Schriftstellern, immer nur um kurze Begegnungen. Dennoch waren sie intensiv.

Jetzt kam ich auf die Straße des Glücks. Mein sozial kompetenter Selbstanteil in mir sagte leise: „Siehste, ist doch gut, dass Du heute Deinen besten Anzug angezogen hast!“ Nach einigen anregenden Gesprächen ging ich mit Kugelschreiber und Tagungsband bewaffnet, an den Tisch der Schriftsteller.

poetica Jeffrey

Jeffrey Angles (1971), der Amerikaner, der seine meisten Texte in Japanisch verfasst, fiel mir schon am ersten Abend durch seinen langen Bart auf. Bis vor kurzem hätte ich von der Länge als älterer Bruder durchgehen können. Er bedankte sich sofort sehr herzlich und freundlich für meine Mitarbeit und psychologischen Hinweise in den Seminardiskussionen der Vortage.

Als er mich fragte, ob ich noch als Psychotherapeut arbeite, mischte sich die Japanerin Hiromi Ito (1955) ins Gespräch ein. Sie bräuchte auch eine Therapie. Als ich ihr sagte, dass ich ihre Bissigkeit fürchten würde, kamen wir in eine so verbindliche Gesprächsqualität, als würden wir uns schon lange kennen. Zwei Tage zuvor hatte ich mit meinem Smartphone ihre Lesung aufgenommen: „Ich habe meinen Mann gebissen, ja, sie haben richtig gehört, gebissen! …“

 

 

Hiromi Ito und Jeffrey Angles im Japanischen Kulturinstitut

 

Gerne hätte ich noch länger mit Jeffrey und Hiromi gescherzt. Da ich noch für 22.30 Uhr mit Meike beim Iren in der Altstadt verabredet war, musste ich mich ranhalten. Morten Sondergaard (1964), der humorvolle dänische Schriftsteller war mein nächster Gesprächspartner.

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Yoko Tawada – Morten Sondergaard – Jan Wagner – Günter Blamberger – Jeffrey Angles – Kim Hyesoon – Monique Truong – Teju Cole – Barbar Köhler – Im Institut des Internationalen Wissenschaftskolleg Morphomata an der Universität Köln

 

Er ermutigte mich in meinen Plänen, dass ich in diesem Jahr endlich mit meinem ersten richtigen Buch starten möchte. Wir diskutierten noch anhand seiner „Wortapotheke“ über die heilende Wirkung von Worten.

poetica Wortapotheke

Wortapotheke, Morten Sondergaard

 

Schon in seinem Seminar darüber stellte ich Experimente aus der aktuellen Hirnforschung zur Diskussion. Auch mit Morten konnte ich gut lachen.

poetica Anneke

Anneke Brassinga – Yoko Tawada im Japanischen Kulturinstitut

 

Dann gings weiter zu Anneke Brassinga (1948). Die niederländische Schriftstellerin und Übersetzerin bestärkte mich auch in meinen Plänen. Sie gab mir den Hinweis noch einmal einiges zur Sprache bei Walter Benjamin nachzulesen. Durch Wilhelm Salber (1928-2016), meinen vielseitigen Psychologieprofessor, kenne ich Gottseidank solche Autoren. Als ich ihr erzählte, ich sei zunächst zufällig bei der poetica gelandet, erzählte sie mir von magischen Momenten und dass alle besonderen Dinge durch Zufälle ausgelöst würden. Ich solle gegen das Unmögliche anschreiben.

poetica Barbara

Barbara Köhler – Yoko Tawada in der Stadtbibliothek

 

Jetzt mischte sich Barbara Köhler (1959) ins Gespräch ein. Als Schriftsteller müsse man immer ein wenig größenwahnsinnig sein. Wir hatten noch ein nettes Dreiergespräch über die Kunst der Übersetzung.

poetica Teju

Teju Cole im Institut Morphomata, Universität Köln

 

Der von mir sehr geschätzte Teju Cole (1975) gab mir auch lächelnd sofort seine Signatur. Mit dem nigerianisch-amerikanischen Schriftsteller, Fotograf und Kunsthistoriker hatte ich mich schon an den Vortagen zweimal persönlich unterhalten können. Da er auch Blogger ist erkundigte er sich nach meinen Aktivitäten, ob ich auch politisch tätig sei oder lediglich dokumentieren würde. Wir tauschten unsere Mailadressen aus. Natürlich gehe ich davon aus, dass er mich rasch wieder vergessen wird. Dennoch, die Gespräche fühlten sich aufbauend und angenehm an. Er schrieb mir noch eine Widmung ins Buch: „Hans, may you find the words you need“. Mittlerweile könnt ihr Euch denken, dass ich vom Größenwahnsinn, den Barbar Köhler andeutete, nicht mehr weit entfernt war.

poetica Yoko Tawada

Natürlich wechselte ich an dem Abend auch mit Yoko Tawada (1960) der Kuratorin der poetica4 noch einige persönliche Worte. Durch sie bin ich ja überhaupt erst auf dieses Festival aufmerksam geworden. Sie schreibt ihre Texte in Deutsch und Japanisch. Diese Frau hat eine ungeheure innere Beweglichkeit, Humor gepaart mit einem recht scharfsinnigen Blick für das Wesentliche. Für mich war ihre Art der Moderation und wie locker sie aus allen Beteiligten Kollegen persönliche Anekdoten lockte, ein echter Genuss. Stichwort Genuss: mit ihr habe ich mich bereits am Vortag im Japanischen Kulturinstitut über die Wichtigkeit des Essens in Asien unterhalten. Sie wundert sich über die geringere Wertschätzung, bzw. eine gewisse Verkrampfung der Deutschen im Umgang mit Essen. Beim Essen komme unsere Verwandtschaft zum Tier zum Ausdruck. Der Deutsche bemühe sich das zuzudecken.

 

 

 

poetica Jan Wagner

Jan Wagner im Kölner Literaturhaus

 

Mit dem eloquenten Jan Wagner (1971) konnte ich am letzten Abend leider nicht mehr sprechen, da er wegen Fieber sofort nach Ende der Veranstaltung ins Hotel gefahren war. Wir beide hatten nach dem Kafkaseminar einige Worte wechseln können. Dabei ging es um unterschiedliche Interpretationen eines Wandbildes in Kafkas Verwandlung.

 

Poetica Literaturhaus Wagner Bienenschwarm

Nach der „Wortapotheke“ gab es auch eine kurze Gelegenheit über die Macht der Poesie zu sprechen. Er ist ein sehr kluger, analytischer Typ mit unerwartet humorvollen Wendungen. Z.B. seine Bemerkung: „Wenn ich im Intercity reise, warte ich immer auf die Durchsage: Wenn sich ein Dichter im Zug befindet, möge er sich bitte rasch ins Abteil 17 begeben.“

poetica Monique

Yoko Tawada – Monique Truong – Heinrich Detering – Martin Hielscher im Kölner Literaturhaus

 

Gerne wäre ich noch mit Monique Truong (1968) in ein persönliches Gespräch gekommen. Einstieg hätte eine Widmung in ihr Debütwerk „Das Buch vom Salz“ bieten können. Sie ist in Saigon geboren und Amerika aufgewachsen. Als erfolgreiche Anwältin für Markenrecht fing sie im Jahre 2000 plötzlich mit der Abfassung eines Romans an. Sie hatte von einem vietnamesischen Koch der Gertrud Stein gelesen und wollte über diesen unbedingt schreiben. Natürlich liegt die Vermutung nahe, dass sie in dieser Figur viel Eigenes behandeln konnte. Leider hat sich für mich keine Gelegenheit für ein persönliches Gespräch ergeben. Das gleiche gilt auch für Bei Dao (1949) und Kim Heyesoon (1955)

poetica 4 widmung

Gold lagerten sich in Innen-Räumen ab

Die poetica4 ist nun nach sechs intensiven Tagen zu Ende. Auch wenn ich Pech mit dem Schauspielhaus hatte, die anschließenden Gespräche am Tisch der Autoren waren für mich das Gold des Hans-im-Glück. Obwohl ich schon recht medienerprobt bin, muss ich wohl recht aufgeregt gewesen sein. Viele Selfies hätte ich machen können. Hätte … hätte … nix hab ich gemacht … und das ich … der alte FacebookProfi … aber ich habe viel Wichtigeres geschafft. Ich durfte mit sehr tiefsinnigen Menschen in einen persönlichen Austausch gehen und werde ihre Bücher nun mit einem nahezu freundschaftlichen Gefühl lesen. Vielleicht schaut der eine oder die andere sogar mal in meinen Blog?

poetica 4 Buch

Natürlich gibt es noch viele spannende Dinge über die poetica4 zu erzählen. Daher versuche ich in den nächsten Tagen noch weitere Einblicke in Themen wie das Kafka-Seminar und das Experiment der Wortapotheke zu geben.

 

 

Darüber hinaus gebe ich auch kurze Einblicke in die drei Lesungsabende in der Aula der Universität, dem Literaturhaus Köln und dem Japanischen Kulturinstitut. Zu allem habe ich mir Notizen und Bilder gemacht.

poetica Hans

Kafkaseminar in der Universität Köln

 

Die poetica4 hat mir persönlich und in meinen beruflichen Plänen einen enormen Anschub verliehen. Ich konnte interessante Menschen kennenlernen. Nicht nur in ihren Werken. Auch in Diskussionen und persönlichen Gesprächen. Das ermutigt mich in meinen weiteren Aktivitäten: Hin zu eigenen Büchern, meiner neuen Gruppe TiefenKraft, guten Vorträgen und spannenden Seminaren.

 

Poetica Eröffnung

Eröffnung in der Aula der Universität zu Köln

 

Verwandlungsspiele bei der Poetica IV in Köln zum Reinhören:

WDR 5 Scala – Hintergrund Kultur | 24.01.2018 | 11:53 Min. Mareike Ilsemann berichtet für Scala von der Eröffnungsveranstaltung. Link zur Audioversion:

https://wdrmedien-a.akamaihd.net/medp/podcast/weltweit/fsk0/156/1565950/wdr5scalahintergrundkultur_2018-01-24_verwandlungsspielebeiderpoeticaivinkoeln_wdr5.mp3

 

Deutschlandfunk Kultur sendet den Mitschnitt dieser Ausführung am

04. Februar 2018, 00,05 Uhr, „Literatur“; Internet: deutschlandfunkkultur.de

 

Weiterlesen?

In den nächsten Tagen erscheint eine Gesamtzusammenfassung mit einzelnen Schwerpunkten auf meinem Blog: WehrWolter.com

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5 Kommentare

  1. Wunderbar!
    Jetzt habe ich doch das „Märchen“ von „Hans Wolter im Glück“ gefunden 😊
    Danke für den interessanten Überblick – was für eine Veranstaltung!
    Du lässt erkennen, dass Worte und Assoziationen unser Leben bereichern können, wie Gewürze die Speisen. Sie sind inherent geworden für den Erkennenden.

    Gefällt 2 Personen

  2. Vielen Dank für die überaus interessanten Eindrücke, lieber Hans.

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  3. et kütt, wie et kütt, bei positiver Denkensweise… aus Wörtern werden Worte, die wiederum Sätze bilden, die Menschen verändern können , sie träumen lassen können, sich in ihren Gedanken verlieren lassen können… es geschieht immer wieder etwas, mit dem wir nicht rechnen, das wir nicht einkalkulieren können… und das ist auch gut so… gut gemacht, werter Wehrwolter ;D

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    1. Danke werter Ralph Heeger! 😉

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