Glaub mir, die Liebe gewinnt! (Brings) – Köln kann Karneval & Vielfalt und tanzt aus der Reihe – Collage zur kölschen Seele (WehrWolter – ww 293 – Hans Wolter)

Kurzer Überblick: Köln tanzt aus der Reihe: „Mer Kölsche danze us der Reih“ – so lautet das Motto für den Karneval 2018. Karneval ist einfach & mehr! Brauchtum verbindet. Die Lieder sind nicht nur lustig und multikulturell. Köln produziert echte Volkslieder. Seit Generationen immer wieder frisch, frech und häufig eher fröhlich als ängstlich. Eine kleine Collage der Kölner Seele am Beispiel des neuen Liedes „Liebe gewinnt“ von Brings. Natürlich singe ich nicht ausschließlich eine Lobeshymne auf die Stadt mit den zwei Türmen. Meine Stadt ist einerseits vielfältig, kreativ und liebenswert, andererseits gibt es Führungs- und Focussierungs-Schwächen. Köln ist seit Jahrhunderten schon eine bunte, eine multikulturelle Stadt. Daher trafen uns die Ausschreitungen in der sogenannten „Kölner Silvesternacht“ auch unvorbereitet und tief. Schwerpunkt meines Beitrags ist allerdings: Köln kann Karneval und mehr, als es sich selbst bewusst ist.

Mein Köln

Ist nicht perfekt
Macht viel halbherzig
Aber: Köln hat ein großes Herz

Kann feiern, anders als jede
Andere Stadt in Deutschland
Produziert die meisten „Volkslieder“

Ist nicht nur im Karneval
Tolerant und offen
In der Grundhaltung

Natürlich gibt es auch hier das Gegenteil
Wo nicht?
In Köln haben allerdings Pegida & Co.
Weniger Chancen als anderswo

Die Silvesternacht 2015/16
Zeigte Führungsschwäche
Nicht nur in Köln
Daraus können wir alle lernen

Köln ist eine große Stadt
Mit größter Kirche
Für mich dennoch keine Großstadt

Köln ist im Karneval besonders schön
Natürlich gibt es Menschen
Die über das Maß hinaus gehen
Alkohol oder ihre aggressiven
Impulse weniger im Griff haben
Nicht nur in Köln

Was sagt das uns über unsere Gesellschaft?

Wer glaubt, das käme nur aus der Fremde
Kennt sich selbst und die Deutschen wenig
Darüber sollten wir alle nachdenken

Aber: Humor ist die beste Form, um mit dem Unbehagen in der Kultur umzugehen (Sigmund Freud, 1930)

Gegenwärtig sind wir in Köln auf der Zielgerade des Straßenkarnevals angelangt. Meine Familie und ich sind wie immer aktiv mitten im Geschehen und wünsche allen: vill Spaß an der Freud!

Karneval ist einfach & mehr!

Brauchtum verbindet. Die Lieder sind nicht nur lustig und multikulturell. Köln produziert echte Volkslieder. Seit Generationen immer wieder frisch, frech und häufig eher fröhlich als ängstlich. Eher verbindend als ausgrenzend. Nicht nur echte Fründe ston zesamme. Karneval ist in Köln immer Ausnahmezustand. Als Urkölner liebe ich die Vielfalt. Die kommt bei uns schon seit Jahrtausenden durch den Rhein. Immer schon kam die Welt durch unsere Stadt geflossen. Das Stapelrecht hat Köln nicht nur reich gemacht. Vielfalt macht offener und sozial kompetenter. Menschen aus Bergregionen mögen zielstrebiger sein. Der große Diktator kam ja auch aus einer Bergregion.  „Liebe gewinnt“ der Titel ist natürlich provokant. Wobei, den hat Jesus schon ähnlich formuliert. Ja, der Kölner kann sich nahezu alles zu eigen machen. Nicht nur im Karneval. Um den Trollen und Rechtspopulisten auf Facebook & Co. schon einmal ihre destruktiv ängstlichen Masken abzuziehen: ja, im Schatten unseres heiligen Doms ist es Silvester 2015 einmal massiv aus dem Ruder gelaufen. Hintergrund war eine Führungsschwäche und Fehleinschätzung der Polizei. Das ist allerdings nicht unbedingt kölnspezifisch. Das darf nicht, aber kann letztlich überall auf der Welt passieren. Selbst Paris, Berlin, London, New York oder Hamburg lassen sich nicht perfekt gegen menschlich gemachte Destruktion schützen. Damit möchte ich keinesfalls Versäumnisse überdecken. Im weiteren Verlauf gehe ich auch auf die Schattenseite der rheinischen Gelassenheit ein. Zunächst aber erst einmal zum Licht, das uns im Karneval anlacht.

Köln kann Karneval Widdersdorf

„Glaub mir, die Liebe gewinnt!“ (Peter Brings)

Das ist schon eine provokante These, die Peter Brings derzeit in den Karnevalssälen und -zelten Kölns predigt. Kernaussage ist, dass Eros gegen Thanatos gewinnt. Die Aussage „wir werden frei sein, wenn wir uns lieben“ würde ein bindungsängstlicher Mensch nicht ohne zu Zögern unterschreiben. Die Angst vor Nähe ist übrigens verbreiteter als man denkt. Vielleicht tendenziell bei Männern etwas mehr als bei Frauen. In meiner Praxis begegnen mir täglich beziehungsängstliche Menschen. Karneval ist natürlich nicht unbedingt etwas für Sozial-Phobiker. Wobei, beim Rosenmontagszug kann man sich auch durchaus in der Masse verstecken.   

„Wir werden frei sein
Wenn wir uns lieben
Es wird vorbei sein
Mit all den Kriegen
Wir sind Brüder
Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind
Glaub mir
Die Liebe gewinnt“

(aus dem Bringslied „Liebe gewinnt“)

 

Mir losse der Dom in Kölle: vom kölschen Glauben

Der Kölner Dom: ein beliebtes Symbol für die Identität der Rheinmetropole. In vielen Liedern wird er besungen. Das große gotische Bauwerk ist nicht nur die größte Kirche Deutschlands. Der Dom ist auch die beliebteste Sehenswürdigkeit deutschlandweit. Zumindest nach den Besucherzahlen. Das Spiel um den Dom sagt für mich tatsächlich etwas über die kölsche Seele aus. Nach meiner Einschätzung hätten die Kölner selbst dieses Bauwerk nie selbst fertigstellen können, wenn es die Preußen und Kaiser Wilhelm nicht zu einem Prestigeobjekt gemacht hätten.

Köln Dom Grau

Der Dom symbolisiert für mich einerseits das himmelhoch reichende Größenselbst des Kölners. Andererseits sehe ich in der Doppelspitze auch ein Symbol für die Schwierigkeiten in der Vereinheitlichung.

Viele mittelalterliche Kölner Institutionen hatten ihren Ursprung oder ihr Vorbild in spätrömischer Zeit. So gab es beispielsweise je zwei Bürgermeister. Auch die Zünfte und Gaffeln hatten römisch-kölnische Entsprechungen.  Insofern sahen sich nicht nur die herrschenden Geschlechter, sondern auch die einfachen Bürger und zünftigen Handwerker in alter Tradition.  Am 14. September 1396 unterzeichneten 22 Gaffeln nach dem Sieg über die Weberaufstände den „Verbundbrief“, der eine Art ständedemokratische Verfassung für Köln schuf. Hierdurch übernahmen die Gaffeln die politische Verantwortung in Köln von den Geschlechtern, der in Köln so genannten Richerzeche, der Tafelgemeinschaft der Reichen.

Karneval Köln Blog6

Die katholische Kirche auf der einen Seite, die selbstbewussten Bürger auf der anderen Seite schufen Spannungsverhältnisse, die Vereinheitlichungen nicht immer erleichterten. Heute nennt man die Schwerfälligkeit der Entscheidungsfindungen auch „Kölschen Klüngel“. Hier wirken Strukturen, die streckenweise wenig transparent sind und Vorgänge beschleunigen, häufig aber auch verlangsamen können.

 

Stadtarchiv Titel

Link zum Weiterlesen:

Alternative Fakten: das Unwort für die Unterspülung unserer sozialen Fundamente. Einsturz des Kölner Stadtarchivs als Mahnmal gegen gefährliche Hasardeure wie Trump, AfD & Co. (WehrWolter – ww 291 – Hans Wolter)

 

Das gegenwärtige Köln krankt an einer Führungsschwäche

Das Opernhaus wird einfach nicht fertig und kostet mittlerweile bereits doppelt so viel, wie ursprünglich veranschlagt. Na ja, damit steht Köln nicht alleine. Wobei ich bezweifle, dass das Ergebnis mit der Elbphilharmonie mithalten kann. Ein anderes Beispiel ist der Einsturz des Kölner Stadtarchivs und die mittlerweile über neunjährige versuchte juristische Klärung.

Adenauer Titel 1

Köln war nicht immer führungsschwach. Bestes Beispiel sind die Errungenschaften des damaligen Oberbürgermeisters Konrad Adenauer.

Historischer Exkurs zur himmelhohen Kathedrale

Der Kölner Dom, die größte katholische Kathedrale nördlich der Alpen, wurde am 15. Oktober 1880 mit einem großen Fest eröffnet. Kaum zu glauben: die katholischen Wortführer riefen damals dazu auf, den Feierlichkeiten fern zu bleiben. Irgendwie undankbar könnte man meinen. Denn der Anteil der Preußen an der Vollendung des Doms ist nicht zu unterschätzen.

Die gaben einen Großteil des Kapitals für das Projekt. Der Impuls für den Weiterbau kam allerdings von einem Kölner Gemäldesammler. Sulpiz Boisserée fand 1816 in Paris die noch fehlende Hälfte des mittelalterlichen Plans für die mächtige Westfassade mit ihren Türmen. Bereits zwei Jahre zuvor war in Darmstadt die andere Hälfte gefunden worden. Den Südturm zierte zu jener Zeit seit fast 300 Jahren ein mittelalterlicher Baukran – so lange war keine Maurerkelle geschwungen und kein Stein mehr behauen worden. Zwischenzeitlich hatten die Franzosen die Bauruine sogar kurz als Materiallager und Pferdestall genutzt. Erst die erneute Weihe 1801 führte den unvollendeten Dom wieder seiner ursprünglichen Bestimmung als Gotteshaus zu.

Kölner Dom

Neben den wiedergefundenen Plänen war zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber auch die Romantik eine treibende Kraft: Mittelalterbegeisterung, die Betonung von Sehnsüchten, Mysterien und Geheimnissen spielten eine wichtige Rolle beim Vorhaben, ein breites öffentliches Interesse für den Weiterbau herzustellen. Das gelang derartig gut, dass 1841 die königliche Erlaubnis erging zur Gründung des überkonfessionellen und bürgerlichen Zentral-Dombau-Vereins. Der Dom war ein Lieblingsprojekt der Eliten, aber auch die Bevölkerung begeisterte sich für die Vollendung der Kathedrale. Die Grundsteinlegung erfolgte bereits ein Jahr später im Beisein von König Friedrich Wilhelm IV.

Nur, welches Interesse hatte der protestantische König, der auch Oberhaupt der evangelischen Kirche war, an der Fertigstellung einer katholischen Kathedrale?  Für Friedrich Wilhelm IV. wie auch für seinen Nachfolger Wilhelm I. waren die Katholiken politisch lästig. König und später Kaiser waren mehr an der Symbolkraft des Doms als National- und Kaiserdenkmal gelegen. Frankreich, mittlerweile Erbfeind genannt, überflügeln, das schmeckte den Hohenzollern. Die Vorstellung, die ebenfalls gotische Kathedrale Notre-Dame von Paris mit dem Kölner Dom in den Schatten zu stellen, mithin das größte Bauwerk der Welt zu errichten, das war die Kragenweite der Preußenherrscher.

Poesie Köln Dom Fenster Rausblick

Am Glauben anzusetzen ist nicht das Schlechteste

Kurzer Exkurs zum Glauben

„Glaub mir, die Liebe gewinnt“ … am Glauben anzusetzen ist nicht das Schlechteste. Häufig ist der Glaube entscheidend an Ergebnissen beteiligt. Sei es im Fußball, beim Ausgang von Wahlen, in der Werbung oder bei Krankheiten. Verblüffend sind immer wieder die Wirkungen von Placebos oder in der Homöopathie. Meines Erachtens kann selbst die Entwicklung einer Krebserkrankung unterschiedlich verlaufen, wenn ein Mensch an seine Gesundung glaubt oder nicht.

Nicht von ungefähr sagt der Volksmund: Glaube kann Berge versetzen. Deshalb wollen uns ja auch Rechtspopulisten Glauben machen, dass unser Abendland untergeht, wenn unsere Gesellschaft multikultureller wird. Hitler glaubte ja auch, dass das Überleben der Deutschen mit genetischer „Sauberkeit“ zu tun hätte.

Jesus konnte Menschen alleine über den Glauben heilen. Ich vermute, dass seine wundersamen Heilungen zum Teil mit hysterischen Lähmungen zu tun hatten. Sigmund Freud begann mit der Erforschung des Unbewussten auch an Fällen hysterischer Ohnmachten und Lähmungen.

Köln Böll

Auf unserer letzten Russlandreise fiel mir der zunehmende Aberglaube in der russischen Bevölkerung auf. Selbst Putin küsste die Knochen alter Heiliger. Vermutlich glaubt er selbst weniger an eine direkte Wirkung. Russische Intellektuelle bestätigten mir allerdings, dass er seit einiger Zeit dabei sei, eine neue Ideologie aufzubauen. An den Sozialismus glaubt er ja selbst nicht mehr.  

„Es wird vorbei sein mit all den Kriegen …“

 

Das ewige Spiel zwischen Eros und Thanatos

1932 stellte Albert Einstein aus Potsdam Sigmund Freud in Wien in einem Brief die Frage: „Gibt es einen Weg, die Menschen vor dem Verhängnis des Krieges zu befreien?“ Einstein dachte, Freud könne diese Frage von seinen „vertieften Kenntnissen des menschlichen Trieblebens aus beleuchten.“ Einstein vertraute darauf, dass Freud „auf Wege der Erziehung werde hinweisen können, … welche der psychologisch ungeübte wohl ahnt, … er aber nicht zu beurteilen vermag.“ Freud meinte: „Interessenkonflikte unter den Menschen werden also prinzipiell durch die Anwendung von Gewalt entschieden. So ist es im ganzen Tierreich.“ Von Zusammenarbeit, von gegenseitiger Hilfe im Tier- und Menschenreich war bei Freud nicht die Rede. Er nahm auch an: „Außerdem befriedigt die Tötung des Feindes eine triebhafte Neigung.“ Freud erwähnte dann auch den „angeborenen Destruktions- und Todestrieb des Menschen“. Er relativierte diese Aussage zwar: „Wohl könne man den Eros, der Gegenspieler der Destruktion, zu Hilfe rufen; alles, was Gefühlsbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen herstelle, könne dazu dienen, die Macht der Aggression zu verringern.“ (Weiterlesen: http://www.textlog.de/freud-psychoanalyse-warum-krieg-einstein.html)

karneval-koln-blog-love

 

Liebe gewinnt

Komm mach den Fernseher aus
Und rutsch ‚was näher zu mir
Der ganze Wahnsinn bleibt heut‘
Vor uns’rer Tür
Auch wenn es hoffnungslos scheint
Und die ganze Welt weint
Du hälst zu mir
Und wir beten dafür

Dass ’n Wunder passiert
Und wir endlich kapier’n
Dass wir alle gleich sind
Und nur die Liebe gewinnt

Wir werden frei sein
Wenn wir uns lieben
Es wird vorbei sein
Mit all den Kriegen
Wir sind Brüder
Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind
Glaub mir
Die Liebe gewinnt

Was du mir sagen willst
Komm sag’s mir in’s Gesicht
All der Hass und die Lügen im Netz
Die interessi’ren mich nicht
Wir zwei, wir sind echt
Wir sind wirklich und hier
Komm, fass mich mal an
Und dann schwöre ich dir

Dass ’n Wunder passiert
Und wir endlich kapier’n
Dass wir alle gleich sind
Und nur die Liebe gewinnt

Wir werden frei sein …

Köln Brings
Lass sie alle reden
Die Hoffnung macht uns stark
All das Morden und das Sterben
Doch es kommt der Tag
An dem die Kriege aufhör’n
Das macht doch alles keinen Sinn
Weil wir alle Kinder
Der selben Mutter sind

Dass ’n Wunder passiert
Und wir endlich kapier’n
Dass wir alle gleich sind
Und nur die Liebe gewinnt

Wir werden frei sein
Wenn wir uns lieben

Glaub mir
Die Liebe gewinnt

(Brings)

Karneval Köln Blog1

Ich könnte noch viel zu Köln und Karneval schreiben. Da ich hierzu schon in verschiedenen Richtung geforscht, geträumt und geschrieben habe, verweise ich auf das Inhaltsverzeichnis von WehrWolter.com. Über das Suchverzeichnis gelangt man unter dem Stichwort „Köln“ zu meinen entsprechenden Beiträgen. Jetzt geh ich erstmal wieder feiern.

 

Hab ich fürs russische Fernsehen aufgenommen. Kölsches Missionswerk gegen Homophobie. Stattgarde Colonia Ahoi. Die schärfsten Oberschenkel Kölns. – Einer der absoluten Höhepunkte auf der Widdersdorfer Karnevalssitzung.

Der russische Fernsehsender REN-TV hat mich 2016 in meiner Praxis in Köln-Lindenthal interviewt. Sie wollten von mir wissen, wie ich die Seelenlage homosexueller Flüchtlinge einschätzen würde. Sie hätten gerne gehört, dass sich Übergriffe, vergleichbar mir der Silvesternacht, Karneval noch einmal wiederholen könnten. Später haben sie kurze Sequenzen meines Interviews in einen sehr übertriebenen Beitrag eingearbeitet. Hierzu hatte ich damals in Facebook kommentiert:

Köln kann Karneval TV

… ich denke mal, die Russen … vielleicht auch von REN-TV … lesen mit … ab und zu … 😉 Olga Oginska vom russischen Fernsehsender REN-TV hat mich Weiberfastnacht, nahezu spontan, zum Thema „Probleme mit homosexuellen Flüchtlingen in Köln“ interviewt. – Nun ist es ja nicht so, als wäre das mein Forschungsschwerpunkt. Hat auch keiner vorher was gesagt von. Die haben ja eh erst gestern angerufen. Immerhin aus der Moskauer Zentrale des Senders. – Aber natürlich hab ich zu allem eine Meinung un bin als kölsche Jung för niX fies … Als ich merkte wo der Hase lang lief, hab ich natürlich eine Lanze für freie Homosexualität gebrochen und auf die Ängste und Vorurteile des Putin-Regimes hingewiesen. Bin mal gespannt was sie davon senden. Die Journalistin war nach eigenen Aussagen positiv überrascht. Sie wären sicher nicht das letzte Mal in meiner Praxis gewesen. Sie kamen gerade aus dem Kölner Rathaus von einem Interviewtermin mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Davor waren sie in Schwulenkneipen am Kölner Rudolfplatz um da auch zum Thema Homosexualität und Flüchtlinge zu recherchieren. – Andere Länder, andere Sitten & Themen.

Nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen kam noch einmal das russische Fernsehen in meine Praxis. Diesmal interviewte mich das erste russische Programm zur Seelenlage von Angela Merkel. Der Beitrag wurde in den russischen Tagesthemen gezeigt.

Praxis Interview

Link: 

Medienrealität ist immer auch ein Stück Fake-News. Nicht nur bei Facebook, auch in der öffentlich-rechtlichen Fernsehberichterstattung – Der Fall (!) Angela Merkel in den russischen Medien – eine kurze persönliche Fall-Beschreibung hinter den Kulissen – Wirklichkeit ist immer subjektiv und konstruiert (Watzlawick) – (WehrWolter – ww 285 – Hans Wolter)

 

Weiterlesen ?

karneval-koln-blog

Z.B. auf den Link klicken:

Köln schafft im Karneval den Spagat zwischen Heimat und Integration – Besonders in seinen Liedern – Alternative Fakten: zum Rosenmontagszug 2017 – „Mer Kölsche danze us der Reih“ lautet das Motto 2018 – Aktion: Kein Parteitag der AfD im Maritim – (WehrWolter – ww 232 – HansWolter)

Köln schafft im Karneval den Spagat zwischen Heimat und Integration – Besonders in seinen Liedern – Alternative Fakten: zum Rosenmontagszug 2017 – „Mer Kölsche danze us der Reih“ lautet das Motto 2018 – Aktion: Kein Parteitag der AfD im Maritim – (WehrWolter – ww 232 – HansWolter)

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Genau deshalb können wir Kölner den Karneval auch besonders intensiv genießen. Der Blick auf das Ende lässt die Menschen intensiver leben. Im Angesicht der Endlichkeit des Lebens, erscheint uns Vieles klein und unbedeutend, was uns im Alltag vielleicht stört und aufregt. Köln ist eine Stadt, in der es sich irgendwie leichter leben lässt, als in vielen anderen deutschen Städten. Konrad Beikircher war nicht der erste, der Köln als die nördlichste Stadt Italien betitelt hat. Für die Römer war Colonia das schon von Anfang an. Sicher gibt es in Köln auch eine ganze Menge italienisches Blut. Sei es noch von den Römern oder den damaligen Gastarbeitern, die die ansässigen Fordwerke hier in den 60er und 70er Jahren angeworben hatten.

Köln tanzt aus der Reihe

„Mer Kölsche danze us der Reih“ – so lautet das Motto für den Kölner Karneval 2018.

Köln ist seit Jahrhunderten schon eine bunte, eine multikulturelle Stadt. Daher trafen uns die Ausschreitungen in der sogenannten „Kölner Silvesternacht“ auch unvorbereitet und tief. Die Kölner Journalistin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer geht sogar so weit, dass sie annimmt: die Männer aus dem arabischen Raum hätten sich deshalb Köln für ihre Übergriffe ausgesucht, um hier, im Schatten des Kölner Domes, die Freiheiten der Frauen zurückzudrängen. Das glaube ich nicht. Aber uns Kölner, die wir eigentlich Toleranz und Völkerverständigung aktiv leben, hat es daher schon besonders tief getroffen.

Was ich allerdings schon eher glaube ist, dass sich die AfD, Köln für ihren nächsten Parteitag bewusst ausgesucht hat. Die Rechtspopulisten versuchen ja von der Angst der Menschen zu profitieren. Zu allem was ich im Netz zu Köln publiziert habe, gibt es immer wieder, teils heftig aggressive, häufig auch hämische Querverweise von rechtsgesinnten Menschen darauf, dass wir in Köln in Sachen Multikulti naiv wären. Hintergrund werden teils echte Fremden-Ängste sein, häufig sind es aber auch konstruierte Ängste. Dieser Parteitag soll im Kölner Hotel Maritim stattfinden. Dagegen gibt es eine Initiative vieler Kölner Künstler. Hierzu habe ich vor kurzem schon einmal etwas geschrieben. Das Maritim hat schon zugesagt, dass sie zukünftig die AfD nicht mehr im Haus haben will. Der aktuell geplante Parteitag ist allerdings noch nicht abgesagt. Mehr dazu auf:

Schulterschluss der Kölner Karnevalisten gegen geplanten AfD-Parteitag im Maritim-Hotel – Karneval-Stars und Gesellschaften wollen einer menschenverachtenden Gesinnung kein Gehör verschaffen – Die AfD soll im Schatten des Doms nicht an der Spaltung unserer schützenswerten Gesellschaft arbeiten können – (WehrWolter – ww 229 – Hans Wolter)

 

afd-karneval-dom

Unsere Augen sind weder trocken, noch nass, sondern ein wenig feucht – und das lateinische Wort für Feuchtigkeit ist: Humor. Heinrich Böll wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Er hatte sehr gute Augen und Humor. – Wird der Literaturnobelpreisträger weniger gewürdigt, auch in Köln, weil er Dinge sah, die viele so nicht sehen wollten? – (WehrWolter – ww 238 – Hans Wolter)

Böll 100 Jahre

Tschö Poldi: Einer der großen Kölner Söhne hätte Dir ins Poesiealbum geschrieben: „Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke“ 100 Jahre Heinrich Böll – 130 Länderspiele Lukas Podolski – Lebensfreude trifft Melancholie – (WehrWolter – ww 236 – Hans Wolter)

Poldi Böll

 

Wir werden frei sein
Wenn wir uns lieben
Es wird vorbei sein
Mit all den Kriegen
Wir sind Brüder
Wir sind Schwestern
Ganz egal wo wir sind
Glaub mir
Die Liebe gewinnt

 

Köln kann Karneval

 

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