Die Welt gehört denen, die keine festen Essenszeiten haben – Heinrich Böll – Gedankenspiele zu Ge-Wohn-Heiten, Umzug, Resilienz und Depression am Beispiel des Künstlers (WehrWolter – ww 295 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: GeWohnHeiten können uns stärken und auch lähmen. Heinrich Böll war eine Persönlichkeit, die zwischen Aufbruch, Festhalten und Umbruch changierte. Er ist recht häufig umgezogen. Das dokumentiere ich kurz, nehme es auch zum Anlass, um über Hintergründe im Leben Bölls, seine Persönlichkeit und unser allgemeines Wohlbefinden nachzudenken. Flexibilität hat auch seine Kehrseiten. Von Umzugs-Depression und Resilienz. Die aktuelle Forschung sagt u.a. dazu:   

„Häufig umzuziehen ist für die Resilienz verheerend, weil die geografische Nähe bei der sozialen Unterstützung eine wichtige Rolle spielt …  Damit ist soziale Integration für die Gesundheit wichtiger als die Risikofaktoren, mit welchen sich Mediziner und Gesundheitspolitiker viel intensiver beschäftigen: Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Bluthochdruck und Luftverschmutzung.“ (Prof. Dr. med. Gregor Hasler, Universitätsklinik Bern)

„Ordnung ist das halbe Leben – woraus mag die andere Hälfte bestehen?“ (Heinrich Böll)

GeWohnHeiten können uns stärken und auch lähmen. Heinrich Böll war eine Persönlichkeit, die zwischen Aufbruch, Festhalten und Umbruch changierte. Autor der Trümmerliteratur zwischen Krieg und Neuaufbau. Heinrich Böll war ein leidenschaftlich Kölner im wörtlichen Sinne. Köln liebte er nicht nur. Die Stadt schaffte in ihm auch ein Leiden. Schon, dass er den Dom nicht leiden konnte, zeigt dass er anders als viele größenselbstverliebten Kölner war. So ambivalent wie er die Rheinmetropole sah, so zwiespältig geht die Stadt auch heute noch mit ihm um. Immerhin ist er der einzige Nobelpreisträger der Stadt. Aber anders als in anderen Städten, gibt es hier kein Böll-Museum. Auch der nach ihm benannte Platz gehört nicht zu den attraktiven lebendigen Orten der Stadt, an dem ich  gerne mit einem Buch verweilen würde.

Böll Umzüge Buch Köln

„Poesie ist Dynamit für alle Ordnungen dieser Welt“ (Heinrich Böll)

Böll war ein kritischer Mensch, der die Dinge sehr genau beobachtete und zum Teil auch schonungslos benannte. Er legte immer mal wieder den Finger in die Wunde. Vielen – nicht nur Kölnern – gefällt das nicht. Auch ich muss nicht selten die Erfahrung machen, wie böse Menschen reagieren können, wenn man ihre psychische Abwehr durchbricht. Wenn man ein Tabu anspricht.

„Seltsamerweise hält man Deserteure für feige, ein Urteil, das bei näherer Betrachtung nicht aufrechterhalten werden kann.“ (Heinrich Böll)

„Der Kaiser ist ja nackt“ ruft ein Junge im Märchen von den neuen Kleidern. Das will nicht jeder so direkt und unverkleidet hören. Das kann Angst machen. Edward Snowden könnte hierzu sicher gleich mehrere Lieder singen.

„Prometheus hat das Feuer nicht vom Himmel geholt, damit die Wurstbratereien ihre Geschäfte machen können.“ (Heinrich Böll)

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Heinrich Böll ist ungewöhnlich häufig umgezogen. Allein in Köln hatte er mit den Jahren zehn verschiedene Adressen. Dies bringt mich auf die Idee, meine Gedanken zu Wohnorts-Resilienz und Umzugsdepression ein wenig umhervagabundieren zu lassen.

Wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, komme ich jeden Morgen an Bölls ehemaligem Wohnhaus in Müngersdorf vorbei. Das macht etwas mit mir. Gerne nehme ich die Worte wörtlich. Das von Böll selbst in Auftrag gegebene Wohnhaus ist für mich ein Denkmal. Also denke ich mal. Allerdings muss ich aufpassen, nicht zu viel Zeit hier in den Blog zu investieren. Die geht mir für mein größeres Projekt, das Bücherschreiben verloren. Dazu flüstert mir der große Kölner gerade im Moment zu:

„Es gehört eine bestimmte Art verrückten Mutes dazu, ein Buch zu schreiben: der Wunsch diesem unendlichen Ozean von Vergänglichkeit einen freundlichen oder zornigen Fetzen Dauer zu entreißen.“ (Heinrich Böll)

Ja, wer schreibt der bleibt. Was bleibt von Dir, von mir, von uns, wenn die Blätter fallen? Gerade nehme ich mir vor, mich hier kurz zu halten. Aber beim Schweifen weiß man nie, wohin es einen so hin und umzieht.

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Böll errichtete das Haus in der Belvederestraße 35 im Jahr 1954. Es war die Zeit Adenauers. Verklemmt, verkrampft, miefig, stumm hoffend. Das „Tausendjährige Reich“ war schneller als gedacht wieder verschwunden. War es wirklich verschwunden? Diese Frage trieb Böll umher. Das wollte allerdings kaum einer hören. Der Krieg war, das sagen auch die gegenwärtigen Traumaforscher, viel zu wenig aufgearbeitet.

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„Es gibt Dinge, die erst schrecklich werden, wenn man sie ausspricht.“ (Heinrich Böll)

Die Gesellschaft schwieg über ihre Wunden und hatte Angst den herbeigesehnten Wiederaufstieg zu gefährden. Man jubelte lieber Sepp Herberger und seinen Fußballern zu, als das man sich politisch oder emotional mit den Folgen der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft auseinandersetzte. Bölls Schriften, wie z.B. „Wo warst du Adam?“ (1951) bezeichnete man als „Trümmerliteratur“. Das war zunächst als Abwertung gedacht. Böll bekannte sich allerdings zu dieser Zuschreibung. Er sagte einmal, dass es sein Köln nicht mehr gäbe. Sein Köln sei die Stadt vor dem zweiten Weltkrieg. Das können wir sofort verstehen. Er sagt aber auch, dass das zerstörte, in Trümmer liegende Köln auch noch die Stadt war, mit der er sich identifizieren konnte. Dies ist schon schwerer nachzuvollziehen.

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Anfang der 80er Jahre gab es mal ein längeres Gespräch zwischen Wolfgang Niedecken (BAP) und dem Schriftsteller. Niedecken sagte dazu: „Eure Trümmer waren unser Spielplatz“.

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Böll führt hier aus, was ihm an Köln gefällt und weshalb ihn viele Sünden des Wiederaufbaus schmerzen. Hier nannte er beispielhaft die Straße Nord-Süd-Fahrt, die lebendige Ortsstrukturen gnadenlos zerteilt.

„Es ist unsere Aufgabe, daran zu erinnern, dass der Mensch nicht nur existiert, um verwaltet zu werden.“ (Heinrich Böll)

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Man habe eine moderne Stadt werden wollen und der Mobilität, letztlich dem Kommerz, Vorfahrt geben wollen. Diese nicht weitgenug denkenden Fehler in der Städteplanung haben Böll tief verletzt. Psychologisch sehe ich hier natürlich auch die Verwundungen durch den Krieg in Bölls Seele. Jetzt starte ich meine kleine Umzugstour an dem Haus, in dem die Familie Böll am längsten gelebt hat.

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„Freiheit wird nie geschenkt, immer nur gewonnen.“ (Heinrich Böll)

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Umzüge sind auch Aufbrüche

Bölls Haus war im ländlich beschaulichen Müngersdorf ein Zeichen des Aufbruchs. Inmitten kleiner Bürgerlichkeit war der Ziegelwürfel ohne Putz und mit Flachdach so etwas wie eine steingewordene Provokation. Heute hat es sich allerdings längst seiner Umgebung angepasst. Aus dem Dorf ist ein Stadtteil geworden und das Haus ist mittlerweile freundlich weiß getüncht und auf der Gartenseite mit Efeu überwuchert.

Mit seiner Frau Annemarie und seinen drei Söhnen Raimund, René und Vincent, beim Einzug sieben, sechs und vier Jahre alt, seinem Vater Viktor und seiner Schwester Mechthild, wohnte Böll hier von 1954 bis 1969. So lange hielt er es an keinem anderen Ort in der Stadt aus. Hier entstanden Werke wie „Billard um halb zehn“(1959), „Ansichten eines Clowns“ (1963) und „Ende einer Dienstfahrt“ (1966), eine sichere Basis für die spätere Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis, den Böll nach dem Roman „Gruppenbild mit Dame (1971) im Jahr 1972 erhielt.

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Er selbst beschrieb seinen Wohnort in für ihn typisch einfacher Sprache:

„Der Vorort, in dem wir wohnen, ist immer noch Dorf. Kaum fünf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, erhält sich die Dörflichkeit aus geographischen Gründen. Jedenfalls im oberen Teil des Dorfes. Im Osten und Süden ist es durch zwei sehr verkehrsreiche Straßen fast wie durch Stacheldrahtverhaue geschützt, im Westen durch einen Grünstreifen, der nicht bebaut werden darf, im Norden durch die Bahnlinie Köln-Aachen, über die nur eine einzige schmale Brücke führt.“ (1965)

 

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Kurze Vogelperspektive

Von der Kölner Südstadt bis nach Kreuzau-Langenbroich

Geboren wurde Heinrich Böll am 21. Dezember 1917 als 6. Kind des Schreinermeisters und Holzbildhauers Viktor Böll und seiner Frau Maria in Köln. 1921 zog die Familie in die Südstadt, wo sie – unterbrochen durch eine Zeit in einem Eigenheim in Raderberg – wohnte. Von 1928 bis 1937 besuchte Böll das Kaiser-Wilhelm-Gymnasium. 1938 wurde er zum Arbeitsdienst eingezogen. 1939 immatrikulierte er sich an der Universität, erhielt im Herbst jedoch den Einberufungsbescheid zum Militärdienst. Nach Kriegsende veröffentlichte er bald erste Bücher. 1951 gelang ihm der Durchbruch. Er erhielt er für die Erzählung „Die schwarzen Schafe“ den Preis des Schriftstellertreffens „Gruppe 47“. Böll starb am 16. Juli 1985 in Kreuzau-Langenbroich.

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Böll verband mit Müngersdorf ein wichtiges Kapitel seiner Biographie

Böll kannte Müngersdorf von Sonntagsausflügen mit Eltern und Geschwistern. Kurt Schlechtriem berichtet in „Blickpunkt Müngersdorf“, dem Magazin des Bürgervereins: „Mit der Bahn fuhr Familie Böll bis zur Endhaltestelle und stärkte sich nach einem Spaziergang in einer Wirtschaft mit Rosinenplatz-Essen. Später hatte Böll als Soldat einen Posten in Müngersdorf.“

1940 bis 1941 wurde Böll nach einer Typhuserkrankung zu einem Einsatz an die Heimatfront geschickt. Hier bestand seine Aufgabe darin, in der Dorfschule Gefangene zu bewachen. Das gefiel ihm nicht. Aber es gab auch positive Ereignisse für ihn in Müngersdorf. Bölls Neffe Klaus Imdahl und seine Frau Karin, die heute das Haus in der Belvederestraße bewohnen, glauben, dass er wegen seiner glücklichen Begegnung mit Annemarie hier das gemeinsame Haus der Familie errichtete.

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Annemarie und Heinrich Böll in Köln-Müngersdorf

Böll blieb ein Fremder im Dorf

Umzüge können auf der einen Seite Neuanfänge sein. Auf der anderen Seite können sie aber auch in der Resilienz schwächen. Das passiert, wenn man keinen oder wenig sozialen Anschluss findet. Nach meiner Einschätzung bewegte sich Heinrich Böll in seinem direkt menschlichen Umfeld rückzüglich. Damit meine ich weder seine Familie, noch seinen kollegial künstlerischen Gefährtenkreis. Der einfache Kontakt auf der Straße, beim Bäcker, in der Kirche oder im Stadtwald wurde einfach blasser. Das ist nicht nur seiner zunehmenden Bekanntheit geschuldet. Wäre er Fußballspieler beim FC Köln gewesen, wären die Menschen ihm mit leuchten Augen begegnet. Viele konnten wenig mit ihm und seinen Ideen anfangen.  

„Es ist der Traum vom englischen Rasen, der so unerfüllbar bleibt, wie der von einer Demokratie nach Schweizer Vorbild“ (Heinrich Böll)

Böll belächelte die fleißig mähenden Nachbarn, wenn er in seinem kleinen Gartenhaus seinem literarischen Schaffensdrang nachging. „Wir leben hier kurz vor den Niederlanden.“ Der Dichter und sein Dorf freundeten sich nicht an. Dem konservativen Umfeld, der katholischen Dorfbevölkerung war der Linksintellektuelle höchst suspekt. Setzte er sich doch schon früh für die Anliegen der außerparlamentarischen Opposition ein. Später wurde er zu Unrecht verdächtigt, den Terroristen der RAF nahe zu stehen.

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Wohnorte – Umzüge – Resilienz – Depression

Einerseits werden die vielen Umzüge natürlich mit den äußeren Unruheständen während des Krieges zu tun haben. Meine Vermutung ist aber zusätzlich auch eine innere Unruhe in der Seele Bölls. Beides wird sich gegenseitig bedingt haben. In der aktuellen Resilienzforschung geht man davon aus, dass uns Wohnorte stärken und häufige Umzüge schwächen können. Darauf und auf das Phänomen der Umzugs-Depression werde ich später noch einmal kurz eingehen. Zunächst einmal dokumentiere ich die zahlreichen Wohnorte der Familie Böll mit einer jeweiligen kurzen Beschreibung des Schriftstellers. Die Informationen zu den Kölner Stationen gehen auf einen Beitrag im Kölner Stadtanzeiger zurück (https://www.ksta.de/koeln/zehn-adressen-an-diesen-koelner-orten-hat-heinrich-boell-spuren-hinterlassen-29325688-seite10)

 

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Die Familie Böll zog ungewöhnlich häufig um

 

Teutoburger Straße 26 (1917-1922)

„In der Teutoburger Straße hatten wir schön gespielt: im Römerpark, im Hindenburgpark, meistens auf der Straße, auf dem Bordstein sitzend, mit den Füßen in der Gosse, noch zu klein, um Hüpfen zu spielen, doch groß genug, um Ball zu spielen, zum Ärger jenes Herrn, der Kinder so wenig mochte wie Bälle und schlicht „Ballabnehmer“ genannt wurde (…) Sie (die Teutoburgerstraße) lag nicht weit vom Rhein; im Herbst lag auf der Uferpromenade das Laub kniehoch, im Frühjahr stand dort Hochwasser …“ (Text von 1965)

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Krenznacherstraße 49 (1922-1930)

„Als ich vier Jahre alt war, zogen wir aus der Vorstadt in einen noch halb ländlichen Vorort. (…) Acht Jahre lang wohnten wir in dieser Straße, die von zwei „Lagern“ bestimmt war, dem bürgerlichen und dem sozialistischen (das waren damals noch wirkliche Gegensätze!), oder von den „Roten“ und den „besseren Leuten“. Ich habe nie, bis heute nicht begriffen, was an den besseren Leuten besser gewesen wäre oder hätte sein können.“ (1965)

Ubierring 27 (1930-1931)

„Unser Haus im Grünen musste verkauft werden, und es blieb kein Pfennig von der Kaufsumme übrig. Wir waren verstört, zogen in eine große, zu große Wohnung am Ubierring in Köln, der damaligen Werkschule gegenüber. Gerichtsvollzieher, Gerichtsvollzieher, Kuckuck über Kuckuck. Wir rissen sie, solange sie noch frisch waren, ab, missachteten diese vorläufige Besitzergreifung; später ließen wir sie, gleichgültig geworden, kleben, und es kam vor, dass es an manchen Möbelstücken (…) „Kuckucksnester“ gab. (1977)

Maternusstraße 32 (1931-1936)

„Wir wohnten nach einem weiteren Umzug innerhalb von zwei Jahren in der Maternusstraße Nr. 32, hatten uns gegenüber die triste Rückfront der damaligen Maschinenbauschule, waren immerhin nicht sehr weit vom Rhein entfernt, und vom Erkerfenster aus konnten wir das gotisierte dreigiebelige Lagerhaus der „Rhenus“ sehen, das ich immer und immer wieder aquarellierte. Gleich um die Ecke den Römer-, nicht weit davon den Hindenburgpark (…). (1982)

Karolingerring 17 (1936-1942)

„So zogen wir im Jahr 1936 – zum dritten Mal innerhalb von sechs Jahren (es war der letzte Umzug des elterlichen Haushalts, den Rest besorgten die Bomben) – noch einmal um, und auf „der Flucht nach vorn“ in eine etwas teurere Gegend, zum Karolingerring, in eine Wohnung, die dreißig Jahre vorher als „hochherrschaftlich“ gebaut worden war. (…) Wir hatten den verrückten, vielleicht sogar kriminellen Wunsch, zu leben und zu überleben. Wir schlugen uns durch.“

Kleingedankstraße 20 (1942)

„Die beiden Kriegswohnungen, die ich nie so recht bewohnt habe, lagen beide Parks gegenüber; die erste, am Volksgarten, hatte hohe Räume, altmodische Stuckdecken, schöne Möbel und – das war das wichtigste – ein Telefon. (…) Ich habe also nie in der Wohnung gewohnt, aber oft dort angerufen, um wenigstens die Stimme zu hören, über verbotene Leitungen, die ich durch Überredung oder Bestechung öffnete. (Text von 1966; die Kleingedankstraße 20 ist heute die Volksgarten Str. 44a)

Neuenhöfer Allee 38 (1942-1945)

„In unsere zweite Wohnung bekamen wir kein Telefon mehr genehmigt; ich glaube, wir hatten sie drei Jahre „inne“, und es mag sein, dass ich eineinhalb bis zwei dutzendmal dort geschlafen habe. Nach einigen Versuchen, dort so etwas wie Wohnung zu finden, mieden wir sie; jedes mal, wenn wir uns dort trafen, war ein besonders schwerer Bombenangriff fällig; wir fegten Glasscherben und Putz zusammen und fuhren am Morgen dann so rasch wie möglich in das Ahrweiler Hotel, wo wir (…) provisorisch wohnten.“  (1966)

Schillerstraße 99 (1945-1954)

„Wir begannen in einem Trümmerhaus in der Schillerstraße in Köln-Bayenthal – schlichtweg als Hausbesetzer, wurden später zu Instandbesetzern. (…) Es war ein harter Winter, und wir schliefen, meistens zu fünfen, darunter mein fünfundsiebzigjähriger Vater, der des Landlebens überdrüssig war, gelegentlich auch zu sieben im späteren Schlafzimmer auf Pritschen, die aus geklauten Türen und Balken zurechtgezimmert waren.“ (1981)

Belvederestraße 35 (1954-1969)

Text: siehe oben

 

Hülchrather Straße 7 (1969-1982)

„Der Stadtteil ist zum größten Teil nach 1890 erbaut; Zeit einer ersten Bodenspekulation; Jugendstilfassaden, die Straßennamen klingen noch nach dem Triumph, der damals erst zwanzig Jahre zurücklag und noch frisch im Ohr klang: Sedan, Wörth, Beifort, Weissenburg. (…) Aus der Schein-Individualität, der in Wirklichkeit total genormten Weekend-Gartenaktivität des Vororts im Grünen, zurück in die Anonymität, oder sollte man sagen: Urbanität?“ (1972)

Alexander Solschenizyn – Heinrich Böll – Lew Kopelew

Rückzugsort in Kreuzau-Langenbroich

Heinrich Böll kaufte die Hofanlage in Kreuzau-Langenbroich Mitte der 60er Jahre als Rückzugsort. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Annemarie und seinen drei Söhnen René, Vincent und Raimund bezog er dort immer mal wieder für mehrere Tage oder Wochen Quartier. Zudem empfing der Literatur-Nobelpreisträger dort zum Beispiel Johannes Rau, Richard von Weizsäcker, Norbert Blüm, Stefan Heym oder auch Lew Kopelew. Alexander Solschenizyn war nach seiner Ausbürgerung aus der UdSSR im Februar 1974 wohl der berühmteste Gast.

Den Walnussbaum im Garten seines Hauses in Kreuzau liebte Heinrich Böll besonders,

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unter den Blättern des Baumes hielt er gern und oft inne. Nachdem Böll, der Literaturnobelpreisträger, am 16. Juli 1985 in seinem Haus in der Rureifel gestorben war, ging auch der Walnussbaum ein. (Quelle: Aachener Zeitung)

Es wird so leicht dahin gesagt, Zahlen sprächen für sich; ich zweifle an dieser Feststellung. Große Zahlen verdecken eher, als dass sie offenbaren.“ (Heinrich Böll)

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Umzüge und Resilienz

Jeder Umzug ist ein Neuanfang. Heute neigen wir dazu in Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Wendigkeit hauptsächlich Gutes zu sehen. Arbeitgeber erwarten es auch von uns. In den USA deutlich mehr als in Europa.

Einer der führenden Resilienzforscher, Prof. Dr. med. Gregor Hasler (Chefarzt der Universitätsklinik Bern) vertritt die Auffassung:

„… Es gibt deutliche Hinweise, dass die soziale Integration und die soziale Unterstützung in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen haben. Ein Hauptgrund dafür ist, dass wir heutzutage viel häufiger umziehen. In den USA wechselten seit dem Zweiten Weltkrieg 20% der Bevölkerung jedes Jahr ihren Wohnsitz. Seit 1985 nimmt dieser Trend ab und liegt aktuell bei ca. 15% (Mateyka 2015). In Europa ist die Mobilität um mehr als die Hälfte geringer als in den USA, der Trend ist aber deutlich steigend …

Häufig umzuziehen ist für die Resilienz verheerend, weil die geografische Nähe bei der sozialen Unterstützung eine wichtige Rolle spielt.

Umzüge schwächen die Resilienz im Durchschnitt stärker als eine Ehescheidung oder ein Stellenwechsel“

Moderne empirische Forschung zeigt, dass die Einbindung in soziale Beziehungen sowohl für die für die psychische wie auch für die körperliche Gesundheit ist. Menschen, die sozial gut integriert sind, haben ein um 50% niedrigeres Sterberisiko als vereinsamte Menschen (Holt-Lunstad, Smith et al. 2010)

Damit ist soziale Integration für die Gesundheit wichtiger als die Risikofaktoren, mit welchen sich Mediziner und Gesundheitspolitiker viel intensiver beschäftigen: Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Bluthochdruck und Luftverschmutzung.“ (Prof. Dr. med. Gregor Hasler)

Zur Resilienz und den hierfür verantwortlichen Faktoren könnte ich noch sehr viel ausführen. Das ist aber ein neues Kapitel, wenn nicht sogar ein Buch wert. In meiner Praxis habe ich begonnen mit Resilienz-Training zu beginnen. Wer sich hierfür interessiert findet weitere Informationen in der Facebook-Gruppe TiefenKraft oder auf der Homepage: www.TiefenKraft.com

 

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Umzugs-Depression

Das Krankheitsbild Depression ist ein weites Feld. So wie sich eine Erkältung von einer Grippe oder einer Lungenentzündung unterscheidet, so gibt es auch unterschiedliche Erscheinungsformen und Schweregrade von Depressionen. Die Bevölkerung, aber auch viele Mediziner können hier immer noch nicht richtig differenzieren. Zugleich wird aus dieser Diagnose ein Schreckgespenst gemacht. Ich bin in meiner Praxis recht vorsichtig mit der Vergabe dieser Diagnose. Mir ist es schon öfter begegnet, dass ehemalige Patienten mit dieser Diagnose bei einer Privatversicherung, einer Berufsunfähigkeitsversicherung, bei der Beihilfe oder der Verbeamtung als Lehrer nicht genommen wurden. Eigentlich dürfte es das nicht geben. Aber hier ist es wie in vielen Fällen: wo kein Kläger, auch kein Richter. Wäre ich ein Lehramtskandidat, ich würde dagegen juristisch vorgehen. Notfalls bis vors Bundesverfassungsgericht. All die Menschen mit psychischen Störungen zu tun haben und keine Psychotherapie machen sind ja nirgendwo erfasst. Die bekommen dann problemlos ihren Beamtenstatus etc. Das kann doch wohl nicht angehen. Wenn ich meine aufsteigende Wut spüre, fühle ich mich auch Heinrich Böll nahe. Der hatte, wie viele Schriftsteller und Künstler, auch ein großes Wutpotential in sich.

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Mal kurz zum Thema Depression. Auslöser ist in den meisten Fällen eine Verlusterfahrung. Das müssen nicht nur Trennungen sein. Ich kann auch das Ideal von mir selbst verlieren oder die Anerkennung in der Schulklasse, im Freundes- oder Kollegenkreis. Meinen Hund kann ich verlieren, mein Handy oder meine gewohnte Umgebung. Jetzt nähern wir uns dem Thema Umzug. Seit über 25 Jahren sehe ich täglich Menschen in meiner psychotherapeutischen Praxis. Einige waren schon dabei, die sehr deutlich auf Umzüge reagiert haben. Das kann stärkend und/oder schwächend sein. So hat beispielsweise ein Mann sich beruflich verbessern können, indem er einen neuen Job in Berlin begonnen hat. Anfangs war alles neu und interessant. Dann zog auch seine Familie nach. Es brauchte schon einige Jahre, bis sie merkten, dass sich die Menschen in Berlin von denen im Rheinland schon deutlich unterscheiden können. Sie wurden, wie man so sagt, „nicht richtig warm“. Nach und nach begannen depressive Symptome, wie Rückzug, erhöhtes Schlafbedürfnis, Antriebsschwäche, eine gewisse Mutlosigkeit und einfach weniger Lebensfreude und Lebendigkeit. Die Familie entschied sich dazu, zurück nach Köln zu ziehen. Hier ging es wieder besser. Das ist eine Erfahrung die subjektiv natürlich unterschiedlich ist und von jedem auch individuell anders erlebt werden kann. Zieht man beispielsweise aus einer spießig dörflichen Umgebung in eine Großstadt, kann das auch als befreiend erlebt werden. Das ist aber bei Ehescheidungen nicht anders. Die eine reagiert befreit darauf, der andere wird depressiv.

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Meine damals älteste Patientin ist mit 76 Jahren vom Dorf in ihr altes Kölner Viertel gezogen und schon allein durch die vertraute Umgebung der Kirche, Häuser, Plätze und Geschäfte wieder wesentlich lebendiger geworden. Sie war vor vielen Jahren ihrem Mann zuliebe in die Provinz gezogen. Der Mann hatte mit Ängsten zu tun und fühlte sich auf dem Land sicherer und wohler. Als der eines Tages gestorben war, überlegte sie, ob sie nicht ihren liebgewonnenen Garten gegen das Agnesviertel in Köln eintauschen sollte. Wir nahmen uns Zeit in der Therapie den Tod des Mannes und den damit verbundenen Verlust aufzuarbeiten. Sie hatte hier auch noch Schuldgefühle, da sie nachts keinen Notarzt gerufen hatte und ihr Mann am nächsten Tag tot im Bett lag. Zuvor hatte sie bei vielen Angstanfällen immer den Notarzt gerufen und es ist nie etwas passiert. Auf Anraten der Ärzte lernte sie ihn zu beruhigen und sie wären am nächsten Tag zum Kardiologen gefahren. Vielleicht wollte sie auch deshalb das Haus wieder verlassen, in dem sie bereits seit 15 Jahren gemeinsam gelebt hatten. Wie bei Heinrich Böll in Müngersdorf, hatten sie hier auch nicht richtig Freunde gefunden. In ihrem Kölner Herkunftsviertel war das anders.

Solange die Luft um uns herum nicht zu knapp oder schlecht ist, so lange machen wir uns keine Gedanken um die Qualität. Dieses Phänomen gibt es auch bei unseren Wohnorten. Häufig merken wir erst in der Fremde, was wir am Alten hatten. Das soll jetzt kein Argument dafür sein, sich nicht zu verändern oder weiterzuentwickeln. Hiermit möchte ich nur darauf hinweisen, dass wir ge-wohnte Dinge nicht jederzeit überstürzt verändern sollten. Beispielsweise sagt man auch, dass man in einer akut depressiven Phase möglichst keine radikalen Veränderungen wie z.B. eine berufliche Kündigung oder eine Scheidung einleiten sollte. Eine schwerere Depression schützt uns sogar davor. Da sind wir nämlich in der Regel recht entscheidungsunfähig.

„Alles Geschriebene ist gegen den Tod angeschrieben“ (Heinrich Böll)

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Fazit

Zurück zu Heinrich Böll. Wer schon einmal etwas von ihm gelesen hat, wird seinem Humor aber auch seiner Melancholie begegnet sein. Meine Einschätzung ist, dass seine Verlusterlebnisse im zweiten Weltkrieg ihn einerseits künstlerisch gestärkt, aber seelisch und körperlich auch geschwächt haben werden.

„Der Krieg wird niemals zu Ende sein, solange noch eine Wunde blutet, die er geschlagen hat.“ (Heinrich Böll)

Er konnte nach Kriegsende nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, womöglich aufbauende Bücher schreiben. Er musste zurückschauen, um das Grauen zu verarbeiten. Das hätte der damaligen Bevölkerung auch gutgetan. Das ist viel zu wenig passiert. Daher haben wir heute noch mehr Depression und Angsterkrankungen in Deutschland, als in vielen anderen Ländern. Daher wird bei uns auch Psychotherapie von den Krankenkassen gezahlt. Das gibt es nur in ganz wenig anderen Ländern auf der Welt. Daher konnte Deutschland aber auch wirtschaftlich wieder stark werden, obwohl sehr viel Verletzung im Volk war und ist. Bei der Wiedervereinigung wurden ja ähnliche Fehler gemacht. Anstatt die DDR-Vergangenheit aufzuarbeiten, wurde der Focus auf die Wirtschaft und Einführung der gemeinsamen Währung gelegt. Mit dem Euro in Europa ist es ja ähnlich. Annäherung wurde bisher fast ausschließlich wirtschaftlich versucht.

„Die einzige Drohung, die einem Deutschen Angst einjagt, ist die des sinkenden Umsatzes“ (Heinrich Böll)

Hier sind wir abschließend wieder bei Bölls Anklage. Das moderne Köln ist zu einseitig konsum- und kapitalorientiert. Böll sah das symbolisch u.a. in der Durchtrennung lebendiger Stadtviertel durch Straßen wie die Nord-Süd-Fahrt. Alles soll sich dem Auto-Verkehr unterordnen. Damit wären wir bei Themen wie dem Umgang mit dem Dieselskandal. VW hat massiv betrogen. Andere sicher auch. Die aktuellen Gewinne von VW sind besser als je zu vor. Bestrafung und Verfolgung sind gering. Die Verantwortlichen für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs wird man vermutlich auch nicht mehr bestrafen. Im März nächsten Jahres greift die Verjährung.

„Die Sprache kann der letzte Hort der Freiheit sein. Wir wissen, dass ein Gespräch, dass ein heimlich weitergereichtes Gedicht, kostbarer sein kann als Brot, nach dem in allen Revolutionen die Aufständischen geschrien haben“ (Heinrich Böll)

Zu all diesen Themen habe ich bereits etwas gebloggt. Im Inhaltsverzeichnis gibt es eine Suchfunktion, mit der interessierte Leser weiter um(her)ziehen können.

Rene Böll stellte im Bonner LVR-Museum seine Fotos zum Start des Böll-Jahres aus. Er kritisierte u.a., dass Köln seinem einzigen Nobelpreisträger zu wenig Aufmerksamkeit schenkt.

Zum Weiterlesen auf den Link klicken:

Unsere Augen sind weder trocken, noch nass, sondern ein wenig feucht – und das lateinische Wort für Feuchtigkeit ist: Humor. Heinrich Böll wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Er hatte sehr gute Augen und Humor. – Wird der Literaturnobelpreisträger weniger gewürdigt, auch in Köln, weil er Dinge sah, die viele so nicht sehen wollten? – (WehrWolter – ww 238 – Hans Wolter)

 

„Das Recht will ja wahrgenommen werden, es fällt einem nicht in den Schoß. Und das erfordert Mut.“ (Heinrich Böll)

 

Weiterlesen?

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„Romane schreibt man von innen nach außen“ Paul Auster auf der 17. lit.Cologne – Erfolgreiches Literaturfestival – Von der Freiheit des Wortes in der Türkei, den unveröffentlichten Tagebüchern von Heinrich Böll, Matthias Brandts Vatersehnsucht und Liedermacher Axel Bosse – (WehrWolter – ww 235 – Hans Wolter)

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Burnout: ist weniger ein Zuviel an Arbeit. Vielmehr ist ein Zuwenig an Anerkennung für psychische Erkrankung ausschlaggebend – Depression nimmt weltweit weiter zu – (WehrWolter – ww 234 – Hans Wolter)

 

„Ich habe ganz große Angst anzufangen.“ – Pina Bausch – Geliebtwerdenwollen als Bremse und Motor zugleich für die begnadete Tänzerin – Ihrer einfache Sprache und Zurückhaltung erinnern mich an den jungen Heinrich Böll. – Bundeskunsthalle Bonn – (WehrWolter – ww 156 – Hans Wolter)

 

„Grüße aus Fukushima“ – Was können wir bewahren, was müssen wir loslassen? Von Doris Dörrie über Charles Dickens zu Heinrich Böll und der literarischen Einordnung von Adolf Hitler: „Mein Kampf“ – Atomkraft & Flüchtlingskrise – Berlinale 2016 – (WehrWolter – ww 125 – Hans Wolter)

 

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Gefühlt leben wir tiefer, als wir denken. Hape Kerkeling als Phönix in der eigenen Tragikomödie – Von Depression zur mutmachenden Krisenbewältigung – Ich bin dann mal weg … Du kannst fernsehen – (WehrWolter – ww 228 – Hans Wolter)

 

„Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke“ – Zum 30sten Todestag des Kölner Schriftstellers Heinrich Böll – Passend zu Frank Witzel. Preis Frankfurter Buchmesse – Verdamp lang her – im Gespräch mit dem Kölner Sänger & Künstler Wolfgang Niedecken – (WehrWolter – ww 72 – Hans Wolter)

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Weh-Mut – Leonard Cohen – Versuch einer kunstanalogen Annäherung – Über Melancholie, Trauer & Depression in seinem Werk – Zwischen Brüchiger Heilung & Geheilten Brüchen erklingt ein leiden-schaftliches: Halleluja! – (WehrWolter – ww 208 – Hans Wolter)

 

 

 

Böll Umzüge Titel

 

 

3 Kommentare

  1. Wieder sehr schön geschrieben, lieber Hans. Für mich waren meine, spätere unsere Umzüge immer mit dem Gedanken eines Aufbruchs verbunden und rückblickend positiv besetzt. Ich weiß aber auch, dass es hätte sicher auch ganz anders kommen können. Und wir haben dabei immer wieder dazu gelernt.

    Gefällt 1 Person

    1. Danke lieber Michael! Ich freue mich immer wieder über inhaltliche Rückmeldungen. Ja, Umzüge sind natürlich häufig positive Neuanfänge. Schön, dass es bei Dir auch so war. Da die Kehrseite wenig diskutiert wird, wollte ich einmal darauf hinweisen.

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    2. Danke lieber Michael! Natürlich sind Umzüge häufig auch positiv für unsere Entwicklung. Die andere Seite wird weniger betont, weil die Arbeitswelt den flexibelnen Menschen bevorzugt. Daher habe ich hier ein wenig quergedacht ..

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