Willkommen Ciro! – „Das Leben meistert man lächelnd – oder gar nicht“ (China) – Messi trifft das Glück: mit 30 Jahren zum 3. Mal Papa & 600. Treffer seiner Karriere – was können wir von FLO(h)W lernen? – Gedankenspiele auch jenseits des Fußballs – (WehrWolter – ww 299 – Hans Wolter)

Freunde nennen ihn Floh. Ich hänge noch ein w dran. Es wirkt einfach und anders, was Messi mit dem Ball und seinen Gegnern macht. Spielerisch, eher mit freischwebender Aufmerksamkeit als mit Kraft und Gewalt, macht er Tor um Tor. Anders als sein kongenialer Gegenpol Ronaldo von den Königlichen. Er verzaubert auch mich. Meine Gedanken hierzu schweifen von der Magie des Unbewussten über das innere Kind zu Erkenntnissen der aktuellen Hirnforschung. Heute Abend spielt er mal nicht für Barcelona. „Willkommen Ciro! Gott sei Dank, es lief alles sehr gut, ihm und seiner Mama geht es sehr gut, wir sind sehr glücklich!“, schrieb der Argentinier bei Instagram. Das Paar hat bereits die Söhne Thiago (5) und Mateo (2). „Bienvenido Ciro !!! Gracias a Dios salió todo perfecto . La mamá y el están muy bien . Estamos súper felices !!!!!❤️❤️“

Am letzten Sonntag war der Argentinier mit dem FC Barcelona im Spitzenspiel gegen Atlético Madrid gefordert. Und abermals führte er die Katalanen zum Sieg. Mit einem wunderschönen Freistoß sorgte Messi für das entscheidende 1:0 und erzielte gleichzeitig den 600. Treffer seiner Karriere. Was macht dieser kleine Mann anders?

 

Messi hat seiner Jugendliebe Antonella Roccuzzo im Juni 2017 in der gemeinsamen Heimat Argentinien das Jawort gegeben.

Da ich hierzu mir schon öfter nicht nur Gedanken gemacht habe, sondern auch bereits einige Texte geschrieben habe, greife ich einen älteren Beitrag noch einmal auf. Vermutlich lesen viele ja auf meinem Blog gar nicht allzuweit zurück. Interessenten können über die Suchfunktion rasch zu älteren Texten gelangen. Dann gibt es ja noch das chronologische Inhaltsverzeichnis. In den Kategorien sind nur aktuellere Beiträge. 

 

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Lionel Messi lebt den FLO(h)W:

“Das Leben meistert man lächelnd – oder gar nicht.” (chin. Sprichwort) – Der Einstein Barcelonas ist zum 5. Mal Weltfußballer des Jahres und gewinnt den Fifa Ballon d’Or in Zürich – Was ist sein Geheimnis? – Von der Magie des Unbewussten über das innere Kind, die Hirnforschung zur freischwebenden Aufmerksamkeit. – (WehrWolter – ww 112 – Hans Wolter)

11. Januar 2016

Lionel Messi – das 28jährige Genie – ist zurück auf dem Fußball-Thron. Mit nun fünf Auszeichnungen ist er Rekord-Weltfußballer. Der argentinische Superstar vom FC Barcelona , ist zum Weltfußballer des Jahres 2015 gekürt worden. Bei der Verleihung des FIFA Ballon d’Or setzte sich Messi gegen Vorjahressieger Cristiano Ronaldo von Real Madrid und Barca-Teamkollege Neymar durch. 41,33 Prozent wählen Messi auf Platz eins, Ronaldo vereinigt 27,76 Prozent der Stimmen auf sich, während Neymar (7,86 Prozent) erwartet abständig bleibt. Messi war bereits von 2009 bis 2011 viermal Weltfußballer, musste sich in den letzten beiden Jahren jedoch seinem portugiesischen Rivalen Ronaldo geschlagen geben. 2015 holte er das Triple aus nationaler Meisterschaft, Pokal und Champions League.

Der kleine 28-jährige Argentinier, den seine Freunde vom FC-Barcelona liebevoll „Floh“ nennen, hat sich bei der Wahl zum besten FußballSpieler des Kontinents auch gegen GroßMund Suarez und Goliath Ronaldo durchgebissen. Weltrekordfußballer: fünf Mal WeltBester und  drei Mal Europas Bester. Was macht den Unterschied? Ich denke, er ist ein KÜNSTLER. Künstler verstören zunächst, um dann neue Ver-Bindungen zu schaffen. PerspektivWechsel. Das hat etwas von einem Magier, der aus tiefen unbewussten Quellen schöpft. Ein Perlentaucher, der an der Luft den Ball und häufig auch seine Gegenspieler mit seinem ZauberFuß verwandelt. Besonders ist hier: seine GELASSENHEIT. Eine Gelassenheit, wie wir sie auch vom schnellsten Mann der Welt – Usain Bolt – und manch anderem „Gott“ kennen. Ab und zu gibt es diese Einsteins, für die andere Relativitäten gelten. Was lernen wir daraus? Der Kontakt zu unserem „inneren Kind“ und Begeisterung sind die besten LehrMeister!

Anhand der Psychoanalyse und der aktuellen Hirnforschung versuche ich Messis Geheimnis nachfolgend aus wechselnden Perspektiven zu betrachten. Hierbei orientiere ich mich an Überlegungen, die ich auszugsweise in zwei Texten hier auf (http://www.WehrWolter.com) schon einmal entwickelt und veröffentlicht habe.

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Lionel Messi traumwandelt in Einsteins Schuhen –

Was können WIR von ihm lernen?

Gute FußWerker sind alle Spieler, die sich auf hohem Liganiveau über den Rasen bewegen. FußKünstler sind wenige. Der kleine Lionel Messi ist derzeit der Größte. Was macht ihn zum Magier, zum Künstler?

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„In der zweiten Halbzeit waren die beiden Teams gleich stark. Aber dann beschloss Lionel Messi, das Spiel zu gewinnen“ kommentiert sein früher Mitspieler Thierry Henry den Verlauf des Champions-League-Halbfinalspiels des FC Barcelona gegen den FC Bayern München am 6. Mai 2015 im Camp Nou. Messi schoss in der 77. Minute ein absolut unerwartetes Tor aus dem Hinterhalt. Nur drei Minuten später schlenzt er den Ball so brillant an Boateng vorbei, um ihn elegant, fast lässig über Neuer ins deutsche Tor zu zaubern. Man muss sich diese David-Goliath-Szene noch einmal vergegenwärtigen: Der kleinste Mann des Platzes schafft das Kunstwerk, den Ball über den größten Mann des Platzes so zu lupfen, dass dieser sich hinter dem weltbesten Torwart wieder senkt und fast fröhlich ins Tor tropft. Da stehst du als Zuschauer mit offenem Mund, nur noch staunend daneben. Dass hier ein absolutes Ausnahmetalent spielt, erkennen alle Beteiligten neidlos an. „Die Klasse von Messi ist einzigartig“ sagt unser Welttorwart Manuel Neuer im Anschluss bewundernd.,

Pep Guardiola war so etwas wie der Vater des Erfolgs von Barca und Messi. Unter und mit ihm ist der FC Barcelona zur weltbesten VereinsMannschaft und Lionel Messi zum vierfachen Weltfußballer des Jahres gereift. Auf der Höhe des Erfolgs, verließ diese Vaterfigur, radikal und unumkehrbar seine TiciTacaFamilie, um sich in ein Sabbatical in New York von der Weltöffentlichkeit des Fußballs zurück zu ziehen. Messi spielte daraufhin nicht mehr so herausragend und man dachte, er sei schon über seinen Zenit. Als die Beiden jetzt erstmalig im Camp Nou wieder aufeinandertrafen, zeigte Messi wieder diese unglaubliche Dynamik und kindlich anmutende Spielfreude, die ihn in jungen Jahren schon viermal zum weltbesten Fußballer machen konnte.

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Christian Eichler von der FAZ schreibt: „Nach Messis beiden Toren binnen drei Minuten, als er zuerst Manuel Neuer beim 1:0 mit einem Schuss in die kurze Ecke überraschte und den Torwart dann, nachdem Jerome Boateng schwindlig gespielt war, zum 2:0 aus spitzem Winkel überlupfte, stand das Volk auf, um dem Künstler zu huldigen. Und nachdem der Argentinier in der Nachspielzeit Neymar auch noch das 3:0 in den Lauf gelegt hatte, erhob der größte Spontan-Chor Europas im von 95.000 Menschen gefüllten Camp Nou seine Stimme: „Messi, Messi, Messi!“

Mein Erklärungsversuch: Lionel Messi besitzt die Qualitäten und Arbeitsweisen eines Künstlers.

Wir lesen und hören gegenwärtig viele Erklärungsversuche, weshalb der „Floh“, wie er in Barca liebevoll genannt wird, so einzigartig ist. Ich versuche mal einen neuen, unorthodoxen Erklärungsversuch. Für mich hat Messi die Qualitäten eines Künstlers.

Um etwas Neues zu finden, ist ein qualitativer Sprung, ein Perspektivwechsel notwendig. Wenn Einstein, über den ich ja in einem meiner letzten BlogBeiträge geschrieben habe, sagt: „Geniale Menschen sind selten ordentlich. Ordentliche selten genial.“ dann meint er, dass man innerhalb 1ner Ordnung nichts Neues finden kann. Das verhält sich so wie zwischen Handwerk und Kunst. Der Künstler muss wie ein Perlentaucher in die Tiefe gehen, Perlen finden und an die Oberfläche bringen, um dann ein Schmuckstück daraus zu gestalten. Die Tiefe ist aus psychologischer Sicht das Unbewusste. Für einen Fußballtrainer heißt das, dass er gut daran tut, so einen Goldjungen wie Messi nicht in eine starre Ordnung zu packen. Besser ist es den Genies freien Lauf zu lassen. Das ist bei Ronaldo, Ribery oder Ibrahimowitsch auch so. Auch Beckenbauer war früher Libero.

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Der Psychoanalytiker Ernst Kris griff die These Freuds von der „Lockerheit der Verdrängung beim Künstler“ auf und entwickelte seine Vorstellung von der „Regression im Dienste des Ich“. Hier geht es um eine erhöhte Flexibilität des Ich beim kreativen Prozess. Der Künstler verfügt über die Fähigkeit, sich unbewussten Prozessen zu überlassen, ohne von diesen überwältigt zu werden.

Messi & Einstein bewegen sich  – von Zeit zu Zeit – 

in der Verfassung der

„freischwebender Aufmerksamkeit“.

Ich vermute, dass Messi (wie Einstein) auch diese kreative Fähigkeit, eine Flexibilität im Denken und Spielen hat. Freud nannte das „freischwebende Aufmerksamkeit“, wenn man in eine weniger kontrollierte, manchmal fast tranceartige Verfassung geht. In Computerspielen erreichen auch diejenigen Jugendlichen die höchsten Punktzahlen, die nicht zu konzentriert im engen Sinne an die Sache ran gehen.

Einstein lachen

Jetzt meine These: Ich glaube, dass Messi in eine solch freischwebende Verfassung kommen kann. Als wenn er sein allzu kontrollierenden Hirnanteil abschaltet, um sich gewissermaßen einem Flow hinzugeben. Das wird er nicht allzu bewusst herbeiführen. In diesem Flow läuft die Zeit für ihn dann etwas langsamer, obwohl er auf dem Platz wie ein schneller Floh umherspringt. Nach außen macht er mehr Tempo, nach innen ist er langsamer. Damit hat er gewissermaßen einen zeitlichen Vorsprung vor der körperlichen Gegenwehr des Gegners. Meine Generation erinnert sich vielleicht noch an die Vorabendserie, wo eine Junge einen Bumerang warf und so lange dieser in der Luft war, blieb die Zeit still stehen und nur er konnte sich bewegen. So ungefähr stelle ich mir das bei Messi vor. Dazu fällt mir Einsteins Relativitätstheorie ein, die er selbst wie folgt beschrieb: „Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.“

Künstler verstören zunächst, um dann neue Ver-Bindungen zu schaffen

Der Künstler verlässt in einem ersten Schritt das Selbstverständliche, indem er die Kompromisse unseres Alltags sieht, die Begrenztheit unserer Lebensentwürfe wahrnimmt und aufbricht. Das führt zunächst zu einem Verlusterlebnis, welches Angst auslösen kann. Dem Künstler gelingt es nun in einem zweiten Schritt, den Halt wiederzugewinnen, durch die Schaffung eines neuen Lebensentwurfes. Das Kunstwerk gibt unseren Beziehungen zu Dingen, Menschen und Situationen eine neue Form.

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Die Ballkunst Messi stellt so etwas wie eine Verschmelzung dar. Wir schätzen besonders die Künstler, die uns teilhaben lassen an ihrer Magie. Kunst die uns verzaubert.

Roberto Savino, der Bestsellerautor von „Gomorrha“, beschreibt dies folgendermaßen: „Wenn Messi mit dem Ball tanzt, wird man da oben auf der Tribüne heimgesucht vom Gefühl der Verschmelzung. Er erklärt es so: „Der Beobachter fühlt keinen Unterschied mehr zwischen sich und dem Spiel, sondern taucht hinein und fühlt sich eins mit diesen eckigen, aber harmonischen Bewegungen. Darin ist Messis Spiel vergleichbar mit dem Klavierspiel von Michelangeli, mit den Bildern Raffaels, den mathematischen Formeln der Spieltheorie John Nashs, die weit mehr sind als Klang, Farbe, Logik – sie üben eine hypnotische Wirkung aus.“

PerspektivWechsel

Im Hochsprung hat es auch schon mal einen gewaltigen Ruck, einen kreativen Perspektivwechsel gegeben. Wir haben in der Unterstufe noch die Hochsprunglatte im Scherensprung oder im Rollsprung überwunden. Eines Tages kam der Amerikaner Dick Fosbury mit einer völlig neuen Technik, dem Flop, mit dem er 1968 bei den olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann. Der Springer läuft beim Anlauf eine Kurve, dreht beim Absprung oder in der Steigephase den Rumpf und überquert die Latte rücklings. Also begannen wir im Sportunterricht auch damit und es klappte tatsächlich nach einiger Übung, die Latte deutlich höher zu legen. Endgültig setzte sich der Fosbury-Flop-Stil nach 1980 bei allen Springern durch.

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Das erinnert mich jetzt an den Lehrer im Film „Club der toten Dichter“, der die Schüler aufforderte, auf die Tische zu steigen. Damit wollte er darauf hinweisen, dass es immer mehr Perspektiven gibt, als wir dies im Alltag glauben bzw. leben.

Was können wir von Messi lernen?

Was können wir davon lernen, was Messi anders macht? Wir können unsere Abläufe auch einmal verlangsamen und schauen, ob es nicht andere, neue Wege gibt. Hierbei erscheint mir das kurze Innehalten, die Verlangsamung wichtig. Wir können versuchen, unseren Ball im Alltag etwas anders zu bewegen, neues auszuprobieren. Hierbei hilft es, wenn wir uns in eine spielerisch kindliche Verfassung begeben. Einer der gegenwärtig führenden Hirnforscher, Gerald Hüther, macht uns hier großen Mut. Der alte Spruch „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ stimmt nämlich nicht mehr. Auch der ältere Mensch kann noch sehr gut Neues lernen. Vor allen Dingen dann, wenn es ihm gelingt, die Begeisterung eines Kindes in sich wieder zu beleben.

Kleiner Exkurs zur aktuellen Hirnforschung.

Prof. Dr. Gerald Hüther: „Leider können sich Erwachsene nur vereinzelt an ihre ersten Kindheitserlebnisse erinnern. Erinnern an dieses Glücksgefühl, mit dem sie sich als kleines Kind auf den Weg gemacht haben, die Welt zu entdecken. Sie können sich kaum entsinnen an diese unglaubliche Offenheit, Gestaltungslust und Entdeckerfreude. Sie haben nur eine getrübte Vorstellung von dieser den ganzen Körper durchströmenden Begeisterung über sich selbst und über all das, was es damals zu entdecken und zu gestalten gab. Wären diesen Erinnerungen präsenter, wären viele Sorgen, Probleme und Nöte des Erwachsenseins gar nicht existent.

Leider ist vielen Erwachsenen genau das, weitgehend verloren gegangen was einem Kind die pure Lebensfreude vermittelt: die Begeisterung. Zwanzig bis fünfzig mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet. Diese Botenstoffe bringen nachgeschaltete Nervenzellverbände dazu, verstärkt bestimmte Eiweiße herzustellen. Diese werden für das Auswachsen neuer Fortsätze, für die Bildung neuer Kontakte und für die Festigung und Stabilisierung all jener Verknüpfungen gebraucht, die im Hirn zur Lösung eines Problems oder zur Bewältigung einer neuen Herausforderung aktiviert worden sind. Das ist der Grund, warum wir bei all dem, was wir mit Begeisterung machen, auch so schnell immer besser werden. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft. So werden all jene Stoffe produziert, die für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht werden. So einfach ist das: Das Gehirn entwickelt sich so, wie und wofür es mit Begeisterung benutzt wird.“

Begeisterung ist der beste LehrMeister

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Wann begeistern wir uns für etwas? Immer dann, wenn es für uns im besonderen Maße bedeutsam ist. Für Leonil Messi war Fußball schon in jungen Jahren sehr bedeutsam. Der Fußball ließ ihn, dessen Wachstum sich mit 13 Jahren auf 1.40 m eingefroren hatte, wachsen.

„Als er 13 Jahre alt war, wanderten seine Eltern mit ihm und drei Geschwistern nach Barcelona aus, um der argentinischen Wirtschaftskrise zu entkommen und die weitere Behandlung seiner Hormonstörung zu ermöglichen, deren Kosten sich auf etwa 900 Dollar pro Monat beliefen. Messi litt an einer Wachstumsstörung (Somatotropinmangel), sodass er mit 13 Jahren kaum 1,40 m groß war. Nachdem er wegen seiner geringen Körpergröße und den für lokale Verhältnisse hohen Behandlungskosten in bekannten argentinischen Mannschaften nicht aufgenommen worden war, wandten sich seine Eltern an den FC Barcelona. Bei einem Probetraining war der damalige Jugendtrainer des FC Barcelona so begeistert vom Talent Messis, dass er diesen sofort einen Vertrag auf einer Serviette unterschreiben ließ. Der FC Barcelona zahlte ein Einstiegsgehalt von 600 Euro und übernahm die Therapiekosten. Er wurde ab 2000 in der Jugendmannschaft des FC Barcelona eingesetzt. In seinem ersten Spiel schoss er fünf Tore, in seiner ersten Saison erzielte er in 30 Spielen 35 Treffer. Seit der Saison 2004/05 steht er im Aufgebot der ersten Mannschaft des FC Barcelona.“ (Quelle: Wikipedia)

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Wenn Maradona feststellt: „Messi spielen zu sehen ist besser als Sex.“ dann ist das durchaus originell. Er greift damit die These von der Verschmelzung auf.

Kontakt zum „inneren Kind“ aufnehmen und nutzen.

Wichtiger finde ich die Erkenntnis, dass wir, um Außergewöhnliches leisten zu können, einen direkten und guten Kontakt zu unserem „inneren Kind“ haben sollten. So wie es der Hirnforscher Hüther mit der Begeisterungsfähigkeit beschreibt. Einstein war unter seinen wirren weißen Haaren, immer mal wieder das spielende Kind, das nach den Perlen fischen konnte. Der argentinische Poet Hernan Casciari fasst das in das einfache Bild: „Messi will das Tor, er will den Ball, er will nur spielen. Wie ein Hund.“ Messi ist wie ein Hund.“

Wenn wir Messi nachahmen wollen, müssen wir werden, wie die Kinder und dies in die Welt der kompetenten Erwachsenen transformieren. Das gilt natürlich überall. Nicht nur im Fußball.

Nachspiel

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Ge(h) – Lassen – Heit(erkeit), Begeisterung & EntfaltungsWille: das sind nicht nur Messis Geheimnisse. Unser Gehirn entwickelt sich so, wie wir es benutzen! “Das Leben meistert man lächelnd – oder gar nicht.” (chin. Sprichwort)

(08. Juni 2015)

„Ich kann heute wahrscheinlich so schwer gelassen sein, weil man mich früher nicht gelassen hat!“ – das sagte mir neulich eine Patientin. Am meisten lerne ich heutzutage übrigens von und durch meine Patienten & Klienten. Aber nun mal kurz zum WUNDERspieler, dem 5fachen WeltFußballer Lionel Messi. Das ist übrigens KEIN FußballArtikel. Das schicke ich nur vorweg, weil sonst zu viele Scheuklappen fallen. Ich fange nur beim gestrigen Champions-League-Finale an. Hierzu hatte ich im Vorfeld angekündigt, das Geheimnis des kleinen zurückhaltenden, fast schmächtigen Argentiniers zu lüften.

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Witz: Warum kommt Messi meistens zu spät auf den Platz? Weil er seinen Spinnt noch aufräumen muss. (HaHaHa)

Er ist ein Ausnahmespieler. Das mussten vor allen Dingen die BayernSpieler neidlos, mancher neidvoll anerkennen, als er sich im Halbfinale in der 77sten Minute den Ball schnappte und so etwas von einfach und selbstverständlich alle Verteidiger stehen ließ und das erste Tor des Spieles schoss. Nur drei Minuten später lupfte dieser kleine Mann von knapp 1Meter69 den Ball über den riesigen Welttorhüter Manuell Neuer, dass allen nur noch der Mund offen stand. Nach meiner Einschätzung ist sein Geheimnis, seine Kunst: Gelassenheit & SpielFreude. Das führe ich jetzt ein wenig aus, indem ich einen kleinen Ausflug zur modernen Hirnforschung mache. Hierbei orientiere ich mich an dem Vortrag „Gelassenheit hilft: Anregungen für Gehirnbenutzer“ von Prof. Dr. Gerald Hüther.

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Noch einmal kurz zu: Lionel „Leo“ Andrés Messi Cuccittini (* 24. Juni 1987 in Rosario) ist ein argentinischer Fußballspieler, der auch die spanische Staatsangehörigkeit besitzt. Messi spielt seit seinem 14. Lebensjahr für den FC Barcelona. Mit 24 Jahren wurde er Rekordtorschütze des FC Barcelona, mit 25 der jüngste Spieler in der Liga-Geschichte, der 200 Tore erzielte. Derzeit ist Messi Rekordtorschütze der Primera División und der UEFA Champions League. 2009 wurde er zu Europas Fußballer des Jahres und von 2009 bis 2012 viermal in Folge zum Weltfußballer des Jahres gewählt. Mit dem FC Barcelona gewann er unter anderem siebenmal die spanische Meisterschaft und zweimal die Copa del Rey. Mit nun fünf Erfolgen hält er den Rekord der meisten Champions-League-Titel. Er ist Kapitän der argentinischen Nationalmannschaft. (Quelle: Wikipedia)

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Insider wissen ja vielleicht, dass er in seiner Kindheit und Jugend unter einer hormonellen Wachsstumsstörung (Somatotropinmangel) litt. Mit 13 Jahren war er kaum 1Meter40 groß. Seine Eltern wanderten mit ihm und seinen drei Geschwistern nach Barcelona aus, um seine weitere Hormonbehandlung zu ermöglichen, deren Kosten sich auf etwa 900 Dollar pro Monat beliefen. Nachdem er wegen seiner geringen Körpergröße und den für lokale Verhältnisse hohen Behandlungskosten in bekannten argentinischen Mannschaften nicht aufgenommen worden war, wandten sich seine Eltern an den FC Barcelona. Bei einem Probetraining war der damalige Jugendtrainer des FC Barcelona so begeistert vom Talent des kleinen Jungen, dass er diesem sofort einen Vertrag auf einer Serviette unterschreiben ließ. Der FC Barcelona zahlte ein Einstiegsgehalt von 600 Euro und übernahm die Therapiekosten. Dann klappte es mit dem Wachstum und der Entfaltung des fußballerischen Talents des kleinen Lionel. M.E. hatte er hier optimale Entfaltungsbedingungen.

Club Carpe

Der Rückhalt seiner Barca-Familie, die er bisher übrigens noch nie verlassen hat, machte ihn einerseits sicher und gelassen. Man zahlte ihm natürlich auch immer ein angemessenes Gehalt (2014 waren es 20 Millionen € im Jahr). Andererseits ließ man diesem FußballGenie auch den nötigen FreiRaum zum Spielen. Er konnte und kann sich mit kindlicher Begeisterung entfalten. Auch heute macht kaum ein Trainer den Fehler, ihn allzu starr auf eine Spielerposition oder eine Spielfeldregion festlegen zu wollen. Solchen Menschen muss man einfach vertrauen, dass sie wissen, wo, wann und wohin sie sich bewegen. Dann klappt das auch mit den Toren. Er muss sie nicht immer selbst schießen. Es reicht ja, wie gestern, wenn er die Vorlagen gibt oder den Raum für seine Mitspieler öffnet.

Kopernikus, Darwin und Freud sahen die Welt in Bewegung, evolutionärer EntWicklung und im unbewussten Fluss. Das ist heute noch lange nicht überall richtig angekommen!

Schwarmintelligenz versus Elitewissen – Plastizität versus Stagnation

Unser Gehirn entwickelt sich so, wie wir es benutzen!

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich – neben meiner Tätigkeit als Psychologischer Psychotherapeut – ein wenig mit dem Thema Hirnforschung. Hier bin ich fasziniert, wie sich u.a. auch die frühen Annahmen Sigmund Freuds mit Hilfe von bildgebenden Verfahren, wie Kernspin- oder Magnetresonanztomographie, nachweisen lassen. Als Praktiker sehe ich die Bestätigung in meinem beruflichen und privaten Alltag. Die Forschung, wie sich das Gehirn, unser wichtigstes Organ, optimal nutzen und entfalten lässt, begeistert mich zunehmend.

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Unser Gehirn passt seine innere Struktur und Organisation an die Art und Weise seiner Benutzung an. Konservative Wiederholer, die immer wieder auf die gleiche Weise denken, fühlen und handeln, strukturieren und programmieren ihr Hirn so, dass sie bald gar nicht mehr anders Denken, Fühlen und Handeln können. Hier besteht die Gefahr darin, dass wir uns vom kurzfristigen Erfolg blenden bzw. stilllegen lassen. Je erfolgreicher wir über längere Zeit mit unseren Denk- und Verhaltensmustern vorankommen, desto größer ist die Gefahr, dass aus den dabei immer wieder benutzten neuronalen Bahnen, im Hirn so etwas wie Autobahnen werden. Die können wir später immer schwerer verlassen. Hier gilt der alte Spruch: wer rastet, der rostet. Wie können wir uns denn verändern, Neues lernen und innovative Lösungen finden?

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Herbert Grönemeyer, die Bibel und Picasso haben Recht:

Kinder an die Macht!

Wir können und müssen von den Kindern lernen. Als wir noch Kinder waren konnten wir uns noch so für viele Dinge begeistern. So doll, dass ein Glücksgefühl unseren ganzen Körper durchströmte. Das war eine unglaubliche Entdeckungs- und Gestaltungslust. Glücksgefühle, mit denen wir uns als kleine Kinder aufmachten, die Welt zu entdecken und zu erobern. Mit 2,5 Jahren sind wir auf dem Höhepunkt der Welteroberung. Werden wir hier übrigens massiv gedemütigt und verunsichert, können wir sogar eine Borderline Störung entwickeln. Leider haben viele Erwachsene diese pure Lebensfreude, diese Begeisterung weitgehend verloren.

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„Zwanzig bis fünfzig Mal am Tag erlebt ein Kleinkind einen Zustand größter Begeisterung. Und jedes Mal kommt es dabei im Gehirn zur Aktivierung der emotionalen Zentren. Die dort liegenden Nervenzellen haben lange Fortsätze, die in alle anderen Bereiche des Gehirns ziehen. An den Enden dieser Fortsätze wird ein Cocktail von neuroplastischen Botenstoffen ausgeschüttet.

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Diese Botenstoffe bringen nachgeschaltete Nervenzellverbände dazu, verstärkt bestimmte Eiweiße herzustellen. Diese werden für das Auswachsen neuer Fortsätze, für die Bildung neuer Kontakte und für die Festigung und Stabilisierung all jener Verknüpfungen gebraucht, die im Hirn zur Lösung eines Problems oder zur Bewältigung einer neuen Herausforderung aktiviert worden sind. Das ist der Grund, warum wir bei all dem, was wir mit Begeisterung machen, auch so schnell immer besser werden. Jeder kleine Sturm der Begeisterung führt gewissermaßen dazu, dass im Hirn ein selbsterzeugtes Doping abläuft. So werden all jene Stoffe produziert, die für alle Wachstums- und Umbauprozesse von neuronalen Netzwerken gebraucht werden.

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So einfach ist das: Das Gehirn entwickelt sich so, wie und wofür es mit Begeisterung benutzt wird.“ (G. Hüther)

So werden immer wieder neue Verknüpfungen im Hirn geschaffen, die bei Aktivierung immer an die ursprüngliche Begeisterung als Auslöser der Neubildung erinnern. Auf diese Art und Weise bilden sich viele, voneinander unabhängige und entfernt voneinander liegende Netzwerke an Nervenzellen, die die Gehirne begeisterungsfähiger und neugieriger Menschen charakterisieren. In der Magnetresonanztomographie (MRT) können wir sehen, dass bei kreativen Menschen viel im Gehirn los ist, wenn es um Problemlösungen geht. Kreative können sehr viele, sehr verschiedene und bisher voneinander getrennt abgelegte Wissens- und Gedächtnisinhalte gleichzeitig wachrufen, was zu neuen und sehr befriedigenden, bestärkenden Erfahrungen führt. Sollte es aber nicht gelingen, die notwendige Begeisterung zu wecken, kommt es nicht zu dieser Wirkung. Denn „das Gehirn entwickelt sich erst dann gut vernetzt und produktiv, wenn man es mit Begeisterung nutzt“ (G. Hüther)

Vom AutofahrerModus

Scheuklappen sind der größte Feind, um brauchbare Gedanken fassen und umsetzen zu können.

Autofahrer, Wissenschaftler und Verkäuferinnen schauen häufig weniger nach rechts oder links, sondern oft nur stur geradeaus. Beifahrer haben da mehr Möglichkeiten, sie können sich die Landschaft anschauen, und der Musik lauschen. Sie sind nicht so fokussiert, nicht so hochgradig zielorientiert.

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Scannt man einem Rennfahrer beispielsweise das Hirn, wenn er gerade sehr zielstrebig auf der Piste unterwegs ist, dann sind nur wenige Hirnregionen im Einsatz. Das wird heutzutage tatsächlich in Simmulationsanlagen überprüfbar. Scannt man zum Vergleich das Hirn eines Beifahrers, dann sehen wir, dass viel mehr Netzwerke im Hirn aktiv sind. Gelassen sitzt der Beifahrer da. Es geht erst richtig ab im Hirn, wenn man etwas anderes wahrnimmt, als nur die Straße. Da geht das Licht im Hirn erst richtig an. Wenn man noch etwas träumen und seinen Gedanken freien Lauf lassen kann.

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Wenn noch nicht feststeht, wie das Ergebnis sein soll. In diesem voraktivierten Zustand des Hirns sind viele unterschiedliche Netzwerke gleichzeitig aktiv. Dann kann manchmal das Wunder gelingen, dass man Dinge zusammenbringt, die man im AutofahrerModus nicht zusammenbringen kann.

Sigmund Freud forderte vom Analytiker die Verfassung der „freischwebenden Aufmerksamkeit“. Auch das ist ein Grund, weshalb er die COUCH zur psychotherapeutischen Behandlung einführte. Da können Analytiker und Analysand freier assoziieren.

Haupt- und Nebenwege sind wichtig.

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Umwege verbessern die Ortskenntnis.

Wir brauchen die GELASSENHEIT, um zu neuen kreativen Lösungen kommen zu können. Dies mache ich mir und meinen Klienten immer am Bild „Haupt- und Nebenwege“ von Paul Klee deutlich. Manchmal ist es besser auf der Autobahn zu fahren, manchmal aber auch belebender auf den kleinen Landstraßen umherzucruisen. Wer mal im Kölner Museum Ludwig ist, sollte sich mal eine Weile vor dieses tolle Bild stellen. Mein LieblingsBild 🙂

Kurzer Witz zwischendurch.

Die Geschichte der gestressten Hausfrau, die ihren Einkaufszettel vergessen hat. Sie kann noch so angestrengt darüber nachdenken, was ihr noch fehlen könnte, sie kommt einfach nicht drauf. Sie ist also im fokussierten AutofahrerModus. Dann geht sie zurück durch den Park. Hier begegnet ihr nicht der Wolf, aber ein Exhibitionist, der seinen Mantel öffnet … und da fällt es ihr, wie man so schön sagt, wie Schuppen von den Augen: stimmt, ich wollte doch noch Shrimps kaufen! Einerseits ein Witz, andererseits ein gutes Beispiel, wie unser Hirn funktioniert, wenn wir etwas locker lassen. Wenn wir unserem Hirn nicht schon die Autobahn vorgeben. Wenn wir nicht nur immer auf dem kürzesten Weg von A nach B hetzen. Dann kommt es zu Verbindungen, an die wir vorher unter Umständen nie bewusst gedacht hätten.

Warum aber sind wir so verdammt stur? Wir wissen doch, dass es gelassener viel schöner und erfolgreicher sein könnte. Eigentlich haben wir kein Wissens- oder Erkenntnisproblem. Wir haben ein Umsetzungsproblem!

Mut3

Neue Lösungen brauchen Gelassenheit,

um unterschiedliche Dinge zu fokussieren, um die Dinge anders zu betrachten. Erst dadurch haben wir die Möglichkeit, unterschiedliche Aspekte neu miteinander zu verknüpfen Damit unser Gehirn gut arbeiten kann, müssen wir uns von dem, was wir zu wissen glauben, distanzieren.

Wir haben kein hirntechnisches Problem, wir haben ein Begeisterungsproblem, sagt Gerald Hüther.

FILMBILD / T: Club der toten Dichter, Der / Dead Poets Society D: Dylan Kussman, Allelon Ruggiero, James Waterston, Robin Williams, Robert Sean Leonard R: Peter Weir P: USA J: 1988 PO: Szenenbild RU: Drama DA: , - Nutzung von Filmszenebildern nur bei Filmtitelnennung und/oder in Zusammenhang mit Berichterstattung über den Film.

FILMBILD / T: Club der toten Dichter, Der / Dead Poets Society D: Dylan Kussman, Allelon Ruggiero, James Waterston, Robin Williams, Robert Sean Leonard R: Peter Weir P: USA J: 1988 PO: Szenenbild RU: Drama DA:

In unserem Hirn ist zum Zeitpunkt der Geburt ca. ein Drittel mehr Potential, als wir brauchen.

Wir müssen nicht dafür sorgen, dass es mehr wird, sondern wir müssen verhindern, dass es wegschrumpelt.

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Wenn wir Lernen mit Gefühl koppeln und dabei noch Begeisterung entwickeln, dann können wir auch im hohen Alter noch lernen. Der Satz: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ ist nämlich Quatsch. Er stammt aus einer stagnierenden Weltsicht. Auch in der Schule sollte unser Hauptaugenmerk darauf liegen, dass wir den jungen Menschen vermitteln, dass es Spaß macht, die Welt zu entdecken.

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In ihrem Frontalhirn, da wo die Menschen ihre Erfahrung abspeichern, im Frontallappen, haben die Deutschen einen Jammerlappen (frei nach Eckhart von Hirschhausen).

Haltung entwickeln. Potentiale-Entfaltungs-Haltung sollten wir fördern. Häufig ist das Gegenteil der Fall. Wenn Lernprozesse mit negativen Gefühlen gekoppelt sind.

Beim mittelalten Menschen liegt für den Lehrer oder die Führungskraft der Einflußnahme-Schlüssel darin, dass wir ihn: einladen, ermutigen, inspirieren, noch einmal zu zeigen, dass er etwas kann. Wieder Anschluss an das Wachstumsgefühl der Kindheit bekommen. In der Kindheit gehörten wir noch dazu. Wir konnten auch noch etwas machen.

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Also:Entfaltungshaltungen & Neugier wecken.

Leider sieht der Alltag häufig anders aus. Da machen Viele die Erfahrung, dass es immer nicht reicht. Enge Haltungen wie Neid, Misstrauen, Eifersucht etc. sind die Krebsgeschwüre der Lebendigkeit. Abwerten, entmutigen etc. führt einen in einen Teufelskreis. Dauerstress fürs Hirn. Wenn Grunderwartungen immer wieder frustriert werden. Dann entwickelt der Mensch eine unproduktive Abwehr, um sich das Leid zu mildern: sich bereits vorauseilend als Versager sehen, dass man nicht gebraucht, nicht gesehen wird. Erwartungshaltung: „das hab ich doch sofort gewusst!“ dann tut es nicht mehr so weh. Das führt zu Bahnungen im Hirn, wie uns die Neurologen bestätigen. Hier bauen sich „negative Netzwerke auf“.

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Lehrer & Führungskräfte aufgepasst: „Supportives Leadership“ ist angesagt.

Das ist kein neuer Führungs-Stil, keine Technik. Hier geht es um eine Haltung. Man muss in den Menschen etwas sehen, was einem bedeutsam erscheint. Wer Mut machen will, darf selbst nicht zu viel Angst haben. Wenn wir selbst nicht begeistert sind, werden wir auch keinen inspirieren. Da hilft uns auch kein DoktorTitel. Robin Williams hat dies als Lehrer im „Club der toten Dichter“ gut vorgelebt.

Club

Die Haltung bestimmt darüber, wie wir unser Hirn nutzen!

Das Klima, der Geist in einer Gemeinschaft, einer Fußballmannschaft, einer Firma bestimmen darüber, welche Erfahrungen möglich sind und welche Haltungen wir entwickeln können.

Gefahr: An die Stelle des potentiellen EntfaltungsGeistes tritt der VerwaltungsGeist. Hieraus entsteht eine Haltung, dass es auf mich als Individuum nicht mehr ankommt. Dann schläft kreatives Potential ein. Also: Ressourcennutzungsstrategien alleine helfen uns nicht mehr weiter. Probleme werden dann größer.

Albert Schweitzer

Hier hilft Albert Schweitzer weiter:

„Das Heil der Welt liegt nicht in neuen Maßnahmen, sondern in einer anderen Gesinnung.“

In anderen Artikeln, z.B. über Einstein, habe ich diese Sichtweisen auch schon ausgeführt.

Geld? Kann jeder! – Plädoyer für Kreativität & Schweiß – – Money? Can anyone! – Plea for more creativity

FußFall – ZuFall? Auch Götter können ausrutschen!

Die Psyche entscheidet – Äpfel vom goldenen Baum

Plädoyer für das Ungefähre – Wenn Einstein immer pünktlich zum Mittagessen gekommen wär, …

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Plädoyer für das VorUrteil.

Von der Größe im Kleinen – Zwerg Oskar als Selbstanteil des Großen Günter Grass

Kleine Werbung für das teuflischGute Paradox Denken in 2D: – Entweder Heilig oder Teuflisch? Denken in 3D: – Aufsteigen durch Fallen! Vom Himmel durch die Welt zur Hölle.

Geld schießt keine Tore. – SelbstBewußtsein schon!

Psychologisch quergedacht: Gewalttätige Hooligan-Demo in Köln. 26.10.14 Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern?

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Messi Cirro

 

2 Kommentare

  1. Wunderbar, lieber Hans. Einen Hauch davon konnte ich gerade heute wieder erleben. Unser kleiner Enkel, er wir im April zwei Jahre alt, hat uns mal wieder besucht. Die „Erwachsenen“ saßen zu zusammen und unterhielten sich. Wir zwei, Opa und Basti, sind lieber ins „Abenteuerland“ gegangen, haben ganz viel ausprobiert und dann haben wir getanzt (!). sehr experimentell und fast synchron. Wir haben uns dabei total gehen lassen und waren ausgelassen und beide völlig begeistert. Der Kleine war anschließend so geschafft, dass er mal wieder auf meinem Arm eingeschlafen ist. Für mich muss er weder ein neuer Messi noch ein neuer Einstein werden. Nur diese unbändige Freude und Lebenslust, die möchte ich ihm erhalten. Und damit auch seine derzeit noch stabile Verbindung zu seinem Unterbewussten. Denn ich weiß selbst, wie gut das tut und wie hilfreich das ist.

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    1. Danke lieber Michael! Ich finde das großartig, wie Du Dich mit Deinem Enkel mitbewegst. Heutzutage nennt man das eine „Win-Win-Begegnung“

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