30 Jahre auf gemeinsamer Reise – 300. Blogbeitrag WW – Silberhochzeitsreise H&M – 100 Jahre Oktoberrevolution – Bild-Impressionen unserer Russlandreise – St. Petersburg – Moskau – (WehrWolter – ww 300 – Hans Wolter)

In Russland ist man sich heute nicht einig, ob man den 100. Jahrestag der Revolution feiern soll. Meike und ich waren uns im Mai allerdings schon einig, dass wir unseren 25. Jahrestag gebührend feiern wollten. Wir haben schon viel gesehen von der Welt. Aber Russland war bisher ein weißer Fleck auf unserer Welteroberungskarte. Also machten wir uns auf nach St. Petersburg und fünf Tage später, am 30. Mai 2017, also genau an unserem Hochzeitstag ging es mit dem Schnellzug weiter nach Moskau. Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, mein geplantes Reisetagebuch zu veröffentlichen. Heute nutze ich den Schwung des beginnenden Frühlings, um zumindest eine kleine Bild-Dokumentation vorzustellen. Aber zunächst noch einmal zurück in die Vergangenheit, in das Jahr 1917.  100 Jahre später tut sich Russland schwer mit der Bewertung der Revolution, bei der die relativ kleine Gruppe der radikal linken Bolschewiki unter Lenin am 7. November 1917 den Umsturz durchführte. Es nannte sich Oktoberrevolution, weil zu dieser Zeit in Russland der julianische Kalender galt, bei dem das Ereignis auf den 25. Oktober datiert war.

Im Folgenden zitiere ich ein Beitrag von Wolfram Neidhard in Auszügen, der am 07. November in ntv veröffentlicht wurde.

„Wladimir Putin will den 100. Jahrestag der Oktoberrevolution am liebsten ignorieren. Er ist der Meinung, dass Revolutionsführer Lenin das russische Volk gespalten habe. Dabei war das Ereignis für das 20. Jahrhundert von historischem Rang.

Die Oktoberrevolution in Russland des Jahres 1917 war in den Staaten des „real existierenden Sozialismus“ ein wichtiger Termin, der bis zum politischen Umbruch 1989/1990 alljährlich gefeiert wurde. Mit viel Pathos wurden Reden gehalten. Die Führer des von der Sowjetunion beherrschten Ostblocks ließen sich feiern, sie beschworen die weltgeschichtliche Bedeutung dieser Revolution als Sieg über das kapitalistische System. Die Rolle von Revolutionsführer Wladimir Iljitsch Lenin wurde ausgiebig gewürdigt. Auf dem Roten Platz in Moskau gab es dazu eine pompöse Militärparade vor den führenden Funktionären der KPdSU. In der DDR nahm das „Große Sozialistische Oktoberrevolution“ genannte Ereignis im Geschichtsunterricht einen so breiten Raum ein, dass für Erörterungen anderer wichtiger historischer Prozesse nur noch wenig oder mitunter sogar keine Zeit blieb.

Russlands Präsident Wladimir Putin, der sich vom Kommunisten zum Nationalkonservativen gewandelt hat, hat ein distanziertes Verhältnis zu Lenin. Er wirft dem Revolutionsführer vor, Russland in einen Bürgerkrieg gestürzt zu haben, an dem auch ausländische Mächte beteiligt waren. Es sei Lenins Politik gewesen, die das russische Volk gespalten und weite Teile des Landes verwüstet habe, so der Staatschef. Aus völlig eigennützigen Gründen – denn er fürchtet derzeit nichts mehr als Unruhen gegen sein Machtsystem – ruft Putin die Russen zur Besonnenheit auf. „Selbst die schärfste Polemik sollte auf Fakten und Dokumenten, auf einer respektvollen Beziehung zur Vergangenheit beruhen“, schreibt er den Teilnehmern von Gedenkveranstaltungen ins Stammbuch: „Die turbulenten und dramatischen Ereignisse des Jahres 1917 sind ein untrennbarer, schwieriger Teil unserer Geschichte.“ Auf der negativen Seite stehe die „Zerstörung von Staatlichkeit“ und von „Millionen menschlicher Schicksale“, positiv sei ein „gewaltiger Impuls“ gewesen, von dem vor allem der Westen profitiert habe.

Die Oktoberrevolution habe stattgefunden, weil „die Seele Russlands krank“ war, sagte Michail Gorbatschow, unter dem die kommunistische Weltmacht UdSSR zerbrochen und untergegangen war. Für ihn kam der Umsturz „aus der Tiefe des Landes“. Als KPdSU-Generalsekretär hatte Gorbatschow sich gegen die im Zusammenhang mit der Oktoberrevolution verwendeten Begriffe „Umsturz“ und „Putsch“ gewehrt. Während er das Terrorregime von Josef Stalin an den Pranger stellte, verteidigte Gorbatschow noch eine geraume Zeit die Verdienste Lenins, obwohl bereits unter ihm Millionen Menschen getötet wurden. Erst später sollte er Lenin abschwören und sich als Sozialdemokrat bekennen.

Doppelherrschaft in Petrograd

„Eine revolutionäre Situation gibt es dann, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen“, sagte Lenin. Diese Situation war 1917 in Russland zweifelsohne vorhanden. Zar Nikolaus II. war bereits durch die Februarrevolution gestürzt worden. Er, der dunklen Gestalten wie den Wanderprediger Grigori Rasputin am Hof mitmischen ließ, war mit der Situation seines Riesenreichs völlig überfordert gewesen. Doch auch die Provisorische Regierung bekam die Situation nicht unter Kontrolle. Radikale Kräfte setzten auf die Arbeiter- und Soldatenräte (Sowjets), die als alternative Machtorgane vor allem in Petrograd (ehemals Sankt Petersburg) und anderen großen Städten installiert worden waren. Es gab die Doppelherrschaft – ein politisches Patt, das im Herbst gewaltsam aufgelöst wurde. Lenin, der im April mit deutscher Hilfe aus der Schweiz nach Russland zurückgekehrt war, erklärte, er wolle die auf die Sowjets gestützte Macht übernehmen. In seinen „Aprilthesen“ verweigerte er jegliche Zusammenarbeit mit der Provisorischen Regierung. Stattdessen verlangte Lenin eine Enteignung des Großgrundbesitzes, eine sozialistische Kontrolle über die Industrie und eine Verstaatlichung des Bankensystems.

Die Provisorische Regierung hatte keine Chance. Im Inneren stand sie den Sowjets gegenüber. Im Äußeren übten die mit Russland verbündeten Entente-Mächte Großbritannien und Frankreich großen Druck auf sie aus, nicht aus dem Ersten Weltkrieg auszusteigen. Die Regierung unter dem Sozialrevolutionär Alexander Kerenski war nicht bereit, große russische Gebietsverluste zu Gunsten des kaiserlichen Deutschlands in Kauf zu nehmen und startete eine große Offensive gegen die Mittelmächte, die aber im Juli zusammenbrach. Die Situation spitzte sich weiter zu, zumal General Lawr Kornilow sich auf Betreiben Kerenskis bereiterklärt hatte, Ende August/Anfang September gewaltsam gegen die Sowjets vorzugehen. Allerdings verfolgte der General wohl auch ein eigenes Ziel – die Absetzung der Kerenski-Regierung und die Errichtung einer Militärdiktatur. Der Kornilow-Putsch scheiterte, die Bolschewiki erfuhren einen Machtzuwachs, sie beherrschten die wichtigsten Petrograder Sowjets. Der Weg zum Umsturz war frei.

Ein Sturm, der keiner war

In der Nacht zum 25. Oktober (7. November) begann der Aufstand, dem die Provisorische Regierung nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Die Kerenski-Regierung wurde durch ein bolschewistisches Regime ersetzt. Es war nicht der propagierte große Sturm auf das Winterpalais. Das große Tor mit dem Eisengitter, das die roten Matrosen in Sergej Eisensteins Film „Oktober“ von 1927 stürmen, führte nicht zum Inneren des Palastes, sondern zu den Pferdeställen und Kutschen. Die Machtübernahme der Bolschewiki erfolgte sehr unauffällig. Die Wachen übten keinen Widerstand aus und übergaben ihre Waffen.

Russische Historiker der Gegenwart sprechen von keiner Revolution, sondern lediglich von einem Staatsstreich, organisiert von der radikalen Gruppe um Lenin und Leo Trotzki. Auch der vom Panzerkreuzer „Aurora“ abgegebene Platzpatronenschuss soll sich aus Versehen gelöst haben. Die meisten Petrograder Bürger erfuhren über die Geschehnisse erst durch die Zeitung. Das Leben in Petrograd verlief nach der Umsturznacht relativ unspektakulär.

Die Bolschewiki standen vor sehr schwierigen Entscheidungen. Die größte Klasse Russlands, die Bauernschaft, musste mit ins Boot geholt werden. Zudem stellten vorrückende deutsche Truppen eine ernsthafte Gefahr für die neuen Machthaber dar. Bereits am 26. Oktober (8. November) erließ der Zweite Allrussische Sowjetkongress die Dekrete über den Frieden und den Grund und Boden. Im November fanden noch die Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung statt, bei der die Bolschewiki lediglich 175 von 703 Sitzen errang. Die Versammlung wurde gleich in der ersten Sitzung im Januar 1918 aufgelöst. Rote Garden verbarrikadierten das Gebäude. „Es ist nicht nötig die konstituierende Versammlung zu zerstreuen: Lasst sie einfach solange schwatzen wie sie wollen und es beenden und morgen lassen wir keinen einzigen mehr rein“, sagte Lenin.

Lenin gelang ein, wenn auch schmerzhafter, Friedensschluss mit Deutschland. Allerdings verlor Russland durch den im März 1918 geschlossenen Vertrag von Brest-Litowsk ein Drittel seiner Bevölkerung, ein Drittel seiner Agrarfläche und 50 Prozent seiner Industriebetriebe. Der Historiker Jörg Friedrich charakterisierte Lenin so: „Er war – das ist Hauptbestandteil seiner Größe – von den ganzen Marxisten und Sozialisten des Kontinents so gut wie der einzige, der völlig unpatriotisch war.“ Tatsächlich waren Grenzen für Lenin entbehrlich, glaubte er doch an die Weltrevolution. Nur blieb diese aus, obwohl der Funke zeitweise nach Deutschland und in andere Länder übersprang.

Straflager, Massenmorde, Zwangskollektivierung

Den Bolschewiki gelang es zunächst nicht, das Land zu befrieden. Kein Wunder, denn sie wollten keine bürgerliche Demokratie, sondern die Diktatur des Proletariats. Millionen Menschen kamen durch einen jahrelangen Bürgerkrieg gegen die sogenannten Weißen, die von ausländischen Truppen unterstützt wurden, ums Leben. Viele Bauern starben in Folge des Kriegskommunismus‘ einen grausamen Hungertod, weil ihre Produkte gewaltsam eingezogen wurden. Ganze Dörfer wurden zerstört. Nach Ansicht des Historikers Karl Schlögel „war damit die soziale Basis des alten Russlands beseitigt“. Das Regime der Sowjetunion – sie wurde erst Ende 1922 gegründet – blieb laut Schlögel bis zum Ende des Staates nur eines mit schwacher Legitimation.

Denn zur Geschichte zur UdSSR gehörten Straflager und Massenmorde. Dazu die Enteignung der Bauern während der 1929 einsetzenden Zwangskollektivierung unter Stalin, die wieder Millionen Todesopfer forderte. Dazu kam eine mit aller Macht durchgesetzte Industrialisierung. Dem folgten die politischen „Säuberungen“ der 1930er-Jahre. Schlögel dazu: „Leute machten Karriere auf den Gräbern der Vorgänger, die aus dem Weg geräumt waren.“

Nicht zu vergessen sind die zwei Millionen Menschen, die kurz nach dem Oktoberumsturz 1917 Russland den Rücken kehrten und ins westliche Ausland emigrierten. Darunter waren viele Intellektuelle, die sich nicht den bolschewistischen Machthabern anpassen wollten, die keine neuen Sowjetbürger werden wollten.

Der Schriftsteller Maxim Gorki hat seine eigene Meinung von Lenin: „Man muss verstehen, dass Lenin kein allmächtiger Zauberer, sondern ein kaltblütiger Gaukler ist.“ Zu den Ereignissen vom Herbst 1917 sagt er: „Eine Revolution ist nur dann vernünftig und großartig, wenn sie der natürliche und machtvolle Ausbruch aller schöpferischen Kräfte eines Volkes ist. Wenn sie jedoch nur jene Gefühle und Gedanken befreit, die sich im Volk während seiner Versklavung und Unterdrückung angestaut haben, wenn es sich nur um einen Ausbruch von Erbitterung und Hass handelt, dann haben wir keine Revolution, sondern einen Aufruhr, der unser Leben nicht verändern kann und nur die Grausamkeit und das Übel vergrößert …“

Wohl auch deshalb ist die Sowjetunion nur 69 Jahre alt geworden.

Diesen Beitrag hatte ich eigentlich schon pünktlich zum 100. Jahrestag der Revolution geplant, allerdings nicht ganz fertigstellen können. Im gleichen Jahr haben wir dieses für uns bis dahin noch unbekannte Land besucht. Darüber möchte ich nachfolgend in Form einer kleinen Bilddokumentation berichten.

 

Bild-Impressionen unser Russlandreise

Wir starten unsere Silberhochzeitsreise an Christi Himmelfahrt, also am 25. Mai 2017. Unsere erste Etappe ging von Düsseldorf nach St. Petersburg. Hier wohnten wir fünf Tage. An unserem Hochzeitstag, dem 30. Mai frühstückten wir noch schön in St. Petersburg, um dann mit dem Hochgeschwindigkeitszug Sapsan nach vier Stunden das mehr als 700 km entfernte  Moskau zu erreichen. Auch dort hatten wir fünf Tage Zeit für diese faszinierende Metropole.

Russland Petersburg Anreise Flughafen

 

Russland Flug 1

Der Reiseführer warnte zwar vor der Petersburger Rushhour in der U-Bahn, aber davon ließen wir uns nicht einschüchtern.

Russland Petersburg U-Bahn

Sankt Petersburg (russisch: Санкт-Петербург Sankt-Peterburg; kurz auch St. Petersburg, örtlicher Eigenname Piter -von Pjotr-) ist mit fünf Millionen Einwohnern (2012) die nach Moskau zweitgrößte Stadt Russlands und die viertgrößte Europas.

Russland Petersburg Anreise U-Bahn

Russland Petersburg Nevsat 1

Unser kleines Hotel lag an diesem schönen Kanal. Hier quartierten wir uns für fünf Tage ein.

 

Russland Petersburg Kanäle Kirche

An einigen Stellen in der Stadt ist noch die Nostalgie des untergegangen Sozialismus zu spüren

Russland Petersburg Sozialismus 3

 

Russland Petersburg Nevsat Sozialismus

Russland Petersburg Sozialismus 2

Russland Petersburg Sozialismus 1

Sankt Petersburg liegt im Nordwesten des Landes an der Mündung der Newa in die Newabucht am Ostende des Finnischen Meerbusens und ist die nördlichste Millionenstadt der Welt. Die Stadt wurde 1703 von Peter dem Großen auf Sumpfgelände nahe dem Meer gegründet, um den Anspruch Russlands auf Zugang zur Ostsee durchzusetzen.

Russland Petersburg Fluss Burg Stürmisch

Hier war es 5 bis 10 Grad kälter als bei uns. Auf der Newa konnte es auch etwas sürmisch zugehen.

Die Stadt war vom 18. bis ins 20. Jahrhundert die Hauptstadt des Russischen Kaiserreichs, ist ein europaweit wichtiges Kulturzentrum und beherbergt den wichtigsten russischen Ostseehafen.

Russland Petersburg Leva

Über 200 Jahre lang trug sie den heutigen Namen, von 1914 bis 1924 hieß sie Petrograd (Петроград), und sie wurde von 1924 bis 1991 zu Ehren von Lenin, dem Gründer der Sowjetunion, Leningrad (Ленинград) genannt (die drei Namen sowie den im russischen Alltagssprachgebrauch häufig verwendeten Kurznamen der Stadt, Piter.

Russland Petersburg Lenin

Die historische Innenstadt mit 2.300 Palästen, Prunkbauten und Schlössern ist Weltkulturerbe der UNESCO. In dieser Hinsicht wird St. Petersburg weltweit nur noch von Venedig übertroffen.

Russland Petersburg Goldene Dächer

Als alte Pfadfinder erkundigten wir hier alles auf eigene Faust. Gebucht hatten wir im Vorfeld nur die Flüge, die Zugfahrt und die beiden Hotels.

Russland Petersburg Goldene Dächer Kirche

Sprachlich war es nicht immer ganz so einfach. Da Meike allerdings mal während ihres Studiums einen zweisemestrigen Russischkurs belegt hatte, klappte das mit dem Lesen so einigermaßen. Ansonsten kamen wir mit Englisch, ab und zu auch mal mit Deutsch ganz gut durch.

Russland Petersburg Schrift Werbung

Mit der „Stürmung“ des Winterpalastes begann vor 100 Jahren die Revolution

Russland Petersburg Hermitage von der Newa

Die Eremitage oder Ermitage  in Sankt Petersburg  an der Newa ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Auch der Gebäudekomplex, der das Museum beherbergt und zu dem der berühmte Winterpalast gehört, wird heute zusammenfassend als Eremitage bezeichnet.

Russland Petersburg Erimitrage

Schon von außen ist alles recht gewaltig. Meine erste Assoziation ist der Louvre in Paris

Russland Petersburg Hermitage Winterpalast außen Platz

 

Absolut beeindruckend sind die Räume. Die Kunst an den Wänden geht da fast unter.

 

Russland Petersburg Hermitage Winterpalast Treppe

 

Russland Petersburg Hermitage Winterpalast 4

 

Bei dieser Fülle von Kunst müssen wir an das Vatikanische Museum in Rom denken.

 

Russland Petersburg Hermitage Winterpalast 3

Russland Petersburg Hermitage Winterpalast 7

 

Vor der Modana von Leonardo da Vinci knubbelt es sich. Hier hab ich nur kurze Zeit für ein aus der Hüfte geschossenes Foto

 

Russland Petersburg Hermitage Winterpalast 6

Russland Petersburg Hermitage Winterpalast 1

 

Da wir ein Zweitagesticket hatten, sparten wir uns die moderne Kunst für den nächsten Tag auf. Hier ließen wir uns gerne weiter treiben und reinziehen.

 

Russland Petersburg Erimitrage Matisse Museum

Kandisky und die russische Moderne sind uns später in Moskau noch einmal eindringlicher begegnet.

Russland Petersburg Erimitrage Kandinsky Museum

St. Petersburg wird auch immer schon mal als das Venedig des Nordens oder des Ostens bezeichnet.

Russland Petersburg Kanäle Kirche Profil

Die Isaakskathedrale ist die größte Kirche St. Petersburg und einer der größten sakralen Kuppelbauten der Welt. Die Kirche ist 111 Meter lang, 97 Meter breit und 101,50 Meter hoch. Der Durchmesser der vergoldeten Hauptkuppel beträgt 26 Meter. In der Kirche finden mehr als 10.000 Menschen Platz. Im riesigen Innenraum müssen wir hier spontan an den Petersdom in Rom denken.

Russland Petersburg Isaakskathedrale Dostojevski

Da wir auch im Essen neugierig und experimentierfreudig sind, kamen wir immer wieder auf unsere Kosten

Russland Petersburg Spezialitäten 4

 

Russland Petersburg Spezialitäten 1

Russland Petersburg Spezialitäten 2

Spannend war es auch sich auf den Spuren russischer Schriftsteller zu bewegen. Z.B. den Schauplätzen von Dostojewskis „Schuld und Sühne“ nachzuspüren.

Oder beim Idioten einzukehren

Russland Petersburg Dostojewski Idiot

und Borschtsch zu essen

Russland Petersburg Spezialitäten 3

 

Es gäb noch viele Geschichten von dieser tollen spannenden Stadt zu erzählen.

 

Russland Petersburg Rasputin

 

Auf einmal war er da, der 30. Mai, unser Hochzeitstag. Wir stärkten uns noch bei einem tollen Frühstück  …

 

Russland Petersburg Spezialitäten

… um dann in den Hochgeschwindigkeitszug Sapsan zu steigen. Die mehr als 700 km konnten wir in nur vier Stunden recht bequem und komfortabel überwinden.

Russland Moskau Zug Hochzeitstag

 

Beide Metropolen an einem Tag, unserem Hochzeitstag, unvergesslich!

Russland Moskau Herz

Russland Moskau Ankunft

Natürlich schafften wir es noch am gleichen Tag zum Kreml. Er lag ja nur 15 Minuten Fußweg von unserem Hotel im zentralen Stadtteil Arbat.

Russland Titel

Moskau ist die Hauptstadt der Russischen Föderation und mit rund 12,4 Millionen Einwohnern (Stand 2017) die zweitgrößte Stadt bzw. mit 15,1 Millionen (2012) die größte Agglomeration Europas. Uns hat man erzählt, dass hier inoffiziell sogar 20 Millionen Menschen leben sollen.  

Sehenswert neben den alten Häuser in Arbat sind auch die Hochhäuser im typisch sowjetischen Baustil. In unmittelbarer Nähe war unser Hotel.

Russland Moskau Hochhäuser Arbad

Hier macht die Stadt einen jungen modernen und aufgeschlossenen Eindruck

Russland Moskau lange Bänke

Russland Moskau Shisha

Russland Moskau Shisha 1

Auf dem Fußweg zum Kreml kamen wir auch bei Dostojewski vorbei

Russland Moskau Dosdojewski 1

 

Russland Moskau Dosdojewski 2

Der Kreml erinnerte uns in seiner Anziehungskraft an den Vatikan in Rom, auch wenn es hier insgesamt strenger zugeht.

Russland Moskau Kremel

Der Moskauer Kreml ist der älteste Teil der russischen Hauptstadt Moskau und deren historischer Mittelpunkt. Die ursprüngliche, aus dem Mittelalter stammende Burg an der Moskwa wurde ab Ende des 15. Jahrhunderts als Zitadelle neu errichtet. Bis zum 16. Jahrhundert diente sie den Großfürsten von Moskau und anschließend bis zur Verlegung der Hauptstadt nach St. Petersburg Anfang des 18. Jahrhunderts den russischen Zaren als Residenz.

Russland Moskau Kremel 1

 

In Mittelalter und früher Neuzeit war der Kreml zugleich Sitz der Metropoliten und späteren Patriarchen von Moskau. Nach der Oktoberrevolution wurde er 1918 erneut zum Zentrum der Staatsmacht: Zunächst Sitz der Sowjet-Regierung, ist er seit 1992 der Amtssitz des Präsidenten der Russischen Föderation. Der Name „Kreml“ wird daher auch als Synonym für die gesamte sowjetische bzw. russische Führung verwendet.

Russland Moskau Kremel Kirche

Russland Moskau Kremel Lenin 1

Beim alten Lenin war es schon ein wenig gruselig. Insider sagten uns, dass Putin ihn lieber heute als morgen loswerden würde. Wahrscheinlich macht der Leichnam in den nächsten Jahren noch eine Tournee durchs Land.

Lenins Beisetzung war ein von Josef Stalin inszeniertes Staatsereignis.

Russland Moskau Kremel Stalin

Lenin hatte vor seinem Tod verfügt, dass kein Personenkult um seine Person betrieben werden dürfe. Die Familienangehörigen, insbesondere seine Frau Nadeschda Krupskaja, wehrten sich gegen seine Einbalsamierung, doch Stalin setzte sich durch.

Russland Moskau Kremel Lenin 2

In einem beleuchteten, aus Panzerglas bestehenden Sarg gebettet, liegt Lenin im Mausoleum. Die Temperatur im Sarginneren wird konstant auf sieben Grad Celsius gehalten, die Luftfeuchtigkeit ist gering und ebenfalls konstant.

Russland Moskau Kremel Lenin

 

In unmittelbarer Nähe ist das große Kaufhaus Gum.

Stichwort Personenkult:

Russland Putin 1

Russland Putin 2

Überall in Russland gibt es Kontrollen, wie auf dem Flughafen. Alle machen dies recht unaufgeregt mit. Wir haben uns hier insgesamt recht sicher gefühlt.

Russland Moskau Kaufhaus Gum

Mit einer Fläche von rund 75.000 m² und einer über 100-jährigen Geschichte ist es eines der bekanntesten Handelsunternehmen und war nach alter Konzeption das größte Warenhaus Europas. Das Gebäude des GUM befindet sich am Roten Platz, gegenüber dem Lenin-Mausoleum und dem Kreml.

Russland Moskau Kaufhaus Gum 1

Russland Moskau Kaufhaus Gum 2

Russland Moskau Kaufhaus Gum 3

Schön war auch eine Bootstour durch die Stadt

Russland Moskau Fluss 1

Russland Moskau Fluss

Noch beeindruckender in beiden russischen Metropolen war aber die prunkvoll ausgestattete U-Bahn.

Russland Moskau U Bahn

Russland Moskau U Bahn d

Ein Tagesticket kostet hier umgerechnet 3 Euro. Insgesamt waren hier immer sehr viel Menschen unterwegs. Alles funktionierte reibungslos. In kurzer Zeit lassen sich hier große Distanzen überwinden.

Russland Moskau U Bahn g

Auf langen Rolltreppen ging es teilweise 130 m runter

Russland Moskau U Bahn c

Da wir nur fünf Tage in Moskau waren, mussten wir uns im enorm großen Kulturangebot beschränken. Ein Höhepunkt unserer Reise war eine persönliche Führung durch die Tretjakow-Galerie

Russland Moskau Museum c

Die staatliche Tretjakow-Galerie ist mit rund 140.000 Werken der Malerein, Graphik und Bildhauerei neben der St. Petersburger Eremitage eine der größten und berühmtesten Kunstsammlungen Russlands. Diese Werke umfassen den Zeitraum vom 11. bis zum 20. Jahrhundert.

Russland Moskau Museum Malewitsch

„In meinem verzweifelten Bemühen, die Kunst vom Ballast der gegenständlichen Welt zu befreien, floh ich zur Form des Quadrats.“ (Kasimir Malewitsch)

Über eine befreundete russische Kuratorin in Köln, konnte ich eine private Führung organisieren. Nina, eine ausgewiesene Malewitsch-Expertin gab uns spannende Einblicke in die Russische Moderne. 

Moskau Museum Linie

Russland Moskau Museum a

Russland Moskau Museum b

 

Anhand der sozialistischen Kunst erzählte uns Nina viele spannende Anekdoten aus der Zeit des Widerstands und Hintergründe zur aktuellen Putinzeit.

Linien treue sind mir suspekt Moskau

Im neuen Geschäftszentrum der Stadt haben wir uns in über 300 m Höhe einen Überblick über Moskau verschafft.

Russland Moskau Hochhäuser modern

Russland Moskau b

Über einen Hausmeister bekamen wir einen inoffiziellen Zugang zur Dachterrasse

Russland Moskau d

Russland Moskau Hochhaus Überblick

Russland Moskau c

Russland Moskau Hochhaus Überblick 1

Wir haben noch sehr viel mehr erlebt, als ich hier unterbringen konnte. Vielleicht erweitere ich demnächst diesen Blogartikel noch um einige Bilder. Zusammenfassend möchte ich aber schon einmal festhalten, dass uns dieses Land sehr beeindruckt hat.

Russland Moskau Marx

Und natürlich war es für uns eine unvergessliche Silberhochzeitsreise

Russland Moskau a

Russland Straße I love Moskau

Russland Rückfahrt

Russland Moskau Ende

Russland Flug

Russland Flug Moskau Köln

Russland Titel

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