Category Archives: Kultur

Fußball zeigt: Siege sind nicht selbstverständlich, sie müssen immer wieder neu errungen werden – Selbstvertrauen ist dynamisch und wie die Psyche immer in Bewegung – WM 2018 (WehrWolter – ww 315 – Hans Wolter)

Gedanken zu Selbstvertrauen, dem Verbindenden, der universalen Sprache des Fußballs, dem Spiel Deutschland : Schweden … und mehr …

Fußball ist eben nicht nur ein Spiel. Es zeigt uns viel. Früher nahm man die Gleichnisse aus der Predigt. Heute hat Fußball ab und zu schon Qualität von Religion, Musik oder Kunsterleben. Das Spiel verbindet, weckt intensive Emotionen, mal euphorisch, mal tragisch, liefert symbolische Bilder. Über 90 Minuten können wir uns gefühlsmäßig dem Stirb-und-Werde im Hier-und-Jetzt intensiv hingeben. Natürlich bleiben einige Spiele auch weit hinter unseren Hoffnungen zurück. Bis hin zur Desillusionierung eines sicher geglaubten Sommermärchen-Abos. Wie das Leben, ist Fußball nicht wirklich kontrollier- und berechenbar. Weiterlesen …

„Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.“ (Japan) – Gedankenspiele zu einer aus der Zeit fallenden Fähigkeit – (WehrWolter – ww 314 – Hans Wolter)

„Da ist ne durchgezogene Linie, da musste stehenbleiben … alte Tusse!“  … so der wütende Ruf eines Rennradfahrers zu einer jungen Radfahrerin, die ihm kurzzeitig die freie Bahn versperrte. Den habe ich gestern früh, selbst fahrradfahrend, auf dem Weg zur Arbeit aufgeschnappt. Der Rennradfahrer war übrigens kein Assi. Es war ein gut situierter 60Plusler im schicken Sportdress, auf teurem Sportgerät. Er hatte wohl die Kunst, nur langsam wütend zu werden, offensichtlich dynamisch verloren. Geduld scheint mir eine nicht mehr allzu zeitgemäße Fähigkeit in einer sich ständig selbstoptimierenden Gesellschaft zu sein. Da wir uns im „Club der lebendigen Poeten“* mit diesem Thema aktuell beschäftigen, lass ich mal meine Gedanken hierzu ein wenig schweifen. Keine Sorge, nur kurz. Aber auch hierzu werden vermutlich nur wenige Geduld aufbringen. Lymann Abbott, ein amerikanischer Philosoph des vorletzten Jahrhunderts, bezeichnet Geduld als gezähmte Leidenschaft. Doch wer möchte sich heute noch zähmen oder gar zähmen lassen? Weiterlesen …

Humor macht uns das Leben leichter. Der Witz ist sein radikaler Bruder. Er hat Sprengkraft. Für die einen ist es Entlastung, für die anderen Angriff und die Mächtigen bekommen Angst – Lachen ist gesund – (WehrWolter – ww 313 – Hans Wolter)

Humor:  als Kunst, Verrückung der allgemeinen Logik, integriert schwierige Realitätsansprüche 🙂 Lachen: Soziale Funktion, intensiviert die Bindung zu uns selbst und unseren Mitmenschen 🙂 Witz: bringt es auf den Punkt, Entlastung und Angriff des Starren / Die Fähigkeiten zu Humor & Witz sagen etwas über die psychische Gesundheit eines Menschen.

Unser Alltag ist nicht immer leicht. Nicht selten haben wir das Gefühl, dass zu viel auf uns einprasselt. Dann beginnen wir automatisch abzuwehren. Das kann uns nicht nur schützen. Es kann uns auch starr, stur und unbeweglich machen. Humor ist einer der besten Abwehrmechanismen, die wir haben. Das wusste schon der alte Freud. Eine humorvolle Haltung hat häufig etwas Angenehmes für uns und unser Umfeld. Den Witz sehe ich als radikalen Bruder des Humors. Er bringt etwas auf den Punkt: unerwartet, schnell und wenn er gut ist, recht wirkungsvoll. Das mag nicht jeder. Am wenigsten die Mächtigen. Im „Club der lebendigen Poeten“* war Witz, Humor und Lachen unser WochenThema. Daher habe ich hierzu meine Gedanken wieder ein wenig schweifen lassen.   Weiterlesen …

Bond, James Bond – Happy Birthday Pierce Brosnan, der letzte Gentleman-Agent – 007: Der vaterlose Held für vaterlose Söhne – (WehrWolter – ww 312 – Hans Wolter)

Nun ist auch gebürtige Ire Pierce Brosnan im Rentenalter. Viermal, zwischen 1995 und 2002, spielte er die Rolle des 007. Er war der letzte Gentleman in der Reihe der britischen Geheimagenten, für den tadellose Manieren und ein stets eleganter Anzug absolutes Muss waren.

Als 50-Jähriger wurde er als James Bond abserviert und durch den 15 Jahre jüngeren Daniel Craig ersetzt. Damit gingen der Kultfigur der britische Humor, Originalität und die charakteristische Gelassenheit verloren. Craig wirkt dagegen eher wie einer der vielen amerikanischen genervten Action Heroes. Weiterlesen …

„An allem ist zu zweifeln“ – Karl Marx, 200 Jahre jung & hochaktuell – ein leidenschaftlicher Ikarus – Was können wir von ihm lernen? – Vom jungen polyglotten Wilden – Journalist in Köln, Parallelen zu Freud – (WehrWolter – ww 311 – Hans Wolter)

„De omnibus dubitandum – An allem ist zu zweifeln“ schrieb der Vater seiner Tochter Jenny Caroline Marx 1865 in ihr Bekenntnisalbum. Karl Marx (5. Mai 1818 Trier; † 14. März 1883 in London) war ein Radikaler im wörtlichen Sinne. Einer der die Sache an der Wurzel (Radix) zu fassen suchte. Das verband ihn auch mit Sigmund Freud. Heute liegen beide nicht weit von einander entfernt auf einem Londoner Friedhof. Beide glaubten an die Macht der Wahrheit. Mir persönlich gefällt bei Beiden die Kombination aus vielfältigem, nahezu polymorphem Denken und den daraus folgenden, radikal und zielstrebig formulierten Schlussfolgerungen. Dazu später mehr. Jetzt geht es erstmal um das Geburtstagskind, seine jungen Jahre, sein Wirken in meiner Heimatstadt Köln, sein enormes Arbeitspensum, bis zu: Marx brannte leidenschaftlich, bis er an seinem Leiden verbrannte. Weiterlesen …

Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren (Pina Bausch) – Tanzen stärkt unser Selbstbewusstsein, kann verhexen und im verbindenden Rhythmus der Musik, werden wir zusammen geTrieben – (WehrWolter – ww 310 – Hans Wolter)

Im Tanz in den Mai werden nicht nur Winter und dunkle Schwermut verTrieben. Es treibt uns auch im Rhythmus von Bewegung und Musik zugleich zusammen und näher zu uns selbst. Tanzen hat etwas Befreiendes. Schon immer tanzten die Menschen. Noch bevor sie schreiben konnten. Über Bewegung zur Musik können wir zu Kraft kommen uns selbst spüren und unser Selbstbewusstsein intensivieren. Traditionell wird in der Nacht zum ersten Mai mit Tanz und Teufel der Winter vertrieben. An manchen Orten feiern gar die Hexen Walpurgisnacht.  

Tanzen ist schon so alt, dass es vermutlich ein Nebenprodukt des aufrechten Ganges ist. Evolutionsforscher vermuten, dass sich übers Tanzen auch die kognitiven Funktionen verbessern konnten. Tanzen ist mehr als nur Sport und Bewegung. Der Tanz führt uns Menschen zusammen. Seit jeher ist es eine kulturell akzeptierte Form, in der sich Mann und Frau näherkommen. Weiterlesen …

52. Art Cologne – Streifzug – Kunst, als Antwort des Menschen auf die Natur, färbt, bricht, unterhält, schmückt, intensiviert und verrückt unseren AllTag – (WehrWolter – ww 309 – Hans Wolter)

Für mich ist die Art Cologne ein schöner großer Spielplatz, auf den ich immer wieder gerne gehe. Ohne Kaufinteresse lasse ich mich durch die Hallen treiben. Mache Fotos, ohne dass mich ein Museumswärter stört, lese Texte, notier mir was, umkreise Skulpturen und genieße die Atmosphäre. Viele interessierte Menschen, mal ernsthaft, viel lachend, mal witzig, mal schlicht gekleidet. Insgesamt fühl ich mich wie auf einer polyglotten Reise durch die Kulturen. Entdeckungslust. Viele Sprachen, Farben, Materialien und ein Reichtum von Ideen um mich herum. Nachfolgend zeige ich mal einige rasch erfasste Bildeindrücke von meinem Treibenlassen durch die Welt recht gegenwärtiger Kunsteindrücke. Weiterlesen …

FC Bayern vs. Real Madrid – Fußball entzieht sich der Zahlen-Kontrolle. Wie Wetter, Börse & Psyche. Stimmungen, Glaube, Selbstbewusstsein und Glück entscheiden, auch auf dem Platz. Immer wieder neu. Champions-League-Halbfinale – (WehrWolter – ww 308 – Hans Wolter)

„Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz.“ (Alfred Preisler, Fußballtrainer)

Heute kommt es wieder zu einem High Light für Fußballfreunde.  Im Champions-League-Halbfinale trifft der FC Bayern auf Real Madrid. Die einen sehen es als ein Duell zwischen den Trainern Jupp Heynckes und Zinédine Zidane, die anderen als einen Showdown der Torschützen Ronaldo und Lewandowski. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn alle möglichen Statistiken angeführt werden, um eine Vorhersage zu treffen, die häufig Objektivität oder gar Wissenschaftlichkeit suggerieren will. Realistisch muss man sagen, dass ein Fußballspiel in seinem Verlauf so komplex ist, dass fast jeder Ausgang möglich ist. Hier sind eher gegenwärtige Stimmungsdynamiken auf dem Platz entscheidend, als irgendwelche Zahlenspekulationen. So hatte 2014 Brasilien mehr Ballkontakte als Deutschland, aber die Tore der Deutschen fielen im Minutentakt bis zum Endergebnis von 7:1.. Weiterlesen …

Purple Rain – Prince starb an einem gefälschten Schmerzmittel – er konnte viel bewegen, aber schwer zur Ruhe kommen – Gedanken zum Getriebensein und Sucht als fehlgeleiteter Sehnsucht – (WehrWolter – ww 307 – Hans Wolter)

Zwei Jahre nach dem Tod des amerikanischen Popmusikers Prince durch eine Überdosis Schmerzmittel hat die Staatsanwaltschaft nun ihre Ermittlungen ohne Anklage beendet. Wer dem Musiker das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Fentanyl verschafft habe, ließ sich wohl nicht eindeutig klären. Am 21. April 2016 starb Prince in seinem Anwesen Paisley Park in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) an einer Überdosis Fentany. Er soll laut Staatsanwaltschaft gedacht haben, er nähme das Schmerzmittel Vicodin. Tatsächlich habe er aber gefälschte Tabletten geschluckt, die Fentanyl enthielten. Fentanyl gilt als 30- bis 50-mal so stark wie Heroin und 50- bis hundertmal so stark wie Morphium.

Ich frage mich, ob der erfolgreiche Künstler vielleicht auf eine ungesunde Art und Weise zu viel gearbeitet hat. Bei Persönlichkeiten, die so im Rampenlicht wie Prince stehen, dachten viele immer schon an Sucht. Vielleicht wandelte sich seine nicht enden wollende Kreativität ja in eine Arbeitssucht? Nachfolgend stelle ich zunächst einmal das Phänomen der Arbeitssucht dar. Dabei gehe ich der Frage nach: Was unterscheidet gesunde Liebe und Sehnsucht von Arbeitssucht? Im Anschluss gehe ich noch einmal auf den Menschen und die Persönlichkeit PRINCE ein. Weiterlesen …

50 Jahre nach dem Attentat auf Rudi Dutschke – Die Studentenbewegung verlor ihren Kopf – „Wir haben viel erreicht“ (Gretchen Dutschke) – Positive Bilanz der Achtundsechziger – (WehrWolter – ww 306 – Hans Wolter)

 Attentate gab es immer. Leider leben engagierte Menschen wie Rudi Dutschke, John Lennon, Martin Luther King, John F. Kennedy, um nur einige zu nennen, gefährlich. Am 18. April 1968 schoss der rechte Attentäter Joseph Bergmann dem 27-jährigen Wortführer der Studenten auf dem Berliner Kudamm drei Kugeln in den Kopf. Dutschke überlebte zwar, hatte aber mit starken Folgen zu kämpfen und starb 11 Jahre später an den Folgen.

Weiterlesen …

Amokfahrt Münster – Anschlagversuch Berlin – Terror, Angstfaszination, Medienlogik und der Drang nach öffentlichem Gesehen-Werden – medienpsychologische Gedanken – (WehrWolter – ww 305 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Bad news are good news! – Von der Angstfaszination des Menschen. – Ein sich selbst verstärkender Effekt, an dem wir alle beteiligt sind. – Das Geschäft mit der Angst war schon immer ein gutes. – Vom Paradox der tödlichen Belebung. – Krieg und Bad News als Wirtschaftsfaktor, sowie die kulturelle Aufforderung zur Selbst-Optimierung fördern die Zunahme von Gewalt.

Samstag, 07.04.2018: Ein Kleintransporter ist am Samstagnachmittag in Münster in die voll besetzte Außenterrasse eines Altstadt-Lokals gerast. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat des Deutschen keinen terroristischen oder islamistischen Hintergrund hat. Sonntag, 08.04 2018: Die Berliner Polizei hat nach Informationen der „Welt“ einen Anschlag während des Halbmarathons in der Hauptstadt verhindert. Der Hauptverdächtige gehöre zum Umfeld des Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri und soll geplant haben, mit Messern Zuschauer und Teilnehmer der Sportveranstaltung zu töten.

Anhand dieser Beispiele versuche ich heute einmal einen anderen Zugang zu dieser Thematik. Mein Blick ist diesmal nicht politisch, auch nicht vom Störungsbild der Täter aus betrachtend, sondern mehr medien- und kultur-psychologisch. Weiterlesen …

Martin Luther King: „Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen!“ – 50. Todestag – Enkelin Yolanda zum US-Waffenrecht: „Ich habe einen Traum von einer Welt ohne Waffen“ – Protest: „Marsch für unser Leben“ – (WehrWolter – ww 303 – Hans Wolter)

Ja, Träume können viel bewegen. Vor allen Dingen, wenn man den Mut zur Umsetzung hat. Mutige leben allerdings leider nicht immer lange. Viele Helden sterben zu jung. Am 4. April 1968 um 18.01 Uhr erschoss der mehrfach vorbestrafte Rassist James Earl Ray den Prediger, Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motel in Memphis.

King war die charismatische Führungsfigur im Kampf gegen die Apartheit. Auf dem gerade einmal 37-jährigen lagen damals gewaltige Hoffnungen. Schon der Vater projizierte in seinen Sohn Michael King (geb. 15.01.1929) die Wirkungsmacht eines religiösen Revolutionärs.  Der Baptistenprediger bewunderte den deutschen Reformator Luther so sehr, dass er sich selbst und seinen Sohn nach einer Deutschlandreise (1934) kurzerhand in Martin Luther King umbenannte. Das Lebensthema von Martin Luther King jr. wurde die Aufhebung der Rassendiskriminierung. Hintergrund war wohl auch ein biographisch fundierter Antrieb. Hatten doch seine Großväter noch als Söhne von Sklaven auf Baumwollplantagen in der Nähe Atlantas gearbeitet.   

„Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen!“ (Martin Luther King) Weiterlesen …

Ostergedanken: das Kreuz als Symbol für das ewige Stirb-und-Werde verbindet vertikal und horizontal – (WehrWolter – ww 302 – Hans Wolter)

Die Kreuzigung am Karfreitag markiert den Tiefpunkt in unserer christlichen Kultur. Vom Kreuz geht eine gewisse Schwere aus. Jeder hat sein Kreuz zu tragen. Schmerzt es, haben wir Probleme mit unserem aufrechten Gang. An Kreuzungen entscheiden sich immer wieder unsere Wege. Nach rechts, links, unten und oben. Vom Entweder-Oder, über das Sowohl-Als-Auch zum Indem.  Warum hat sich die weltweit größte aktuelle Glaubensgemeinschaft das Kreuz als verbindendes Symbol gewählt? Kurzes Innehalten und Gedanken zur Osterzeit. Weiterlesen …

30 Jahre auf gemeinsamer Reise – 300. Blogbeitrag WW – Silberhochzeitsreise H&M – 100 Jahre Oktoberrevolution – Bild-Impressionen unserer Russlandreise – St. Petersburg – Moskau – (WehrWolter – ww 300 – Hans Wolter)

In Russland ist man sich heute nicht einig, ob man den 100. Jahrestag der Revolution feiern soll. Meike und ich waren uns im Mai allerdings schon einig, dass wir unseren 25. Jahrestag gebührend feiern wollten. Wir haben schon viel gesehen von der Welt. Aber Russland war bisher ein weißer Fleck auf unserer Welteroberungskarte. Also machten wir uns auf nach St. Petersburg und fünf Tage später, am 30. Mai 2017, also genau an unserem Hochzeitstag ging es mit dem Schnellzug weiter nach Moskau. Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, mein geplantes Reisetagebuch zu veröffentlichen. Heute nutze ich den Schwung des beginnenden Frühlings, um zumindest eine kleine Bild-Dokumentation vorzustellen. Aber zunächst noch einmal zurück in die Vergangenheit, in das Jahr 1917.  100 Jahre später tut sich Russland schwer mit der Bewertung der Revolution, bei der die relativ kleine Gruppe der radikal linken Bolschewiki unter Lenin am 7. November 1917 den Umsturz durchführte. Es nannte sich Oktoberrevolution, weil zu dieser Zeit in Russland der julianische Kalender galt, bei dem das Ereignis auf den 25. Oktober datiert war. Weiterlesen …

Demokratie – Fake – Facebook – Manipulationen – Merkel und Putin gehen in ihre 4. Amtszeit – Eigene Blicke hinter die Kulissen der russischen Medienrealität (WehrWolter – ww 301 – Hans Wolter)

Es ist nicht wirklich überraschend. Angela Merkel geht in ihre vierte Amtszeit. Das passt nicht jedem. So lange alles demokratisch zugeht, bewegt es sich noch in einer akzeptablen Ordnung. Putin geht ja fast zeitgleich auch in die vierte Runde. Hier kommen schon größere Zweifel in puncto demokratische Wahlen auf. Aktuell sind ja auch die russischen Wahlbeeinflussungen über Facebook Thema. Trump soll unterstützt worden sein. Gegen Merkel wurde auch versucht Stimmung zu machen. Hier war mir sogar ein kleiner Blick hinter die Kulissen möglich, als das Erste Russische Fernsehen mich in meiner Praxis zum Seelenzustand Angela Merkels interviewte. Natürlich war ich auf Manipulation vorbereitet. In der Interviewführung wurde es spürbar. Die dramatisierende Zusammenstellung in den russischen Tagesthemen zeigte es dann deutlich. Beeinflussungsversuche hat es ja immer schon gegeben. Allerdings sind die technischen Möglichkeiten heutzutage raffinierter und verdeckter geworden. Erstaunlich finde ich, wie lange es dauert, bis die Beteiligten merken, dass Meinungen immer weniger über Sachargumente geformt werden. Eigentlich ist das doch kein Geheimnis. Populisten und Manipulatoren setzen gezielt und strategisch an den Emotionen an. Das geschieht häufig recht geschickt, streckenweise aber auch recht plump. Trump liefert uns ja tägliche Beweise.   Weiterlesen …

Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit – Mark Twain – R.I.P. Ján Kuciak (1990 – 2018) – Die Angst der Mächtigen vor dem enthüllenden Wort – (WehrWolter – ww 298 – Hans Wolter)

Worte können viel bewegen. Triffst Du nur das Zauberwort. Dichter verstehen diese Kunst. Werbetreibende nutzen dies gewinnbringend. Schriftsteller und Journalisten sind aber auch zu Gegenzauber in der Lage. Sie entzaubern ab und zu Erfolgreiche, deren Erfolge auf falschem Spiel aufbauen. Mächtige kommen häufig durch Worte zu Macht und Geld. Würde alles mit rechten Dingen zugehen, würden sie die aufdeckenden Worte ihrer Kritiker nicht fürchten. Da wo Unrecht vorliegt, ist das oft nur durch Täuschung der Öffentlichkeit möglich. Je größer der Missbrauch, je gefürchteter sind klare enthüllende Worte. Daher werden Autoren leider auch immer wieder bedroht, verfolgt, eingesperrt oder gar getötet. Das war bei Martin Luther ähnlich wie bei Charlie Hebdo oder Edward Snowden. Weiterlesen …

Diesel Betrug: Der eigentliche Skandal: Täter bleiben straffrei, VW boomt, der Bürger zahlt die Rechnung – Sozialer Sprengstoff & Selbstkarikatur der real existierenden Demokratie – (WehrWolter – ww 297 – Hans Wolter)

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“ (Winston Churchill, 1874 – 1965)

Aktuell läuft „Die dunkelste Stunde“ in unseren Kinos. Ich habe das Gefühl, dass es bei uns auch zunehmend dunkler wird. Menschen haben unterschiedliche Motive. Es gibt nicht wenige dunkle Schafe, in deren Pelz sich eigentlich ein Wolf verbirgt. Der real existierende Sozialismus ist auch daran gescheitert, dass die vorgegebenen Ideale nicht gelebt wurden. Vor allen Dingen von denen, die die Macht innehatten. Dass der reichste Mensch Russlands Putin heißt, zeigt die weit verbreitete Doppelmoral der Machthabenden. Mit Churchills Zitat möchte ich darauf hinweisen, dass auch die real existierende Demokratie in Deutschland nicht frei von Widersprüchen, Betrug und Scheindiskussionen ist.  Aktuell ist der Aufschrei groß, weil der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) den Weg für Fahrverbote freigibt. Für mich liegt der eigentliche Diesel-Skandal allerdings noch viel tiefer.

„Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit.“ (Mark Twain, 1835 – 1910) Weiterlesen …

Jeden Morgen geht ein neuer Himmel auf – Von der Endlichkeit des Glücks und dem Lehrmeister Wetter – Ideen zu: Jahreszeiten & Psyche (WehrWolter – ww 296 – Hans Wolter)

Saukalt ist es heute. Zumindest in Köln. Zugleich strahlender Sonnenschein. Ich fahre mit meinem Rad zur Arbeit und spüre den Winter unangenehm kalt auf der Stirn. Im Dezember waren Meike und ich noch in der Karibik. Unter Palmen bei 30 Grad. Da hatte ich das Gefühl von paradiesischer Unendlichkeit. Was machen die Jahreszeiten mit uns? Derzeit bin ich im Vorspiel meines neuen Buches „Innenwetter“. Sicher fällt mir noch ein poetischerer Titel ein. Wetter ist für mich ein Abbild unserer Psyche. Also werde ich anhand von Wetterphänomenen einen Wetterbericht zum unbewussten Funktionieren vom Seelenklima darstellen. In meinem erzählenden Sachbuch geht es um Psychodynamik, Natur und Poesie. Weiterlesen …

Die Welt gehört denen, die keine festen Essenszeiten haben – Heinrich Böll – Gedankenspiele zu Ge-Wohn-Heiten, Umzug, Resilienz und Depression am Beispiel des Künstlers (WehrWolter – ww 295 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: GeWohnHeiten können uns stärken und auch lähmen. Heinrich Böll war eine Persönlichkeit, die zwischen Aufbruch, Festhalten und Umbruch changierte. Er ist recht häufig umgezogen. Das dokumentiere ich kurz, nehme es auch zum Anlass, um über Hintergründe im Leben Bölls, seine Persönlichkeit und unser allgemeines Wohlbefinden nachzudenken. Flexibilität hat auch seine Kehrseiten. Von Umzugs-Depression und Resilienz. Die aktuelle Forschung sagt u.a. dazu:   

„Häufig umzuziehen ist für die Resilienz verheerend, weil die geografische Nähe bei der sozialen Unterstützung eine wichtige Rolle spielt …  Damit ist soziale Integration für die Gesundheit wichtiger als die Risikofaktoren, mit welchen sich Mediziner und Gesundheitspolitiker viel intensiver beschäftigen: Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Bluthochdruck und Luftverschmutzung.“ (Prof. Dr. med. Gregor Hasler, Universitätsklinik Bern)

„Ordnung ist das halbe Leben – woraus mag die andere Hälfte bestehen?“ (Heinrich Böll) Weiterlesen …

Das Leben ist was Du draus machst – Yoko Ono – Happy 85! – Unplanbar – John Lennon – (WehrWolter – ww 294 – Hans Wolter)

Achtet auf die Schritte, die wir machen, wenn wir gehen. Wir schweben, dann betreten wir wieder die Erde, mit jedem Schritt, mit jedem Tag (Yoko Ono)

85 wird sie. Herzlichen Glückwunsch Yoko Ono! Natürlich hatte sie noch viele Pläne mit ihrem John. Am 8. Dezember 1980, fotografiert Annie Leibovitz das Paar für die Titelseite des „Rolling Stone“, John kauert sich nackt an seine schwarzgekleidete Yoko, küsst sie und umrahmt ihr Gesicht mit seinem Arm. Acht Stunden später ist er tot. „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ John Lennon schrieb diese Zeile für seinen Song „Beautiful Boy“, die auf dem Album „Double Fantasy“ von 1980 zu hören ist. Noch im selben Jahr sollte dieser Satz für ihn und seine Frau Yoko unfassbare Gewissheit werden. Der frühere Beatles-Sänger und -Gitarrist starb durch die Kugel eines geistig verwirrten Attentäters.

Man möchte denken, ich sei klein, aber ich habe ein Universum in meinem Geiste (Yoko Ono) Weiterlesen …

Glaub mir, die Liebe gewinnt! (Brings) – Köln kann Karneval & Vielfalt und tanzt aus der Reihe – Collage zur kölschen Seele (WehrWolter – ww 293 – Hans Wolter)

Kurzer Überblick: Köln tanzt aus der Reihe: „Mer Kölsche danze us der Reih“ – so lautet das Motto für den Karneval 2018. Karneval ist einfach & mehr! Brauchtum verbindet. Die Lieder sind nicht nur lustig und multikulturell. Köln produziert echte Volkslieder. Seit Generationen immer wieder frisch, frech und häufig eher fröhlich als ängstlich. Eine kleine Collage der Kölner Seele am Beispiel des neuen Liedes „Liebe gewinnt“ von Brings. Natürlich singe ich nicht ausschließlich eine Lobeshymne auf die Stadt mit den zwei Türmen. Meine Stadt ist einerseits vielfältig, kreativ und liebenswert, andererseits gibt es Führungs- und Focussierungs-Schwächen. Köln ist seit Jahrhunderten schon eine bunte, eine multikulturelle Stadt. Daher trafen uns die Ausschreitungen in der sogenannten „Kölner Silvesternacht“ auch unvorbereitet und tief. Schwerpunkt meines Beitrags ist allerdings: Köln kann Karneval und mehr, als es sich selbst bewusst ist.

Weiterlesen …

Poetica4 – Beyond Identities – Einblick1 – Von Hans-im-Glück und der Kunst der Verwandlung – Festival für Weltliteratur – Morphomata, Universität Köln – (WehrWolter – ww 292 – Hans Wolter)

„Ein Gedicht, kann uns körperlich und psychisch verändern“ (Yoko Tawada)

The ART of Transformation

Glück und Un-Glück sind zwei Seiten derselben Sache. Je nach Standpunkt. Hat Hans-im-Glück eigentlich Glück, Un-Glück oder macht er einfach nur das Beste aus dem, was ihm auf seiner Wanderschaft gerade zufällt und begegnet? Er scheint in seiner Mitbewegungs-Kunst eine glückliche Verwandlung voranzutreiben. Ja, ich bin gestern unverhofft in einem Märchen gelandet. Zunächst lief recht viel schief. Damit meine ich nicht den Ausgang des FC-Spiels. Wobei der auch mit reinwirkte. Nein, auf dem Weg zum Finale der poetica4 fiel mir das Pech nur so zu. Irgendwann aber kam es zu einem wundersamen Wendepunkt. Hin zu glücklichen Ereignissen. Diese Geschichte ist rasch erzählt. Zugleich versuche ich einmal einen ersten kleinen Einblick in die poetica4, dem Festival der Weltliteratur zu geben.

„Tief in die Lektüre versunken, vergessen wir oft unsere Identität und befinden uns in einem fremden Leben. Wir gehen in Manhattan spazieren, obwohl wir in Köln leben. Weiterlesen …

Alternative Fakten: das Unwort für die Unterspülung unserer sozialen Fundamente. Einsturz des Kölner Stadtarchivs als Mahnmal gegen gefährliche Hasardeure wie Trump, AfD & Co. (WehrWolter – ww 291 – Hans Wolter)

Täuscht mich das oder liegen die Worte Fake und Fakten erstaunlich nahe beieinander?

Was nicht passt wird passend gemacht. Bei Bob dem Baumeister finden wir das klasse, beim amerikanischen Präsidenten gehen die Ansichten schon diametral auseinander, beim Kölner U-Bahnbau hatte diese Hemdsärmeligkeit verheerende Folgen. Zu den meisten Dingen im Leben gibt es unterschiedliche Perspektiven. Allerdings gibt es grundlegende Gesetzmäßigkeiten, die sich in der Realität nicht beliebig zurechtbiegen lassen. In Träumen gibt es sehr viel mehr Spielräume, aber selbst die folgen einer Psycho-Logik. Die menschliche Fehleinschätzung eines Hindernisses beim Kölner U-Bahnbau und das vierjährige Ignorieren der Folgen, bestrafte die Natur gewaltig. Leise schuf das Wasser über Jahre hinweg neue Fakten. Doch diese werden erst neun Jahre später gerichtlich behandelt. Weiterlesen …

Loving Vincent, er hat es verdient! Bist Du nicht der Richtige, kämpfst Du Dein Leben ums GesehenWerden – Seelenverwandtes zwischen Van Gogh, Dali, Rilke und Ronaldo – Ein Film in Öl – Ins Feuer der Intensität (WehrWolter – ww 290 – Hans Wolter)

„Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschränkt und übervorsichtig.“ (Vincent van Gogh)

Nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Oder doch, falls wir Zauber nicht nur als gut ansehen. Die 13te Fee sprach beispielsweise einen Fluch mit fataler Wirkung zur Geburt von Dornröschen aus. Im Anfang war …? Vincent war schon im Bauch der Mutter nicht der Richtige. Der richtige Vincent war bereits tot. Wenn du in so eine Verwirrung hineingeboren wirst, kämpfen in dir, manchmal lebenslang, der richtige und der falsche Vincent. Der Kampf um das GesehenWerden der Ungewünschten und Andersgewünschten. Im Alter von 37 Jahren beendete eine Kugel in Van Goghs Bauch diesen Kampf. Wer hat sie abgefeuert und welchem Vincent galt sie? Schade, dass beide so früh gestorben sind. Schade, dass Vincents Eltern den Verlust des ersten Vincents nicht verkraften konnten und sie damit den zweiten Vincent nicht als das Kind annehmen konnten, was er war. Schade, dass Vincent den Kampf ums GesehenWerden erst nach seinem Tod gewinnen konnte. Aber, da ist er ja nicht der einzige. Nicht wenige haben ihr Kreuz zu tragen.

„Mancher Mensch hat ein großes Feuer in der Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.“ (Vincent van Gogh) Weiterlesen …

Terroranschlag Berliner Breitscheidplatz: Verwundete Seelen brauchen Anteilnahme, Anerkennung und klare Worte, statt Floskeln. Deutsche Politiker und Bürokraten zeigen wenig Menschenkenntnis – Kritik an Angela Merkel (WehrWolter – ww 289 – Hans Wolter)

„Mama kann nicht tot sein, weil ich noch mit ihr sprechen will“ (5-jährige Tochter der verstorbenen Nada Czimar)

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt jährt sich. Die Psyche wird in Deutschland immer noch erstaunlich unterschätzt. Medien und Politiker sichern sich wieder einen Platz in der ersten Reihe der Traueraktionen. 12 Menschen sind im letzten Jahr sinnlos gestorben. Die Angehörigen beklagen sich darüber, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel in keiner Form einen persönlichen Kontakt zu ihnen aufgenommen hat. Psychologisch hat man, meiner Meinung nach, sehr viele Fehler im nachträglichen Umgang mit dieser Katastrophe gemacht. Wie übrigens oft in Deutschland. Der Deutsche mag organisieren können, aber in solchen Fällen richtet sich die Bürokratie häufig eher gegen die Opfer, als dass zunächst einmal direkte Hilfestellungen angeboten werden. Wäre ich Zyniker, würde ich den Text titeln: Bankenrettung funktioniert in unserem Lande besser als emotionale Hilfestellung.

Beziehung kann heilen, Distanz krankmachen. Diese Erfahrung möchte ich, ausgehend von diesem traurigen Ereignis ein wenig weiter ausführen und einen kurzen differenzierten Überblick geben, mit welchen psychischen Erkrankungen wir rechnen müssen und wie wir ihnen wirkungsvoll begegnen können.

Weiterlesen …

Der Bus ist voll. Wer bestimmt die Obergrenze? Gedanken- und Bilderreise: samstags in Puerto Plata (WehrWolter – ww 288 – Hans Wolter)

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ein kleines Abenteuer mit einigen großen persönlichen Gedankensprüngen beschreiben. Das Stück spielt in unserem aktuellen Urlaub in der Dominikanischen Republik und wird mit realen Fotos und Filmausschnitten unterlegt. Ausgehend von einer nicht alltäglichen Busfahrt, mache ich mir Gedanken über das unterschiedliche Funktionieren von sozialen Gemeinschaften. Hierbei vergleiche ich unterschiedliche Wert-Vorstellungen aus meiner subjektiver Wahrnehmung, der Perspektive eines weitgereisten Deutschen. Was uns wichtig im Leben ist, ist nicht unbedingt gleich. Wobei es auf der tieferen Überlebensebene sicher mehr Gleichheit auf der Welt gibt, als wir vielleicht zunächst vermuten würden. Nach einem gedanklichen Streifzug durch verschiedene aktuelle Erscheinungen wie: Beziehung, Erziehung, Flüchtlingskrise, Weitergabe von Traumatisierungen, bei uns auch noch aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Forderung von Obergrenzen, der Tendenz zum Kreisverkehr, Sinn und Unsinn von Phobien und den Folgen einer immer transparenter werdenden Welt-Gemeinschaft bei auseinanderdriftender Werte-Gemeinschaft, lade ich zu einer Bilderreise durch einen ganz normalen Samstag in Puerto Plata ein.  

Weiterlesen …

Happy Hour: Oder: Kleine Gedankenspiele zwischen der Unendlichkeit des karibischen Lebensgefühls und der Endlichkeit des Kölner Karnevals (WehrWolter ww 287 – Hans Wolter)

Wir sitzen gerade auf unserer Strandliege am Cabarete-Beach und ich mache mir krumme Gedanken darüber, wieso die Menschen hier in der Dominikanischen Republik irgendwie leichter leben, als wir in cOld Germany. Sie lachen mehr als bei uns zu Hause und scheinen auch weniger streng mit sich selbst und dem Leben an sich umzugehen. Nun bin ich als Urkölner auch weniger streng mit mir und dem Leben, aber hier lebt es sich noch spürbar lockerer. Natürlich ist man schnell bei Sonne, Meer und Wetter. Aber ich versuche die Dinge gerne immer noch ein wenig tiefer zu verstehen. Weiterlesen …

Angst vor Fremdem mit Mut und Vertrauen ins Leben begegnen & wachsen – Unsere Tour durch die 27 Wasserfälle von Damajagua – Dominikanische Republik – (WehrWolter – ww 286 – Hans Wolter)

Männer haben keine Angst. Zumindest nicht öffentlich. Das erlebe ich täglich in meinem Job. Okay, ohne mein Bond-Girl hätte ich diese Wasser-Exkursion durch den dominikanischen Damajagua sicher nicht gemacht. Geködert wurde ich mit der Aussage, dass ich schöne Wasserfälle zu sehen bekäme. Dass ich allerdings dadurch springen, rutschen, tauchen und schwimmen musste, erfuhr ich erst in dem kleinen Bus, mit dem wir in die Berge hinter Puerto Plata, der größten Stadt im Norden der karibischen Insel, gebracht wurden. Mit uns an Bord ein Pärchen aus Kanada, eins aus Frankreich und der alleinreisende Informatiker Philipp aus Frankfurt. Hier ahnten wir noch nicht, dass nur Philipp und wir, von dieser kleinen Schicksalsgemeinschaft später von der höchsten Klippe, gefühlte 15 Meter ins Ungewisse springen sollten. Die anderen nahmen an der Stelle den Klettersteig. Wer jetzt einen Reisebericht mit schönen Fotos erwartet, liegt richtig. Wer mich kennt darf aber auch vermuten, dass ich als Zugabe auch einige psychologischen Zusammenhänge darstellen werde. Der Titel lässt nicht zu Unrecht vermuten, dass ich auch ein wenig zur Fremdenangst und zum Angst-Geschäft der Populisten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskatastrophe sagen werde. Ein wenig. Der Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation unseres größten Abenteuers in der Dominikanischen Republik. Weiterlesen …

Medienrealität ist immer auch ein Stück Fake-News. Nicht nur bei Facebook, auch in der öffentlich-rechtlichen Fernsehberichterstattung – Der Fall (!) Angela Merkel in den russischen Medien – eine kurze persönliche Fall-Beschreibung hinter den Kulissen – Wirklichkeit ist immer subjektiv und konstruiert (Watzlawick) – (WehrWolter – ww 285 – Hans Wolter)

Umdeuten ist eine Therapietechnik, die die Tatsache verwendet, dass alle „Regeln“, alle Wirklichkeiten zweiter Ordnung relativ sind, dass das Leben so ist, wie du sagst, dass es ist. (Paul Watzlawick)

Wo hört Verschwörungstheorie auf, wo fängt Paranoia an? Ist an den Behauptungen etwas dran, dass Trump durch Social-Media-Aktivitäten aus Russland die Wahlen in den USA gewonnen hat? Je nachdem zu welchem Lager man gehört, wird man das eine oder das andere als Fake ansehen. Ansehen wollen. Wir sehen übrigens nicht nur das, was wir wissen. Wir sehen auch das, was wir wollen. Nicht selten auch das, was wir sollen. Weiterlesen …

Messerattacke auf Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein – Impulsdurchbrüche sind nicht nationalitätengebunden – Die Verrohung in der öffentlichen Wahrnehmung verschiebt die Grenzen des sozialen Schutzschildes – Henriette Reker: „Hass und Gewalt sind keine Lösung, sie sind das Problem.“ (WehrWolter – ww 284 – Hans Wolter)

Ein 56-jähriger Mann sticht den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein in den Hals. Als ehrenamtliche Politiker war er gerade dabei sich einen Döner zu bestellen. Der Täter vergewisserte sich, ob er der Bürgermeister sei, (der vor nicht allzu langer Zeit mit dem Integrationspreis für sein Engagement in der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel ausgezeichnet wurde). Die Tatsache, dass der Täter ein Deutscher ist, wie auch vor zwei Jahren im Fall der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, macht es all Denjenigen schwerer, die das Böse gern am Fremdländer festmachen. Es habe wiederholt „von Hass durchtränkte anonyme Mails“ gegeben, sagte Hollstein. Auch am Tag nach dem Messerattentat habe er Mails bekommen von Absendern, „die die Tat für richtig halten“. „Genau deshalb werde ich weitermachen und mich weiter für Menschen einsetzen.“

Weiterlesen …

Loslassen: eine lebenslange Aufgabe für jeden von uns. Warum fällt es uns so schwer? Überlegungen & Tipps am Beispiel: Generationswechsel im Unternehmen – (WehrWolter – ww 281 – Hans Wolter)

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit dem Thema Loslassen konfrontiert. Denn das Loslassen ist die Gegenseite der Bindung. Wir müssen unsere Kindheit loslassen, die eigenen Kinder loslassen, wenn sie erwachsen geworden sind, irgendwann müssen wir unsere Berufstätigkeit loslassen oder auch das eigene Unternehmen. Hierzu hat mich das Unternehmerradio interviewt und vor kurzem dazu einen Podcast veröffentlicht. Weiterlesen oder Reinhören auf: WehrWolter.com

Weiterlesen …

Astrid Lindgren zum 110. Geburtstag: Wie die Mutmacherin sich erfolgreich aus ihrer frühen tiefen LebensKrise schreiben konnte – Literatur fördert seelische Bearbeitungsprozesse (WehrWolter – ww 280 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“ (Astrid Lindgren)

Astrid Lindgren wäre 110 Jahre alt geworden. Heute am 14. November 2017. So alt wird so gut wie keiner. Aber irgendwie ist sie ja unsterblich. Wer öfter schon einmal im Inhaltsverzeichnis meines Blogs gestöbert hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich schon öfter über die Mutter von Pippi Langstrumpf geschrieben habe. Diese Frau begeistert mich auf mehreren Ebenen. Herausheben möchte ihre Qualitäten  und Verdienste als Mutmacherin und ihren ungraden Weg einer sich frei schreibenden Schriftstellerin. Weiterlesen …

Einladung zum AndersSehn – 20 Jahre und mehr: leidenschaftliche Psycho-Logik – Praxis Dipl.-Psych. Hans Wolter & WehrWolter & Club der lebendigen Poeten (WehrWolter – ww 279 – Hans Wolter)

„Augenblick verweile doch, Du bist so schön!“

Spricht Faust diese Worte aus, hat er die Wette mit Mephisto und damit seine Seele verloren. Auch wenn der Johann Wolfgang so etwas wie der Patenonkel meines nun schon langjährigen Stürmen und Drängens ist, möchte ich doch einmal gerne kurz innehalten. Verweilen, um mich für das bisher Erreichte zu bedanken und zu feiern.

 

Einladung zum AndersSehn –

20 Jahre und mehr leidenschaftliche Psycho-Logik

4 wichtige Dinge möchte ich feiern:

1.  21 Jahre Psychologische Praxis Wolter auf der Dürener Straße in Köln-Lindenthal

2.  3 Jahre Blog WehrWolter

3.  1 Jahr Club der lebendigen Poeten

4. Start des neuen Projektes TiefenKraft

 

Macht zusammen 25 😉

Weiterlesen …

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
Weiterlesen …

Krass, konnte Günter Grass sein – 90 wäre er heute geworden– Der streitbare Schriftsteller war anders – Im kleine Oskar mit der Blechtrommel, dem großen Nein-Sager, sehen wir einen charakteristischen Selbstanteil des nicht unumstrittenen Nobelpreis-Autors (WehrWolter – ww 275 – Hans Wolter)

„Erst als die immer schon Heimischen sich fremd genug waren, begannen auch sie in all den Fremden, die mühsam gelernt hatten, ihr Fremdsein zu ertragen, sich selbst zu erkennen und mit ihnen zu leben.“

Das sagte der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der heute 90 Jahre alt geworden wäre – in seinem letztem Buch: „Vonne Endlichkait“, an dem er bis zum letzten Tag seines Lebens geschrieben hat.

Bekannt wurde der streitbare und stets politisch aktive Schriftsteller mit seinem grotesk-satirischen Entwicklungs- und Zeitroman „Die Blechtrommel“ (1959) Zu diesem Buch habe ich eine besondere, eine persönliche Verbindung. Auf meiner AbiAbschlussfahrt mit dem Deutsch-LK, schaffte es unsere Lehrerin, die taffe Frau Zumpe, dass wir mit Volker Schlöndorff und seiner Frau Margarethe von Trotta, am Rande der Dreharbeiten in Danzig über das Werk diskutieren konnten. Dazu später ein wenig mehr.

Weiterlesen …

Internationaler Mädchentag – Übergänge bewusst fördern! Vom Mädchen zur Frau – vom Jungen zum Mann – Vom Erwachsenen zur Elternschaft – auch die Mutmacherin Astrid Lindgren kämpfte mit Gefühlen einer schuldgeplagten Mutter – (WehrWolter – ww 274 – Hans Wolter)

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ (J.W. Goethe)

Als Vater eines Mädchens und eines Jungens, weiß ich um das Glück und die Traurigkeit in den Übergängen. Beide sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus. Leon ist gerade aktuell ausgezogen, um in Bonn zu studieren. Meine Gefühle sind an diesen Wendepunkten immer gemischt. Wie Aprilwetter mit Herbststürmen. Weiterlesen …

Skulpturenpark 2017 im Katharinenhof – Anne und Konrad Beikircher – TheRhineArt zeigt 48 Künstler – Erster Preis: KlangWellen von Frauke Eckhardt – Finissage 13. Oktober 2017 (WehrWolter – ww 273 – Hans Wolter)

Die dritte Skulpturenpark-Ausstellung neigt sich dem Ende zu. Finissage und Verleihung des Publikumspreises finden am Freitag den 13. Oktober 2017 ab 16 Uhr statt. Die diesjährige Ausstellung war künstlerisch noch einmal eine deutliche qualitative Steigerung zum letzten Jahr.
Der Katharinenhof von Anne und Konrad Beikircher bietet ein tolles Ambiente für Kunst, insbesondere für Skulpturen. Ein Ausflug lohnt sich.
KlangWellen von Frauke Eckhardt wurde diesmal von der Jury eindeutig zur Siegerin gekürt.

Weiterlesen …

Tag der offenen Moschee unter dem Motto: Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft – „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ (Goethe) – Einblicke in die Kölner Zentralmoschee (DITIB) – (WehrWolter – ww 272 – Hans Wolter)

Seit nunmehr 10 Jahren, also seit 2007 findet jedes Jahr am 3. Oktober, also am Tag der Deutschen Einheit auch der Tag der Offenen Moschee statt. An dieser Aktion beteiligen sich über 350 Moscheen in Deutschland. Verantwortlich ist der Koordinationsrat der Muslime (KRM). Ich finde solche Aktionen wichtig, um Ängste und Unwissenheit zwischen den Kulturen abzubauen. Zumal es im Zusammenhang mit den terroristischen Anschlägen des sogenannten „Islamischen Staates“ leicht zu einem Zerrbild der islamischen Kultur insgesamt kommen kann.

In Köln-Ehrenfeld steht die große DITIB-Zentralmoschee, eine architektonisch und atmosphärische eindrucksvolle Bereicherung unserer Stadt. Hell, transparent, sympathisch und spirituell. Sie reiht sich auf eine besondere Art und Weise in die jahrtausendealte Kirchentradition Kölns ein.

Ich habe einmal einen kleinen Einblick anhand eigener Bilder, eines kurzen Filmes, erweitert um einige poetische Zeilen aus Goethes „West-östlichem-Divan“ zusammengestellt. Weiterlesen …

Chancen und Risiken der Selbstliebe – Von Trump Donald über Tramp Charlie zu Steve Jobs – Gedanken zum Narzissmus und der notwendigen Liebe zu uns selbst und unseren Werken – (WehrWolter – ww 270 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.“ (Charlie Chaplin an seinem 70sten Geburtstag)

 „Zeig mir jemanden ohne Ego, und ich zeig dir einen Verlierer.“ (Donald Trump)

Gesunde Selbstliebe ist wichtig für unsere seelische Gesundheit, aber nicht unbedingt selbstverständlich. Wobei schon im Bibelwort: „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Ausdruck kommt, dass eine positive Beziehung zu uns selbst die Voraussetzung darstellt, auch den anderen Menschen lieben zu können. Ich möchte gerne für eine gesunde Selbstliebe werben und diese vom ungesunden Narzissmus abgrenzen. Wie viele Dinge im Leben geht es auch hier um das rechte Maß. Weiterlesen …

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

Weiterlesen …