Category Archives: Kultur

Das Leben ist was Du draus machst – Yoko Ono – Happy 85! – Unplanbar – John Lennon – (WehrWolter – ww 294 – Hans Wolter)

Achtet auf die Schritte, die wir machen, wenn wir gehen. Wir schweben, dann betreten wir wieder die Erde, mit jedem Schritt, mit jedem Tag (Yoko Ono)

85 wird sie. Herzlichen Glückwunsch Yoko Ono! Natürlich hatte sie noch viele Pläne mit ihrem John. Am 8. Dezember 1980, fotografiert Annie Leibovitz das Paar für die Titelseite des „Rolling Stone“, John kauert sich nackt an seine schwarzgekleidete Yoko, küsst sie und umrahmt ihr Gesicht mit seinem Arm. Acht Stunden später ist er tot. „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ John Lennon schrieb diese Zeile für seinen Song „Beautiful Boy“, die auf dem Album „Double Fantasy“ von 1980 zu hören ist. Noch im selben Jahr sollte dieser Satz für ihn und seine Frau Yoko unfassbare Gewissheit werden. Der frühere Beatles-Sänger und -Gitarrist starb durch die Kugel eines geistig verwirrten Attentäters.

Man möchte denken, ich sei klein, aber ich habe ein Universum in meinem Geiste (Yoko Ono) Weiterlesen …

Glaub mir, die Liebe gewinnt! (Brings) – Köln kann Karneval & Vielfalt und tanzt aus der Reihe – Collage zur kölschen Seele (WehrWolter – ww 293 – Hans Wolter)

Kurzer Überblick: Köln tanzt aus der Reihe: „Mer Kölsche danze us der Reih“ – so lautet das Motto für den Karneval 2018. Karneval ist einfach & mehr! Brauchtum verbindet. Die Lieder sind nicht nur lustig und multikulturell. Köln produziert echte Volkslieder. Seit Generationen immer wieder frisch, frech und häufig eher fröhlich als ängstlich. Eine kleine Collage der Kölner Seele am Beispiel des neuen Liedes „Liebe gewinnt“ von Brings. Natürlich singe ich nicht ausschließlich eine Lobeshymne auf die Stadt mit den zwei Türmen. Meine Stadt ist einerseits vielfältig, kreativ und liebenswert, andererseits gibt es Führungs- und Focussierungs-Schwächen. Köln ist seit Jahrhunderten schon eine bunte, eine multikulturelle Stadt. Daher trafen uns die Ausschreitungen in der sogenannten „Kölner Silvesternacht“ auch unvorbereitet und tief. Schwerpunkt meines Beitrags ist allerdings: Köln kann Karneval und mehr, als es sich selbst bewusst ist.

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Poetica4 – Beyond Identities – Einblick1 – Von Hans-im-Glück und der Kunst der Verwandlung – Festival für Weltliteratur – Morphomata, Universität Köln – (WehrWolter – ww 292 – Hans Wolter)

„Ein Gedicht, kann uns körperlich und psychisch verändern“ (Yoko Tawada)

The ART of Transformation

Glück und Un-Glück sind zwei Seiten derselben Sache. Je nach Standpunkt. Hat Hans-im-Glück eigentlich Glück, Un-Glück oder macht er einfach nur das Beste aus dem, was ihm auf seiner Wanderschaft gerade zufällt und begegnet? Er scheint in seiner Mitbewegungs-Kunst eine glückliche Verwandlung voranzutreiben. Ja, ich bin gestern unverhofft in einem Märchen gelandet. Zunächst lief recht viel schief. Damit meine ich nicht den Ausgang des FC-Spiels. Wobei der auch mit reinwirkte. Nein, auf dem Weg zum Finale der poetica4 fiel mir das Pech nur so zu. Irgendwann aber kam es zu einem wundersamen Wendepunkt. Hin zu glücklichen Ereignissen. Diese Geschichte ist rasch erzählt. Zugleich versuche ich einmal einen ersten kleinen Einblick in die poetica4, dem Festival der Weltliteratur zu geben.

„Tief in die Lektüre versunken, vergessen wir oft unsere Identität und befinden uns in einem fremden Leben. Wir gehen in Manhattan spazieren, obwohl wir in Köln leben. Weiterlesen …

Alternative Fakten: das Unwort für die Unterspülung unserer sozialen Fundamente. Einsturz des Kölner Stadtarchivs als Mahnmal gegen gefährliche Hasardeure wie Trump, AfD & Co. (WehrWolter – ww 291 – Hans Wolter)

Täuscht mich das oder liegen die Worte Fake und Fakten erstaunlich nahe beieinander?

Was nicht passt wird passend gemacht. Bei Bob dem Baumeister finden wir das klasse, beim amerikanischen Präsidenten gehen die Ansichten schon diametral auseinander, beim Kölner U-Bahnbau hatte diese Hemdsärmeligkeit verheerende Folgen. Zu den meisten Dingen im Leben gibt es unterschiedliche Perspektiven. Allerdings gibt es grundlegende Gesetzmäßigkeiten, die sich in der Realität nicht beliebig zurechtbiegen lassen. In Träumen gibt es sehr viel mehr Spielräume, aber selbst die folgen einer Psycho-Logik. Die menschliche Fehleinschätzung eines Hindernisses beim Kölner U-Bahnbau und das vierjährige Ignorieren der Folgen, bestrafte die Natur gewaltig. Leise schuf das Wasser über Jahre hinweg neue Fakten. Doch diese werden erst neun Jahre später gerichtlich behandelt. Weiterlesen …

Loving Vincent, er hat es verdient! Bist Du nicht der Richtige, kämpfst Du Dein Leben ums GesehenWerden – Seelenverwandtes zwischen Van Gogh, Dali, Rilke und Ronaldo – Ein Film in Öl – Ins Feuer der Intensität (WehrWolter – ww 290 – Hans Wolter)

„Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschränkt und übervorsichtig.“ (Vincent van Gogh)

Nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Oder doch, falls wir Zauber nicht nur als gut ansehen. Die 13te Fee sprach beispielsweise einen Fluch mit fataler Wirkung zur Geburt von Dornröschen aus. Im Anfang war …? Vincent war schon im Bauch der Mutter nicht der Richtige. Der richtige Vincent war bereits tot. Wenn du in so eine Verwirrung hineingeboren wirst, kämpfen in dir, manchmal lebenslang, der richtige und der falsche Vincent. Der Kampf um das GesehenWerden der Ungewünschten und Andersgewünschten. Im Alter von 37 Jahren beendete eine Kugel in Van Goghs Bauch diesen Kampf. Wer hat sie abgefeuert und welchem Vincent galt sie? Schade, dass beide so früh gestorben sind. Schade, dass Vincents Eltern den Verlust des ersten Vincents nicht verkraften konnten und sie damit den zweiten Vincent nicht als das Kind annehmen konnten, was er war. Schade, dass Vincent den Kampf ums GesehenWerden erst nach seinem Tod gewinnen konnte. Aber, da ist er ja nicht der einzige. Nicht wenige haben ihr Kreuz zu tragen.

„Mancher Mensch hat ein großes Feuer in der Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.“ (Vincent van Gogh) Weiterlesen …

Terroranschlag Berliner Breitscheidplatz: Verwundete Seelen brauchen Anteilnahme, Anerkennung und klare Worte, statt Floskeln. Deutsche Politiker und Bürokraten zeigen wenig Menschenkenntnis – Kritik an Angela Merkel (WehrWolter – ww 289 – Hans Wolter)

„Mama kann nicht tot sein, weil ich noch mit ihr sprechen will“ (5-jährige Tochter der verstorbenen Nada Czimar)

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt jährt sich. Die Psyche wird in Deutschland immer noch erstaunlich unterschätzt. Medien und Politiker sichern sich wieder einen Platz in der ersten Reihe der Traueraktionen. 12 Menschen sind im letzten Jahr sinnlos gestorben. Die Angehörigen beklagen sich darüber, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel in keiner Form einen persönlichen Kontakt zu ihnen aufgenommen hat. Psychologisch hat man, meiner Meinung nach, sehr viele Fehler im nachträglichen Umgang mit dieser Katastrophe gemacht. Wie übrigens oft in Deutschland. Der Deutsche mag organisieren können, aber in solchen Fällen richtet sich die Bürokratie häufig eher gegen die Opfer, als dass zunächst einmal direkte Hilfestellungen angeboten werden. Wäre ich Zyniker, würde ich den Text titeln: Bankenrettung funktioniert in unserem Lande besser als emotionale Hilfestellung.

Beziehung kann heilen, Distanz krankmachen. Diese Erfahrung möchte ich, ausgehend von diesem traurigen Ereignis ein wenig weiter ausführen und einen kurzen differenzierten Überblick geben, mit welchen psychischen Erkrankungen wir rechnen müssen und wie wir ihnen wirkungsvoll begegnen können.

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Der Bus ist voll. Wer bestimmt die Obergrenze? Gedanken- und Bilderreise: samstags in Puerto Plata (WehrWolter – ww 288 – Hans Wolter)

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ein kleines Abenteuer mit einigen großen persönlichen Gedankensprüngen beschreiben. Das Stück spielt in unserem aktuellen Urlaub in der Dominikanischen Republik und wird mit realen Fotos und Filmausschnitten unterlegt. Ausgehend von einer nicht alltäglichen Busfahrt, mache ich mir Gedanken über das unterschiedliche Funktionieren von sozialen Gemeinschaften. Hierbei vergleiche ich unterschiedliche Wert-Vorstellungen aus meiner subjektiver Wahrnehmung, der Perspektive eines weitgereisten Deutschen. Was uns wichtig im Leben ist, ist nicht unbedingt gleich. Wobei es auf der tieferen Überlebensebene sicher mehr Gleichheit auf der Welt gibt, als wir vielleicht zunächst vermuten würden. Nach einem gedanklichen Streifzug durch verschiedene aktuelle Erscheinungen wie: Beziehung, Erziehung, Flüchtlingskrise, Weitergabe von Traumatisierungen, bei uns auch noch aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Forderung von Obergrenzen, der Tendenz zum Kreisverkehr, Sinn und Unsinn von Phobien und den Folgen einer immer transparenter werdenden Welt-Gemeinschaft bei auseinanderdriftender Werte-Gemeinschaft, lade ich zu einer Bilderreise durch einen ganz normalen Samstag in Puerto Plata ein.  

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Happy Hour: Oder: Kleine Gedankenspiele zwischen der Unendlichkeit des karibischen Lebensgefühls und der Endlichkeit des Kölner Karnevals (WehrWolter ww 287 – Hans Wolter)

Wir sitzen gerade auf unserer Strandliege am Cabarete-Beach und ich mache mir krumme Gedanken darüber, wieso die Menschen hier in der Dominikanischen Republik irgendwie leichter leben, als wir in cOld Germany. Sie lachen mehr als bei uns zu Hause und scheinen auch weniger streng mit sich selbst und dem Leben an sich umzugehen. Nun bin ich als Urkölner auch weniger streng mit mir und dem Leben, aber hier lebt es sich noch spürbar lockerer. Natürlich ist man schnell bei Sonne, Meer und Wetter. Aber ich versuche die Dinge gerne immer noch ein wenig tiefer zu verstehen. Weiterlesen …

Angst vor Fremdem mit Mut und Vertrauen ins Leben begegnen & wachsen – Unsere Tour durch die 27 Wasserfälle von Damajagua – Dominikanische Republik – (WehrWolter – ww 286 – Hans Wolter)

Männer haben keine Angst. Zumindest nicht öffentlich. Das erlebe ich täglich in meinem Job. Okay, ohne mein Bond-Girl hätte ich diese Wasser-Exkursion durch den dominikanischen Damajagua sicher nicht gemacht. Geködert wurde ich mit der Aussage, dass ich schöne Wasserfälle zu sehen bekäme. Dass ich allerdings dadurch springen, rutschen, tauchen und schwimmen musste, erfuhr ich erst in dem kleinen Bus, mit dem wir in die Berge hinter Puerto Plata, der größten Stadt im Norden der karibischen Insel, gebracht wurden. Mit uns an Bord ein Pärchen aus Kanada, eins aus Frankreich und der alleinreisende Informatiker Philipp aus Frankfurt. Hier ahnten wir noch nicht, dass nur Philipp und wir, von dieser kleinen Schicksalsgemeinschaft später von der höchsten Klippe, gefühlte 15 Meter ins Ungewisse springen sollten. Die anderen nahmen an der Stelle den Klettersteig. Wer jetzt einen Reisebericht mit schönen Fotos erwartet, liegt richtig. Wer mich kennt darf aber auch vermuten, dass ich als Zugabe auch einige psychologischen Zusammenhänge darstellen werde. Der Titel lässt nicht zu Unrecht vermuten, dass ich auch ein wenig zur Fremdenangst und zum Angst-Geschäft der Populisten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskatastrophe sagen werde. Ein wenig. Der Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation unseres größten Abenteuers in der Dominikanischen Republik. Weiterlesen …

Medienrealität ist immer auch ein Stück Fake-News. Nicht nur bei Facebook, auch in der öffentlich-rechtlichen Fernsehberichterstattung – Der Fall (!) Angela Merkel in den russischen Medien – eine kurze persönliche Fall-Beschreibung hinter den Kulissen – Wirklichkeit ist immer subjektiv und konstruiert (Watzlawick) – (WehrWolter – ww 285 – Hans Wolter)

Umdeuten ist eine Therapietechnik, die die Tatsache verwendet, dass alle „Regeln“, alle Wirklichkeiten zweiter Ordnung relativ sind, dass das Leben so ist, wie du sagst, dass es ist. (Paul Watzlawick)

Wo hört Verschwörungstheorie auf, wo fängt Paranoia an? Ist an den Behauptungen etwas dran, dass Trump durch Social-Media-Aktivitäten aus Russland die Wahlen in den USA gewonnen hat? Je nachdem zu welchem Lager man gehört, wird man das eine oder das andere als Fake ansehen. Ansehen wollen. Wir sehen übrigens nicht nur das, was wir wissen. Wir sehen auch das, was wir wollen. Nicht selten auch das, was wir sollen. Weiterlesen …

Messerattacke auf Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein – Impulsdurchbrüche sind nicht nationalitätengebunden – Die Verrohung in der öffentlichen Wahrnehmung verschiebt die Grenzen des sozialen Schutzschildes – Henriette Reker: „Hass und Gewalt sind keine Lösung, sie sind das Problem.“ (WehrWolter – ww 284 – Hans Wolter)

Ein 56-jähriger Mann sticht den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein in den Hals. Als ehrenamtliche Politiker war er gerade dabei sich einen Döner zu bestellen. Der Täter vergewisserte sich, ob er der Bürgermeister sei, (der vor nicht allzu langer Zeit mit dem Integrationspreis für sein Engagement in der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel ausgezeichnet wurde). Die Tatsache, dass der Täter ein Deutscher ist, wie auch vor zwei Jahren im Fall der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, macht es all Denjenigen schwerer, die das Böse gern am Fremdländer festmachen. Es habe wiederholt „von Hass durchtränkte anonyme Mails“ gegeben, sagte Hollstein. Auch am Tag nach dem Messerattentat habe er Mails bekommen von Absendern, „die die Tat für richtig halten“. „Genau deshalb werde ich weitermachen und mich weiter für Menschen einsetzen.“

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Loslassen: eine lebenslange Aufgabe für jeden von uns. Warum fällt es uns so schwer? Überlegungen & Tipps am Beispiel: Generationswechsel im Unternehmen – (WehrWolter – ww 281 – Hans Wolter)

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit dem Thema Loslassen konfrontiert. Denn das Loslassen ist die Gegenseite der Bindung. Wir müssen unsere Kindheit loslassen, die eigenen Kinder loslassen, wenn sie erwachsen geworden sind, irgendwann müssen wir unsere Berufstätigkeit loslassen oder auch das eigene Unternehmen. Hierzu hat mich das Unternehmerradio interviewt und vor kurzem dazu einen Podcast veröffentlicht. Weiterlesen oder Reinhören auf: WehrWolter.com

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Astrid Lindgren zum 110. Geburtstag: Wie die Mutmacherin sich erfolgreich aus ihrer frühen tiefen LebensKrise schreiben konnte – Literatur fördert seelische Bearbeitungsprozesse (WehrWolter – ww 280 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“ (Astrid Lindgren)

Astrid Lindgren wäre 110 Jahre alt geworden. Heute am 14. November 2017. So alt wird so gut wie keiner. Aber irgendwie ist sie ja unsterblich. Wer öfter schon einmal im Inhaltsverzeichnis meines Blogs gestöbert hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich schon öfter über die Mutter von Pippi Langstrumpf geschrieben habe. Diese Frau begeistert mich auf mehreren Ebenen. Herausheben möchte ihre Qualitäten  und Verdienste als Mutmacherin und ihren ungraden Weg einer sich frei schreibenden Schriftstellerin. Weiterlesen …

Einladung zum AndersSehn – 20 Jahre und mehr: leidenschaftliche Psycho-Logik – Praxis Dipl.-Psych. Hans Wolter & WehrWolter & Club der lebendigen Poeten (WehrWolter – ww 279 – Hans Wolter)

„Augenblick verweile doch, Du bist so schön!“

Spricht Faust diese Worte aus, hat er die Wette mit Mephisto und damit seine Seele verloren. Auch wenn der Johann Wolfgang so etwas wie der Patenonkel meines nun schon langjährigen Stürmen und Drängens ist, möchte ich doch einmal gerne kurz innehalten. Verweilen, um mich für das bisher Erreichte zu bedanken und zu feiern.

 

Einladung zum AndersSehn –

20 Jahre und mehr leidenschaftliche Psycho-Logik

4 wichtige Dinge möchte ich feiern:

1.  21 Jahre Psychologische Praxis Wolter auf der Dürener Straße in Köln-Lindenthal

2.  3 Jahre Blog WehrWolter

3.  1 Jahr Club der lebendigen Poeten

4. Start des neuen Projektes TiefenKraft

 

Macht zusammen 25 😉

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Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Krass, konnte Günter Grass sein – 90 wäre er heute geworden– Der streitbare Schriftsteller war anders – Im kleine Oskar mit der Blechtrommel, dem großen Nein-Sager, sehen wir einen charakteristischen Selbstanteil des nicht unumstrittenen Nobelpreis-Autors (WehrWolter – ww 275 – Hans Wolter)

„Erst als die immer schon Heimischen sich fremd genug waren, begannen auch sie in all den Fremden, die mühsam gelernt hatten, ihr Fremdsein zu ertragen, sich selbst zu erkennen und mit ihnen zu leben.“

Das sagte der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der heute 90 Jahre alt geworden wäre – in seinem letztem Buch: „Vonne Endlichkait“, an dem er bis zum letzten Tag seines Lebens geschrieben hat.

Bekannt wurde der streitbare und stets politisch aktive Schriftsteller mit seinem grotesk-satirischen Entwicklungs- und Zeitroman „Die Blechtrommel“ (1959) Zu diesem Buch habe ich eine besondere, eine persönliche Verbindung. Auf meiner AbiAbschlussfahrt mit dem Deutsch-LK, schaffte es unsere Lehrerin, die taffe Frau Zumpe, dass wir mit Volker Schlöndorff und seiner Frau Margarethe von Trotta, am Rande der Dreharbeiten in Danzig über das Werk diskutieren konnten. Dazu später ein wenig mehr.

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Internationaler Mädchentag – Übergänge bewusst fördern! Vom Mädchen zur Frau – vom Jungen zum Mann – Vom Erwachsenen zur Elternschaft – auch die Mutmacherin Astrid Lindgren kämpfte mit Gefühlen einer schuldgeplagten Mutter – (WehrWolter – ww 274 – Hans Wolter)

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ (J.W. Goethe)

Als Vater eines Mädchens und eines Jungens, weiß ich um das Glück und die Traurigkeit in den Übergängen. Beide sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus. Leon ist gerade aktuell ausgezogen, um in Bonn zu studieren. Meine Gefühle sind an diesen Wendepunkten immer gemischt. Wie Aprilwetter mit Herbststürmen. Weiterlesen …

Skulpturenpark 2017 im Katharinenhof – Anne und Konrad Beikircher – TheRhineArt zeigt 48 Künstler – Erster Preis: KlangWellen von Frauke Eckhardt – Finissage 13. Oktober 2017 (WehrWolter – ww 273 – Hans Wolter)

Die dritte Skulpturenpark-Ausstellung neigt sich dem Ende zu. Finissage und Verleihung des Publikumspreises finden am Freitag den 13. Oktober 2017 ab 16 Uhr statt. Die diesjährige Ausstellung war künstlerisch noch einmal eine deutliche qualitative Steigerung zum letzten Jahr.
Der Katharinenhof von Anne und Konrad Beikircher bietet ein tolles Ambiente für Kunst, insbesondere für Skulpturen. Ein Ausflug lohnt sich.
KlangWellen von Frauke Eckhardt wurde diesmal von der Jury eindeutig zur Siegerin gekürt.

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Tag der offenen Moschee unter dem Motto: Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft – „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ (Goethe) – Einblicke in die Kölner Zentralmoschee (DITIB) – (WehrWolter – ww 272 – Hans Wolter)

Seit nunmehr 10 Jahren, also seit 2007 findet jedes Jahr am 3. Oktober, also am Tag der Deutschen Einheit auch der Tag der Offenen Moschee statt. An dieser Aktion beteiligen sich über 350 Moscheen in Deutschland. Verantwortlich ist der Koordinationsrat der Muslime (KRM). Ich finde solche Aktionen wichtig, um Ängste und Unwissenheit zwischen den Kulturen abzubauen. Zumal es im Zusammenhang mit den terroristischen Anschlägen des sogenannten „Islamischen Staates“ leicht zu einem Zerrbild der islamischen Kultur insgesamt kommen kann.

In Köln-Ehrenfeld steht die große DITIB-Zentralmoschee, eine architektonisch und atmosphärische eindrucksvolle Bereicherung unserer Stadt. Hell, transparent, sympathisch und spirituell. Sie reiht sich auf eine besondere Art und Weise in die jahrtausendealte Kirchentradition Kölns ein.

Ich habe einmal einen kleinen Einblick anhand eigener Bilder, eines kurzen Filmes, erweitert um einige poetische Zeilen aus Goethes „West-östlichem-Divan“ zusammengestellt. Weiterlesen …

Chancen und Risiken der Selbstliebe – Von Trump Donald über Tramp Charlie zu Steve Jobs – Gedanken zum Narzissmus und der notwendigen Liebe zu uns selbst und unseren Werken – (WehrWolter – ww 270 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.“ (Charlie Chaplin an seinem 70sten Geburtstag)

 „Zeig mir jemanden ohne Ego, und ich zeig dir einen Verlierer.“ (Donald Trump)

Gesunde Selbstliebe ist wichtig für unsere seelische Gesundheit, aber nicht unbedingt selbstverständlich. Wobei schon im Bibelwort: „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Ausdruck kommt, dass eine positive Beziehung zu uns selbst die Voraussetzung darstellt, auch den anderen Menschen lieben zu können. Ich möchte gerne für eine gesunde Selbstliebe werben und diese vom ungesunden Narzissmus abgrenzen. Wie viele Dinge im Leben geht es auch hier um das rechte Maß. Weiterlesen …

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

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SelbstWerdung: Ideen zu Goethes 268. Geburtstag: „Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.“ Der abenteuerliche Weg zum Selbstbewusstsein: im Auf-und Ab von LebensVerDichtungen – (WehrWolter – ww 267 – Hans Wolter)

Goethe wurde am 28. August 1749 im auslaufenden Sommer geboren. Für viele Zeitgenossen scheint er antiquiert zu sein. Fack ju Göhte? Ich finde ihn immer wieder spannend! Daher wage ich anlässlich seines 268. Geburtstags einen kleinen Ausritt auf dem Entwicklungs-Weg seiner schwindelerregenden SelbstWerdung: von einer geburtlichen Nahtoderfahrung, über die Berufung im zweiten Bildungsweg, die Überwindung einer psychischen Impotenz in seinen sexuellen Italienerlebnissen, der Win-Win-Situation mit Schiller, zur produktiven Einsamkeit und Alters-Weisheit ~

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Gamescom – Leben und Leben (über-) lassen – Überlegungen zum digitalen In-der-Welt-Sein – Luzifer war auch mal Engel – Vom Erweiterungs- & Suchtpotential im Internet – (WehrWolter – ww 265 – Hans Wolter)

„Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit.“ (Piotr Czerski, polnischer Dichter)

Was haben die Spielmesse Gamescom und die digitale Welt des Internets mit Träumen, Phantasiewelten, Stilllegung und dem gefallen Engel und Lichtbringer Luzifer zu tun?

Kurz zusammengefasst: Sind Computerspiele und das Eintauchen in die digitalen Welten des Internets ein Machwerk des Teufels oder sind sie Lichtbringer? – Träume sind bewegtes Probehandeln das Stilllegung voraussetzt – Computerspiele ähneln luziden Träumen – Das diesjährige Motto „Einfach zusammen spielen“ ist nicht selten eine Umkehrung der Ausgangslage – Der Griff zum Handy kann die Zigarette ersetzen – Wenn Sehnsucht zur Sucht wird – Spielen als Probehandeln bringt weiter. Spielen als Ersatzhandeln legt still –

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Bußgelder nur für die Kleinen? Die Untätigkeit der Bundesregierung im Abgas-Skandal ist ein weiterer Skandal. Klima-Verschlechterung: auch im Vertrauen der Bürger auf Recht und Ordnung – (WehrWolter – ww 264 – Hans Wolter)

Neulich bekam ich eine „Schriftliche Verwarnung mit Verwarnungsgeld“, weil ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit um wenige Stundenkilometer überschritten hatte. Einerseits ärgerlich, andererseits sehe ich es irgendwo auch ein, dass die Stadt dafür Sorge tragen muss, dass eine gewisse Ordnung eingehalten wird. Auch wenn es immer wieder Aktionen gibt, die ich mehr als Geldbeschaffungsmaßnahme ansehe, als dass sie wirkliche pädagogisch motiviert wären. Meine Grundbereitschaft in das Vertrauen auf Ordnung in unser Gemeinwesen wird allerdings in letzter Zeit zunehmend strapaziert. Weiterlesen …

Kleines Plädoyer für ein friedliches Mit-und-Gegeneinander – Öffentlichkeit verringert Impulsdurchbrüche – Videobeweis als outgesourctes Über-Ich – Confederations Cup 2017 – (WehrWolter – ww 261 Hans Wolter)

Schlagworte: Überlegungen über den Fußball hinaus – Sport als Sublimierung kriegerischer Auseinandersetzung – Das Zusammenspiel von Affekten in einem geregelten Rahmen – Der öffentliche Blick verringert Aggressionen – Überwachungskameras als Prothese eines schwachen Über-Ichs – Freiheit braucht einen schützenden Rahmen – Weiterlesen …

Das JA-Wort zur Ehe für alle – Trauen hat mit Mut zu tun – Ein Sieg für Bindung und Toleranz – Von kalten zu heißen Kulturen – Die Psyche ist gesünder im MitBewegen – (WehrWolter – ww 260 – Hans Wolter)

Das erste Halbjahr 2017 geht mit einer historische Stunde im Bundestag zu Ende. Nach jahrzehntelangem Streit hat das Parlament die Ehe für Homosexuelle beschlossen. Das war möglich, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Vorschlag der Gewissensentscheidung den Weg hierzu freigemacht hatte. Sie selbst stimmte mit Nein. Das ist Demokratie. Neben SPD, Linken und Grünen stimmte auch ein Viertel der CDU/CSU-Fraktion für die völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen.
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Fukushima: Kampf der Betroffenen gegen die Verdrängungsversuche von Staat & Atomlobby – Tepco-Chef steht endlich vor Gericht – Über Sinn und Unsinn von Verdrängung. Beim Einzelnen und in Systemen. – (WehrWolter – ww 259 – Hans Wolter)

Fukushima: Warum hat es die Bewohner der Unglücksprovinz mehr als fünf Jahre gekostet, den damaligen Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata (77) und zwei weitere Verantwortliche vor ein Strafgericht zu bringen? Nach meiner Einschätzung haben der Staat und die Atomlobby hier ein starkes Verdrängungsmotiv. Der Staat könnte weiter das Ziel einer (Energie-) Autonomie Japans verfolgen, die Atomlobby will natürlich ihren wirtschaftlichen Gewinn weiter absichern.

Individuen verdrängen, indem sie aktiv versuchen zu vergessen. Dieser Prozess geschieht weitgehend unbewusst. Systeme versuchen über bürokratische Verschleppungen zu verdrängen. Das passiert nicht unbewusst, häufig aber unbemerkt. Jahrelange Prozesse sollen die Gegner einschläfern. Allerdings: Verdrängung ist nur kurzfristig gedacht eine Ersparnis. Weiterlesen …

„Schon als ich noch ein kleiner Junge war, … wollte ich immer nur eine Musik machen, … die die Herzen der Menschen öffnet… Das war mein Traum.“ (Daniel Dareus, Wie im Himmel) – R.I.P. Mikael Nyqvist – (WehrWolter – ww 258 – Hans Wolter)

„Schon als ich noch ein kleiner Junge war,… wollte ich immer nur eine Musik machen,… die die Herzen der Menschen öffnet… Das war mein Traum.“ (Daniel Dareus, Mikael Nyqvist)

„Wie im Himmel“ Die Geschichte in der der ausgebrannte Stardirigent Daniel Dareus seine Lebenskrise – die in Depression und Herzinfarkt beinahe versinkt – erfolgreich überwindet, steht im Ranking meiner Lieblingsfilme ganz oben. Der schwedische Schauspieler Mikael Nyqvist ist im unfassbar frühen Alter von 56 Jahren gestorben. Er verlor den Kampf gegen den Lungenkrebs.

Mich hat er besonders in seiner Lebensrolle „Wie im Himmel“ bewegt. Daher versuche ich in der Fokussierung auf diesen Film einen kleinen Nachruf für ihn zu verfassen. Weiterlesen …

Vater-Bilder wirken. Besonders in Abwesenheit. – Von Kohl & Kafka über Niki de Saint Phalle und Picasso zu Dostojewski & Freud (WehrWolter – ww 257 – Hans Wolter)

Das Leben ist wie ein Kartenspiel; wir werden geboren, ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt. (Niki de Saint Phalle)

Im Juni 2017 starb Helmut Kohl. Für die Söhne scheint es eher ein Trauerspiel als Trauer zu sein. Darüber wurde das Thema „Vater“ zum Wochenmotiv in unserem „Club der lebenden Poeten“. Unsere Facebookgruppe knöpft sich wöchentlich ein neues Thema vor. Ich war erstaunt, wie viele persönliche Beiträge zu Missbrauch und Misshandlung auf Ausdruck drängten und intensive Anteilnahme erfuhren. Natürlich gab es auch zahlreiche positive Beiträge zum Phänomen Vater. Weiterlesen …

Helmut Kohl – R.I.P. – Ein Realist der bei der deutschen Einheit und der europäischen Einheitswährung – zur rechten Zeit am rechten Ort – den Mantel der Geschichte am Zipfel packte – (WehrWolter – ww 256 – Hans Wolter)

Helmut Kohl ist tot. Nicht unerwartet, aber doch irgendwie auch plötzlich. Sicher war er nicht das, was ich einen Charismatiker nennen würde. Das war für mich eher eine Persönlichkeit wie Michail Gorbatschow, mit dem er das unerwartete Glück hatte, die deutsche Einheit aushandeln zu können. Kohl war in meinen Augen ein kluger Realpolitiker, der seine geringere Ausstrahlungskraft mit emsiger Beziehungsarbeit gut zu kompensieren wusste. Auch wenn es zahlreiche Rivalen gab, die in der Öffentlichkeit mehr zu wirken wussten, gelang er zielstrebig ins höchste deutsche Amt. Mit seinen 16 Amtsjahren war er auch der längste Bundeskanzler unseres Landes. Länger als sein Vorbild und geistiger Wunschvater Konrad Adenauer. Weiterlesen …

Beziehung & Erziehung werden einfach, wenn wir uns gegenseitig vertraut machen – Entschleunigung und das rechte Maß zwischen Nähe und Distanz finden: hört sich einfacher an, als es ist – Vom HänschenKlein zum Kleinen Prinz – (WehrWolter – ww 255 – Hans Wolter)

Früher war vieles einfacher. Dachte man zumindest. In Deutschland achtete man in Erziehung und Beziehungen mehr auf äußere Formen. Die empathische Einstellung auf das jeweilige Individuum stand nicht im Mittelpunkt. Sie wurde teilweise sogar als „gefährlich“ angesehen. „Wehret den Anfängen.“ Man befürchtete, Kinder oder Partner zu sehr verwöhnen zu können. Da stecken Menschenbilder von Gier und Maßlosigkeit hinter. Bilder denen wir ab und zu nochmal im Protest gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf deutschen Autobahnen begegnen. Um diese Triebhaftigkeit zu kontrollieren, verfiel man ins Gegenteil. Formalität, Sachlichkeit und vermeintliche Objektivität waren auch im sozialen Miteinander wichtiger, als der individuelle Mensch und das subjektive Empfinden. Kontrolle kann streckenweise vielleicht vor Willkür und Gefühlsausbrüchen schützen. Meist weisen aber diese Beziehungen weniger Tiefe und Echtheit aus. Damit geht nicht nur geringere innere Stabilität einher, es führt auch zu weniger Motivation und Leistungsvermögen. Vor allen Dingen führt es zu weniger Selbst-Vertrauen. Weiterlesen …

Stop Tihange – Kettenraktion: 90 km Menschenkette – Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen – Demo am 25. Juni fordert Abschalten des umstrittenen belgischen Atom-Meilers – Petition change.org – (WehrWolter – ww 253 – Hans Wolter)

Wegen Tausender kleiner Risse in den Reaktorbehältern von Tihange 2 und Doel 3 ist für deutsche Experten zweifelhaft, ob die Reaktoren bei Störfällen sicher sind. Die belgische Atomaufsicht hält sie aber für sicher. Gegen den Betrieb hat sich eine Allianz aus 90 Kommunen an der Grenze formiert.

Die Schweizer haben sich aktuell mit deutlicher Mehrheit für den Atomausstieg und eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien ausgesprochen. Nach Fukushima setzte sich auch die Physikerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgreich für einen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft ein. Das finde ich bemerkenswert. Zumal in der eigenen Partei und der Atomlobby viele Gegenstimmen laut wurden.  Aber in angrenzenden Nachbarländern sieht es anders aus. In Belgien ist der umstrittene beschädigte Atommeiler in Tihange wieder aktiv geworden.

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Bond, James Bond – Roger Moore R.I.P. – Was will der Mann, wenn nicht das eine? Manchmal: einfach nur spielen! – 007: Der vaterlose Held für vaterlose Söhne – (WehrWolter – ww 252 – Hans Wolter)

„Keiner macht es besser – in Liebe, Daniel“ Daniel Craig, der aktuelle James Bond zollt seinem Vorgänger Respekt. Die ganze 007-Familie trauert.

Der britische Schauspieler und James-Bond-Darsteller Sir Roger Moore ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Familie des Britten schrieb auf: „Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass unser geliebter Vater, Sir Roger Moore, in der Schweiz nach einem kurzen, mutigen Kampf gegen den Krebs verstorben ist.“

Roger Moore war für viele DER James Bond. Mir gefielen die alten Filme besser als die aktuellen. Da gab es noch den typischen smarten britischen Humor, den Moore unverwechselbar lebte. Die globalisierte Gleichmacherei tut meines Erachtens der Marke überhaupt nicht gut. Vielleicht gibt es durch den Brexit ja eine Rückbesinnung in neuem Zwirn? Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal über das Phänomen 007 geschrieben. Der Agent ist nicht nur ein Frauenheld. Da Männer für ihr Leben gerne spielen, gab es bei den englischen Agenten auch immer viel verrücktes Technik-Spielzeug. Da rettete Mann sich schon mal mit seiner Uhr oder mit Spezialeffekten im Schuhabsatz. Hierzu gleich noch ein wenig mehr. Zunächst noch einmal kurz zurück zum Helden. Weiterlesen …

Gewalt als Abwehr von Angst & Benachteiligung – Opfer-Täter-Verkehrung als Nachwirkungen der totalitären DDR – Studie zu „Ursachen des Rechtsextremismus in Ostdeutschland“ (Iris Gleicke) – Versuch einer psychologischen Einordnung – (WehrWolter – ww 251 – Hans Wolter)

Auch wenn die Mauer sichtbar schon vor fast 30 Jahren gefallen ist, in der Seele, vor allen Dingen in der Seele des Ostens, wirkt sie noch deutlicher nach, als wir es wahrhaben wollen, stärker als es uns lieb ist. So wie die Menschen dort früher Opfer autoritärer Gewalt und Benachteiligung waren, so gibt es heute offensichtlich eine verstärkte Neigung zur Rollen-Verkehrung in die Position der Täter. Weiterlesen …

Seifenblasenträume auf Reisen: Circus Roncalli: Vor 41 Jahren starteten Bernhard Paul & André Heller: „Die größte Poesie des Universums“ – Clown Zippo feiert seinen 70sten – (WehrWolter – ww 250 – Hans Wolter)

Als der Grafikdesigner Bernhard Paul gemeinsam mit André Heller, dem Wiener Chansonnier und Aktionskünstler am 18. Mai 1976 ihre erste Circus-Roncalli-Vorstellung gaben, wurde rasch klar, dass sie die bisherige Welt des Zirkus ver//rückten. Sie dachten groß und legten Wert auf das Kleine. Das nicht bescheidene Motto ihrer ersten Vorstellung als Auftakt des „Bonner Sommers“ lautete: „Die größte Poesie des Universums“

Direktor Bernhard Paul feiert aktuell am 20. Mai seinen siebzigsten Geburtstag. Er legt auch heute noch Wert auf die Feststellung, dass er der Gründer des Zirkus ist. In ihm sehe ich das bodenständige solide Standbein. André Heller war, nach meiner Einschätzung, das visionäre Spielbein dieser neu entworfenen Zirkuswelt. Seine künstlerisch kreativen Impulse und inneren Bilder scheinen mir die ursprüngliche Initialzündung für die poetische Traumhaftigkeit zu sein, die Roncalli so einzigartig anders machte.

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„Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den Du hast!“ (Taryn Brumfitt) Dokumentarfilm „Embrace“: Plädoyer gegen den Schlankheitswahn, Body Shaminig & GNTM- Gedanken zur Psychologie der Körperwahrnehmung – (WehrWolter – ww 249 – Hans Wolter)

Aktuell startet der Dokumentarfilm „Embrace“ in den deutschen Kinos. Er ist ein engagiertes Plädoyer gegen den Schlankheits- und Jugendwahn der Gesellschaft und für die Vielfalt weiblicher Schönheit. Nach einer kurzen Vorstellung des Films mache ich mir einige Gedanken zum psychologischen Hintergrund der weiblichen Körperwahrnehmung.

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Love out loud – Carolin Emcke wirbt auf der re:publica in Berlin gewohnt wortmächtig für Empathie im Internet – (WehrWolter – ww 248 – Hans Wolter)

„Wir wollen die Welt nicht den Arschlöchern überlassen“, lautet der deutliche Appell zu der Eröffnung der 11. re:publica. „Wir müssen Solidarität zeigen, nicht nur weiterscrollen und wegklicken.“ Die Kommunikationsfreiheit sei bedroht.

„Eine Gesellschaft, in der jeder nur sich selbst rettet, ist keine Gesellschaft“. Wer gedemütigt und verletzt wird, solle nicht sich selbst wehren müssen. „Es braucht andere, die widersprechen, die nicht gemeint sind, aber sich gemeint fühlen“ betonte Carolin Emke in Berlin zur Eröffnung größten Digitalkonferenz auf unserem Kontinent.

Die Friedenspreisträgerin machte sich wortmächtig Gedanken über das diesjährige Motto „Love out Loud“. Emke warnte das Publikum, nur sich selbst zu sehen, sonst bliebe nichts als ein „neolibertäres Spektakel“. Sie bekam am Ende ihres Vortrags Standing Ovations. Weiterlesen …

„Als ich begann mich selbst zu lieben …“ Charlie Chaplin: „Wir denken zu viel und fühlen zu wenig.“ – Was wir vom kleinen, großen, weisen Tramp auch heute noch lernen können … – (WehrWolter – ww 247 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten. Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.“ (Charlie Chaplin)

662 Tramps feierten im April wieder Charlies Geburtstag. Chaplins Gedanken zur Selbstliebe halte ich für ganz zentral und sehr gut verwortet. Er teilte sie uns in einer Rede zu seinem 70sten Geburtstag selbst mit. Als Psychologe und Psychotherapeut sehe ich in meiner täglichen Arbeit, dass die Selbstliebe der Dreh- und Angelpunkt einer guten Lebensbewältigung darstellt.

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Alles neu macht der Mai – Vom AnfangsZauber und AnfangsÄngsten – Gedanken zum Einfluß des Stirb-und-Werde-Rhythmus der Jahreszeiten auf unsere Seele– (WehrWolter – ww 246 – Hans Wolter)

Anfänge sind nicht immer leicht. Dem Anfang geht ein Ende voraus und der weitere Lauf ist ungewiss. Oft haben wir keine Wahl. Unser Leben fließt, ruckelt und scheint auch schon mal zu stagnieren. „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ ermutigt uns der Schriftsteller Hermann Hesse. „Ich habe ganz große Angst anzufangen“ gesteht uns die Tänzerin Pina Bausch. Die Natur zeigt uns, dass wir in einen ständigen Wechsel von Anfang und Ende unausweichlich eingebunden sind.

Der moderne Mensch hat Möglichkeiten dem alltäglichen Auf und Ab von Tag und Nacht oder dem Stirb-und-Werde der Jahreszeiten zu entgehen. Über Rundumbeleuchtung, Fernsehen, Internet und Flüge rund um den Globus können wir uns sinnlich ausklinken. Das kann als befreiend erlebt werden. Es kann aber mit Gefühlen von Entfremdung und Haltverlust einhergehen. Weiterlesen …

„Bunt statt Bla“: Kölner Bürger & Künstler im Schulterschluss gegen das „Geschäft mit der Angst“ der Rechtspopulisten – Liveticker von den Protesten rund um den AfD-Parteitag in Köln – Lebendige Vielfalt gegen radikale Einfalt – (WehrWolter – ww 244 – Hans Wolter)

Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass ein Parteitag einer regulären Partei jederzeit reibungslos möglich sein muss. Problematisch finde ich, dass führende Köpfe dieser sogenannten „Alternative für Deutschland“, kurz:  AfD, immer wieder Öl ins Feuer der Radikalisierung und Aufspaltung gießen. Weil sie sich erhoffen, am Ende von dieser Zuspitzung zu profitieren. Sie möchten gerne als Opfer dastehen, arbeiten im Hintergrund aber selbst als Täter. Das ist ja die Masche aller Populisten, die gegenwärtig damit tatsächlich auch Stimmen gewinnen. Sei es Le Pen in Frankreich, Erdogan in der Türkei oder vor kurzem Donald Trump in den USA. Weiterlesen …