Category Archives: Psychologie

„Geduld ist die Kunst, nur langsam wütend zu werden.“ (Japan) – Gedankenspiele zu einer aus der Zeit fallenden Fähigkeit – (WehrWolter – ww 314 – Hans Wolter)

„Da ist ne durchgezogene Linie, da musste stehenbleiben … alte Tusse!“  … so der wütende Ruf eines Rennradfahrers zu einer jungen Radfahrerin, die ihm kurzzeitig die freie Bahn versperrte. Den habe ich gestern früh, selbst fahrradfahrend, auf dem Weg zur Arbeit aufgeschnappt. Der Rennradfahrer war übrigens kein Assi. Es war ein gut situierter 60Plusler im schicken Sportdress, auf teurem Sportgerät. Er hatte wohl die Kunst, nur langsam wütend zu werden, offensichtlich dynamisch verloren. Geduld scheint mir eine nicht mehr allzu zeitgemäße Fähigkeit in einer sich ständig selbstoptimierenden Gesellschaft zu sein. Da wir uns im „Club der lebendigen Poeten“* mit diesem Thema aktuell beschäftigen, lass ich mal meine Gedanken hierzu ein wenig schweifen. Keine Sorge, nur kurz. Aber auch hierzu werden vermutlich nur wenige Geduld aufbringen. Lymann Abbott, ein amerikanischer Philosoph des vorletzten Jahrhunderts, bezeichnet Geduld als gezähmte Leidenschaft. Doch wer möchte sich heute noch zähmen oder gar zähmen lassen? Weiterlesen …

Humor macht uns das Leben leichter. Der Witz ist sein radikaler Bruder. Er hat Sprengkraft. Für die einen ist es Entlastung, für die anderen Angriff und die Mächtigen bekommen Angst – Lachen ist gesund – (WehrWolter – ww 313 – Hans Wolter)

Humor:  als Kunst, Verrückung der allgemeinen Logik, integriert schwierige Realitätsansprüche 🙂 Lachen: Soziale Funktion, intensiviert die Bindung zu uns selbst und unseren Mitmenschen 🙂 Witz: bringt es auf den Punkt, Entlastung und Angriff des Starren / Die Fähigkeiten zu Humor & Witz sagen etwas über die psychische Gesundheit eines Menschen.

Unser Alltag ist nicht immer leicht. Nicht selten haben wir das Gefühl, dass zu viel auf uns einprasselt. Dann beginnen wir automatisch abzuwehren. Das kann uns nicht nur schützen. Es kann uns auch starr, stur und unbeweglich machen. Humor ist einer der besten Abwehrmechanismen, die wir haben. Das wusste schon der alte Freud. Eine humorvolle Haltung hat häufig etwas Angenehmes für uns und unser Umfeld. Den Witz sehe ich als radikalen Bruder des Humors. Er bringt etwas auf den Punkt: unerwartet, schnell und wenn er gut ist, recht wirkungsvoll. Das mag nicht jeder. Am wenigsten die Mächtigen. Im „Club der lebendigen Poeten“* war Witz, Humor und Lachen unser WochenThema. Daher habe ich hierzu meine Gedanken wieder ein wenig schweifen lassen.   Weiterlesen …

„An allem ist zu zweifeln“ – Karl Marx, 200 Jahre jung & hochaktuell – ein leidenschaftlicher Ikarus – Was können wir von ihm lernen? – Vom jungen polyglotten Wilden – Journalist in Köln, Parallelen zu Freud – (WehrWolter – ww 311 – Hans Wolter)

„De omnibus dubitandum – An allem ist zu zweifeln“ schrieb der Vater seiner Tochter Jenny Caroline Marx 1865 in ihr Bekenntnisalbum. Karl Marx (5. Mai 1818 Trier; † 14. März 1883 in London) war ein Radikaler im wörtlichen Sinne. Einer der die Sache an der Wurzel (Radix) zu fassen suchte. Das verband ihn auch mit Sigmund Freud. Heute liegen beide nicht weit von einander entfernt auf einem Londoner Friedhof. Beide glaubten an die Macht der Wahrheit. Mir persönlich gefällt bei Beiden die Kombination aus vielfältigem, nahezu polymorphem Denken und den daraus folgenden, radikal und zielstrebig formulierten Schlussfolgerungen. Dazu später mehr. Jetzt geht es erstmal um das Geburtstagskind, seine jungen Jahre, sein Wirken in meiner Heimatstadt Köln, sein enormes Arbeitspensum, bis zu: Marx brannte leidenschaftlich, bis er an seinem Leiden verbrannte. Weiterlesen …

Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren (Pina Bausch) – Tanzen stärkt unser Selbstbewusstsein, kann verhexen und im verbindenden Rhythmus der Musik, werden wir zusammen geTrieben – (WehrWolter – ww 310 – Hans Wolter)

Im Tanz in den Mai werden nicht nur Winter und dunkle Schwermut verTrieben. Es treibt uns auch im Rhythmus von Bewegung und Musik zugleich zusammen und näher zu uns selbst. Tanzen hat etwas Befreiendes. Schon immer tanzten die Menschen. Noch bevor sie schreiben konnten. Über Bewegung zur Musik können wir zu Kraft kommen uns selbst spüren und unser Selbstbewusstsein intensivieren. Traditionell wird in der Nacht zum ersten Mai mit Tanz und Teufel der Winter vertrieben. An manchen Orten feiern gar die Hexen Walpurgisnacht.  

Tanzen ist schon so alt, dass es vermutlich ein Nebenprodukt des aufrechten Ganges ist. Evolutionsforscher vermuten, dass sich übers Tanzen auch die kognitiven Funktionen verbessern konnten. Tanzen ist mehr als nur Sport und Bewegung. Der Tanz führt uns Menschen zusammen. Seit jeher ist es eine kulturell akzeptierte Form, in der sich Mann und Frau näherkommen. Weiterlesen …

FC Bayern vs. Real Madrid – Fußball entzieht sich der Zahlen-Kontrolle. Wie Wetter, Börse & Psyche. Stimmungen, Glaube, Selbstbewusstsein und Glück entscheiden, auch auf dem Platz. Immer wieder neu. Champions-League-Halbfinale – (WehrWolter – ww 308 – Hans Wolter)

„Grau is alle Theorie – entscheidend is auf’m Platz.“ (Alfred Preisler, Fußballtrainer)

Heute kommt es wieder zu einem High Light für Fußballfreunde.  Im Champions-League-Halbfinale trifft der FC Bayern auf Real Madrid. Die einen sehen es als ein Duell zwischen den Trainern Jupp Heynckes und Zinédine Zidane, die anderen als einen Showdown der Torschützen Ronaldo und Lewandowski. Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn alle möglichen Statistiken angeführt werden, um eine Vorhersage zu treffen, die häufig Objektivität oder gar Wissenschaftlichkeit suggerieren will. Realistisch muss man sagen, dass ein Fußballspiel in seinem Verlauf so komplex ist, dass fast jeder Ausgang möglich ist. Hier sind eher gegenwärtige Stimmungsdynamiken auf dem Platz entscheidend, als irgendwelche Zahlenspekulationen. So hatte 2014 Brasilien mehr Ballkontakte als Deutschland, aber die Tore der Deutschen fielen im Minutentakt bis zum Endergebnis von 7:1.. Weiterlesen …

Purple Rain – Prince starb an einem gefälschten Schmerzmittel – er konnte viel bewegen, aber schwer zur Ruhe kommen – Gedanken zum Getriebensein und Sucht als fehlgeleiteter Sehnsucht – (WehrWolter – ww 307 – Hans Wolter)

Zwei Jahre nach dem Tod des amerikanischen Popmusikers Prince durch eine Überdosis Schmerzmittel hat die Staatsanwaltschaft nun ihre Ermittlungen ohne Anklage beendet. Wer dem Musiker das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Fentanyl verschafft habe, ließ sich wohl nicht eindeutig klären. Am 21. April 2016 starb Prince in seinem Anwesen Paisley Park in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) an einer Überdosis Fentany. Er soll laut Staatsanwaltschaft gedacht haben, er nähme das Schmerzmittel Vicodin. Tatsächlich habe er aber gefälschte Tabletten geschluckt, die Fentanyl enthielten. Fentanyl gilt als 30- bis 50-mal so stark wie Heroin und 50- bis hundertmal so stark wie Morphium.

Ich frage mich, ob der erfolgreiche Künstler vielleicht auf eine ungesunde Art und Weise zu viel gearbeitet hat. Bei Persönlichkeiten, die so im Rampenlicht wie Prince stehen, dachten viele immer schon an Sucht. Vielleicht wandelte sich seine nicht enden wollende Kreativität ja in eine Arbeitssucht? Nachfolgend stelle ich zunächst einmal das Phänomen der Arbeitssucht dar. Dabei gehe ich der Frage nach: Was unterscheidet gesunde Liebe und Sehnsucht von Arbeitssucht? Im Anschluss gehe ich noch einmal auf den Menschen und die Persönlichkeit PRINCE ein. Weiterlesen …

Amokfahrt Münster – Anschlagversuch Berlin – Terror, Angstfaszination, Medienlogik und der Drang nach öffentlichem Gesehen-Werden – medienpsychologische Gedanken – (WehrWolter – ww 305 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Bad news are good news! – Von der Angstfaszination des Menschen. – Ein sich selbst verstärkender Effekt, an dem wir alle beteiligt sind. – Das Geschäft mit der Angst war schon immer ein gutes. – Vom Paradox der tödlichen Belebung. – Krieg und Bad News als Wirtschaftsfaktor, sowie die kulturelle Aufforderung zur Selbst-Optimierung fördern die Zunahme von Gewalt.

Samstag, 07.04.2018: Ein Kleintransporter ist am Samstagnachmittag in Münster in die voll besetzte Außenterrasse eines Altstadt-Lokals gerast. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tat des Deutschen keinen terroristischen oder islamistischen Hintergrund hat. Sonntag, 08.04 2018: Die Berliner Polizei hat nach Informationen der „Welt“ einen Anschlag während des Halbmarathons in der Hauptstadt verhindert. Der Hauptverdächtige gehöre zum Umfeld des Weihnachtsmarktattentäters Anis Amri und soll geplant haben, mit Messern Zuschauer und Teilnehmer der Sportveranstaltung zu töten.

Anhand dieser Beispiele versuche ich heute einmal einen anderen Zugang zu dieser Thematik. Mein Blick ist diesmal nicht politisch, auch nicht vom Störungsbild der Täter aus betrachtend, sondern mehr medien- und kultur-psychologisch. Weiterlesen …

Der Fall-(Rückzieher) bringt es auf den Punkt – Cristiano Ronaldo: ein Teufelskerl trifft in den Himmel – alle jubilieren, sogar seine Gegner – der schmale Grat vom Unglück zum Glück – (WehrWolter – ww 304 – Hans Wolter)

Cristiano Ronaldo erzielt in Turin das schönste Tor seiner Karriere: ein perfekter Fallrückzieher. Bei vielen ist er ja als Selbstdarsteller verrufen, doch nach seinem unglaublichen Tor in der 64. Minute des Champions-League-Spiel zollten ihm sogar die Juventusfans Beifall. In diesem himmlischen Moment kommen Timing, Körperbeherrschung und Glück zusammen. Mir gefällt das Wort „Fallrückzieher“ so gut, weil sich hier sein Schicksal symbolisch auf den Punkt bringt. Eigentlich wäre er ja zu Beginn seines Lebensspiels fast durch-gefallen. Er war nicht aufgestellt. Doch er wurde nicht direkt weggeschickt, glaubte an sich und startete durch. Weiterlesen …

Martin Luther King: „Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen!“ – 50. Todestag – Enkelin Yolanda zum US-Waffenrecht: „Ich habe einen Traum von einer Welt ohne Waffen“ – Protest: „Marsch für unser Leben“ – (WehrWolter – ww 303 – Hans Wolter)

Ja, Träume können viel bewegen. Vor allen Dingen, wenn man den Mut zur Umsetzung hat. Mutige leben allerdings leider nicht immer lange. Viele Helden sterben zu jung. Am 4. April 1968 um 18.01 Uhr erschoss der mehrfach vorbestrafte Rassist James Earl Ray den Prediger, Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motel in Memphis.

King war die charismatische Führungsfigur im Kampf gegen die Apartheit. Auf dem gerade einmal 37-jährigen lagen damals gewaltige Hoffnungen. Schon der Vater projizierte in seinen Sohn Michael King (geb. 15.01.1929) die Wirkungsmacht eines religiösen Revolutionärs.  Der Baptistenprediger bewunderte den deutschen Reformator Luther so sehr, dass er sich selbst und seinen Sohn nach einer Deutschlandreise (1934) kurzerhand in Martin Luther King umbenannte. Das Lebensthema von Martin Luther King jr. wurde die Aufhebung der Rassendiskriminierung. Hintergrund war wohl auch ein biographisch fundierter Antrieb. Hatten doch seine Großväter noch als Söhne von Sklaven auf Baumwollplantagen in der Nähe Atlantas gearbeitet.   

„Wer das Böse ohne Widerspruch hinnimmt, arbeitet in Wirklichkeit mit ihm zusammen!“ (Martin Luther King) Weiterlesen …

Ostergedanken: das Kreuz als Symbol für das ewige Stirb-und-Werde verbindet vertikal und horizontal – (WehrWolter – ww 302 – Hans Wolter)

Die Kreuzigung am Karfreitag markiert den Tiefpunkt in unserer christlichen Kultur. Vom Kreuz geht eine gewisse Schwere aus. Jeder hat sein Kreuz zu tragen. Schmerzt es, haben wir Probleme mit unserem aufrechten Gang. An Kreuzungen entscheiden sich immer wieder unsere Wege. Nach rechts, links, unten und oben. Vom Entweder-Oder, über das Sowohl-Als-Auch zum Indem.  Warum hat sich die weltweit größte aktuelle Glaubensgemeinschaft das Kreuz als verbindendes Symbol gewählt? Kurzes Innehalten und Gedanken zur Osterzeit. Weiterlesen …

Demokratie – Fake – Facebook – Manipulationen – Merkel und Putin gehen in ihre 4. Amtszeit – Eigene Blicke hinter die Kulissen der russischen Medienrealität (WehrWolter – ww 301 – Hans Wolter)

Es ist nicht wirklich überraschend. Angela Merkel geht in ihre vierte Amtszeit. Das passt nicht jedem. So lange alles demokratisch zugeht, bewegt es sich noch in einer akzeptablen Ordnung. Putin geht ja fast zeitgleich auch in die vierte Runde. Hier kommen schon größere Zweifel in puncto demokratische Wahlen auf. Aktuell sind ja auch die russischen Wahlbeeinflussungen über Facebook Thema. Trump soll unterstützt worden sein. Gegen Merkel wurde auch versucht Stimmung zu machen. Hier war mir sogar ein kleiner Blick hinter die Kulissen möglich, als das Erste Russische Fernsehen mich in meiner Praxis zum Seelenzustand Angela Merkels interviewte. Natürlich war ich auf Manipulation vorbereitet. In der Interviewführung wurde es spürbar. Die dramatisierende Zusammenstellung in den russischen Tagesthemen zeigte es dann deutlich. Beeinflussungsversuche hat es ja immer schon gegeben. Allerdings sind die technischen Möglichkeiten heutzutage raffinierter und verdeckter geworden. Erstaunlich finde ich, wie lange es dauert, bis die Beteiligten merken, dass Meinungen immer weniger über Sachargumente geformt werden. Eigentlich ist das doch kein Geheimnis. Populisten und Manipulatoren setzen gezielt und strategisch an den Emotionen an. Das geschieht häufig recht geschickt, streckenweise aber auch recht plump. Trump liefert uns ja tägliche Beweise.   Weiterlesen …

Willkommen Ciro! – „Das Leben meistert man lächelnd – oder gar nicht“ (China) – Messi trifft das Glück: mit 30 Jahren zum 3. Mal Papa & 600. Treffer seiner Karriere – was können wir von FLO(h)W lernen? – Gedankenspiele auch jenseits des Fußballs – (WehrWolter – ww 299 – Hans Wolter)

Freunde nennen ihn Floh. Ich hänge noch ein w dran. Es wirkt einfach und anders, was Messi mit dem Ball und seinen Gegnern macht. Spielerisch, eher mit freischwebender Aufmerksamkeit als mit Kraft und Gewalt, macht er Tor um Tor. Anders als sein kongenialer Gegenpol Ronaldo von den Königlichen. Er verzaubert auch mich. Meine Gedanken hierzu schweifen von der Magie des Unbewussten über das innere Kind zu Erkenntnissen der aktuellen Hirnforschung. Heute Abend spielt er mal nicht für Barcelona. „Willkommen Ciro! Gott sei Dank, es lief alles sehr gut, ihm und seiner Mama geht es sehr gut, wir sind sehr glücklich!“, schrieb der Argentinier bei Instagram. Das Paar hat bereits die Söhne Thiago (5) und Mateo (2). „Bienvenido Ciro !!! Gracias a Dios salió todo perfecto . La mamá y el están muy bien . Estamos súper felices !!!!!❤️❤️“

Am letzten Sonntag war der Argentinier mit dem FC Barcelona im Spitzenspiel gegen Atlético Madrid gefordert. Und abermals führte er die Katalanen zum Sieg. Mit einem wunderschönen Freistoß sorgte Messi für das entscheidende 1:0 und erzielte gleichzeitig den 600. Treffer seiner Karriere. Was macht dieser kleine Mann anders? Weiterlesen …

Diesel Betrug: Der eigentliche Skandal: Täter bleiben straffrei, VW boomt, der Bürger zahlt die Rechnung – Sozialer Sprengstoff & Selbstkarikatur der real existierenden Demokratie – (WehrWolter – ww 297 – Hans Wolter)

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“ (Winston Churchill, 1874 – 1965)

Aktuell läuft „Die dunkelste Stunde“ in unseren Kinos. Ich habe das Gefühl, dass es bei uns auch zunehmend dunkler wird. Menschen haben unterschiedliche Motive. Es gibt nicht wenige dunkle Schafe, in deren Pelz sich eigentlich ein Wolf verbirgt. Der real existierende Sozialismus ist auch daran gescheitert, dass die vorgegebenen Ideale nicht gelebt wurden. Vor allen Dingen von denen, die die Macht innehatten. Dass der reichste Mensch Russlands Putin heißt, zeigt die weit verbreitete Doppelmoral der Machthabenden. Mit Churchills Zitat möchte ich darauf hinweisen, dass auch die real existierende Demokratie in Deutschland nicht frei von Widersprüchen, Betrug und Scheindiskussionen ist.  Aktuell ist der Aufschrei groß, weil der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) den Weg für Fahrverbote freigibt. Für mich liegt der eigentliche Diesel-Skandal allerdings noch viel tiefer.

„Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit.“ (Mark Twain, 1835 – 1910) Weiterlesen …

Jeden Morgen geht ein neuer Himmel auf – Von der Endlichkeit des Glücks und dem Lehrmeister Wetter – Ideen zu: Jahreszeiten & Psyche (WehrWolter – ww 296 – Hans Wolter)

Saukalt ist es heute. Zumindest in Köln. Zugleich strahlender Sonnenschein. Ich fahre mit meinem Rad zur Arbeit und spüre den Winter unangenehm kalt auf der Stirn. Im Dezember waren Meike und ich noch in der Karibik. Unter Palmen bei 30 Grad. Da hatte ich das Gefühl von paradiesischer Unendlichkeit. Was machen die Jahreszeiten mit uns? Derzeit bin ich im Vorspiel meines neuen Buches „Innenwetter“. Sicher fällt mir noch ein poetischerer Titel ein. Wetter ist für mich ein Abbild unserer Psyche. Also werde ich anhand von Wetterphänomenen einen Wetterbericht zum unbewussten Funktionieren vom Seelenklima darstellen. In meinem erzählenden Sachbuch geht es um Psychodynamik, Natur und Poesie. Weiterlesen …

Die Welt gehört denen, die keine festen Essenszeiten haben – Heinrich Böll – Gedankenspiele zu Ge-Wohn-Heiten, Umzug, Resilienz und Depression am Beispiel des Künstlers (WehrWolter – ww 295 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: GeWohnHeiten können uns stärken und auch lähmen. Heinrich Böll war eine Persönlichkeit, die zwischen Aufbruch, Festhalten und Umbruch changierte. Er ist recht häufig umgezogen. Das dokumentiere ich kurz, nehme es auch zum Anlass, um über Hintergründe im Leben Bölls, seine Persönlichkeit und unser allgemeines Wohlbefinden nachzudenken. Flexibilität hat auch seine Kehrseiten. Von Umzugs-Depression und Resilienz. Die aktuelle Forschung sagt u.a. dazu:   

„Häufig umzuziehen ist für die Resilienz verheerend, weil die geografische Nähe bei der sozialen Unterstützung eine wichtige Rolle spielt …  Damit ist soziale Integration für die Gesundheit wichtiger als die Risikofaktoren, mit welchen sich Mediziner und Gesundheitspolitiker viel intensiver beschäftigen: Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Bluthochdruck und Luftverschmutzung.“ (Prof. Dr. med. Gregor Hasler, Universitätsklinik Bern)

„Ordnung ist das halbe Leben – woraus mag die andere Hälfte bestehen?“ (Heinrich Böll) Weiterlesen …

Glaub mir, die Liebe gewinnt! (Brings) – Köln kann Karneval & Vielfalt und tanzt aus der Reihe – Collage zur kölschen Seele (WehrWolter – ww 293 – Hans Wolter)

Kurzer Überblick: Köln tanzt aus der Reihe: „Mer Kölsche danze us der Reih“ – so lautet das Motto für den Karneval 2018. Karneval ist einfach & mehr! Brauchtum verbindet. Die Lieder sind nicht nur lustig und multikulturell. Köln produziert echte Volkslieder. Seit Generationen immer wieder frisch, frech und häufig eher fröhlich als ängstlich. Eine kleine Collage der Kölner Seele am Beispiel des neuen Liedes „Liebe gewinnt“ von Brings. Natürlich singe ich nicht ausschließlich eine Lobeshymne auf die Stadt mit den zwei Türmen. Meine Stadt ist einerseits vielfältig, kreativ und liebenswert, andererseits gibt es Führungs- und Focussierungs-Schwächen. Köln ist seit Jahrhunderten schon eine bunte, eine multikulturelle Stadt. Daher trafen uns die Ausschreitungen in der sogenannten „Kölner Silvesternacht“ auch unvorbereitet und tief. Schwerpunkt meines Beitrags ist allerdings: Köln kann Karneval und mehr, als es sich selbst bewusst ist.

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Alternative Fakten: das Unwort für die Unterspülung unserer sozialen Fundamente. Einsturz des Kölner Stadtarchivs als Mahnmal gegen gefährliche Hasardeure wie Trump, AfD & Co. (WehrWolter – ww 291 – Hans Wolter)

Täuscht mich das oder liegen die Worte Fake und Fakten erstaunlich nahe beieinander?

Was nicht passt wird passend gemacht. Bei Bob dem Baumeister finden wir das klasse, beim amerikanischen Präsidenten gehen die Ansichten schon diametral auseinander, beim Kölner U-Bahnbau hatte diese Hemdsärmeligkeit verheerende Folgen. Zu den meisten Dingen im Leben gibt es unterschiedliche Perspektiven. Allerdings gibt es grundlegende Gesetzmäßigkeiten, die sich in der Realität nicht beliebig zurechtbiegen lassen. In Träumen gibt es sehr viel mehr Spielräume, aber selbst die folgen einer Psycho-Logik. Die menschliche Fehleinschätzung eines Hindernisses beim Kölner U-Bahnbau und das vierjährige Ignorieren der Folgen, bestrafte die Natur gewaltig. Leise schuf das Wasser über Jahre hinweg neue Fakten. Doch diese werden erst neun Jahre später gerichtlich behandelt. Weiterlesen …

Loving Vincent, er hat es verdient! Bist Du nicht der Richtige, kämpfst Du Dein Leben ums GesehenWerden – Seelenverwandtes zwischen Van Gogh, Dali, Rilke und Ronaldo – Ein Film in Öl – Ins Feuer der Intensität (WehrWolter – ww 290 – Hans Wolter)

„Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschränkt und übervorsichtig.“ (Vincent van Gogh)

Nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Oder doch, falls wir Zauber nicht nur als gut ansehen. Die 13te Fee sprach beispielsweise einen Fluch mit fataler Wirkung zur Geburt von Dornröschen aus. Im Anfang war …? Vincent war schon im Bauch der Mutter nicht der Richtige. Der richtige Vincent war bereits tot. Wenn du in so eine Verwirrung hineingeboren wirst, kämpfen in dir, manchmal lebenslang, der richtige und der falsche Vincent. Der Kampf um das GesehenWerden der Ungewünschten und Andersgewünschten. Im Alter von 37 Jahren beendete eine Kugel in Van Goghs Bauch diesen Kampf. Wer hat sie abgefeuert und welchem Vincent galt sie? Schade, dass beide so früh gestorben sind. Schade, dass Vincents Eltern den Verlust des ersten Vincents nicht verkraften konnten und sie damit den zweiten Vincent nicht als das Kind annehmen konnten, was er war. Schade, dass Vincent den Kampf ums GesehenWerden erst nach seinem Tod gewinnen konnte. Aber, da ist er ja nicht der einzige. Nicht wenige haben ihr Kreuz zu tragen.

„Mancher Mensch hat ein großes Feuer in der Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.“ (Vincent van Gogh) Weiterlesen …

Terroranschlag Berliner Breitscheidplatz: Verwundete Seelen brauchen Anteilnahme, Anerkennung und klare Worte, statt Floskeln. Deutsche Politiker und Bürokraten zeigen wenig Menschenkenntnis – Kritik an Angela Merkel (WehrWolter – ww 289 – Hans Wolter)

„Mama kann nicht tot sein, weil ich noch mit ihr sprechen will“ (5-jährige Tochter der verstorbenen Nada Czimar)

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt jährt sich. Die Psyche wird in Deutschland immer noch erstaunlich unterschätzt. Medien und Politiker sichern sich wieder einen Platz in der ersten Reihe der Traueraktionen. 12 Menschen sind im letzten Jahr sinnlos gestorben. Die Angehörigen beklagen sich darüber, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel in keiner Form einen persönlichen Kontakt zu ihnen aufgenommen hat. Psychologisch hat man, meiner Meinung nach, sehr viele Fehler im nachträglichen Umgang mit dieser Katastrophe gemacht. Wie übrigens oft in Deutschland. Der Deutsche mag organisieren können, aber in solchen Fällen richtet sich die Bürokratie häufig eher gegen die Opfer, als dass zunächst einmal direkte Hilfestellungen angeboten werden. Wäre ich Zyniker, würde ich den Text titeln: Bankenrettung funktioniert in unserem Lande besser als emotionale Hilfestellung.

Beziehung kann heilen, Distanz krankmachen. Diese Erfahrung möchte ich, ausgehend von diesem traurigen Ereignis ein wenig weiter ausführen und einen kurzen differenzierten Überblick geben, mit welchen psychischen Erkrankungen wir rechnen müssen und wie wir ihnen wirkungsvoll begegnen können.

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Der Bus ist voll. Wer bestimmt die Obergrenze? Gedanken- und Bilderreise: samstags in Puerto Plata (WehrWolter – ww 288 – Hans Wolter)

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ein kleines Abenteuer mit einigen großen persönlichen Gedankensprüngen beschreiben. Das Stück spielt in unserem aktuellen Urlaub in der Dominikanischen Republik und wird mit realen Fotos und Filmausschnitten unterlegt. Ausgehend von einer nicht alltäglichen Busfahrt, mache ich mir Gedanken über das unterschiedliche Funktionieren von sozialen Gemeinschaften. Hierbei vergleiche ich unterschiedliche Wert-Vorstellungen aus meiner subjektiver Wahrnehmung, der Perspektive eines weitgereisten Deutschen. Was uns wichtig im Leben ist, ist nicht unbedingt gleich. Wobei es auf der tieferen Überlebensebene sicher mehr Gleichheit auf der Welt gibt, als wir vielleicht zunächst vermuten würden. Nach einem gedanklichen Streifzug durch verschiedene aktuelle Erscheinungen wie: Beziehung, Erziehung, Flüchtlingskrise, Weitergabe von Traumatisierungen, bei uns auch noch aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Forderung von Obergrenzen, der Tendenz zum Kreisverkehr, Sinn und Unsinn von Phobien und den Folgen einer immer transparenter werdenden Welt-Gemeinschaft bei auseinanderdriftender Werte-Gemeinschaft, lade ich zu einer Bilderreise durch einen ganz normalen Samstag in Puerto Plata ein.  

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Happy Hour: Oder: Kleine Gedankenspiele zwischen der Unendlichkeit des karibischen Lebensgefühls und der Endlichkeit des Kölner Karnevals (WehrWolter ww 287 – Hans Wolter)

Wir sitzen gerade auf unserer Strandliege am Cabarete-Beach und ich mache mir krumme Gedanken darüber, wieso die Menschen hier in der Dominikanischen Republik irgendwie leichter leben, als wir in cOld Germany. Sie lachen mehr als bei uns zu Hause und scheinen auch weniger streng mit sich selbst und dem Leben an sich umzugehen. Nun bin ich als Urkölner auch weniger streng mit mir und dem Leben, aber hier lebt es sich noch spürbar lockerer. Natürlich ist man schnell bei Sonne, Meer und Wetter. Aber ich versuche die Dinge gerne immer noch ein wenig tiefer zu verstehen. Weiterlesen …

Angst vor Fremdem mit Mut und Vertrauen ins Leben begegnen & wachsen – Unsere Tour durch die 27 Wasserfälle von Damajagua – Dominikanische Republik – (WehrWolter – ww 286 – Hans Wolter)

Männer haben keine Angst. Zumindest nicht öffentlich. Das erlebe ich täglich in meinem Job. Okay, ohne mein Bond-Girl hätte ich diese Wasser-Exkursion durch den dominikanischen Damajagua sicher nicht gemacht. Geködert wurde ich mit der Aussage, dass ich schöne Wasserfälle zu sehen bekäme. Dass ich allerdings dadurch springen, rutschen, tauchen und schwimmen musste, erfuhr ich erst in dem kleinen Bus, mit dem wir in die Berge hinter Puerto Plata, der größten Stadt im Norden der karibischen Insel, gebracht wurden. Mit uns an Bord ein Pärchen aus Kanada, eins aus Frankreich und der alleinreisende Informatiker Philipp aus Frankfurt. Hier ahnten wir noch nicht, dass nur Philipp und wir, von dieser kleinen Schicksalsgemeinschaft später von der höchsten Klippe, gefühlte 15 Meter ins Ungewisse springen sollten. Die anderen nahmen an der Stelle den Klettersteig. Wer jetzt einen Reisebericht mit schönen Fotos erwartet, liegt richtig. Wer mich kennt darf aber auch vermuten, dass ich als Zugabe auch einige psychologischen Zusammenhänge darstellen werde. Der Titel lässt nicht zu Unrecht vermuten, dass ich auch ein wenig zur Fremdenangst und zum Angst-Geschäft der Populisten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskatastrophe sagen werde. Ein wenig. Der Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation unseres größten Abenteuers in der Dominikanischen Republik. Weiterlesen …

Medienrealität ist immer auch ein Stück Fake-News. Nicht nur bei Facebook, auch in der öffentlich-rechtlichen Fernsehberichterstattung – Der Fall (!) Angela Merkel in den russischen Medien – eine kurze persönliche Fall-Beschreibung hinter den Kulissen – Wirklichkeit ist immer subjektiv und konstruiert (Watzlawick) – (WehrWolter – ww 285 – Hans Wolter)

Umdeuten ist eine Therapietechnik, die die Tatsache verwendet, dass alle „Regeln“, alle Wirklichkeiten zweiter Ordnung relativ sind, dass das Leben so ist, wie du sagst, dass es ist. (Paul Watzlawick)

Wo hört Verschwörungstheorie auf, wo fängt Paranoia an? Ist an den Behauptungen etwas dran, dass Trump durch Social-Media-Aktivitäten aus Russland die Wahlen in den USA gewonnen hat? Je nachdem zu welchem Lager man gehört, wird man das eine oder das andere als Fake ansehen. Ansehen wollen. Wir sehen übrigens nicht nur das, was wir wissen. Wir sehen auch das, was wir wollen. Nicht selten auch das, was wir sollen. Weiterlesen …

Messerattacke auf Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein – Impulsdurchbrüche sind nicht nationalitätengebunden – Die Verrohung in der öffentlichen Wahrnehmung verschiebt die Grenzen des sozialen Schutzschildes – Henriette Reker: „Hass und Gewalt sind keine Lösung, sie sind das Problem.“ (WehrWolter – ww 284 – Hans Wolter)

Ein 56-jähriger Mann sticht den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein in den Hals. Als ehrenamtliche Politiker war er gerade dabei sich einen Döner zu bestellen. Der Täter vergewisserte sich, ob er der Bürgermeister sei, (der vor nicht allzu langer Zeit mit dem Integrationspreis für sein Engagement in der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel ausgezeichnet wurde). Die Tatsache, dass der Täter ein Deutscher ist, wie auch vor zwei Jahren im Fall der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, macht es all Denjenigen schwerer, die das Böse gern am Fremdländer festmachen. Es habe wiederholt „von Hass durchtränkte anonyme Mails“ gegeben, sagte Hollstein. Auch am Tag nach dem Messerattentat habe er Mails bekommen von Absendern, „die die Tat für richtig halten“. „Genau deshalb werde ich weitermachen und mich weiter für Menschen einsetzen.“

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Weltkindertag der Vereinten Nationen – Kinder brauchen mehr starke Fürsprecher und weniger ängstlich fremdelnde Erwachsene – Weltkindertag der Vereinten Nationen – (WehrWolter – ww 282 Hans Wolter)

„Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist. – Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“ (John Lennon)

Die Vereinten Nationen begehen heute – am 20. November – den Weltkindertag. Es ist der Internationale Tag der Kinderrechte, der Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete. Diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.

In meiner langjährigen Tätigkeit als Psychologe und Psychotherapeut weiß ich um die zentrale Bedeutung von Beziehung und sicherer Bindung. Nach meiner Einschätzung und den gegenwärtigen Forschungsergebnissen, nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft weiter ab. Hierauf möchte ich heute noch einmal kurz hinweisen. Hier sehe ich auch wichtige Ursachen der zunehmenden Fremdenängste in unserem Land. Wer in seiner Kindheit zu wenig sichere Bindungen erfahren hat, neigt zu größeren sozialen Ängsten und hat somit eine geringere Frustrationstoleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen.

Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen. Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

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Loslassen: eine lebenslange Aufgabe für jeden von uns. Warum fällt es uns so schwer? Überlegungen & Tipps am Beispiel: Generationswechsel im Unternehmen – (WehrWolter – ww 281 – Hans Wolter)

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit dem Thema Loslassen konfrontiert. Denn das Loslassen ist die Gegenseite der Bindung. Wir müssen unsere Kindheit loslassen, die eigenen Kinder loslassen, wenn sie erwachsen geworden sind, irgendwann müssen wir unsere Berufstätigkeit loslassen oder auch das eigene Unternehmen. Hierzu hat mich das Unternehmerradio interviewt und vor kurzem dazu einen Podcast veröffentlicht. Weiterlesen oder Reinhören auf: WehrWolter.com

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Astrid Lindgren zum 110. Geburtstag: Wie die Mutmacherin sich erfolgreich aus ihrer frühen tiefen LebensKrise schreiben konnte – Literatur fördert seelische Bearbeitungsprozesse (WehrWolter – ww 280 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“ (Astrid Lindgren)

Astrid Lindgren wäre 110 Jahre alt geworden. Heute am 14. November 2017. So alt wird so gut wie keiner. Aber irgendwie ist sie ja unsterblich. Wer öfter schon einmal im Inhaltsverzeichnis meines Blogs gestöbert hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich schon öfter über die Mutter von Pippi Langstrumpf geschrieben habe. Diese Frau begeistert mich auf mehreren Ebenen. Herausheben möchte ihre Qualitäten  und Verdienste als Mutmacherin und ihren ungraden Weg einer sich frei schreibenden Schriftstellerin. Weiterlesen …

Einladung zum AndersSehn – 20 Jahre und mehr: leidenschaftliche Psycho-Logik – Praxis Dipl.-Psych. Hans Wolter & WehrWolter & Club der lebendigen Poeten (WehrWolter – ww 279 – Hans Wolter)

„Augenblick verweile doch, Du bist so schön!“

Spricht Faust diese Worte aus, hat er die Wette mit Mephisto und damit seine Seele verloren. Auch wenn der Johann Wolfgang so etwas wie der Patenonkel meines nun schon langjährigen Stürmen und Drängens ist, möchte ich doch einmal gerne kurz innehalten. Verweilen, um mich für das bisher Erreichte zu bedanken und zu feiern.

 

Einladung zum AndersSehn –

20 Jahre und mehr leidenschaftliche Psycho-Logik

4 wichtige Dinge möchte ich feiern:

1.  21 Jahre Psychologische Praxis Wolter auf der Dürener Straße in Köln-Lindenthal

2.  3 Jahre Blog WehrWolter

3.  1 Jahr Club der lebendigen Poeten

4. Start des neuen Projektes TiefenKraft

 

Macht zusammen 25 😉

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Viel Licht wirft starke Schatten: Ronaldo auf dem Olymp – „Auf Bergen ist früher Licht und Eis als unten“ (Jean Paul) – Von Vatersehnsucht, kontrollierter Schale und aufgewühltem Kern – (WehrWolter – ww 278 – Hans Wolter)

Cristiano Ronaldo ist zum fünften Mal zum weltbesten Fußballer gewählt worden. Der Prototyp eines starken, erfolgreichen Mannes. Er ist DER Fußballstar des 21. Jahrhundert. Rund um den Globus bewundern ihn Millionen Menschen für seine Ballkünste auf dem Rasen und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Wer genauer hinsieht erkennt, dass sein Leben nicht immer unbeschwert war und ist. Und das, obwohl er alles erreicht hat, wovon die meisten Menschen träumen. Weiterlesen …

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Mut zur Führung schafft Gemeinschaft – Was machen Heynckes, die Rolling Stones & Messi anders? – Die Magie der Berührung – Mangelnde Führung & Gestaltungsdefizite geben Populisten Auftrieb – (WehrWolter – ww 276 – Hans Wolter)

Gute Führung geht über Berührung. Das zeigt schon Michelangelo in seinen Fresken zur Erschaffung des Menschen. – Plötzlicher QualitätsRuck. Beim FC Bayern weckt der Führungswechsel schlummernde positive Energie im Team. Jupp Heynckes kann lebendig gestalten. Bei Ancelotti war es eher das blasse Verwalten. Beiden steht der gleiche Kader zur Verfügung. Einzelne Menschen können viel bewegen, wenn sie es schaffen, uns richtig zu berühren. Die Rolling Stones sind ein gutes Beispiel dafür, dass vier Männer ausreichen, um ein Stadion mit hunderttausend Menschen zu elektrisieren und in eine große musikalische Gestalt ein- und gleichzustimmen. Lionel Messi schafft es nahezu im Alleingang, dass Argentinien nach seinen drei Toren und dem damit verbundenen Last-minute-WM-Ticket, einen kollektiven Glücks-Tsunami erlebt. Auch Politpopulisten nutzen die Sehnsucht nach Einheit in einer komplizierter und unübersichtlich werdenderen Welt. Über die emotionale Berührung der Menschen erreichen sie mehr als über Sachlichkeit. Daher greifen auch die Vorwürfe des Postfaktischen am Ziel vorbei. Zahlen schießen keine Tore. Weiterlesen …

Internationaler Mädchentag – Übergänge bewusst fördern! Vom Mädchen zur Frau – vom Jungen zum Mann – Vom Erwachsenen zur Elternschaft – auch die Mutmacherin Astrid Lindgren kämpfte mit Gefühlen einer schuldgeplagten Mutter – (WehrWolter – ww 274 – Hans Wolter)

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ (J.W. Goethe)

Als Vater eines Mädchens und eines Jungens, weiß ich um das Glück und die Traurigkeit in den Übergängen. Beide sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus. Leon ist gerade aktuell ausgezogen, um in Bonn zu studieren. Meine Gefühle sind an diesen Wendepunkten immer gemischt. Wie Aprilwetter mit Herbststürmen. Weiterlesen …

Wahlen werden nicht über das Faktische entschieden: Psycho-Logik funktioniert anders, als es dem öffentlich-rechtlichen Denken recht ist – Von Trumpisierung, europäischem Populismus und der Abdankung des alten Parteiensystems – (WehrWolter – ww 271 – Hans Wolter)

Überblick: So wie es nicht DIE Wirklichkeit gibt, so gibt es auch nicht DAS Faktische – Internet als Beschleuniger – Manipulation setzt häufig an den Ängsten der Menschen an – Populisten spielen ungenierter auf der Klaviatur der Gefühle – auch die steigenden Forderungen nach Selbstoptimierung verunsichern – Sehnsucht nach einfachen Lösungen – Das Parteiensystem der Nachkriegszeit scheint an sein Ende gelangt – Vom Guten im Schlechten

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Chancen und Risiken der Selbstliebe – Von Trump Donald über Tramp Charlie zu Steve Jobs – Gedanken zum Narzissmus und der notwendigen Liebe zu uns selbst und unseren Werken – (WehrWolter – ww 270 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.“ (Charlie Chaplin an seinem 70sten Geburtstag)

 „Zeig mir jemanden ohne Ego, und ich zeig dir einen Verlierer.“ (Donald Trump)

Gesunde Selbstliebe ist wichtig für unsere seelische Gesundheit, aber nicht unbedingt selbstverständlich. Wobei schon im Bibelwort: „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Ausdruck kommt, dass eine positive Beziehung zu uns selbst die Voraussetzung darstellt, auch den anderen Menschen lieben zu können. Ich möchte gerne für eine gesunde Selbstliebe werben und diese vom ungesunden Narzissmus abgrenzen. Wie viele Dinge im Leben geht es auch hier um das rechte Maß. Weiterlesen …

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

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Aachen- Tihange: Die Ausgabe von (Jod)Tabletten gegen die Angst hat auch ohne radioaktiven Ernstfall bereits eine psychologische Wirkung – (WehrWolter – ww 268 – Hans Wolter)

Die Angst vor einer radioaktiven Verseuchung ist groß in Aachen. Angst ist überlebungstechnisch gesehen der wichtigste Affekt den Menschen und Tiere haben. Nur sind diese Ängste sinnlich nicht direkt wahrnehmbar. Fakt ist, das es die belgischen Verantwortlichen bisher noch nicht geschafft haben, die Pannenreaktoren vom 60 km entfernten Tihange stillzulegen. Trotz zahlreicher Beschwerden aus dem betroffenenUmkreis. Deshalb hat man in Aachen und den angrenzenden Kommunen begonnen dafür sorgen, dass wenigstens die Bürger einen kleinen Schutz in Form von Jodtabletten im Haus bereit liegen haben. Weiterlesen …

SelbstWerdung: Ideen zu Goethes 268. Geburtstag: „Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.“ Der abenteuerliche Weg zum Selbstbewusstsein: im Auf-und Ab von LebensVerDichtungen – (WehrWolter – ww 267 – Hans Wolter)

Goethe wurde am 28. August 1749 im auslaufenden Sommer geboren. Für viele Zeitgenossen scheint er antiquiert zu sein. Fack ju Göhte? Ich finde ihn immer wieder spannend! Daher wage ich anlässlich seines 268. Geburtstags einen kleinen Ausritt auf dem Entwicklungs-Weg seiner schwindelerregenden SelbstWerdung: von einer geburtlichen Nahtoderfahrung, über die Berufung im zweiten Bildungsweg, die Überwindung einer psychischen Impotenz in seinen sexuellen Italienerlebnissen, der Win-Win-Situation mit Schiller, zur produktiven Einsamkeit und Alters-Weisheit ~

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Cristiano Ronaldo wurde erneut zum besten Fußballer Europas gewählt – Von Leistung, Bewunderung, SehnSucht und Liebe – Zwischen Faszination & Traurigkeit – (WehrWolter – ww 266 – Hans Wolter)

Der Superstar Cristiano Ronaldo ist für mich ein Ikarus, der aus schattigen Startbedingungen der Sonne erstaunlich nahe kommt. Vom Licht & Schatten des Narzissmus zum Segen gelungener Selbstliebe. Weiterlesen …

Gamescom – Leben und Leben (über-) lassen – Überlegungen zum digitalen In-der-Welt-Sein – Luzifer war auch mal Engel – Vom Erweiterungs- & Suchtpotential im Internet – (WehrWolter – ww 265 – Hans Wolter)

„Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit.“ (Piotr Czerski, polnischer Dichter)

Was haben die Spielmesse Gamescom und die digitale Welt des Internets mit Träumen, Phantasiewelten, Stilllegung und dem gefallen Engel und Lichtbringer Luzifer zu tun?

Kurz zusammengefasst: Sind Computerspiele und das Eintauchen in die digitalen Welten des Internets ein Machwerk des Teufels oder sind sie Lichtbringer? – Träume sind bewegtes Probehandeln das Stilllegung voraussetzt – Computerspiele ähneln luziden Träumen – Das diesjährige Motto „Einfach zusammen spielen“ ist nicht selten eine Umkehrung der Ausgangslage – Der Griff zum Handy kann die Zigarette ersetzen – Wenn Sehnsucht zur Sucht wird – Spielen als Probehandeln bringt weiter. Spielen als Ersatzhandeln legt still –

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Bußgelder nur für die Kleinen? Die Untätigkeit der Bundesregierung im Abgas-Skandal ist ein weiterer Skandal. Klima-Verschlechterung: auch im Vertrauen der Bürger auf Recht und Ordnung – (WehrWolter – ww 264 – Hans Wolter)

Neulich bekam ich eine „Schriftliche Verwarnung mit Verwarnungsgeld“, weil ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit um wenige Stundenkilometer überschritten hatte. Einerseits ärgerlich, andererseits sehe ich es irgendwo auch ein, dass die Stadt dafür Sorge tragen muss, dass eine gewisse Ordnung eingehalten wird. Auch wenn es immer wieder Aktionen gibt, die ich mehr als Geldbeschaffungsmaßnahme ansehe, als dass sie wirkliche pädagogisch motiviert wären. Meine Grundbereitschaft in das Vertrauen auf Ordnung in unser Gemeinwesen wird allerdings in letzter Zeit zunehmend strapaziert. Weiterlesen …