Category Archives: Sport

Kleines Plädoyer für ein friedliches Mit-und-Gegeneinander – Öffentlichkeit verringert Impulsdurchbrüche – Videobeweis als outgesourctes Über-Ich – Confederations Cup 2017 – (WehrWolter – ww 261 Hans Wolter)

Schlagworte: Überlegungen über den Fußball hinaus – Sport als Sublimierung kriegerischer Auseinandersetzung – Das Zusammenspiel von Affekten in einem geregelten Rahmen – Der öffentliche Blick verringert Aggressionen – Überwachungskameras als Prothese eines schwachen Über-Ichs – Freiheit braucht einen schützenden Rahmen – Weiterlesen …

Von Usain Bolt lernen: Leben zwischen Lässigkeit und punktgenauer Höchst-Präsenz – Dabeisein, aber richtig, bei unserer persönlichen Olympiade – Leben ist eigentlich gar nicht so schwer und Zeit ist relativ. Usain rät uns: „Genießt was ihr tut!“-(WehrWolter – ww 181 – Hans Wolter)

„Genießt, was ihr tut! Und wenn es euch keinen Spaß macht, dann tut es nicht. Ich habe so viele Menschen erlebt, die Tag für Tag Dinge tun, die sie gar nicht machen möchten. Darin wirst du niemals richtig gut werden. Egal, wie hart du an etwas arbeitest. Wenn du es liebst, ist es keine Arbeit. Nur dann genießt du dein Leben und wirst Großes erreichen. Sonst artet das doch alles in Stress aus.“ (Usain Bolt)

„Lightning Bolt“ der jamaikanische Blitz hat in Rio zum neunten mal gold eingeschlagen. Vor einigen Jahren hatte ich mal ein Buch in der Hand, das titelte: „Der Minutenmanager“. Würde ich ein Buch über Usain Bolt schreiben, wäre mein Arbeitstitel: „Der Sekundenmanager“.  Aber es ist wie immer. Mir fehlt die Zeit, all meine Ideen zu verwirklichen. – (Einfallender Gedanke: Eigentlich bräuchte ich einen Mäzen.) – Wobei: Zeit ist eigentlich immer da. Wir müssen sie uns nehmen. Aber das ist ein anderes Kapitel. Stimmt das? Sind wir nicht schon mittendrin? Es geht um uns und unser Leben. Das läuft in einer gewissen Zeitspanne. Auf jeden Fall begrenzt. Zeit ist relativ. Das wissen wir spätestens seit Einstein. Zeit ist qualitativ unterschiedlich. Das wissen wir zwar, aber leben wir danach?

Wenn ich Usain Bolt sehe, muss ich immer lächeln

Und dann denke ich: Leben ist eigentlich gar nicht so schwer. Der Mensch muss „nur“ an sich glauben und dass er dafür lebt, was er liebt.

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„Ich habe ganz große Angst anzufangen.“ – Pina Bausch – Geliebtwerdenwollen als Bremse und Motor zugleich für die begnadete Tänzerin – Ihrer einfache Sprache und Zurückhaltung erinnern mich an den jungen Heinrich Böll. – Bundeskunsthalle Bonn – (WehrWolter – ww 156 – Hans Wolter)

„Nicht wie sich Menschen bewegen, sondern was sie bewegt … interessiert mich“ –

sagte Pina Bausch einmal in einem Interview. Sie war Tänzerin, Choreographin und Pionierin des modernen Tanztheaters.

Als mir heute eine Schauspielerin, die ich coache, erzählte, dass sie in der Bundeskunsthalle eine Workshop-Woche im Rahmen der Pina Bausch Ausstellung mitgemacht hätte, war ich angezündet. Weiterlesen …

Von Siegern lernen – Deutschland ist Europameister im Handball. Angelique Kerber gewinnt im Tennis den Grand Slam. – Verteidigen oder angreifen? – Wir siegen nicht im Entweder-Oder-, wir siegen im Sowohl-Als-auch-Modus. – Siege entscheiden sich schon vorher: Wenn wir an UNS glauben. – Unsere Sportler sind Vorbilder gegen den Kleinmut, Mutmacher gegen die German Angst. (WehrWolter – ww 118 – Hans Wolter)

Die deutsche HandballMannschaft holt den Europa-Titel. Das unterschätzte Team mit einer Reihe von Neulingen hat im Finale auch dank einer ausgezeichneten Verteidigung und die herausragende Präsenz von Torwart Andreas Wolff Spanien überraschend und vernichtend mit 24:17 geschlagen. Schon in den ersten Minuten des Spiels zeigten die Deutschen Sieger-Gesten. Der Glaube an sich selbst zeigte dem Gegner, den Zuschauern und den Jungs selbst: Seht alle her, wir sind heute nicht zu schlagen.

Die jungen Männer glaubten an ihren Sieg. Schon bereits bevor sie auf dem Platz standen. Obwohl es vor und innerhalb des Turniers bei der jüngsten Mannschaft gar nicht immer so aussah. Zu Beginn der EM hatte Deutschland gegen Spanien verloren. Im Finale war es ein Zusammenspiel von TeamGeist und herausragendem Selbstvertrauen Einzelner, das sich mit entsprechenden Leistungen auf die Gruppe übertrug. Das war auch bei der Fußball WM in Brasilien so, als wir den Gastgeber und fünfmaligen Weltmeister mit einem unglaublichen 7:1 wegputzten.

Manchmal ist es auch der, über sich hinaus wachsende, Glaube eines Einzelnen, der ein Spiel entscheidet. Wie der Fußballer Robert Lewandowski 5 Tore innerhalb von 9 Minuten schoss und dem FC Bayern den Sieg über die bis dahin führenden Wolfsburger sicherte (s.u.).

„Der Glaube an mich war der Schlüssel für den Sieg“, sagt Angelique Kerber nach ihrem Tennissieg.

Weil der Glaube an sich selbst, das Selbst-Vertrauen Flügel verleiht, besiegt sie souverän und für alle überraschend Serena Williams, die beste Tennisspielerin in der Welt. – Wenn wir an uns und unsere Stärke richtig glauben, dann fällt nicht nur die Mauer eines Tages, dann schaffen wir auch das bisher UnGlaubliche. Nicht nur, aber auch: Fußball-Weltmeister in Brasilien, Grand-Slam-Sieger im Tennis in Australien, Europameister im Handball in Polen. – Deutschland auf dem Höhenflug, legt die Latte spürbar höher in der Welt. Unsere Sportler sind Vorbilder gegen den Kleinmut, Mutmacher gegen die German Angst. Weiterlesen …

Der Faktor Mensch – Radikal kann sich unser Leben verändern. Jeden Moment. Wie bei Michael Schumacher am 29.12.2013 – Versagen ist menschlich. Bei uns, bei Piloten und auch bei denen, die wir gerne als Götter in Weiß sehen möchten. (Hans Wolter / WehrWolter – WW 106)

„Heute ist morgen schon gestern, deshalb sollte man so leben, dass man sich an heute gern erinnert.“  (Sprichwort)

Am 29. Dezember 2013 erlitt der 44-jährige Michael Schumacher ein schweres Schädel-Hirn-Trauma bei einem Ski-Unfall im französischen Meribel. Er war mit seinem Sohn und Freunden unterwegs. Von der gut präparierten Piste ist er wohl abgewichen, um – so die Vermutung – einem gestürzten Kind zu helfen. Dabei stürzte er über einen Felsbrocken und schlug dann mit dem Kopf auf einen weiteren Felsen auf.

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Es ist möglich, dass er den Felsen, der ihn in die Luft katapultierte, gar nicht sehen konnte, da zuvor Neuschnee gefallen ist. Der erfahrene Formel-1-Pilot sei auf Leihskiern unterwegs gewesen, dessen Bindung sich beim Unfall nicht löste. Sein Helm sei beim Sturz zerbrochen, was wohl seinen sofortigen Tod verhindern konnte. Ein Helikopter sollte ihn ins Krankenhaus bringen. Noch während des Fluges kollabierte er und musste nach einer Notlandung sofort intubiert werden.

Menschliches Versagen macht auch vor den Göttern in Weiß nicht Halt

Mir erzählte hierzu aktuell ein Anästhesist einer renommierten Kölner Klinik, dass der Verlauf Schumachers Verletzungen wahrscheinlich deutlich besser gewesen wäre, wenn er nicht so prominent gewesen wäre. Der extra eingeflogene Professor habe wohl den Fehler gemacht, dass er den Intubationsschlauch irrtümlich in die Speise- statt in die Luftröhre eingeführt hätte. Damit sei Schumachers Gehirn zu lange nicht mit Sauerstoff versorgt worden. Dies könnte für seinen jetzigen Zustand verantwortlich sein. Der Arzt sei entweder zu aufgeregt oder ungeübt gewesen. Ein renommierter Professor hat nicht unbedingt mehr die Alltagsroutine. Wäre uns das passiert, wären wir wahrscheinlich „normal“ versorgt worden und damit heute besser dran.

Darüber spricht keiner. So etwas wird offensichtlich – wenn es sich denn  tatsächlich so ereignet hat – totgeschwiegen.Hierzu liest man keine Veröffentlichungen. Anschließend an die Intubation wurde Schumacher in einem Klinikum in Grenoble notoperiert. Seitdem liegt er auf der Intensivstation. Bis heute gibt die Familie keinerlei Auskünfte über seinen Gesundheitszustand. Sabine Kehm, die Schumacher-Sprecherin, nach außen die einzige Stimme der Familie, dementierte in BILD die Aussagen der BUNTEN, dass der ehemalige Rennfahrer wieder gehen könnte: „Leider werden wir zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht.“

Ärztefehler sind schwer nachzuweisen

Vor einigen Wochen berichtete mir ein junger Vater, dass seine kleine Tochter behindert sei. Nach der Geburt sei der Säugling blau angelaufen. Man schloss daraus, dass das Gehirn mit Sauerstoff unterversorgt sei. Weiterlesen …