Tag Archives: Arm und Reich

Der Bus ist voll. Wer bestimmt die Obergrenze? Gedanken- und Bilderreise: samstags in Puerto Plata (WehrWolter – ww 288 – Hans Wolter)

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ein kleines Abenteuer mit einigen großen persönlichen Gedankensprüngen beschreiben. Das Stück spielt in unserem aktuellen Urlaub in der Dominikanischen Republik und wird mit realen Fotos und Filmausschnitten unterlegt. Ausgehend von einer nicht alltäglichen Busfahrt, mache ich mir Gedanken über das unterschiedliche Funktionieren von sozialen Gemeinschaften. Hierbei vergleiche ich unterschiedliche Wert-Vorstellungen aus meiner subjektiver Wahrnehmung, der Perspektive eines weitgereisten Deutschen. Was uns wichtig im Leben ist, ist nicht unbedingt gleich. Wobei es auf der tieferen Überlebensebene sicher mehr Gleichheit auf der Welt gibt, als wir vielleicht zunächst vermuten würden. Nach einem gedanklichen Streifzug durch verschiedene aktuelle Erscheinungen wie: Beziehung, Erziehung, Flüchtlingskrise, Weitergabe von Traumatisierungen, bei uns auch noch aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Forderung von Obergrenzen, der Tendenz zum Kreisverkehr, Sinn und Unsinn von Phobien und den Folgen einer immer transparenter werdenden Welt-Gemeinschaft bei auseinanderdriftender Werte-Gemeinschaft, lade ich zu einer Bilderreise durch einen ganz normalen Samstag in Puerto Plata ein.  

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Freie Einfälle zu krummen Jamaika Dingern, Ego-First, Paradise Papers und dem kaukasischen Kreidekreis von Bertolt Brecht (WehrWolter – ww 283 – Hans Wolter)

Jamaika, schon das Wort mutet an wie eine Kindergartengeschichte vom kleinen Tiger und kleinen Bären. Auch wenn die nach Panama wollten und das mit den Paradise Papers nicht wirklich etwas zu tun hat: die Geschäfte der Großen lassen sich doch alle auf Märchenbilder herunterbrechen. Zum Iszenario der aktuellen Regierungsbildung des Deutschen Bundestages drängt sich mir spontan das Bild von Bertolt Brechts kaukasischen Kreidekreis auf. Wer das Bild kennt, sieht sicher rasch die Verbindung, die sich mir hier aufdrängt. Weil die Geschichte aufschlussreich ist, werde ich sie gleich noch einmal kurz inhaltlich zusammenfassen. Weiterlesen …

Schaffen wir das? Mehr soziale Gerechtigkeit? – Soziale Ungleichheit nimmt weltweit schneller als erwartet zu. Dramatische Zahlen der Oxfam Studie: 62 Superreiche besitzen jetzt schon so viel wie die halbe Welt – Wirtschaftsforum in Davos. – (WehrWolter – ww 113 – Hans Wolter)

Soziale Ungleichheit nimmt weltweit immer schneller zu. Wie dramatisch das ist, zeigt eine Zahl der Organisation Oxfam: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – und der Trend hält an.

 

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft schneller auseinander als bisher vermutet.

Der Unterschied zwischen vermögenden und armen Menschen wir in jedem Land der Welt immer größer. Auch die Experten sind überrascht von der Geschwindigkeit. Die Nichtregierungsorganisation Oxfan sagte erst vor einem Jahr voraus, dass im Jahr 2016 das reichste Prozent der Weltbevölkerung, also rund 70 Millionen Menschen, mehr besitzen werden als die restlichen 99 Prozent (rund sieben Milliarden Menschen) zusammen. Nun wurde diese Schwelle schon ein Jahr früher erreicht.

Den Trend einer immer rascheren Polarisierung sehen wir noch drastischer bei den Superreichen: Inzwischen besitzen die 62 reichsten Einzelpersonen genauso viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – vor einem Jahr waren es noch 80 Personen.

Dies geht aus dem Bericht „An Economy for the 1%“ hervor, den Oxfam vor dem Wirtschaftsforum in Davos veröffentlicht.

Das Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung verringerte sich in den vergangenen fünf Jahren um rund eine Billion Dollar (oder um 41 Prozent), obwohl die Bevölkerung um 400 Millionen Menschen gewachsen ist. Zugleich erhöhte sich das Vermögen der reichsten 62 Personen um mehr als eine halbe Billion Dollar.

Neun von zehn Großkonzernen haben Niederlassung in Steueroase

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