Tag Archives: Bindung

Angst vor Fremdem mit Mut und Vertrauen ins Leben begegnen & wachsen – Unsere Tour durch die 27 Wasserfälle von Damajagua – Dominikanische Republik – (WehrWolter – ww 286 – Hans Wolter)

Männer haben keine Angst. Zumindest nicht öffentlich. Das erlebe ich täglich in meinem Job. Okay, ohne mein Bond-Girl hätte ich diese Wasser-Exkursion durch den dominikanischen Damajagua sicher nicht gemacht. Geködert wurde ich mit der Aussage, dass ich schöne Wasserfälle zu sehen bekäme. Dass ich allerdings dadurch springen, rutschen, tauchen und schwimmen musste, erfuhr ich erst in dem kleinen Bus, mit dem wir in die Berge hinter Puerto Plata, der größten Stadt im Norden der karibischen Insel, gebracht wurden. Mit uns an Bord ein Pärchen aus Kanada, eins aus Frankreich und der alleinreisende Informatiker Philipp aus Frankfurt. Hier ahnten wir noch nicht, dass nur Philipp und wir, von dieser kleinen Schicksalsgemeinschaft später von der höchsten Klippe, gefühlte 15 Meter ins Ungewisse springen sollten. Die anderen nahmen an der Stelle den Klettersteig. Wer jetzt einen Reisebericht mit schönen Fotos erwartet, liegt richtig. Wer mich kennt darf aber auch vermuten, dass ich als Zugabe auch einige psychologischen Zusammenhänge darstellen werde. Der Titel lässt nicht zu Unrecht vermuten, dass ich auch ein wenig zur Fremdenangst und zum Angst-Geschäft der Populisten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskatastrophe sagen werde. Ein wenig. Der Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation unseres größten Abenteuers in der Dominikanischen Republik. Weiterlesen …

Weltkindertag der Vereinten Nationen – Kinder brauchen mehr starke Fürsprecher und weniger ängstlich fremdelnde Erwachsene – Weltkindertag der Vereinten Nationen – (WehrWolter – ww 282 Hans Wolter)

„Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist. – Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“ (John Lennon)

Die Vereinten Nationen begehen heute – am 20. November – den Weltkindertag. Es ist der Internationale Tag der Kinderrechte, der Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete. Diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.

In meiner langjährigen Tätigkeit als Psychologe und Psychotherapeut weiß ich um die zentrale Bedeutung von Beziehung und sicherer Bindung. Nach meiner Einschätzung und den gegenwärtigen Forschungsergebnissen, nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft weiter ab. Hierauf möchte ich heute noch einmal kurz hinweisen. Hier sehe ich auch wichtige Ursachen der zunehmenden Fremdenängste in unserem Land. Wer in seiner Kindheit zu wenig sichere Bindungen erfahren hat, neigt zu größeren sozialen Ängsten und hat somit eine geringere Frustrationstoleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen.

Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen. Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

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Loslassen: eine lebenslange Aufgabe für jeden von uns. Warum fällt es uns so schwer? Überlegungen & Tipps am Beispiel: Generationswechsel im Unternehmen – (WehrWolter – ww 281 – Hans Wolter)

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit dem Thema Loslassen konfrontiert. Denn das Loslassen ist die Gegenseite der Bindung. Wir müssen unsere Kindheit loslassen, die eigenen Kinder loslassen, wenn sie erwachsen geworden sind, irgendwann müssen wir unsere Berufstätigkeit loslassen oder auch das eigene Unternehmen. Hierzu hat mich das Unternehmerradio interviewt und vor kurzem dazu einen Podcast veröffentlicht. Weiterlesen oder Reinhören auf: WehrWolter.com

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Internationaler Mädchentag – Übergänge bewusst fördern! Vom Mädchen zur Frau – vom Jungen zum Mann – Vom Erwachsenen zur Elternschaft – auch die Mutmacherin Astrid Lindgren kämpfte mit Gefühlen einer schuldgeplagten Mutter – (WehrWolter – ww 274 – Hans Wolter)

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ (J.W. Goethe)

Als Vater eines Mädchens und eines Jungens, weiß ich um das Glück und die Traurigkeit in den Übergängen. Beide sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus. Leon ist gerade aktuell ausgezogen, um in Bonn zu studieren. Meine Gefühle sind an diesen Wendepunkten immer gemischt. Wie Aprilwetter mit Herbststürmen. Weiterlesen …

Wahlen werden nicht über das Faktische entschieden: Psycho-Logik funktioniert anders, als es dem öffentlich-rechtlichen Denken recht ist – Von Trumpisierung, europäischem Populismus und der Abdankung des alten Parteiensystems – (WehrWolter – ww 271 – Hans Wolter)

Überblick: So wie es nicht DIE Wirklichkeit gibt, so gibt es auch nicht DAS Faktische – Internet als Beschleuniger – Manipulation setzt häufig an den Ängsten der Menschen an – Populisten spielen ungenierter auf der Klaviatur der Gefühle – auch die steigenden Forderungen nach Selbstoptimierung verunsichern – Sehnsucht nach einfachen Lösungen – Das Parteiensystem der Nachkriegszeit scheint an sein Ende gelangt – Vom Guten im Schlechten

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Beziehung & Erziehung werden einfach, wenn wir uns gegenseitig vertraut machen – Entschleunigung und das rechte Maß zwischen Nähe und Distanz finden: hört sich einfacher an, als es ist – Vom HänschenKlein zum Kleinen Prinz – (WehrWolter – ww 255 – Hans Wolter)

Früher war vieles einfacher. Dachte man zumindest. In Deutschland achtete man in Erziehung und Beziehungen mehr auf äußere Formen. Die empathische Einstellung auf das jeweilige Individuum stand nicht im Mittelpunkt. Sie wurde teilweise sogar als „gefährlich“ angesehen. „Wehret den Anfängen.“ Man befürchtete, Kinder oder Partner zu sehr verwöhnen zu können. Da stecken Menschenbilder von Gier und Maßlosigkeit hinter. Bilder denen wir ab und zu nochmal im Protest gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf deutschen Autobahnen begegnen. Um diese Triebhaftigkeit zu kontrollieren, verfiel man ins Gegenteil. Formalität, Sachlichkeit und vermeintliche Objektivität waren auch im sozialen Miteinander wichtiger, als der individuelle Mensch und das subjektive Empfinden. Kontrolle kann streckenweise vielleicht vor Willkür und Gefühlsausbrüchen schützen. Meist weisen aber diese Beziehungen weniger Tiefe und Echtheit aus. Damit geht nicht nur geringere innere Stabilität einher, es führt auch zu weniger Motivation und Leistungsvermögen. Vor allen Dingen führt es zu weniger Selbst-Vertrauen. Weiterlesen …

Wenig nobel, aber formal korrekt: Bob Dylan hält es mit Mark Twain: „Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.“ – Last-Minute-Nobelvorlesung – Der Meister lässt sich nicht sehen, aber hören – „Literatur die mich prägte“ – (WehrWolter – ww 254 – Hans Wolter)

Nun hat er es doch noch gemacht. Insgesamt nicht nobel, aber formal gerade noch korrekt, um sein Anrecht auf das enorm hohe Preisgeld zu wahren. Nobelpreis to go. Bob Dylan, der 76-jährige Sänger nahm schon den Preis an sich erst mit monatelanger Verspätung entgegen. Gewissermaßen im Nebenbei. Vom Status ist ein Nobelpreis immer noch so etwas wie die Aufnahme in den Olymp. Bedingung ist noch eine entsprechende Rede. Wie eine Antrittsvorlesung nach der erfolgten Aufnahme in den Kreis der Noblen. Diese nahm der singende Poet am 4. Juni in Los Angeles bei leiser Klavierbegleitung auf. Darauf erfolgte die unpersönliche Zustellung an die schwedische Akademie. Das Akademie-Mitglied Sara Danius fand eine lobende Einschätzung: „Die Rede ist außergewöhnlich“. Mir gehen bei diesem Auftritt verschiedene Fragen durch den Kopf; wie: Wird reale Präsenz überschätzt? Sind wir womöglich präsenter, wenn wir fern bleiben? Spielt Dylan mit dem Paradox von Achtung? Weiterlesen …

Ängste nehmen zu: daher auch Gewalt und die Sehnsucht nach starken radikalen Lösungen – Kleine Werbung für mehr BINDUNG – Gegen das Geschäft mit der Angst: Radikaler Islamismus, Flüchtlingsnot und Rechtspopulismus liegen in ihren Unsicherheiten nahe beieinander – Psycho-Logik und Bindungstheorie – (WehrWolter – ww 231 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen.

Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

Zunahme von Ängsten – Sehnsucht nach dem starken Mann – Die Unberechenbarkeit eines Billy the Kid – Bindungsunsicherheiten nehmen zu, nicht nur bei traumatisierten Flüchtlingen, auch bei Menschen, die in ihrer frühen Kindheit weniger mitfühlende Bindung erfahren haben – Menschen, die mit sicheren Bindungen aufwachsen, sind bei Belastungen stabiler, das weiß man dank langjähriger Forschung – gibt es Zusammenhänge zwischen den Krippen der ehemaligen DDR und den größeren Fremdenängsten in Sachsen? – ausführliche Darstellung der psychologischen Bindungstheorie

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Weltmännertag – Zwischen Scham und Stolz – Aufgefächerte Männerbilder und die Sozialisation von Jungen heute – Überlegungen auf dem Düsseldorfer Männerkongress „Bindung und Sexualität“ – (WehrWolter – ww 201 – Hans Wolter)

Heute ist Weltmännertag. Das erfuhr ich zufällig in der Mittagspause. Da müsste ich eigentlich auch etwas zu schreiben. Wobei, ich hab doch gestern gerade erst einen Beitrag über den Traum begonnen? Egal, der kann ein wenig warten. – Männer sind anders. Frauen auch. Und das ist gut so. Dazu habe ich ja bereits im letzten Sommer einen Text gebloggt der auch der Start eines geplanten Buches darstellt. Diese Ideen will ich jetzt allerdings hier noch nicht aufgreifen. Stattdessen schreib ich jetzt einfach etwas von dem, was ich im September auf dem Düsseldorfer Männerkongress gehört und mitdiskutiert habe. Weiterlesen …