Tag Archives: Bundesrepublik Deutschland

Mut & Geschick zur Führung: Konrad Adenauer – Macht im Dienste des Gestaltungswillen: Köln vor der NS-Diktatur, Deutschland zurück zur Demokratie, hin zu Europa – Versuch einer persönlichen Einschätzung – (WehrWolter – ww 242 – Hans Wolter)

Man muss Dinge auch so tief sehen, dass sie einfach werden (K.A.)

Denk mal an Konrad Adenauer (05.01.1876 – 19.04.1967) – Anlass: Doppeljubiläum: 50. Todestag & vor 100 Jahren (18.09.1917) Wahl zum Kölner Oberbürgermeister

Meine Favoriten der jungen Bundesrepublik waren eher Heinrich Böll und Willy Brandt. Also erklärte Gegenspieler des „Alten“. Dies schicke ich vorsorglich vorweg, damit der Leser nicht in einer nahezu reflexartig auftretenden Gegenposition verharrt. Vielleicht hat es etwas mit der Emanzipation gegenüber den Vätern und Müttern zu tun, dass dieser Reflex häufig auftritt. So zumindest meine Beobachtung. Immer dann wenn man Stellung zu herausragende Persönlichkeiten bezieht. Zweifellos:  wer im hellen Bühnenlicht steht, wirft naturgemäß auch große Schatten.

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Still sein, wenn Kinder schlafen. Laut werden, wenn Kinder sterben! – Der kleine Ailan. Die Macht der Bilder. Umdenken tut Not. – (WehrWolter – ww 57 Hans Wolter)

„Gewöhnlich ist ein Leichnam ein stummes, unansehnliches Ding. Es gibt aber Leichen, die lauter reden als Posaunen und heller leuchten als Fackeln.“ (Rosa Luxemburg)

Ein kleiner dreijähriger Junge, der aussieht, als würde er schlafen. Ailan, ein syrisches Flüchlingskind, welches auf der illegalen Überfahrt vom türkischen Bodrum zur griechischen Insel Kos ertrank. Das Bild geht um die Welt. Die meisten Menschen sind entsetzt und reagieren bestürzt. Das entspricht unserem Überlebensinstinkt. Das könnte unser Kind sein.

Das könnten wir sein. Kaum einer, der hier nicht starke Affekte spürt: Angst, Entsetzen, Wut, Trauer.

Als mir vor einigen Tagen einer das Bild in einen Kommentar postete, sah ich es zum ersten Mal. Ich wollte es spontan löschen, weil ich es kaum aushalten konnte. Ich habe es – nach inneren Kämpfen in mir – nicht gelöscht. Erst später erfuhr ich die Hintergründe. Jetzt konnte ich der Veröffentlichung etwas „Positives“ zugestehen, wenn es bewirkt, dass wir wachgerüttelt werden.

In der Flüchtlingskrise geht es in erster Linie um Menschen.

Zahlen, Zahlungen, Wohlstands- und Beschränkungsängste sollten hinten anstehen. Natürlich sind die da. Die können und sollten wir auch nicht verleugnen. Aber: Menschlichkeit muss an erster Stelle stehen!

Wie in unserem Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Das gilt nicht nur für deutsche Staatsbürger. Das gilt für alle Menschen.

Bundesverfassungsgericht stellt klar, worin der Schutz der Menschenwürde, im Umgang mit Flüchtlingen, besteht.

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