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Wem können wir noch glauben? – Ist Glaubwürdigkeit käuflich? – FIFA, VW oder ADAC: tun weh. – Abgasbetrug „Made in Germany“ – USA: VW Chef Müller hat in Detroit viele Dollars im Aktenkoffer dabei. – In elf Millionen Fahrzeuge betrügerische Software einzusetzen ist kein Schummeln. 45 Milliarden Dollar, allein für Verstöße gegen Umweltgesetze, drohen. – (WehrWolter – ww 111 – Hans Wolter)

Vergangenen Montag hatte das US-Justizministerium Klage gegen den VW Konzern – Europas größten Autohersteller – eingereicht. Dem droht nun eine Milliardenstrafe. Auf dem Hintergrund versucht VW-Chef Müller in Detroit mit Charme und Geld das ramponierte Image notdürftig zu reparieren. Er hat zum Start der wichtigsten US-Automesse um Verzeihung für die betrügerische Softwaremanipulation gebeten. Zahlreichen Autokäufern und Werkstädten hat Volkswagen etwas vorgegaukelt. Umweltschäden wurden einskalt in Kauf genommen.  Müller – deutscher kann ein Name kaum sein – verspricht nun zusätzliche Millioneninvestitionen in den USA – trotz drohender Milliardenklagen. Zur Besänftigung der amerikanischen Kunden will Volkswagen Einkaufsgutscheine im Wert von 1000 Dollar pro betroffenes Fahrzeug anbieten. Ein ähnliches Angebot gibt es für VW-Besitzer in Deutschland bisher nicht. Wieso?

PfauWeh Abgasbetrug „Made in Germany“

Mehrfach habe ich hier auf meinem Blog schon darüber geschrieben, wie die VW Geschäftsführung nicht nur sich selbst, sondern auch der Marke „Made in Germany“ rücksichtlos & egoistisch einen enormen Schaden zugefügt hat. – Winterkorns militärisch anmutender Führungsstil setzte offensichtlich die beteiligten Techniker so unter Druck, dass sie zu kriminellen Mitteln griffen. Audi &Porsche sind auch betroffen. Dass gestandene Ingenieure vor lauter Angst keinen Klartext sprechen, zeugt schon von einer totalitären Unternehmenskultur in Wolfsburg. Wenn der König von der Müllerstochter verlangt Stroh zu Gold zu spinnen, muss sie es machen.

„Wir wissen, dass wir unsere Kunden, die zuständigen staatlichen Stellen und die allgemeine Öffentlichkeit hier in den USA sehr enttäuscht haben. Ich bitte daher um Entschuldigung für das, was bei Volkswagen falsch gelaufen ist.“ (Matthias Müller )

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