Tag Archives: Facebook

Love out loud – Carolin Emcke wirbt auf der re:publica in Berlin gewohnt wortmächtig für Empathie im Internet – (WehrWolter – ww 248 – Hans Wolter)

„Wir wollen die Welt nicht den Arschlöchern überlassen“, lautet der deutliche Appell zu der Eröffnung der 11. re:publica. „Wir müssen Solidarität zeigen, nicht nur weiterscrollen und wegklicken.“ Die Kommunikationsfreiheit sei bedroht.

„Eine Gesellschaft, in der jeder nur sich selbst rettet, ist keine Gesellschaft“. Wer gedemütigt und verletzt wird, solle nicht sich selbst wehren müssen. „Es braucht andere, die widersprechen, die nicht gemeint sind, aber sich gemeint fühlen“ betonte Carolin Emke in Berlin zur Eröffnung größten Digitalkonferenz auf unserem Kontinent.

Die Friedenspreisträgerin machte sich wortmächtig Gedanken über das diesjährige Motto „Love out Loud“. Emke warnte das Publikum, nur sich selbst zu sehen, sonst bliebe nichts als ein „neolibertäres Spektakel“. Sie bekam am Ende ihres Vortrags Standing Ovations. Weiterlesen …

„Ich bin kein Nazi. Ich bin ein wertkonservativer Rebell“, sagt Frank S. zum Prozessauftakt in Düsseldorf. Er ist angezeigt wegen versuchten Mordes der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. – Erschreckend, wie die neuen Rechten sich im Recht fühlen. – Menschenverachtendes Klima in den sozialen Medien führen zur Selbstbestärkung radikal denkender Menschen und zu Impulsdurchbrüchen. – (WehrWolter – ww 141 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Erschreckende Gewaltzunahme im Alltag. In Deutschland und weltweit. Eröffnung des Gerichtsverfahrens gegen Frank S., den Täter der Messerattacke auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (59) einen Tag vor der Wahl. Der arbeitslose 44-jährige Kölner Lackierer erklärt, dass er kein Nazi sei, sondern ein „wertkonservativer Rebell“ sei. Er habe ein Zeichen gegen die Asylpolitik setzen wollen. Reker überlebte das Attentat und wurde einen Tag später zur Oberbürgermeisterin gewählt. Menschenverachtendes Klima in den sozialen Medien führt zur Selbstbestärkung radikal denkender Menschen. Besorgniserregend ist, dass es nicht nur beim Denken und Reden bleibt. Die Messerattacke auf die Politikerin Henriette Reker zeigt, dass es mittlerweile verstärkt zu gewalttätigen Impulsdurchbrüchen kommt.

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Facebook, Social-Media & Blog als virtuelle „Speakers’ Corner“. – In eigener Sache: Einfälle + Ideen für den Augenblick & Tag. Psychologisch QuerGedachtes. – NachLese + Nachhaltigkeit. – (WehrWolter – ww 140 Hans Wolter)

Speakers‘ Corner, die Ecke der Redner im Londoner Hyde Park. Durch einen Parlamentsbeschluss vom 27. Juni 1872 (Royal Parks and Gardens Regulation Act) darf hier jeder ohne Anmeldung einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten und auf diesem Weg die Vorbeigehenden um sich versammeln. Dann stell ich mich mal kurz auf die virtuelle Kiste und bitte kurz um Gehör:

Liebe Leser, Facebook-Freunde & Social-Media-Surfer,

Facebook, Social-Media, das Internet im Allgemeinen, das alles lebt ja auch vom Tempo. Die Welt ist schnelllebiger geworden. Man liest ab und zu etwas Interessantes, Witziges, Nachdenkliches, was man teilt, postet, über das man nachdenkt. –

Nachhaltigkeit ist allerdings auch eine interessante Strömung in unserer Kultur. Ein Gegenlauf zur Ex-und-Hopp-Mentalität. Hierzu experimentiere ich derzeit. Das zeigt sich u.a. auch in meinem Versuch, Einfälle & Ideen täglich kurz zu skizzieren und im digitalen Tagebuch festzuhalten. Dann kann ich auch später noch einmal Nach- und Spät-Lese betreiben.

Da ich den Austausch grundsätzlich als spannend und gewinnbringend erlebe, behalte ich die Ideen nicht im engen Kreis des individuellen Tagebuches. Ich teile sie auf meiner Homepage.

Dazu habe ich vor einiger Zeit die Rubrik: „Idee für den Tag“ angelegt.

Das verstehe ich etwas wie „Speakers’ Corner“ im Londoner Hyde-Park.

Speakers Corner2

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Radikalität und mangelnde Impulskontrolle nehmen erschreckend zu. – Fremdenfeindlich motivierte Messerattacke gegen die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker am Vortag zur Wahl. – Martin Walser zu Fremdenfeindlichkeit. Er bekam heute den Nietzsche Preis. – (WehrWolter – ww 75 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Erschreckende Gewaltzunahme im Alltag. In Deutschland und weltweit. Messerattacke heute in Köln. Täglich 145 Messerangriffe in Israel. Menschenverachtung durch „normale“ Bürger auf Facebook. Martin Walser bekam heute den Nietzsche Preis. Zur Fremdenfeindlichkeit sagte er: „Merkel hat die Humanitätsprüfung bestanden. Sie macht uns Mut. Seehofer spielt den Skeptiker. … Und dass wir das schaffen, das ist doch klar.“

„Ich muss die Gesellschaft vor solchen Leuten retten.“

– sagte der 44 jährige Deutsche nach seiner Messerattacke gegen Henriette Reker, die Oberbürgermeister-Kandidatin, die morgen in Köln zur Wahl antreten wollte.

Derzeit nimmt Gewalt im Alltag erschreckend zu. Nicht nur in Deutschland. So ist gegenwärtig Israels Gesellschaft tief verunsichert. Die zahlreichen Messerangriffe von Palästinensern verängstigen viele Menschen. Junge Palästinenser greifen jüdische Israelis mit Messern an, sie werfen Steine auf fahrende Autos, Brandsätze auf Soldaten. 145 solcher Attacken zählen Armee und Polizei in Israel derzeit täglich. Militärs mahnen: Die Angriffe erfolgten nicht koordiniert. In Israel werden mittlerweile Ausbildungskurse angeboten: Selbstverteidigungsstrategien gegen Messerattacken.

Deutschland verändert sich auch in den letzten Wochen erschreckend.

Im Internet, den Medien und auf der Straße nehme ich wahr, dass die Radikalität erschreckend weiter zunimmt. Derzeit ist es in vielen Fällen verbale und psychische Gewalt. Hierzu führe ich gleich einen Fall auf, der mir gestern auf Facebook begegnet ist.

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Still sein, wenn Kinder schlafen. Laut werden, wenn Kinder sterben! – Der kleine Ailan. Die Macht der Bilder. Umdenken tut Not. – (WehrWolter – ww 57 Hans Wolter)

„Gewöhnlich ist ein Leichnam ein stummes, unansehnliches Ding. Es gibt aber Leichen, die lauter reden als Posaunen und heller leuchten als Fackeln.“ (Rosa Luxemburg)

Ein kleiner dreijähriger Junge, der aussieht, als würde er schlafen. Ailan, ein syrisches Flüchlingskind, welches auf der illegalen Überfahrt vom türkischen Bodrum zur griechischen Insel Kos ertrank. Das Bild geht um die Welt. Die meisten Menschen sind entsetzt und reagieren bestürzt. Das entspricht unserem Überlebensinstinkt. Das könnte unser Kind sein.

Das könnten wir sein. Kaum einer, der hier nicht starke Affekte spürt: Angst, Entsetzen, Wut, Trauer.

Als mir vor einigen Tagen einer das Bild in einen Kommentar postete, sah ich es zum ersten Mal. Ich wollte es spontan löschen, weil ich es kaum aushalten konnte. Ich habe es – nach inneren Kämpfen in mir – nicht gelöscht. Erst später erfuhr ich die Hintergründe. Jetzt konnte ich der Veröffentlichung etwas „Positives“ zugestehen, wenn es bewirkt, dass wir wachgerüttelt werden.

In der Flüchtlingskrise geht es in erster Linie um Menschen.

Zahlen, Zahlungen, Wohlstands- und Beschränkungsängste sollten hinten anstehen. Natürlich sind die da. Die können und sollten wir auch nicht verleugnen. Aber: Menschlichkeit muss an erster Stelle stehen!

Wie in unserem Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Das gilt nicht nur für deutsche Staatsbürger. Das gilt für alle Menschen.

Bundesverfassungsgericht stellt klar, worin der Schutz der Menschenwürde, im Umgang mit Flüchtlingen, besteht.

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Intelligente & menschliche Lösungen sind gefragt! – Wenn Deutschland sich nicht verFlüchtigen soll. – DAS wäre eine Flüchtlingskrise.

Eben lese ich auf Facebook, dass ein Frau schreibt, Sie könne das Thema „Flüchtlinge“ nicht mehr hören. –
Da frage ich mich: Ist das so etwas wie Weihnachten, Karneval, Fußball oder das Oktoberfest?
Also etwas, was wir irgendwann satt sind.
Dann kommen in weiteren Kommentaren die Forderungen, Deutschland solle die Türen schließen und verschlossen halten.
Die CDU sei zu schwach dazu.
Na ja, das ist sehr kurz oder kaum … nach- bzw. vorgedacht.
Dann hab ich einfach mal ein wenig länger geantwortet:

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