Tag Archives: Flüchtlingskrise

Bananenpolitik – „Vom autoritären versus dem liberalen Traum“ – Ausstellung zu politischen Bildern von Thomas Baumgärtel. – Aufruhr um Erdogan’s Po-Banane – Auftakt mit Jürgen Beckers Überlegungen zu Politik, Kunst und der Radikalisierung in Deutschland – (WehrWolter – ww 188 Hans Wolter)

Mein alter Kommilitone Thomas Baumgärtel hatte mich zu seiner Vernissage „Politische Bilder“ in die Räume des Kunstvereins Langenfeld eingeladen. Immer noch dieselben Bananen? … dachte ich bei mir. Dann sollte aber auch noch der Kabarettist Jürgen Becker kommen und einen einführenden Beitrag auf die Bühne bringen. Mit ihm verbindet mich auch eine gemeinsame Vergangenheit. Wir liegen nur ein Jahr auseinander und sind damals beide in Köln-Widdersdorf aufgewachsen. Auf seinen lustigen aber auch scharfsinnig pointierten politischen Vortrag gehe ich später auch noch einmal ein.

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Wach und wehrhaft sein: Die Mannschaft mit Boateng auf der EM 2016 in Frankreich – Der öffentliche Diskurs verändert sich – Rechtspopulismus stellt eine Gefahr für Demokratie und Pluralismus dar – Populisten schaden Europa – Synergieeffekte mit den Massenmedien – RWTH Aachen dokumentiert Forschungsergebnisse von Paula Diehl – (WehrWolter – ww 163 – Hans Wolter)

Die Schwelle zur Verachtung, Entmenschlichung und zum Durchbruch aggressiver Impulse wird niedriger. Die Verschiebung des öffentlichen Diskurses macht mir Sorge.

An der RWTH in Aachen läuft aktuell eine Vortragsreihe zu „Populismus, Rechtspopulismus und Massenmedien“. Hierbei handelt es sich um qualitativ sehr gute wissenschaftliche Beiträge zum aktuellen Forschungsstand in den Politikwissenschaften. Ich hatte das Glück vorgestern einem Beitrag von Frau Prof. Dr. Paula Diehl von der Berliner Humboldt Universität beiwohnen zu können. Nachfolgend stelle ich ihre Untersuchungsergebnisse vor. Zuvor erlaube ich mir einige Gedanken zu dieser hochaktuellen und wichtigen Thematik aus meiner persönlichen Perspektive, mit psychologischem Blick.

Stichworte: Das Paradox vom schlechten „Gutmenschen“- Die Ambivalenz des Internets zwischen Transparenz und Tunnelblick – Runter mit der Maske: Populisten schaden Europa – Nur scheinbar demokratisch – Populismus und Massenmedien – Ein Weg aus der Spirale: Dekonstruktion rechtsextremer Darstellungen statt Anbiederung

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„Ich bin kein Nazi. Ich bin ein wertkonservativer Rebell“, sagt Frank S. zum Prozessauftakt in Düsseldorf. Er ist angezeigt wegen versuchten Mordes der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker. – Erschreckend, wie die neuen Rechten sich im Recht fühlen. – Menschenverachtendes Klima in den sozialen Medien führen zur Selbstbestärkung radikal denkender Menschen und zu Impulsdurchbrüchen. – (WehrWolter – ww 141 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Erschreckende Gewaltzunahme im Alltag. In Deutschland und weltweit. Eröffnung des Gerichtsverfahrens gegen Frank S., den Täter der Messerattacke auf die heutige Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (59) einen Tag vor der Wahl. Der arbeitslose 44-jährige Kölner Lackierer erklärt, dass er kein Nazi sei, sondern ein „wertkonservativer Rebell“ sei. Er habe ein Zeichen gegen die Asylpolitik setzen wollen. Reker überlebte das Attentat und wurde einen Tag später zur Oberbürgermeisterin gewählt. Menschenverachtendes Klima in den sozialen Medien führt zur Selbstbestärkung radikal denkender Menschen. Besorgniserregend ist, dass es nicht nur beim Denken und Reden bleibt. Die Messerattacke auf die Politikerin Henriette Reker zeigt, dass es mittlerweile verstärkt zu gewalttätigen Impulsdurchbrüchen kommt.

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Paradoxien der Landtagswahlen: 1. Politische Inszenierung mit unpolitischem Ausgang. Kennen die Wähler der AfD wirklich das Programm? 2. Die CDU verliert, die Flüchtlingspolitik von Merkel gewinnt. 3. Das Opfer der Depolitisierung der Politik sind die Parteien. – Verhältnisse wie in den USA – (WehrWolter – ww 134 – Hans Wolter)

Die zunehmende Emotionalisierung im öffentlichen Raum und der Politik, lassen rationalen Argumenten und verstehendem Austausch immer weniger Raum. Hierin sehe ich eine ernste Gefährdung für die Pluralität unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Kurz zusammengefasst: VerEngung macht Angst – und umgekehrt. / Nach dem Super-WahlSonntag gehe ich mit gemischten Gefühlen in den Frühling. / Polarisierung nimmt zu: Terroranschlag in Ankara; Erschreckend unpolitisch wirkende Wahlen in drei Bundesländern Deutschlands/ Wirkungs- Wandel: Nicht mehr die Parteiprogramme entscheiden. Einzelne Menschen & Bilder werden gewählt. / Emotionalisierung wirkt stärker als rationale Argumente. / Im Umgang mit der AfD hilft keine Dämonisierung / Merkel gestärkt …

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WIR sind das Volk! – Seien wir ehrlich: Sachsen hat ein Naziproblem! – Gutmenschen zahlen Steuern & Solidaritätsbeiträge – Leben ist Vielfalt – Warum las der Künstler Hitler kaum?- (WehrWolter – ww 127 – Hans Wolter)

Eigentlich ist die Argumentation 1fach. Nur: Hitler hat nicht gelesen. Als Führer, Künstler und begnadeter Demagoge brauchte er das offensichtlich auch nicht. Radikale werden auch diesen Beitrag hier nicht lesen. Aber ein (Vor-) Urteil fällen. Nachher werden sie den Stempel „Lügenpresse“ drunter setzen. Ist das intelligent? – Kommt drauf an, wie man Intelligenz versteht. Es ist zunächst einmal effektiv. „Der Handelnde ist immer gewissenlos …“(Goethe) –

 Kurzüberblick meiner Ausführungen:

  • Eigentlich müssen wir nicht sonderlich tief denken, um das rechte Zentrum von Pegida zu verstehen AnpassenKönnen, an die Vielfalt des Lebens, ist eine Stärke
  • Wir haben uns doch nicht umsonst über Jahrzehnte einen Rechtsstaat aufgebaut.
  • Im Internetzeitalter verändert sich der öffentliche Diskurs erschreckend
  • Leben ist nicht sauber
  • Städte können nur in Vielfalt überleben
  • Dörfer sind ideal autonom. Städte & Länder trocknen aus, wenn wir sie einmauern
  • Die DDR ist letztlich in Ermanglung von Vielfalt & Austausch zugrunde gegangen
  • Demokatie ist schwerer, aber letztlich lebendiger als Diktatur
  • Hitler war nicht wirklich sexy – aber ein virtuoser Einschüchterer & Erniedriger
  • Je schwächer sich ein Mensch fühlt, je größer seine Sehnsucht nach dem Führer
  • Rübezahl wusste: Tief im deutschen Volk gab es schon lange eine Sehnsucht nach Vereinheitlichung nach Entlastung durch Vereinfachung
  • Hitler führte – salopp gesagt – aus dem Bauch heraus
  • Mich erschreckt die Rückentwicklung unserer menschlichen und kulturellen Errungenschaften
  • Hört endlich auf mit den Ausreden – Sachsen hat ein Nazi-Problem!
  • Warum haben wir nicht so genau hingesehen?
  • Wie haben wir uns in Deutschland zu einer gewissen Weltoffenheit entwickelt?
  • Fazit: Starke Demokraten in der alltäglichen Begegnung sind gefragter denn je!

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„Grüße aus Fukushima“ – Was können wir bewahren, was müssen wir loslassen? Von Doris Dörrie über Charles Dickens zu Heinrich Böll und der literarischen Einordnung von Adolf Hitler: „Mein Kampf“ – Atomkraft & Flüchtlingskrise – Berlinale 2016 – (WehrWolter – ww 125 – Hans Wolter)

Trailer zum Text: Fukushima mon amour, eine poetische Geschichte vom Loslassen und Weiterleben – Gegen die Verdrängung. – Wir können als Menschen Radioaktivität nicht begreifen. – „Wir wollen, wenn wir ehrlich sind, nur das unser Computer läuft.“ – Eine Meister-Schülerin-Geschichte. – Was sollte ich weiterführen, was ablegen, was geht verloren: in meinem Leben? -„Mein Kampf“ – Von Charles Dickens über Adolf Hitler zu Heinrich Böll. – Ergänzt durch Überlegungen zur aktuellen Lage der Nation: Atomkraft & Flüchtlingskrise –Der Plot: Zwei sehr unterschiedliche Frauen nähern sich langsam einander an und werden mit den Geistern ihrer Vergangenheit konfrontiert.

„Ich möchte Euch ein paar Dinge fragen, die mich beschäftigen: Oft gerate ich in Panik, wenn ich sehe, welche Richtung mein Leben nimmt. Sehe ich richtig aus? Verdiene ich genug Geld? Bin ich glücklich? … was wäre, wenn ich alles verlöre, was mir lieb ist … und wie kann ich mich daran erinnern, dass dies mein Leben ist … mein einziges?“ (Marie)

 

„Grüße aus Fukushima“ – Was können wir bewahren, was müssen wir loslassen?

„Diese Katastrophe ist nicht die Katastrophe Japans, das ist unsere. Und dieses Gefühl der Verbundenheit, das wollte ich erzählen“, sagte die Autorin &Regisseurin Doris Dörrie, fünf Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima, bei der Berlinale 2016. Ja, so funktioniert Kino, Text und Kunst: es ist immer UNSER eigener FILM, der in Gang kommt.

Viele denken das liefe getrennt, das Innen und Außen. Psychologisch gesehen ist diese Trennung Quatsch. Wir spiegeln uns in der Welt. Daher sieht auch jeder, zunächst einmal seinen eigenen Film. Natürlich gibt es auch die, dem Werk innewohnende Gestalt. Ist diese nicht überzeugend, wie z.B. bei RTL-TV etc., dann schlafen wir ein. Das ist ja häufig auch gewollt. Siehe Radio Gaga, Orwells 1984, Cäsars Brot und Spiel. Hitlers Filmpaläste etc..

Filme müssen eine KomplexEntwicklung haben, um uns zu packen. (Morphologische FilmPsychologie, Prof. W. Salber)

In Fukushima mon amour – so der Untertitel – geht es um den Komplex von Festhalten versus Loslassen. Da dies ein Grundkonflikt in der Entwicklung eines jedem von uns ist, kann uns der Film packen und sogar ein wenig verwandelt wieder aus dem Kino entlassen. Weiterlesen …

Georg Orwell starb vor 66 Jahren. Er wusste schon früh: Wenn die Klügeren nachgeben, kommen die Dummen an die Macht. – Von der Animal Farm & 1984 über die Deutsche Wiedervereinigung zu TTIP (WehrWolter – www 114 – Hans Wolter)

George Orwell wurde am 25. Juni 1903 als Eric Arthur Blair in Indien geboren und starb am 21. Januar 1950 als einer der bedeutendsten Schriftsteller englischer Literatur. Seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte er 1945 mit seiner Fabel „Animal Farm.“ (Deutscher Titel: „Farm der Tiere“). Sein weiteres Werk, welches weltweit Erfolg hatte, war die düstere Zukunftsvision 1984. Würde er heute noch leben, würde er sich wundern, wie selbstverständlich der Bürger heute bespitzelt werden kann und wird. Erstmals Anfang September 2007 bekanntgemachte Geheimdossiers belegen, dass Orwell selbst von 1929 an bis zu den Jahren des Zweiten Weltkriegs vom Britischen Inlandsgeheimdienst überwacht wurde.

Würde Orwell die gegenwärtige Radikalisierung und Verrohung rund um den Globus und im zivilisierten Europa erleben, fühlte er sich in seiner Animal Farm bestätigt. Inhaltlich geht es um die Auflehnung der Tiere einer englischen Farm gegen die Herrschaft ihres menschlichen Besitzers, der sie vernachlässigt und ausbeutet. Die Machtergreifung der Tiere gelingt und sie versuchen ein angenehmeres Zusammenleben zu gestalten. Anfänglich ist das Projekt erfolgreich. Aber nach und nach übernehmen die Schweine immer mehr die Führung und errichten schließlich eine Gewaltherrschaft, die schlimmer ist als diejenige, aus welcher sich die Tiere befreien wollten. Weiterlesen …

Samstag, 09.01.2016: Pegida nutzt die Kölner Schwächung durch die Silvesternacht schamlos für ihre engherzige und eindimensionale Propaganda – Hoffentlich sind die Kölner mit ihren Gegen-Demonstration so kraftvoll wie immer – Köln gibt der Engstirnigkeit & Menschenverachtung keine Chance! – Arsch huh, Zäng ussenander! (WehrWolter – ww 110 – Hans Wolter)

„Angst vorm Fremden. Köln und Dresden belegen zwei unterschiedliche Pole auf der Angst-Skala. Eine Woche nach der Hetz-Rede von Autor Akif Pirincci sind in Dresden erneut wieder ca. 10.000 fremdenfeindliche „Pegida“-Anhänger auf die Straße gegangen. 1.000 Gegendemonstranten gab es. In Köln ist das Klima diametral unterschiedlich. Hier brachte „Hogesa“ am Sonntag 1.000 Menschen auf die Straße, denen 20.000 Gegendemonstranten gegenüber standen. „Kögida“ sagte daraufhin erneut seine geplante Veranstaltung ab.“ … das habe ich am 27. Oktober 2015 noch schreiben können. Aktuell ist Köln durch die Übergriffe an Silvester und die anschließenden Kommunikations-Fehler der Polizei irgendwie angeschlagen. Da wittert die Pegida Morgenluft. – Da kennen sie aber die Kölner schlecht! Weiterlesen …

Die Kölner Silvesternacht birgt weiterhin aktiven Sprengstoff. – Nicht nur interkulturell, sondern entscheidend auch: in der eruptiven Ausweitung rechtsfreier Räume. Wenig kontrollierbare Ein-Brüche inmitten unserer bisher freiheitsliebenden westlichen Kultur. (WehrWolter – WW-108 – Hans Wolter)

Köln ist eine große Stadt. Weniger eine Großstadt. Hier ist nicht nur ein Stadtarchiv unerwartet eingestürzt, hier sind auch bisher sicher geglaubte soziale Unantastbarkeiten erdbebenartig weggebrochen.

In der Silvesternacht kam es im Schatten des altehrwürdigen Domes zu gewalttätigen, auch sexuellen Übergriffen auf zahlreiche friedliebende Bürger. Unter ihnen hauptsächlich wohl Frauen. Bis zu 100. Besonders erschreckend sind die Respektlosigkeit und die dreiste Ignoranz gegenüber unserer Ordnung und deren Hüter. Kontrollverlust, Fehleinschätzungen und hoffnungslose Überforderung der Polizei. Das bewegt Deutschland seit vielen Tagen. Dies hat den Charakter eines Weckrufes. Angela Merkel schaltet sich ein und jetzt ist dieses erschreckende Ereignis sogar auf der Titelseite der amerikanischen New York Times gelandet. Den aktuellen Stand über den Hergang dieser Ausschreitungen gebe ich weiter unten anhand einer aktuellen Berichterstattung wieder. Dies ist ja an vielen Stellen in den Medien zu finden. Ich versuche das Phänomen eher im größeren Überblick – streckenweise psychologisch – einzuordnen. 

Kulturelle Unterschiede sind unübersehbar beteiligt. Meiner Meinung ist  dies aber nicht die zentrale Erklärung für die enthemmten Impulsdurchbrüche.

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Die Krippe zeigt, dass Menschenwürde nichts mit Wohlstand zu tun hat. Ein Stern forderte drei Weise aus dem Morgenland zum Aufbruch auf. Die Heiligen drei Könige verzichten auf wohlgeordnetes Leben und Sicherheit. Ein kleines wehrloses Flüchtlingskind sollte die Herrschaft übernehmen. Jesus steht für das Paradox: Aufsteigen durch Fallen. – Welchem Stern folgen wir? (WehrWolter – ww-107 – Hans Wolter)

Sterndeuter stehen auch heute hoch im Kurs. Ich war heute am Dreikönigstag in einem nahegelegenen Einkaufscenter und wunderte mich, wie lang die Schlange an einem Wahrsagerzelt war. Da warteten mindestens 30 Frauen darauf, dass ihnen die Zukunft aus der Hand gelesen wurde. Im Rheinland ist heute ein ganz normaler Arbeitstag. Und das, obwohl wir in Köln doch die Gebeine der Heiligen Drei in unserem Dom verschanzt haben. Die haben die Obersten der katholischen Kirche in Köln vor über 800 Jahre in Mailand stehlen lassen. Dazu habe ich vor einiger Zeit schon einmal etwas geschrieben, was ich weiter unten noch einmal zitiere. 

Vor wenigen Tagen ereigneten sich in der Silvesternacht im Schatten des Kölner Domes gewalttätige Übergriffe auf zahlreiche Frauen. Die Taten sind bis heute noch nicht aufgeklärt. Insgesamt vermischt sich dieses Phänomen derzeit mit der Fremdenangst und der Flüchtlingskrise. Die Übergriffe am Bahnhof finde ich empörend. Hier muss alles dran gesetzt werden, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt. Für mich ist das weniger eine Frage der Multi-Kulturalität, noch weniger eine Frage der Flüchtlingskrise. Ich sehe dieses Phänomen in einer Verwandtschaft zum Hooligan-Phänomen. – Impulsdurchbrüche von Gewalt, da wo das Auge der (Staats-)Macht nicht zugegen ist. –
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„Herz statt Hetze“ versus „Pegida“ – 22.12.2015: Der dunkelste Tag ist geschafft. Ab jetzt wird’s wieder heller. – Psychologische Erklärungsansätze zum Radikalisierungs- und Rechts-Ruck in 2015 – Ausblick 2016? – Wir schaffen das! – (Hans Wolter / WehrWolter – WW 105)

„Ode an die Freude“ gegen das Schwarz-Weiß-Denken von Pegida.

Diesmal waren „Herz statt Hetze“ – die Befürworter von offen-menschlicher Buntheit – schneller als die AngstBeißer von Pegida.

Auf dem Theaterplatz vor der Semperoper – den die Unbeweglichen an vielen Montagen in 2015 für sich besetzten – sangen mehrere tausend Menschen die Ode an die Freude. Gespielt von der Staatsoper Dresden. Auch das Staatsschauspiel wirkte mit. – Das ist für mich ein Lichtblick in der dunkelsten Nacht des Jahres! – Die (Wintersonnen-) –Wende ist geschafft. Ab jetzt wird es wieder heller.

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Um die viertausend Menschen haben am letzten Montag vor Weihnachten in Dresden friedlich gegen eine Kundgebung des islam- und fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses demonstriert. Das Aktionsbündnis „Herz statt Hetze“ hatte zu einer Kundgebung gegen Pegida auf dem Theaterplatz vor der Semperoper aufgerufen, wo in den vergangenen Wochen in erschreckender Regelmäßigkeit Pegida-Kundgebungen stattfanden. Mich ärgert es, dass sich diese Organisation den Geist der legendären Montagsdemonstrationen der späten 80er-Jahren überstülpt und nach alter Wir-sind-das-Volk-Manier auftritt. Damals ging es um das Aufbrechen eines totalitären Regimes, welches seine Bürger unter Todesdrohung einsperrte. Die heutigen Pegida-Anhänger sind in weiten Teilen ja das Gegenteil von freiheitsliebend. Sie haben Mauern im Kopf und kein Gespür dafür, dass wir von der Vielfalt profitieren können.

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Angela Merkel ist laut Time-Magazine: „Persönlichkeit des Jahres 2015“. Die deutsche Bundeskanzlerin sei die De-Facto-Anführerin eines Kontinents. – VW hat der Marke „Made in Germany“ durch Lügen und Umweltverschmutzung großen Schaden zugefügt. – Merkel glänzt durch einen ehrlich-entschiedenen Führungsstil, indem sie nicht dem schnellen Profit hinterher hechelt.

„Man kann ihr zustimmen oder auch nicht. Aber sie geht nicht den einfachen Weg … dafür, dass sie ihrem Land mehr abverlangt hat, als es die meisten Politiker wagen würden, für ihren Einsatz gegen Tyrannei und Opportunismus und für ihre standhafte moralische Führung in einer Welt, in der es an einer solchen mangelt, kürt Time Angela Merkel zur Persönlichkeit des Jahres.“(Nancy Gibbs, Chefredakteurin)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (61) ist die erste Frau seit 29 Jahren, die den Titel „Person of the year“ vom Time-Magazine bekommen hat. Sie ist als Person des Jahres 2015 ausgezeichnet worden. Hinter ihr landeten IS-Führer Al-Baghdadi und Donald Trump.

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Der „Mann des Jahres” wird seit 1927 vom New Yorker Time-Magazin unter großer Öffentlichkeitswirksamkeit gewählt. Seit 1999 ist es die „Person des Jahres”. Hierbei geht es nicht um eine moralische Würdigung. Bewertet wird nur der Einfluss auf das Weltgeschehen. Der erste war der Atlantikflieger Charles Lindbergh.

Vier von allen Auserwählten waren bisher Deutsche.

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Befruchtung trotz Befürchtung. – DurchlässigWerden für fremde Kulturen. – Von Chancen & Risiken des Fremden in uns. – Beispiel Yi Wu, der Wanderer zwischen Schanghai, China und Köln, Deutschland. – Nicht nur: 25 neue Arbeitsplätze bei LEAD in Köln (WehrWolter – ww 97 – Hans Wolter)

In den letzten Wochen und Monaten beobachte ich, dass viele Menschen in unserem Land sich bedroht fühlen von der Völkerwanderung, die derzeit im Gange ist. Die Ängste sind vielschichtig. Je diffuser sie sind, umso irrationaler werden nicht nur die Ängste, sondern auch der Aktionismus einiger Deutscher. Und seien es „nur“ verbale Abwertungen, Demütigungen oder bedrohliche Angriffe gegenüber Ausländern und Flüchtlingen. Letztlich ist das eine Abwehr gegenüber allem Fremden. – Das müssen wir einerseits unterbinden. Da gibt es keinen Diskussions-Spielraum. Dazu ist das Grundgesetz sehr klar und Deutschland sagt es doch bereits in § 1, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Des Menschen. Nicht nur des Deutschen!

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Blick auch auf die Chancen des Austauschs!

Schade ist, dass in dieser ganzen Flüchtlingskrise die Chancen des kulturellen Austauschs aus dem Blick zu geraten drohen. Darauf möchte ich heute noch einmal gezielt aufmerksam machen. Und zwar am Beispiel meines chinesischen Freundes Yi Wu, mit dem ich gleich eine Gans auf der Weihnachtsfeier unseres Kegelklubs „Mein lieber Schwan“ in Köln-Lindenthal essen werde. Wir sind seit über 15 Jahren befreundet und profitieren wechselseitig von unserer Unterschiedlichkeit. Einmal wöchentlich kicken wir in unserer kleinen Fußballmannschaft „Endlich Dienstag“. Alle vier Wochen geht’s auf die Kegelbahn. – Yi Wu wurde in der letzten Woche im Kölner Stadtanzeiger vorgestellt. Diesen Artikel von Corinna Schulz gebe ich im Anschluss kurz vorstellen. So wie Yi Wu, der heute mit seiner weltweit operierenden Firma LEAD rund 25 Angestellte beschäftigt, könnten sich einige unter unseren Neuankömmlingen entwickeln. Wir Vernünftigen müssen den radikalen Angsthasen die Hasstiraden entschieden verbieten! – Können wir das schaffen? …

Yi Wu

Leben und Arbeit zwischen zwei Welten

Yi Wu war einer der ersten chinesischen Studenten in Köln – Heute führt er erfolgreich sein eigenes Unternehmen Lead Weiterlesen …

MMMM – Merkel: Vom Mädchen über die Mutti zur Mutmacherin – 10 Jahre Bundeskanzlerin Angela Merkel. – Mut macht: „Wir schaffen das!“ – Angst macht: „Ein Teil meiner Antwort würde sie verunsichern.“

Angela Merkel ist heute auf den Tag genau 10 Jahre Bundeskanzlerin. Ich bin weder CDU nahe, noch politisch konservativ. Dennoch beeindruckt mich diese Frau. Auch schon deshalb, dass sie es als Frau geschafft hat, sich so lange in diesem Spitzenamt zu halten. Lange hat mich das Zaudern der “Mutti Merkel” gestört und geärgert. Obwohl es im Sinne der Machterhaltung offensichtlich ein intelligentes Verhalten war. Vieles von ihr kann ich nicht unterschreiben. Z.B. ihr zu vorsichtiger Umgang mit der USA in Sachen NSA oder TTIP spricht für mich gegen Merkel. Aber ich sehe diese Frau als eine komplexe Persönlichkeit an und stelle aktuell eine deutliche Veränderung in ihren Auftritten fest. Ich interpretiere das als das Erlangen einer nächsten Entwicklungsstufe. Nach meiner Einschätzung ist sie mehr bei sich selbst angekommen. Sie schielt nicht mehr ausschließlich auf Machterhaltung oder Umfragestatistiken. – Wundern tut mich, dass viele Frauen es offensichtlich weniger schätzen, dass sie sich schon seit 10 Jahren an der Spitze der Macht hält. Eigentlich schien doch die Frauenemanzipationsbewegung immer dafür gekämpft zu haben.

Vor zwei Tagen wurde sie von Horst Seehofer auf dem Parteitag der CSU nicht gefeiert, sondern vorgeführt und gedemütigt. Der 66jährige CSU-Chef las der mächtigsten Frau Europas 15 Minuten lang die Leviten zu ihrer Flüchtlingspolitik. Merkel war dazu verurteilt untätig zuzuhören. Das war so daneben, dass die SPD sich aufgefordert erlebte sie zu stärken.

„Seehofers Verhalten war unerhört gegenüber der deutschen Bundeskanzlerin“ – (Yasmin Fahimi, SPD-Generalsekretärin. )

„Es gehört sich nicht, dass man eine Frau vor versammelten Mannschaft derart vorführt.“ – (Claudia Roth, Grüne)

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Helmut Schmidt. Der Lotse ist von Bord gegangen. – Ein intellektueller Macher. – Ein hanseatischer Europäer. – Ein kettenrauchender John Wayne. -Warum gibt es heute so wenig Charismatiker & Charakterköpfe in der Politik? (WehrWolter – ww 82 – Hans Wolter)

Helmut Schmidt ist heute im Alter von 96 Jahren gestorben. (23.12.1918 – 10.11.2015)

Er war eine klare Führungs-, eine starke Vaterfigur. – Für seine zupackende, wenn nötig kämpferische Haltung, auch wenn er kräftigem Gegenwind ausgeliefert war, habe ich ihn immer bewundert. Selbst im Alter setzte er sich mit seiner Zigarette gegen die Etikette durch. Sogar die Medien ließen sich darauf ein, weil sie auf den weisen Gesprächspartner nicht verzichten wollten. Im Umgang mit Sturmfluten, der RAF und anderen terroristischen Erpressungsversuchen ging er tatkräftig den Weg, den er, in Abstimmung mit anderen, für richtig hielt.

Es gibt verschieden Typen von Politikern.

So unterschiedlich wie unsere Automarken.

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Andere Gurken, andere Sitten. Können Würste mit Bananen zusammenleben? Brauchen wir ein Leitgemüse? Sind Wutbürger, Hass, Pegida & Transitzonen die angemessene Antwort auf Kriege, Flüchtlinge & Vertreibung? – Auch die Evolution stellt die Frage: Wer schafft was? – Nur Angela Merkel oder wir auch?

Andere Gurken, andere Sitten. Können Würste mit Bananen zusammenleben? Wenn ja, welche Rolle nehmen die Gurken dabei ein. Brauchen wir ein Leitgemüse?

Banane Wurst1

Wie machen das eigentlich die New Yorker? Haben die eine Leitkultur und wenn ja, welche? Oder vergleiche ich jetzt Äpfel mit Birnen? Falls ja, warum kann ich das nicht? Das ist doch beides Obst, was mir schmeckt. Da würde ich eher sagen, ich kann Popcorn nicht so gut mit Steak vergleichen … wobei? Beides kann ich essen.

Wir Menschen sind ja AllesFresser. Daher sind wir auch anpassungsfähiger und evolutionär weiter gekommen. Es gab eine Zeit, da waren wir alle Vegetarier, wie die Gorillas. (Warum sind die eigentlich so kräftig?) Eines Tages haben wir dann begonnen Mammuts zu jagen. Seit dem sind wir Jäger UND Sammler. Männer jagen mehr, Frauen sammeln mehr. Zumindest früher. Was ist besser? Frauen leben im Schnitt länger …

Banane Republik1

… wir leben AUCH von den Unterschieden. Wenn wir alle eine Gurkentruppe wären, dann gäb es ja nur grün. Das wäre auf Dauer auch nicht so lecker. Weiterlesen …

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Warum ist Köln mutiger gegenüber Fremdem, trotzt Hogesa, Kögida & Fremdenhass, als die Pegida Angstbeisser aus Dresden? – Angela Merkel hat Recht mit ihrer Deeskalation gegen die German Angst. – Wir schaffen das!

Angst vorm Fremden. Köln und Dresden belegen zwei unterschiedliche Pole auf der Angst-Skala. In Eine Woche nach der Hetz-Rede von Autor Akif Pirincci sind in Dresden erneut wieder ca. 10.000 fremdenfeindliche „Pegida“-Anhänger auf die Straße gegangen. 1.000 Gegendemonstranten gab es. In Köln ist das Klima diametral unterschiedlich. Hier brachte „Hogesa“ am Sonntag 1.000 Menschen auf die Straße, denen 20.000 Gegendemonstranten gegenüber standen. „Kögida“ sagte daraufhin erneut seine geplante Veranstaltung ab.

West- und Ost-Deutschland haben eine deutlich unterschiedliche Sozialisierung im letzten Jahrhundert gelebt.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen dem äußersten Westen unserer Bundesrepublik, dem selbstbewussten und beweglichen Rheinland und dem äußersten Osten, dem unbeweglich ängstlichen Dresden. Ich möchte nicht polarisieren, aber allein die Zahlen sprechen schon eine deutliche Sprache. Für mich erklärt sich das durch den Unterschied an Freiheitserfahrung der beiden Regionen. Im Osten lebten die Menschen in einer fast 60jährigen Diktatur. Im Nationalsozialismus, sowie dem real existierenden Sozialismus im DDR-System, sind die Angst vorm Fremden fester Bestandteil der Ideologie gewesen. Seit Machtergreifung der Nazis bis zum Mauerfall sind die Menschen in den östlichen Bundesländern Deutschlands einem totalitären und sehr eng denkendem Regime ausgesetzt gewesen. Das hinterlässt natürlich Spuren. Sicher nicht bei allen.

Bundeskanzlerin Merkel beweist zunehmend Führungsqualitäten und den Blick für das Wesentliche Weiterlesen …

Radikalität und mangelnde Impulskontrolle nehmen erschreckend zu. – Fremdenfeindlich motivierte Messerattacke gegen die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker am Vortag zur Wahl. – Martin Walser zu Fremdenfeindlichkeit. Er bekam heute den Nietzsche Preis. – (WehrWolter – ww 75 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Erschreckende Gewaltzunahme im Alltag. In Deutschland und weltweit. Messerattacke heute in Köln. Täglich 145 Messerangriffe in Israel. Menschenverachtung durch „normale“ Bürger auf Facebook. Martin Walser bekam heute den Nietzsche Preis. Zur Fremdenfeindlichkeit sagte er: „Merkel hat die Humanitätsprüfung bestanden. Sie macht uns Mut. Seehofer spielt den Skeptiker. … Und dass wir das schaffen, das ist doch klar.“

„Ich muss die Gesellschaft vor solchen Leuten retten.“

– sagte der 44 jährige Deutsche nach seiner Messerattacke gegen Henriette Reker, die Oberbürgermeister-Kandidatin, die morgen in Köln zur Wahl antreten wollte.

Derzeit nimmt Gewalt im Alltag erschreckend zu. Nicht nur in Deutschland. So ist gegenwärtig Israels Gesellschaft tief verunsichert. Die zahlreichen Messerangriffe von Palästinensern verängstigen viele Menschen. Junge Palästinenser greifen jüdische Israelis mit Messern an, sie werfen Steine auf fahrende Autos, Brandsätze auf Soldaten. 145 solcher Attacken zählen Armee und Polizei in Israel derzeit täglich. Militärs mahnen: Die Angriffe erfolgten nicht koordiniert. In Israel werden mittlerweile Ausbildungskurse angeboten: Selbstverteidigungsstrategien gegen Messerattacken.

Deutschland verändert sich auch in den letzten Wochen erschreckend.

Im Internet, den Medien und auf der Straße nehme ich wahr, dass die Radikalität erschreckend weiter zunimmt. Derzeit ist es in vielen Fällen verbale und psychische Gewalt. Hierzu führe ich gleich einen Fall auf, der mir gestern auf Facebook begegnet ist.

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Sommer-Märchen = gekaufte SCHEIN-Demokratie – Die moralischen Werte unserer Solidar-Gemeinschaft verkommen immer mehr zur Karikatur. – Blatter und Platini: Lebenslänglich – Regt sich Deutschland weniger über Steuer Flüchtlinge und Wirtschaftskriminelle auf als über Menschen in Not? – Adidas, VW – Was können wir uns auf „Made in Germany“ noch einbilden? – (WehrWolter – ww 74 – Hans Wolter)

Sommer-Märchen gekauft. SCHEIN-Demokratie. Die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland war nach SPIEGEL-Informationen (16.10.15) mutmaßlich gekauft. Das Bewerbungskomitee hatte eine schwarze Kasse eingerichtet, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus heimlich mit 10,3 Millionen Schweizer Franken gefüllt hatte – damals 13 Millionen D-Mark. Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach werden dies wahrscheinlich gewusst haben.

Adidas, VW – Was können wir uns auf „Made in Germany“ noch einbilden?

Tanz um das goldene Kalb Fußball. Warum regen sich viele in unserem Land weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß auf, als über Menschen in Not, die unsere Unterstützung suchen? Nach bisherigen Ermittlungen weiß man, dass Hoeneß UNS mehr als 30 Millionen € Steuern entzogen hat. Man geht davon aus, dass es über die Jahre verteilt noch deutlich mehr waren. Wieviel Flüchtlingsheime könnten wir davon bauen? Nebenbei bin ich der Meinung, dass unsere Bundeskanzlerin einen guten Job macht, mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein. WIR schaffen das. Natürlich müssen wir differenzieren. Auf Dauer müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen. In unserem Land. In der Welt. Es geht doch nicht an, dass einige Wenige, wie die Winterkorns, Blatters oder Hoenesse uns den ganzen Kuchen wegfressen.

FußballWMSkandal Weiterlesen …

Perspektive für Blatter und Platini: Lebenslänglich – Warum regt sich Deutschland weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß etc. auf, als über Menschen in Not? Merkel macht mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein einen guten Job! (WehrWolter – ww 73 – Hans Wolter)

Tanz um das goldene Kalb Fußball. Warum regen sich viele in unserem Land weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß auf, als über Menschen in Not, die unsere Unterstützung suchen? Nach bisherigen Ermittlungen weiß man, dass Hoeneß UNS mehr als 30 Millionen € Steuern entzogen hat. Man geht davon aus, dass es über die Jahre verteilt noch deutlich mehr waren. Wieviel Flüchtlingsheime könnten wir davon bauen? Nebenbei bin ich der Meinung, dass unsere Bundeskanzlerin einen guten Job macht, mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein. WIR schaffen das. Natürlich müssen wir differenzieren. Auf Dauer müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen. In unserem Land. In der Welt. Es geht doch nicht an, dass einige Wenige, wie die Winterkorns, Blatters oder Hoenesse uns den ganzen Kuchen wegfressen. Der Schweizer Soziologe, populäre Wirtschaftsexperte und weltweit anerkannte Globalisierungsgegner Jean Ziegler kämpft ja auch schon seit Jahren gegen das  globale Hungersterben. Dabei wird er nicht müde, auf zwei Eckdaten hinzuweisen:

„1.) Laut OXFAM-Bericht besitzen ein Prozent der Weltbevölkerung so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen.

2.) In den 122 sogenannten Entwicklungsländern stirbt alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger, das ist ein tägliches Massaker. Obwohl der World Food Report der UN bestätigt, dass die Landwirtschaft heute zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte, also deutlich mehr als die aktuelle Weltbevölkerung. Das sind die Folgen der globalisierten Diktatur des Finanzkapitals, unter der wir leben. Das ist die kannibalische Weltordnung, die ich angreife.“

Perspektive für Blatter und Platini:

Lebenslänglich

Mittlerweile kämpft auch im Fußball-Weltverband Fifa jeder gegen jeden. Weiterlesen …

TTIP – Berliner Mauer – Flüchtlingsstrom. – Entgrenzung – Einmauerung – Integration. VW. Transparenz & demokratische Kontrolle sind geboten! (WehrWolter – ww 71 – Hans Wolter)

Die Gegenüberstellung der Einmauerung eines halben Landes mit der Entgrenzung durch das sogenannte FREI-Handelsabkommen mag zunächst merkwürdig anmuten. Für mich ist die Verbindung aber die Heimlichkeit, in der diese wichtigen Prozesse stattfinden. War der Mauerbau eindeutig diktatorisch, so ist die Etablierung von TTIP zumindest nicht so transparent, wie wir es in einer Demokratie erwarten dürfen. Das sogenannte Abkommen zum Freihandel, ist ja zugleich ein FREIBRIEF für die Diktatur großer Wirtschaftsunternehmen. Haben wir erst einmal TTIP, können wir dem VW-Konzern nicht mehr so einfach auf die Finger klopfen.

TTIP Demo1

Wir in Deutschland und Europa haben eine andere Auffassung vom Zusammenspiel von wirtschaftlichen und sozialen Interessen. Daraus resultiert beispielsweise für unser Deutschland, dass wir viele Schutzbestimmungen und Gesetze haben, um die wir teilweise Jahrzehnte gerungen haben. Sei es beim Kündigungs- oder Umweltschutz und vielen Dingen mehr. Dass die Wirtschaft zur Gewinnmaximierung tendiert ist ja nicht grundsätzlich verkehrt. Wenn dies aber dazu führt, dass ein Weltkonzern wie VW hingeht und vorne mit dem Umweltschutz wirbt, zugleich hinten rum bewusst und damit kriminell betrügt, dann ist das für mich bedrohlicher, als die gegenwärtige Völkerwanderung. Wem können wir denn dann noch glauben. Warum sollen wir die Steuern korrekt zahlen, wenn große Wirtschaftsunternehmen oder auch Einzelpersonen, wie der fast schon vergessene Uli Hoeneß, uns und unser soziales Gefüge mit Füßen treten? Stattdessen regen sich viele über die Flüchtlingsströme auf. Ein großer Teil der Flüchtlinge wirkt sich mittelfristig auf die Volkswirtschaft Deutschlands positiv aus. Hierzu zwei Wirtschaftsforscher in einer aktuellen Studie.

Deutschland und die Flüchtlinge: 

„Ökonomisch ist das positiv“

Erst gestern habe ich wieder eine Untersuchung gelesen (Kölner Stadtanzeiger 10/11. Oktober 2015), in der die Wirtschaftsforscher Gustav Horn und Michael Hüther auf den volkswirtschaftlichen Nutzen für unser Land hingewiesen haben. „Natürlich ist Zuwanderung nicht unbegrenzt möglich, aber im Wesentlichen ist es eine Frage, wie stark wir uns engagieren wollen. Das kostet in der Anfangsphase auch Geld. Je nachdem wie viel Geld wir zur Verfügung stellen, werden wir eine entsprechende Zahl von Flüchtlingen angemessen integrieren können.“ (Gustav Horn),

KSTA: „Herr Horn, Ihr Institut hat die wirtschaftliche Wirkung der Flüchtlingswelle mit einem kleinen Konjunkturprogramm verglichen. Wie groß ist der Effekt?

Horn: „Wir rechnen mit neun Milliarden Mehrausgaben in den Jahren 2015 und 2016. Das Geld muss man bei der gegenwärtigen Haushaltslage nicht an anderer Stelle sparen. Das Inlandsprodukt würde um 0,3 Prozent höher ausfallen. Das wäre ein kleiner konjunktureller Impuls.“ Weiterlesen …

Friedensnobelpreis? The winner is: Angela Merkel! – Er ist wieder da. Der Wille zur Führung in Deutschland.

Heute um 11 Uhr wird der Gewinner des Friedensnobelpreises für 2015 bekanntgegeben. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auch nominiert. Vorgeschlagen wurde sie noch vor ihrem aktiven Eingreifen in die Flüchtlingspolitik. Vorgeschlagen wurde sie, als sie im Ukraine-Konflikt einen Waffenstillstand aushandeln konnte. In der Flüchtlingskrise ist sie – für ihre Verhältnisse ungewohnt – klar und aktiv geworden. Sie zeigt Führungsstärke zu dem Zeitpunkt, als die Flüchtlingssituation zu eskalieren droht. Sie heißt die Flüchtlinge, die nach Deutschland wollen, willkommen.

„Ich will nicht in einen Wettbewerb treten, wer in Europa die Menschen am unfreundlichsten behandelt“,

sagte Angela Merkel am 07.10. 2015 bei Anne Will.

Auf mich hat sie in dieser Sendung einen guten Eindruck gemacht. Anne Will erlebte ich dagegen streckenweise verkrampft und unrealistisch in ihren, teils recht konstruiert wirkenden Fragen. Nach meiner Einschätzung geht Merkel gut mit der gegenwärtigen Flüchtlingskrise um. Hinreichend gut. Wer würde es denn besser machen? Ich kann nachvollziehen, dass die Zahlen der Fremden die in unser Land kommen, vielen Angst machen. Aber die kommen nicht, weil Merkel freundliche Selfies mit Flüchtlingen gemacht hat. Die kommen in erster Linie, weil die Gewalt und Gefahren in den Kriegsgebieten immer mehr zugenommen haben. Grenzen dicht machen? Das klappt doch nicht. Ich habe den Eindruck gewinnen können, dass Angela Merkel sich intensiv damit beschäftigt, gute gemeinsame Lösungen – auch mit europäischen Partnern – für die gesamte Problematik zu schaffen. Ihre mittlerweile aktivere Haltung gefällt mir besser, als ihre jahrelange Abwartetaktik. Für mich war schon der entschiedene Ausstieg aus der Atomindustrie ein Vorläufer der neuen Entschiedenheit. Weiterlesen …

I have a dream: Sepp Blatter baut größtes Flüchtlingsheim in der Schweiz. Finanziert aus den Zinseinnahmen der FIFA-Schmiergelder. – US-Justizministerin Lynch & Bundesanwalt Lauber zur FIFA Korruptionsaffäre

Sepp Blatter ist immer noch amtierender FIFA-Boss. In den Medien ist es eine Zeit lang ruhig um ihn geworden. Jetzt zeigt es sich aber, dass es hinter den Kulissen offensichtlich mit Hochdruck weiter geht. US-Justizministerin Lynch kündigt an, dass die Ermittlungen in der FIFA-Korruptionsaffäre ausgeweitet und mit Nachdruck weiter verfolgt werden. Fragen zur Rolle von Präsident Joseph Blatter weicht sie aus. Fürchtet sie Blatters Macht oder ist Ausdruck von Ermittlungstaktik?

Die gegenwärtigen Völkerwanderungen und die damit einhergehenden Flüchtlingskrisen sind primär durch die totale Ungleichheit der Vermögensverhältnisse zu verstehen. Viele Menschen fliehen aufgrund der Kriege in ihrem Land. Hintergrund der Kriege sind wirtschaftliche Interessen. Die USA hat immer wieder Länder destabilisiert, in denen kurz danach das Chaos ausgebrochen ist.

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„Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ (Jean Ziegler)

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„Die verlorene Ehre“: Was Mario Adorf, Til Schweiger, Kevin Kurányi, Edward Snowden, Böll, Edathy und die RAF verbindet. (WehrWolter – ww 58 – Hans Wolter)

Mario Adorf: ein ganz großer des deutschen Films & Bühne, wird heute, am 08. September 2015, 85 Jahre alt. Er ist so etwas wie die graue Eminenz des deutschen Films. – und noch so viel mehr.

Wenige sind so vielseitig wie er:

  • Bösewicht («Nachts wenn der Teufel kam»),
  • Patriarch («Der große Bellheim», «Der Patriarch»),
  • Komisch («Kir Royal»).
  • Alter («Altersglühen») aktuell: Speed-Dating für Senioren.

Mehr als 140 Filmrollen hat Adorf bisher gespielt. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der «Bild am Sonntag» (Frühjahr 2015) wird er zum beliebtesten deutschen Schauspieler überhaupt.

„Es ist sehr viel Glück dabei“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem heutigen 85. „Bei mir war es sicher eine sehr frühe kindliche und eine bleibende Spielfreude, mein italienisches Erbteil. Die Freude am Spiel soll man sich bewahren. Fleiß ist da nötig, wo etwas gelernt werden will.“ Weiterlesen …

Still sein, wenn Kinder schlafen. Laut werden, wenn Kinder sterben! – Der kleine Ailan. Die Macht der Bilder. Umdenken tut Not. – (WehrWolter – ww 57 Hans Wolter)

„Gewöhnlich ist ein Leichnam ein stummes, unansehnliches Ding. Es gibt aber Leichen, die lauter reden als Posaunen und heller leuchten als Fackeln.“ (Rosa Luxemburg)

Ein kleiner dreijähriger Junge, der aussieht, als würde er schlafen. Ailan, ein syrisches Flüchlingskind, welches auf der illegalen Überfahrt vom türkischen Bodrum zur griechischen Insel Kos ertrank. Das Bild geht um die Welt. Die meisten Menschen sind entsetzt und reagieren bestürzt. Das entspricht unserem Überlebensinstinkt. Das könnte unser Kind sein.

Das könnten wir sein. Kaum einer, der hier nicht starke Affekte spürt: Angst, Entsetzen, Wut, Trauer.

Als mir vor einigen Tagen einer das Bild in einen Kommentar postete, sah ich es zum ersten Mal. Ich wollte es spontan löschen, weil ich es kaum aushalten konnte. Ich habe es – nach inneren Kämpfen in mir – nicht gelöscht. Erst später erfuhr ich die Hintergründe. Jetzt konnte ich der Veröffentlichung etwas „Positives“ zugestehen, wenn es bewirkt, dass wir wachgerüttelt werden.

In der Flüchtlingskrise geht es in erster Linie um Menschen.

Zahlen, Zahlungen, Wohlstands- und Beschränkungsängste sollten hinten anstehen. Natürlich sind die da. Die können und sollten wir auch nicht verleugnen. Aber: Menschlichkeit muss an erster Stelle stehen!

Wie in unserem Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Das gilt nicht nur für deutsche Staatsbürger. Das gilt für alle Menschen.

Bundesverfassungsgericht stellt klar, worin der Schutz der Menschenwürde, im Umgang mit Flüchtlingen, besteht.

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