Tag Archives: Frauenemanzipation

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Revolution in Deutschland? Gleichheit & Freiheit für Alle!? – Die Antike betonte Ungleichheit als naturgegeben. – AfD drängt Genderforschung zurück. – Bequemlichkeit als Entwicklungsbremse in einer digitalen Welt. – Ist heute alles gerechter? Oder haben wir uns nicht nur allzu gemütlich eingerichtet, in unserem Nanny-State? – 1. Mai: Tag der Arbeit. Weltweit ein müder Tiger. – (WehrWolter ww 150 – Hans Wolter)

Revolutionen gibt es noch gar nicht so lange. Es ist eine Idee des 18. Jahrhunderts. Die Ursprünge können wir in den Verhältnissen vor und nach der französischen Revolution sehen. Eine Revolution ist eine Umwälzung. Sie stürzt bisherige Strukturen und Machtverhältnisse. Häufig gewaltsam. Der Zusammenbruch der UdSSR, sowie der Fall der Berliner Mauer stellen mit ihrer relativen Gewaltfreiheit sicher eine Ausnahme dar. Wobei Putin fast 30 Jahre später dann doch versucht, die Gewalt wieder ins Spiel zurück zu bringen. Weiterlesen …

Weltfrauentag. Internationaler Frauentag. „OneDayIWill“: ein Google-Doodle: ganz Inter-Nett. – Frauen & Männer sind nicht gleich. Das ist auch gut so. Wir verdienen aber das Gleiche: Recht, Geld & Ansehen! – (WehrWolter – ww 132 – Hans Wolter)

Ich war und bin immer schon ein überzeugter Verfechter von Gleichberechtigung. Männer und Frauen sind nicht gleich. Das ist auch gut so. Wir verdienen aber das Gleiche: Recht & Geld & Ansehen! – Bekommen tun wir es (noch) nicht.  Nach einer Einordnung, stelle ich kurz die Google-Aktion „OneDayIWill“ vor. Ganz Inter-Nett. Dann beleuchte ich in drei eigenen Texten, aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven, das Gleiche und die Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

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Verwandlung einer schuldgeplagten Mutter zur grandiosen Mutmacherin. – Stirb und Werde: Kriegstagebücher geben tiefe Einblicke in die komplexe Psyche Astrid Lindgrens. – (WehrWolter – ww 66 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“

(Astrid Lindgren)

pippiKriegsTb

Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Michel aus Lönneberg, die Kinder von Bullerbü – die Bücher von Astrid Lindgren verkaufen sich millionenfach. Ihr sogenanntes “Kriegstagebuch” ist allerdings bislang weitgehend unbekannt. Sie führte während des Zweiten Weltkriegs ein Tagebuch und berichtete voller Abscheu über Judenverfolgung und Deportationen – Erkenntnisse aus ihrer Arbeit für den schwedischen Geheimdienst, für den sie im Krieg zeitweise Briefe ausgewertet hat. Ihr Tagebuch gibt aber auch tiefe neue Einblicke in die Seele einer schuldbeladenen jungen Mutter. Sie wurde mit 19 Jahren von ihrem viel älteren, verheirateten Chef ungewollt schwanger und gab ihren Sohn weg. Nach vier Jahren holte sie Lasse von den Pflegeeltern zurück. Er starb 16 Jahre vor ihr.

Pippi Langstrumpf entdeckte während des Krieges das Licht der Welt. Wir lernen in diesem Jahr noch einmal eine neue Seite der Autorin Astrid Lindgren kennen. In ihren jetzt veröffentlichten Kriegstagebüchern gibt sie neue Einblicke in ihr bewegtes Leben.

Die Geburt, Weggabe und Zurücknahme ihres Sohnes Lasse war – in ihrer eigenen Einschätzung – der große und entscheidende Wendepunkt in ihrem Leben.

Hier frage ich mich, ob sie mit ihrer Erfolgsgeschichte Pippi Langstrumpf ihre damit verbundene schwere Zeit und ihre Schuldgefühle verarbeitete. Pippi ist ein Kind, das ohne Eltern bestens zurecht kommt. Das kann einerseits sie selbst sein, andererseits der Wunsch, dass Lasse gut durchkommt.

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