Tag Archives: Fremdenhass

Angst vor Fremdem mit Mut und Vertrauen ins Leben begegnen & wachsen – Unsere Tour durch die 27 Wasserfälle von Damajagua – Dominikanische Republik – (WehrWolter – ww 286 – Hans Wolter)

Männer haben keine Angst. Zumindest nicht öffentlich. Das erlebe ich täglich in meinem Job. Okay, ohne mein Bond-Girl hätte ich diese Wasser-Exkursion durch den dominikanischen Damajagua sicher nicht gemacht. Geködert wurde ich mit der Aussage, dass ich schöne Wasserfälle zu sehen bekäme. Dass ich allerdings dadurch springen, rutschen, tauchen und schwimmen musste, erfuhr ich erst in dem kleinen Bus, mit dem wir in die Berge hinter Puerto Plata, der größten Stadt im Norden der karibischen Insel, gebracht wurden. Mit uns an Bord ein Pärchen aus Kanada, eins aus Frankreich und der alleinreisende Informatiker Philipp aus Frankfurt. Hier ahnten wir noch nicht, dass nur Philipp und wir, von dieser kleinen Schicksalsgemeinschaft später von der höchsten Klippe, gefühlte 15 Meter ins Ungewisse springen sollten. Die anderen nahmen an der Stelle den Klettersteig. Wer jetzt einen Reisebericht mit schönen Fotos erwartet, liegt richtig. Wer mich kennt darf aber auch vermuten, dass ich als Zugabe auch einige psychologischen Zusammenhänge darstellen werde. Der Titel lässt nicht zu Unrecht vermuten, dass ich auch ein wenig zur Fremdenangst und zum Angst-Geschäft der Populisten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskatastrophe sagen werde. Ein wenig. Der Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation unseres größten Abenteuers in der Dominikanischen Republik. Weiterlesen …

Messerattacke auf Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein – Impulsdurchbrüche sind nicht nationalitätengebunden – Die Verrohung in der öffentlichen Wahrnehmung verschiebt die Grenzen des sozialen Schutzschildes – Henriette Reker: „Hass und Gewalt sind keine Lösung, sie sind das Problem.“ (WehrWolter – ww 284 – Hans Wolter)

Ein 56-jähriger Mann sticht den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein in den Hals. Als ehrenamtliche Politiker war er gerade dabei sich einen Döner zu bestellen. Der Täter vergewisserte sich, ob er der Bürgermeister sei, (der vor nicht allzu langer Zeit mit dem Integrationspreis für sein Engagement in der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel ausgezeichnet wurde). Die Tatsache, dass der Täter ein Deutscher ist, wie auch vor zwei Jahren im Fall der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, macht es all Denjenigen schwerer, die das Böse gern am Fremdländer festmachen. Es habe wiederholt „von Hass durchtränkte anonyme Mails“ gegeben, sagte Hollstein. Auch am Tag nach dem Messerattentat habe er Mails bekommen von Absendern, „die die Tat für richtig halten“. „Genau deshalb werde ich weitermachen und mich weiter für Menschen einsetzen.“

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Weltkindertag der Vereinten Nationen – Kinder brauchen mehr starke Fürsprecher und weniger ängstlich fremdelnde Erwachsene – Weltkindertag der Vereinten Nationen – (WehrWolter – ww 282 Hans Wolter)

„Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist. – Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“ (John Lennon)

Die Vereinten Nationen begehen heute – am 20. November – den Weltkindertag. Es ist der Internationale Tag der Kinderrechte, der Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete. Diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.

In meiner langjährigen Tätigkeit als Psychologe und Psychotherapeut weiß ich um die zentrale Bedeutung von Beziehung und sicherer Bindung. Nach meiner Einschätzung und den gegenwärtigen Forschungsergebnissen, nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft weiter ab. Hierauf möchte ich heute noch einmal kurz hinweisen. Hier sehe ich auch wichtige Ursachen der zunehmenden Fremdenängste in unserem Land. Wer in seiner Kindheit zu wenig sichere Bindungen erfahren hat, neigt zu größeren sozialen Ängsten und hat somit eine geringere Frustrationstoleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen.

Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen. Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Warum ist Köln mutiger gegenüber Fremdem, trotzt Hogesa, Kögida & Fremdenhass, als die Pegida Angstbeisser aus Dresden? – Angela Merkel hat Recht mit ihrer Deeskalation gegen die German Angst. – Wir schaffen das!

Angst vorm Fremden. Köln und Dresden belegen zwei unterschiedliche Pole auf der Angst-Skala. In Eine Woche nach der Hetz-Rede von Autor Akif Pirincci sind in Dresden erneut wieder ca. 10.000 fremdenfeindliche „Pegida“-Anhänger auf die Straße gegangen. 1.000 Gegendemonstranten gab es. In Köln ist das Klima diametral unterschiedlich. Hier brachte „Hogesa“ am Sonntag 1.000 Menschen auf die Straße, denen 20.000 Gegendemonstranten gegenüber standen. „Kögida“ sagte daraufhin erneut seine geplante Veranstaltung ab.

West- und Ost-Deutschland haben eine deutlich unterschiedliche Sozialisierung im letzten Jahrhundert gelebt.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen dem äußersten Westen unserer Bundesrepublik, dem selbstbewussten und beweglichen Rheinland und dem äußersten Osten, dem unbeweglich ängstlichen Dresden. Ich möchte nicht polarisieren, aber allein die Zahlen sprechen schon eine deutliche Sprache. Für mich erklärt sich das durch den Unterschied an Freiheitserfahrung der beiden Regionen. Im Osten lebten die Menschen in einer fast 60jährigen Diktatur. Im Nationalsozialismus, sowie dem real existierenden Sozialismus im DDR-System, sind die Angst vorm Fremden fester Bestandteil der Ideologie gewesen. Seit Machtergreifung der Nazis bis zum Mauerfall sind die Menschen in den östlichen Bundesländern Deutschlands einem totalitären und sehr eng denkendem Regime ausgesetzt gewesen. Das hinterlässt natürlich Spuren. Sicher nicht bei allen.

Bundeskanzlerin Merkel beweist zunehmend Führungsqualitäten und den Blick für das Wesentliche Weiterlesen …

Flüchten ist Anpassungsfähigkeit. – Äpfel + Birnen = Obst. – Leben ist flüchtig. – Denkt mal größer & weiter! – Flüchtlinge brauchen nicht noch eine zusätzliche Flüchtlingskrise.

Was soll eigentlich die immer wieder – häufig so gedankenlos dahin geredete – Floskel, man solle Äpfel nicht mit Birnen vergleichen? Nachdem ich auf Facebook Vertriebenenschicksalen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs mit den heutigen Flüchtlingsschicksalen verglichen habe, lese ich immer mal wieder den, teils reflexartig wiederholten, oberlehrerhaften Äpfel-Birnen-Hinweis.

 ÄpfelBirnen

Äpfel und Birnen haben etwas gemeinsam: sie sind Obst. Vertriebene damals und Flüchtlinge heute haben auch eins gemeinsam: sie sind Menschen. So eine dümmliche Argumentation macht mich wütend! Was will uns denn der Schreiber mit einer solchen missionarischen Bemerkung sagen?

Wir leben heute, da unsere Vorfahren geflüchtet sind.

Flüchten ist AnpassungsFähigkeit. Viele Deutsche waren einmal Flüchtlinge. Die Integration hat unserem Land mehr geholfen, als geschadet. Angst macht dumm. Nur so kann ich mir die Dummen von Pegida & Co. erklären. Sie verdrängen, dass sie in ihren Familien auch Vertriebene haben. Wahrscheinlich haben sie genau davor Angst: Verdrängung funktioniert nicht auf Dauer. Angst lässt sich auf Dauer nicht vertreiben. Da können sie noch so verachtend versuchen, wehrlose Menschen einzuschüchtern. Am Ende muss sich der Dumme seiner Doofheit stellen. Der Radikale seiner Beschränktheit. Was wäre, wenn der Zahnarzt eines rechten „WutBürgers“ auch einmal radikal und menschenverachtend auf seine Ängste, Schwächen & Schmerzen antworten würde. Na, vielleicht würde er flüchten. Wohin? Also: reißt Euer Maul nicht so auf, Ihr ängstlichen kleinen MöchteGernOrdnungsHüter!

Steuer- & WirtschaftsFlüchtlinge reagieren auf Einschränkungen.

1492 sind Wirtschaftsflüchtlinge nach Amerika aufgebrochen. War das verwerflich?

AusländerUSA

Nicht nur Menschen aus Kriegsgebieten flüchten. Auch Menschen mit keinen oder wenig wirtschaftlichen Perspektiven suchen, sofern sie Mut & Intelligenz mitbringen, nach Alternativen. Das machen Aktionäre doch auch. Droht eine Kursverschlechterung, dann flüchten sie. Oder die vielen SteuerFlüchtlinge in unserem Land. Anstatt für Deutschland zu zahlen, werden sie zu Monaco-Flüchtlingen. Denkt mal groß! Verdammt!

Wir „Guten“ müssen verhindern, dass rechtsfreie Räume entstehen, wie es einige Dumme, in Sachsen z.B., versuchen.

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