Tag Archives: Führung

Mut zur Führung schafft Gemeinschaft – Was machen Heynckes, die Rolling Stones & Messi anders? – Die Magie der Berührung – Mangelnde Führung & Gestaltungsdefizite geben Populisten Auftrieb – (WehrWolter – ww 276 – Hans Wolter)

Gute Führung geht über Berührung. Das zeigt schon Michelangelo in seinen Fresken zur Erschaffung des Menschen. – Plötzlicher QualitätsRuck. Beim FC Bayern weckt der Führungswechsel schlummernde positive Energie im Team. Jupp Heynckes kann lebendig gestalten. Bei Ancelotti war es eher das blasse Verwalten. Beiden steht der gleiche Kader zur Verfügung. Einzelne Menschen können viel bewegen, wenn sie es schaffen, uns richtig zu berühren. Die Rolling Stones sind ein gutes Beispiel dafür, dass vier Männer ausreichen, um ein Stadion mit hunderttausend Menschen zu elektrisieren und in eine große musikalische Gestalt ein- und gleichzustimmen. Lionel Messi schafft es nahezu im Alleingang, dass Argentinien nach seinen drei Toren und dem damit verbundenen Last-minute-WM-Ticket, einen kollektiven Glücks-Tsunami erlebt. Auch Politpopulisten nutzen die Sehnsucht nach Einheit in einer komplizierter und unübersichtlich werdenderen Welt. Über die emotionale Berührung der Menschen erreichen sie mehr als über Sachlichkeit. Daher greifen auch die Vorwürfe des Postfaktischen am Ziel vorbei. Zahlen schießen keine Tore. Weiterlesen …

Emotionalisierung punktet! Sachlichkeit ist out. Trump und Clinton erobern New York: „If I can make it there, I’ll make it anywhere! It’s up to you … New York, New York“ (Frank Sinatra) – Öffentlicher Diskurs im Wandel. (WehrWolter – ww 143 – Hans Wolter)

Der Trompeter auf dem Siegeszug:

„If I can make it there, I’ll make it anywhere! It’s up to you … New York, New York“ (Frank Sinatra).

Trump und Clinton erobern New York. – Öffentlicher Diskurs im Wandel: Emotionalisierung punktet mehr als rationale Argumente. 

Die Demokratin Hillary Clinton und der Republikaner Donald Trump haben mit klaren Siegen im US-Bundesstaat New York die Anwartschaft auf die Präsidentschaftskandidatur für ihre Parteien untermauert. Trump siegte bei den Republikanern mit einer klaren absoluten Mehrheit der Stimmen vor John Kasich und dem abgeschlagenen Ted Cruz. Clinton setzte sich klar gegen ihren Widersacher Bernie Sanders durch. Die frühere Außenministerin lag nach Auszählung von rund 60 Prozent der Stimmbezirke bei rund 59 Prozent der Stimmen, Sanders bei 41 Prozent.

Vor allen Dingen der Wahlkampf des „Trompeters“ Trump zeigt, dass der Stimmenfang weniger über rationale Argumentation stattfindet. Er erreicht die Menschen durch gezielt emotionalisierte Aussagen und Auftritte. Damit trifft er den Nerv des veränderten öffentlichen Diskurses. Weiterlesen …

Klare Worte, Führung & Emotionen sind wieder gefragt. -SuperTuesday in den USA: Donald Trump & Hillary Clinton machen es vor. – Angela Merkel gewinnt mit ihrer entschiedenen Führung wieder Respekt. Auch wenn Botschaften & Haltungen sich diametral entgegenstehen– Der öffentliche Diskurs im Wandel: Emotionalisierung wichtiger als logische Argumente. (WehrWolter – ww 130 – Hans Wolter)

„Es ist unmöglich, die Menschen zu kennen, ohne die Macht der Worte zu kennen.“ – (Sigmund Freud)

SuperTuesday in den USA: Klare Worte & Führung sind wieder gefragt. Angela Merkel, Donald Trump & Hillary Clinton machen es vor. Auch wenn wir vielleicht ganz anderer Meinung sind und die Genannten sich inhaltlich sehr unterscheiden. Mir geht es hierbei weniger um die Parteienfrage, Inhalte oder Haltungen, mir geht es mehr um die Wirkung von deutlichem SichZeigen & StellungBeziehen. (!) Außerdem ist seit einiger Zeit der öffentliche Diskurs im Wandel: Emotionalisierung lässt rationalen Argumenten wenig Raum. Die öffentlich rechtlichen Medien müssen sich umstellen. Im Reich der Emotionen können Widersprüche nebeneinander existieren, die Regeln der Logik gelten hier nicht. Leidenschaft wirkt authentischer als Logik.
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Helmut Schmidt. Der Lotse ist von Bord gegangen. – Ein intellektueller Macher. – Ein hanseatischer Europäer. – Ein kettenrauchender John Wayne. -Warum gibt es heute so wenig Charismatiker & Charakterköpfe in der Politik? (WehrWolter – ww 82 – Hans Wolter)

Helmut Schmidt ist heute im Alter von 96 Jahren gestorben. (23.12.1918 – 10.11.2015)

Er war eine klare Führungs-, eine starke Vaterfigur. – Für seine zupackende, wenn nötig kämpferische Haltung, auch wenn er kräftigem Gegenwind ausgeliefert war, habe ich ihn immer bewundert. Selbst im Alter setzte er sich mit seiner Zigarette gegen die Etikette durch. Sogar die Medien ließen sich darauf ein, weil sie auf den weisen Gesprächspartner nicht verzichten wollten. Im Umgang mit Sturmfluten, der RAF und anderen terroristischen Erpressungsversuchen ging er tatkräftig den Weg, den er, in Abstimmung mit anderen, für richtig hielt.

Es gibt verschieden Typen von Politikern.

So unterschiedlich wie unsere Automarken.

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