Tag Archives: Globalisierung

Der Bus ist voll. Wer bestimmt die Obergrenze? Gedanken- und Bilderreise: samstags in Puerto Plata (WehrWolter – ww 288 – Hans Wolter)

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ein kleines Abenteuer mit einigen großen persönlichen Gedankensprüngen beschreiben. Das Stück spielt in unserem aktuellen Urlaub in der Dominikanischen Republik und wird mit realen Fotos und Filmausschnitten unterlegt. Ausgehend von einer nicht alltäglichen Busfahrt, mache ich mir Gedanken über das unterschiedliche Funktionieren von sozialen Gemeinschaften. Hierbei vergleiche ich unterschiedliche Wert-Vorstellungen aus meiner subjektiver Wahrnehmung, der Perspektive eines weitgereisten Deutschen. Was uns wichtig im Leben ist, ist nicht unbedingt gleich. Wobei es auf der tieferen Überlebensebene sicher mehr Gleichheit auf der Welt gibt, als wir vielleicht zunächst vermuten würden. Nach einem gedanklichen Streifzug durch verschiedene aktuelle Erscheinungen wie: Beziehung, Erziehung, Flüchtlingskrise, Weitergabe von Traumatisierungen, bei uns auch noch aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Forderung von Obergrenzen, der Tendenz zum Kreisverkehr, Sinn und Unsinn von Phobien und den Folgen einer immer transparenter werdenden Welt-Gemeinschaft bei auseinanderdriftender Werte-Gemeinschaft, lade ich zu einer Bilderreise durch einen ganz normalen Samstag in Puerto Plata ein.  

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Burnout: ist weniger ein Zuviel an Arbeit. Vielmehr ist ein Zuwenig an Anerkennung für psychische Erkrankung ausschlaggebend – Depression nimmt weltweit weiter zu – (WehrWolter – ww 234 – Hans Wolter)

Auf den Punkt: Seelische Erkrankungen nehmen deutlich zu. Wer viel arbeitet muss nicht krank werden. Wer wenig Anerkennung erfährt lebt ungesünder. Die Angst der Deutschen vor der Psyche. Psychotherapie als Kassenleistung war lange Zeit Garant des Wirtschaftswunders. Kapitaloptimierung zu Lasten der Lebensqualität. Politische Unruhen durch weitere Aufspaltung in Verlierer und Gewinner. Von Gewinner- und Verliererkrankheiten. Weiterlesen …

Rekordzahl. 250.000 Menschen protestieren in Berlin gegen das Freihandelsabkommen. Die bisher größte Demo gegen TTIP

TTIP brachte heute in Berlin eine Rekordzahl von Gegnern auf die Straße.

„Wir sind hier, weil wir die Zukunft nicht den Märkten überlassen, sondern die Demokratie retten wollen“

(Michael Müller, Bundesvorsitzender der Naturfreunde Deutschlands.)

Vor einigen Tagen habe ich in Berlin schon die Vorbereitung mitbekommen, aber nicht gedacht, dass die Beteiligung tatsächlich so hoch sein würde. Nachfolgend lasse ich zunächst ZeitOnline mit einem aktuellen Beitrag zu Wort kommen. Danach den bekannten Globalisierungsgegner Jean Ziegler.

TTIP

„Bis zu 250.000 Menschen protestieren in Berlin gegen das Freihandelsabkommen. Die bisher größte Demo gegen TTIP: Man wolle die Zukunft nicht den Märkten überlassen.

Eine Viertelmillion Menschen hat nach Angaben der Organisatoren in Berlin gegen die EU-Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada demonstriert. „Nie zuvor sind in Europa mehr Menschen zu diesem Thema auf die Straße gegangen“, teilte das Veranstalterbündnis der Demonstration unter dem Motto „TTIP und Ceta stoppen!“ mit. Die Polizei sprach von etwa 150.000 Demonstranten.

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Zu dem Protestmarsch hatte ein Bündnis aus Gewerkschaften, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen sowie Globalisierungskritikern aufgerufen. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich 45.000 Menschen an der Demonstration vor dem Hauptbahnhof.

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Ändere die Welt! – Jean Ziegler: 1. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. – 2. Totale Ungleichheit: 1 Prozent der Weltbevölkerung besitzt so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen. – Nein zu TTIP! – (WehrWolter – ww 62 – Hans Wolter)

„Die großen Konzerne haben heute mehr Macht als es Kaiser oder Päpste je hatten. – Wenn TTIP in dieser Form durchkommt, ist die entscheidende Schlacht verloren.“ (J.Z.)

Jean Ziegler, der prominente Globalisierungsgegner spart in seinem neuen Buch „Ändere die Welt“ nicht mit harscher Kritik an der globalen Finanzoligarchie. Der Schweizer Soziologe, Politiker und Sachbuch- und Romanautor Jean Ziegler, 80, ist einer der weltweit profiliertesten Kritiker der Globalisierung und der Finanzmärkte. Von 2000 bis 2008 war er UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. In seinem neuesten Buch „Ändere die Welt – Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ kritisiert er drastisch und plakativ die Folgen „der globalen Diktatur der Finanzoligarchie“. Die Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel, die unkontrollierte Macht der Großkonzerne sowie die immer größere Ungleichheit der weltweiten Vermögensverteilung sieht er als Folge der „neoliberalen Wahnidee“. Ziegler hofft auf den Zusammenschluss einer neuen Zivilgesellschaft, die von den Textilarbeitern in Bangladesh über Kleinbauern in Afrika bis zu Attac in den westlichen Finanzmetropolen reicht.

Nachfolgend gebe ich ein Interview wieder, welches er am 18.04.2015 Arne Johannsen vom WirtschaftsBlatt gab.

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WirtschaftsBlatt: Der Untertitel ihres neuesten Buches heißt „Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“. Was ist kannibalisch an der Welt?

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