Tag Archives: Hollywood

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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La dolce Vespa – Das Kult-Zweirad „Die Wespe“ wird 70 – (WehrWolter – ww 138 – Hans Wolter)

Die Vespa ist ein Lebensgefühl. Ein bisschen Dolce Vita für miesepetrige Deutsche. „Do you Vespa?“ heißt der Werbespruch des Unternehmens. Ein bisschen mehr mediterranes Lebensgefühl tut uns gut. Es ist ein wirkungsvolles Antidepressiva mit angenehmen Nebenwirkungen. Ich hab auch einen alten, aber eigentlich ewig jungen Roller in der Garage. Damit hab ich die Möglichkeit, mich jederzeit als Römer im Kölner Stadtverkehr zu fühlen. Ich bin zwar kein Wespenfreund, wusel mich aber gerne durch den Verkehr. Das erlebe ich als echten Freiheitszuwachs gegenüber dem Autofahren. Keine Parkplatzsorgen, kein Stau. Ab und zu fahre ich auch gerne mit meinem Fahrrad oder meinem Chopper durch den Frühling. Kommt auf die Länge der Strecken und meine Laune an. Mein Auto nutz ich eigentlich nur im Winter oder bei Regen. 

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Gregory Peck, der damals schönste Mann Hollywoods wäre heute 100 Jahre alt geworden. Er war DER amerikanische Gutmensch schlechthin. – Letzten Sommer durfte ich auf seiner Vespa fahren, auf der er 1953 mit Audrey Hepburn in „Roman Holidays“ durch Rom cruiste. (WehrWolter – ww 136 – Hans Wolter)

Der schönste Mann Hollywoods

Gregory Peck galt als „schönster Mann Hollywoods“. Lange vor George Clooney und Brad Pitt. Seine Attraktivität stand ihm als junger Darsteller allerdings auch im Weg. Um nicht nur auf sein Äußeres reduziert zu werden, spielt er in seinen mehr als 50 Filmen auch Vergewaltiger, besessene Rächer, verwegene Abenteurer, windige Reporter, Massenmörder oder psychisch Kranke. Geliebt wurde er aber in der Rolle des aufrechten Amerikaners, als Kämpfer gegen Unrecht und Machtmissbrauch.

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The Revenant. Zwei Rückkehrer: Nr. 1. Leonardo DiCaprio gewinnt seinen ersten Oscar – Nr. 2. Uli Hoeneß kehrt nach nur 21 Monaten zurück. – Diversity: Hollywood sieht schwarz und Uli verschenkt FC Bayern Trikots an seine Mithäftlinge – (WehrWolter – ww 129 – Hans Wolter)

Trailer zum Text: The winner is: Uli Hoeneß/ „Reichenbonus“ nennt der Volksmund die Ausnahmeregelung/ The Revenant/ Geht es in der Natur gerechter zu? „Das Recht des Stärkeren“/ RaubtierKapitalismus/ Die Rückkehr des Verdrängten/ Nahezu Alttestamentarisch: nicht die Liebe, sondern die Rache hält Leonardo DiCaprio alias Hugh Glass am Leben und im Feldzug. – Auge um Auge! – Streckenweise mehr Flüchtling als Rückkehrer/ Innere Bilder lassen uns überleben/ Der Haftaufenthalt wird den Menschen Hoeneß verändert haben. Vielleicht vergleichbar mit der Entlassung aus einer psychischen Krise./ Auch den Revenant könnte man als das Durchschreiten einer Depression verstehen./ Die Wut des Hugh Glass hat ihn nicht in Aufgeben oder Suizid getrieben, sondern in die Wiederauferstehung/ Rückkehr und Mitmischen als bessere Lösung./ Fazit: Rückkehr statt Selbstaufgabe. Das Verbindende zwischen Hoeneß und dem Revenant.

 

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Midnight in Paris – 80 Jahre Woody Allen, der Komiker, Tragiker und Zyniker. – Einer der produktivsten Filmregisseure unserer Zeit. – Zwischen: Hollywood – Psychoanalyse – Manhattan – Zürich – Köln. (WehrWolter – ww 95 – Hans Wolter)

Allan Stewart Konigsberg alias Woody Allen ist wirklich ein Phänomen. Er  feiert jetzt seinen 80sten Geburtstag – andere sind dann schon lange, lange in Rente – und denkt nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen. Im Gegenteil: Nach wie vor dreht er Filme. Einen pro Jahr, für den er die Crème de la Crème Hollywoods engagiert, und der auf den großen Festivals Premiere feiert. Ein Ende seiner kreativen Phase scheint nicht in Sicht: Aktuell filmt Allen mit Bruce Willis, Jesse Eisenberg und Kristen Stewart.

Midnight in Paris

 

Mein Lieblingsfilm ist der romantisch verträumte Midnight in Paris. Der junge Drehbuchschreiber Gil gerät in Paris in einen Zeitsprung. Er trifft sich nachts mit seinen Idolen der 20er Jahre. So ein Gefühl bekomme ich auch immer, wenn ich nach Weimar komme. Da treffe ich auch Schiller, Goethe, Frau von Stein etc.. Für alle, die den Film noch nicht kennen, stelle ich ihn gleich kurz in einem Artikel  von Ulrich Greiner, Redakteur DIE ZEIT, vor.

Woody Allen ist einer der produktivsten Filmregisseure unserer Zeit. Neben den über 50 Filmen als Drehbuchautor und Regisseur hat er zahlreiche Erzählungen, Theaterstücke und Kolumnen geschrieben. Darüber hinaus ist er passionierter Jazzmusiker. Er wurde 24-mal für den Oscar nominiert.

Viermal schaffte er den Oskar.

1978 Der Stadtneurotiker, Bester Regisseur, Bestes Drehbuch

1986 Hannah und ihre Schwestern; Bestes Drehbuch

2012 Midnight in Paris; Bestes Drehbuch

 

Woody Allen und die Psychoanalyse

„Wenn ich das Wort „ungezwungen“ schon höre, dann bin ich sofort völlig verklemmt.“

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