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Schaffen wir das? Mehr soziale Gerechtigkeit? – Soziale Ungleichheit nimmt weltweit schneller als erwartet zu. Dramatische Zahlen der Oxfam Studie: 62 Superreiche besitzen jetzt schon so viel wie die halbe Welt – Wirtschaftsforum in Davos. – (WehrWolter – ww 113 – Hans Wolter)

Soziale Ungleichheit nimmt weltweit immer schneller zu. Wie dramatisch das ist, zeigt eine Zahl der Organisation Oxfam: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – und der Trend hält an.

 

Die Schere zwischen Arm und Reich klafft schneller auseinander als bisher vermutet.

Der Unterschied zwischen vermögenden und armen Menschen wir in jedem Land der Welt immer größer. Auch die Experten sind überrascht von der Geschwindigkeit. Die Nichtregierungsorganisation Oxfan sagte erst vor einem Jahr voraus, dass im Jahr 2016 das reichste Prozent der Weltbevölkerung, also rund 70 Millionen Menschen, mehr besitzen werden als die restlichen 99 Prozent (rund sieben Milliarden Menschen) zusammen. Nun wurde diese Schwelle schon ein Jahr früher erreicht.

Den Trend einer immer rascheren Polarisierung sehen wir noch drastischer bei den Superreichen: Inzwischen besitzen die 62 reichsten Einzelpersonen genauso viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – vor einem Jahr waren es noch 80 Personen.

Dies geht aus dem Bericht „An Economy for the 1%“ hervor, den Oxfam vor dem Wirtschaftsforum in Davos veröffentlicht.

Das Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung verringerte sich in den vergangenen fünf Jahren um rund eine Billion Dollar (oder um 41 Prozent), obwohl die Bevölkerung um 400 Millionen Menschen gewachsen ist. Zugleich erhöhte sich das Vermögen der reichsten 62 Personen um mehr als eine halbe Billion Dollar.

Neun von zehn Großkonzernen haben Niederlassung in Steueroase

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Perspektive für Blatter und Platini: Lebenslänglich – Warum regt sich Deutschland weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß etc. auf, als über Menschen in Not? Merkel macht mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein einen guten Job! (WehrWolter – ww 73 – Hans Wolter)

Tanz um das goldene Kalb Fußball. Warum regen sich viele in unserem Land weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß auf, als über Menschen in Not, die unsere Unterstützung suchen? Nach bisherigen Ermittlungen weiß man, dass Hoeneß UNS mehr als 30 Millionen € Steuern entzogen hat. Man geht davon aus, dass es über die Jahre verteilt noch deutlich mehr waren. Wieviel Flüchtlingsheime könnten wir davon bauen? Nebenbei bin ich der Meinung, dass unsere Bundeskanzlerin einen guten Job macht, mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein. WIR schaffen das. Natürlich müssen wir differenzieren. Auf Dauer müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen. In unserem Land. In der Welt. Es geht doch nicht an, dass einige Wenige, wie die Winterkorns, Blatters oder Hoenesse uns den ganzen Kuchen wegfressen. Der Schweizer Soziologe, populäre Wirtschaftsexperte und weltweit anerkannte Globalisierungsgegner Jean Ziegler kämpft ja auch schon seit Jahren gegen das  globale Hungersterben. Dabei wird er nicht müde, auf zwei Eckdaten hinzuweisen:

„1.) Laut OXFAM-Bericht besitzen ein Prozent der Weltbevölkerung so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen.

2.) In den 122 sogenannten Entwicklungsländern stirbt alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger, das ist ein tägliches Massaker. Obwohl der World Food Report der UN bestätigt, dass die Landwirtschaft heute zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte, also deutlich mehr als die aktuelle Weltbevölkerung. Das sind die Folgen der globalisierten Diktatur des Finanzkapitals, unter der wir leben. Das ist die kannibalische Weltordnung, die ich angreife.“

Perspektive für Blatter und Platini:

Lebenslänglich

Mittlerweile kämpft auch im Fußball-Weltverband Fifa jeder gegen jeden. Weiterlesen …

Ändere die Welt! – Jean Ziegler: 1. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. – 2. Totale Ungleichheit: 1 Prozent der Weltbevölkerung besitzt so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen. – Nein zu TTIP! – (WehrWolter – ww 62 – Hans Wolter)

„Die großen Konzerne haben heute mehr Macht als es Kaiser oder Päpste je hatten. – Wenn TTIP in dieser Form durchkommt, ist die entscheidende Schlacht verloren.“ (J.Z.)

Jean Ziegler, der prominente Globalisierungsgegner spart in seinem neuen Buch „Ändere die Welt“ nicht mit harscher Kritik an der globalen Finanzoligarchie. Der Schweizer Soziologe, Politiker und Sachbuch- und Romanautor Jean Ziegler, 80, ist einer der weltweit profiliertesten Kritiker der Globalisierung und der Finanzmärkte. Von 2000 bis 2008 war er UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. In seinem neuesten Buch „Ändere die Welt – Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ kritisiert er drastisch und plakativ die Folgen „der globalen Diktatur der Finanzoligarchie“. Die Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel, die unkontrollierte Macht der Großkonzerne sowie die immer größere Ungleichheit der weltweiten Vermögensverteilung sieht er als Folge der „neoliberalen Wahnidee“. Ziegler hofft auf den Zusammenschluss einer neuen Zivilgesellschaft, die von den Textilarbeitern in Bangladesh über Kleinbauern in Afrika bis zu Attac in den westlichen Finanzmetropolen reicht.

Nachfolgend gebe ich ein Interview wieder, welches er am 18.04.2015 Arne Johannsen vom WirtschaftsBlatt gab.

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WirtschaftsBlatt: Der Untertitel ihres neuesten Buches heißt „Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“. Was ist kannibalisch an der Welt?

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