Tag Archives: Internet

Gamescom – Leben und Leben (über-) lassen – Überlegungen zum digitalen In-der-Welt-Sein – Luzifer war auch mal Engel – Vom Erweiterungs- & Suchtpotential im Internet – (WehrWolter – ww 265 – Hans Wolter)

„Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit.“ (Piotr Czerski, polnischer Dichter)

Was haben die Spielmesse Gamescom und die digitale Welt des Internets mit Träumen, Phantasiewelten, Stilllegung und dem gefallen Engel und Lichtbringer Luzifer zu tun?

Kurz zusammengefasst: Sind Computerspiele und das Eintauchen in die digitalen Welten des Internets ein Machwerk des Teufels oder sind sie Lichtbringer? – Träume sind bewegtes Probehandeln das Stilllegung voraussetzt – Computerspiele ähneln luziden Träumen – Das diesjährige Motto „Einfach zusammen spielen“ ist nicht selten eine Umkehrung der Ausgangslage – Der Griff zum Handy kann die Zigarette ersetzen – Wenn Sehnsucht zur Sucht wird – Spielen als Probehandeln bringt weiter. Spielen als Ersatzhandeln legt still –

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Love out loud – Carolin Emcke wirbt auf der re:publica in Berlin gewohnt wortmächtig für Empathie im Internet – (WehrWolter – ww 248 – Hans Wolter)

„Wir wollen die Welt nicht den Arschlöchern überlassen“, lautet der deutliche Appell zu der Eröffnung der 11. re:publica. „Wir müssen Solidarität zeigen, nicht nur weiterscrollen und wegklicken.“ Die Kommunikationsfreiheit sei bedroht.

„Eine Gesellschaft, in der jeder nur sich selbst rettet, ist keine Gesellschaft“. Wer gedemütigt und verletzt wird, solle nicht sich selbst wehren müssen. „Es braucht andere, die widersprechen, die nicht gemeint sind, aber sich gemeint fühlen“ betonte Carolin Emke in Berlin zur Eröffnung größten Digitalkonferenz auf unserem Kontinent.

Die Friedenspreisträgerin machte sich wortmächtig Gedanken über das diesjährige Motto „Love out Loud“. Emke warnte das Publikum, nur sich selbst zu sehen, sonst bliebe nichts als ein „neolibertäres Spektakel“. Sie bekam am Ende ihres Vortrags Standing Ovations. Weiterlesen …

Es begab sich aber zu der Zeit … 2016 Jahre bevor das Wort „postfaktisch“ erfunden wurde – vom Heiligabend über Jesus zum „Sinn Gottes“ – Gedankenspiele von Hans Wolter & Marc Hieronimus (ww 216 – WehrWolter meets Lichtwolf)

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde“ – Es geht nicht immer nur um Fakten. Oft sind die Geschichten und die Emotionen, die in uns entstehen wichtiger. Das sehen wir nicht nur im amerikanischen Wahlkampf oder dem Polit- & Mediengeschäft in unserem Lande. Das war schon immer so, auch wenn das Wort „Postfaktisch“ erst 2016 zum Wort des Jahres auserkoren wurde. Heiligabend naht und wir schauen kurz 2016 Jahre zurück. Weniger religiös, politisch oder psychologisch, mehr alltäglich & philosophisch. Zuvor wünsche ich aber allen treuen Lesern und Erstbesuchern des WehrWolterBlogs sowie allen Lichtwolf-Lesern eine schöne Weihnachtszeit. Ob besinnlich, bewegt, ruhig oder temperamentvoll,: Feste gilt es zu feiern, bevor wir fallen!

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Technische Errungenschaften erweitern und beschränken uns im ALLtag. Ein Fahrdienstleiter in Bad Aibling tötete nicht nur Dämonen auf seinem Handyspiel. – Der Grat zwischen Kontrolle und Versagen ist erschreckend schmal. Ich sehe das Smartphone weniger als Ursache, mehr als Symptom zunehmender Ich-Welten im öffentlichen Raum– (WehrWolter – ww 205 – Hans Wolter)

„Beam me up, Scotty!“ – Virtualität erlaubt es uns, gleichzeitig hier und woanders zu sein. Losgelöst vom Ort können wir uns im Hier-und-Jetzt in anderen Welten bewegen. Zugleich. Technische Errungenschaften nehmen uns Arbeit ab und erweitern unsere Möglichkeiten. Aber wir sind auch zunehmend nicht ganz da. Leben an mehreren Orten gleichzeitig. Das Smartphone ist weniger die Ursache von Veränderungen im öffentlichen Raum. Ich sehe es eher als Symptom einer Zeit, in der der Mensch sich immer mehr in eigene, abgeschlossene Räume und Welten zurückzieht. Weiterlesen …

Politik: Wettrennen trojanischer Pferde (Lec) – Die USA wählt – Egal wer gewinnt: das WIR hat bereits verloren – Die Mehrheit ist unzuFrieden – Populismus lähmt oder zündet durch gefährliche Polarisierung – (WehrWolter – ww 203 – Hans Wolter)

Das Ende naht. Heute wird in den USA gewählt. Mit Obama geht ein Großer. Polarisierender Populismus schwächt letztliches Gemeinschaftsgefühl und Gemeinwesen. Wer 270 Wahlmänner auf seine Seite zieht hat gewonnen. Aber was? Die Mehrheit ist unzufrieden. Egal wer gewinnt. Voranschreitende Spaltung schwächt alle. Wenn zwei sich streiten, freut sich nicht nur der Dritte. Entwicklung braucht Triangulierung. Populismus arbeitet mit der zweidimensionalen Logik des Radikalen. Trump karikiert das Leitbild der „Political correctness“. Es ist schon erschreckend mitanzusehen, wie einfach das funktioniert. Weiterlesen …

Facebook, Social-Media & Blog als virtuelle „Speakers’ Corner“. – In eigener Sache: Einfälle + Ideen für den Augenblick & Tag. Psychologisch QuerGedachtes. – NachLese + Nachhaltigkeit. – (WehrWolter – ww 140 Hans Wolter)

Speakers‘ Corner, die Ecke der Redner im Londoner Hyde Park. Durch einen Parlamentsbeschluss vom 27. Juni 1872 (Royal Parks and Gardens Regulation Act) darf hier jeder ohne Anmeldung einen Vortrag zu einem beliebigen Thema halten und auf diesem Weg die Vorbeigehenden um sich versammeln. Dann stell ich mich mal kurz auf die virtuelle Kiste und bitte kurz um Gehör:

Liebe Leser, Facebook-Freunde & Social-Media-Surfer,

Facebook, Social-Media, das Internet im Allgemeinen, das alles lebt ja auch vom Tempo. Die Welt ist schnelllebiger geworden. Man liest ab und zu etwas Interessantes, Witziges, Nachdenkliches, was man teilt, postet, über das man nachdenkt. –

Nachhaltigkeit ist allerdings auch eine interessante Strömung in unserer Kultur. Ein Gegenlauf zur Ex-und-Hopp-Mentalität. Hierzu experimentiere ich derzeit. Das zeigt sich u.a. auch in meinem Versuch, Einfälle & Ideen täglich kurz zu skizzieren und im digitalen Tagebuch festzuhalten. Dann kann ich auch später noch einmal Nach- und Spät-Lese betreiben.

Da ich den Austausch grundsätzlich als spannend und gewinnbringend erlebe, behalte ich die Ideen nicht im engen Kreis des individuellen Tagebuches. Ich teile sie auf meiner Homepage.

Dazu habe ich vor einiger Zeit die Rubrik: „Idee für den Tag“ angelegt.

Das verstehe ich etwas wie „Speakers’ Corner“ im Londoner Hyde-Park.

Speakers Corner2

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