Tag Archives: IS

Tag der offenen Moschee unter dem Motto: Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft – „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ (Goethe) – Einblicke in die Kölner Zentralmoschee (DITIB) – (WehrWolter – ww 272 – Hans Wolter)

Seit nunmehr 10 Jahren, also seit 2007 findet jedes Jahr am 3. Oktober, also am Tag der Deutschen Einheit auch der Tag der Offenen Moschee statt. An dieser Aktion beteiligen sich über 350 Moscheen in Deutschland. Verantwortlich ist der Koordinationsrat der Muslime (KRM). Ich finde solche Aktionen wichtig, um Ängste und Unwissenheit zwischen den Kulturen abzubauen. Zumal es im Zusammenhang mit den terroristischen Anschlägen des sogenannten „Islamischen Staates“ leicht zu einem Zerrbild der islamischen Kultur insgesamt kommen kann.

In Köln-Ehrenfeld steht die große DITIB-Zentralmoschee, eine architektonisch und atmosphärische eindrucksvolle Bereicherung unserer Stadt. Hell, transparent, sympathisch und spirituell. Sie reiht sich auf eine besondere Art und Weise in die jahrtausendealte Kirchentradition Kölns ein.

Ich habe einmal einen kleinen Einblick anhand eigener Bilder, eines kurzen Filmes, erweitert um einige poetische Zeilen aus Goethes „West-östlichem-Divan“ zusammengestellt. Weiterlesen …

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

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„Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut.“ Carolin Emcke findet eine klare Versprachlichung gegen ein Klima von Fanatismus und Gewalt. Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreis, im Anschluss an die Frankfurter Buchmesse 2016 – (WehrWolter – ww 200 – Hans Wolter)

„Wow. So sieht es also aus dieser Perspektive aus“ eröffnet Carolin Emcke ihre Dankesrede. Vor meinem inneren Auge erscheint unmittelbar das Bild von Robin Williams als charismatischem Lehrer im „Club der toten Dichter“. Wie er auf dem Pult stehend seinen Schülern veranschaulicht, dass Leben durch Perspektivwechsel vielfältiger, tiefer und letztlich reicher wird.

Sie spricht darüber, dass Verschiedenheit kein Grund für Ausgrenzung, Ähnlichkeit keine Voraussetzung für Grundrechte darstellen. Sie stellt klar, dass Menschenrechte voraussetzungslos sind und diese nicht verdient werden können und müssen. Weiterlesen …

9/11 – die Welt hat sich seit 2001 verändert. Anders verändert DURCH nine eleven. Anders verändert durch die REAKTION auf den Anschlag und den Zusammensturz des World Trade Centers. – Verstehen können wir das Leben nur rückwärts. Leben müssen wir es vorwärts (Kierkegaard) – (WehrWolter – ww 187 – Hans Wolter)

Der Traum vom Wunder trotzt den Wunden

Wunden zeigen uns, wie klein wir sind.
Das halten wir nicht lange aus.
Daher träumen wir lieber vom Wunder.

Wir müssen lernen, auch mit dem Unbegreiflichen umzugehen.
Dabei hilft uns die Zeit.
Auch wenn sie letztlich nie ganz heilt.
Narben erinnern uns daran.
Auch in unserer Seele.
Auch an 9/11.

(Hans Wolter)

Heute vor 15 Jahren geschah das nahezu Unfassbare. Wie aus dem Nichts flogen Flugzeuge in die gewaltigen Türme des amerikanischen Word Trade Centers. Keine Kampfflugzeuge. Normale Passagierflugzeuge mit Menschen an Bord. Weiterlesen …

Die Burka Frage: „wie hast Du’s mit der Religion?“ Instrumentalisierung eines Kleidungsstücks – Kleines Plädoyer für das Un-Verschämte – (mit Gastbeiträgen von Lale Akgün & Marc Hieronimus) – (WehrWolter – ww 185 – Hans Wolter)

Als das verliebte Mädchen dem Faust die Gretchen-Frage stellte, wollte sie wissen, wie er es mit der Religion halte. Warum? Einer der sich zu der Zeit von der Kirche freisagte, hatte etwas Unberechenbares. Er unterwarf sich nicht dem gängigen System. Dass Kleidung ein Indiz für Zugehörigkeit und letztlich auch Unterwerfung sein kann, sehen wir heute noch an der Krawatte in der männlichen Businesswelt. Symbolisch lassen sich hier die Männer an die Leine nehmen und bekommen damit Zutritt in eine Welt, in der sie nicht nur individuelle Macht abgeben. Die Männer machen das, weil sie damit auch wieder Macht in einem System bekommen. Wer gängige Dresscodes nicht mitmacht, gehört nicht richtig dazu. Damit hat Mann es schwerer. Frau natürlich auch. Aber anders.

Aktuell stellt sich allerorten die Burka-Frage. Häufig macht es allerdings den Eindruck, als stellen sich nicht primär die Frauen die Frage, was sie wann anziehen. Vielmehr fragen sich muslimische Männer, was eine Frau wann zu tragen hat. Verhüllung und Scham werden mit Religion und mit Kategorien von Gut und Böse verknüpft. Hierzu zitiere ich nachfolgend zwei Gastbeiträge. Die Psychologin und ehemalige Bundestagsabgeordnete Lale Akgün stellt das Unterdrückungsargument des Burkatragens dar. Der Philosoph und Autor Marc Hieronimus beschreibt den Schutzaspekt des Kopftuchs. Einleitend beschäftige ich mich kurz mit Fragen von Scham über Macht zu einem kleinen Plädoyer für das Un-Verschämte.

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„Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt aushalten.“ (Jean Paul) – Für mehr Beziehung in der Erziehung – Nicht nur den jungen Terroristen fehlt der Sinn im Leben – Experimente der Selbstpsychologie & Bindungsforschung (WehrWolter – ww 85 – Hans Wolter)

In meinem Text stelle ich die Wichtigkeit von Beziehung und sicherer Bindung dar. Nach meiner Einschätzung nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft ab. Ausgangspunkt meines Artikels ist ein Fernsehbeitrag den ich wenige Tage nach dem Anschluss der Terroranschläge in Paris sah. Hier wurde dargestellt, dass ein Teil der äußerst jungen Attentäter (20 – 25 Jahre) aus scheinbar guten Verhältnissen kam. Sie waren nach Aussage von Nachbarn, Freunden und Bekannten nicht sonderlich auffällig und scheinbar normal sozial integriert. Es seien aber junge Menschen gewesen, die wohl auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens waren. Da sie hier offensichtlich weniger Orientierung hatten, scheint ihnen der sogenannte „Islamische Staat“ so etwas wie Identität und Lebensperspektive gegeben haben. Offensichtlich so viel, dass diese jungen Menschen bereit waren, für diese Ideologie zu sterben.

Nachfolgend stelle ich folgende Dinge kurz dar:

  1. Sind Aggression gottgegeben oder teuflische Produktionen? Sind menschliche Aggressionen angeboren oder hergestellt?
  2. Eros versus Thanatos – Sigmund Freud nahm noch einen Todes-/Destruktionstrieb an.
  3. Kurze Skizzierung der aktuellen psychoanalytischen Selbstpsychologie
  4. Versuche aus der Säuglingsforschung
  5. Wie verhält es sich mit dem von jedem zu lösenden Grundkonflikt von Autonomie und Bindung
  6. Kurze Skizzierung der Bindungstheorie
  7. Wie sicher oder unsicher sind unsere Kinder gebunden?
  8. Welche Bindungstypen sind wir selbst?

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Länderspiel abgesagt: Terror führt zu einem ZusammenRuck. – Die Absage des Freundschaftspiels Deutschland : Niederlande ist kein Zeichen von Schwäche. Die Entscheidung war klug! – Denn: „Wir sind Paris!“

„Der Terror hält Einzug in unser Leben. Was bis Freitag undenkbar war, ist seit diesen Tagen Realität. Ich bin entsetzt und tieftraurig.“ (Hans Sarpei, FC Schalke 04)

Terror Fußballspiel6

Die dpa berichtet, der geplante Anschlag in Hannover soll einen islamistischen Hintergrund haben. Derweil bestätigte Polizei-Präsident Kluwe dem NDR: „Es war beabsichtigt, einen Sprengsatz im Stadion zu zünden.“ (17.11.2015, 20.46 Uhr)

21.41 Uhr: Auf einer Pressekonferenz mit Innenminister Thomas de Maizière hat der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius dementiert, dass ein Rettungswagen mit Sprengstoff vor dem Stadion gefunden wurde. Wie Pistorius weiter schilderte, gab es auch keine Festnahmen.

Nachfolgend stelle ich kurz Überlegungen und Einfälle zu folgenden Punkten dar:

  1. Die Absage ist kein Symbol des Trotzes, sondern der Unmachbarkeit absoluter Kontrolle
  2. Ausgangspunkt: George W. Buschs paranoide Konstruktion der „Achse des Bösens“ – Rachefeldzug nach 9/11
  3. Der IS nutzt ein Vakuum in der Auslegung des Islams
  4. Radikale sind nicht primär religiös, so wie Hooligans keine Fußballfans sind
  5. Schlussmachen mit verlogenen Scheinwelten und unfairen Wirtschafts-Bedingungen.
  6. Terror, Krieg und Bedrohung führen zu einem ZusammenRuck.
  7. Fazit: Aus Kennedys „Ich bin ein Berliner“ wird heute ein: „Wir sind Paris!“

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