Tag Archives: Kinder

Weltkindertag der Vereinten Nationen – Kinder brauchen mehr starke Fürsprecher und weniger ängstlich fremdelnde Erwachsene – Weltkindertag der Vereinten Nationen – (WehrWolter – ww 282 Hans Wolter)

„Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist. – Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“ (John Lennon)

Die Vereinten Nationen begehen heute – am 20. November – den Weltkindertag. Es ist der Internationale Tag der Kinderrechte, der Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete. Diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.

In meiner langjährigen Tätigkeit als Psychologe und Psychotherapeut weiß ich um die zentrale Bedeutung von Beziehung und sicherer Bindung. Nach meiner Einschätzung und den gegenwärtigen Forschungsergebnissen, nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft weiter ab. Hierauf möchte ich heute noch einmal kurz hinweisen. Hier sehe ich auch wichtige Ursachen der zunehmenden Fremdenängste in unserem Land. Wer in seiner Kindheit zu wenig sichere Bindungen erfahren hat, neigt zu größeren sozialen Ängsten und hat somit eine geringere Frustrationstoleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen.

Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen. Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

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Loslassen: eine lebenslange Aufgabe für jeden von uns. Warum fällt es uns so schwer? Überlegungen & Tipps am Beispiel: Generationswechsel im Unternehmen – (WehrWolter – ww 281 – Hans Wolter)

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit dem Thema Loslassen konfrontiert. Denn das Loslassen ist die Gegenseite der Bindung. Wir müssen unsere Kindheit loslassen, die eigenen Kinder loslassen, wenn sie erwachsen geworden sind, irgendwann müssen wir unsere Berufstätigkeit loslassen oder auch das eigene Unternehmen. Hierzu hat mich das Unternehmerradio interviewt und vor kurzem dazu einen Podcast veröffentlicht. Weiterlesen oder Reinhören auf: WehrWolter.com

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Astrid Lindgren zum 110. Geburtstag: Wie die Mutmacherin sich erfolgreich aus ihrer frühen tiefen LebensKrise schreiben konnte – Literatur fördert seelische Bearbeitungsprozesse (WehrWolter – ww 280 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“ (Astrid Lindgren)

Astrid Lindgren wäre 110 Jahre alt geworden. Heute am 14. November 2017. So alt wird so gut wie keiner. Aber irgendwie ist sie ja unsterblich. Wer öfter schon einmal im Inhaltsverzeichnis meines Blogs gestöbert hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich schon öfter über die Mutter von Pippi Langstrumpf geschrieben habe. Diese Frau begeistert mich auf mehreren Ebenen. Herausheben möchte ihre Qualitäten  und Verdienste als Mutmacherin und ihren ungraden Weg einer sich frei schreibenden Schriftstellerin. Weiterlesen …

Internationaler Kindertag 2016. – Deutschland geizt bei seinem Nachwuchs. Wirtschaftlich & emotional. – Staat und Gesellschaft investieren zu wenig in Chancen, Selbstvertrauen und ins GlücklichSein unser Kinder. – (WehrWolter – ww 160 – Hans Wolter)

„Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist. – Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“ (John Lennon)

Uns geht es doch nicht wirklich so schlecht, dass jedes siebte  Kinder von Harz IV leben muss. Oder? Deutschland investiert zu wenig in die Chancen seiner Kinder. Immer mehr Kinder leben von Hartz IV. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor. In Bremen und Berlin sind es besonders viele, in Bayern besonders wenige. Weiterlesen …

Die Krippe zeigt, dass Menschenwürde nichts mit Wohlstand zu tun hat. Ein Stern forderte drei Weise aus dem Morgenland zum Aufbruch auf. Die Heiligen drei Könige verzichten auf wohlgeordnetes Leben und Sicherheit. Ein kleines wehrloses Flüchtlingskind sollte die Herrschaft übernehmen. Jesus steht für das Paradox: Aufsteigen durch Fallen. – Welchem Stern folgen wir? (WehrWolter – ww-107 – Hans Wolter)

Sterndeuter stehen auch heute hoch im Kurs. Ich war heute am Dreikönigstag in einem nahegelegenen Einkaufscenter und wunderte mich, wie lang die Schlange an einem Wahrsagerzelt war. Da warteten mindestens 30 Frauen darauf, dass ihnen die Zukunft aus der Hand gelesen wurde. Im Rheinland ist heute ein ganz normaler Arbeitstag. Und das, obwohl wir in Köln doch die Gebeine der Heiligen Drei in unserem Dom verschanzt haben. Die haben die Obersten der katholischen Kirche in Köln vor über 800 Jahre in Mailand stehlen lassen. Dazu habe ich vor einiger Zeit schon einmal etwas geschrieben, was ich weiter unten noch einmal zitiere. 

Vor wenigen Tagen ereigneten sich in der Silvesternacht im Schatten des Kölner Domes gewalttätige Übergriffe auf zahlreiche Frauen. Die Taten sind bis heute noch nicht aufgeklärt. Insgesamt vermischt sich dieses Phänomen derzeit mit der Fremdenangst und der Flüchtlingskrise. Die Übergriffe am Bahnhof finde ich empörend. Hier muss alles dran gesetzt werden, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt. Für mich ist das weniger eine Frage der Multi-Kulturalität, noch weniger eine Frage der Flüchtlingskrise. Ich sehe dieses Phänomen in einer Verwandtschaft zum Hooligan-Phänomen. – Impulsdurchbrüche von Gewalt, da wo das Auge der (Staats-)Macht nicht zugegen ist. –
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Pippi Langstrumpf wird 70 – Sie ist das Kind einer tiefen Lebenskrise ihrer schuldgeplagten Mutter Astrid Lindgren – Gelungene kreative Bearbeitung einer Depression. – Astrid & Pippi hätten auch gesagt: „Wir schaffen das!“ – Da bin ich mir sicher. (WehrWolter – ww 91 – Hans Wolter)

Pippi feiert heute 70sten Geburtstag. Ein starkes Mädchen, das glücklich und lebensfroh im idyllischen Schweden aufwuchs. Wer wollte damals nicht Pippi sein? – Helden wachsen oft ohne Eltern auf. Sei es Harry Potter, Batman oder eben Pippi. Die Heldengeschichten lesen sich nicht so traurig wie Hänsel & Gretel oder Aschenputtel. Helden machen uns vor, dass es auch ohne Eltern geht. Dass man auch alleine stark sein kann.

„Ausländerfeindlichkeit finde ich geradezu widerlich! Wenn ich jünger wäre, würde ich mich politisch einmischen.“ (Astrid Lindgren mit 90 Jahren)

Astrid Lindgren, die große Mutter Schwedens und aller Pippis dieser Welt, war in jungen Jahren in eine heftige Krise geschlittert. Sie wurde ungewollt von ihrem ersten Chef im Verlag im Alter von 18 Jahren geschwängert. Der verheiratete, deutlich ältere Mann wollte weder zu ihr, noch zu ihrem Kind stehen. Die junge Astrid wusste nicht ein noch aus. Sie wollte weder abtreiben, noch ihre gläubigen Eltern belasten.

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“

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Sie gab ihren kleinen Sohn Lasse an eine Pflegefamilie. In ihren vor kurzem veröffentlichen Kriegstagebüchern berichtet sie auch über ihre Schuldgefühle. Lasse war schon vier, als sie ihn wieder zu sich nahm. Meine Vermutung ist, dass Astrid Lindgren die Figur Pippi Langstrumpf geschaffen hatte, um ihr damaliges eigenes Alleinsein und ihre Schuldgefühle als Mutter verarbeiten zu können. Pippi war ein fröhliches und starkes Mädchen. Mutterlos und ihr Vater war selten da, weil er zur See ging. Astrid Lindgren verkehrt die Kräfteverhältnisse einfach ins Gegenteil, indem die Tochter den Vater rettet. Mir ist mal die These begegnet, dass Pippis Vater ein Alkoholiker gewesen sein könnte, der fast im Alkohol ertrunken ist, hätte die Tochter ihn nicht immer wieder rausgeholt.

Unter solchen Verhältnissen gehen Kinder entweder unter oder sie werden besonders stark.

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Sie können nur schon sehr früh keine Kinder mehr sein. Pippi war Beides: stark und Kind. Wenn das keine gute Lösung ist. Astrid Lindgren selbst ist ja auch durch ihre Krisen gewachsen. Sie wurde weltweit die erfolgreichste Kinderbuchautorin. Auch mit ihrer Krisenbewältigung ist sie ein großes Vorbild. Auch ein strahlender Leuchtturm unter den wenigen weiblichen Vorbilder.

Astrid & Pippi hätten auch gesagt:

„Wir schaffen das!“

Da bin ich mir sicher.

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Plädoyer gegen den PerfektionsZwang – Good 2go – macht Kinder froh und Erwachsene ebenso! Perfektionismus ist oft AngstBewältigung und häufig nicht gut, sondern NUR „gut gemeint“. (Hans Wolter – ww 29 – WehrWolter)

  • Habt ihr Acht gegeben,
  • was für Menschen am meisten Wert
  • auf strengste Gewissenhaftigkeit legen?
  • Die, welche sich vieler erbärmlicher Empfindungen bewusst sind,
  • ängstlich von sich und an sich denken
  • und Angst vor anderen haben?
  • (Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Von Helikopter-Eltern, Curling-Partnern und HänschenKlein

Kinder brauchen hinreichend gute Eltern! – Plädoyer den gegen PerfektionsZwang.

 

Good

„There is no such thing as a baby“ – Ein Baby ist ohne Mutter nicht denkbar.

Damit wollte der englische Psychoanalytiker Donald Winnicott zum Ausdruck bringen, dass man ein Baby ohne seine Mutter nicht denken, erforschen und therapieren kann, da die beiden eine unzertrennliche Dyade bilden. Aber, liebe Mütter & Väter, setzt Euch damit nicht zu sehr unter Druck. Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Nur hinreichend gute. Weiterlesen …