Tag Archives: Kölner Silvesternacht

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Die Kölner Seifenblasen-Gefahr: Regulierungswahn & Bürokratie-Verselbständigung produzieren absurde Ghostbusters-Inszenierungen. Von neuen Fahrkartenautomaten über zerpflasterte Plätze zum Seifenblasen-Flashmob auf der Domplatte – Colonia, Cologne, Kölle: Einerseits charmant, andererseits dilettantisch, kleinkariert, kafkaesk verwaltet – (WehrWolter – ww 195 – Hans Wolter)

Bürokraten können gefährlich in unsere Lebensqualität eingreifen. Kafkafreunde bekommen glänzende Augen bei der bürokratischen Willkür und dem Kampf gegen Seifenblasen dem wir in Köln begegnen. Ängste und der Umgang mit ihnen können zwanghafte Formen annehmen. Der Highway to Hell bewegt sich hier einerseits leise aber beständig in Richtung Kontrollwahn. Als könnte der Bürger nicht selbst auf sich aufpassen. Wir wissen ja, dass das Gegenteil von Gut, „Gut gemeint“ ist. Die sogenannte Fürsorge oder Angst vor gerichtlichen Prozessen kann zum Absterben von Lebendigkeit bis hin zur Entmündigung führen. Andererseits können andere Dinge scheinbar unkontrolliert ausufern. Weiterlesen …

Köln ist dada!? Nicht nur im Karneval. Vom Stadtarchiv über die Domplatte zum Opernhaus. Was haben Böll, Hans Arp und Konrad Beikircher gemein? – Genese Dada. Mit 100 Jahren: Hochaktuell! – „Ja, Ja“: eine Protestbewegung gegen die europäischen Grenzschließungen im I. Weltkrieg. – Aber mal ehrlich: sind wir nicht alle ein bisschen dada? (WehrWolter – ww 115 – Hans Wolter)

„Dada hat Schwingen, die gewaltiger als hundert Urwälder sind.“ (Hans Arp)

„So, So!

Vier Maurer saßen einst auf einem Dach.
Da sprach der erste: „Ach!“
Der zweite: „Wie ists möglich dann?“
Der dritte: „Dass das Dach halten kann!!!“
Der vierte: „Ist doch kein Träger dran!!!!!!“
Und mit einem Krach
Brach das Dach.

(Kurt Schwitters)

 

Köln kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Erde tat sich auf. Das Stadtarchiv viel rein. Keiner will’s gewesen sein. Arsch schief. Oder: Köln ist halt die nördlichste Stadt Italien, wie Konrad Beikircher sagen würde. Der lädt übrigens am Sonntag zum „Kölsch-Dada-Treffen“ ins Schloß Eulenbroich ein (s.u.) Zurück zur römischen Kolonie. Beim Opernhaus will man gerne mit im Chor der Großen spielen. Also verdoppelt man kurzer Hand die – zunächst in Aussicht gestellten – Baukosten. Wenn der Bürger sich beschwert, verweist man gelangweilt großkotzig auf den Berliner Flughafen oder die Elbphilharmonie.

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„Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.“ (Hilde Domin) – Die Kölner Silvesternacht war ein Weckruf. Wir müssen unsere freiheitliche Ordnung wirkungsvoller schützen. – Aber nicht über kopflose Angstreaktionen, nicht über eindimensionales Denken wie: Pegida oder mit rechtsradikaler, verEngender Wut. – WIR schaffen das. Anders! – Mit Intelligenz, Kreativität und Mut. – (WehrWolter – WW-109 – Hans Wolter)

„Nicht müde werden, sondern dem Wunder

leise wie einem Vogel die Hand hinhalten.“ (Hilde Domin)

Das Jahr ist noch jung und schon sind wir durch einen massiven Weckruf geschüttelt worden. Erschreckend, was jetzt noch so alles über die Silvesternacht in Köln berichtet wird. Intensivtäter die sich respektlos gegenüber unserer Ordnung und deren Hüter verhalten, müssen eingegrenzt, deutlich bestraft und wo notwendig, auch ausgewiesen werden. Hier ist klares Handeln notwendig, damit unsere freiheitliche Gesellschaft weiter funktioniert.

sicher

 

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