Tag Archives: Kommunikation

Terroranschlag Berliner Breitscheidplatz: Verwundete Seelen brauchen Anteilnahme, Anerkennung und klare Worte, statt Floskeln. Deutsche Politiker und Bürokraten zeigen wenig Menschenkenntnis – Kritik an Angela Merkel (WehrWolter – ww 289 – Hans Wolter)

„Mama kann nicht tot sein, weil ich noch mit ihr sprechen will“ (5-jährige Tochter der verstorbenen Nada Czimar)

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt jährt sich. Die Psyche wird in Deutschland immer noch erstaunlich unterschätzt. Medien und Politiker sichern sich wieder einen Platz in der ersten Reihe der Traueraktionen. 12 Menschen sind im letzten Jahr sinnlos gestorben. Die Angehörigen beklagen sich darüber, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel in keiner Form einen persönlichen Kontakt zu ihnen aufgenommen hat. Psychologisch hat man, meiner Meinung nach, sehr viele Fehler im nachträglichen Umgang mit dieser Katastrophe gemacht. Wie übrigens oft in Deutschland. Der Deutsche mag organisieren können, aber in solchen Fällen richtet sich die Bürokratie häufig eher gegen die Opfer, als dass zunächst einmal direkte Hilfestellungen angeboten werden. Wäre ich Zyniker, würde ich den Text titeln: Bankenrettung funktioniert in unserem Lande besser als emotionale Hilfestellung.

Beziehung kann heilen, Distanz krankmachen. Diese Erfahrung möchte ich, ausgehend von diesem traurigen Ereignis ein wenig weiter ausführen und einen kurzen differenzierten Überblick geben, mit welchen psychischen Erkrankungen wir rechnen müssen und wie wir ihnen wirkungsvoll begegnen können.

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Medienrealität ist immer auch ein Stück Fake-News. Nicht nur bei Facebook, auch in der öffentlich-rechtlichen Fernsehberichterstattung – Der Fall (!) Angela Merkel in den russischen Medien – eine kurze persönliche Fall-Beschreibung hinter den Kulissen – Wirklichkeit ist immer subjektiv und konstruiert (Watzlawick) – (WehrWolter – ww 285 – Hans Wolter)

Umdeuten ist eine Therapietechnik, die die Tatsache verwendet, dass alle „Regeln“, alle Wirklichkeiten zweiter Ordnung relativ sind, dass das Leben so ist, wie du sagst, dass es ist. (Paul Watzlawick)

Wo hört Verschwörungstheorie auf, wo fängt Paranoia an? Ist an den Behauptungen etwas dran, dass Trump durch Social-Media-Aktivitäten aus Russland die Wahlen in den USA gewonnen hat? Je nachdem zu welchem Lager man gehört, wird man das eine oder das andere als Fake ansehen. Ansehen wollen. Wir sehen übrigens nicht nur das, was wir wissen. Wir sehen auch das, was wir wollen. Nicht selten auch das, was wir sollen. Weiterlesen …

Das Geheimnis des Schenkens ist die Einfühlung – Geschenke sind Beziehungs-Wünsche – Eigentlich kinderleicht. Oder? – (WehrWolter – ww 212 – HansWolter)

Schenken: ist Kommunikation und hält gesund. Einfühlung ist das eigentliche Geschenk. Der Andere sieht mich, versteht mich, liebt mich – Zur Psycho-Logik des Schenkens.

Wenn wir schenken, kommunizieren wir. Wir stellen häufig etwas Materielles in die Welt, auf das der Empfänger reagieren muss. Worte lassen sich leichter ignorieren als Gegenstände. Geschenke sind Ansagen, die Antworten fordern. Da wir nicht nicht kommunizieren können, ist auch Schweigen eine Antwort.

Letztlich kommen wir nicht daran vorbei: wir müssen schenken.

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30 Jahre Tschernobyl – auch ein GAU für die Psyche vieler Menschen – Depressionen und Traumatisierungen werden als Folge von Atomkatastrophen häufig unterschätzt – 5 Jahre Fukushima – (WehrWolter – ww 146 – Hans Wolter)

Vor 30 Jahren gab es die Atomkatastrophe in Tschernobyl, vor 5 Jahren in Fukushima. Die damit einhergehenden psychischen Folgen werden häufig übersehen. Der Anteil an schweren psychischen Erkrankungen wie Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen ist selbst 20 Jahre nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl noch sehr hoch gewesen. Ähnliche Probleme gebe es nach dem Gau in Fukushima. Einer Studie zu Folge leiden 14,6 Prozent der Erwachsenen, die wegen der Katastrophe die Provinz Fukushima verlassen mussten, an psychischen Problemen. Dies sind fast fünf Mal mehr als in der sonstigen Bevölkerung (3 Prozent). Dies führen die Forscher der Fukushima Medical University auch darauf zurück, dass die Evakuierungen recht chaotisch abliefen und die Betroffenen nur unzureichend über Gesundheitsgefahren informiert wurden.

„Obwohl die Strahlenbelastung für die Menschen nach Fukushima relativ niedrig war und keine erkennbaren körperlichen Gesundheitsschäden erwartet werden, hatten psychische und soziale Probleme einen verheerenden Einfluss auf das Leben der Menschen“, sagt der Studienleiter Koichi Tanigawa in einer Lancet-Mitteilung .

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Vor 30 Jahren war die Kommunikation – war die Welt – noch eine andere.

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