Tag Archives: Kunst

Astrid Lindgren zum 110. Geburtstag: Wie die Mutmacherin sich erfolgreich aus ihrer frühen tiefen LebensKrise schreiben konnte – Literatur fördert seelische Bearbeitungsprozesse (WehrWolter – ww 280 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“ (Astrid Lindgren)

Astrid Lindgren wäre 110 Jahre alt geworden. Heute am 14. November 2017. So alt wird so gut wie keiner. Aber irgendwie ist sie ja unsterblich. Wer öfter schon einmal im Inhaltsverzeichnis meines Blogs gestöbert hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich schon öfter über die Mutter von Pippi Langstrumpf geschrieben habe. Diese Frau begeistert mich auf mehreren Ebenen. Herausheben möchte ihre Qualitäten  und Verdienste als Mutmacherin und ihren ungraden Weg einer sich frei schreibenden Schriftstellerin. Weiterlesen …

Skulpturenpark 2017 im Katharinenhof – Anne und Konrad Beikircher – TheRhineArt zeigt 48 Künstler – Erster Preis: KlangWellen von Frauke Eckhardt – Finissage 13. Oktober 2017 (WehrWolter – ww 273 – Hans Wolter)

Die dritte Skulpturenpark-Ausstellung neigt sich dem Ende zu. Finissage und Verleihung des Publikumspreises finden am Freitag den 13. Oktober 2017 ab 16 Uhr statt. Die diesjährige Ausstellung war künstlerisch noch einmal eine deutliche qualitative Steigerung zum letzten Jahr.
Der Katharinenhof von Anne und Konrad Beikircher bietet ein tolles Ambiente für Kunst, insbesondere für Skulpturen. Ein Ausflug lohnt sich.
KlangWellen von Frauke Eckhardt wurde diesmal von der Jury eindeutig zur Siegerin gekürt.

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SelbstWerdung: Ideen zu Goethes 268. Geburtstag: „Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.“ Der abenteuerliche Weg zum Selbstbewusstsein: im Auf-und Ab von LebensVerDichtungen – (WehrWolter – ww 267 – Hans Wolter)

Goethe wurde am 28. August 1749 im auslaufenden Sommer geboren. Für viele Zeitgenossen scheint er antiquiert zu sein. Fack ju Göhte? Ich finde ihn immer wieder spannend! Daher wage ich anlässlich seines 268. Geburtstags einen kleinen Ausritt auf dem Entwicklungs-Weg seiner schwindelerregenden SelbstWerdung: von einer geburtlichen Nahtoderfahrung, über die Berufung im zweiten Bildungsweg, die Überwindung einer psychischen Impotenz in seinen sexuellen Italienerlebnissen, der Win-Win-Situation mit Schiller, zur produktiven Einsamkeit und Alters-Weisheit ~

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„Schon als ich noch ein kleiner Junge war, … wollte ich immer nur eine Musik machen, … die die Herzen der Menschen öffnet… Das war mein Traum.“ (Daniel Dareus, Wie im Himmel) – R.I.P. Mikael Nyqvist – (WehrWolter – ww 258 – Hans Wolter)

„Schon als ich noch ein kleiner Junge war,… wollte ich immer nur eine Musik machen,… die die Herzen der Menschen öffnet… Das war mein Traum.“ (Daniel Dareus, Mikael Nyqvist)

„Wie im Himmel“ Die Geschichte in der der ausgebrannte Stardirigent Daniel Dareus seine Lebenskrise – die in Depression und Herzinfarkt beinahe versinkt – erfolgreich überwindet, steht im Ranking meiner Lieblingsfilme ganz oben. Der schwedische Schauspieler Mikael Nyqvist ist im unfassbar frühen Alter von 56 Jahren gestorben. Er verlor den Kampf gegen den Lungenkrebs.

Mich hat er besonders in seiner Lebensrolle „Wie im Himmel“ bewegt. Daher versuche ich in der Fokussierung auf diesen Film einen kleinen Nachruf für ihn zu verfassen. Weiterlesen …

Vater-Bilder wirken. Besonders in Abwesenheit. – Von Kohl & Kafka über Niki de Saint Phalle und Picasso zu Dostojewski & Freud (WehrWolter – ww 257 – Hans Wolter)

Das Leben ist wie ein Kartenspiel; wir werden geboren, ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt. (Niki de Saint Phalle)

Im Juni 2017 starb Helmut Kohl. Für die Söhne scheint es eher ein Trauerspiel als Trauer zu sein. Darüber wurde das Thema „Vater“ zum Wochenmotiv in unserem „Club der lebenden Poeten“. Unsere Facebookgruppe knöpft sich wöchentlich ein neues Thema vor. Ich war erstaunt, wie viele persönliche Beiträge zu Missbrauch und Misshandlung auf Ausdruck drängten und intensive Anteilnahme erfuhren. Natürlich gab es auch zahlreiche positive Beiträge zum Phänomen Vater. Weiterlesen …

Seifenblasenträume auf Reisen: Circus Roncalli: Vor 41 Jahren starteten Bernhard Paul & André Heller: „Die größte Poesie des Universums“ – Clown Zippo feiert seinen 70sten – (WehrWolter – ww 250 – Hans Wolter)

Als der Grafikdesigner Bernhard Paul gemeinsam mit André Heller, dem Wiener Chansonnier und Aktionskünstler am 18. Mai 1976 ihre erste Circus-Roncalli-Vorstellung gaben, wurde rasch klar, dass sie die bisherige Welt des Zirkus ver//rückten. Sie dachten groß und legten Wert auf das Kleine. Das nicht bescheidene Motto ihrer ersten Vorstellung als Auftakt des „Bonner Sommers“ lautete: „Die größte Poesie des Universums“

Direktor Bernhard Paul feiert aktuell am 20. Mai seinen siebzigsten Geburtstag. Er legt auch heute noch Wert auf die Feststellung, dass er der Gründer des Zirkus ist. In ihm sehe ich das bodenständige solide Standbein. André Heller war, nach meiner Einschätzung, das visionäre Spielbein dieser neu entworfenen Zirkuswelt. Seine künstlerisch kreativen Impulse und inneren Bilder scheinen mir die ursprüngliche Initialzündung für die poetische Traumhaftigkeit zu sein, die Roncalli so einzigartig anders machte.

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„Als ich begann mich selbst zu lieben …“ Charlie Chaplin: „Wir denken zu viel und fühlen zu wenig.“ – Was wir vom kleinen, großen, weisen Tramp auch heute noch lernen können … – (WehrWolter – ww 247 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten. Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.“ (Charlie Chaplin)

662 Tramps feierten im April wieder Charlies Geburtstag. Chaplins Gedanken zur Selbstliebe halte ich für ganz zentral und sehr gut verwortet. Er teilte sie uns in einer Rede zu seinem 70sten Geburtstag selbst mit. Als Psychologe und Psychotherapeut sehe ich in meiner täglichen Arbeit, dass die Selbstliebe der Dreh- und Angelpunkt einer guten Lebensbewältigung darstellt.

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Art Cologne – Kunst als Sex der reifen Jahre? – (WehrWolter – ww 245 – Hans Wolter)

Artig präsentiert sich die Kunst auf der Kölner Messe. Hier geht es mehr um Verkauf, als um Verrückung. Frei nach Beuys, sehen sich auch die Besucher als Künstler. Kunstvoll rausgeputzt bewegt man sich durch die Hallen heiliger und niederer Künste. Das hat etwas mit Lust und Hoffnung zu tun. Mehrheitlich sieht man hier die reiferen Jahrgänge. Mal elegant, mal pfiffig, weniger nachlässig und ab und zu originell. Schön anzusehen. Sehen und Gesehen werden, lachen und ein wenig fachsimpeln. Dazwischen einen Schampus. Ein DaGehtNochWas flirt durch die Räume. Ich frage mich spontan: Ist Kunst der Sex der reifen Jahre? Weiterlesen …

„Bunt statt Bla“: Kölner Bürger & Künstler im Schulterschluss gegen das „Geschäft mit der Angst“ der Rechtspopulisten – Liveticker von den Protesten rund um den AfD-Parteitag in Köln – Lebendige Vielfalt gegen radikale Einfalt – (WehrWolter – ww 244 – Hans Wolter)

Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass ein Parteitag einer regulären Partei jederzeit reibungslos möglich sein muss. Problematisch finde ich, dass führende Köpfe dieser sogenannten „Alternative für Deutschland“, kurz:  AfD, immer wieder Öl ins Feuer der Radikalisierung und Aufspaltung gießen. Weil sie sich erhoffen, am Ende von dieser Zuspitzung zu profitieren. Sie möchten gerne als Opfer dastehen, arbeiten im Hintergrund aber selbst als Täter. Das ist ja die Masche aller Populisten, die gegenwärtig damit tatsächlich auch Stimmen gewinnen. Sei es Le Pen in Frankreich, Erdogan in der Türkei oder vor kurzem Donald Trump in den USA. Weiterlesen …

Urban Art! Biennale 2017 – Junge freche Kunst im flirtiven Dialog mit dem melancholischen Charme einer rostigen Eisenwelt – Streifzug durch das Weltkulturerbe Völklinger Hütte – (WehrWolter – ww 241 – Hans Wolter)

In diesem Jahr fiel unser Osterspaziergang etwas aus dem Rahmen. Auf vielfältigen Wegen durch eine faszinierende alte Industriekultur konnten wir in einer inspirierende Atmosphäre aus Kunst, Technik und Natur eintauchen. Unser Streifzug durch das UNESCO Weltkulturerbe Völklinger Hütte erstreckte sich auf sieben Kilometer über ungezählte Stufen. Kaum zu glauben, dass hier einmal bis zu 17.000 Menschen in einer höllenmäßigen Atmosphäre zusammen gearbeitet haben. Schon das Nacherleben der alten Produktionsprozesse des beginnenden 20. Jahrhundert, rund um die Stahlerzeugung, hatte etwas Fesselndes. Besonders gelungen erscheint mir die Integration und Präsentation urbaner Kunst des 21. Jahrhunderts. In diesem Dialog gewinnen alle Beteiligten.

Nachfolgend versuche ich einmal unsere Streifzüge zu bebildern. Spontan habe ich die Perspektiven und Werke mit meiner Linse festgehalten, die mich persönlich beeindrucken konnten. In meiner Collage lege ich natürlich keinen Wert auf Vollständigkeit. Überhaupt, die Idee zu diesem Beitrag, ist erst nachher entstanden. Als ich abends meine Fotos sah, waren sie mir zu schade, sie einfach nur im schnelllebigen Facebook zu veröffentlichen.

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Was rückt Bob Dylan mit seinen Mysterienspielen bei der Abholung des Literaturnobelpreises ins Bild? – Der Meister des „I’m Not There“ spielt mit den Identitäten, dem Ineinanderfließen der Zustände, der Zeiten und Personen, mit der Auflösung des Ichs – (WehrWolter – ww 239 – Hans Wolter)

Bob Dylan ist doch noch leibhaftig erschienen. Kurz, wortkarg, ohne Öffentlichkeit. Mit mehr als drei Monaten Verspätung hat er sich seinen Literaturnobelpreis in Stockholm abgeholt. Die Inszenierung blieb mysteriös. Der Termin fand an einem geheimen Ort statt, bei seinem Konzert in der schwedischen Hauptstadt schweigt der Sänger zum Thema. Für das stattliche Preisgeld (840.000 €) muss er bis zum 10. Juni noch eine Vorlesung halten. Allerdings hat er bei der Gestaltung seines Auftritts viel Spielraum: Er kann eine kurze Rede halten, ein Lied singen oder sich per Video-Schaltung zu Wort melden.

 

Was will uns Bob Dylan mit seinem Fernbleiben wortlos sagen?

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Wer zieht den autoritären Traum einem liberalen vor? – Jürgen Becker:“Der autoritäre Traum mag ja attraktiv sein, für Menschen, denen Freiheit zu kompliziert ist“ – Von Trump, über die AfD zu Erdogan – Politische Bilder von Thomas Baumgärtel – (WehrWolter – ww 230 Hans Wolter)

Vom autoritären versus dem liberalen Traum

Der Kabarettist Jürgen Becker hielt Ende September letzten Jahres eine lustige, aber auch tiefgründig scharfe Einführungsrede auf der Vernissage zu den politischen Bildern des Künstlers Thomas Baumgärtel in Langenfeld. Die Ausstellung benötigte schon nach kurzer Zeit Polizeischutz und wurde dann vorzeitig beendet. Grund war eine Erdogan-Karikatur. Die Autoritäten dieser Welt dulden keinen Humor. Das unterscheidet sie letztlich von echten Autoritäten.

Auszüge aus Einführungsrede: „Die neuen Autoritären, propagieren die Reinheit der Völker und sehen Frauen in traditionellen Rollen und beurteilen immer die Homosexualität. Das ist der Lakmustest. Daran können sie es festmachen. Der autoritäre Traum mag ja attraktiv sein, für Menschen, denen Freiheit zu kompliziert ist: ‚Der Putin sorgt dafür, dass wir nicht alle schwul werden!‘ – Dafür sorgt in Köln keiner. Weiterlesen …

ANDERS Sehen. Begreifen. – Vernetzung zwischen Kunst Technik Literatur Psychologie – Kleines Plädoyer für die Intuition: Einfälle zum Welt-Braille-Tag – Zwischen Abstraktion und Einfühlung – Von Louis Braille zu Worringer über Wilhelm Salber zu Steve Jobs – (WehrWolter – ww 221 – Hans Wolter)

Unter der Lupe: Punkt, Punkt, Komma, Strich … Begreifbare Blindenschrift – Intuitive Bildschirmnutzung – Da wo Einfühlung in die Natur Angst macht, setzt der Mensch die Abstraktion der Kunst entgegen – Kunst-Können als eine Funktion des Wollens – Steve Jobs ließ Computer so programmieren, dass sie sich analog zu unseren Gewohnheiten, unserer Psyche setzten und nicht umgekehrt – Design als Funktion der Anwendung – Melodie entsteht nicht durch einzelne Töne an sich. Die Anordnung zueinander ist entscheidend –  Elemente leben nicht: Erst Ver-Bindung schafft Leben!

Gibt es mehr Blinde als Blinde? Wer öfter in meinem Blog liest, hat schon mitbekommen, dass ich gerne verbinde. Nicht willkürlich, aber teils quer & ungewohnt für unsere alltägliche Seherfahrung. Heute zum Welt-Braille-Tag möchte ich kurz eine Verbindung zwischen Louis Braille, dem Pionier der Blindenschrift über Steve Jobs, dem Pionier des Smartphones, über die Brücke des Psychologen Wilhelm Salber zu Wilhelm Worringer, dem deutschen Literaturwissenschaftler und Kunsthistoriker knüpfen.

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Mut zum NEUEN. JA! 2017 – Mancher Mensch hat ein großes Feuer in der Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen. (Vincent van Gogh) – Ja zum stärkenden Mut für Vielfalt – Nein zur schwächenden Angst der Rechtspopulisten – (WehrWolter – ww 220 – Hans Wolter)

Es gibt Menschen, die sehen mehr als andere. Andere sehen das aber vielleicht nicht. Der Künstler Vincent van Gogh ist ein gutes Beispiel. In dem kleinen Film wird uns das noch einmal erlebbar. Dieses Phänomen begegnet uns natürlich nicht nur in der Kunst. Die Geschichte der Wissenschaft ist auch voll von solchen Beispielen. Auch Jesus wurde ja zu seinen Lebzeiten nur bedingt gesehen und wertgeschätzt. Vielmehr wurde er gedemütigt. Daraus entstand eine neue Bewegung, die seit nunmehr über 2000 Jahren das Kreuz, also das Symbol der Demütigung, vor sich herträgt.

Vielleicht kennen wir auch den einen oder die andere, die anders sind. Das kann Angst machen. Aus diesem Motiv heraus reagieren Menschen häufig mit Abwehr. Das geschieht nahezu reflexartig. Diese Abwehr bringt häufig Abwertung mit sich. Weiterlesen …

Rainer Maria Rilke starb vor 90 Jahren – Das Paradox: vom Defizit zur Kreativität – Vom Sohn der die Tochter ersetzen sollte, über den bindungsängstlichen jungen Mann zum frauenumschwärmten Dichter mit gewaltigem Tiefgang – (WehrWolter ww 218 – Hans Wolter)

Verdichtet: Von frühem Mobbing über  Identifikation mit Christus und der Unfähigkeit, mit Aggressionen umzugehen – Nähe-Distanz-Regulierung übers Schreiben. Heute wäre RMR ein Freund von Social-Media-Kommunikation. – Die Untiefen seiner Seele –Ein Ikarus im Gefängnis der Mutter – Enorme Selbstheilungskräfte – Rilkes Sehnsucht nach und Angst vor den Frauen – In der Militärschule gemobbt – Verwandlung von Schwäche in kreative Stärke – Ideen zur Produktivität des Künstlers …

Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr,
das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung;
und wollen sehen, dass wirs nehmen lernen,
ohne allzuviel fallen zu lassen von dem, was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen.
. . . Guten Neujahrsmorgen . . .
(Rainer Maria Rilke)

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Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag – Charlie Chaplin, der ewige Vagabund, starb am ersten Weihnachtstag im Alter von 88 Jahren fast so mysteriös wie Jesus (WehrWolter – ww 217 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten. Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.“ (Charlie Chaplin)

Charlie Chaplin war ein ganz besonderer Selfmade-Man. Wie so viele Stars startete er seine Karriere aus einer defizitären Ausgangslage. Zwischen dramatischer Kindheit und außergewöhnlichem Tod stieg er zum ersten Weltstar auf. Armut und Leid prägten die Kindheit der späteren Filmlegende Charlie Chaplin. Kurz nach seiner Geburt vor 127 Jahren am 16. April 1889 trennten sich seine Eltern. Seine Mutter zerbrach daraufhin an psychischen Problemen, während sich sein Vater zu Tode trank. Chaplin landete in London auf der Straße – und fand doch noch seinen Weg. Weiterlesen …

Träume sind Kunstwerke. Mit Material aus dem Gestern entwerfen sie im Heute ein mögliches, ein anderes Morgen – Träume regulieren unsere Bio-Psycho-Soziale Passung – (WehrWolter – ww 202 – Hans Wolter)

Träume sind Anreden, die eine Antwort erwarten. Sie wollen, dass wir uns mit ihnen beschäftigen, mit ihnen spielen, sie verstehen und ihre Fragen und Hinweise beantworten. Antworten heißt: bisher zu kurz Gekommenes, Ausgeschlossenes in unserem Leben berücksichtigen. Tun wir das nicht, ergreifen wir nicht die Chancen die sich uns bieten, bleiben wir zu sehr unter unseren Möglichkeiten, erkranken wir vielleicht auf Dauer.  

Auf diesem Hintergrund finde ich die These meines Kollegen Wolfgang Kämmerer zutreffend, dass Träume evolutionstechnisch auch den Sinn haben, uns helfen zu wollen. Träume drängen auf Veränderungen im Sinne der Bio-Psycho-Sozialen Passung. – Auf den Psychotherapietagen NRW haben wir uns u.a. fünf Tage mit Träumen auseinandergesetzt. Spannend finde ich die Idee, dass Träume eben auch nach vorne schauen.

(Das Titelbild von Dali „Traum, verursacht durch den Flug einer Biene um einen Granatapfel, eine Sekunde vor dem Aufwachen“ hat eine 24 stündige Facebook-Sperre ausgelöst. Unglaublich … aber wahr!)

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„Nur im Süden ist Rettung“- Begegnung mit André Heller. Vom neuen Roman und „Anima“, dem Garten des Zauberkünstlers & Poeten. – Heller Wahnsinn zwischen Wien und Marrakesch. – Sei Poet. Denn: es scheint, die Zeit heilt alle Wunder … (WehrWolter – ww 190 – Hans Wolter)

„Wahrscheinlich ist André Heller im Grunde ein Flüchtling“, schrieb Hans Magnus Enzensberger einmal über den Verwandlungskünstler, „auf die Vertreibung aus dem Garten Eden reagiert er dadurch, dass er sich seine eigenen Paradiese erfindet.“

Davon sang er schon in den achtziger Jahren. Bei unserem Treffen in Wien sprach ich ihn auch auf mein Lieblingslied von ihm, „Sei Poet“, an. Dazu meinte er nur nüchtern, das sei doch schon „hundert Jahre her“. Heute entwirft er Paradiese handfest. Aktuell drückt er sich in „Anima“ (Seele), seinem Traumgarten in Marrakesch ganz konkret und materiell aus. Heller machte auf mich einen weisen und gelassenen Eindruck, als ich ihn im auslaufenden September an einem schönen Herbsttag in Wien traf. Ab und zu müsse er nach der Mutter schauen, die mit ihren 101 Jahren schon in die Nähe einer Scheherazade rückt.

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Bananenpolitik – „Vom autoritären versus dem liberalen Traum“ – Ausstellung zu politischen Bildern von Thomas Baumgärtel. – Aufruhr um Erdogan’s Po-Banane – Auftakt mit Jürgen Beckers Überlegungen zu Politik, Kunst und der Radikalisierung in Deutschland – (WehrWolter – ww 188 Hans Wolter)

Mein alter Kommilitone Thomas Baumgärtel hatte mich zu seiner Vernissage „Politische Bilder“ in die Räume des Kunstvereins Langenfeld eingeladen. Immer noch dieselben Bananen? … dachte ich bei mir. Dann sollte aber auch noch der Kabarettist Jürgen Becker kommen und einen einführenden Beitrag auf die Bühne bringen. Mit ihm verbindet mich auch eine gemeinsame Vergangenheit. Wir liegen nur ein Jahr auseinander und sind damals beide in Köln-Widdersdorf aufgewachsen. Auf seinen lustigen aber auch scharfsinnig pointierten politischen Vortrag gehe ich später auch noch einmal ein.

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Karl Lagerfeld auf den Pariser Haute-Couture-Schauen: KL ist ein genialer Marken-Künstler, der die Grenzen zwischen Realität und Vision verschwimmen lässt. – Er zeigt, wie frau sich inszenieren kann – Mächtig. Mager. – KL entlastet Frauen vom Selbst-Vorwurf der selbstverliebten Zurschaustellung – (WehrWolter – ww 170 – Hans Wolter)

„Fehler im Aussehen entstehen, weil viele das tragen, was sie meinen tragen zu müssen, und nicht das, was sie tragen möchten.“ (KL)

Meine psycho-logische These zum Phänomen und „Gesamtkunstwerk“ Karl Lagerfeld ist, dass er die Frauenwelt nicht nur mit raffinierten Kreationen beglückt, indem er etwas verstofflicht, was vorbewusst schon lange gewünscht wurde und wird, sondern, dass er sie vor allen Dingen auch psychisch entlastet. Er gibt ihnen so etwas, wie: Die Lizenz zur Selbstinszenierung. Das wurde mir auf der ihm gewidmeten Ausstellung „Modewelten“ in der Bundeskunsthalle Bonn klar. Aktuell inszeniert er seine Mode wieder in Paris. Neu ist die Betonung des Zusammenspiels von Handwerk und Kunst. Weiterlesen …

Gefangene Geheimnisse – Imprisoned Secrets – Art Brut und Outsider Art vs. Art Culturel – Gefangene Seelen in Psychiatrie, Gefängnis & Forensik – Zur Psychologie des Geheimnis – Förderung von Mentalisierung und Selbstwertregulation bei Straftätern – Einblicke in die aktuelle Bonner Ausstellung von Cony Theis – (WehrWolter – ww 159 – Hans Wolter)

 „I have come to realise that I meyself am the greatest secret“ (O.G.)

Es war eine nicht alltäglichen Ausstellung des LVR-LandesMuseum Bonn, die ich gerne einmal kurz vorstellen möchte. Als Psychologe interessiert mich natürlich besonders die Schnittstelle zwischen Psyche und Kunst.

Kurzüberblick zu meiner Darstellung der „Gefangenen Geheimnisse“:

  • Psyche funktioniert kunstanalog
  • Ein Kunstprojekt im Maßregelvollzug
  • Manchmal trage ich sehr schwer daran, wenn die Geheimnisse bei mir deponiert werden
  • Psychotherapie und Psychiatrie ohne Geheimnisse wäre Psychotechnik und oberflächliche Verhaltensmodifikation.
  • Geheimnisse, von denen niemand wissen soll, sind paradoxerweise jedem bekannt, da sie jeder in sich trägt.
  • Gefangene Geheimnisse befreit
  • Künstlerische Arbeit als Anregung: Innerseelisches zu symbolisieren, über Intentionen und Gefühle zu reflektieren und mentalisieren.
  • Positive Auswirkungen auf die Prävention delinquenter Verhaltensweisen

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Bob Dylan: der Poet wird 75. – Auch BAP gratuliert Bob – Die Folklegende entzieht sich jeder Kategorisierung, indem er immer wieder mit dem Erreichten bricht. Hier zeigt sich ein radikal gelebter Individualismus, der sich niemandem unterwirft. – (WehrWolter – ww 158 – Hans Wolter)

,Das ist Bob Dylan, und ich bin nur Präsident der Vereinigten Staaten.‘ (Obama)

Als ich in den 70ern begann Gitarre zu spielen, gehörte „Blowin‘ in the Wind“ zu meinen absoluten Favoriten. Die Hymnen der Hippi- und Friedensbewegung sangen wir mit großer Leidenschaft. Seine Texte fand ich brillant. Seine Stimme war mir zu hoch. Da gefiel mir der Haudegen Johnny Cash besser. Die zwei kann man natürlich schwer vergleichen. Auch wenn sie beide teilweise Lieder der Hobos und Railway-Romantik sangen, waren sie doch vom Typus diametral entgegengesetzt. Cash stand für gleichbleibende, verlässliche Bodenständigkeit. Dylan war ein Verwandlungskünstler. Lange bevor Madonna und Lady Gaga mit Identitäts-Metamorphosen zu spielen begangen.

„Wenn Bob wirklich mal den Literaturnobelpreis bekommt, dann kann das heiter werden. Ich sage nur: Preisverleihung 2012, als Barack Obama ihn fürs Lebenswerk ehrte. Das war ganz großes Kino. Bob ist nun mal absolut kein Rampenlicht-Mensch. Manchmal setzt er sogar zu einer Rede an, stammelt zwei Wörter und huscht wieder von der Bühne. Das ist schon chaplinesk“ (Wolfgang Niedecken)

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Prince – „Ein starker Geist transponiert Regeln“ – “A strong spirit transcends rules” – „Die Welt trauert um einen virtuosen Musiker & mitreißenden Künstler“ (Barack Obama, USA) – Der kleine Prinz als großer Selbstvermarkter – TAFKAP: Einer der vielseitigsten und wandlungsfähigsten Künstler. – (WehrWolter – ww 144 – Hans Wolter)

Heute hat die Welt ein Symbol verloren

 

„Today, the world lost a creative icon.“ (Barack Obama)

„Er hat die Welt verändert. Ein wahrer Visionär. Was für ein Verlust. Ich bin am Boden zerstört.“ (Madonna)

„Sein Talent war grenzenlos. Er war einer der einzigartigsten und spannendsten Künstler der letzten 30 Jahre.“ (Mick Jagger)

 

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Kleine Prinzen haben es meist schwer

 

Prince war zwar mit 158 cm eher unauffällig klein, aber im Musikgeschäft war er einer der Größten.

Prince, ein hoffnungsvoller Name, den sein Vater, Halbitaliener, Jazzpianist John Lewis Nelson ihm am 07. Juni 1958 in Minneapolis gegeben hatte. Kleine Prinzen haben es meist schwer. So sollte er einerseits den Traum seines Vaters erfüllen, andererseits warf der Vater ihn viel zu früh aus dem Haus, nachdem die Eltern sich getrennt hatten. Im Alter von 12 Jahren flüchtete er vom Stiefvater zurück zu seinem leiblichen Vater, der ihn zwei Jahre später auf die Straße setzte. Dazu später mehr.

Der Tod des Popstars Prince hat in Amerika und mittlerweile weltweit Trauer ausgelöst. Derweil mehren sich Stimmen, ob nicht auch Drogen eine Rolle beim Tod des Künstlers gespielt haben könnten. Die Obduktion des Leichnams wird Aufklärung bringen. Weiterlesen …

Köln ist dada!? Nicht nur im Karneval. Vom Stadtarchiv über die Domplatte zum Opernhaus. Was haben Böll, Hans Arp und Konrad Beikircher gemein? – Genese Dada. Mit 100 Jahren: Hochaktuell! – „Ja, Ja“: eine Protestbewegung gegen die europäischen Grenzschließungen im I. Weltkrieg. – Aber mal ehrlich: sind wir nicht alle ein bisschen dada? (WehrWolter – ww 115 – Hans Wolter)

„Dada hat Schwingen, die gewaltiger als hundert Urwälder sind.“ (Hans Arp)

„So, So!

Vier Maurer saßen einst auf einem Dach.
Da sprach der erste: „Ach!“
Der zweite: „Wie ists möglich dann?“
Der dritte: „Dass das Dach halten kann!!!“
Der vierte: „Ist doch kein Träger dran!!!!!!“
Und mit einem Krach
Brach das Dach.

(Kurt Schwitters)

 

Köln kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Erde tat sich auf. Das Stadtarchiv viel rein. Keiner will’s gewesen sein. Arsch schief. Oder: Köln ist halt die nördlichste Stadt Italien, wie Konrad Beikircher sagen würde. Der lädt übrigens am Sonntag zum „Kölsch-Dada-Treffen“ ins Schloß Eulenbroich ein (s.u.) Zurück zur römischen Kolonie. Beim Opernhaus will man gerne mit im Chor der Großen spielen. Also verdoppelt man kurzer Hand die – zunächst in Aussicht gestellten – Baukosten. Wenn der Bürger sich beschwert, verweist man gelangweilt großkotzig auf den Berliner Flughafen oder die Elbphilharmonie.

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Wenn Albert Einstein immer pünktlich zum Essen gekommen wäre, dann wäre er zwar relativ satt geworden, aber … – gäbe es dann schon: 100 Jahre Relativitätstheorie? (WehrWolter – ww 89 – Hans Wolter)

25. November 1915 – Albert Einstein stellt eine Theorie vor, die ihn „relativ“ berühmt machte.

„Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und die Deutschen, ich sei Jude.“(Albert Einstein)

Wuschelhaariges Genie mit herausgestreckter Zunge, humorvoller Charismatiker, Pazifist, Geiger, größter Denker und berühmtester Naturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts – Albert Einstein und die vielen Bilder, die wir uns von ihm machen, sind längst Teil der Popkultur geworden. Kaum einer weiß, dass der exakte Naturwissenschaftler häufig zu spät kam.Oder, dass er ab und zu gerne dichtete. Es gibt auch viele Lebensweisheiten und Zitate von ihm. Wie z.B.:

„Geniale Menschen sind selten ordentlich. Ordentliche selten genial.“

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Bei meinen Recherchen habe ich auch sein relativ unbekanntes Gedicht von der ausgestreckten Zunge finden können, womit ich meinen Beitrag abschließen werde.Ich werde weniger von der Relativitätstheorie vorstellen, dafür ein wenig mehr der Frage nachgehen: Was war der kleine sympathisch wirkende Mann für ein Mensch?

Unvorstellbares denken. Wer traut sich das noch?

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Karl Lagerfeld gibt Frauen die Lizenz zur Selbstinszenierung. – SelbstGeliebte Verstofflichung zwischen Mozart, Napoleon, Goethe und Nietzsche. (WehrWolter – ww 59 – Hans Wolter)

Karl Lagerfeld, ein Perfektionist, der heute ungefähr 80 Jahre alt wird. Seine „MODEMETHODE“ ist Inhalt der gleichnamigen Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle. Hier konnte ich mir – unterstützt von einer ausgezeichneten Fachführung – ein eigenes Bild zur Persönlichkeit, zum Phänomen KL, machen. Meine psycho-logische These zum Phänomen und „Gesamtkunstwerk“ Karl Lagerfeld ist, dass er die Frauenwelt nicht nur mit raffinierten Kreationen beglückt, indem er etwas verstofflicht, was vorbewusst schon lange gewünscht wurde und wird, sondern, dass er sie vor allen Dingen auch psychisch entlastet. Er gibt ihnen so etwas, wie:

Die Lizenz zur Selbstinszenierung.

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Mit Mode können wir eine Zugehörigkeit signalisieren. Zentraler scheint mir aber der Aspekt, dass wir uns als besonderes Individuum – als Einzelstück – präsentieren können. Eigentlich wollen wir ja alle Einzig-Artig sein und kommen mit diesem natürlichen Anspruch auf die Welt. Wenn es gut läuft, können wir die Prinzen- & Prinzessinnen-Rolle auch einige Jahre in der Kindheit genießen. War es so, wollen wir es weiter und immer wieder so. War es nicht so, wollen wir es nachholen. Kleidung kann dabei helfen. Frauen legen hier einen herausragenden Wert auf stoffliche Ver-Besonderung. Vor allen Dingen bei der Spezies Mensch. Im Tierreich ist häufig der Mann bunter, schriller, auffallender..

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Wenn ich mich aus der Masse hervorhebe, kann ich aber auch den Schutz der Gemeinschaft verlieren. Auf der Bühne kann ich schnell Buhrufen wegen vorgeworfener Eitelkeit, Egoismus, Narzissmus etc. ausgesetzt sein. Auch wenn das Publikum hier hauptsächlich von solch verpönten und in unserer Kultur tabuisierten Affekten, wie Neid & Eifersucht getrieben ist, kann dies uns sehr verletzen. Soll es ja auch. Wir sollen dann wieder zurück in die Uniformierung, zurück ins Glied gehen. Sind wir weniger von diesen „niederen“ Affekten getrieben, können wir die Menschen auf der Bühne auch bewundern. So schmücken sich viele Männer beispielsweise gerne mit hübschen Frauen. Oder wir jubeln Mick Jagger und Michael Jackson zu, auch wenn sie auf der Bühne geradezu masturbieren. Der alte Sigmund Freud wies schon darauf hin, dass Narzissmus häufig toleriert wird, wenn die Gemeinschaft etwas davon hat. Über einen Christiano Ronaldo wird zwar gelästert, aber für seine Tore wird er gewertschätzt – fast – geliebt.

In unserer christlichen Kleidungstradition war Stolz lange Zeit verpönt.

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Messi, der Einstein Barcelonas, wird Europas Fußball-König. – Was macht den Unterschied? – FLO(h)W: Nicht nur für Fußballer.

Der kleine 28-jährige Argentinier, den seine Freunde vom FC-Barcelona liebevoll „Floh“ nennen, beißt sich bei der Wahl zum besten FußballSpieler des Kontinents wieder gegen GroßMund Suarez und Goliath Ronaldo durch. Zum dritten Mal Europas Bester, viermal WeltBester. Was macht den Unterschied? Ich denke, er ist ein KÜNSTLER. Künstler verstören zunächst, um dann neue Ver-Bindungen zu schaffen. PerspektivWechsel. Das hat etwas von einem Magier, der aus tiefen unbewussten Quellen schöpft. Ein Perlentaucher, der an der Luft den Ball und häufig auch seine Gegenspieler mit seinem ZauberFuß verwandelt. Besonders ist hier: seine GELASSENHEIT. Eine Gelassenheit, wie wir sie auch vom schnellsten Mann der Welt – Usain Bolt – und manch anderem „Gott“ kennen. Ab und zu gibt es diese Einsteins, für die andere Relativitäten gelten. Was lernen wir daraus? Der Kontakt zu unserem „inneren Kind“ und Begeisterung sind die besten LehrMeister!

Anhand der Psychoanalyse und der aktuellen Hirnforschung versuche ich Messis Geheimnis nachfolgend aus wechselnden Perspektiven zu betrachten. Hierbei orientiere ich mich an Überlegungen, die ich auszugsweise in zwei Texten hier auf (http://www.WehrWolter.com) schon einmal entwickelt und veröffentlicht habe.

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Lionel Messi traumwandelt in Einsteins Schuhen – Was können WIR von ihm lernen? – (WehrWolter – ww 22 – Hans Wolter)

Gute FußWerker sind alle Spieler, die sich auf hohem Liganiveau über den Rasen bewegen. FußKünstler sind wenige. Der kleine Lionel Messi ist derzeit der Größte. Was macht ihn zum Magier, zum Künstler?

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„In der zweiten Halbzeit waren die beiden Teams gleich stark. Aber dann beschloss Lionel Messi, das Spiel zu gewinnen“ kommentiert sein früher Mitspieler Thierry Henry den Verlauf des Champions-League-Halbfinalspiels des FC Barcelona gegen den FC Bayern München am 6. Mai 2015 im Camp Nou. Messi schoss in der 77. Minute ein absolut unerwartetes Tor aus dem Hinterhalt. Nur drei Minuten später schlenzt er den Ball so brillant an Boateng vorbei, um ihn elegant, fast lässig über Neuer ins deutsche Tor zu zaubern. Man muss sich diese David-Goliath-Szene noch einmal vergegenwärtigen: Der kleinste Mann des Platzes schafft das Kunstwerk, den Ball über den größten Mann des Platzes so zu lupfen, dass dieser sich hinter dem weltbesten Torwart wieder senkt und fast fröhlich ins Tor tropft. Da stehst du als Zuschauer mit offenem Mund, nur noch staunend daneben. Dass hier ein absolutes Ausnahmetalent spielt, erkennen alle Beteiligten neidlos an. „Die Klasse von Messi ist einzigartig“ sagt unser Welttorwart Manuel Neuer im Anschluss bewundernd. Weiterlesen …