Tag Archives: Lukas Podolski

Tschö Poldi: Einer der großen Kölner Söhne hätte Dir ins Poesiealbum geschrieben: „Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke“ 100 Jahre Heinrich Böll – 130 Länderspiele Lukas Podolski – Lebensfreude trifft Melancholie – (WehrWolter – ww 236 – Hans Wolter)

Das Bild des Clowns bringt Poldi und Böll in einer ambivalenten Figur zusammen. Lebensfreude und Melancholie machen die Tiefe und den Charme Kölns aus.

Zunächst zum Ball. Fußball ist für uns mehr als ein Ballspiel. Fußball ist ein großer Mutmacher in unserem Alltag. Neues Spiel heißt neues Glück. Es gibt keine Kleinen mehr. Fußball kann Spiegel unserer inneren Tragödien und Lustspiele sein. Jede Woche neu. Nahezu täglich. Brot und Spiele waren schon bei den Römern fast Religion. Sie vereinten, unterhielten und faszinierten das Volk. Selbst als Zuschauer geraten wir in große Gefühls-Bewegung. Gestandene Männer können sich weinend in die Arme fallen, schimpfen, lachen und Kind sein. Verbundenheit fühlen mit tausenden Anderen. Standesschranken fallen für das eine Ziel: Unsere Mannschaft!

Die Religion Fußball hat ihre Priester, Jünger und Heiligen.

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Danke Poldi – Lukas Podolski hat ein großes soziales Gespür, ein Talent für den richtigen Augenblick. Auf dem Platz. Abseits vom Platz. Vom Sommermärchen bis zum Rücktritt aus der DFB-Mannschaft – Niemals geht man so ganz: Prinz Poldi, der Social Jeck aus Köln – (WehrWolter – ww 179 – Hans Wolter)

Lukas Podolski hat ein großes soziales Gespür, ein Talent für den richtigen Augenblick. Auf dem Platz. Abseits vom Platz. So auch sein Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Er hat sich nicht drängen gelassen, sondern selbst den Zeitpunkt gewählt. Bei allem clowneskem Talent, er weiß wie die Menschen „ticken“. Natürlich konnte er auch brillant kicken. Er war Gefühlsspieler. Brachte man ihm Vertrauen, Hoffnung und Jubel entgegen, konnte er kurz antreten und die Kugel eiskalt ins Netz knallen. Keine Schönspielerei, sondern ehrliche kurze Prozesse. Fehlte ihm der innere Antrieb und die Anfeuerung von außen, konnte er auf dem Platz verschwinden. Trotz alledem: Prinz Poldi war, ist und wird es immer sein: eine feste Größe in Köln.

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