Tag Archives: Männer

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Bond, James Bond – Roger Moore R.I.P. – Was will der Mann, wenn nicht das eine? Manchmal: einfach nur spielen! – 007: Der vaterlose Held für vaterlose Söhne – (WehrWolter – ww 252 – Hans Wolter)

„Keiner macht es besser – in Liebe, Daniel“ Daniel Craig, der aktuelle James Bond zollt seinem Vorgänger Respekt. Die ganze 007-Familie trauert.

Der britische Schauspieler und James-Bond-Darsteller Sir Roger Moore ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Familie des Britten schrieb auf: „Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass unser geliebter Vater, Sir Roger Moore, in der Schweiz nach einem kurzen, mutigen Kampf gegen den Krebs verstorben ist.“

Roger Moore war für viele DER James Bond. Mir gefielen die alten Filme besser als die aktuellen. Da gab es noch den typischen smarten britischen Humor, den Moore unverwechselbar lebte. Die globalisierte Gleichmacherei tut meines Erachtens der Marke überhaupt nicht gut. Vielleicht gibt es durch den Brexit ja eine Rückbesinnung in neuem Zwirn? Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal über das Phänomen 007 geschrieben. Der Agent ist nicht nur ein Frauenheld. Da Männer für ihr Leben gerne spielen, gab es bei den englischen Agenten auch immer viel verrücktes Technik-Spielzeug. Da rettete Mann sich schon mal mit seiner Uhr oder mit Spezialeffekten im Schuhabsatz. Hierzu gleich noch ein wenig mehr. Zunächst noch einmal kurz zurück zum Helden. Weiterlesen …

„Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den Du hast!“ (Taryn Brumfitt) Dokumentarfilm „Embrace“: Plädoyer gegen den Schlankheitswahn, Body Shaminig & GNTM- Gedanken zur Psychologie der Körperwahrnehmung – (WehrWolter – ww 249 – Hans Wolter)

Aktuell startet der Dokumentarfilm „Embrace“ in den deutschen Kinos. Er ist ein engagiertes Plädoyer gegen den Schlankheits- und Jugendwahn der Gesellschaft und für die Vielfalt weiblicher Schönheit. Nach einer kurzen Vorstellung des Films mache ich mir einige Gedanken zum psychologischen Hintergrund der weiblichen Körperwahrnehmung.

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Weltmännertag – Zwischen Scham und Stolz – Aufgefächerte Männerbilder und die Sozialisation von Jungen heute – Überlegungen auf dem Düsseldorfer Männerkongress „Bindung und Sexualität“ – (WehrWolter – ww 201 – Hans Wolter)

Heute ist Weltmännertag. Das erfuhr ich zufällig in der Mittagspause. Da müsste ich eigentlich auch etwas zu schreiben. Wobei, ich hab doch gestern gerade erst einen Beitrag über den Traum begonnen? Egal, der kann ein wenig warten. – Männer sind anders. Frauen auch. Und das ist gut so. Dazu habe ich ja bereits im letzten Sommer einen Text gebloggt der auch der Start eines geplanten Buches darstellt. Diese Ideen will ich jetzt allerdings hier noch nicht aufgreifen. Stattdessen schreib ich jetzt einfach etwas von dem, was ich im September auf dem Düsseldorfer Männerkongress gehört und mitdiskutiert habe. Weiterlesen …

Geht von Männern mehr Gewalt aus, als von Frauen, von Terroristen mehr als von Bürokraten? – Oder zeigen sich die Aggressionen nur anders? – Von Mobbing, Seelenverletzungen, narzisstischen Kränkungen, subtiler & technokratischer Gewalt. – (WehrWolter – ww 126 – Hans Wolter)

„Es ist nicht nötig jemanden zu schlagen, um ihm wehzutun. Schweigen, Verrat, Verachtung, Gleichgültigkeit, Kaltherzigkeit tun weh.“ (Hexenkessel)
Inhaltlich gehe ich auf folgende Dinge kurz ein: Der Glanz im Auge der Mutter ist die halbe Miete zum Glück. Nur, gilt der Glanz uns oder unserer Leistung? Liebesentzug & Gleichgültigkeit sind Schläge auf die Seele. Sie können uns mehr verletzen, als vordergründige Gewalt. – Wieso sind Mütter häufig mächtiger als Väter? – Wie funktioniert Mobbing und wie können wir uns wehren? – Die neuen Rechten bewegen sich mit ihrem Cyber-Bashing geschickt an der Grenze zur Straftat. – Vom Drama des begabten Kindes, dem falschen Selbst, labilem oder gesteigertem Selbstwertgefühl.
Mobbing

Ausgangspunkt für meine Texte kommen häufig aus dem Tagesgeschehen und dem was mir zufällt. Heute sah ich diesen Post bei Facebook zu dem ich Stellung beziehen wollte. Als es immer mehr wurde, machte ich schließlich diesen Beitrag für meinen Blog daraus.

Es ist nicht nur die, häufig männliche, offensichtliche Gewalt die uns verletzt. Schon Eltern können ihre Kinder, häufig subtil, viel stärker über den sogenannten „Liebesentzug“ oder die Abwertung strafen. Die Wunden auf der Seele bemerkt der Sportlehrer am Montag in der Schule nicht. Aggression & Destruktion machen nicht Halt an den Grenzen: der Geschlechter, Kulturen, Staaten, Nachbarn & Familien. Narzisstische Verwundungen vollziehen sich häufig im Verborgen. Beispielsweise Mobbing, üble Nachrede, dauerhaftes Ignorieren des Anderen, haben alle einen gemeinsamen Plan: unliebsame Menschen, Rivalinnen, Konkurrenten usw., so zu vergiften, dass die Täterin, der Täter scheinbar unschuldig bleiben.

 

Mobbing? – Raus aus der Opferrolle!

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Frauen sind anders. Männer auch. – Auch in der Körperwahrnehmung. – Von dicken Tränen, Heidi Klum, Germany’s next Topmodel und dem Triumphgefühl der Magersucht. – (WehrWolter – ww 66 – Hans Wolter)

Der Körper wird der Scharfrichter der Seele (Jean Paul)

Am Wochenende hab ich mich satt ins Fettnäpfchen gesetzt. Während eines Geburtstagsessens witzelte ich immer mit meiner, bis dahin unbekannten, Tischnachbarin, dass wir uns nicht zu viel am Buffet holen, damit wir noch am jeweils anderen vorbei kommen. Vielleicht lag es auch etwas am guten Rotwein, dass ich in meiner humorigen Art, zur fortgeschrittenen Stunde, zu ihr lachend sagte: „oh, da kommt ja wieder die dicke Sauerländerin“. Die Frau war schlank, sympathisch und … geschockt. Auf der Tanzfläche belehrte mich meine Frau, dass ich so etwas einer Frau nie, nie sagen könnte. Okay! Ich bin kein Freund des Kategorischen, glaube auch dass es einen Unterschied macht, ob sich das in einer Beziehung entwickelt oder hinten rum passiert, aber irgendwo scheint sie richtig zu liegen.

Beide sind eitel. Aber anders eitel. – Beide streben Autonomie und Macht an. Aber anders

Das muss ein extra Kapitel in meinem MännerFrauenBuch bekommen. Frauen sind anders. Männer auch. – Z.B. in der Körperwahrnehmung. Beide sind eitel. Aber anders eitel. Frauen nehmen meist ihren Körper wesentlich deutlicher wahr und können hier auch recht streng mit sich sein. Männer auch. Aber anders. Dass Frauen irgendwie bewusster in ihrem Körper stecken, schützt sie allerdings nicht davor, dass sie Probleme auf ihren Körper verschieben. Unbewusst. Fühlt sich eine Frau z.B. in einer sozialen Situation nicht wohl, kann sie es auf ihren Körper projizieren. Daher ist der Anteil der Essstörungen, als Ausdruck psychischen Unwohlseins, bei Frauen deutlich höher als bei Männern. Bei Männern überwiegen auf der anderen Seite z.B. die harten Suizide. Männer haben auch statistisch eine geringere Lebenserwartung. Weiterlesen …

LichtGestalten im Schattenreich – Stirb und werde! – Fußball? Ganz großes Kino unserer AlltagsKultur! (WehrWolter – ww 48 – Hans Wolter)

Ich liebe Fußball. Auch deshalb, weil es sich hier nicht nur intensiv fühlen lässt, sondern weil wir hier ganz großes Kino geboten bekommen. Ein Bühnenspektakel, von der Qualität – alter oder neuer – griechischer Tragödien.

Beim Fußball können wir mit Brüdern, Söhnen und Vätern raufen, lieben, lachen & weinen.

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Mein alter Freund Johann Wolfgang G. aus W. würde dazu sagen:

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Heute lese ich in der Zeitung, dass der FC-Bayern seinen ersten Titel gewonnen hat. Das bringt mich schon zum Schmunzeln. Wäre ich Stefan Raab, würde ich jetzt einen

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Song mit dem Titel: „Who the fuck is Audi Cup?“ rausbringen und natürlich gewinnbringend vermarkten. Weiterlesen …

Männer jagen gern im Rudel. Katzen pflegen gut ihr Selbst. (WehrWolter -ww 44- Hans Wolter)

Sitze in einem kleinen beschaulichen italienischen Städtchen, unterhalb der Toskana, wo Umbrien und Lazio sich treffen und beginne mein Gedanken über das Leben der Männer und Frauen niederzuschreiben. Es geht um einen unterschiedlicher Modus des In-der-Welt-Seins. Hierzu habe ich in den letzten Wochen und Monaten, eigentlich Jahren, ein Füllhorn von Ideen, Ansätzen und Beobachtungen gesammelt. Wann sollte man das alles einmal zu Papier bringen? Ich muss ja, dummerweise, auch noch Geld durch mein TageWerk verdienen. Da nehme ich mir ein Beispiel an Sigmund Freud. Der hat immer nachts geschrieben und tagsüber therapiert. Wenige von uns haben den Luxus, den einer wie Johann Wolfgang G. hatte. Der wurde von seinem Landesfürsten gut ausgehalten. Egal, ob er Verwaltungsarbeit erledigte, sich in Italien rumtrieb, Gedichte verfasste oder seine naturwissenschaftlichen Studien betrieb. Diese Rahmenbedingungen fehlen nicht nur mir, sondern den meisten von uns. Also gilt es, dem Alltag immer ein wenig Zeit abzuringen. Als Vater und Ehemann hat man ja auch noch andere Prioritäten. Aber, ich bin zuversichtlich, dass das klappt, mit meinem Buch. Ich habe ja keinen Zeitdruck. Der einzige Druck ist meine eigener Drang zum Aus-Druck, mich mitzuteilen. In diesem Urlaub lautet mein Motto: „die Zeit, in der ich normalerweise lese, kann ich auch zum Schreiben nutzen!“ Gerade klappe ich mein kleines Notebook unter einer Eiche am Lago di Bolsena aus. Aller Anfang ist besonders. Eben hab ich mal eine erste grobe Gliederung vorgenommen, um die Vielzahl meiner bereits durchdachten Ansätze zu dieser Thematik in eine für den Leser nachvollziehbare Ordnung zu bringen. Ich leg mal einfach los:

 

 

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Kapitel 1.: Männer sind anders. Frauen auch.

Das ist gut & fruchtbar.

Ausgangspunkt meiner Überlegungen ist meine Verwunderung darüber, dass an den deutschen Universitäten einerseits mittlerweile mehr Frauen als Männer studieren, andererseits die Anzahl der Frauen, die einen Lehrstuhl besetzen, erstaunlich gering ist. Nehmen wir das Beispiel Köln, die Stadt in der ich lebe, arbeite und viele Jahre studiert habe. Hier sind mittlerweile, sogar an der naturwissenschaftlichen Fakultät, über 50% Studentinnen. Medizin studieren derzeit ca. 60% Frauen. Warum? Weil sie im Schnitt einen besseren Numerus Clausus mitbringen. Was schätzt Du, wieviel Professorinnen es hier gibt? Hierzu habe ich viele, viele Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Lebenskontexten befragt. Viele schätzen die Zahlen erstaunlich richtig ein. Hierzu hat jeder so seine Erklärungsansätze. Weiterlesen …

Affen(Titten?)Geil. Der EndKampf. – Warum MännerFußball 1fach emotionaler ist. (WehrWolter – ww 25 – Hans Wolter)

Affen jagen gern im RudelKatzen pflegen gut ihr Selbst.

Meinem Ziel, ein anerkannter WahrSager zu werden, komme ich immer näher. Schon bevor Bayern sich den Titel in der Bundesliga sicherte, sagte ich voraus, dass diesmal der Kampf am TabellenEnde interessanter wird. Das war zu der Zeit, als Dortmund Tabellenletzter war und ich mit einer griechischen Tragödie um Jürgen Klopp rechnete. Gut, falsch lag ich da nicht. Der BVB ist vom 18ten, also letzten Platz der Liga wieder aufgestiegen. Hat die Bayern aus dem DFB-Pokal geworfen. Mit einem der spektakulärsten EndKämpfe, die es je bei einem international beachteten Spiel gegeben hat. Die Elferschützen von Guardiola fielen reihenweise um. Wie die Fliegen. Nicht einer der vier Weltklassespieler, allen voran Käpt’n Lahm, konnte einen Elfmeter verwandeln. Wann hat es so etwas schon einmal gegeben. Nebenbei noch einmal erwähnt: „Geld schießt keine Tore. Selbstbewusstsein alle.“ So titelte ich vor einigen Monaten. Hier in meinem Blog. Mit etwas Glück, holen die Söhne nächstes Wochenende noch den Pokal für ihren großen charismatischen Vater.

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Fußball war immer schon ein Spiel der Männer. Tabu der Homosexualität.

Nach meiner Einschätzung geht es hierbei zentral um Varianten der Vater-Sohn-Dynamik. Es gibt auch Psychologen, die die Auffassung vertreten, dass es hier um so etwas wie MännerLiebe geht. Das würde ich unterschreiben. Nicht im konkretistischen, also enger sexuellem Sinne. Nebenbei gesagt: daher ist Homophobie so ein großes Thema im Fußball. Genauer gesagt: das Tabu der Homosexualität ist im Fußball deutlich signifikant größer, als in der RestKultur. Weiterlesen …