Tag Archives: Medizin

Eine wehrhafte und zugleich bewegliche Psyche ist die stärkste Waffe gegen Krankheit – Gedanken zum Weltkrebstag – Fakten und Ideen werden häufig durcheinander geworfen – Nicht nur bei Trump – (WehrWolter – ww 227 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Weltkrebstag – Der Einfluss der Psyche wird nach wie vor noch unterschätzt – Der Körper beginnt zu sprechen, wenn wir die Gefühlssignale überhören – Fallbeispiel mit negativem Ausgang – Fallbeispiel mit positivem Ausgang: Krebs kränkt auch die Seele – Wehren lohnt sich – Auch gegen Ärztefehler. Brustkrebs – Behandlungsfehler endet fast tödlich – Sybille Hauser-Gaulke hat es geschafft – Raus aus der Opferrolle!

„Die eigentliche Ursache des Leids liegt in unserer Unwilligkeit, Tatsachen als reelle Tatsachen und Ideen als bloße Ideen zu sehen, und dadurch, dass wir ununterbrochen Tatsachen mit Konzepten vermischen. Wir tendieren dazu, Ideen für Tatsachen zu halten, was Chaos in der Welt schafft“(Paul Watzlawick)

Jede dritte Frau und jeder zweite Mann erkranken im Laufe des Lebens an Krebs. Die meisten nach dem 65. Lebensjahr. Keiner ist vor der Krankheit gefeit. Aber jeder kann sein Risiko senken.

Weiterlesen …

„Vergesst das Lachen nicht“ Guido Westerwelle – Der frühe Tod ist immer eine Mahnung an uns: Leben wir so, dass wir morgen gehen könnten? Große Helden sterben früher: „Ich habe viel erlebt, viel gesehen und habe nichts versäumt“ sagt er in seinem Buch: „Zwischen zwei Leben“ – (WehrWolter – WW137 – Hans Wolter)

In der letzten Woche musste ich zwei Beerdigungen beiwohnen. Zwei Männer, Familienväter, Freunde, die viel zu früh (52 und 58 Jahre) aus dem Leben gehen mussten. Krebs. Als wir am Samstag meinem Freund Reza Sadr die letzte Ehre erwiesen, führte unser langer Trauerzug, auf der „Millionenallee“ des Kölner Melatenfriedhofs, auch am Grab von Guido Westerwelle vorbei. Er wurde eine Woche früher hier beerdigt. Er starb auch viel zu früh. Im Alter von 54 Jahren. In der Nähe seines Grabes beerdigten wir vor neun Jahren meinen Freund Jürgen Grohsgart, der auch nur 52 Jahre alt werden durfte.

Guido Westerwelle war mir in seinem aktiven Politikerleben nicht auf Anhieb sympathisch. In seinen engagierten Auftritten bekam ich ihn weniger als Mensch mit. Er wirkte auf mich zunächst kühl, distanziert, zu kopfgesteuert, zu pflichtbewusst. Westerwelle hatte wie kaum ein anderer Politiker polarisiert. Er gewann für mich an Tiefe und Menschlichkeit, als er sich mehr zeigte, als er sich zu seiner Homosexualität bekannte. Als Außenminister wirkte er auf mich nicht ganz so glücklich, weil ich ihn als zu wenig geerdet in dieser staatstragenden Rolle erlebte. Was mir besonders gefiel, war seine Wortgewandtheit in Auseinandersetzungen.

 Westerwelle4

„Die Persönlichkeit Guido Westerwelle hatte viele Facetten – am wenigsten entsprach er dem Bild, das öffentlich von ihm gezeichnet wurde. Er war empfindsam, sensibel und unglaublich fürsorglich.“ (Wolfgang Kubicki)

  Weiterlesen …

Der Faktor Mensch – Radikal kann sich unser Leben verändern. Jeden Moment. Wie bei Michael Schumacher am 29.12.2013 – Versagen ist menschlich. Bei uns, bei Piloten und auch bei denen, die wir gerne als Götter in Weiß sehen möchten. (Hans Wolter / WehrWolter – WW 106)

„Heute ist morgen schon gestern, deshalb sollte man so leben, dass man sich an heute gern erinnert.“  (Sprichwort)

Am 29. Dezember 2013 erlitt der 44-jährige Michael Schumacher ein schweres Schädel-Hirn-Trauma bei einem Ski-Unfall im französischen Meribel. Er war mit seinem Sohn und Freunden unterwegs. Von der gut präparierten Piste ist er wohl abgewichen, um – so die Vermutung – einem gestürzten Kind zu helfen. Dabei stürzte er über einen Felsbrocken und schlug dann mit dem Kopf auf einen weiteren Felsen auf.

Schumacher4

Es ist möglich, dass er den Felsen, der ihn in die Luft katapultierte, gar nicht sehen konnte, da zuvor Neuschnee gefallen ist. Der erfahrene Formel-1-Pilot sei auf Leihskiern unterwegs gewesen, dessen Bindung sich beim Unfall nicht löste. Sein Helm sei beim Sturz zerbrochen, was wohl seinen sofortigen Tod verhindern konnte. Ein Helikopter sollte ihn ins Krankenhaus bringen. Noch während des Fluges kollabierte er und musste nach einer Notlandung sofort intubiert werden.

Menschliches Versagen macht auch vor den Göttern in Weiß nicht Halt

Mir erzählte hierzu aktuell ein Anästhesist einer renommierten Kölner Klinik, dass der Verlauf Schumachers Verletzungen wahrscheinlich deutlich besser gewesen wäre, wenn er nicht so prominent gewesen wäre. Der extra eingeflogene Professor habe wohl den Fehler gemacht, dass er den Intubationsschlauch irrtümlich in die Speise- statt in die Luftröhre eingeführt hätte. Damit sei Schumachers Gehirn zu lange nicht mit Sauerstoff versorgt worden. Dies könnte für seinen jetzigen Zustand verantwortlich sein. Der Arzt sei entweder zu aufgeregt oder ungeübt gewesen. Ein renommierter Professor hat nicht unbedingt mehr die Alltagsroutine. Wäre uns das passiert, wären wir wahrscheinlich „normal“ versorgt worden und damit heute besser dran.

Darüber spricht keiner. So etwas wird offensichtlich – wenn es sich denn  tatsächlich so ereignet hat – totgeschwiegen.Hierzu liest man keine Veröffentlichungen. Anschließend an die Intubation wurde Schumacher in einem Klinikum in Grenoble notoperiert. Seitdem liegt er auf der Intensivstation. Bis heute gibt die Familie keinerlei Auskünfte über seinen Gesundheitszustand. Sabine Kehm, die Schumacher-Sprecherin, nach außen die einzige Stimme der Familie, dementierte in BILD die Aussagen der BUNTEN, dass der ehemalige Rennfahrer wieder gehen könnte: „Leider werden wir zu der Klarstellung gezwungen, dass die Behauptung, Michael könne wieder gehen, nicht den Tatsachen entspricht.“

Ärztefehler sind schwer nachzuweisen

Vor einigen Wochen berichtete mir ein junger Vater, dass seine kleine Tochter behindert sei. Nach der Geburt sei der Säugling blau angelaufen. Man schloss daraus, dass das Gehirn mit Sauerstoff unterversorgt sei. Weiterlesen …