Tag Archives: Moral

Krass, konnte Günter Grass sein – 90 wäre er heute geworden– Der streitbare Schriftsteller war anders – Im kleine Oskar mit der Blechtrommel, dem großen Nein-Sager, sehen wir einen charakteristischen Selbstanteil des nicht unumstrittenen Nobelpreis-Autors (WehrWolter – ww 275 – Hans Wolter)

„Erst als die immer schon Heimischen sich fremd genug waren, begannen auch sie in all den Fremden, die mühsam gelernt hatten, ihr Fremdsein zu ertragen, sich selbst zu erkennen und mit ihnen zu leben.“

Das sagte der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der heute 90 Jahre alt geworden wäre – in seinem letztem Buch: „Vonne Endlichkait“, an dem er bis zum letzten Tag seines Lebens geschrieben hat.

Bekannt wurde der streitbare und stets politisch aktive Schriftsteller mit seinem grotesk-satirischen Entwicklungs- und Zeitroman „Die Blechtrommel“ (1959) Zu diesem Buch habe ich eine besondere, eine persönliche Verbindung. Auf meiner AbiAbschlussfahrt mit dem Deutsch-LK, schaffte es unsere Lehrerin, die taffe Frau Zumpe, dass wir mit Volker Schlöndorff und seiner Frau Margarethe von Trotta, am Rande der Dreharbeiten in Danzig über das Werk diskutieren konnten. Dazu später ein wenig mehr.

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Bußgelder nur für die Kleinen? Die Untätigkeit der Bundesregierung im Abgas-Skandal ist ein weiterer Skandal. Klima-Verschlechterung: auch im Vertrauen der Bürger auf Recht und Ordnung – (WehrWolter – ww 264 – Hans Wolter)

Neulich bekam ich eine „Schriftliche Verwarnung mit Verwarnungsgeld“, weil ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit um wenige Stundenkilometer überschritten hatte. Einerseits ärgerlich, andererseits sehe ich es irgendwo auch ein, dass die Stadt dafür Sorge tragen muss, dass eine gewisse Ordnung eingehalten wird. Auch wenn es immer wieder Aktionen gibt, die ich mehr als Geldbeschaffungsmaßnahme ansehe, als dass sie wirkliche pädagogisch motiviert wären. Meine Grundbereitschaft in das Vertrauen auf Ordnung in unser Gemeinwesen wird allerdings in letzter Zeit zunehmend strapaziert. Weiterlesen …

Sommer-Märchen = gekaufte SCHEIN-Demokratie – Die moralischen Werte unserer Solidar-Gemeinschaft verkommen immer mehr zur Karikatur. – Blatter und Platini: Lebenslänglich – Regt sich Deutschland weniger über Steuer Flüchtlinge und Wirtschaftskriminelle auf als über Menschen in Not? – Adidas, VW – Was können wir uns auf „Made in Germany“ noch einbilden? – (WehrWolter – ww 74 – Hans Wolter)

Sommer-Märchen gekauft. SCHEIN-Demokratie. Die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 nach Deutschland war nach SPIEGEL-Informationen (16.10.15) mutmaßlich gekauft. Das Bewerbungskomitee hatte eine schwarze Kasse eingerichtet, die der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus heimlich mit 10,3 Millionen Schweizer Franken gefüllt hatte – damals 13 Millionen D-Mark. Franz Beckenbauer und Wolfgang Niersbach werden dies wahrscheinlich gewusst haben.

Adidas, VW – Was können wir uns auf „Made in Germany“ noch einbilden?

Tanz um das goldene Kalb Fußball. Warum regen sich viele in unserem Land weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß auf, als über Menschen in Not, die unsere Unterstützung suchen? Nach bisherigen Ermittlungen weiß man, dass Hoeneß UNS mehr als 30 Millionen € Steuern entzogen hat. Man geht davon aus, dass es über die Jahre verteilt noch deutlich mehr waren. Wieviel Flüchtlingsheime könnten wir davon bauen? Nebenbei bin ich der Meinung, dass unsere Bundeskanzlerin einen guten Job macht, mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein. WIR schaffen das. Natürlich müssen wir differenzieren. Auf Dauer müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen. In unserem Land. In der Welt. Es geht doch nicht an, dass einige Wenige, wie die Winterkorns, Blatters oder Hoenesse uns den ganzen Kuchen wegfressen.

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