Tag Archives: Nationalsozialismus

Der Bus ist voll. Wer bestimmt die Obergrenze? Gedanken- und Bilderreise: samstags in Puerto Plata (WehrWolter – ww 288 – Hans Wolter)

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ein kleines Abenteuer mit einigen großen persönlichen Gedankensprüngen beschreiben. Das Stück spielt in unserem aktuellen Urlaub in der Dominikanischen Republik und wird mit realen Fotos und Filmausschnitten unterlegt. Ausgehend von einer nicht alltäglichen Busfahrt, mache ich mir Gedanken über das unterschiedliche Funktionieren von sozialen Gemeinschaften. Hierbei vergleiche ich unterschiedliche Wert-Vorstellungen aus meiner subjektiver Wahrnehmung, der Perspektive eines weitgereisten Deutschen. Was uns wichtig im Leben ist, ist nicht unbedingt gleich. Wobei es auf der tieferen Überlebensebene sicher mehr Gleichheit auf der Welt gibt, als wir vielleicht zunächst vermuten würden. Nach einem gedanklichen Streifzug durch verschiedene aktuelle Erscheinungen wie: Beziehung, Erziehung, Flüchtlingskrise, Weitergabe von Traumatisierungen, bei uns auch noch aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Forderung von Obergrenzen, der Tendenz zum Kreisverkehr, Sinn und Unsinn von Phobien und den Folgen einer immer transparenter werdenden Welt-Gemeinschaft bei auseinanderdriftender Werte-Gemeinschaft, lade ich zu einer Bilderreise durch einen ganz normalen Samstag in Puerto Plata ein.  

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Mut & Geschick zur Führung: Konrad Adenauer – Macht im Dienste des Gestaltungswillen: Köln vor der NS-Diktatur, Deutschland zurück zur Demokratie, hin zu Europa – Versuch einer persönlichen Einschätzung – (WehrWolter – ww 242 – Hans Wolter)

Man muss Dinge auch so tief sehen, dass sie einfach werden (K.A.)

Denk mal an Konrad Adenauer (05.01.1876 – 19.04.1967) – Anlass: Doppeljubiläum: 50. Todestag & vor 100 Jahren (18.09.1917) Wahl zum Kölner Oberbürgermeister

Meine Favoriten der jungen Bundesrepublik waren eher Heinrich Böll und Willy Brandt. Also erklärte Gegenspieler des „Alten“. Dies schicke ich vorsorglich vorweg, damit der Leser nicht in einer nahezu reflexartig auftretenden Gegenposition verharrt. Vielleicht hat es etwas mit der Emanzipation gegenüber den Vätern und Müttern zu tun, dass dieser Reflex häufig auftritt. So zumindest meine Beobachtung. Immer dann wenn man Stellung zu herausragende Persönlichkeiten bezieht. Zweifellos:  wer im hellen Bühnenlicht steht, wirft naturgemäß auch große Schatten.

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Unsere Augen sind weder trocken, noch nass, sondern ein wenig feucht – und das lateinische Wort für Feuchtigkeit ist: Humor. Heinrich Böll wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden. Er hatte sehr gute Augen und Humor. – Wird der Literaturnobelpreisträger weniger gewürdigt, auch in Köln, weil er Dinge sah, die viele so nicht sehen wollten? – (WehrWolter – ww 238 – Hans Wolter)

Anfang des Jahres lernte ich René Böll, den Sohn des Schriftstellers Heinrich Böll persönlich kennen. Der zurückhaltende Mann lächelte, als ich ihm sagte, dass ich seinen Vater vor fast 40 Jahren für einen kleinen privaten Film einmal interviewt hatte. Durch sein aufflackerndes mildes Lächeln, stand sein Vater wieder vor mir. Nach diesem kurzen Gespräch ging er auf die Bühne. Dort fragte er sich, mich und das Publikum zum Auftakt des Böll-Jahres, bei einem Vortrag im Bonner LVR-Museum, warum sein Vater von der Stadt Köln nicht mehr Beachtung und Würdigung findet. Vielleicht durch ein Museum oder ähnliches. Diese Frage wurde nicht beantwortet und war auch eher rhetorisch gestellt. Da ich auch schon mehrfach darüber nachgedacht hatte, möchte ich hier meine Ideen dazu kurz kundtun.

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Politik: Wettrennen trojanischer Pferde (Lec) – Die USA wählt – Egal wer gewinnt: das WIR hat bereits verloren – Die Mehrheit ist unzuFrieden – Populismus lähmt oder zündet durch gefährliche Polarisierung – (WehrWolter – ww 203 – Hans Wolter)

Das Ende naht. Heute wird in den USA gewählt. Mit Obama geht ein Großer. Polarisierender Populismus schwächt letztliches Gemeinschaftsgefühl und Gemeinwesen. Wer 270 Wahlmänner auf seine Seite zieht hat gewonnen. Aber was? Die Mehrheit ist unzufrieden. Egal wer gewinnt. Voranschreitende Spaltung schwächt alle. Wenn zwei sich streiten, freut sich nicht nur der Dritte. Entwicklung braucht Triangulierung. Populismus arbeitet mit der zweidimensionalen Logik des Radikalen. Trump karikiert das Leitbild der „Political correctness“. Es ist schon erschreckend mitanzusehen, wie einfach das funktioniert. Weiterlesen …

„Vom Zorn und seinen Früchten – Oder: Die Wurzeln der Gewalt… menschlicher Grausamkeit.“ – Sei es in Nizza, Orlando, Istanbul …oder … – Ein philosophischer GastBeitrag von Dr. Marc Hieronimus – Aus der Serie: Lichtwolf meets WehrWolter – (Marc Hieronimus – Hans Wolter – ww 171)

Ich könnte das nicht, sagt der brave Schüler beim Thema Lynchjustiz, und denkt das noch als Erwachsener. Außer natürlich, das Schwein hat es verdient.

°              Die Galgen und Räder vor den Städten des Mittelalters dienten, lernen wir, der Abschreckung der Reisenden: Hier herrscht Ordnung, seht was wir mit Gesetzlosen tun. Zweitens waren sie das Element der Repression nach innen; auch die Nazis haben ihre Opfer tagelang hängen lassen, gegen Ende auch in den deutschen Städten.

°              Die NS-Täterforschung hat tausende Beispiele von „ganz normalen Männern“ herausgearbeitet, die nicht aus Sadismus und „Rassenwahn“, sondern aus verzeihlichen wenn nicht ehrenwerten Gründen gemordet haben. Gruppenzwänge, Straflosigkeit und der Glaube an die Notwendigkeit der Maßnahme scheinen unter den entsprechenden Voraussetzungen – „Verteidigung“ – mehr Menschen (Männer, um genau zu sein) zu Mord und Totschlag zu befähigen, als jedem Humanisten lieb sein kann. Und das beunruhigt uns viel zu wenig.

°              Kein Terrorregime gründet sich auf erklärten Terror. Es geht immer um das Gute, das man leider nur über das Böse erreichen kann.

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Shitstorm über Anke Engelke nach Nazi-Witz auf der Berlinale – Totalitäre & enge Geister können kein Humor. Gelacht wird nur über Schwächere. – Da sind Pegida, Putin, Al-Qaida, Hitler und IS nicht weit auseinander. (WehrWolter – ww 123 – Hans Wolter)

Auf den Punkt: Anke Engelkes Nazi-Witz zu George Clooney auf der Berlinale-Gala. – Shitstorm – Die Angst des Nazis vorm Witz. – Brisanz von Mohammed Karikaturen – Witze sind für Mächtige gefährlich, für den Rest entlastend – Die Fähigkeiten zu Humor & Witz sagen etwas über die psychische Gesundheit eines Menschen. – „Danke, Anke, für diesen Nazi-Vergleich!“ (DIE WELT)
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Anke Engelke ist eine begnadete Moderatorin. Sie punktet mit schlagfertigen Witzen und intelligenter Komik. Bei der Gala zur Eröffnung der Berlinale ist sie wieder in ihrem Element und findet weltweit Anerkennung für ihren auflockernden multikulturellen Stil. Hierbei machte sie auch einen Witz über rechtsradikal Gesinnte in Leipzig. Daraufhin brach ein regelrechter Sturm im Netz aus. Viele Deutsche verstehen keinen Spaß mehr. Natürlich kann man Pegida und seine Ableger nicht so ohne weiteres mit Nazis gleichstellen. Als Psychologe würde ich aber sagen: je totalitärer und damit enger ein Mensch denkt, umso weniger Spaß hat er an Witz und Humor. Humor erfordert geistige und emotionale Beweglichkeit.
CharlieChaplin

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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Warum ist Köln mutiger gegenüber Fremdem, trotzt Hogesa, Kögida & Fremdenhass, als die Pegida Angstbeisser aus Dresden? – Angela Merkel hat Recht mit ihrer Deeskalation gegen die German Angst. – Wir schaffen das!

Angst vorm Fremden. Köln und Dresden belegen zwei unterschiedliche Pole auf der Angst-Skala. In Eine Woche nach der Hetz-Rede von Autor Akif Pirincci sind in Dresden erneut wieder ca. 10.000 fremdenfeindliche „Pegida“-Anhänger auf die Straße gegangen. 1.000 Gegendemonstranten gab es. In Köln ist das Klima diametral unterschiedlich. Hier brachte „Hogesa“ am Sonntag 1.000 Menschen auf die Straße, denen 20.000 Gegendemonstranten gegenüber standen. „Kögida“ sagte daraufhin erneut seine geplante Veranstaltung ab.

West- und Ost-Deutschland haben eine deutlich unterschiedliche Sozialisierung im letzten Jahrhundert gelebt.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen dem äußersten Westen unserer Bundesrepublik, dem selbstbewussten und beweglichen Rheinland und dem äußersten Osten, dem unbeweglich ängstlichen Dresden. Ich möchte nicht polarisieren, aber allein die Zahlen sprechen schon eine deutliche Sprache. Für mich erklärt sich das durch den Unterschied an Freiheitserfahrung der beiden Regionen. Im Osten lebten die Menschen in einer fast 60jährigen Diktatur. Im Nationalsozialismus, sowie dem real existierenden Sozialismus im DDR-System, sind die Angst vorm Fremden fester Bestandteil der Ideologie gewesen. Seit Machtergreifung der Nazis bis zum Mauerfall sind die Menschen in den östlichen Bundesländern Deutschlands einem totalitären und sehr eng denkendem Regime ausgesetzt gewesen. Das hinterlässt natürlich Spuren. Sicher nicht bei allen.

Bundeskanzlerin Merkel beweist zunehmend Führungsqualitäten und den Blick für das Wesentliche Weiterlesen …

Hogesa-Veranstaltung. Köln im Ausnahmezustand: Reichlich Gegenwind für Hooligans – Tausende „Demonstranten“, noch mehr dagegen, das Polizei-Aufgebot war enorm.

Vor fast genau einem Jahr kam es zu massiven Ausschreitungen während der sogenannten Hogesa „Demonstration“ in Köln. Zu diesem Anlass hatte ich meinen ersten Artikel für meinen am 09.11.2014 begonnen Blog „WehrWolter“ geschrieben. Diesmal war Köln zwar wieder im Ausnahmezustand, aber zum einen hatte die Polizei die Aktion deutlich besser im Griff und die Zahl der Gegendemonstranten war deutlich höher als die Anzahl der rechten Hooligans. Mit dem Verweis auf die Messerattacke gegen die Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker, herschte in Köln viel Unverständnis, dass diese sogenannte „Demonstration“ überhaupt erlaubt wurde. Das radikale Klima, welches mit solchen Veranstaltungen einhergeht, begünstigt solche Ausschreitungen wie die versuchte Mordattacke des deutschen Arbeitslosen, der glaubte die Gesellschaft „befreien“ zu müssen. Durch Pegida, Hogesa, Kögida etc. glauben radikal gesinnte Menschen im Recht zu sein. Daher müssen WIR deutlich dagegenhalten, wie es heute in Köln der Fall war. Weiterlesen …

Ein Jahr PEGIDA – Dresden, 19. Oktober 2015 – Psychologische Erklärungsansätze (WehrWolter – ww 76 – Hans Wolter)

Pegida begeht heute ihren Jahrestag. Das Klima in Deutschland hat sich in diesem Jahr deutlich verändert. Gestern habe ich meine Stimme zur Wahl des Kölner Oberbürgermeisters abgegeben.

Die parteilose Henriette Reker wurde im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt. Ihren Sieg bekam sie nicht mit, da sie zu dieser Zeit auf der Intensivstation der Kölner Universitätsklinik lag. Sie wurde einen Tag zuvor Opfer eines Attentats. Ein 44jähriger deutscher Mann wollte sie umbringen und glaubte im Sinne der Allgemeinheit zu handeln. Frau Reker war bisher als Dezernentin für die Unterbringung von Flüchtlingen in Köln verantwortlich. Der Täter sagte, er müsse die Gemeinschaft vor solchen Menschen retten. Was für eine Fehleinschätzung. Das Gegenteil trifft zu.

WIR müssen gemeinsam uns gegen die ansteigende Gewalt in Deutschland auflehnen. Gewalt beginnt häufig zunächst verbal und psychisch, um dann plötzlich in Taten umzuschlagen.

Mehr als 30.000 Menschen demonstrieren in Dresden

FlüchtlingePegida2 Weiterlesen …

„Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke“ – Zum 30sten Todestag des Kölner Schriftstellers Heinrich Böll – Passend zu Frank Witzel. Preis Frankfurter Buchmesse – Verdamp lang her – im Gespräch mit dem Kölner Sänger & Künstler Wolfgang Niedecken – (WehrWolter – ww 72 – Hans Wolter)

Vor 30 Jahren starb Heinrich Böll. Nicht auf den Tag. Da aber heute aus diesem Anlass sein verfilmtes Buch „Ansichten eines Clowns“ gezeigt wurde, habe ich mich gedanklich noch einmal etwas mit ihm beschäftigt.

Es gibt auch noch einen ganz aktuellen Bezug. Die Frankfurter Buchmesse ist eröffnet. Hier gibt es ja schon einen ersten Preis. Die wichtigste Literaturauszeichnung des deutschsprachigen Raums geht an Frank Witzel. Der Offenbacher Schriftsteller erhielt gestern in Frankfurt für seinen Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ den Deutschen Buchpreis 2015. Witzel schaut zurück auf die alte Bundesrepublik, die 68er, die RAF und den Deutschen Herbst. Er tut dies mit den Augen eines 13-Jährigen Wiesbadener Teenager. Dazu passt Heinrich Bölls Werk. Er hatte in dem „heißen Herbst“ der späten 60er auch viel Trouble mit seinen RAF-Statements. Als er für die Freilassung von Ulrike Meinhof plädierte bekam er damals großen Ärger.

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Anfang der achtziger Jahre konnte ich Heinrich Böll einmal für einen eigenen kleinen Super-8-Film interviewen. Er hat mir bereitwillig auf meine damaligen Fragen geantwortet. Weiterlesen …

Verwandlung einer schuldgeplagten Mutter zur grandiosen Mutmacherin. – Stirb und Werde: Kriegstagebücher geben tiefe Einblicke in die komplexe Psyche Astrid Lindgrens. – (WehrWolter – ww 66 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“

(Astrid Lindgren)

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Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Michel aus Lönneberg, die Kinder von Bullerbü – die Bücher von Astrid Lindgren verkaufen sich millionenfach. Ihr sogenanntes “Kriegstagebuch” ist allerdings bislang weitgehend unbekannt. Sie führte während des Zweiten Weltkriegs ein Tagebuch und berichtete voller Abscheu über Judenverfolgung und Deportationen – Erkenntnisse aus ihrer Arbeit für den schwedischen Geheimdienst, für den sie im Krieg zeitweise Briefe ausgewertet hat. Ihr Tagebuch gibt aber auch tiefe neue Einblicke in die Seele einer schuldbeladenen jungen Mutter. Sie wurde mit 19 Jahren von ihrem viel älteren, verheirateten Chef ungewollt schwanger und gab ihren Sohn weg. Nach vier Jahren holte sie Lasse von den Pflegeeltern zurück. Er starb 16 Jahre vor ihr.

Pippi Langstrumpf entdeckte während des Krieges das Licht der Welt. Wir lernen in diesem Jahr noch einmal eine neue Seite der Autorin Astrid Lindgren kennen. In ihren jetzt veröffentlichten Kriegstagebüchern gibt sie neue Einblicke in ihr bewegtes Leben.

Die Geburt, Weggabe und Zurücknahme ihres Sohnes Lasse war – in ihrer eigenen Einschätzung – der große und entscheidende Wendepunkt in ihrem Leben.

Hier frage ich mich, ob sie mit ihrer Erfolgsgeschichte Pippi Langstrumpf ihre damit verbundene schwere Zeit und ihre Schuldgefühle verarbeitete. Pippi ist ein Kind, das ohne Eltern bestens zurecht kommt. Das kann einerseits sie selbst sein, andererseits der Wunsch, dass Lasse gut durchkommt.

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Die Wucht des Lauffeuers Ver-O(e)ffen-tlichung. Von der Reformation über Glasnost zum Social-Media. – Tabu-TTIP? – Alte Macht-Logik funktioniert nicht mehr? So richtig! – EinschüchterungsVersuche verkehren sich ins Gegenteil. – Paradox des Streisand-Effekts. – (WehrWolter – ww 47 – Hans Wolter)

Generalbundesanwalt Range gefeuert. Er folgte der alten Macht-Logik. Das funktioniert in der vernetzten Welt nicht mehr.

Durch Öffentlich-Machen verkehren sich Versuche von MachtMissbrauch und Einschüchterung ins Gegenteil.

Sexueller Missbrauch & Stallking? Lassen sich meistens auch nur durch OffenLegung wirkungsvoll unterbinden.

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Auch harmlosere Zensurversuche folgen dem – schon von Anna Freud beschriebenen –(Abwehr-) Mechanismus: „Verkehrung ins Gegenteil“. Das führe ich gleich am Paradox des sogenannten „Streisand-Effekt“ kurz aus.

Zunächst mal zur Aktualität vom 05. August 2015: eine Bombe im Sommerloch.

Manchmal geht es schneller als man denkt. Die Zensur-Strategie des Generalbundesanwaltes Range hat sich ins Gegenteil verkehrt. Er wurde nach seinem Einschüchterungsversuch nicht nur fristlos gefeuert, sondern das, was geheim bleiben sollte, verbreitet sich jetzt umso schneller und effektiver.

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Hierzu gibt es viele Vorläufer. Auch aus Zeiten, in denen man so etwas wie das Internet höchstens im Science-Ficition-Genre kannte. Weiterlesen …

Einsame Spitze. I can phone … no … satisfaction! – Narzissten ver-1-samen großArtig. – Vom fehlenden Glanz im Auge der Mutter, über die Sucht zur Macht, zum falschen Selbst. (WehrWolter – ww 46 – Hans Wolter)

„Präsident Blatter ist wie ein Kannibale, der seine Eltern frisst und dann weint, weil er ein Waise ist“

(Chuang Moon-Joon, Fifa-Präsidentschaftskandidat, über den scheidenden Fifa-Boss Joseph S. Blatter)

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Überlegungen zu gesundem Selbstwertgefühl und ungesundem Narzissmus. Bei den Mächtigen und MöchteGernMächtigen in Politik, Wirtschaft, Medien oder den Vereinen und Stammtischen unseres Alltags, lässt sich dieses Phänomen gut beobachten. Insgeheim oder offen, wollen wir doch alle groß- und einzigartig sein. Als wir auf die Welt kamen, hatten wir einen natürlichen Anspruch auf die Prinzen oder Prinzessinnen-Position. Den Anspruch auf das, was wir, in der Sprache der Werbung, mit „Alleinstellungsmerkmal“ bezeichnen.

Über ein narzisstisches Versprechen lässt es und ließ es sich zu jeder Zeit, bestens verkaufen.

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