Tag Archives: Psychoanalyse

Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren (Pina Bausch) – Tanzen stärkt unser Selbstbewusstsein, kann verhexen und im verbindenden Rhythmus der Musik, werden wir zusammen geTrieben – (WehrWolter – ww 310 – Hans Wolter)

Im Tanz in den Mai werden nicht nur Winter und dunkle Schwermut verTrieben. Es treibt uns auch im Rhythmus von Bewegung und Musik zugleich zusammen und näher zu uns selbst. Tanzen hat etwas Befreiendes. Schon immer tanzten die Menschen. Noch bevor sie schreiben konnten. Über Bewegung zur Musik können wir zu Kraft kommen uns selbst spüren und unser Selbstbewusstsein intensivieren. Traditionell wird in der Nacht zum ersten Mai mit Tanz und Teufel der Winter vertrieben. An manchen Orten feiern gar die Hexen Walpurgisnacht.  

Tanzen ist schon so alt, dass es vermutlich ein Nebenprodukt des aufrechten Ganges ist. Evolutionsforscher vermuten, dass sich übers Tanzen auch die kognitiven Funktionen verbessern konnten. Tanzen ist mehr als nur Sport und Bewegung. Der Tanz führt uns Menschen zusammen. Seit jeher ist es eine kulturell akzeptierte Form, in der sich Mann und Frau näherkommen. Weiterlesen …

Der Fall-(Rückzieher) bringt es auf den Punkt – Cristiano Ronaldo: ein Teufelskerl trifft in den Himmel – alle jubilieren, sogar seine Gegner – der schmale Grat vom Unglück zum Glück – (WehrWolter – ww 304 – Hans Wolter)

Cristiano Ronaldo erzielt in Turin das schönste Tor seiner Karriere: ein perfekter Fallrückzieher. Bei vielen ist er ja als Selbstdarsteller verrufen, doch nach seinem unglaublichen Tor in der 64. Minute des Champions-League-Spiel zollten ihm sogar die Juventusfans Beifall. In diesem himmlischen Moment kommen Timing, Körperbeherrschung und Glück zusammen. Mir gefällt das Wort „Fallrückzieher“ so gut, weil sich hier sein Schicksal symbolisch auf den Punkt bringt. Eigentlich wäre er ja zu Beginn seines Lebensspiels fast durch-gefallen. Er war nicht aufgestellt. Doch er wurde nicht direkt weggeschickt, glaubte an sich und startete durch. Weiterlesen …

Willkommen Ciro! – „Das Leben meistert man lächelnd – oder gar nicht“ (China) – Messi trifft das Glück: mit 30 Jahren zum 3. Mal Papa & 600. Treffer seiner Karriere – was können wir von FLO(h)W lernen? – Gedankenspiele auch jenseits des Fußballs – (WehrWolter – ww 299 – Hans Wolter)

Freunde nennen ihn Floh. Ich hänge noch ein w dran. Es wirkt einfach und anders, was Messi mit dem Ball und seinen Gegnern macht. Spielerisch, eher mit freischwebender Aufmerksamkeit als mit Kraft und Gewalt, macht er Tor um Tor. Anders als sein kongenialer Gegenpol Ronaldo von den Königlichen. Er verzaubert auch mich. Meine Gedanken hierzu schweifen von der Magie des Unbewussten über das innere Kind zu Erkenntnissen der aktuellen Hirnforschung. Heute Abend spielt er mal nicht für Barcelona. „Willkommen Ciro! Gott sei Dank, es lief alles sehr gut, ihm und seiner Mama geht es sehr gut, wir sind sehr glücklich!“, schrieb der Argentinier bei Instagram. Das Paar hat bereits die Söhne Thiago (5) und Mateo (2). „Bienvenido Ciro !!! Gracias a Dios salió todo perfecto . La mamá y el están muy bien . Estamos súper felices !!!!!❤️❤️“

Am letzten Sonntag war der Argentinier mit dem FC Barcelona im Spitzenspiel gegen Atlético Madrid gefordert. Und abermals führte er die Katalanen zum Sieg. Mit einem wunderschönen Freistoß sorgte Messi für das entscheidende 1:0 und erzielte gleichzeitig den 600. Treffer seiner Karriere. Was macht dieser kleine Mann anders? Weiterlesen …

Diesel Betrug: Der eigentliche Skandal: Täter bleiben straffrei, VW boomt, der Bürger zahlt die Rechnung – Sozialer Sprengstoff & Selbstkarikatur der real existierenden Demokratie – (WehrWolter – ww 297 – Hans Wolter)

„Die Demokratie ist die schlechteste aller Staatsformen, ausgenommen alle anderen.“ (Winston Churchill, 1874 – 1965)

Aktuell läuft „Die dunkelste Stunde“ in unseren Kinos. Ich habe das Gefühl, dass es bei uns auch zunehmend dunkler wird. Menschen haben unterschiedliche Motive. Es gibt nicht wenige dunkle Schafe, in deren Pelz sich eigentlich ein Wolf verbirgt. Der real existierende Sozialismus ist auch daran gescheitert, dass die vorgegebenen Ideale nicht gelebt wurden. Vor allen Dingen von denen, die die Macht innehatten. Dass der reichste Mensch Russlands Putin heißt, zeigt die weit verbreitete Doppelmoral der Machthabenden. Mit Churchills Zitat möchte ich darauf hinweisen, dass auch die real existierende Demokratie in Deutschland nicht frei von Widersprüchen, Betrug und Scheindiskussionen ist.  Aktuell ist der Aufschrei groß, weil der 7. Senat des Bundesverwaltungsgerichts (BVG) den Weg für Fahrverbote freigibt. Für mich liegt der eigentliche Diesel-Skandal allerdings noch viel tiefer.

„Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit.“ (Mark Twain, 1835 – 1910) Weiterlesen …

Jeden Morgen geht ein neuer Himmel auf – Von der Endlichkeit des Glücks und dem Lehrmeister Wetter – Ideen zu: Jahreszeiten & Psyche (WehrWolter – ww 296 – Hans Wolter)

Saukalt ist es heute. Zumindest in Köln. Zugleich strahlender Sonnenschein. Ich fahre mit meinem Rad zur Arbeit und spüre den Winter unangenehm kalt auf der Stirn. Im Dezember waren Meike und ich noch in der Karibik. Unter Palmen bei 30 Grad. Da hatte ich das Gefühl von paradiesischer Unendlichkeit. Was machen die Jahreszeiten mit uns? Derzeit bin ich im Vorspiel meines neuen Buches „Innenwetter“. Sicher fällt mir noch ein poetischerer Titel ein. Wetter ist für mich ein Abbild unserer Psyche. Also werde ich anhand von Wetterphänomenen einen Wetterbericht zum unbewussten Funktionieren vom Seelenklima darstellen. In meinem erzählenden Sachbuch geht es um Psychodynamik, Natur und Poesie. Weiterlesen …

Die Welt gehört denen, die keine festen Essenszeiten haben – Heinrich Böll – Gedankenspiele zu Ge-Wohn-Heiten, Umzug, Resilienz und Depression am Beispiel des Künstlers (WehrWolter – ww 295 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: GeWohnHeiten können uns stärken und auch lähmen. Heinrich Böll war eine Persönlichkeit, die zwischen Aufbruch, Festhalten und Umbruch changierte. Er ist recht häufig umgezogen. Das dokumentiere ich kurz, nehme es auch zum Anlass, um über Hintergründe im Leben Bölls, seine Persönlichkeit und unser allgemeines Wohlbefinden nachzudenken. Flexibilität hat auch seine Kehrseiten. Von Umzugs-Depression und Resilienz. Die aktuelle Forschung sagt u.a. dazu:   

„Häufig umzuziehen ist für die Resilienz verheerend, weil die geografische Nähe bei der sozialen Unterstützung eine wichtige Rolle spielt …  Damit ist soziale Integration für die Gesundheit wichtiger als die Risikofaktoren, mit welchen sich Mediziner und Gesundheitspolitiker viel intensiver beschäftigen: Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Bluthochdruck und Luftverschmutzung.“ (Prof. Dr. med. Gregor Hasler, Universitätsklinik Bern)

„Ordnung ist das halbe Leben – woraus mag die andere Hälfte bestehen?“ (Heinrich Böll) Weiterlesen …

Das Leben ist was Du draus machst – Yoko Ono – Happy 85! – Unplanbar – John Lennon – (WehrWolter – ww 294 – Hans Wolter)

Achtet auf die Schritte, die wir machen, wenn wir gehen. Wir schweben, dann betreten wir wieder die Erde, mit jedem Schritt, mit jedem Tag (Yoko Ono)

85 wird sie. Herzlichen Glückwunsch Yoko Ono! Natürlich hatte sie noch viele Pläne mit ihrem John. Am 8. Dezember 1980, fotografiert Annie Leibovitz das Paar für die Titelseite des „Rolling Stone“, John kauert sich nackt an seine schwarzgekleidete Yoko, küsst sie und umrahmt ihr Gesicht mit seinem Arm. Acht Stunden später ist er tot. „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“ John Lennon schrieb diese Zeile für seinen Song „Beautiful Boy“, die auf dem Album „Double Fantasy“ von 1980 zu hören ist. Noch im selben Jahr sollte dieser Satz für ihn und seine Frau Yoko unfassbare Gewissheit werden. Der frühere Beatles-Sänger und -Gitarrist starb durch die Kugel eines geistig verwirrten Attentäters.

Man möchte denken, ich sei klein, aber ich habe ein Universum in meinem Geiste (Yoko Ono) Weiterlesen …

Poetica4 – Beyond Identities – Einblick1 – Von Hans-im-Glück und der Kunst der Verwandlung – Festival für Weltliteratur – Morphomata, Universität Köln – (WehrWolter – ww 292 – Hans Wolter)

„Ein Gedicht, kann uns körperlich und psychisch verändern“ (Yoko Tawada)

The ART of Transformation

Glück und Un-Glück sind zwei Seiten derselben Sache. Je nach Standpunkt. Hat Hans-im-Glück eigentlich Glück, Un-Glück oder macht er einfach nur das Beste aus dem, was ihm auf seiner Wanderschaft gerade zufällt und begegnet? Er scheint in seiner Mitbewegungs-Kunst eine glückliche Verwandlung voranzutreiben. Ja, ich bin gestern unverhofft in einem Märchen gelandet. Zunächst lief recht viel schief. Damit meine ich nicht den Ausgang des FC-Spiels. Wobei der auch mit reinwirkte. Nein, auf dem Weg zum Finale der poetica4 fiel mir das Pech nur so zu. Irgendwann aber kam es zu einem wundersamen Wendepunkt. Hin zu glücklichen Ereignissen. Diese Geschichte ist rasch erzählt. Zugleich versuche ich einmal einen ersten kleinen Einblick in die poetica4, dem Festival der Weltliteratur zu geben.

„Tief in die Lektüre versunken, vergessen wir oft unsere Identität und befinden uns in einem fremden Leben. Wir gehen in Manhattan spazieren, obwohl wir in Köln leben. Weiterlesen …

Loving Vincent, er hat es verdient! Bist Du nicht der Richtige, kämpfst Du Dein Leben ums GesehenWerden – Seelenverwandtes zwischen Van Gogh, Dali, Rilke und Ronaldo – Ein Film in Öl – Ins Feuer der Intensität (WehrWolter – ww 290 – Hans Wolter)

„Es ist besser, feurig von Geist zu sein, selbst wenn man dann mehr Fehler begeht, als beschränkt und übervorsichtig.“ (Vincent van Gogh)

Nicht jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Oder doch, falls wir Zauber nicht nur als gut ansehen. Die 13te Fee sprach beispielsweise einen Fluch mit fataler Wirkung zur Geburt von Dornröschen aus. Im Anfang war …? Vincent war schon im Bauch der Mutter nicht der Richtige. Der richtige Vincent war bereits tot. Wenn du in so eine Verwirrung hineingeboren wirst, kämpfen in dir, manchmal lebenslang, der richtige und der falsche Vincent. Der Kampf um das GesehenWerden der Ungewünschten und Andersgewünschten. Im Alter von 37 Jahren beendete eine Kugel in Van Goghs Bauch diesen Kampf. Wer hat sie abgefeuert und welchem Vincent galt sie? Schade, dass beide so früh gestorben sind. Schade, dass Vincents Eltern den Verlust des ersten Vincents nicht verkraften konnten und sie damit den zweiten Vincent nicht als das Kind annehmen konnten, was er war. Schade, dass Vincent den Kampf ums GesehenWerden erst nach seinem Tod gewinnen konnte. Aber, da ist er ja nicht der einzige. Nicht wenige haben ihr Kreuz zu tragen.

„Mancher Mensch hat ein großes Feuer in der Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.“ (Vincent van Gogh) Weiterlesen …

Terroranschlag Berliner Breitscheidplatz: Verwundete Seelen brauchen Anteilnahme, Anerkennung und klare Worte, statt Floskeln. Deutsche Politiker und Bürokraten zeigen wenig Menschenkenntnis – Kritik an Angela Merkel (WehrWolter – ww 289 – Hans Wolter)

„Mama kann nicht tot sein, weil ich noch mit ihr sprechen will“ (5-jährige Tochter der verstorbenen Nada Czimar)

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt jährt sich. Die Psyche wird in Deutschland immer noch erstaunlich unterschätzt. Medien und Politiker sichern sich wieder einen Platz in der ersten Reihe der Traueraktionen. 12 Menschen sind im letzten Jahr sinnlos gestorben. Die Angehörigen beklagen sich darüber, dass die Bundeskanzlerin Angela Merkel in keiner Form einen persönlichen Kontakt zu ihnen aufgenommen hat. Psychologisch hat man, meiner Meinung nach, sehr viele Fehler im nachträglichen Umgang mit dieser Katastrophe gemacht. Wie übrigens oft in Deutschland. Der Deutsche mag organisieren können, aber in solchen Fällen richtet sich die Bürokratie häufig eher gegen die Opfer, als dass zunächst einmal direkte Hilfestellungen angeboten werden. Wäre ich Zyniker, würde ich den Text titeln: Bankenrettung funktioniert in unserem Lande besser als emotionale Hilfestellung.

Beziehung kann heilen, Distanz krankmachen. Diese Erfahrung möchte ich, ausgehend von diesem traurigen Ereignis ein wenig weiter ausführen und einen kurzen differenzierten Überblick geben, mit welchen psychischen Erkrankungen wir rechnen müssen und wie wir ihnen wirkungsvoll begegnen können.

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Weltkindertag der Vereinten Nationen – Kinder brauchen mehr starke Fürsprecher und weniger ängstlich fremdelnde Erwachsene – Weltkindertag der Vereinten Nationen – (WehrWolter – ww 282 Hans Wolter)

„Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist. – Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“ (John Lennon)

Die Vereinten Nationen begehen heute – am 20. November – den Weltkindertag. Es ist der Internationale Tag der Kinderrechte, der Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete. Diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.

In meiner langjährigen Tätigkeit als Psychologe und Psychotherapeut weiß ich um die zentrale Bedeutung von Beziehung und sicherer Bindung. Nach meiner Einschätzung und den gegenwärtigen Forschungsergebnissen, nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft weiter ab. Hierauf möchte ich heute noch einmal kurz hinweisen. Hier sehe ich auch wichtige Ursachen der zunehmenden Fremdenängste in unserem Land. Wer in seiner Kindheit zu wenig sichere Bindungen erfahren hat, neigt zu größeren sozialen Ängsten und hat somit eine geringere Frustrationstoleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen.

Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen. Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

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Loslassen: eine lebenslange Aufgabe für jeden von uns. Warum fällt es uns so schwer? Überlegungen & Tipps am Beispiel: Generationswechsel im Unternehmen – (WehrWolter – ww 281 – Hans Wolter)

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit dem Thema Loslassen konfrontiert. Denn das Loslassen ist die Gegenseite der Bindung. Wir müssen unsere Kindheit loslassen, die eigenen Kinder loslassen, wenn sie erwachsen geworden sind, irgendwann müssen wir unsere Berufstätigkeit loslassen oder auch das eigene Unternehmen. Hierzu hat mich das Unternehmerradio interviewt und vor kurzem dazu einen Podcast veröffentlicht. Weiterlesen oder Reinhören auf: WehrWolter.com

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Astrid Lindgren zum 110. Geburtstag: Wie die Mutmacherin sich erfolgreich aus ihrer frühen tiefen LebensKrise schreiben konnte – Literatur fördert seelische Bearbeitungsprozesse (WehrWolter – ww 280 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“ (Astrid Lindgren)

Astrid Lindgren wäre 110 Jahre alt geworden. Heute am 14. November 2017. So alt wird so gut wie keiner. Aber irgendwie ist sie ja unsterblich. Wer öfter schon einmal im Inhaltsverzeichnis meines Blogs gestöbert hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich schon öfter über die Mutter von Pippi Langstrumpf geschrieben habe. Diese Frau begeistert mich auf mehreren Ebenen. Herausheben möchte ihre Qualitäten  und Verdienste als Mutmacherin und ihren ungraden Weg einer sich frei schreibenden Schriftstellerin. Weiterlesen …

Einladung zum AndersSehn – 20 Jahre und mehr: leidenschaftliche Psycho-Logik – Praxis Dipl.-Psych. Hans Wolter & WehrWolter & Club der lebendigen Poeten (WehrWolter – ww 279 – Hans Wolter)

„Augenblick verweile doch, Du bist so schön!“

Spricht Faust diese Worte aus, hat er die Wette mit Mephisto und damit seine Seele verloren. Auch wenn der Johann Wolfgang so etwas wie der Patenonkel meines nun schon langjährigen Stürmen und Drängens ist, möchte ich doch einmal gerne kurz innehalten. Verweilen, um mich für das bisher Erreichte zu bedanken und zu feiern.

 

Einladung zum AndersSehn –

20 Jahre und mehr leidenschaftliche Psycho-Logik

4 wichtige Dinge möchte ich feiern:

1.  21 Jahre Psychologische Praxis Wolter auf der Dürener Straße in Köln-Lindenthal

2.  3 Jahre Blog WehrWolter

3.  1 Jahr Club der lebendigen Poeten

4. Start des neuen Projektes TiefenKraft

 

Macht zusammen 25 😉

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Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Mut zur Führung schafft Gemeinschaft – Was machen Heynckes, die Rolling Stones & Messi anders? – Die Magie der Berührung – Mangelnde Führung & Gestaltungsdefizite geben Populisten Auftrieb – (WehrWolter – ww 276 – Hans Wolter)

Gute Führung geht über Berührung. Das zeigt schon Michelangelo in seinen Fresken zur Erschaffung des Menschen. – Plötzlicher QualitätsRuck. Beim FC Bayern weckt der Führungswechsel schlummernde positive Energie im Team. Jupp Heynckes kann lebendig gestalten. Bei Ancelotti war es eher das blasse Verwalten. Beiden steht der gleiche Kader zur Verfügung. Einzelne Menschen können viel bewegen, wenn sie es schaffen, uns richtig zu berühren. Die Rolling Stones sind ein gutes Beispiel dafür, dass vier Männer ausreichen, um ein Stadion mit hunderttausend Menschen zu elektrisieren und in eine große musikalische Gestalt ein- und gleichzustimmen. Lionel Messi schafft es nahezu im Alleingang, dass Argentinien nach seinen drei Toren und dem damit verbundenen Last-minute-WM-Ticket, einen kollektiven Glücks-Tsunami erlebt. Auch Politpopulisten nutzen die Sehnsucht nach Einheit in einer komplizierter und unübersichtlich werdenderen Welt. Über die emotionale Berührung der Menschen erreichen sie mehr als über Sachlichkeit. Daher greifen auch die Vorwürfe des Postfaktischen am Ziel vorbei. Zahlen schießen keine Tore. Weiterlesen …

Internationaler Mädchentag – Übergänge bewusst fördern! Vom Mädchen zur Frau – vom Jungen zum Mann – Vom Erwachsenen zur Elternschaft – auch die Mutmacherin Astrid Lindgren kämpfte mit Gefühlen einer schuldgeplagten Mutter – (WehrWolter – ww 274 – Hans Wolter)

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ (J.W. Goethe)

Als Vater eines Mädchens und eines Jungens, weiß ich um das Glück und die Traurigkeit in den Übergängen. Beide sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus. Leon ist gerade aktuell ausgezogen, um in Bonn zu studieren. Meine Gefühle sind an diesen Wendepunkten immer gemischt. Wie Aprilwetter mit Herbststürmen. Weiterlesen …

Tag der offenen Moschee unter dem Motto: Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft – „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ (Goethe) – Einblicke in die Kölner Zentralmoschee (DITIB) – (WehrWolter – ww 272 – Hans Wolter)

Seit nunmehr 10 Jahren, also seit 2007 findet jedes Jahr am 3. Oktober, also am Tag der Deutschen Einheit auch der Tag der Offenen Moschee statt. An dieser Aktion beteiligen sich über 350 Moscheen in Deutschland. Verantwortlich ist der Koordinationsrat der Muslime (KRM). Ich finde solche Aktionen wichtig, um Ängste und Unwissenheit zwischen den Kulturen abzubauen. Zumal es im Zusammenhang mit den terroristischen Anschlägen des sogenannten „Islamischen Staates“ leicht zu einem Zerrbild der islamischen Kultur insgesamt kommen kann.

In Köln-Ehrenfeld steht die große DITIB-Zentralmoschee, eine architektonisch und atmosphärische eindrucksvolle Bereicherung unserer Stadt. Hell, transparent, sympathisch und spirituell. Sie reiht sich auf eine besondere Art und Weise in die jahrtausendealte Kirchentradition Kölns ein.

Ich habe einmal einen kleinen Einblick anhand eigener Bilder, eines kurzen Filmes, erweitert um einige poetische Zeilen aus Goethes „West-östlichem-Divan“ zusammengestellt. Weiterlesen …

Chancen und Risiken der Selbstliebe – Von Trump Donald über Tramp Charlie zu Steve Jobs – Gedanken zum Narzissmus und der notwendigen Liebe zu uns selbst und unseren Werken – (WehrWolter – ww 270 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.“ (Charlie Chaplin an seinem 70sten Geburtstag)

 „Zeig mir jemanden ohne Ego, und ich zeig dir einen Verlierer.“ (Donald Trump)

Gesunde Selbstliebe ist wichtig für unsere seelische Gesundheit, aber nicht unbedingt selbstverständlich. Wobei schon im Bibelwort: „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Ausdruck kommt, dass eine positive Beziehung zu uns selbst die Voraussetzung darstellt, auch den anderen Menschen lieben zu können. Ich möchte gerne für eine gesunde Selbstliebe werben und diese vom ungesunden Narzissmus abgrenzen. Wie viele Dinge im Leben geht es auch hier um das rechte Maß. Weiterlesen …

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

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SelbstWerdung: Ideen zu Goethes 268. Geburtstag: „Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.“ Der abenteuerliche Weg zum Selbstbewusstsein: im Auf-und Ab von LebensVerDichtungen – (WehrWolter – ww 267 – Hans Wolter)

Goethe wurde am 28. August 1749 im auslaufenden Sommer geboren. Für viele Zeitgenossen scheint er antiquiert zu sein. Fack ju Göhte? Ich finde ihn immer wieder spannend! Daher wage ich anlässlich seines 268. Geburtstags einen kleinen Ausritt auf dem Entwicklungs-Weg seiner schwindelerregenden SelbstWerdung: von einer geburtlichen Nahtoderfahrung, über die Berufung im zweiten Bildungsweg, die Überwindung einer psychischen Impotenz in seinen sexuellen Italienerlebnissen, der Win-Win-Situation mit Schiller, zur produktiven Einsamkeit und Alters-Weisheit ~

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Das JA-Wort zur Ehe für alle – Trauen hat mit Mut zu tun – Ein Sieg für Bindung und Toleranz – Von kalten zu heißen Kulturen – Die Psyche ist gesünder im MitBewegen – (WehrWolter – ww 260 – Hans Wolter)

Das erste Halbjahr 2017 geht mit einer historische Stunde im Bundestag zu Ende. Nach jahrzehntelangem Streit hat das Parlament die Ehe für Homosexuelle beschlossen. Das war möglich, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Vorschlag der Gewissensentscheidung den Weg hierzu freigemacht hatte. Sie selbst stimmte mit Nein. Das ist Demokratie. Neben SPD, Linken und Grünen stimmte auch ein Viertel der CDU/CSU-Fraktion für die völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen.
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Fukushima: Kampf der Betroffenen gegen die Verdrängungsversuche von Staat & Atomlobby – Tepco-Chef steht endlich vor Gericht – Über Sinn und Unsinn von Verdrängung. Beim Einzelnen und in Systemen. – (WehrWolter – ww 259 – Hans Wolter)

Fukushima: Warum hat es die Bewohner der Unglücksprovinz mehr als fünf Jahre gekostet, den damaligen Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata (77) und zwei weitere Verantwortliche vor ein Strafgericht zu bringen? Nach meiner Einschätzung haben der Staat und die Atomlobby hier ein starkes Verdrängungsmotiv. Der Staat könnte weiter das Ziel einer (Energie-) Autonomie Japans verfolgen, die Atomlobby will natürlich ihren wirtschaftlichen Gewinn weiter absichern.

Individuen verdrängen, indem sie aktiv versuchen zu vergessen. Dieser Prozess geschieht weitgehend unbewusst. Systeme versuchen über bürokratische Verschleppungen zu verdrängen. Das passiert nicht unbewusst, häufig aber unbemerkt. Jahrelange Prozesse sollen die Gegner einschläfern. Allerdings: Verdrängung ist nur kurzfristig gedacht eine Ersparnis. Weiterlesen …

Vater-Bilder wirken. Besonders in Abwesenheit. – Von Kohl & Kafka über Niki de Saint Phalle und Picasso zu Dostojewski & Freud (WehrWolter – ww 257 – Hans Wolter)

Das Leben ist wie ein Kartenspiel; wir werden geboren, ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt. (Niki de Saint Phalle)

Im Juni 2017 starb Helmut Kohl. Für die Söhne scheint es eher ein Trauerspiel als Trauer zu sein. Darüber wurde das Thema „Vater“ zum Wochenmotiv in unserem „Club der lebenden Poeten“. Unsere Facebookgruppe knöpft sich wöchentlich ein neues Thema vor. Ich war erstaunt, wie viele persönliche Beiträge zu Missbrauch und Misshandlung auf Ausdruck drängten und intensive Anteilnahme erfuhren. Natürlich gab es auch zahlreiche positive Beiträge zum Phänomen Vater. Weiterlesen …

„Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den Du hast!“ (Taryn Brumfitt) Dokumentarfilm „Embrace“: Plädoyer gegen den Schlankheitswahn, Body Shaminig & GNTM- Gedanken zur Psychologie der Körperwahrnehmung – (WehrWolter – ww 249 – Hans Wolter)

Aktuell startet der Dokumentarfilm „Embrace“ in den deutschen Kinos. Er ist ein engagiertes Plädoyer gegen den Schlankheits- und Jugendwahn der Gesellschaft und für die Vielfalt weiblicher Schönheit. Nach einer kurzen Vorstellung des Films mache ich mir einige Gedanken zum psychologischen Hintergrund der weiblichen Körperwahrnehmung.

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Ich bin dann mal weg – vom Paradox des Stirb und Werde – Gedanken zum Übergang der Karwoche ins Osterfest – am Beispiel: Hape Kerkelings wundersamem Weg von der Tragödie zur Komödie – (WehrWolter – ww 240 – Hans Wolter)

Im Übergang der Karwoche ins Osterfest feiern wir das Stirb und Werde des jüdischer Wanderpredigers Jesus von Nazareth. Etwa ab dem Jahr 28 trat er öffentlich in Galiläa und Judäa auf. Zwei bis drei Jahre später wurde er auf Befehl des römischen Präfekten Pontius Pilatus von römischen Soldaten gekreuzigt. Zu Lebzeiten sind viele Wunder übermittelt. Nach meiner Vermutung haben sich einige, wie die plötzlichen Heilungen Kranker, tatsächlich ereignet, andere werden biblische Bilder im Sinne von Gleichnissen sein. Weiterlesen …

Wenn Menschen uns gewaltsam in ihren Albtraum ziehen – Druck und Möglichkeiten zur Selbstinszenierung wachsen auch auf der dunklen Seite – Amokflug 4U9525 – Germanwings/ Lufthansa – ein trauriger Jahrestag – (WehrWolter – ww 237 – Hans Wolter)

Kurzzusammenfassung: Wir leben in einem Zeitalter der zunehmenden Selbstinszenierungen. Der Druck, in der Öffentlichkeit etwas darzustellen und die Möglichkeiten hierzu, sind enorm gestiegen. Vor zwei Jahren ließ ein Co-Pilot ein Flugzeug mit 150 Insassen absichtlich abstürzen. Das hat etwas von Judas: Verrat aus den eigenen Reihen. Wie lassen sich Suizide und Amokläufe psychologisch verstehen? Von der Psycho-Logik der Opfer-Täter-Verkehrung. Wie können wir uns gegen die zunehmende Verunsicherung wehren? Abwehrmechanismen: das Immunsystem der Psyche. Transparentmachen der Bedrohung ist effektiver als Verdrängung und blinde Abwehr. Die Eltern des Amokpiloten setzen durch ihren Medienauftritt in einer gruselige Art und Weise das Anliegen ihres Sohnes fort. Anstelle einer glaubhaften Entschuldigung, geht der Narzissmus seinen grausamen Weg weiter. Weiterlesen …

Burnout: ist weniger ein Zuviel an Arbeit. Vielmehr ist ein Zuwenig an Anerkennung für psychische Erkrankung ausschlaggebend – Depression nimmt weltweit weiter zu – (WehrWolter – ww 234 – Hans Wolter)

Auf den Punkt: Seelische Erkrankungen nehmen deutlich zu. Wer viel arbeitet muss nicht krank werden. Wer wenig Anerkennung erfährt lebt ungesünder. Die Angst der Deutschen vor der Psyche. Psychotherapie als Kassenleistung war lange Zeit Garant des Wirtschaftswunders. Kapitaloptimierung zu Lasten der Lebensqualität. Politische Unruhen durch weitere Aufspaltung in Verlierer und Gewinner. Von Gewinner- und Verliererkrankheiten. Weiterlesen …

Ängste nehmen zu: daher auch Gewalt und die Sehnsucht nach starken radikalen Lösungen – Kleine Werbung für mehr BINDUNG – Gegen das Geschäft mit der Angst: Radikaler Islamismus, Flüchtlingsnot und Rechtspopulismus liegen in ihren Unsicherheiten nahe beieinander – Psycho-Logik und Bindungstheorie – (WehrWolter – ww 231 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen.

Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

Zunahme von Ängsten – Sehnsucht nach dem starken Mann – Die Unberechenbarkeit eines Billy the Kid – Bindungsunsicherheiten nehmen zu, nicht nur bei traumatisierten Flüchtlingen, auch bei Menschen, die in ihrer frühen Kindheit weniger mitfühlende Bindung erfahren haben – Menschen, die mit sicheren Bindungen aufwachsen, sind bei Belastungen stabiler, das weiß man dank langjähriger Forschung – gibt es Zusammenhänge zwischen den Krippen der ehemaligen DDR und den größeren Fremdenängsten in Sachsen? – ausführliche Darstellung der psychologischen Bindungstheorie

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Eine wehrhafte und zugleich bewegliche Psyche ist die stärkste Waffe gegen Krankheit – Gedanken zum Weltkrebstag – Fakten und Ideen werden häufig durcheinander geworfen – Nicht nur bei Trump – (WehrWolter – ww 227 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Weltkrebstag – Der Einfluss der Psyche wird nach wie vor noch unterschätzt – Der Körper beginnt zu sprechen, wenn wir die Gefühlssignale überhören – Fallbeispiel mit negativem Ausgang – Fallbeispiel mit positivem Ausgang: Krebs kränkt auch die Seele – Wehren lohnt sich – Auch gegen Ärztefehler. Brustkrebs – Behandlungsfehler endet fast tödlich – Sybille Hauser-Gaulke hat es geschafft – Raus aus der Opferrolle!

„Die eigentliche Ursache des Leids liegt in unserer Unwilligkeit, Tatsachen als reelle Tatsachen und Ideen als bloße Ideen zu sehen, und dadurch, dass wir ununterbrochen Tatsachen mit Konzepten vermischen. Wir tendieren dazu, Ideen für Tatsachen zu halten, was Chaos in der Welt schafft“(Paul Watzlawick)

Jede dritte Frau und jeder zweite Mann erkranken im Laufe des Lebens an Krebs. Die meisten nach dem 65. Lebensjahr. Keiner ist vor der Krankheit gefeit. Aber jeder kann sein Risiko senken.

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Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag – Charlie Chaplin, der ewige Vagabund, starb am ersten Weihnachtstag im Alter von 88 Jahren fast so mysteriös wie Jesus (WehrWolter – ww 217 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten. Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.“ (Charlie Chaplin)

Charlie Chaplin war ein ganz besonderer Selfmade-Man. Wie so viele Stars startete er seine Karriere aus einer defizitären Ausgangslage. Zwischen dramatischer Kindheit und außergewöhnlichem Tod stieg er zum ersten Weltstar auf. Armut und Leid prägten die Kindheit der späteren Filmlegende Charlie Chaplin. Kurz nach seiner Geburt vor 127 Jahren am 16. April 1889 trennten sich seine Eltern. Seine Mutter zerbrach daraufhin an psychischen Problemen, während sich sein Vater zu Tode trank. Chaplin landete in London auf der Straße – und fand doch noch seinen Weg. Weiterlesen …

Es begab sich aber zu der Zeit … 2016 Jahre bevor das Wort „postfaktisch“ erfunden wurde – vom Heiligabend über Jesus zum „Sinn Gottes“ – Gedankenspiele von Hans Wolter & Marc Hieronimus (ww 216 – WehrWolter meets Lichtwolf)

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde“ – Es geht nicht immer nur um Fakten. Oft sind die Geschichten und die Emotionen, die in uns entstehen wichtiger. Das sehen wir nicht nur im amerikanischen Wahlkampf oder dem Polit- & Mediengeschäft in unserem Lande. Das war schon immer so, auch wenn das Wort „Postfaktisch“ erst 2016 zum Wort des Jahres auserkoren wurde. Heiligabend naht und wir schauen kurz 2016 Jahre zurück. Weniger religiös, politisch oder psychologisch, mehr alltäglich & philosophisch. Zuvor wünsche ich aber allen treuen Lesern und Erstbesuchern des WehrWolterBlogs sowie allen Lichtwolf-Lesern eine schöne Weihnachtszeit. Ob besinnlich, bewegt, ruhig oder temperamentvoll,: Feste gilt es zu feiern, bevor wir fallen!

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Wir sind Berlin. Wir sind verwundbar. – Anschlag auf unser Lebensmodell – Das Geschäft mit der Angst – Terror / Achtsamkeit – Trauer & Vertrauen – (WehrWolter – ww 215 – Hans Wolter)

Erschütterung – Ohnmacht – Schützen vor Angriffen und Trittbrettfahrern – Plädoyer für Differenzierung – bitte keine einfachen Pauschalantworten – die Welt ist unberechenbarer geworden – Vermeidung ist oft ein zu einfaches Modell – Mit dem Risiko leben lernen – „Wenn einer keine Angst hat, hat er keine Phantasie“ (Erich Kästner)

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Zusammen ist man weniger. Allein. Anders. Eigen-Art-(Cologne) des Wilhelm Salber. Gedanken zum Abschied des großen Seelen-Designers der Firma Morphologie.- (WehrWolter – ww 214 – Hans Wolter)

Trailer: Distanz die einem nahe geht – Die Lizenz zum AndersSein – Vom Professor Robinson auf der Morphologika – Mehr Lachgeschichten hätten gut getan – Rilkes Orpheus – WS, der Karl Lagerfeld unter den Psychologen – Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen! Zu guter Letzt: die Zahl 88 ist psychästhetisch betrachtet: Harmonie in VollEndung

Wilhelm Salber liebte Paradoxe. Auf der Trauerfeier spürte ich so etwas wie ein Paradox. Mir ging die Distanz nahe. Weiterlesen …

R.I.P. Wilhelm Salber – mit dem Kölner Psychologie Professor geht einer der originellsten Köpfe der Zunft – Morphologie: Wanderer zwischen Kunst & Wissenschaft – Ciao Käpt’n, mein Käpt’n – (WehrWolter – ww 213 – Hans Wolter)

Wilhelm Salber steht für: Polymorph interessiert – Ganzheitliche Zusammenhänge versus elementarhafter Zerteilung – Dekonstruktion oberflächlicher Gewissheiten – „Morphologie des Seelischen Geschehen“ – für Muggel unverständlich – Der etwas andere Sigmund Freud -„Sechseck“ mit  magischem Charakter – Feste Größe in Marktpsychologie – Vom Faust zum van Gogh des Seelischen Weiterlesen …

Musikalische Poesie im Engtanz – Bosse: „Ich such nicht mehr und finde nur … war immer jemand da, der mir tief in den Kopf sah …“ – Tiefe. Melancholie. Lebensfreude. – (WehrWolter – ww 210 – Hans Wolter)

„Alter wir spielen tatsächlich im ausverkauften Kölner Palladium und die können sogar alle Texte …“ – Bosse. Als ich von dieser Band das erste Mal hörte, fand ich den Namen provokant. Axel wirkt zunächst mal nicht wie ein Boss, er heißt nur so. Als ich ihn am Wochenende erstmalig live auf einem Konzert im Kölner Palladium erlebte, war sofort klar, dass er der Boss ist. Als Frontsänger stehst du schon im Vordergrund. Aber er ist auch der Autor und das kommt rüber. In Autor steckt Autorität. „Aki“ tritt nicht dominant auf. Der 36jährige wirkt zunächst eher etwas schüchtern und jungenhaft. Natürlich kokettiert er auch mit diesem Bild. Weiterlesen …

Geld. Macht. Präsidenten. Uli Hoeneß (FCB), Donald Trump (USA), Fidel Castro (Kuba): „Alle Tiere sind gleich, manche sind gleicher“ (Animal Farm, George Orwell) – (WehrWolter – ww 209 – Hans Wolter)

Heute starb mit Fidel Castro einer der letzten großen Helden des Traumes von gleicher Vermögensverteilung. Das Experiment von Kommunismus und Sozialismus ist ja schon seit längerer Zeit gescheitert. Mit Donald Trump kommt ein bekennender Kapitalist auf den Thron der führenden Weltmacht USA.

Uli Hoeneß ist zurück an der Spitze des FC Bayern. Seine Wiederwahl zum Präsidenten wurde zur erwartet triumphalen Rückkehr. Er scheint nach wie vor Hoffnungsträger und Seele des Vereins zu sein. Sicher hat er große Verdienste für den Fußball und ein im FCB seltenes Charisma. Auf der menschlichen Ebene gönne ich ihm durchaus einen Neuanfang. Aber seine Rückkehr zeigt auch auf, dass die Auslegung von Grenzüberschreitungen in unserer Gesellschaft durchaus sehr unterschiedlich bewertet wird. Weiterlesen …

Weh-Mut – Leonard Cohen – Versuch einer kunstanalogen Annäherung – Über Melancholie, Trauer & Depression in seinem Werk – Zwischen Brüchiger Heilung & Geheilten Brüchen erklingt ein leiden-schaftliches: Halleluja! – (WehrWolter – ww 208 – Hans Wolter)

„Da ist ein Riss, ein Riss in allem. Das ist der Spalt, durch den das Licht einfällt“ Leonard Cohen war ein Meister der tiefen Bilder. Er verstand etwas vom Paradox des Lebens. In vielen seiner Texte erwähnt er die Brüche und Risse, durch die Leben erst lebendig wird. Das ist eine ganzheitlichere Sicht als die polarisierten Aufspaltungen in Gut und Böse. Viele Zeitgenossen möchten in den Liedern, Filmen, Geschichten und Kunstwerken möglichst nur das Helle, Gute, Erbauenende, Optimistische des Lebens gezeigt bekommen. Sie haben Angst davor, in das Dunkel einer Depression gezogen zu werden. Ich versuche aufzuzeigen, dass es v.a.D. das Paradox war, zu dem uns Cohen einen Zugang ermöglichte. Dem versuche ich anhand eines Musikvideos von „Halleluja“ kunstanalog nachzugehen. Kurz verfolge ich Stationen seiner Lebensgeschichte, um abschließend noch etwas dazu aufzuzeigen, wieso traurige Musik glücklich machen kann. Weiterlesen …

„Alle Menschen gut integrieren, das ist unsere Zukunft!“ – Jogi Löw bekommt Integrations-Bambi: „Unsere Mannschaft ist ein gutes Beispiel“ – (WehrWolter – ww 207 – Hans Wolter)

Gestern wollten wir uns noch schnell die Tagesthemen anschauen und dabei landeten wir auf einmal bei der „Bambi Verleihung“ für Udo Lindenberg. „Ich trag dich durch die schweren Zeiten“. Kurz danach kam Winfried Kretschman.  Der grüne Ministerpräsident von Baden Württemberg hielt eine Laudatio für seinen Landsmann Jogi Löw. Wieso bekommt der denn einen Bambi? Weiterlesen …

Barack Obama geht. Kommt nach Demokratie und Vielfalt jetzt: „Under my Trump?“ – Highway to the Post-truth era – Allzu einfache postfaktische Polarisierungen zwischen Oben und Unten. Unter dem (Facebook-) Daumen, frei nach den Rolling Stones? – (WehrWolter – ww 206 – Hans Wolter)

Das passt. Am internationalen Tag der Toleranz kam Barack Obama ein letztes Mal als Präsident nach Berlin. Er verabschiedete sich. Seine Statements zur Demokratie, zu Europa sind wichtig. Auch wenn Reden noch nicht Handeln ist. Visionen sind dennoch wichtig. Ohne Visionen haben wir zu wenig Kraft, das was vor uns liegt, beherzt anzupacken. Weiterlesen …