Tag Archives: Psychologie

Weltkindertag der Vereinten Nationen – Kinder brauchen mehr starke Fürsprecher und weniger ängstlich fremdelnde Erwachsene – Weltkindertag der Vereinten Nationen – (WehrWolter – ww 282 Hans Wolter)

„Als ich 5 Jahre alt war, hat meine Mutter mir immer gesagt, dass Glück der Schlüssel zum Leben ist. – Als ich zur Schule ging, fragten sie mich was ich werden will wenn ich groß bin. Ich schrieb ‚glücklich‘. Sie sagten mir, dass ich die Aufgabe nicht verstanden habe, aber ich sagte ihnen, dass sie das Leben nicht verstanden haben.“ (John Lennon)

Die Vereinten Nationen begehen heute – am 20. November – den Weltkindertag. Es ist der Internationale Tag der Kinderrechte, der Jahrestag, an dem die UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention von 1989 verabschiedete. Diesem Datum haben sich viele Staaten angeschlossen.

In meiner langjährigen Tätigkeit als Psychologe und Psychotherapeut weiß ich um die zentrale Bedeutung von Beziehung und sicherer Bindung. Nach meiner Einschätzung und den gegenwärtigen Forschungsergebnissen, nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft weiter ab. Hierauf möchte ich heute noch einmal kurz hinweisen. Hier sehe ich auch wichtige Ursachen der zunehmenden Fremdenängste in unserem Land. Wer in seiner Kindheit zu wenig sichere Bindungen erfahren hat, neigt zu größeren sozialen Ängsten und hat somit eine geringere Frustrationstoleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen.

Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen. Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

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Loslassen: eine lebenslange Aufgabe für jeden von uns. Warum fällt es uns so schwer? Überlegungen & Tipps am Beispiel: Generationswechsel im Unternehmen – (WehrWolter – ww 281 – Hans Wolter)

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit dem Thema Loslassen konfrontiert. Denn das Loslassen ist die Gegenseite der Bindung. Wir müssen unsere Kindheit loslassen, die eigenen Kinder loslassen, wenn sie erwachsen geworden sind, irgendwann müssen wir unsere Berufstätigkeit loslassen oder auch das eigene Unternehmen. Hierzu hat mich das Unternehmerradio interviewt und vor kurzem dazu einen Podcast veröffentlicht. Weiterlesen oder Reinhören auf: WehrWolter.com

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Astrid Lindgren zum 110. Geburtstag: Wie die Mutmacherin sich erfolgreich aus ihrer frühen tiefen LebensKrise schreiben konnte – Literatur fördert seelische Bearbeitungsprozesse (WehrWolter – ww 280 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“ (Astrid Lindgren)

Astrid Lindgren wäre 110 Jahre alt geworden. Heute am 14. November 2017. So alt wird so gut wie keiner. Aber irgendwie ist sie ja unsterblich. Wer öfter schon einmal im Inhaltsverzeichnis meines Blogs gestöbert hat, dem wird aufgefallen sein, dass ich schon öfter über die Mutter von Pippi Langstrumpf geschrieben habe. Diese Frau begeistert mich auf mehreren Ebenen. Herausheben möchte ihre Qualitäten  und Verdienste als Mutmacherin und ihren ungraden Weg einer sich frei schreibenden Schriftstellerin. Weiterlesen …

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Mut zur Führung schafft Gemeinschaft – Was machen Heynckes, die Rolling Stones & Messi anders? – Die Magie der Berührung – Mangelnde Führung & Gestaltungsdefizite geben Populisten Auftrieb – (WehrWolter – ww 276 – Hans Wolter)

Gute Führung geht über Berührung. Das zeigt schon Michelangelo in seinen Fresken zur Erschaffung des Menschen. – Plötzlicher QualitätsRuck. Beim FC Bayern weckt der Führungswechsel schlummernde positive Energie im Team. Jupp Heynckes kann lebendig gestalten. Bei Ancelotti war es eher das blasse Verwalten. Beiden steht der gleiche Kader zur Verfügung. Einzelne Menschen können viel bewegen, wenn sie es schaffen, uns richtig zu berühren. Die Rolling Stones sind ein gutes Beispiel dafür, dass vier Männer ausreichen, um ein Stadion mit hunderttausend Menschen zu elektrisieren und in eine große musikalische Gestalt ein- und gleichzustimmen. Lionel Messi schafft es nahezu im Alleingang, dass Argentinien nach seinen drei Toren und dem damit verbundenen Last-minute-WM-Ticket, einen kollektiven Glücks-Tsunami erlebt. Auch Politpopulisten nutzen die Sehnsucht nach Einheit in einer komplizierter und unübersichtlich werdenderen Welt. Über die emotionale Berührung der Menschen erreichen sie mehr als über Sachlichkeit. Daher greifen auch die Vorwürfe des Postfaktischen am Ziel vorbei. Zahlen schießen keine Tore. Weiterlesen …

Krass, konnte Günter Grass sein – 90 wäre er heute geworden– Der streitbare Schriftsteller war anders – Im kleine Oskar mit der Blechtrommel, dem großen Nein-Sager, sehen wir einen charakteristischen Selbstanteil des nicht unumstrittenen Nobelpreis-Autors (WehrWolter – ww 275 – Hans Wolter)

„Erst als die immer schon Heimischen sich fremd genug waren, begannen auch sie in all den Fremden, die mühsam gelernt hatten, ihr Fremdsein zu ertragen, sich selbst zu erkennen und mit ihnen zu leben.“

Das sagte der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der heute 90 Jahre alt geworden wäre – in seinem letztem Buch: „Vonne Endlichkait“, an dem er bis zum letzten Tag seines Lebens geschrieben hat.

Bekannt wurde der streitbare und stets politisch aktive Schriftsteller mit seinem grotesk-satirischen Entwicklungs- und Zeitroman „Die Blechtrommel“ (1959) Zu diesem Buch habe ich eine besondere, eine persönliche Verbindung. Auf meiner AbiAbschlussfahrt mit dem Deutsch-LK, schaffte es unsere Lehrerin, die taffe Frau Zumpe, dass wir mit Volker Schlöndorff und seiner Frau Margarethe von Trotta, am Rande der Dreharbeiten in Danzig über das Werk diskutieren konnten. Dazu später ein wenig mehr.

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Internationaler Mädchentag – Übergänge bewusst fördern! Vom Mädchen zur Frau – vom Jungen zum Mann – Vom Erwachsenen zur Elternschaft – auch die Mutmacherin Astrid Lindgren kämpfte mit Gefühlen einer schuldgeplagten Mutter – (WehrWolter – ww 274 – Hans Wolter)

„Zwei Dinge sollen Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel“ (J.W. Goethe)

Als Vater eines Mädchens und eines Jungens, weiß ich um das Glück und die Traurigkeit in den Übergängen. Beide sind mittlerweile erwachsen und aus dem Haus. Leon ist gerade aktuell ausgezogen, um in Bonn zu studieren. Meine Gefühle sind an diesen Wendepunkten immer gemischt. Wie Aprilwetter mit Herbststürmen. Weiterlesen …

Tag der offenen Moschee unter dem Motto: Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft – „Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen“ (Goethe) – Einblicke in die Kölner Zentralmoschee (DITIB) – (WehrWolter – ww 272 – Hans Wolter)

Seit nunmehr 10 Jahren, also seit 2007 findet jedes Jahr am 3. Oktober, also am Tag der Deutschen Einheit auch der Tag der Offenen Moschee statt. An dieser Aktion beteiligen sich über 350 Moscheen in Deutschland. Verantwortlich ist der Koordinationsrat der Muslime (KRM). Ich finde solche Aktionen wichtig, um Ängste und Unwissenheit zwischen den Kulturen abzubauen. Zumal es im Zusammenhang mit den terroristischen Anschlägen des sogenannten „Islamischen Staates“ leicht zu einem Zerrbild der islamischen Kultur insgesamt kommen kann.

In Köln-Ehrenfeld steht die große DITIB-Zentralmoschee, eine architektonisch und atmosphärische eindrucksvolle Bereicherung unserer Stadt. Hell, transparent, sympathisch und spirituell. Sie reiht sich auf eine besondere Art und Weise in die jahrtausendealte Kirchentradition Kölns ein.

Ich habe einmal einen kleinen Einblick anhand eigener Bilder, eines kurzen Filmes, erweitert um einige poetische Zeilen aus Goethes „West-östlichem-Divan“ zusammengestellt. Weiterlesen …

Wahlen werden nicht über das Faktische entschieden: Psycho-Logik funktioniert anders, als es dem öffentlich-rechtlichen Denken recht ist – Von Trumpisierung, europäischem Populismus und der Abdankung des alten Parteiensystems – (WehrWolter – ww 271 – Hans Wolter)

Überblick: So wie es nicht DIE Wirklichkeit gibt, so gibt es auch nicht DAS Faktische – Internet als Beschleuniger – Manipulation setzt häufig an den Ängsten der Menschen an – Populisten spielen ungenierter auf der Klaviatur der Gefühle – auch die steigenden Forderungen nach Selbstoptimierung verunsichern – Sehnsucht nach einfachen Lösungen – Das Parteiensystem der Nachkriegszeit scheint an sein Ende gelangt – Vom Guten im Schlechten

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Chancen und Risiken der Selbstliebe – Von Trump Donald über Tramp Charlie zu Steve Jobs – Gedanken zum Narzissmus und der notwendigen Liebe zu uns selbst und unseren Werken – (WehrWolter – ww 270 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.“ (Charlie Chaplin an seinem 70sten Geburtstag)

 „Zeig mir jemanden ohne Ego, und ich zeig dir einen Verlierer.“ (Donald Trump)

Gesunde Selbstliebe ist wichtig für unsere seelische Gesundheit, aber nicht unbedingt selbstverständlich. Wobei schon im Bibelwort: „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Ausdruck kommt, dass eine positive Beziehung zu uns selbst die Voraussetzung darstellt, auch den anderen Menschen lieben zu können. Ich möchte gerne für eine gesunde Selbstliebe werben und diese vom ungesunden Narzissmus abgrenzen. Wie viele Dinge im Leben geht es auch hier um das rechte Maß. Weiterlesen …

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

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Aachen- Tihange: Die Ausgabe von (Jod)Tabletten gegen die Angst hat auch ohne radioaktiven Ernstfall bereits eine psychologische Wirkung – (WehrWolter – ww 268 – Hans Wolter)

Die Angst vor einer radioaktiven Verseuchung ist groß in Aachen. Angst ist überlebungstechnisch gesehen der wichtigste Affekt den Menschen und Tiere haben. Nur sind diese Ängste sinnlich nicht direkt wahrnehmbar. Fakt ist, das es die belgischen Verantwortlichen bisher noch nicht geschafft haben, die Pannenreaktoren vom 60 km entfernten Tihange stillzulegen. Trotz zahlreicher Beschwerden aus dem betroffenenUmkreis. Deshalb hat man in Aachen und den angrenzenden Kommunen begonnen dafür sorgen, dass wenigstens die Bürger einen kleinen Schutz in Form von Jodtabletten im Haus bereit liegen haben. Weiterlesen …

SelbstWerdung: Ideen zu Goethes 268. Geburtstag: „Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.“ Der abenteuerliche Weg zum Selbstbewusstsein: im Auf-und Ab von LebensVerDichtungen – (WehrWolter – ww 267 – Hans Wolter)

Goethe wurde am 28. August 1749 im auslaufenden Sommer geboren. Für viele Zeitgenossen scheint er antiquiert zu sein. Fack ju Göhte? Ich finde ihn immer wieder spannend! Daher wage ich anlässlich seines 268. Geburtstags einen kleinen Ausritt auf dem Entwicklungs-Weg seiner schwindelerregenden SelbstWerdung: von einer geburtlichen Nahtoderfahrung, über die Berufung im zweiten Bildungsweg, die Überwindung einer psychischen Impotenz in seinen sexuellen Italienerlebnissen, der Win-Win-Situation mit Schiller, zur produktiven Einsamkeit und Alters-Weisheit ~

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Cristiano Ronaldo wurde erneut zum besten Fußballer Europas gewählt – Von Leistung, Bewunderung, SehnSucht und Liebe – Zwischen Faszination & Traurigkeit – (WehrWolter – ww 266 – Hans Wolter)

Der Superstar Cristiano Ronaldo ist für mich ein Ikarus, der aus schattigen Startbedingungen der Sonne erstaunlich nahe kommt. Vom Licht & Schatten des Narzissmus zum Segen gelungener Selbstliebe. Weiterlesen …

Gamescom – Leben und Leben (über-) lassen – Überlegungen zum digitalen In-der-Welt-Sein – Luzifer war auch mal Engel – Vom Erweiterungs- & Suchtpotential im Internet – (WehrWolter – ww 265 – Hans Wolter)

„Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit.“ (Piotr Czerski, polnischer Dichter)

Was haben die Spielmesse Gamescom und die digitale Welt des Internets mit Träumen, Phantasiewelten, Stilllegung und dem gefallen Engel und Lichtbringer Luzifer zu tun?

Kurz zusammengefasst: Sind Computerspiele und das Eintauchen in die digitalen Welten des Internets ein Machwerk des Teufels oder sind sie Lichtbringer? – Träume sind bewegtes Probehandeln das Stilllegung voraussetzt – Computerspiele ähneln luziden Träumen – Das diesjährige Motto „Einfach zusammen spielen“ ist nicht selten eine Umkehrung der Ausgangslage – Der Griff zum Handy kann die Zigarette ersetzen – Wenn Sehnsucht zur Sucht wird – Spielen als Probehandeln bringt weiter. Spielen als Ersatzhandeln legt still –

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Kleines Plädoyer für ein friedliches Mit-und-Gegeneinander – Öffentlichkeit verringert Impulsdurchbrüche – Videobeweis als outgesourctes Über-Ich – Confederations Cup 2017 – (WehrWolter – ww 261 Hans Wolter)

Schlagworte: Überlegungen über den Fußball hinaus – Sport als Sublimierung kriegerischer Auseinandersetzung – Das Zusammenspiel von Affekten in einem geregelten Rahmen – Der öffentliche Blick verringert Aggressionen – Überwachungskameras als Prothese eines schwachen Über-Ichs – Freiheit braucht einen schützenden Rahmen – Weiterlesen …

Das JA-Wort zur Ehe für alle – Trauen hat mit Mut zu tun – Ein Sieg für Bindung und Toleranz – Von kalten zu heißen Kulturen – Die Psyche ist gesünder im MitBewegen – (WehrWolter – ww 260 – Hans Wolter)

Das erste Halbjahr 2017 geht mit einer historische Stunde im Bundestag zu Ende. Nach jahrzehntelangem Streit hat das Parlament die Ehe für Homosexuelle beschlossen. Das war möglich, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Vorschlag der Gewissensentscheidung den Weg hierzu freigemacht hatte. Sie selbst stimmte mit Nein. Das ist Demokratie. Neben SPD, Linken und Grünen stimmte auch ein Viertel der CDU/CSU-Fraktion für die völlige rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen.
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Fukushima: Kampf der Betroffenen gegen die Verdrängungsversuche von Staat & Atomlobby – Tepco-Chef steht endlich vor Gericht – Über Sinn und Unsinn von Verdrängung. Beim Einzelnen und in Systemen. – (WehrWolter – ww 259 – Hans Wolter)

Fukushima: Warum hat es die Bewohner der Unglücksprovinz mehr als fünf Jahre gekostet, den damaligen Tepco-Chef Tsunehisa Katsumata (77) und zwei weitere Verantwortliche vor ein Strafgericht zu bringen? Nach meiner Einschätzung haben der Staat und die Atomlobby hier ein starkes Verdrängungsmotiv. Der Staat könnte weiter das Ziel einer (Energie-) Autonomie Japans verfolgen, die Atomlobby will natürlich ihren wirtschaftlichen Gewinn weiter absichern.

Individuen verdrängen, indem sie aktiv versuchen zu vergessen. Dieser Prozess geschieht weitgehend unbewusst. Systeme versuchen über bürokratische Verschleppungen zu verdrängen. Das passiert nicht unbewusst, häufig aber unbemerkt. Jahrelange Prozesse sollen die Gegner einschläfern. Allerdings: Verdrängung ist nur kurzfristig gedacht eine Ersparnis. Weiterlesen …

„Schon als ich noch ein kleiner Junge war, … wollte ich immer nur eine Musik machen, … die die Herzen der Menschen öffnet… Das war mein Traum.“ (Daniel Dareus, Wie im Himmel) – R.I.P. Mikael Nyqvist – (WehrWolter – ww 258 – Hans Wolter)

„Schon als ich noch ein kleiner Junge war,… wollte ich immer nur eine Musik machen,… die die Herzen der Menschen öffnet… Das war mein Traum.“ (Daniel Dareus, Mikael Nyqvist)

„Wie im Himmel“ Die Geschichte in der der ausgebrannte Stardirigent Daniel Dareus seine Lebenskrise – die in Depression und Herzinfarkt beinahe versinkt – erfolgreich überwindet, steht im Ranking meiner Lieblingsfilme ganz oben. Der schwedische Schauspieler Mikael Nyqvist ist im unfassbar frühen Alter von 56 Jahren gestorben. Er verlor den Kampf gegen den Lungenkrebs.

Mich hat er besonders in seiner Lebensrolle „Wie im Himmel“ bewegt. Daher versuche ich in der Fokussierung auf diesen Film einen kleinen Nachruf für ihn zu verfassen. Weiterlesen …

Vater-Bilder wirken. Besonders in Abwesenheit. – Von Kohl & Kafka über Niki de Saint Phalle und Picasso zu Dostojewski & Freud (WehrWolter – ww 257 – Hans Wolter)

Das Leben ist wie ein Kartenspiel; wir werden geboren, ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt. (Niki de Saint Phalle)

Im Juni 2017 starb Helmut Kohl. Für die Söhne scheint es eher ein Trauerspiel als Trauer zu sein. Darüber wurde das Thema „Vater“ zum Wochenmotiv in unserem „Club der lebenden Poeten“. Unsere Facebookgruppe knöpft sich wöchentlich ein neues Thema vor. Ich war erstaunt, wie viele persönliche Beiträge zu Missbrauch und Misshandlung auf Ausdruck drängten und intensive Anteilnahme erfuhren. Natürlich gab es auch zahlreiche positive Beiträge zum Phänomen Vater. Weiterlesen …

Helmut Kohl – R.I.P. – Ein Realist der bei der deutschen Einheit und der europäischen Einheitswährung – zur rechten Zeit am rechten Ort – den Mantel der Geschichte am Zipfel packte – (WehrWolter – ww 256 – Hans Wolter)

Helmut Kohl ist tot. Nicht unerwartet, aber doch irgendwie auch plötzlich. Sicher war er nicht das, was ich einen Charismatiker nennen würde. Das war für mich eher eine Persönlichkeit wie Michail Gorbatschow, mit dem er das unerwartete Glück hatte, die deutsche Einheit aushandeln zu können. Kohl war in meinen Augen ein kluger Realpolitiker, der seine geringere Ausstrahlungskraft mit emsiger Beziehungsarbeit gut zu kompensieren wusste. Auch wenn es zahlreiche Rivalen gab, die in der Öffentlichkeit mehr zu wirken wussten, gelang er zielstrebig ins höchste deutsche Amt. Mit seinen 16 Amtsjahren war er auch der längste Bundeskanzler unseres Landes. Länger als sein Vorbild und geistiger Wunschvater Konrad Adenauer. Weiterlesen …

Wenig nobel, aber formal korrekt: Bob Dylan hält es mit Mark Twain: „Gäbe es die letzte Minute nicht, so würde niemals etwas fertig.“ – Last-Minute-Nobelvorlesung – Der Meister lässt sich nicht sehen, aber hören – „Literatur die mich prägte“ – (WehrWolter – ww 254 – Hans Wolter)

Nun hat er es doch noch gemacht. Insgesamt nicht nobel, aber formal gerade noch korrekt, um sein Anrecht auf das enorm hohe Preisgeld zu wahren. Nobelpreis to go. Bob Dylan, der 76-jährige Sänger nahm schon den Preis an sich erst mit monatelanger Verspätung entgegen. Gewissermaßen im Nebenbei. Vom Status ist ein Nobelpreis immer noch so etwas wie die Aufnahme in den Olymp. Bedingung ist noch eine entsprechende Rede. Wie eine Antrittsvorlesung nach der erfolgten Aufnahme in den Kreis der Noblen. Diese nahm der singende Poet am 4. Juni in Los Angeles bei leiser Klavierbegleitung auf. Darauf erfolgte die unpersönliche Zustellung an die schwedische Akademie. Das Akademie-Mitglied Sara Danius fand eine lobende Einschätzung: „Die Rede ist außergewöhnlich“. Mir gehen bei diesem Auftritt verschiedene Fragen durch den Kopf; wie: Wird reale Präsenz überschätzt? Sind wir womöglich präsenter, wenn wir fern bleiben? Spielt Dylan mit dem Paradox von Achtung? Weiterlesen …

Bond, James Bond – Roger Moore R.I.P. – Was will der Mann, wenn nicht das eine? Manchmal: einfach nur spielen! – 007: Der vaterlose Held für vaterlose Söhne – (WehrWolter – ww 252 – Hans Wolter)

„Keiner macht es besser – in Liebe, Daniel“ Daniel Craig, der aktuelle James Bond zollt seinem Vorgänger Respekt. Die ganze 007-Familie trauert.

Der britische Schauspieler und James-Bond-Darsteller Sir Roger Moore ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Familie des Britten schrieb auf: „Mit schwerem Herzen müssen wir mitteilen, dass unser geliebter Vater, Sir Roger Moore, in der Schweiz nach einem kurzen, mutigen Kampf gegen den Krebs verstorben ist.“

Roger Moore war für viele DER James Bond. Mir gefielen die alten Filme besser als die aktuellen. Da gab es noch den typischen smarten britischen Humor, den Moore unverwechselbar lebte. Die globalisierte Gleichmacherei tut meines Erachtens der Marke überhaupt nicht gut. Vielleicht gibt es durch den Brexit ja eine Rückbesinnung in neuem Zwirn? Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal über das Phänomen 007 geschrieben. Der Agent ist nicht nur ein Frauenheld. Da Männer für ihr Leben gerne spielen, gab es bei den englischen Agenten auch immer viel verrücktes Technik-Spielzeug. Da rettete Mann sich schon mal mit seiner Uhr oder mit Spezialeffekten im Schuhabsatz. Hierzu gleich noch ein wenig mehr. Zunächst noch einmal kurz zurück zum Helden. Weiterlesen …

Gewalt als Abwehr von Angst & Benachteiligung – Opfer-Täter-Verkehrung als Nachwirkungen der totalitären DDR – Studie zu „Ursachen des Rechtsextremismus in Ostdeutschland“ (Iris Gleicke) – Versuch einer psychologischen Einordnung – (WehrWolter – ww 251 – Hans Wolter)

Auch wenn die Mauer sichtbar schon vor fast 30 Jahren gefallen ist, in der Seele, vor allen Dingen in der Seele des Ostens, wirkt sie noch deutlicher nach, als wir es wahrhaben wollen, stärker als es uns lieb ist. So wie die Menschen dort früher Opfer autoritärer Gewalt und Benachteiligung waren, so gibt es heute offensichtlich eine verstärkte Neigung zur Rollen-Verkehrung in die Position der Täter. Weiterlesen …

„Liebe deinen Körper wie er ist, er ist der einzige, den Du hast!“ (Taryn Brumfitt) Dokumentarfilm „Embrace“: Plädoyer gegen den Schlankheitswahn, Body Shaminig & GNTM- Gedanken zur Psychologie der Körperwahrnehmung – (WehrWolter – ww 249 – Hans Wolter)

Aktuell startet der Dokumentarfilm „Embrace“ in den deutschen Kinos. Er ist ein engagiertes Plädoyer gegen den Schlankheits- und Jugendwahn der Gesellschaft und für die Vielfalt weiblicher Schönheit. Nach einer kurzen Vorstellung des Films mache ich mir einige Gedanken zum psychologischen Hintergrund der weiblichen Körperwahrnehmung.

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Love out loud – Carolin Emcke wirbt auf der re:publica in Berlin gewohnt wortmächtig für Empathie im Internet – (WehrWolter – ww 248 – Hans Wolter)

„Wir wollen die Welt nicht den Arschlöchern überlassen“, lautet der deutliche Appell zu der Eröffnung der 11. re:publica. „Wir müssen Solidarität zeigen, nicht nur weiterscrollen und wegklicken.“ Die Kommunikationsfreiheit sei bedroht.

„Eine Gesellschaft, in der jeder nur sich selbst rettet, ist keine Gesellschaft“. Wer gedemütigt und verletzt wird, solle nicht sich selbst wehren müssen. „Es braucht andere, die widersprechen, die nicht gemeint sind, aber sich gemeint fühlen“ betonte Carolin Emke in Berlin zur Eröffnung größten Digitalkonferenz auf unserem Kontinent.

Die Friedenspreisträgerin machte sich wortmächtig Gedanken über das diesjährige Motto „Love out Loud“. Emke warnte das Publikum, nur sich selbst zu sehen, sonst bliebe nichts als ein „neolibertäres Spektakel“. Sie bekam am Ende ihres Vortrags Standing Ovations. Weiterlesen …

Ich bin dann mal weg – vom Paradox des Stirb und Werde – Gedanken zum Übergang der Karwoche ins Osterfest – am Beispiel: Hape Kerkelings wundersamem Weg von der Tragödie zur Komödie – (WehrWolter – ww 240 – Hans Wolter)

Im Übergang der Karwoche ins Osterfest feiern wir das Stirb und Werde des jüdischer Wanderpredigers Jesus von Nazareth. Etwa ab dem Jahr 28 trat er öffentlich in Galiläa und Judäa auf. Zwei bis drei Jahre später wurde er auf Befehl des römischen Präfekten Pontius Pilatus von römischen Soldaten gekreuzigt. Zu Lebzeiten sind viele Wunder übermittelt. Nach meiner Vermutung haben sich einige, wie die plötzlichen Heilungen Kranker, tatsächlich ereignet, andere werden biblische Bilder im Sinne von Gleichnissen sein. Weiterlesen …

Was rückt Bob Dylan mit seinen Mysterienspielen bei der Abholung des Literaturnobelpreises ins Bild? – Der Meister des „I’m Not There“ spielt mit den Identitäten, dem Ineinanderfließen der Zustände, der Zeiten und Personen, mit der Auflösung des Ichs – (WehrWolter – ww 239 – Hans Wolter)

Bob Dylan ist doch noch leibhaftig erschienen. Kurz, wortkarg, ohne Öffentlichkeit. Mit mehr als drei Monaten Verspätung hat er sich seinen Literaturnobelpreis in Stockholm abgeholt. Die Inszenierung blieb mysteriös. Der Termin fand an einem geheimen Ort statt, bei seinem Konzert in der schwedischen Hauptstadt schweigt der Sänger zum Thema. Für das stattliche Preisgeld (840.000 €) muss er bis zum 10. Juni noch eine Vorlesung halten. Allerdings hat er bei der Gestaltung seines Auftritts viel Spielraum: Er kann eine kurze Rede halten, ein Lied singen oder sich per Video-Schaltung zu Wort melden.

 

Was will uns Bob Dylan mit seinem Fernbleiben wortlos sagen?

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Wenn Menschen uns gewaltsam in ihren Albtraum ziehen – Druck und Möglichkeiten zur Selbstinszenierung wachsen auch auf der dunklen Seite – Amokflug 4U9525 – Germanwings/ Lufthansa – ein trauriger Jahrestag – (WehrWolter – ww 237 – Hans Wolter)

Kurzzusammenfassung: Wir leben in einem Zeitalter der zunehmenden Selbstinszenierungen. Der Druck, in der Öffentlichkeit etwas darzustellen und die Möglichkeiten hierzu, sind enorm gestiegen. Vor zwei Jahren ließ ein Co-Pilot ein Flugzeug mit 150 Insassen absichtlich abstürzen. Das hat etwas von Judas: Verrat aus den eigenen Reihen. Wie lassen sich Suizide und Amokläufe psychologisch verstehen? Von der Psycho-Logik der Opfer-Täter-Verkehrung. Wie können wir uns gegen die zunehmende Verunsicherung wehren? Abwehrmechanismen: das Immunsystem der Psyche. Transparentmachen der Bedrohung ist effektiver als Verdrängung und blinde Abwehr. Die Eltern des Amokpiloten setzen durch ihren Medienauftritt in einer gruselige Art und Weise das Anliegen ihres Sohnes fort. Anstelle einer glaubhaften Entschuldigung, geht der Narzissmus seinen grausamen Weg weiter. Weiterlesen …

Burnout: ist weniger ein Zuviel an Arbeit. Vielmehr ist ein Zuwenig an Anerkennung für psychische Erkrankung ausschlaggebend – Depression nimmt weltweit weiter zu – (WehrWolter – ww 234 – Hans Wolter)

Auf den Punkt: Seelische Erkrankungen nehmen deutlich zu. Wer viel arbeitet muss nicht krank werden. Wer wenig Anerkennung erfährt lebt ungesünder. Die Angst der Deutschen vor der Psyche. Psychotherapie als Kassenleistung war lange Zeit Garant des Wirtschaftswunders. Kapitaloptimierung zu Lasten der Lebensqualität. Politische Unruhen durch weitere Aufspaltung in Verlierer und Gewinner. Von Gewinner- und Verliererkrankheiten. Weiterlesen …

Über Verführbarkeit zum Extremismus und die psychologische Wirkung von Worten: Der gemeinsame Nenner zwischen Rechtspopulisten und radikalen Islamisten – Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ birgt eine gewaltige Sprengkraft – Paradoxe Intervention – (WehrWolter – ww 233 – Hans Wolter)

In Unterwerfungen gibt es nicht selten einen geheimen Pakt zwischen Tätern und Opfern. Wenn Herrschende ein Volk unterwerfen, ist das Volk nicht unschuldig. Wenn Rechtspopulisten vor der Gefahr fremder Machtübernahme oder „denen da oben“ warnen, wollen sie sich eigentlich an die gleiche Stelle setzen und eine tendenziell radikale Macht ausüben.

Dieses Phänomen greife ich am Roman „Unterwerfung“ des französischen Autors Michel Houellebecq auf. Ort des Geschehens: Frankreich im Jahre 2022. Französischer Präsident ist ein Muslimbruder. Humanistisch gesinnte Islamisten regieren das Land. Der Autor Michel Houellebecq entlarvt in seinem Roman die völkische Gesinnung, die vorgibt das Abendland vor dem Islam retten zu wollen. Dieses Buch steigerte nicht nur die Bekanntheit des Autors, löste nicht nur Diskussion, sondern auch reale Gewalt aus. Mit etwas Abstand könnte man es heute auch als Aufrüttelungsversuch verstehen. Im Sinne einer paradoxen Intervention.

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Köln schafft im Karneval den Spagat zwischen Heimat und Integration – Besonders in seinen Liedern – Alternative Fakten: zum Rosenmontagszug 2017 – „Mer Kölsche danze us der Reih“ lautet das Motto 2018 – Aktion: Kein Parteitag der AfD im Maritim – (WehrWolter – ww 232 – HansWolter)

Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Genau deshalb können wir Kölner den Karneval auch besonders intensiv genießen. Der Blick auf das Ende lässt die Menschen intensiver leben. Im Angesicht der Endlichkeit des Lebens, erscheint uns Vieles klein und unbedeutend, was uns im Alltag vielleicht stört und aufregt. Köln ist eine Stadt, in der es sich irgendwie leichter leben lässt, als in vielen anderen deutschen Städten. Konrad Beikircher war nicht der erste, der Köln als die nördlichste Stadt Italien betitelt hat. Für die Römer war Colonia das schon von Anfang an. Sicher gibt es in Köln auch eine ganze Menge italienisches Blut. Sei es noch von den Römern oder den damaligen Gastarbeitern, die die ansässigen Fordwerke hier in den 60er und 70er Jahren angeworben hatten. Weiterlesen …

Ängste nehmen zu: daher auch Gewalt und die Sehnsucht nach starken radikalen Lösungen – Kleine Werbung für mehr BINDUNG – Gegen das Geschäft mit der Angst: Radikaler Islamismus, Flüchtlingsnot und Rechtspopulismus liegen in ihren Unsicherheiten nahe beieinander – Psycho-Logik und Bindungstheorie – (WehrWolter – ww 231 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen.

Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

Zunahme von Ängsten – Sehnsucht nach dem starken Mann – Die Unberechenbarkeit eines Billy the Kid – Bindungsunsicherheiten nehmen zu, nicht nur bei traumatisierten Flüchtlingen, auch bei Menschen, die in ihrer frühen Kindheit weniger mitfühlende Bindung erfahren haben – Menschen, die mit sicheren Bindungen aufwachsen, sind bei Belastungen stabiler, das weiß man dank langjähriger Forschung – gibt es Zusammenhänge zwischen den Krippen der ehemaligen DDR und den größeren Fremdenängsten in Sachsen? – ausführliche Darstellung der psychologischen Bindungstheorie

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Schulterschluss der Kölner Karnevalisten gegen geplanten AfD-Parteitag im Maritim-Hotel – Karneval-Stars und Gesellschaften wollen einer menschenverachtenden Gesinnung kein Gehör verschaffen – Die AfD soll im Schatten des Doms nicht an der Spaltung unserer schützenswerten Gesellschaft arbeiten können – (WehrWolter – ww 229 – Hans Wolter)

Köln war durch die Silvesternacht 2015 weltweit als Stadt der Übergriffe in den Medien. Hier wurden Fehler der Stadtverwaltung und Polizei begangen. Köln ist eigentlich schon immer als tolerante Stadt bekannt. Besonders die Kölner Kulturszene setzt sich seit Jahrzehnten wirkungsvoll und wehrhaft gegen Rechtsradikalismus ein. Daher hatten auch Ableger der Pegida hier nie ernstzunehmende Chancen.

Köln ist und war immer eine bunte Stadt, in der die Vielfalt des Lebens, der Menschen, der Kulturen gefördert wurde und wird. Der Karneval ist seit Generationen Aushängeschild der Stadt Köln und lebendige Umsetzung der Lebensfreunde und Buntheit. Die Auftritte im großen Saal des Maritim-Hotels am Heumarkt gehören während der knapp dreimonatigen Session für die Musiker der Kölner Karnevalsbands genauso zum beinahe täglichen Programm wie Auftritte im Gürzenich, im Sartory oder im Kristallsaal der Messe.

Allerdings soll im Maritim, wo die Karnevalisten derzeit „den Menschen im Saal das bunte Köln so präsentieren, wie wir es lieben,“ im April der Bundesparteitag der AfD stattfinden. Das geht den Künstlern gehörig gegen den Strich: „Der Moment ist gekommen, an dem alle der Stadt Köln verbundenen Menschen fest geschlossen und Arm in Arm dagegen protestieren,“ verkünden sie in einem Brief und fordern vom Hotel, den Vertrag mit der rechtspopulistischen Partei aufzulösen.

Der offen Brief der Karnevalstars im Wortlaut:

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Gefühlt leben wir tiefer, als wir denken. Hape Kerkeling als Phönix in der eigenen Tragikomödie – Von Depression zur mutmachenden Krisenbewältigung – Ich bin dann mal weg … Du kannst fernsehen – (WehrWolter – ww 228 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Die Tragödie seiner Kindheit wendet Hape Kerkeling in brillante Komödie – Die dunkle Seite – Von den Belebungsversuche der depressiven Mutter zum Erstarren – Passiv-Aktiv-Wendung – Die Kunstpause als wiederholtes Erinnerungssymbol – Unterstützendes Netzwerk – Krisenbewältigung die Mut macht –

„Ich bin dann mal weg.“ Warum eigentlich? Wieso wird so eine „Rampensau“ wie Hape Kerkeling auf einmal so innengewandt? In seiner Biographie: „Der Junge muss an die frische Luft“ finden wir Antworten. Wasser in Wein zu verwandeln ist ein Wunder. Tragik in Komik auch.

„Der Humor ist nicht resigniert, er ist trotzig, er bedeutet nicht nur den Triumph des Ichs, sondern auch den des Lustprinzips, das sich hier gegen die Ungunst der realen Verhältnisse zu behaupten vermag.“ (Sigmund Freud) Weiterlesen …

Eine wehrhafte und zugleich bewegliche Psyche ist die stärkste Waffe gegen Krankheit – Gedanken zum Weltkrebstag – Fakten und Ideen werden häufig durcheinander geworfen – Nicht nur bei Trump – (WehrWolter – ww 227 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Weltkrebstag – Der Einfluss der Psyche wird nach wie vor noch unterschätzt – Der Körper beginnt zu sprechen, wenn wir die Gefühlssignale überhören – Fallbeispiel mit negativem Ausgang – Fallbeispiel mit positivem Ausgang: Krebs kränkt auch die Seele – Wehren lohnt sich – Auch gegen Ärztefehler. Brustkrebs – Behandlungsfehler endet fast tödlich – Sybille Hauser-Gaulke hat es geschafft – Raus aus der Opferrolle!

„Die eigentliche Ursache des Leids liegt in unserer Unwilligkeit, Tatsachen als reelle Tatsachen und Ideen als bloße Ideen zu sehen, und dadurch, dass wir ununterbrochen Tatsachen mit Konzepten vermischen. Wir tendieren dazu, Ideen für Tatsachen zu halten, was Chaos in der Welt schafft“(Paul Watzlawick)

Jede dritte Frau und jeder zweite Mann erkranken im Laufe des Lebens an Krebs. Die meisten nach dem 65. Lebensjahr. Keiner ist vor der Krankheit gefeit. Aber jeder kann sein Risiko senken.

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Das iPhone wird 10 ~ Selbstobjekt zwischen Nabelschnur & Welteroberung – Mit Steve Jobs einfach und smart kommunizieren ~ Als Wischen Macht und Apple noch im Paradies war ~ Faszination radikaler Vereinfachung ~ (WehrWolter – ww 223 – Hans Wolter)

Kurzmitteilung: Demokratisierung des mobilen Internets – Simplify your life – das Handy als psychologisches Selbstobjekt – zwischen Nabelschnur und Welteroberung – Vereinfachung hat Licht- und Schattenseiten – Was fasziniert an radikaler Weltver-1-fachung?
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Winterkorn: Lebenslänglich! täglich 3.100 € Rente: ungebremster Egoismus als soziales Negativ-Vorbild – Faktisch im Recht? Postfaktisch nicht! – Die Legitimation wirtschaftlicher & politischer Strukturen kippt – Wen wundert hier die Wut der Bürger & weltweiter Spannungszuwachs? – (WehrWolter – ww 222 – Hans Wolter)

Postfaktisch ist nicht zu Unrecht das Wort des Jahres geworden. Die Menschen fühlen, dass an bestimmten Stellen etwas gewaltig aus dem Ruder läuft. Auch wenn formal juristisch Korrektheit beteuert wird. Zahlen kann man nicht vertrauen. Nicht erst seit der Schummel-Software.

Trailer zum Text: Winterkorns Millionengehalt geht in Tagesrente von 3.100 Euro über -hoher Schaden, auch für die Legitimation wirtschaftlicher & politischer Strukturen insgesamt – „Winterkorn ist ein gnadenloser Egoist“ (Prof. Dudenhöfer) – „ach wie gut das niemand weiß …“: VW-Ingenieure konnten kein Stroh zu Gold spinnen, aber die Wut des Rumpelstilzchen verbleibt bei uns – was lernen wir daraus? – Zahlen müssen nicht die Realität abbilden, sie überzeugen, weil sie faktisch wirken – Das ALS-OB scheint wichtiger geworden zu sein als die Realität – da passt es doch, das mit dem „Postfaktischen“ – die modernen Märchen haben kein garantiertes Happy End. Mist aber auch! – 

P.S. heute hat Uli Hoeneß Geburtstag … aber das ist ja ein anderes Märchen … geht eher in Richtung „Kaiser Franz und das Sommermärchen“ … da wollen wir jetzt mal nicht dran rühren … Weiterlesen …

ANDERS Sehen. Begreifen. – Vernetzung zwischen Kunst Technik Literatur Psychologie – Kleines Plädoyer für die Intuition: Einfälle zum Welt-Braille-Tag – Zwischen Abstraktion und Einfühlung – Von Louis Braille zu Worringer über Wilhelm Salber zu Steve Jobs – (WehrWolter – ww 221 – Hans Wolter)

Unter der Lupe: Punkt, Punkt, Komma, Strich … Begreifbare Blindenschrift – Intuitive Bildschirmnutzung – Da wo Einfühlung in die Natur Angst macht, setzt der Mensch die Abstraktion der Kunst entgegen – Kunst-Können als eine Funktion des Wollens – Steve Jobs ließ Computer so programmieren, dass sie sich analog zu unseren Gewohnheiten, unserer Psyche setzten und nicht umgekehrt – Design als Funktion der Anwendung – Melodie entsteht nicht durch einzelne Töne an sich. Die Anordnung zueinander ist entscheidend –  Elemente leben nicht: Erst Ver-Bindung schafft Leben!

Gibt es mehr Blinde als Blinde? Wer öfter in meinem Blog liest, hat schon mitbekommen, dass ich gerne verbinde. Nicht willkürlich, aber teils quer & ungewohnt für unsere alltägliche Seherfahrung. Heute zum Welt-Braille-Tag möchte ich kurz eine Verbindung zwischen Louis Braille, dem Pionier der Blindenschrift über Steve Jobs, dem Pionier des Smartphones, über die Brücke des Psychologen Wilhelm Salber zu Wilhelm Worringer, dem deutschen Literaturwissenschaftler und Kunsthistoriker knüpfen.

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Mut zum NEUEN. JA! 2017 – Mancher Mensch hat ein großes Feuer in der Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen. (Vincent van Gogh) – Ja zum stärkenden Mut für Vielfalt – Nein zur schwächenden Angst der Rechtspopulisten – (WehrWolter – ww 220 – Hans Wolter)

Es gibt Menschen, die sehen mehr als andere. Andere sehen das aber vielleicht nicht. Der Künstler Vincent van Gogh ist ein gutes Beispiel. In dem kleinen Film wird uns das noch einmal erlebbar. Dieses Phänomen begegnet uns natürlich nicht nur in der Kunst. Die Geschichte der Wissenschaft ist auch voll von solchen Beispielen. Auch Jesus wurde ja zu seinen Lebzeiten nur bedingt gesehen und wertgeschätzt. Vielmehr wurde er gedemütigt. Daraus entstand eine neue Bewegung, die seit nunmehr über 2000 Jahren das Kreuz, also das Symbol der Demütigung, vor sich herträgt.

Vielleicht kennen wir auch den einen oder die andere, die anders sind. Das kann Angst machen. Aus diesem Motiv heraus reagieren Menschen häufig mit Abwehr. Das geschieht nahezu reflexartig. Diese Abwehr bringt häufig Abwertung mit sich. Weiterlesen …