Tag Archives: Psychologische Praxis Wolter

Einladung zum AndersSehn – 20 Jahre und mehr: leidenschaftliche Psycho-Logik – Praxis Dipl.-Psych. Hans Wolter & WehrWolter & Club der lebendigen Poeten (WehrWolter – ww 279 – Hans Wolter)

„Augenblick verweile doch, Du bist so schön!“

Spricht Faust diese Worte aus, hat er die Wette mit Mephisto und damit seine Seele verloren. Auch wenn der Johann Wolfgang so etwas wie der Patenonkel meines nun schon langjährigen Stürmen und Drängens ist, möchte ich doch einmal gerne kurz innehalten. Verweilen, um mich für das bisher Erreichte zu bedanken und zu feiern.

 

Einladung zum AndersSehn –

20 Jahre und mehr leidenschaftliche Psycho-Logik

4 wichtige Dinge möchte ich feiern:

1.  21 Jahre Psychologische Praxis Wolter auf der Dürener Straße in Köln-Lindenthal

2.  3 Jahre Blog WehrWolter

3.  1 Jahr Club der lebendigen Poeten

4. Start des neuen Projektes TiefenKraft

 

Macht zusammen 25 😉

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Fukushima: Fünf Jahre nach der Jahrhundertkatastrophe treibt Japan den nuklearen Neustart voran. – Merkels Wandel vom Saulus zum Paulus. – Während die Atomlobby auf Vergesslichkeit setzt, machen Kunst & Naturwissenschaft das Unsichtbare sichtbar: Radioaktivität. – „Das Gift der kleinen Dinge“ & „Kunst und Fakten“ – (WehrWolter – ww 133 – Hans Wolter)

Kurz gefasst, für den eiligen Leser: Fukushima & nuklearer Neustart Japans heute. Die Mächtigen bauen auf Vergesslichkeit/ Deutschland schafft erstaunlicherweise den Ausstieg aus der Atomenergie. Angela Merkel wandelte sich nach dem japanischen GAU, vom Atomkraftfan zur Aussteigerin. / Wie geht die Kunst mit der Jahrhundertkatastrophe um? „Das Gift der kleinen Dinge“: Ein Projekt von Künstlern und Naturwissenschaftlern macht das Unsichtbare sichtbar: Radioaktivität. Geduldig haben sie verstrahlte Objekte gesammelt und mit der Technik aus der Mikroskopie wie der Medizin experimentiert, bis es funktionierte. Das Ergebnis: stille Fotografien, vermeintlich unscheinbare Doppelbilder, denen die Magie des Schreckens innewohnt. – Ausstellung: „Kunst und Fakten“/ In ihrem Schwarz-Weiß-Film: „Grüße aus Fukushima“, gestehen japanische Jugendliche der Autorin und Regisseurin Doris Dörrie im Interview: “Wir wollen, wenn wir ehrlich sind, nur das unser Computer läuft”. Über die Atomkraft hinaus, stellt uns der Film allen, die tiefergehende Frage: Was können wir bewahren, was müssen wir loslassen?

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Weltfrauentag. Internationaler Frauentag. „OneDayIWill“: ein Google-Doodle: ganz Inter-Nett. – Frauen & Männer sind nicht gleich. Das ist auch gut so. Wir verdienen aber das Gleiche: Recht, Geld & Ansehen! – (WehrWolter – ww 132 – Hans Wolter)

Ich war und bin immer schon ein überzeugter Verfechter von Gleichberechtigung. Männer und Frauen sind nicht gleich. Das ist auch gut so. Wir verdienen aber das Gleiche: Recht & Geld & Ansehen! – Bekommen tun wir es (noch) nicht.  Nach einer Einordnung, stelle ich kurz die Google-Aktion „OneDayIWill“ vor. Ganz Inter-Nett. Dann beleuchte ich in drei eigenen Texten, aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven, das Gleiche und die Unterschiede zwischen Frauen und Männern.

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The Revenant. Zwei Rückkehrer: Nr. 1. Leonardo DiCaprio gewinnt seinen ersten Oscar – Nr. 2. Uli Hoeneß kehrt nach nur 21 Monaten zurück. – Diversity: Hollywood sieht schwarz und Uli verschenkt FC Bayern Trikots an seine Mithäftlinge – (WehrWolter – ww 129 – Hans Wolter)

Trailer zum Text: The winner is: Uli Hoeneß/ „Reichenbonus“ nennt der Volksmund die Ausnahmeregelung/ The Revenant/ Geht es in der Natur gerechter zu? „Das Recht des Stärkeren“/ RaubtierKapitalismus/ Die Rückkehr des Verdrängten/ Nahezu Alttestamentarisch: nicht die Liebe, sondern die Rache hält Leonardo DiCaprio alias Hugh Glass am Leben und im Feldzug. – Auge um Auge! – Streckenweise mehr Flüchtling als Rückkehrer/ Innere Bilder lassen uns überleben/ Der Haftaufenthalt wird den Menschen Hoeneß verändert haben. Vielleicht vergleichbar mit der Entlassung aus einer psychischen Krise./ Auch den Revenant könnte man als das Durchschreiten einer Depression verstehen./ Die Wut des Hugh Glass hat ihn nicht in Aufgeben oder Suizid getrieben, sondern in die Wiederauferstehung/ Rückkehr und Mitmischen als bessere Lösung./ Fazit: Rückkehr statt Selbstaufgabe. Das Verbindende zwischen Hoeneß und dem Revenant.

 

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Geht von Männern mehr Gewalt aus, als von Frauen, von Terroristen mehr als von Bürokraten? – Oder zeigen sich die Aggressionen nur anders? – Von Mobbing, Seelenverletzungen, narzisstischen Kränkungen, subtiler & technokratischer Gewalt. – (WehrWolter – ww 126 – Hans Wolter)

„Es ist nicht nötig jemanden zu schlagen, um ihm wehzutun. Schweigen, Verrat, Verachtung, Gleichgültigkeit, Kaltherzigkeit tun weh.“ (Hexenkessel)
Inhaltlich gehe ich auf folgende Dinge kurz ein: Der Glanz im Auge der Mutter ist die halbe Miete zum Glück. Nur, gilt der Glanz uns oder unserer Leistung? Liebesentzug & Gleichgültigkeit sind Schläge auf die Seele. Sie können uns mehr verletzen, als vordergründige Gewalt. – Wieso sind Mütter häufig mächtiger als Väter? – Wie funktioniert Mobbing und wie können wir uns wehren? – Die neuen Rechten bewegen sich mit ihrem Cyber-Bashing geschickt an der Grenze zur Straftat. – Vom Drama des begabten Kindes, dem falschen Selbst, labilem oder gesteigertem Selbstwertgefühl.
Mobbing

Ausgangspunkt für meine Texte kommen häufig aus dem Tagesgeschehen und dem was mir zufällt. Heute sah ich diesen Post bei Facebook zu dem ich Stellung beziehen wollte. Als es immer mehr wurde, machte ich schließlich diesen Beitrag für meinen Blog daraus.

Es ist nicht nur die, häufig männliche, offensichtliche Gewalt die uns verletzt. Schon Eltern können ihre Kinder, häufig subtil, viel stärker über den sogenannten „Liebesentzug“ oder die Abwertung strafen. Die Wunden auf der Seele bemerkt der Sportlehrer am Montag in der Schule nicht. Aggression & Destruktion machen nicht Halt an den Grenzen: der Geschlechter, Kulturen, Staaten, Nachbarn & Familien. Narzisstische Verwundungen vollziehen sich häufig im Verborgen. Beispielsweise Mobbing, üble Nachrede, dauerhaftes Ignorieren des Anderen, haben alle einen gemeinsamen Plan: unliebsame Menschen, Rivalinnen, Konkurrenten usw., so zu vergiften, dass die Täterin, der Täter scheinbar unschuldig bleiben.

 

Mobbing? – Raus aus der Opferrolle!

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Wir leben & manipulieren in Bildern. Ein Selfie mit Angela Merkel + Flüchtling löst beim einen Freude, beim anderen Hass aus. Blumen sprechen am Valentinstag. – Bilder von 09/11 oder vom toten Aylan Kurdi am Strand brennen sich ein. – Der Mercedes Stern lässt uns heute anders vertrauen als ein HakenkreuzTattoo. – Prof. W. Salber: Psycho Logik funktioniert in Bildern, nicht nach Zahlen-Logik. – (WehrWolter – ww 124 – Hans Wolter)

VorAbBild meines Textes: Valentin: Lass Blumen sprechen. – Der Flüchtlingsjunge Aylan – Die Bibel spricht in Bildern – Die Börse reagiert auf Bilder – Charlie Hebdo provoziert in Bildern – Politik führt mit Bildern – Ten pics to go – Nine Eleven: die Einflüge in die Twin Towers des World Trade Centers haben sich als Jahrhundertbild in unsere Festplatte gebrannt. – Durch das Bild der heiligen drei Könige konnte der Kölner Dom gebaut werden – „Wir schaffen das“ entwirft ein anderes Bild in uns als: „Teile meiner Antwort würden sie sehr verunsichern“ – Bücher, Musik, Filme, Werbung, Schule erschaffen Bilder in uns. Das packt uns. Mal mehr mal weniger. – Psychologie in Bildern: u.a. erklärt von Prof. W. Salber

Lass Blumen sprechen, sagt Valentin. Blumen sprechen die Sprache der Liebe. Allerdings nur deshalb, weil sie entsprechende Bilder in uns wachrufen. Wenn wir Holzscheite verschenken, gewinnen wir wahrscheinlich nicht das Herz unserer Liebsten. Unsere Selfies wirken. Haben wir eins mit einem Promi, sind wir selbst ein wenig Promi. Sehen wir eins mit Angela Merkel und Flüchtling, dann freuen sich vielleicht Ausländer. Letztlich hörte ich im Interview einen Flüchtling der sagte: „Selbst wenn Frau Merkel nicht mehr Kanzlerin sein sollte, ich nenne meine Tochter auf jeden Fall Angela“ –

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Ein Bild kann viel bewegen. Es kann Fürsorge, Mütterlichkeit und „Willkommen in Deutschland“ symbolisieren. Auf der anderen Seite, der dunklen Seite Deutschlands sozusagen, kann dasselbe Bild gegenteilige Gefühle aktivieren: Angst, Wut und sogar Hass. Da gibt es Leute, die tatsächlich denken, die Flüchtlinge würden in ihrer Heimat alles stehen und liegen lassen, um wie hypnotisiert zu dieser märchenhaften MuttiMerkel in den Schoß zu flüchten.

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Reichen-Bonus für Uli Hoeneß, VW-Betrug & TTIP beschleunigen psychologische Klimakatastrophe. – Geld macht nicht glücklich, aber freier. Richter Claus Pätzel bestätigt “Reichen-Bonus” – FC-Bayern macht Weg ins Präsidium frei. – Zürich: Sepp Blatter drohen 5 Jahre Haft. – Whistleblower gibt neue Hinweise – Durch Reichen-Vorzugs-Rechte könnte auch Ex Fifa Boss rasch wieder zum Libero (ital.: freier Mann) werden. – (WehrWolter – ww 117 – Hans Wolter)

All animals are equal, but some animals are more equal than others„.

(Napoleon, Animal Farm from Georg Orwell)

Uli Hoeneß kommt frühzeitig aus dem Gefängnis frei. Gericht bestätigt „Reichen-Bonus“. Was sollen wir rechtschaffende Bürger davon halten? Nach meiner Einschätzung werden hier kurz nach dem VW-Betrugs-Skandal und den dubiosen TTIP-Geheimverhandlungen und möglichen Folgen – jenseits unserer Demokratie – wichtige Pfeiler unserer sozialen Konstruktion ausgespült. Auch und besonders: aus psychologischer Sicht. Recht und Unrecht verlieren ihre klaren Abgrenzungen und demokratischen Kontrollmöglichkeiten. Das kann durchaus – langfristig und schleichend – zu einer psychologischen Klimakatastrophe führen.

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Das was viele von uns immer schon ahnten, wird jetzt vom Augsburger Richter Claus Pätzel nun höchstrichterlich bestätigt: „Oft kommen Betrüger für den Schaden nicht auf. Sicher sind hierbei Leute im Vorteil, die über viel Geld verfügen.“ Weiterlesen …

„Die letzte Kränkung“ (EGO 0) – WW 100. Text auf dem Blog für Psychologisch-Quergedachtes: Ein GastBeitrag von Dr. Marc Hieronimus – Lichtwolf meets WehrWolter – Winter is coming

WehrWolter, der Blog für Psychologisch-Quergedachtes feiert Jubiläum. 100 Beiträge in 396 Tagen. Ich freue mich sehr, dass ich Dr. Marc Hieronimus – Philosoph, promovierter Historiker, Redakteur der Zeitschrift Lichtwolf u.V.m. – für den 100sten Text auf meinem Blog gewinnen konnte.

Sehr gerne veröffentliche ich hier seinen Artikel „Die letzte Kränkung“, zumal wir uns im Vorfeld häufiger recht angeregt und intensiv über das Thema “Narzissmus” austauschen konnten. Hier freut es mich auch, dass er Beispiele von mir aufgreifen konnte. Das Narzissten etwas entscheidendes gefehlt hat: “Der Glanz im Auge der Mutter” (Kohut). Wie z.B. auch meine Einschätzung von Andreas Lubitz, dem Co-Piloten der Germanwings Maschine, der 149 Menschen mit in seinen erweiterten Suizid genommen hatte. Nach meiner Einschätzung ist hierfür maßgeblich die narzisstische Persönlichkeitsstörung und nicht die Depression des Piloten verantwortlich gewesen. Da Marc Hieronimus über einen weiten und recht differenzierten philosophischen sowie historischen Hintergrund verfügt, sehe ich in seinem Beitrag eine beeindruckende Erweiterung meiner psychologischen Sichtweise zu der aktuellen Thematik der Generation „Selfie/EGO Null“: Narzissmus, Ego und Selbstwertregulierung.

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Warum sollen wir noch Termine einhalten & Steuern zahlen? – Kölner Oper: Doppelt so teuer als der damalige Siegerentwurf von JSWD-Architekten (Jürgen Steffens). Bauzeit: bisher 5 Jahre länger als vereinbart. – Paradox?: “Die weltweite Einfluss-Zunahme von Juristen führt zu Kostenexplosionen, Kriminalitätszuwachs & Stagnation” (WehrWolter – ww 93 – Hans Wolter)

Wurden die Kölner Heinzelmännchen von Schildbürgern oder Panzerknackern abgelöst?

Auf der einen Seite wird die Schraube gegenüber dem Bürger immer enger gedreht. Die Spielräume für Fristverzögerungen jedweder Art oder die Toleranz bei Geschwindigkeitsüberschreitung werden täglich enger. Nahezu zwanghaft wird der Bürger im Alltag – dank Digitalisierung – gegängelt. Auf der anderen Seite leisten sich die Verantwortlichen der Behörden oder großen Konzerne immer mehr Fehler, Betrug oder Vertuschung, die wir als Steuerzahler letztlich ausbaden müssen. Sind es Dilettanten oder Kriminelle, die beim Kölner Opernhaus, VW, FIFA, ADAC, dem Berliner Flughafen , der Hamburger Elbphilharmonie oder der WM-Vergabe nach Katar verantwortlich sind? –

Wie auch immer. Wir tragen letztlich die Kosten. Die Winterkorns, Blatters, Wulffs, Hoenesse, selbstgefälligen Kaiser … und wie sie alle heißen, bekommen letztlich noch hohe Abfindungen. Mal ehrlich: warum sollen wir noch Termine einhalten und Steuern zahlen? – Das was wir den Herkunftsländern der Flüchtlinge unterstellen, ist doch in der westlich hochzivilisierten Welt an der Tagesordnung. Wir sind doch längst eine Bananenrepublik.

Warum sollen wir Politikern, Vorgesetzten, Automobilbauern, Lufthansapiloten, Fußballfunktionären dem „Kaiser“ und seinen neuen Kleidern  eigentlich noch glauben?

Banane Republik1

In der Psychologie nennt man das Double Bind.

Wir erhalten zwei Botschaften, die sich ausschließen. Auf der einen Seite sollen wir gewissenhaft und genau sein. Auf der anderen Seite sollen wir beide Augen zudrücken, wenn die „Elternfiguren“ es mit der Wahrheit nicht so genau halten. Weiterlesen …

Andere Gurken, andere Sitten. Können Würste mit Bananen zusammenleben? Brauchen wir ein Leitgemüse? Sind Wutbürger, Hass, Pegida & Transitzonen die angemessene Antwort auf Kriege, Flüchtlinge & Vertreibung? – Auch die Evolution stellt die Frage: Wer schafft was? – Nur Angela Merkel oder wir auch?

Andere Gurken, andere Sitten. Können Würste mit Bananen zusammenleben? Wenn ja, welche Rolle nehmen die Gurken dabei ein. Brauchen wir ein Leitgemüse?

Banane Wurst1

Wie machen das eigentlich die New Yorker? Haben die eine Leitkultur und wenn ja, welche? Oder vergleiche ich jetzt Äpfel mit Birnen? Falls ja, warum kann ich das nicht? Das ist doch beides Obst, was mir schmeckt. Da würde ich eher sagen, ich kann Popcorn nicht so gut mit Steak vergleichen … wobei? Beides kann ich essen.

Wir Menschen sind ja AllesFresser. Daher sind wir auch anpassungsfähiger und evolutionär weiter gekommen. Es gab eine Zeit, da waren wir alle Vegetarier, wie die Gorillas. (Warum sind die eigentlich so kräftig?) Eines Tages haben wir dann begonnen Mammuts zu jagen. Seit dem sind wir Jäger UND Sammler. Männer jagen mehr, Frauen sammeln mehr. Zumindest früher. Was ist besser? Frauen leben im Schnitt länger …

Banane Republik1

… wir leben AUCH von den Unterschieden. Wenn wir alle eine Gurkentruppe wären, dann gäb es ja nur grün. Das wäre auf Dauer auch nicht so lecker. Weiterlesen …

Perspektive für Blatter und Platini: Lebenslänglich – Warum regt sich Deutschland weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß etc. auf, als über Menschen in Not? Merkel macht mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein einen guten Job! (WehrWolter – ww 73 – Hans Wolter)

Tanz um das goldene Kalb Fußball. Warum regen sich viele in unserem Land weniger über Steuer Flüchtlinge, wie Uli Hoeneß auf, als über Menschen in Not, die unsere Unterstützung suchen? Nach bisherigen Ermittlungen weiß man, dass Hoeneß UNS mehr als 30 Millionen € Steuern entzogen hat. Man geht davon aus, dass es über die Jahre verteilt noch deutlich mehr waren. Wieviel Flüchtlingsheime könnten wir davon bauen? Nebenbei bin ich der Meinung, dass unsere Bundeskanzlerin einen guten Job macht, mit ihrem Appell ans Selbstbewusstsein. WIR schaffen das. Natürlich müssen wir differenzieren. Auf Dauer müssen wir für mehr Gerechtigkeit sorgen. In unserem Land. In der Welt. Es geht doch nicht an, dass einige Wenige, wie die Winterkorns, Blatters oder Hoenesse uns den ganzen Kuchen wegfressen. Der Schweizer Soziologe, populäre Wirtschaftsexperte und weltweit anerkannte Globalisierungsgegner Jean Ziegler kämpft ja auch schon seit Jahren gegen das  globale Hungersterben. Dabei wird er nicht müde, auf zwei Eckdaten hinzuweisen:

„1.) Laut OXFAM-Bericht besitzen ein Prozent der Weltbevölkerung so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen.

2.) In den 122 sogenannten Entwicklungsländern stirbt alle fünf Sekunden ein Kind an Hunger, das ist ein tägliches Massaker. Obwohl der World Food Report der UN bestätigt, dass die Landwirtschaft heute zwölf Milliarden Menschen ernähren könnte, also deutlich mehr als die aktuelle Weltbevölkerung. Das sind die Folgen der globalisierten Diktatur des Finanzkapitals, unter der wir leben. Das ist die kannibalische Weltordnung, die ich angreife.“

Perspektive für Blatter und Platini:

Lebenslänglich

Mittlerweile kämpft auch im Fußball-Weltverband Fifa jeder gegen jeden. Weiterlesen …

Friedensnobelpreis? The winner is: Angela Merkel! – Er ist wieder da. Der Wille zur Führung in Deutschland.

Heute um 11 Uhr wird der Gewinner des Friedensnobelpreises für 2015 bekanntgegeben. Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auch nominiert. Vorgeschlagen wurde sie noch vor ihrem aktiven Eingreifen in die Flüchtlingspolitik. Vorgeschlagen wurde sie, als sie im Ukraine-Konflikt einen Waffenstillstand aushandeln konnte. In der Flüchtlingskrise ist sie – für ihre Verhältnisse ungewohnt – klar und aktiv geworden. Sie zeigt Führungsstärke zu dem Zeitpunkt, als die Flüchtlingssituation zu eskalieren droht. Sie heißt die Flüchtlinge, die nach Deutschland wollen, willkommen.

„Ich will nicht in einen Wettbewerb treten, wer in Europa die Menschen am unfreundlichsten behandelt“,

sagte Angela Merkel am 07.10. 2015 bei Anne Will.

Auf mich hat sie in dieser Sendung einen guten Eindruck gemacht. Anne Will erlebte ich dagegen streckenweise verkrampft und unrealistisch in ihren, teils recht konstruiert wirkenden Fragen. Nach meiner Einschätzung geht Merkel gut mit der gegenwärtigen Flüchtlingskrise um. Hinreichend gut. Wer würde es denn besser machen? Ich kann nachvollziehen, dass die Zahlen der Fremden die in unser Land kommen, vielen Angst machen. Aber die kommen nicht, weil Merkel freundliche Selfies mit Flüchtlingen gemacht hat. Die kommen in erster Linie, weil die Gewalt und Gefahren in den Kriegsgebieten immer mehr zugenommen haben. Grenzen dicht machen? Das klappt doch nicht. Ich habe den Eindruck gewinnen können, dass Angela Merkel sich intensiv damit beschäftigt, gute gemeinsame Lösungen – auch mit europäischen Partnern – für die gesamte Problematik zu schaffen. Ihre mittlerweile aktivere Haltung gefällt mir besser, als ihre jahrelange Abwartetaktik. Für mich war schon der entschiedene Ausstieg aus der Atomindustrie ein Vorläufer der neuen Entschiedenheit. Weiterlesen …

Sorg dafür, dass Du Rückenwind hast. Dann gewinnst Du jedes Spiel. Auch beim Fußball. Dann bist Du bald in der Champions League oder beim Oktoberfest des FC Bayern München.

Ein Hoch über dem Oktoberfest in München. Gestern rollte der Ball wieder in der besten Liga der Welt. Lewandowski traf wieder 3 mal ins Schwarze. Sein Lauf scheint zum Dauerlauf zu werden. 10 Tore in einer Woche. Was können wir an diesem Beispiel lernen?

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Frauen sind anders. Männer auch. – Auch in der Körperwahrnehmung. – Von dicken Tränen, Heidi Klum, Germany’s next Topmodel und dem Triumphgefühl der Magersucht. – (WehrWolter – ww 66 – Hans Wolter)

Der Körper wird der Scharfrichter der Seele (Jean Paul)

Am Wochenende hab ich mich satt ins Fettnäpfchen gesetzt. Während eines Geburtstagsessens witzelte ich immer mit meiner, bis dahin unbekannten, Tischnachbarin, dass wir uns nicht zu viel am Buffet holen, damit wir noch am jeweils anderen vorbei kommen. Vielleicht lag es auch etwas am guten Rotwein, dass ich in meiner humorigen Art, zur fortgeschrittenen Stunde, zu ihr lachend sagte: „oh, da kommt ja wieder die dicke Sauerländerin“. Die Frau war schlank, sympathisch und … geschockt. Auf der Tanzfläche belehrte mich meine Frau, dass ich so etwas einer Frau nie, nie sagen könnte. Okay! Ich bin kein Freund des Kategorischen, glaube auch dass es einen Unterschied macht, ob sich das in einer Beziehung entwickelt oder hinten rum passiert, aber irgendwo scheint sie richtig zu liegen.

Beide sind eitel. Aber anders eitel. – Beide streben Autonomie und Macht an. Aber anders

Das muss ein extra Kapitel in meinem MännerFrauenBuch bekommen. Frauen sind anders. Männer auch. – Z.B. in der Körperwahrnehmung. Beide sind eitel. Aber anders eitel. Frauen nehmen meist ihren Körper wesentlich deutlicher wahr und können hier auch recht streng mit sich sein. Männer auch. Aber anders. Dass Frauen irgendwie bewusster in ihrem Körper stecken, schützt sie allerdings nicht davor, dass sie Probleme auf ihren Körper verschieben. Unbewusst. Fühlt sich eine Frau z.B. in einer sozialen Situation nicht wohl, kann sie es auf ihren Körper projizieren. Daher ist der Anteil der Essstörungen, als Ausdruck psychischen Unwohlseins, bei Frauen deutlich höher als bei Männern. Bei Männern überwiegen auf der anderen Seite z.B. die harten Suizide. Männer haben auch statistisch eine geringere Lebenserwartung. Weiterlesen …

Dr. Jetta & Mr. Hyde – GAS-Lüge bei Volkswagen als Karikatur des „Made in Germany“ & der deutschen Zahlengläubigkeit – Hebelt VW Betrug zuerst Winterkorn dann TTIP aus? – Wolfsburg: Gewaltiger Vertrauensverlust in die westliche Ordnung! (WehrWolter – ww 64 – Hans Wolter)

Vertreibung aus dem Paradies der Zahlengläubigkeit. VertrauensCrash in ungeahntem Ausmaß.

Nine-Eleven wurde von Terroristen herbeigeführt. Das können wir noch weiter fern-halten. Auch beim Blutbad der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Der Amokflug der deutschen Lufthansa/Germanwings-Maschine wurde BEWUSST und kaltblütig durch den Piloten Andreas Lubitz herbeigeführt. Das können wir schon nicht mehr so ohne weiteres von uns distanzieren. Bei der vielleicht deutschesten Firma überhaupt wurden – BEWUSST und ausschließlich gewinnorientiert – Abgaswerte mittels moderner Computersoftware manipuliert.

VW-Skandal

Die GAS-Werte sind bis zu 40fach höher als es erlaubt, geschweige denn gesund ist. Das ist hochprofessionelle Kriminalität im Nadelstreifenanzug der Saubermänner. Na ja, es wird auch kein Zufall sein, dass der VW-Manipulationsskandal von den Amerikanern punktgenau während der Internationalen AutoAusstellung (IAA) aufgedeckt wird.

Vielleicht kippt der VW-Betrug ja den Transatlantischen Wirtschafts-FreiBrief TTIP?

Wem sollen wir denn heute noch glauben? Hoffentlich sinkt nun endlich einmal die kindlich anmutende Zahlengläubigkeit in der deutschen Bevölkerung. „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe“ – witzelte man schon zu meiner Studienzeit an der Uni. Hätten wir heute schon TTIP, wäre es deutlich schwerer mit diesem AbGasBetrug umzugehen, bzw. die Wirtschaftsunternehmen zur Verantwortung zu bringen. Wenn der VW-Skandal TTIP stürzt, wäre das ein gelungenes Paradox

Wenn ich schon diesen „Tanz um die schwarze Null“ sehe, wird mir übel.

Das Wirtschaftsministerium, allen voran Schäuble, inszenieren hier ein merkwürdiges Theater. Wichtiger ist es, so meine Einschätzung, dass es den Menschen gut geht. In Deutschland, Europa und weltweit. Europa hat bisher nur Ansätze einer Wirtschafts-Union geschafft. Wo bleibt die Sozial-Union? Interessiert das überhaupt einen. Nun werden nicht wenige mir vorhalten: erst einmal muss die Wirtschaft stimmen. Okay.

VW-Abgas

Wofür bekommt ein Winterkorn 16 Millionen Jahresgehalt? Dafür dass er vorsätzlich gigantische Umweltverschmutzung in Kauf nimmt, uns alle hochzivilisiert verarscht, um Gewinn und Macht eines Wirtschaftskonzerns so zu steigern, dass er der größte Automobilbauer der Welt werden kann. Weiterlesen …

Ändere die Welt! – Jean Ziegler: 1. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. – 2. Totale Ungleichheit: 1 Prozent der Weltbevölkerung besitzt so viele Vermögenswerte wie die restlichen 99 Prozent zusammen. – Nein zu TTIP! – (WehrWolter – ww 62 – Hans Wolter)

„Die großen Konzerne haben heute mehr Macht als es Kaiser oder Päpste je hatten. – Wenn TTIP in dieser Form durchkommt, ist die entscheidende Schlacht verloren.“ (J.Z.)

Jean Ziegler, der prominente Globalisierungsgegner spart in seinem neuen Buch „Ändere die Welt“ nicht mit harscher Kritik an der globalen Finanzoligarchie. Der Schweizer Soziologe, Politiker und Sachbuch- und Romanautor Jean Ziegler, 80, ist einer der weltweit profiliertesten Kritiker der Globalisierung und der Finanzmärkte. Von 2000 bis 2008 war er UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. In seinem neuesten Buch „Ändere die Welt – Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“ kritisiert er drastisch und plakativ die Folgen „der globalen Diktatur der Finanzoligarchie“. Die Börsenspekulation auf Grundnahrungsmittel, die unkontrollierte Macht der Großkonzerne sowie die immer größere Ungleichheit der weltweiten Vermögensverteilung sieht er als Folge der „neoliberalen Wahnidee“. Ziegler hofft auf den Zusammenschluss einer neuen Zivilgesellschaft, die von den Textilarbeitern in Bangladesh über Kleinbauern in Afrika bis zu Attac in den westlichen Finanzmetropolen reicht.

Nachfolgend gebe ich ein Interview wieder, welches er am 18.04.2015 Arne Johannsen vom WirtschaftsBlatt gab.

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WirtschaftsBlatt: Der Untertitel ihres neuesten Buches heißt „Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen“. Was ist kannibalisch an der Welt?

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Sich selbst zu (er)finden, verleiht Flügel. – Mal hast Du einen Lauf … mal hast Du Scheiße am Schuh. Entscheidend ist die Psyche. – Das gilt nicht nur im Fußball, der Bundesliga oder der Champions-League. – Das gilt auch in Deinem Alltag.

Wir sollten dafür sorgen, im guten Kontakt mit uns selbst zu sein und fliegen grundsätzlich für möglich zu halten.

Im Bild des Fußballs lässt sich viel veranschaulichen. Hier können auch NichtBallInteressierte etwas lernen. – Der Ball rollt manchmal komisch. Nehmen wir mal Borussia Mönchengladbach: Ligadritter in der letzten Saison und Champions-League-Debütant gewinnt auf einmal kein Spiel mehr und ist heute auf dem letzten Platz der Liga. In der letzten Saison ist es der anderen Borussia ähnlich ergangen. – „Meine Mannschaft“, der 1. FC-Köln ist dagegen gut in die neue Saison gestartet. Aber auf einmal verlieren sie gegen Eintracht Frankfurt 6:2. Köln hat eigentlich in letzter Zeit eine recht solide Abwehr. Wieso kassieren wir auf einmal 4 Tore in 30 Minuten? Der FC-Coach Peter Stöger meint: „Frankfurt hat Fehlerquellen bei uns gefunden“. Dann lese ich in den Medien, dass Marcel Daum, der Sohn von Christoph Daum, als Video-Analyst die Schwächen des FC erkannt und die Eintracht in der Halbzeit entsprechend informiert habe. Ehrlich gesagt, halte ich das für Quatsch!

Aufbau des Egos – Abbau des Egos

Nach meiner Einschätzung ist nicht die Analyse des Gegners entscheidend für den Sieg einer Mannschaft. Ich denke, wenn es einer Mannschaft gelingt ein unverhofftes, möglichst frühes Tor zu schießen, dann kann das verschiedene Konsequenzen haben. Der Torschütze und seine Mannschaft werden selbstbewusster. Die beschossene Mannschaft kann darauf zunächst irritiert reagieren und dann schnell zunehmend unsicherer werden. Auf der einen Seite baut sich ein Ego auf, auf der anderen Seite kann sich das Gefühl der Selbstwirksamkeit abbauen. Weiterlesen …

Verwandlung einer schuldgeplagten Mutter zur grandiosen Mutmacherin. – Stirb und Werde: Kriegstagebücher geben tiefe Einblicke in die komplexe Psyche Astrid Lindgrens. – (WehrWolter – ww 66 – Hans Wolter)

„Schriftstellerin wäre ich wohl allemal geworden, aber ohne das mit Lasse wohl nie eine berühmte.“

(Astrid Lindgren)

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Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, Michel aus Lönneberg, die Kinder von Bullerbü – die Bücher von Astrid Lindgren verkaufen sich millionenfach. Ihr sogenanntes “Kriegstagebuch” ist allerdings bislang weitgehend unbekannt. Sie führte während des Zweiten Weltkriegs ein Tagebuch und berichtete voller Abscheu über Judenverfolgung und Deportationen – Erkenntnisse aus ihrer Arbeit für den schwedischen Geheimdienst, für den sie im Krieg zeitweise Briefe ausgewertet hat. Ihr Tagebuch gibt aber auch tiefe neue Einblicke in die Seele einer schuldbeladenen jungen Mutter. Sie wurde mit 19 Jahren von ihrem viel älteren, verheirateten Chef ungewollt schwanger und gab ihren Sohn weg. Nach vier Jahren holte sie Lasse von den Pflegeeltern zurück. Er starb 16 Jahre vor ihr.

Pippi Langstrumpf entdeckte während des Krieges das Licht der Welt. Wir lernen in diesem Jahr noch einmal eine neue Seite der Autorin Astrid Lindgren kennen. In ihren jetzt veröffentlichten Kriegstagebüchern gibt sie neue Einblicke in ihr bewegtes Leben.

Die Geburt, Weggabe und Zurücknahme ihres Sohnes Lasse war – in ihrer eigenen Einschätzung – der große und entscheidende Wendepunkt in ihrem Leben.

Hier frage ich mich, ob sie mit ihrer Erfolgsgeschichte Pippi Langstrumpf ihre damit verbundene schwere Zeit und ihre Schuldgefühle verarbeitete. Pippi ist ein Kind, das ohne Eltern bestens zurecht kommt. Das kann einerseits sie selbst sein, andererseits der Wunsch, dass Lasse gut durchkommt.

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Karl Lagerfeld gibt Frauen die Lizenz zur Selbstinszenierung. – SelbstGeliebte Verstofflichung zwischen Mozart, Napoleon, Goethe und Nietzsche. (WehrWolter – ww 59 – Hans Wolter)

Karl Lagerfeld, ein Perfektionist, der heute ungefähr 80 Jahre alt wird. Seine „MODEMETHODE“ ist Inhalt der gleichnamigen Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle. Hier konnte ich mir – unterstützt von einer ausgezeichneten Fachführung – ein eigenes Bild zur Persönlichkeit, zum Phänomen KL, machen. Meine psycho-logische These zum Phänomen und „Gesamtkunstwerk“ Karl Lagerfeld ist, dass er die Frauenwelt nicht nur mit raffinierten Kreationen beglückt, indem er etwas verstofflicht, was vorbewusst schon lange gewünscht wurde und wird, sondern, dass er sie vor allen Dingen auch psychisch entlastet. Er gibt ihnen so etwas, wie:

Die Lizenz zur Selbstinszenierung.

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Mit Mode können wir eine Zugehörigkeit signalisieren. Zentraler scheint mir aber der Aspekt, dass wir uns als besonderes Individuum – als Einzelstück – präsentieren können. Eigentlich wollen wir ja alle Einzig-Artig sein und kommen mit diesem natürlichen Anspruch auf die Welt. Wenn es gut läuft, können wir die Prinzen- & Prinzessinnen-Rolle auch einige Jahre in der Kindheit genießen. War es so, wollen wir es weiter und immer wieder so. War es nicht so, wollen wir es nachholen. Kleidung kann dabei helfen. Frauen legen hier einen herausragenden Wert auf stoffliche Ver-Besonderung. Vor allen Dingen bei der Spezies Mensch. Im Tierreich ist häufig der Mann bunter, schriller, auffallender..

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Wenn ich mich aus der Masse hervorhebe, kann ich aber auch den Schutz der Gemeinschaft verlieren. Auf der Bühne kann ich schnell Buhrufen wegen vorgeworfener Eitelkeit, Egoismus, Narzissmus etc. ausgesetzt sein. Auch wenn das Publikum hier hauptsächlich von solch verpönten und in unserer Kultur tabuisierten Affekten, wie Neid & Eifersucht getrieben ist, kann dies uns sehr verletzen. Soll es ja auch. Wir sollen dann wieder zurück in die Uniformierung, zurück ins Glied gehen. Sind wir weniger von diesen „niederen“ Affekten getrieben, können wir die Menschen auf der Bühne auch bewundern. So schmücken sich viele Männer beispielsweise gerne mit hübschen Frauen. Oder wir jubeln Mick Jagger und Michael Jackson zu, auch wenn sie auf der Bühne geradezu masturbieren. Der alte Sigmund Freud wies schon darauf hin, dass Narzissmus häufig toleriert wird, wenn die Gemeinschaft etwas davon hat. Über einen Christiano Ronaldo wird zwar gelästert, aber für seine Tore wird er gewertschätzt – fast – geliebt.

In unserer christlichen Kleidungstradition war Stolz lange Zeit verpönt.

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„Die verlorene Ehre“: Was Mario Adorf, Til Schweiger, Kevin Kurányi, Edward Snowden, Böll, Edathy und die RAF verbindet. (WehrWolter – ww 58 – Hans Wolter)

Mario Adorf: ein ganz großer des deutschen Films & Bühne, wird heute, am 08. September 2015, 85 Jahre alt. Er ist so etwas wie die graue Eminenz des deutschen Films. – und noch so viel mehr.

Wenige sind so vielseitig wie er:

  • Bösewicht («Nachts wenn der Teufel kam»),
  • Patriarch («Der große Bellheim», «Der Patriarch»),
  • Komisch («Kir Royal»).
  • Alter («Altersglühen») aktuell: Speed-Dating für Senioren.

Mehr als 140 Filmrollen hat Adorf bisher gespielt. In einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der «Bild am Sonntag» (Frühjahr 2015) wird er zum beliebtesten deutschen Schauspieler überhaupt.

„Es ist sehr viel Glück dabei“, sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem heutigen 85. „Bei mir war es sicher eine sehr frühe kindliche und eine bleibende Spielfreude, mein italienisches Erbteil. Die Freude am Spiel soll man sich bewahren. Fleiß ist da nötig, wo etwas gelernt werden will.“ Weiterlesen …

Still sein, wenn Kinder schlafen. Laut werden, wenn Kinder sterben! – Der kleine Ailan. Die Macht der Bilder. Umdenken tut Not. – (WehrWolter – ww 57 Hans Wolter)

„Gewöhnlich ist ein Leichnam ein stummes, unansehnliches Ding. Es gibt aber Leichen, die lauter reden als Posaunen und heller leuchten als Fackeln.“ (Rosa Luxemburg)

Ein kleiner dreijähriger Junge, der aussieht, als würde er schlafen. Ailan, ein syrisches Flüchlingskind, welches auf der illegalen Überfahrt vom türkischen Bodrum zur griechischen Insel Kos ertrank. Das Bild geht um die Welt. Die meisten Menschen sind entsetzt und reagieren bestürzt. Das entspricht unserem Überlebensinstinkt. Das könnte unser Kind sein.

Das könnten wir sein. Kaum einer, der hier nicht starke Affekte spürt: Angst, Entsetzen, Wut, Trauer.

Als mir vor einigen Tagen einer das Bild in einen Kommentar postete, sah ich es zum ersten Mal. Ich wollte es spontan löschen, weil ich es kaum aushalten konnte. Ich habe es – nach inneren Kämpfen in mir – nicht gelöscht. Erst später erfuhr ich die Hintergründe. Jetzt konnte ich der Veröffentlichung etwas „Positives“ zugestehen, wenn es bewirkt, dass wir wachgerüttelt werden.

In der Flüchtlingskrise geht es in erster Linie um Menschen.

Zahlen, Zahlungen, Wohlstands- und Beschränkungsängste sollten hinten anstehen. Natürlich sind die da. Die können und sollten wir auch nicht verleugnen. Aber: Menschlichkeit muss an erster Stelle stehen!

Wie in unserem Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Das gilt nicht nur für deutsche Staatsbürger. Das gilt für alle Menschen.

Bundesverfassungsgericht stellt klar, worin der Schutz der Menschenwürde, im Umgang mit Flüchtlingen, besteht.

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Flüchten ist Anpassungsfähigkeit. – Äpfel + Birnen = Obst. – Leben ist flüchtig. – Denkt mal größer & weiter! – Flüchtlinge brauchen nicht noch eine zusätzliche Flüchtlingskrise.

Was soll eigentlich die immer wieder – häufig so gedankenlos dahin geredete – Floskel, man solle Äpfel nicht mit Birnen vergleichen? Nachdem ich auf Facebook Vertriebenenschicksalen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs mit den heutigen Flüchtlingsschicksalen verglichen habe, lese ich immer mal wieder den, teils reflexartig wiederholten, oberlehrerhaften Äpfel-Birnen-Hinweis.

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Äpfel und Birnen haben etwas gemeinsam: sie sind Obst. Vertriebene damals und Flüchtlinge heute haben auch eins gemeinsam: sie sind Menschen. So eine dümmliche Argumentation macht mich wütend! Was will uns denn der Schreiber mit einer solchen missionarischen Bemerkung sagen?

Wir leben heute, da unsere Vorfahren geflüchtet sind.

Flüchten ist AnpassungsFähigkeit. Viele Deutsche waren einmal Flüchtlinge. Die Integration hat unserem Land mehr geholfen, als geschadet. Angst macht dumm. Nur so kann ich mir die Dummen von Pegida & Co. erklären. Sie verdrängen, dass sie in ihren Familien auch Vertriebene haben. Wahrscheinlich haben sie genau davor Angst: Verdrängung funktioniert nicht auf Dauer. Angst lässt sich auf Dauer nicht vertreiben. Da können sie noch so verachtend versuchen, wehrlose Menschen einzuschüchtern. Am Ende muss sich der Dumme seiner Doofheit stellen. Der Radikale seiner Beschränktheit. Was wäre, wenn der Zahnarzt eines rechten „WutBürgers“ auch einmal radikal und menschenverachtend auf seine Ängste, Schwächen & Schmerzen antworten würde. Na, vielleicht würde er flüchten. Wohin? Also: reißt Euer Maul nicht so auf, Ihr ängstlichen kleinen MöchteGernOrdnungsHüter!

Steuer- & WirtschaftsFlüchtlinge reagieren auf Einschränkungen.

1492 sind Wirtschaftsflüchtlinge nach Amerika aufgebrochen. War das verwerflich?

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Nicht nur Menschen aus Kriegsgebieten flüchten. Auch Menschen mit keinen oder wenig wirtschaftlichen Perspektiven suchen, sofern sie Mut & Intelligenz mitbringen, nach Alternativen. Das machen Aktionäre doch auch. Droht eine Kursverschlechterung, dann flüchten sie. Oder die vielen SteuerFlüchtlinge in unserem Land. Anstatt für Deutschland zu zahlen, werden sie zu Monaco-Flüchtlingen. Denkt mal groß! Verdammt!

Wir „Guten“ müssen verhindern, dass rechtsfreie Räume entstehen, wie es einige Dumme, in Sachsen z.B., versuchen.

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Messi, der Einstein Barcelonas, wird Europas Fußball-König. – Was macht den Unterschied? – FLO(h)W: Nicht nur für Fußballer.

Der kleine 28-jährige Argentinier, den seine Freunde vom FC-Barcelona liebevoll „Floh“ nennen, beißt sich bei der Wahl zum besten FußballSpieler des Kontinents wieder gegen GroßMund Suarez und Goliath Ronaldo durch. Zum dritten Mal Europas Bester, viermal WeltBester. Was macht den Unterschied? Ich denke, er ist ein KÜNSTLER. Künstler verstören zunächst, um dann neue Ver-Bindungen zu schaffen. PerspektivWechsel. Das hat etwas von einem Magier, der aus tiefen unbewussten Quellen schöpft. Ein Perlentaucher, der an der Luft den Ball und häufig auch seine Gegenspieler mit seinem ZauberFuß verwandelt. Besonders ist hier: seine GELASSENHEIT. Eine Gelassenheit, wie wir sie auch vom schnellsten Mann der Welt – Usain Bolt – und manch anderem „Gott“ kennen. Ab und zu gibt es diese Einsteins, für die andere Relativitäten gelten. Was lernen wir daraus? Der Kontakt zu unserem „inneren Kind“ und Begeisterung sind die besten LehrMeister!

Anhand der Psychoanalyse und der aktuellen Hirnforschung versuche ich Messis Geheimnis nachfolgend aus wechselnden Perspektiven zu betrachten. Hierbei orientiere ich mich an Überlegungen, die ich auszugsweise in zwei Texten hier auf (http://www.WehrWolter.com) schon einmal entwickelt und veröffentlicht habe.

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“Erst als die immer schon Heimischen sich fremd genug waren, begannen auch sie … ihr Fremdsein zu ertragen, sich selbst zu erkennen und mit ihnen zu leben.” – “Vonne Endlichkait” Günter Grass. Auch zu: Flüchtlinge, Flüchtlingskrise & Heinrich Böll – (WehrWolter – ww 54 – Hans Wolter)

„Als Millionen Vertriebene mit lastendem Gepäck und lastender Erinnerung im restlichen Vaterland zwangseinquartiert wurden, riefen viele Heimische, die sich durch Zuzug beengt sahen:

Geht hin, wo ihr hergekommen seid!

Aber sie blieben, und eingeübt blieb der Ruf: Haut endlich ab!

Bald galt er Fremden, die später, noch später von weither gereist kamen und unverständlich sprachen; sie blieben gleichfalls und vermehrten sich seßhaft.

Erst als die immer schon Heimischen sich fremd genug waren, begannen auch sie in all den Fremden, die mühsam gelernt hatten, ihr Fremdsein zu ertragen, sich selbst zu erkennen und mit ihnen zu leben.“

Das sagt Günter Grass in seinem letztem Buch: „Vonne Endlichkait“. Morgen, zum 266sten Geburtstag von Goethe, kommt sein Buch mit einer Auflage von 50.000 Exemplaren in den Buchhandel. Hieran hat der Literaturnobelpreisträger bis zum letzten Tag seines Lebens geschrieben. Weiterlesen …

Psyche spielt Fußball und schießt fast alle Tore! – Der Ball rollt in uns & in der Bundesliga, UEFA Championsleague, Fußballeuropameisterschaft 2016 … bei Borussia Dortmund – Liverpool …weltweit. (WehrWolter – ww 53 – Hans Wolter)

Der Ball rollt wieder.Fußball ist für mich ein LehrMeister. Hier finde ich immer wieder gute Bilder für die Psychologie des Alltags. Gleich freue ich mich auf das Spiel unseres Effzeh gegen die Wölfe.

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Eigentlich befürchte ich, dass wir diesmal keinen Punkt holen. Was aber keine Schande wäre. Allerdings wäre mit Glück & kölschem Witz auch 1 oder gar 3 Punkte auch möglich. Eigentlich schreib ich diesen Beitrag allerdings, weil ich am Donnerstag mal wieder ein unglaubliches Spiel gesehen habe. Die Dortmunder BVB-Jungs lagen im  Playoff-Hinspiel zur Europa League gegen den norwegischen Klub Odds BK nach 14 Sekunden 0:1 zurück. 0:3 nach 22 Minuten – nach den bisher gezeigten Leistungen in den ersten vier Pflichtspielen der Saison eine Sensation. Dennoch konnten sie das Spiel drehen, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.

Odds BK Skien – Borussia Dortmund 3:4 (3:1)
1:0 Samuelsen (1.)
2:0 Nordkvelle (19.)
3:0 Ruud (22.)
3:1 Aubameyang (34.)     3:2 Kagawa (47.)  3:3 Aubameyang (76.)  3:4 Mchitarjan (84.)

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Fußball kann auch Qualtitäten von Rausch haben. Wie bei der WM 2014 im Spiel Deutschland : Brasilien.

Der 41jährige Thomas Tuchel könnte der jüngere Bruder von Jürgen Klopp sein. Er ist nur viel schmaler und optisch noch jungenhafter. So wie Kloppo hat er aber eine gute Verbindung zu seinem „inneren Kind“. Weiterlesen …

Happy Birthday Animal Farm – Wenn die Klügeren nachgeben, kommen die Dummen an die Macht. – Von Georg Orwell über die Deutsche Wiedervereinigung zu TTIP (WehrWolter)

Heute vor siebzig Jahren, am 17.08.1945, erschien Georg Orwells Roman „Animal Farm“ (Deutscher Titel: „Farm der Tiere“). Inhaltlich geht es um die Auflehnung der Tiere einer englischen Farm gegen die Herrschaft ihres menschlichen Besitzers, der sie vernachlässigt und ausbeutet. Die Machtergreifung der Tiere gelingt und sie versuchen ein angenehmeres Zusammenleben zu gestalten. Anfänglich ist das Projekt erfolgreich. Aber nach und nach übernehmen die Schweine immer mehr die Führung und errichten schließlich eine Gewaltherrschaft, die schlimmer ist als diejenige, aus welcher sich die Tiere befreien wollten.

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Georg Orwell hatte zunächst große Schwierigkeit einen Verleger für seinen Roman zu finden. Er galt als Parabel auf die Entwicklung in der Sowjetunion. Hier folgte auf die Oktoberrevolution des Volkes ja die zunehmend diktatorische Herrschaft Stalins. Diese Kritik ging vielen damals zu weit, da Stalin damals in weiten Kreisen eine Aura der Idealisierung umgab. Ich vermute ja, dass das auch mit einer Scheu vorm Vatermord (Freud, Totem & Tabu) zu tun hat.

Zur „Animal Farm“ fällt mir auch die deutsche Wiedervereinigung ein.

Auch wenn das sicher nicht ganz „fair“ ist. In Deutschland stellte sich ja keine Diktatur der Schweine her. Aber so etwas wie eine Diktatur der D-Mark. Wirtschaftlichkeit und Konsum standen an absolut erster Stelle. Soziale Reformen oder soziale Errungenschaften des damaligen DDR-Regimes traten rasch in den Hintergrund. Hier wurden leider die Chancen eines „dritten Weges“ vertan.

Auch in der Europapolitik geht es fast ausschließlich um die Wirtschafts-Union. Eine Sozial-Union wurde bisher vernachlässigt. Warum hat man bisher noch nicht ernsthaft und effektiv an gemeinsamen Modellen und Strategien gegen Arbeitslosigkeit oder Armut gearbeitet.

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Sollte die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft TTIP tatsächlich durchgesetzt werden, bedeutet das noch einmal die absolute Vorherrschaft von Wirtschaft und Handel. Soziale Errungenschaften der „alten Länder“ werden verloren gehen. Hier liegt eine große Gefahr, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft. Auch demokratische Errungenschaften gehen verloren, weil sich alles dem Diktat der Privatwirtschaftlichkeit unterwerfen muss.

TTIP hebelt die demokratischen Strukturen aus

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Während Du schliefst: Mauerbau & TTip – Einmauerung & Entgrenzung – Jenseits demokratischer Kontrolle & Macht – (WehrWolter – ww 49 – Hans Wolter)

Josef Stalin und Dagobert Duck liegen bei Mauerbau & TTIP näher beieinander, als die Comicforschung bisher annahm.

„Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ – TTip: ein Segen für das deutsche Volk?

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Auf meiner gestrigen kleinen MopedTour durchs Siebengebirge war ich kurz im Adenauerhaus. Da las ich, dass just während ich diese Zeilen jetzt hier schreibe, vor 54 Jahren, die Berliner Mauer gebaut wurde. Bei Nacht und Nebel, in der Nacht zum 13. August 1961.

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

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Diesen Satz sagt DDR-Staats- und Parteichef Walter Ulbricht am 15. Juni 1961 in einer Pressekonferenz. Keine zwei Monate später wurde die Berliner Mauer gebaut.

Wieso fällt mir jetzt gerade TTip ein?

Vielleicht, weil hier auch ein ganzes Volk irregeführt wird? Vielleicht aber auch, weil dieses sogenannte Freihandelsabkommen jenseits der Demokratie entsteht.

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War der Mauerbau eine gewaltsame Einschränkung der Kommunistischen Welt, ist TTip das Gegenteil: eine gewaltige Öffnung der Kapitalistischen Welt. Auf der einen Seite wurde der freie Handel unterbunden, mit dem Plan eine Ideologie zu schützen. Auf der anderen Seite wird der Handel grenzenlos unterstützt, mit dem Ziel wirtschaftlicher Bereicherung privater Unternehmen. Weiterlesen …

LichtGestalten im Schattenreich – Stirb und werde! – Fußball? Ganz großes Kino unserer AlltagsKultur! (WehrWolter – ww 48 – Hans Wolter)

Ich liebe Fußball. Auch deshalb, weil es sich hier nicht nur intensiv fühlen lässt, sondern weil wir hier ganz großes Kino geboten bekommen. Ein Bühnenspektakel, von der Qualität – alter oder neuer – griechischer Tragödien.

Beim Fußball können wir mit Brüdern, Söhnen und Vätern raufen, lieben, lachen & weinen.

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Mein alter Freund Johann Wolfgang G. aus W. würde dazu sagen:

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Heute lese ich in der Zeitung, dass der FC-Bayern seinen ersten Titel gewonnen hat. Das bringt mich schon zum Schmunzeln. Wäre ich Stefan Raab, würde ich jetzt einen

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Song mit dem Titel: „Who the fuck is Audi Cup?“ rausbringen und natürlich gewinnbringend vermarkten. Weiterlesen …

Die Wucht des Lauffeuers Ver-O(e)ffen-tlichung. Von der Reformation über Glasnost zum Social-Media. – Tabu-TTIP? – Alte Macht-Logik funktioniert nicht mehr? So richtig! – EinschüchterungsVersuche verkehren sich ins Gegenteil. – Paradox des Streisand-Effekts. – (WehrWolter – ww 47 – Hans Wolter)

Generalbundesanwalt Range gefeuert. Er folgte der alten Macht-Logik. Das funktioniert in der vernetzten Welt nicht mehr.

Durch Öffentlich-Machen verkehren sich Versuche von MachtMissbrauch und Einschüchterung ins Gegenteil.

Sexueller Missbrauch & Stallking? Lassen sich meistens auch nur durch OffenLegung wirkungsvoll unterbinden.

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Auch harmlosere Zensurversuche folgen dem – schon von Anna Freud beschriebenen –(Abwehr-) Mechanismus: „Verkehrung ins Gegenteil“. Das führe ich gleich am Paradox des sogenannten „Streisand-Effekt“ kurz aus.

Zunächst mal zur Aktualität vom 05. August 2015: eine Bombe im Sommerloch.

Manchmal geht es schneller als man denkt. Die Zensur-Strategie des Generalbundesanwaltes Range hat sich ins Gegenteil verkehrt. Er wurde nach seinem Einschüchterungsversuch nicht nur fristlos gefeuert, sondern das, was geheim bleiben sollte, verbreitet sich jetzt umso schneller und effektiver.

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Hierzu gibt es viele Vorläufer. Auch aus Zeiten, in denen man so etwas wie das Internet höchstens im Science-Ficition-Genre kannte. Weiterlesen …

Einsame Spitze. I can phone … no … satisfaction! – Narzissten ver-1-samen großArtig. – Vom fehlenden Glanz im Auge der Mutter, über die Sucht zur Macht, zum falschen Selbst. (WehrWolter – ww 46 – Hans Wolter)

„Präsident Blatter ist wie ein Kannibale, der seine Eltern frisst und dann weint, weil er ein Waise ist“

(Chuang Moon-Joon, Fifa-Präsidentschaftskandidat, über den scheidenden Fifa-Boss Joseph S. Blatter)

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Überlegungen zu gesundem Selbstwertgefühl und ungesundem Narzissmus. Bei den Mächtigen und MöchteGernMächtigen in Politik, Wirtschaft, Medien oder den Vereinen und Stammtischen unseres Alltags, lässt sich dieses Phänomen gut beobachten. Insgeheim oder offen, wollen wir doch alle groß- und einzigartig sein. Als wir auf die Welt kamen, hatten wir einen natürlichen Anspruch auf die Prinzen oder Prinzessinnen-Position. Den Anspruch auf das, was wir, in der Sprache der Werbung, mit „Alleinstellungsmerkmal“ bezeichnen.

Über ein narzisstisches Versprechen lässt es und ließ es sich zu jeder Zeit, bestens verkaufen.

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Man darf nicht warten bis Freiheitskampf Landesverrat wird. Erich Kästner. – Ist Recht eine Frage der Macht? – (WehrWolter – ww 45 – Hans Wolter)

Pressefreiheit oder Landesverat? – Eine Frage der Macht!

GeneralBundesanwalt rudert im Fall „Netzpolitik.org“ flugs zurück.

Den beiden Bloggern Markus Beckedahl und André Meister von Netzpolitik.org dürfte der Vorwurf des Landesverates sehr Recht sein. Kommt es doch dem „Ritterschlag“ im Gewerbe gleich. Weit bevor man vom Online-Journalismus noch nicht einmal träumte, 1962, wurde der Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein unter dem gleichen Vorwurf verhaftet. Er musste zwar zwei Monate im Knast verbringen, aber der damalige „Drahtzieher“, Verteidigungsminister Franz-Josef-Strauß (CSU), war seinen Job durch diese dumme Aktion los.

„Landesverrat mussten wir erstmal googeln“ (Beckedahl)

In Berlin demonstrierten gestern, am 01. August 2015, weit über 1000 Unterstützer von Netzpolitik.org.

Die Landesverrat-Ermittlungen werden als „Angriff auf die Pressefreiheit“ angeprangert.

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„Franz Josef Strauß gefällt das!“ Bei der Demonstration vor dem Bundesjustizministerium in der Mohrenstraße wurde an die „Spiegel-Affäre“ 1962 erinnert. – Foto: Bodo Straub

„Es ist seltsam, dass der Staat gegen einen ermittelt, weil man sich für Grundrechte einsetzt“
Markus Beckedahl, Chefredakteur von Netzpolitik.org

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Männer jagen gern im Rudel. Katzen pflegen gut ihr Selbst. (WehrWolter -ww 44- Hans Wolter)

Sitze in einem kleinen beschaulichen italienischen Städtchen, unterhalb der Toskana, wo Umbrien und Lazio sich treffen und beginne mein Gedanken über das Leben der Männer und Frauen niederzuschreiben. Es geht um einen unterschiedlicher Modus des In-der-Welt-Seins. Hierzu habe ich in den letzten Wochen und Monaten, eigentlich Jahren, ein Füllhorn von Ideen, Ansätzen und Beobachtungen gesammelt. Wann sollte man das alles einmal zu Papier bringen? Ich muss ja, dummerweise, auch noch Geld durch mein TageWerk verdienen. Da nehme ich mir ein Beispiel an Sigmund Freud. Der hat immer nachts geschrieben und tagsüber therapiert. Wenige von uns haben den Luxus, den einer wie Johann Wolfgang G. hatte. Der wurde von seinem Landesfürsten gut ausgehalten. Egal, ob er Verwaltungsarbeit erledigte, sich in Italien rumtrieb, Gedichte verfasste oder seine naturwissenschaftlichen Studien betrieb. Diese Rahmenbedingungen fehlen nicht nur mir, sondern den meisten von uns. Also gilt es, dem Alltag immer ein wenig Zeit abzuringen. Als Vater und Ehemann hat man ja auch noch andere Prioritäten. Aber, ich bin zuversichtlich, dass das klappt, mit meinem Buch. Ich habe ja keinen Zeitdruck. Der einzige Druck ist meine eigener Drang zum Aus-Druck, mich mitzuteilen. In diesem Urlaub lautet mein Motto: „die Zeit, in der ich normalerweise lese, kann ich auch zum Schreiben nutzen!“ Gerade klappe ich mein kleines Notebook unter einer Eiche am Lago di Bolsena aus. Aller Anfang ist besonders. Eben hab ich mal eine erste grobe Gliederung vorgenommen, um die Vielzahl meiner bereits durchdachten Ansätze zu dieser Thematik in eine für den Leser nachvollziehbare Ordnung zu bringen. Ich leg mal einfach los:

 

 

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Kapitel 1.: Männer sind anders. Frauen auch.

Das ist gut & fruchtbar.

Ausgangspunkt meiner Überlegungen ist meine Verwunderung darüber, dass an den deutschen Universitäten einerseits mittlerweile mehr Frauen als Männer studieren, andererseits die Anzahl der Frauen, die einen Lehrstuhl besetzen, erstaunlich gering ist. Nehmen wir das Beispiel Köln, die Stadt in der ich lebe, arbeite und viele Jahre studiert habe. Hier sind mittlerweile, sogar an der naturwissenschaftlichen Fakultät, über 50% Studentinnen. Medizin studieren derzeit ca. 60% Frauen. Warum? Weil sie im Schnitt einen besseren Numerus Clausus mitbringen. Was schätzt Du, wieviel Professorinnen es hier gibt? Hierzu habe ich viele, viele Menschen aus unterschiedlichen Berufen und Lebenskontexten befragt. Viele schätzen die Zahlen erstaunlich richtig ein. Hierzu hat jeder so seine Erklärungsansätze. Weiterlesen …

Vom WirtschaftsWunder über die „Achse des Bösen“ zum GrEXIT

Wir Deutschen sollten den Mund nicht so voll nehmen. Nicht so schulmeisterlich mit den finanziell schwächeren Ländern & Mitmenschen umgehen. Auch wir kennen die Gefahr des Drechsit.

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Zum Thema Sparen & Verschuldung: Der Haushalt eines Volkes, eines Landes oder einer großen Gruppe ist etwas anderes, als der Privathaushalt der Familie Schäuble. Ausgaben, Schulden, Investitionen und Sparen, sind politische und finanzpolitische Entscheidungen. Mal kann das Eine sinnvoll sein, mal das Andere, mal eine Mischkalkulation. Unser Finanzberater Michael P. sagte neulich: „Leg Deine Eier immer in mehrere Nester!“

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Grexit … nur ein Symptom des EuREXit? – „Ein Kontinent ist nicht über das Geld zu einen“* – Es braucht einen dritten Weg.

Die Griechen haben „OXI“, also Nein gesagt, zu den geforderten Sparmaßnahmen der Europäischen Union. Der Grexit ist so wahrscheinlich wie nie. Grexit ist Kunstwort, eine Wortverschränkung aus Greek und exit oder aus Greek euro exit, welches das mögliche Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone benennt. Der Begriff Grexit wurde im Jahre 2011 vom Nationalökonomen Ebrahim Rahbari erstmals benannt. Nach meiner Einschätzung ist diese Entwicklung keine isoliert zu betrachtende „Krankheit“ Griechenlands, sondern Ausdruck einer Fehlentwicklung in der Europäischen Union.

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Mir kommt das vor wie in der Familientherapie. Hier ist häufig das Kind, als schwächstes Glied der Familie, der Symptomträger. Also der Ausdruck einer „Erkrankung“ des Gesamtsystems Familie. Hier hilft es auch wenig, wenn man nur das Kind therapiert. Hier muss die gesamte Familie behandelt werden.

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Lufthansa erniedrigt die Angehörigen & Zahlungen – Die Fehler im Umgang mit dem AmokFlug 4U9525 gehen weiter.

Seit dem, vom Co-Piloten Andreas Lubitz absichtlich herbeigeführten Absturz der Germanwingsmaschine am 24. März 2015 habe ich hierzu schon mehrere Stellungnahmen geschrieben. Zunächst habe ich die Vermutung zur Motivlage bzw. zur psychischen Störung des Co-Piloten beschrieben. Wer dies zu der Zeit auf meiner Facebook-Seite mitverfolgte war sicher auch erstaunt über die vielen negativen Reaktionen und Vorwürfe, die da auf mich niederprasselten. Das kam schon an einen Shitstorm ran. Nachdem ich meine Seite nicht mehr für „Freunde von Freunden“ öffnete und ca. 50 Personen blockiert hatte, kehrte wieder Ruhe ein. Dies ist ein Hinweis darauf, wie fassungslos Viele Menschen mit dem Unfassbaren umgingen. Als wenn da keine klaren Worte gesprochen werden durften. Die psychische Abwehr ging so weit, dass die Überbringer der schlechten Nachrichten verurteilt werden sollten. Die Verunsicherung, dass wir selbst einem Piloten nicht mehr vertrauen können, ist ja so gewaltig hoch, dass wir sie allzugerne verdrängen würden. Aber das ist keine gute Lösung. Das ist nur die Verschiebung einer Bombe, die dann zu einem anderen Zeitpunkt woanders explodieren kann.

(Siehe hierzu auch meine Beiträge:

“Vertrauen ist gut, Kontrolle sei besser? Aber der muss man auch erst mal vertrauen” (E. Blanck, deutscher Heilpraktiker, Schriftsteller und Maler)

“Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd” (Buffalo Bill) Konsequenzen nach dem AmokFlug 4U9525

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Wissen ist kein Produkt. Es ist ein Prozess. – Überzeugte Menschen können sehr, sehr unbeweglich sein. (WehrWolter – ww 39 – Hans Wolter)

Psychologisch Quergedachtes (Dipl.-Psych. Hans Wolter)

  • „Sagen Sie jemandem, dass sie nicht seiner Meinung sind, und er wendet sich ab.
  • Zeigen Sie ihm Fakten oder Zahlen, und er stellt die Quellen infrage.
  • Verweisen Sie auf die Logik, und er begreift nicht, worauf Sie hinauswollen.“
  • (Leon Festinger)

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Jean Piaget, der große Entwicklungspsychologe des 20sten Jahrhunderts hat uns nahegebracht, dass sich das kindliche Denken in Stufen entwickelt und Reifungsprozesse durch natürliche Neugier ausgelöst werden. Kinder werden durch ihre Neugier zur Erforschung der Welt angeregt. Wenn man sie lässt. Was autoritären Eltern schwer fällt, weil sie in ihrem tiefsten Innern Angst vor der Autonomie ihrer Kinder haben. Diese konservativen AltDenker gehen noch davon aus, dass Kinder als leeres Buch auf die Welt kommen und dann mit ihrer Hilfe beschrieben werden müssen.

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Weit gefehlt. Die aktuelle Hirnforschung geht davon aus, dass unser Hirn bei der Geburt ca. 130 Prozent Leistungskapazität mitbringt. Ab dem neunten Lebensmonat beginnt der Abbau.

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Wir sind immer mehr! – Vom inneren Kind über Stefan Raab zu multiplen Persönlichkeiten. – (WehrWolter – ww 38 – Hans Wolter)

Wir gehen heute davon aus, dass wir verschiedene Selbstanteile in unserer Persönlichkeit haben. Hier können wir vereinfacht schon einmal von zwei Anteilen ausgehen: unserem Erwachsenen-Selbst und unserem Kind-Selbst. Wir bleiben nämlich auch lebenslang das Kind, was wir einmal waren. Auch wenn Viele das nicht so wahrhaben wollen. Spätestens Weihnachten oder wenn wir abends den Schlafanzug anziehen, fühlt es aber jeder. Fast jeder. Menschen wie Hitler weniger. Die spalten das Kleine in sich einfach ab und verfolgen es im Außen, in den „minderwertigen“ Anderen.

(Apropos „mehr“: ich habe jetzt neben dieser Website auch endlich eine Homepage: www.HansWolter.wordpress.com)

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„The Unforgettable“ – Jürgen G. (†) – Plädoyer für mehr DenkMal- & Helden – Pflege (WehrWolter – WW35 – Hans Wolter)

Jürgen G. (†); 15.06.1954 – 07.03.2007

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Manche sterben früh.  –  Manche sterben spät.  –  Wenige leben intensiv.

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Trauer oder Depression? Ein großer Unterschied! – Unnötig erschwerte Trauerprozesse nach dem Amokflug.

Zweieinhalb Monate nach dem mutwillig herbeigeführten Absturz der Germanwingsmaschine in den französischen Alpen sind die ersten Opfer in Deutschland angekommen. Die quälende Wartezeit ist für viele Angehörige der Opfer vorüber. Sie sind nicht nur Angehörige, sondern aus psychologischer Sicht auch Opfer. Sie können nun endlich Abschied nehmen. Warum hat dies alles so lange gedauert. Hierzu finde ich wenig bis keine Hinweise in der Presse. Meine Vermutung ist, dass juristische Absicherungsmaßnahmen für die lange Verzögerung verantwortlich sind. Was sollte es sonst sein? Es macht mich sehr ärgerlich, dass die juristische Abwicklung offensichtlich höher bewertet wird, als die psychische Verfassung und die Verarbeitungsmöglichkeiten der Angehörigen und der Öffentlichkeit. Weiterlesen …

Plädoyer gegen den PerfektionsZwang – Good 2go – macht Kinder froh und Erwachsene ebenso! Perfektionismus ist oft AngstBewältigung und häufig nicht gut, sondern NUR „gut gemeint“. (Hans Wolter – ww 29 – WehrWolter)

  • Habt ihr Acht gegeben,
  • was für Menschen am meisten Wert
  • auf strengste Gewissenhaftigkeit legen?
  • Die, welche sich vieler erbärmlicher Empfindungen bewusst sind,
  • ängstlich von sich und an sich denken
  • und Angst vor anderen haben?
  • (Friedrich Wilhelm Nietzsche)

Von Helikopter-Eltern, Curling-Partnern und HänschenKlein

Kinder brauchen hinreichend gute Eltern! – Plädoyer den gegen PerfektionsZwang.

 

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„There is no such thing as a baby“ – Ein Baby ist ohne Mutter nicht denkbar.

Damit wollte der englische Psychoanalytiker Donald Winnicott zum Ausdruck bringen, dass man ein Baby ohne seine Mutter nicht denken, erforschen und therapieren kann, da die beiden eine unzertrennliche Dyade bilden. Aber, liebe Mütter & Väter, setzt Euch damit nicht zu sehr unter Druck. Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Nur hinreichend gute. Weiterlesen …