Tag Archives: Radikalität

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

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Über Verführbarkeit zum Extremismus und die psychologische Wirkung von Worten: Der gemeinsame Nenner zwischen Rechtspopulisten und radikalen Islamisten – Michel Houellebecqs Roman „Unterwerfung“ birgt eine gewaltige Sprengkraft – Paradoxe Intervention – (WehrWolter – ww 233 – Hans Wolter)

In Unterwerfungen gibt es nicht selten einen geheimen Pakt zwischen Tätern und Opfern. Wenn Herrschende ein Volk unterwerfen, ist das Volk nicht unschuldig. Wenn Rechtspopulisten vor der Gefahr fremder Machtübernahme oder „denen da oben“ warnen, wollen sie sich eigentlich an die gleiche Stelle setzen und eine tendenziell radikale Macht ausüben.

Dieses Phänomen greife ich am Roman „Unterwerfung“ des französischen Autors Michel Houellebecq auf. Ort des Geschehens: Frankreich im Jahre 2022. Französischer Präsident ist ein Muslimbruder. Humanistisch gesinnte Islamisten regieren das Land. Der Autor Michel Houellebecq entlarvt in seinem Roman die völkische Gesinnung, die vorgibt das Abendland vor dem Islam retten zu wollen. Dieses Buch steigerte nicht nur die Bekanntheit des Autors, löste nicht nur Diskussion, sondern auch reale Gewalt aus. Mit etwas Abstand könnte man es heute auch als Aufrüttelungsversuch verstehen. Im Sinne einer paradoxen Intervention.

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Ängste nehmen zu: daher auch Gewalt und die Sehnsucht nach starken radikalen Lösungen – Kleine Werbung für mehr BINDUNG – Gegen das Geschäft mit der Angst: Radikaler Islamismus, Flüchtlingsnot und Rechtspopulismus liegen in ihren Unsicherheiten nahe beieinander – Psycho-Logik und Bindungstheorie – (WehrWolter – ww 231 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen.

Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

Zunahme von Ängsten – Sehnsucht nach dem starken Mann – Die Unberechenbarkeit eines Billy the Kid – Bindungsunsicherheiten nehmen zu, nicht nur bei traumatisierten Flüchtlingen, auch bei Menschen, die in ihrer frühen Kindheit weniger mitfühlende Bindung erfahren haben – Menschen, die mit sicheren Bindungen aufwachsen, sind bei Belastungen stabiler, das weiß man dank langjähriger Forschung – gibt es Zusammenhänge zwischen den Krippen der ehemaligen DDR und den größeren Fremdenängsten in Sachsen? – ausführliche Darstellung der psychologischen Bindungstheorie

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Das iPhone wird 10 ~ Selbstobjekt zwischen Nabelschnur & Welteroberung – Mit Steve Jobs einfach und smart kommunizieren ~ Als Wischen Macht und Apple noch im Paradies war ~ Faszination radikaler Vereinfachung ~ (WehrWolter – ww 223 – Hans Wolter)

Kurzmitteilung: Demokratisierung des mobilen Internets – Simplify your life – das Handy als psychologisches Selbstobjekt – zwischen Nabelschnur und Welteroberung – Vereinfachung hat Licht- und Schattenseiten – Was fasziniert an radikaler Weltver-1-fachung?
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Radikale fühlen sich oft im Recht – Anfällige Persönlichkeiten finden in radikalen Statements von Populisten Nahrung für schräge Weltbilder – Ein Jahr nach dem versuchten Mord an der Kölner OB Henriette Reker – Einblicke in das digitale Leben des Täters – (WehrWolter – ww 196 – Hans Wolter)

Am 17. Oktober 2015 stach der 44-jährige arbeitslose Kölner Lackierer Frank S. der OB-Kandidatin Henriette Reker auf dem Braunsfelder Wochenmarkt mit einem Rambo-Messer zehn Zentimeter tief in die Kehle. Einen Tag später wurde die parteilose Kandidatin zur Oberbürgermeisterin gewählt. Sie lag zu der Zeit noch im Koma. Die Operationen hat sie den Umständen entsprechend gut überstanden, so dass sie ihr Amt im Dezember tatsächlich antreten konnte. Das fand ich damals schon recht beachtlich. Weiterlesen …

Ideen zur Psycho-Logik von Radikalität – Die AfD bewegt sich zurück in eine autoritäre, unfreie, obrigkeitsstaatliche Rechtsordnung. Ein Weg zurück, vor die globalisierte, mobile und multikulturelle Welt wäre nicht sinnvoll. – Die neuen rechten Zauberlehrlinge haben mehr mit dem radikalen Islam gemeinsam, als es ihnen klar und lieb sein kann. Ayatollah Khomeini hat 1979 einen gewaltigen ZivilisationsRückschritt geschafft. Aber das war vor dem Internet. – (WehrWolter – ww 161 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Ich vergleiche die Motive der AfD mit denen der radikalen Ayatollahs, zeige die Funktionsweise und Psycho-Logik von Radikalität auf und zitiere abschließend den Beitrag „Klartext bitte“ von Jürgen Rüttgers

  1. Gegensätze liegen oft näher beieinander als es ihnen klar und lieb ist
  2. Radikale haben immer eine Sauberkeitslogik im Kopf
  3. Dem übertriebenen Sauberkeitsideal liegt ein fundamentaler Irrtum zu Grunde
  4. Anpassungs-Künstler sind die wirklich Starken
  5. „Wer ist die AfD? Es wird Zeit für Klartext“ (Gastbeitrag von J. Rüttgers, KSTA, 02.06.16)

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Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Warum ist Köln mutiger gegenüber Fremdem, trotzt Hogesa, Kögida & Fremdenhass, als die Pegida Angstbeisser aus Dresden? – Angela Merkel hat Recht mit ihrer Deeskalation gegen die German Angst. – Wir schaffen das!

Angst vorm Fremden. Köln und Dresden belegen zwei unterschiedliche Pole auf der Angst-Skala. In Eine Woche nach der Hetz-Rede von Autor Akif Pirincci sind in Dresden erneut wieder ca. 10.000 fremdenfeindliche „Pegida“-Anhänger auf die Straße gegangen. 1.000 Gegendemonstranten gab es. In Köln ist das Klima diametral unterschiedlich. Hier brachte „Hogesa“ am Sonntag 1.000 Menschen auf die Straße, denen 20.000 Gegendemonstranten gegenüber standen. „Kögida“ sagte daraufhin erneut seine geplante Veranstaltung ab.

West- und Ost-Deutschland haben eine deutlich unterschiedliche Sozialisierung im letzten Jahrhundert gelebt.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen dem äußersten Westen unserer Bundesrepublik, dem selbstbewussten und beweglichen Rheinland und dem äußersten Osten, dem unbeweglich ängstlichen Dresden. Ich möchte nicht polarisieren, aber allein die Zahlen sprechen schon eine deutliche Sprache. Für mich erklärt sich das durch den Unterschied an Freiheitserfahrung der beiden Regionen. Im Osten lebten die Menschen in einer fast 60jährigen Diktatur. Im Nationalsozialismus, sowie dem real existierenden Sozialismus im DDR-System, sind die Angst vorm Fremden fester Bestandteil der Ideologie gewesen. Seit Machtergreifung der Nazis bis zum Mauerfall sind die Menschen in den östlichen Bundesländern Deutschlands einem totalitären und sehr eng denkendem Regime ausgesetzt gewesen. Das hinterlässt natürlich Spuren. Sicher nicht bei allen.

Bundeskanzlerin Merkel beweist zunehmend Führungsqualitäten und den Blick für das Wesentliche Weiterlesen …

Radikalität und mangelnde Impulskontrolle nehmen erschreckend zu. – Fremdenfeindlich motivierte Messerattacke gegen die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker am Vortag zur Wahl. – Martin Walser zu Fremdenfeindlichkeit. Er bekam heute den Nietzsche Preis. – (WehrWolter – ww 75 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Erschreckende Gewaltzunahme im Alltag. In Deutschland und weltweit. Messerattacke heute in Köln. Täglich 145 Messerangriffe in Israel. Menschenverachtung durch „normale“ Bürger auf Facebook. Martin Walser bekam heute den Nietzsche Preis. Zur Fremdenfeindlichkeit sagte er: „Merkel hat die Humanitätsprüfung bestanden. Sie macht uns Mut. Seehofer spielt den Skeptiker. … Und dass wir das schaffen, das ist doch klar.“

„Ich muss die Gesellschaft vor solchen Leuten retten.“

– sagte der 44 jährige Deutsche nach seiner Messerattacke gegen Henriette Reker, die Oberbürgermeister-Kandidatin, die morgen in Köln zur Wahl antreten wollte.

Derzeit nimmt Gewalt im Alltag erschreckend zu. Nicht nur in Deutschland. So ist gegenwärtig Israels Gesellschaft tief verunsichert. Die zahlreichen Messerangriffe von Palästinensern verängstigen viele Menschen. Junge Palästinenser greifen jüdische Israelis mit Messern an, sie werfen Steine auf fahrende Autos, Brandsätze auf Soldaten. 145 solcher Attacken zählen Armee und Polizei in Israel derzeit täglich. Militärs mahnen: Die Angriffe erfolgten nicht koordiniert. In Israel werden mittlerweile Ausbildungskurse angeboten: Selbstverteidigungsstrategien gegen Messerattacken.

Deutschland verändert sich auch in den letzten Wochen erschreckend.

Im Internet, den Medien und auf der Straße nehme ich wahr, dass die Radikalität erschreckend weiter zunimmt. Derzeit ist es in vielen Fällen verbale und psychische Gewalt. Hierzu führe ich gleich einen Fall auf, der mir gestern auf Facebook begegnet ist.

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Was fasziniert an radikalen Weltver1Fachern? – Psychologische Quergedanken zur Hooligan-Salafisten-„Demo“ in Köln. (WehrWolter – ww 1 – Hans Wolter)

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Sicher kein einfaches Thema.

Ausgangspunkt: Gewalttätige Hooligan-Demo in Köln. 26.10.14. Ich gebe einfach mal meine Einfälle hierzu aus 5 Blickwinkeln zur Diskussion: … von Salafisten über Hooligans – via iPhone – durch Burka – zu „Volk ohne Raum“ – Gedankensprünge zum NachundVorDenken.

(Jetzt habe ich übrigens auch eine Homepage: www.HansWolter.com)

1. Was sind Hooligans für Menschen?

– Häufung von Borderlinern?

Nicht nur dumpfe Trottel, gesellschaftliche Versager oder frustrierte samengestaute junge Männer …

Es gibt auch Banker, Versicherungsangestellte, Psychiater, Juristen und Lehrer etc. unter ihnen. Zumindest in der Hooliganszene rund um den Fußball. Zugegeben, die Intellektuellen sind hier schon in der Minderheit. Aber es geht quer durch alle Bildungs- und Einkommensschichten. Es sind i.e.L. Männer, denen extreme physische Gewalt etwas gibt. (Frauen in dieser Verfassung, ritzen sich da eher mit Rasierklingen die eigene Haut auf oder bekommen Fressattacken.)

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Diese Menschen interessiert auch nicht primär der Fußball. Die sind salopp gesagt: geil auf Gewalt. Damit lenken sie sich von einer inneren Leere oder unbewussten Ängsten ab, damit sie am Montag wieder funktionieren. Damit überspielen sie innere Konflikte oder Probleme, die ihnen zu viel Angst machen. Damit kompensieren sie, eigenes Scheitern, Neid oder oder oder …

Hier, wie so oft im Leben, geht es komplexer zu. Unser Leben ist ja heute so kompliziert, dass wir uns gerne von 1fachen Lösungen verführen la-SS-en. Weiterlesen …