Tag Archives: Rechtsradikale

Der Bus ist voll. Wer bestimmt die Obergrenze? Gedanken- und Bilderreise: samstags in Puerto Plata (WehrWolter – ww 288 – Hans Wolter)

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ein kleines Abenteuer mit einigen großen persönlichen Gedankensprüngen beschreiben. Das Stück spielt in unserem aktuellen Urlaub in der Dominikanischen Republik und wird mit realen Fotos und Filmausschnitten unterlegt. Ausgehend von einer nicht alltäglichen Busfahrt, mache ich mir Gedanken über das unterschiedliche Funktionieren von sozialen Gemeinschaften. Hierbei vergleiche ich unterschiedliche Wert-Vorstellungen aus meiner subjektiver Wahrnehmung, der Perspektive eines weitgereisten Deutschen. Was uns wichtig im Leben ist, ist nicht unbedingt gleich. Wobei es auf der tieferen Überlebensebene sicher mehr Gleichheit auf der Welt gibt, als wir vielleicht zunächst vermuten würden. Nach einem gedanklichen Streifzug durch verschiedene aktuelle Erscheinungen wie: Beziehung, Erziehung, Flüchtlingskrise, Weitergabe von Traumatisierungen, bei uns auch noch aus der Zeit des Nationalsozialismus, der Forderung von Obergrenzen, der Tendenz zum Kreisverkehr, Sinn und Unsinn von Phobien und den Folgen einer immer transparenter werdenden Welt-Gemeinschaft bei auseinanderdriftender Werte-Gemeinschaft, lade ich zu einer Bilderreise durch einen ganz normalen Samstag in Puerto Plata ein.  

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Angst vor Fremdem mit Mut und Vertrauen ins Leben begegnen & wachsen – Unsere Tour durch die 27 Wasserfälle von Damajagua – Dominikanische Republik – (WehrWolter – ww 286 – Hans Wolter)

Männer haben keine Angst. Zumindest nicht öffentlich. Das erlebe ich täglich in meinem Job. Okay, ohne mein Bond-Girl hätte ich diese Wasser-Exkursion durch den dominikanischen Damajagua sicher nicht gemacht. Geködert wurde ich mit der Aussage, dass ich schöne Wasserfälle zu sehen bekäme. Dass ich allerdings dadurch springen, rutschen, tauchen und schwimmen musste, erfuhr ich erst in dem kleinen Bus, mit dem wir in die Berge hinter Puerto Plata, der größten Stadt im Norden der karibischen Insel, gebracht wurden. Mit uns an Bord ein Pärchen aus Kanada, eins aus Frankreich und der alleinreisende Informatiker Philipp aus Frankfurt. Hier ahnten wir noch nicht, dass nur Philipp und wir, von dieser kleinen Schicksalsgemeinschaft später von der höchsten Klippe, gefühlte 15 Meter ins Ungewisse springen sollten. Die anderen nahmen an der Stelle den Klettersteig. Wer jetzt einen Reisebericht mit schönen Fotos erwartet, liegt richtig. Wer mich kennt darf aber auch vermuten, dass ich als Zugabe auch einige psychologischen Zusammenhänge darstellen werde. Der Titel lässt nicht zu Unrecht vermuten, dass ich auch ein wenig zur Fremdenangst und zum Angst-Geschäft der Populisten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskatastrophe sagen werde. Ein wenig. Der Schwerpunkt liegt auf der Dokumentation unseres größten Abenteuers in der Dominikanischen Republik. Weiterlesen …

Gewalt als Abwehr von Angst & Benachteiligung – Opfer-Täter-Verkehrung als Nachwirkungen der totalitären DDR – Studie zu „Ursachen des Rechtsextremismus in Ostdeutschland“ (Iris Gleicke) – Versuch einer psychologischen Einordnung – (WehrWolter – ww 251 – Hans Wolter)

Auch wenn die Mauer sichtbar schon vor fast 30 Jahren gefallen ist, in der Seele, vor allen Dingen in der Seele des Ostens, wirkt sie noch deutlicher nach, als wir es wahrhaben wollen, stärker als es uns lieb ist. So wie die Menschen dort früher Opfer autoritärer Gewalt und Benachteiligung waren, so gibt es heute offensichtlich eine verstärkte Neigung zur Rollen-Verkehrung in die Position der Täter. Weiterlesen …

„Bunt statt Bla“: Kölner Bürger & Künstler im Schulterschluss gegen das „Geschäft mit der Angst“ der Rechtspopulisten – Liveticker von den Protesten rund um den AfD-Parteitag in Köln – Lebendige Vielfalt gegen radikale Einfalt – (WehrWolter – ww 244 – Hans Wolter)

Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass ein Parteitag einer regulären Partei jederzeit reibungslos möglich sein muss. Problematisch finde ich, dass führende Köpfe dieser sogenannten „Alternative für Deutschland“, kurz:  AfD, immer wieder Öl ins Feuer der Radikalisierung und Aufspaltung gießen. Weil sie sich erhoffen, am Ende von dieser Zuspitzung zu profitieren. Sie möchten gerne als Opfer dastehen, arbeiten im Hintergrund aber selbst als Täter. Das ist ja die Masche aller Populisten, die gegenwärtig damit tatsächlich auch Stimmen gewinnen. Sei es Le Pen in Frankreich, Erdogan in der Türkei oder vor kurzem Donald Trump in den USA. Weiterlesen …

Politisch aktiv werden & gemeinsam dem Rückgang der Demokratie entgegenwirken! – AfD-Parteitag – „Köln stellt sich quer“ & „Köln gegen Rechts“ – Doppel-Demo auf dem Heumarkt – Christen beteiligen sich mit: „Unser Kreuz hat keine Haken“ – (WehrWolter – ww 243 – Hans Wolter)

Erschreckende Zunahme des Rechtspopulismus, nationale Alleingänge, Brexit, America first: wäre es dazu gekommen, wenn die Wähler, wenn die Mitte unserer Gesellschaft, wachsamer und aktiver gewesen wären? Relativer Wohlstand und mehr passiv mediales als aktiv reales Engagement scheinen uns müde gemacht zu haben. Die Jungen in England sind erst nach der Brexit-Entscheidung aufgewacht. Selbst amerikanische Wahlforscher hätten den Sieg eines Donald Trumps nicht für möglich gehalten.

Die Karten werden gegenwärtig neu gemischt und wir müssen mitmischen. Ansonsten gehen uns Errungenschaften unserer Demokratie verloren. Fatalerweise passiert das auf demokratischen Wegen. Weiterlesen …

Ängste nehmen zu: daher auch Gewalt und die Sehnsucht nach starken radikalen Lösungen – Kleine Werbung für mehr BINDUNG – Gegen das Geschäft mit der Angst: Radikaler Islamismus, Flüchtlingsnot und Rechtspopulismus liegen in ihren Unsicherheiten nahe beieinander – Psycho-Logik und Bindungstheorie – (WehrWolter – ww 231 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen.

Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

Zunahme von Ängsten – Sehnsucht nach dem starken Mann – Die Unberechenbarkeit eines Billy the Kid – Bindungsunsicherheiten nehmen zu, nicht nur bei traumatisierten Flüchtlingen, auch bei Menschen, die in ihrer frühen Kindheit weniger mitfühlende Bindung erfahren haben – Menschen, die mit sicheren Bindungen aufwachsen, sind bei Belastungen stabiler, das weiß man dank langjähriger Forschung – gibt es Zusammenhänge zwischen den Krippen der ehemaligen DDR und den größeren Fremdenängsten in Sachsen? – ausführliche Darstellung der psychologischen Bindungstheorie

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Schulterschluss der Kölner Karnevalisten gegen geplanten AfD-Parteitag im Maritim-Hotel – Karneval-Stars und Gesellschaften wollen einer menschenverachtenden Gesinnung kein Gehör verschaffen – Die AfD soll im Schatten des Doms nicht an der Spaltung unserer schützenswerten Gesellschaft arbeiten können – (WehrWolter – ww 229 – Hans Wolter)

Köln war durch die Silvesternacht 2015 weltweit als Stadt der Übergriffe in den Medien. Hier wurden Fehler der Stadtverwaltung und Polizei begangen. Köln ist eigentlich schon immer als tolerante Stadt bekannt. Besonders die Kölner Kulturszene setzt sich seit Jahrzehnten wirkungsvoll und wehrhaft gegen Rechtsradikalismus ein. Daher hatten auch Ableger der Pegida hier nie ernstzunehmende Chancen.

Köln ist und war immer eine bunte Stadt, in der die Vielfalt des Lebens, der Menschen, der Kulturen gefördert wurde und wird. Der Karneval ist seit Generationen Aushängeschild der Stadt Köln und lebendige Umsetzung der Lebensfreunde und Buntheit. Die Auftritte im großen Saal des Maritim-Hotels am Heumarkt gehören während der knapp dreimonatigen Session für die Musiker der Kölner Karnevalsbands genauso zum beinahe täglichen Programm wie Auftritte im Gürzenich, im Sartory oder im Kristallsaal der Messe.

Allerdings soll im Maritim, wo die Karnevalisten derzeit „den Menschen im Saal das bunte Köln so präsentieren, wie wir es lieben,“ im April der Bundesparteitag der AfD stattfinden. Das geht den Künstlern gehörig gegen den Strich: „Der Moment ist gekommen, an dem alle der Stadt Köln verbundenen Menschen fest geschlossen und Arm in Arm dagegen protestieren,“ verkünden sie in einem Brief und fordern vom Hotel, den Vertrag mit der rechtspopulistischen Partei aufzulösen.

Der offen Brief der Karnevalstars im Wortlaut:

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Politik: Wettrennen trojanischer Pferde (Lec) – Die USA wählt – Egal wer gewinnt: das WIR hat bereits verloren – Die Mehrheit ist unzuFrieden – Populismus lähmt oder zündet durch gefährliche Polarisierung – (WehrWolter – ww 203 – Hans Wolter)

Das Ende naht. Heute wird in den USA gewählt. Mit Obama geht ein Großer. Polarisierender Populismus schwächt letztliches Gemeinschaftsgefühl und Gemeinwesen. Wer 270 Wahlmänner auf seine Seite zieht hat gewonnen. Aber was? Die Mehrheit ist unzufrieden. Egal wer gewinnt. Voranschreitende Spaltung schwächt alle. Wenn zwei sich streiten, freut sich nicht nur der Dritte. Entwicklung braucht Triangulierung. Populismus arbeitet mit der zweidimensionalen Logik des Radikalen. Trump karikiert das Leitbild der „Political correctness“. Es ist schon erschreckend mitanzusehen, wie einfach das funktioniert. Weiterlesen …

„Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut.“ Carolin Emcke findet eine klare Versprachlichung gegen ein Klima von Fanatismus und Gewalt. Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreis, im Anschluss an die Frankfurter Buchmesse 2016 – (WehrWolter – ww 200 – Hans Wolter)

„Wow. So sieht es also aus dieser Perspektive aus“ eröffnet Carolin Emcke ihre Dankesrede. Vor meinem inneren Auge erscheint unmittelbar das Bild von Robin Williams als charismatischem Lehrer im „Club der toten Dichter“. Wie er auf dem Pult stehend seinen Schülern veranschaulicht, dass Leben durch Perspektivwechsel vielfältiger, tiefer und letztlich reicher wird.

Sie spricht darüber, dass Verschiedenheit kein Grund für Ausgrenzung, Ähnlichkeit keine Voraussetzung für Grundrechte darstellen. Sie stellt klar, dass Menschenrechte voraussetzungslos sind und diese nicht verdient werden können und müssen. Weiterlesen …

Radikale fühlen sich oft im Recht – Anfällige Persönlichkeiten finden in radikalen Statements von Populisten Nahrung für schräge Weltbilder – Ein Jahr nach dem versuchten Mord an der Kölner OB Henriette Reker – Einblicke in das digitale Leben des Täters – (WehrWolter – ww 196 – Hans Wolter)

Am 17. Oktober 2015 stach der 44-jährige arbeitslose Kölner Lackierer Frank S. der OB-Kandidatin Henriette Reker auf dem Braunsfelder Wochenmarkt mit einem Rambo-Messer zehn Zentimeter tief in die Kehle. Einen Tag später wurde die parteilose Kandidatin zur Oberbürgermeisterin gewählt. Sie lag zu der Zeit noch im Koma. Die Operationen hat sie den Umständen entsprechend gut überstanden, so dass sie ihr Amt im Dezember tatsächlich antreten konnte. Das fand ich damals schon recht beachtlich. Weiterlesen …

Wenn die Klügeren nachgeben, kommen die Dummen an die Macht. – Von Orwells Animal Farm & 1984 über die deutsche Wiedervereinigung, den Rechtspopulismus zu TTIP – (WehrWolter – ww 192 – Hans Wolter)

Wir leben in einer unruhigen Zeit. Erschreckend finde ich, dass sachliche Argumente zunehmend weniger zählen als populistische Auftritte und gezielte „Ausrutscher“. Nicht mehr nur an den äußeren Rändern unserer Gesellschaft.  Das Klima ist deutlich rauher geworden. Der öffentliche Diskurs verschiebt bisherige Wertemaßstäbe.

In seinen Romanen Animal Farm und 1984 hatte der Schriftsteller George Orwell Welten entworfen, die sich streckenweise schon mehr als realisiert haben. Historisch spielte er damals auf Stalin an. Mit den heutigen Populisten in unserem Land und den USA bewegen wir uns auch in ein gefährliches Fahrwasser. Weg von der Demokratie. Auch auf der Wirtschaftsebene versucht man demokratische Strukturen auszuhebeln, wie wir es gegenwärtig bei den TTIP-Verhandlungen sehen. Hier müssen wir wachsam sein. Weiterlesen …

„Der Rechtspopulist Trump ist ein unehrlicher Demagoge, der das Land auf einen sehr gefährlichen Weg führt“ (Meg Witman, Republikanerin und Chefin des IT-Konzerns Hewlett Packard) – Worin liegen Macht und Gefahr des Rechtspopulismus für Demokratie und Pluralismus? – Antworten aus der wissenschaftlichen Forschung (RWTH-Aachen & Humboldt-Universität Berlin, Paula Diehl). – (WehrWolter – ww 175 – Hans Wolter)

Der Rechtspopulist Trump hat seine eigenen Emotionen nicht mehr im Griff. Ein gutes Beispiel seines Empathieverlustes ist, dass er jetzt sogar ein schreiendes Baby eigener Parteifreunde aus dem Saal werfen ließ. Ein guter Schauspieler wird nie identisch mit seiner Rolle. Durch die verachtenden Angriffe auf die muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten hat er selbst dazu beigetragen, dass er in den USA keine Mehrheit bei der Präsidentenwahl erzielen wird. Wie alle Rechtspopulisten – auch die von AfD oder Pegida in Deutschland – versucht er über Verschwörungstheorien seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Weiterlesen …

Wach und wehrhaft sein: Die Mannschaft mit Boateng auf der EM 2016 in Frankreich – Der öffentliche Diskurs verändert sich – Rechtspopulismus stellt eine Gefahr für Demokratie und Pluralismus dar – Populisten schaden Europa – Synergieeffekte mit den Massenmedien – RWTH Aachen dokumentiert Forschungsergebnisse von Paula Diehl – (WehrWolter – ww 163 – Hans Wolter)

Die Schwelle zur Verachtung, Entmenschlichung und zum Durchbruch aggressiver Impulse wird niedriger. Die Verschiebung des öffentlichen Diskurses macht mir Sorge.

An der RWTH in Aachen läuft aktuell eine Vortragsreihe zu „Populismus, Rechtspopulismus und Massenmedien“. Hierbei handelt es sich um qualitativ sehr gute wissenschaftliche Beiträge zum aktuellen Forschungsstand in den Politikwissenschaften. Ich hatte das Glück vorgestern einem Beitrag von Frau Prof. Dr. Paula Diehl von der Berliner Humboldt Universität beiwohnen zu können. Nachfolgend stelle ich ihre Untersuchungsergebnisse vor. Zuvor erlaube ich mir einige Gedanken zu dieser hochaktuellen und wichtigen Thematik aus meiner persönlichen Perspektive, mit psychologischem Blick.

Stichworte: Das Paradox vom schlechten „Gutmenschen“- Die Ambivalenz des Internets zwischen Transparenz und Tunnelblick – Runter mit der Maske: Populisten schaden Europa – Nur scheinbar demokratisch – Populismus und Massenmedien – Ein Weg aus der Spirale: Dekonstruktion rechtsextremer Darstellungen statt Anbiederung

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Hogesa-Veranstaltung. Köln im Ausnahmezustand: Reichlich Gegenwind für Hooligans – Tausende „Demonstranten“, noch mehr dagegen, das Polizei-Aufgebot war enorm.

Vor fast genau einem Jahr kam es zu massiven Ausschreitungen während der sogenannten Hogesa „Demonstration“ in Köln. Zu diesem Anlass hatte ich meinen ersten Artikel für meinen am 09.11.2014 begonnen Blog „WehrWolter“ geschrieben. Diesmal war Köln zwar wieder im Ausnahmezustand, aber zum einen hatte die Polizei die Aktion deutlich besser im Griff und die Zahl der Gegendemonstranten war deutlich höher als die Anzahl der rechten Hooligans. Mit dem Verweis auf die Messerattacke gegen die Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker, herschte in Köln viel Unverständnis, dass diese sogenannte „Demonstration“ überhaupt erlaubt wurde. Das radikale Klima, welches mit solchen Veranstaltungen einhergeht, begünstigt solche Ausschreitungen wie die versuchte Mordattacke des deutschen Arbeitslosen, der glaubte die Gesellschaft „befreien“ zu müssen. Durch Pegida, Hogesa, Kögida etc. glauben radikal gesinnte Menschen im Recht zu sein. Daher müssen WIR deutlich dagegenhalten, wie es heute in Köln der Fall war. Weiterlesen …

Flüchten ist Anpassungsfähigkeit. – Äpfel + Birnen = Obst. – Leben ist flüchtig. – Denkt mal größer & weiter! – Flüchtlinge brauchen nicht noch eine zusätzliche Flüchtlingskrise.

Was soll eigentlich die immer wieder – häufig so gedankenlos dahin geredete – Floskel, man solle Äpfel nicht mit Birnen vergleichen? Nachdem ich auf Facebook Vertriebenenschicksalen nach dem Ende des zweiten Weltkriegs mit den heutigen Flüchtlingsschicksalen verglichen habe, lese ich immer mal wieder den, teils reflexartig wiederholten, oberlehrerhaften Äpfel-Birnen-Hinweis.

 ÄpfelBirnen

Äpfel und Birnen haben etwas gemeinsam: sie sind Obst. Vertriebene damals und Flüchtlinge heute haben auch eins gemeinsam: sie sind Menschen. So eine dümmliche Argumentation macht mich wütend! Was will uns denn der Schreiber mit einer solchen missionarischen Bemerkung sagen?

Wir leben heute, da unsere Vorfahren geflüchtet sind.

Flüchten ist AnpassungsFähigkeit. Viele Deutsche waren einmal Flüchtlinge. Die Integration hat unserem Land mehr geholfen, als geschadet. Angst macht dumm. Nur so kann ich mir die Dummen von Pegida & Co. erklären. Sie verdrängen, dass sie in ihren Familien auch Vertriebene haben. Wahrscheinlich haben sie genau davor Angst: Verdrängung funktioniert nicht auf Dauer. Angst lässt sich auf Dauer nicht vertreiben. Da können sie noch so verachtend versuchen, wehrlose Menschen einzuschüchtern. Am Ende muss sich der Dumme seiner Doofheit stellen. Der Radikale seiner Beschränktheit. Was wäre, wenn der Zahnarzt eines rechten „WutBürgers“ auch einmal radikal und menschenverachtend auf seine Ängste, Schwächen & Schmerzen antworten würde. Na, vielleicht würde er flüchten. Wohin? Also: reißt Euer Maul nicht so auf, Ihr ängstlichen kleinen MöchteGernOrdnungsHüter!

Steuer- & WirtschaftsFlüchtlinge reagieren auf Einschränkungen.

1492 sind Wirtschaftsflüchtlinge nach Amerika aufgebrochen. War das verwerflich?

AusländerUSA

Nicht nur Menschen aus Kriegsgebieten flüchten. Auch Menschen mit keinen oder wenig wirtschaftlichen Perspektiven suchen, sofern sie Mut & Intelligenz mitbringen, nach Alternativen. Das machen Aktionäre doch auch. Droht eine Kursverschlechterung, dann flüchten sie. Oder die vielen SteuerFlüchtlinge in unserem Land. Anstatt für Deutschland zu zahlen, werden sie zu Monaco-Flüchtlingen. Denkt mal groß! Verdammt!

Wir „Guten“ müssen verhindern, dass rechtsfreie Räume entstehen, wie es einige Dumme, in Sachsen z.B., versuchen.

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