Tag Archives: Sexualität

Sexismus – Der Fall Harvey Weinstein zeigt, dass bei alltäglichen Machtkämpfen zwischen Männern und Frauen auch archaisch tiefe, oft diffus verdeckte Ebenen mitschwingen – Wie im Populismus – „Ausland“ & „Untergrund“ sind mitten unter uns (WehrWolter – ww 277 – Hans Wolter)

Durch die sexuellen Übergriffe des amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein rückt die sogenannte Sexismus-Debatte wieder einmal deutlich in unsere Wahrnehmung. Für mich zeigt dieser Fall, der sich in kleinerem Ausmaß wohl überall ereignen kann, dass die über dreißigjährige Emanzipationsbewegung, wohl eher im „Oberbau“ unserer westlich modernen Kulturen stattgefunden hat. Es scheint tiefe, nahezu archaische Schichten im Seelenleben eines Jeden zu geben, in der andere, gewaltige Kräfte wirken. Nach wie vor. Sowohl in Männern, als auch in Frauen.

Sexismus, Mobbing, Populismus sind verdeckt agierende Strategien in komplexen Machtstrukturen.
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Das Paradox der Kölner Silvesternacht. – Durch die Angst vor Rechtspopulismus inszenierten die Verantwortlichen ein Stück „Lügenpresse“ und erreichten damit das Gegenteil von Schutz. – Viel zu geringe Polizeipräsenz machte die Übergriffe möglich.- Sparen am falschen Fleck – Keiner will es schuld gewesen sein. – Henriette Reker erhebt harte Vorwürfe gegen die NRW-Landesregierung und die damalige Polizeispitze. – (WehrWolter – ww 169 – Hans Wolter)

Wenn etwas Schlimmes passiert ist, ducken sich Viele reflexartig weg. Hier machen die zahlreichen Übergriffe auf Frauen auf dem Kölner Bahnhofsplatz im Schatten des Domes keine Ausnahme. Eigentlich war uns doch rasch klar, dass die Polizeipräsenz zu gering war. Zunächst ließ die Polizei wegen Gefährdung durch Feuerwerkskörper die Domplatte und den Bahnhofsplatz räumen. Schon da hätte die Polizeipräsenz deutlich erhöht werden müssen.

Den Hintergrund, dass man zunächst einmal ein Aufbrausen des Rechtspopulismus verhindern wollte, verstehe ich ja in seinen Ansätzen. Aber dann stellten sich die Verantwortlichen dermaßen dumm an, dass letztlich das Gegenteil erreicht wurde. Sie setzten ein Stück „Lügenpresse“ in Szene und bestätigten damit eher die rechte Propaganda, statt sie einzudämmen. Hier haben wir also auch wieder einmal mit einem Paradox zu tun.

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