Tag Archives: Sigmund Freud

Viel Licht wirft starke Schatten: Ronaldo auf dem Olymp – „Auf Bergen ist früher Licht und Eis als unten“ (Jean Paul) – Von Vatersehnsucht, kontrollierter Schale und aufgewühltem Kern – (WehrWolter – ww 278 – Hans Wolter)

Cristiano Ronaldo ist zum fünften Mal zum weltbesten Fußballer gewählt worden. Der Prototyp eines starken, erfolgreichen Mannes. Er ist DER Fußballstar des 21. Jahrhundert. Rund um den Globus bewundern ihn Millionen Menschen für seine Ballkünste auf dem Rasen und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Wer genauer hinsieht erkennt, dass sein Leben nicht immer unbeschwert war und ist. Und das, obwohl er alles erreicht hat, wovon die meisten Menschen träumen. Weiterlesen …

Chancen und Risiken der Selbstliebe – Von Trump Donald über Tramp Charlie zu Steve Jobs – Gedanken zum Narzissmus und der notwendigen Liebe zu uns selbst und unseren Werken – (WehrWolter – ww 270 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe.“ (Charlie Chaplin an seinem 70sten Geburtstag)

 „Zeig mir jemanden ohne Ego, und ich zeig dir einen Verlierer.“ (Donald Trump)

Gesunde Selbstliebe ist wichtig für unsere seelische Gesundheit, aber nicht unbedingt selbstverständlich. Wobei schon im Bibelwort: „Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Ausdruck kommt, dass eine positive Beziehung zu uns selbst die Voraussetzung darstellt, auch den anderen Menschen lieben zu können. Ich möchte gerne für eine gesunde Selbstliebe werben und diese vom ungesunden Narzissmus abgrenzen. Wie viele Dinge im Leben geht es auch hier um das rechte Maß. Weiterlesen …

Terror & Stürme im September: Olympia-Attentat, Schleyer-Entführung, 09/11 – RAF bis IS-Terror heute– Hurrikan Irma und Gedanken zu menschlich gemachten Naturkatastrophen – (WehrWolter – ww 269 – Hans Wolter)

Es geht um: Terroranschläge, damals und heute – September als Umbruchsmonat – „In Terror steckt Error“ – Das Unbehagen in der Kultur – Diktatoren, Kriminelle und Suchtkranke tendieren zu Outlaws mit kindlichem Allmachtsdenken -Terror ist eine Abkürzung – Islamische Attentäter sind vom Tod fasziniert – nicht intakte Familien und der Hass auf die Väter – Radikalisierung in der Entwurzelung der Religion von ihrer Kultur – junge Menschen mit apokalyptischem Blick auf die Zukunft – Nihilismus und Paradies – Hurrikane wie Irma können von jetzt auf gleich den stabil geglaubten Rahmen der Menschen radikal wegpusten. Vergleichbar mit Terror, der menschlich hergestellten Katastrophe – Wir brauchen hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven die nicht nur am Konsum orientiert sind.

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Gamescom – Leben und Leben (über-) lassen – Überlegungen zum digitalen In-der-Welt-Sein – Luzifer war auch mal Engel – Vom Erweiterungs- & Suchtpotential im Internet – (WehrWolter – ww 265 – Hans Wolter)

„Wir benutzen das Internet nicht, wir leben darin und damit.“ (Piotr Czerski, polnischer Dichter)

Was haben die Spielmesse Gamescom und die digitale Welt des Internets mit Träumen, Phantasiewelten, Stilllegung und dem gefallen Engel und Lichtbringer Luzifer zu tun?

Kurz zusammengefasst: Sind Computerspiele und das Eintauchen in die digitalen Welten des Internets ein Machwerk des Teufels oder sind sie Lichtbringer? – Träume sind bewegtes Probehandeln das Stilllegung voraussetzt – Computerspiele ähneln luziden Träumen – Das diesjährige Motto „Einfach zusammen spielen“ ist nicht selten eine Umkehrung der Ausgangslage – Der Griff zum Handy kann die Zigarette ersetzen – Wenn Sehnsucht zur Sucht wird – Spielen als Probehandeln bringt weiter. Spielen als Ersatzhandeln legt still –

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Vater-Bilder wirken. Besonders in Abwesenheit. – Von Kohl & Kafka über Niki de Saint Phalle und Picasso zu Dostojewski & Freud (WehrWolter – ww 257 – Hans Wolter)

Das Leben ist wie ein Kartenspiel; wir werden geboren, ohne die Regeln zu kennen, aber jeder von uns muss mit dem Blatt spielen, das er bekommt. (Niki de Saint Phalle)

Im Juni 2017 starb Helmut Kohl. Für die Söhne scheint es eher ein Trauerspiel als Trauer zu sein. Darüber wurde das Thema „Vater“ zum Wochenmotiv in unserem „Club der lebenden Poeten“. Unsere Facebookgruppe knöpft sich wöchentlich ein neues Thema vor. Ich war erstaunt, wie viele persönliche Beiträge zu Missbrauch und Misshandlung auf Ausdruck drängten und intensive Anteilnahme erfuhren. Natürlich gab es auch zahlreiche positive Beiträge zum Phänomen Vater. Weiterlesen …

Gewalt als Abwehr von Angst & Benachteiligung – Opfer-Täter-Verkehrung als Nachwirkungen der totalitären DDR – Studie zu „Ursachen des Rechtsextremismus in Ostdeutschland“ (Iris Gleicke) – Versuch einer psychologischen Einordnung – (WehrWolter – ww 251 – Hans Wolter)

Auch wenn die Mauer sichtbar schon vor fast 30 Jahren gefallen ist, in der Seele, vor allen Dingen in der Seele des Ostens, wirkt sie noch deutlicher nach, als wir es wahrhaben wollen, stärker als es uns lieb ist. So wie die Menschen dort früher Opfer autoritärer Gewalt und Benachteiligung waren, so gibt es heute offensichtlich eine verstärkte Neigung zur Rollen-Verkehrung in die Position der Täter. Weiterlesen …

„Als ich begann mich selbst zu lieben …“ Charlie Chaplin: „Wir denken zu viel und fühlen zu wenig.“ – Was wir vom kleinen, großen, weisen Tramp auch heute noch lernen können … – (WehrWolter – ww 247 – Hans Wolter)

„Als ich begann mich selbst zu lieben, da erkannte ich, dass mich mein Verstand durcheinanderbringen und krank machen kann. Aber als ich ihn mit meinem Herzen verband, wurde mein Verstand zu einem wertvollen Verbündeten. Heute nenne ich diese Verbindung Weisheit des Herzens.“ (Charlie Chaplin)

662 Tramps feierten im April wieder Charlies Geburtstag. Chaplins Gedanken zur Selbstliebe halte ich für ganz zentral und sehr gut verwortet. Er teilte sie uns in einer Rede zu seinem 70sten Geburtstag selbst mit. Als Psychologe und Psychotherapeut sehe ich in meiner täglichen Arbeit, dass die Selbstliebe der Dreh- und Angelpunkt einer guten Lebensbewältigung darstellt.

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Ich bin dann mal weg – vom Paradox des Stirb und Werde – Gedanken zum Übergang der Karwoche ins Osterfest – am Beispiel: Hape Kerkelings wundersamem Weg von der Tragödie zur Komödie – (WehrWolter – ww 240 – Hans Wolter)

Im Übergang der Karwoche ins Osterfest feiern wir das Stirb und Werde des jüdischer Wanderpredigers Jesus von Nazareth. Etwa ab dem Jahr 28 trat er öffentlich in Galiläa und Judäa auf. Zwei bis drei Jahre später wurde er auf Befehl des römischen Präfekten Pontius Pilatus von römischen Soldaten gekreuzigt. Zu Lebzeiten sind viele Wunder übermittelt. Nach meiner Vermutung haben sich einige, wie die plötzlichen Heilungen Kranker, tatsächlich ereignet, andere werden biblische Bilder im Sinne von Gleichnissen sein. Weiterlesen …

Wenn Menschen uns gewaltsam in ihren Albtraum ziehen – Druck und Möglichkeiten zur Selbstinszenierung wachsen auch auf der dunklen Seite – Amokflug 4U9525 – Germanwings/ Lufthansa – ein trauriger Jahrestag – (WehrWolter – ww 237 – Hans Wolter)

Kurzzusammenfassung: Wir leben in einem Zeitalter der zunehmenden Selbstinszenierungen. Der Druck, in der Öffentlichkeit etwas darzustellen und die Möglichkeiten hierzu, sind enorm gestiegen. Vor zwei Jahren ließ ein Co-Pilot ein Flugzeug mit 150 Insassen absichtlich abstürzen. Das hat etwas von Judas: Verrat aus den eigenen Reihen. Wie lassen sich Suizide und Amokläufe psychologisch verstehen? Von der Psycho-Logik der Opfer-Täter-Verkehrung. Wie können wir uns gegen die zunehmende Verunsicherung wehren? Abwehrmechanismen: das Immunsystem der Psyche. Transparentmachen der Bedrohung ist effektiver als Verdrängung und blinde Abwehr. Die Eltern des Amokpiloten setzen durch ihren Medienauftritt in einer gruselige Art und Weise das Anliegen ihres Sohnes fort. Anstelle einer glaubhaften Entschuldigung, geht der Narzissmus seinen grausamen Weg weiter. Weiterlesen …

Ängste nehmen zu: daher auch Gewalt und die Sehnsucht nach starken radikalen Lösungen – Kleine Werbung für mehr BINDUNG – Gegen das Geschäft mit der Angst: Radikaler Islamismus, Flüchtlingsnot und Rechtspopulismus liegen in ihren Unsicherheiten nahe beieinander – Psycho-Logik und Bindungstheorie – (WehrWolter – ww 231 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Meine These lautet: Die Abnahme von Bindungsqualität führt zu mehr Ängsten. Daraus resultieren: eine Abnahme der Einfühlungsfähigkeit, die Zunahme von Gewalt und die Sehnsucht nach einfachen radikalen Lösungen.

Meine Forderung: Wir müssen mehr in gute Bindungen, in qualitativ gute Zeit für unsere Kinder investieren

Zunahme von Ängsten – Sehnsucht nach dem starken Mann – Die Unberechenbarkeit eines Billy the Kid – Bindungsunsicherheiten nehmen zu, nicht nur bei traumatisierten Flüchtlingen, auch bei Menschen, die in ihrer frühen Kindheit weniger mitfühlende Bindung erfahren haben – Menschen, die mit sicheren Bindungen aufwachsen, sind bei Belastungen stabiler, das weiß man dank langjähriger Forschung – gibt es Zusammenhänge zwischen den Krippen der ehemaligen DDR und den größeren Fremdenängsten in Sachsen? – ausführliche Darstellung der psychologischen Bindungstheorie

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Gefühlt leben wir tiefer, als wir denken. Hape Kerkeling als Phönix in der eigenen Tragikomödie – Von Depression zur mutmachenden Krisenbewältigung – Ich bin dann mal weg … Du kannst fernsehen – (WehrWolter – ww 228 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Die Tragödie seiner Kindheit wendet Hape Kerkeling in brillante Komödie – Die dunkle Seite – Von den Belebungsversuche der depressiven Mutter zum Erstarren – Passiv-Aktiv-Wendung – Die Kunstpause als wiederholtes Erinnerungssymbol – Unterstützendes Netzwerk – Krisenbewältigung die Mut macht –

„Ich bin dann mal weg.“ Warum eigentlich? Wieso wird so eine „Rampensau“ wie Hape Kerkeling auf einmal so innengewandt? In seiner Biographie: „Der Junge muss an die frische Luft“ finden wir Antworten. Wasser in Wein zu verwandeln ist ein Wunder. Tragik in Komik auch.

„Der Humor ist nicht resigniert, er ist trotzig, er bedeutet nicht nur den Triumph des Ichs, sondern auch den des Lustprinzips, das sich hier gegen die Ungunst der realen Verhältnisse zu behaupten vermag.“ (Sigmund Freud) Weiterlesen …

Eine wehrhafte und zugleich bewegliche Psyche ist die stärkste Waffe gegen Krankheit – Gedanken zum Weltkrebstag – Fakten und Ideen werden häufig durcheinander geworfen – Nicht nur bei Trump – (WehrWolter – ww 227 – Hans Wolter)

Kurz zusammengefasst: Weltkrebstag – Der Einfluss der Psyche wird nach wie vor noch unterschätzt – Der Körper beginnt zu sprechen, wenn wir die Gefühlssignale überhören – Fallbeispiel mit negativem Ausgang – Fallbeispiel mit positivem Ausgang: Krebs kränkt auch die Seele – Wehren lohnt sich – Auch gegen Ärztefehler. Brustkrebs – Behandlungsfehler endet fast tödlich – Sybille Hauser-Gaulke hat es geschafft – Raus aus der Opferrolle!

„Die eigentliche Ursache des Leids liegt in unserer Unwilligkeit, Tatsachen als reelle Tatsachen und Ideen als bloße Ideen zu sehen, und dadurch, dass wir ununterbrochen Tatsachen mit Konzepten vermischen. Wir tendieren dazu, Ideen für Tatsachen zu halten, was Chaos in der Welt schafft“(Paul Watzlawick)

Jede dritte Frau und jeder zweite Mann erkranken im Laufe des Lebens an Krebs. Die meisten nach dem 65. Lebensjahr. Keiner ist vor der Krankheit gefeit. Aber jeder kann sein Risiko senken.

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Aufstieg vom Totgewünschten zum Fußballgott: Cristiano Ronaldo, ein Ikarus auf idealer Flughöhe: Wenig Liebe, aber viel erarbeitete Wertschätzung – Licht & Schatten des Narzissmus – Vom Segen gelungener Selbstliebe – (WehrWolter – ww 224 – Hans Wolter)

Im Brennpunkt: Cristiano Ronaldo – Auch fehlende Liebe kann ein Motor sein – Die Sage vom schönen Narzissos, der sein wahres Selbst nicht kennt –Vom Drama des begabten Kindes und der Suche nach dem wahren Selbst – wie geht es eigentlich meinem inneren Kind? – Grandiosität und Depression haben ihre Wurzeln häufig in der Verleugnung von Traumata in der Kindheit. -Mangelnde Selbstliebe ermöglicht es auch nicht den Anderen zu lieben – Narzisstischer Missbrauch ist häufiger als sexueller – Respekt und Teilen wird hauptsächlich am Leben & Vorbild gelernt – Gesunder Narzissmus ist wichtig. Weiterlesen …

Rainer Maria Rilke starb vor 90 Jahren – Das Paradox: vom Defizit zur Kreativität – Vom Sohn der die Tochter ersetzen sollte, über den bindungsängstlichen jungen Mann zum frauenumschwärmten Dichter mit gewaltigem Tiefgang – (WehrWolter ww 218 – Hans Wolter)

Verdichtet: Von frühem Mobbing über  Identifikation mit Christus und der Unfähigkeit, mit Aggressionen umzugehen – Nähe-Distanz-Regulierung übers Schreiben. Heute wäre RMR ein Freund von Social-Media-Kommunikation. – Die Untiefen seiner Seele –Ein Ikarus im Gefängnis der Mutter – Enorme Selbstheilungskräfte – Rilkes Sehnsucht nach und Angst vor den Frauen – In der Militärschule gemobbt – Verwandlung von Schwäche in kreative Stärke – Ideen zur Produktivität des Künstlers …

Und nun wollen wir glauben an ein langes Jahr,
das uns gegeben ist, neu, unberührt, voll nie gewesener Dinge,
voll nie getaner Arbeit, voll Aufgabe, Anspruch und Zumutung;
und wollen sehen, dass wirs nehmen lernen,
ohne allzuviel fallen zu lassen von dem, was es zu vergeben hat,
an die, die Notwendiges, Ernstes und Großes von ihm verlangen.
. . . Guten Neujahrsmorgen . . .
(Rainer Maria Rilke)

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Zusammen ist man weniger. Allein. Anders. Eigen-Art-(Cologne) des Wilhelm Salber. Gedanken zum Abschied des großen Seelen-Designers der Firma Morphologie.- (WehrWolter – ww 214 – Hans Wolter)

Trailer: Distanz die einem nahe geht – Die Lizenz zum AndersSein – Vom Professor Robinson auf der Morphologika – Mehr Lachgeschichten hätten gut getan – Rilkes Orpheus – WS, der Karl Lagerfeld unter den Psychologen – Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen! Zu guter Letzt: die Zahl 88 ist psychästhetisch betrachtet: Harmonie in VollEndung

Wilhelm Salber liebte Paradoxe. Auf der Trauerfeier spürte ich so etwas wie ein Paradox. Mir ging die Distanz nahe. Weiterlesen …

R.I.P. Wilhelm Salber – mit dem Kölner Psychologie Professor geht einer der originellsten Köpfe der Zunft – Morphologie: Wanderer zwischen Kunst & Wissenschaft – Ciao Käpt’n, mein Käpt’n – (WehrWolter – ww 213 – Hans Wolter)

Wilhelm Salber steht für: Polymorph interessiert – Ganzheitliche Zusammenhänge versus elementarhafter Zerteilung – Dekonstruktion oberflächlicher Gewissheiten – „Morphologie des Seelischen Geschehen“ – für Muggel unverständlich – Der etwas andere Sigmund Freud -„Sechseck“ mit  magischem Charakter – Feste Größe in Marktpsychologie – Vom Faust zum van Gogh des Seelischen Weiterlesen …

Ich leiste, also liebt mich! – Was können wir von Cristiano Ronaldo lernen? – Europas Fußballer des Jahres 2016 – Vom gesundem und ungesundem Narzissmus und dem „Drama des begabten Kindes“ (Miller) – Auch der Fußball Bundesligastart inszeniert wieder Dramen vom Stirb und Werde unserer ewigen Helden-Sehnsucht – (WehrWolter – ww 183 – Hans Wolter)

Spüren wir in der Kindheit, dass wir durch Leistung mehr und anders wahrgenommen werden, kann das entscheidende Weichen für unser Leben stellen. Anerkennung und Liebe sind oft der Motor dafür, dass wir Besonderes zu leisten versuchen. Dafür nehmen viele Sportler, Musiker, Wissenschaftler etc. nicht selten viele Anstrengungen und Verzicht in Kauf. Nicht selten schon in der frühen Kindheit. Eine Steffi Graf oder ein David Garrett wären uns wahrscheinlich nie aufgefallen, hätten sie nicht schon ganz früh in ihrem Leben viel trainiert. Unbeschwertes Kindsein blieb dabei teilweise auf der Strecke. Aber der wahre Luxus scheint ja zu sein: Geliebt zu werden, einfach dafür, dass man da ist. Gelassen und gefördert zu werden, weil unsere Eltern sich selbst und damit auch ihre Kinder lieben.

Kurzzusammenfassung:

  • Das Drama des begabten Kindes und die Suche nach dem wahren Selbst
  • Wie geht es dem inneren Kind des Erwachsenen?
  • Grandiosität und Depression haben ihre Wurzeln häufig in der Verleugnung von Traumata in der Kindheit.
  • Die Sage vom schönen Narzissos, der sein wahres Selbst nicht kennt
  • Mangelnde Selbstliebe ermöglicht es auch nicht den Anderen zu lieben
  • Narzisstischer Mißbrauch ist häufiger als sexueller Mißbrauch
  • Respekt und Teilen wird hauptsächlich am Leben & Vorbild gelernt
  • Gesunder Narzissmus ist wichtig
  • Cristiano Ronaldo – Auch fehlende Liebe kann ein Motor sein

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Wenn aus Spiel Ernst wird: Gamescom 2016 Köln – Spielen als Probehandeln bringt weiter. Spielen als Ersatzhandeln legt still. Dann kann rasch die Energie zum Ernst des Lebens verspielt werden. – Pokémon Go als VorSpiel: hilft beim Warten auf Europas größte Spielemesse (WehrWolter – ww 180 – Hans Wolter)

Ein Held kann man sein, auch ohne die Erde zu verwüsten. (Nicolas Boileau-Despréaux)

Die Gamescom, Europas größte Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung, hat in Köln begonnen. Bis zum 21. August präsentieren über 800 Aussteller Innovationen aus dem Bereich interaktiver Unterhaltungselektronik. Jetzt sind wieder mehrere hunderttausende Jugendliche in unserer Stadt. Insgesamt werden 800.000 Besucher erwartet. Sie alle vereint der Traum vom Heldentum. Helfen die Spiele diesem Traum näher zu kommen?

 

Spielen und Träumen als Probe- oder Ersatzhandeln

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„Der Rechtspopulist Trump ist ein unehrlicher Demagoge, der das Land auf einen sehr gefährlichen Weg führt“ (Meg Witman, Republikanerin und Chefin des IT-Konzerns Hewlett Packard) – Worin liegen Macht und Gefahr des Rechtspopulismus für Demokratie und Pluralismus? – Antworten aus der wissenschaftlichen Forschung (RWTH-Aachen & Humboldt-Universität Berlin, Paula Diehl). – (WehrWolter – ww 175 – Hans Wolter)

Der Rechtspopulist Trump hat seine eigenen Emotionen nicht mehr im Griff. Ein gutes Beispiel seines Empathieverlustes ist, dass er jetzt sogar ein schreiendes Baby eigener Parteifreunde aus dem Saal werfen ließ. Ein guter Schauspieler wird nie identisch mit seiner Rolle. Durch die verachtenden Angriffe auf die muslimischen Eltern eines im Irak gefallenen US-Soldaten hat er selbst dazu beigetragen, dass er in den USA keine Mehrheit bei der Präsidentenwahl erzielen wird. Wie alle Rechtspopulisten – auch die von AfD oder Pegida in Deutschland – versucht er über Verschwörungstheorien seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Weiterlesen …

Das Paradox der Kölner Silvesternacht. – Durch die Angst vor Rechtspopulismus inszenierten die Verantwortlichen ein Stück „Lügenpresse“ und erreichten damit das Gegenteil von Schutz. – Viel zu geringe Polizeipräsenz machte die Übergriffe möglich.- Sparen am falschen Fleck – Keiner will es schuld gewesen sein. – Henriette Reker erhebt harte Vorwürfe gegen die NRW-Landesregierung und die damalige Polizeispitze. – (WehrWolter – ww 169 – Hans Wolter)

Wenn etwas Schlimmes passiert ist, ducken sich Viele reflexartig weg. Hier machen die zahlreichen Übergriffe auf Frauen auf dem Kölner Bahnhofsplatz im Schatten des Domes keine Ausnahme. Eigentlich war uns doch rasch klar, dass die Polizeipräsenz zu gering war. Zunächst ließ die Polizei wegen Gefährdung durch Feuerwerkskörper die Domplatte und den Bahnhofsplatz räumen. Schon da hätte die Polizeipräsenz deutlich erhöht werden müssen.

Den Hintergrund, dass man zunächst einmal ein Aufbrausen des Rechtspopulismus verhindern wollte, verstehe ich ja in seinen Ansätzen. Aber dann stellten sich die Verantwortlichen dermaßen dumm an, dass letztlich das Gegenteil erreicht wurde. Sie setzten ein Stück „Lügenpresse“ in Szene und bestätigten damit eher die rechte Propaganda, statt sie einzudämmen. Hier haben wir also auch wieder einmal mit einem Paradox zu tun.

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Cristiano Ronaldo – Auch fehlende Liebe kann ein Motor sein – Für einen reichen Armen eine Lanze brechen – Kleines Plädoyer für gute Selbstliebe – (WehrWolter – ww 167 – Hans Wolter)

„Heute bin ich glücklich, dass wir Dich nicht abgetrieben haben …“ sagte Ronaldos Mutter ihrem Cristiano vor laufender Kamera. Vor einigen Wochen sah ich den Film „RONALDO“. Regisseur Anthony Wonke begleitete den Fußballer ein Jahr lang und erhielt seltene Einblicke. Ich war gerührt, streckenweise erschüttert und im Umgang mit seinem fünfjährigen Sohn auch befremdet. Weiterlesen …

Das Böse ist immer und überall. – nicht nur in Orlando, Paris, bei den Hooligans, in Dresden, beim Jo Cox Attentat im Brexit Wahlkampf oder in unmittelbarer Nachbarschaft – Vom Ver/rückten im Normalen – Das Ich und die Abwehrmechanismen – Anna Freud – (WehrWolter – ww 166 – Hans Wolter)

Das Böse gehört mehr zum Leben dazu, als es uns lieb ist. Konnten die Götter in den alten Religionen noch gütig und grausam in Personalunion sein, versucht das Christentum im neuen Testament durch die Erfindung des Teufels eine Ordnung ins Leben der Menschen zu bringen. Spaltungen in Gut und Böse werden einerseits zur Beruhigung eingeführt. Wenn das Böse als ver-/-rückt dargestellt wird, dann ist es von mir weg/ge-/-rückt. Daher versucht man sich bei Amokläufen oder Attentaten auch gerne schnell zu beruhigen, indem man die Täter als verrückt, irre, also nicht normal einstuft. Hierzu stelle ich einige Quer/Gedanken vor. Im Anschluss zitiere ich den hervorragenden Beitrag „BÖSES“ von Carolin Emcke, den sie vor kurzem in der Süddeutsche Allgemeine Zeitung veröffentlicht hat. Abschließend gebe ich noch einen kurzen Überblick über die von der Psychoanalytikerin Anna Freud extrapolierten Abwehrmechanismen des Ich.

 

Ich? – Bin doch nicht ver//rückt!

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Zur Identität Deutschlands und der Deutschen. -„Der Deutsche als analer Charakter“ – Ein philosophischer GastBeitrag von Dr. Marc Hieronimus – Aus der Serie: Lichtwolf meets WehrWolter – (ww 165)

Was verbindet einen Rheinländer mit einem Holsteiner? Franken sind beleidigt, wenn man sie Bayern nennt, obwohl sie administrativ welche sind. Und es hat sich ja auch migratorisch einiges getan in den letzten Jahren und Jahrhunderten.

Der Kölner [sic!] feiert sich selbst in den (erst durch den immigrierten Kabarettisten Konrad Beikircher formulierten) „11 Geboten“  als toleranten, friedfertigen, genussfreudigen aber verzichtbereiten, gleichmütigen aber festlichen, im besten Sinne „italienischen“ [re-sic!] Zeitgenossen. Mag das auch unpolitisch und selbstgefällig sein, tut es doch keinem weh und ist z.B. sympathischer und lebenswerter als Berliner Kaltschnäuzigkeit oder Frankfurter Geschäftssinn.

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Wach und wehrhaft sein: Die Mannschaft mit Boateng auf der EM 2016 in Frankreich – Der öffentliche Diskurs verändert sich – Rechtspopulismus stellt eine Gefahr für Demokratie und Pluralismus dar – Populisten schaden Europa – Synergieeffekte mit den Massenmedien – RWTH Aachen dokumentiert Forschungsergebnisse von Paula Diehl – (WehrWolter – ww 163 – Hans Wolter)

Die Schwelle zur Verachtung, Entmenschlichung und zum Durchbruch aggressiver Impulse wird niedriger. Die Verschiebung des öffentlichen Diskurses macht mir Sorge.

An der RWTH in Aachen läuft aktuell eine Vortragsreihe zu „Populismus, Rechtspopulismus und Massenmedien“. Hierbei handelt es sich um qualitativ sehr gute wissenschaftliche Beiträge zum aktuellen Forschungsstand in den Politikwissenschaften. Ich hatte das Glück vorgestern einem Beitrag von Frau Prof. Dr. Paula Diehl von der Berliner Humboldt Universität beiwohnen zu können. Nachfolgend stelle ich ihre Untersuchungsergebnisse vor. Zuvor erlaube ich mir einige Gedanken zu dieser hochaktuellen und wichtigen Thematik aus meiner persönlichen Perspektive, mit psychologischem Blick.

Stichworte: Das Paradox vom schlechten „Gutmenschen“- Die Ambivalenz des Internets zwischen Transparenz und Tunnelblick – Runter mit der Maske: Populisten schaden Europa – Nur scheinbar demokratisch – Populismus und Massenmedien – Ein Weg aus der Spirale: Dekonstruktion rechtsextremer Darstellungen statt Anbiederung

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Ideen zur Psycho-Logik von Radikalität – Die AfD bewegt sich zurück in eine autoritäre, unfreie, obrigkeitsstaatliche Rechtsordnung. Ein Weg zurück, vor die globalisierte, mobile und multikulturelle Welt wäre nicht sinnvoll. – Die neuen rechten Zauberlehrlinge haben mehr mit dem radikalen Islam gemeinsam, als es ihnen klar und lieb sein kann. Ayatollah Khomeini hat 1979 einen gewaltigen ZivilisationsRückschritt geschafft. Aber das war vor dem Internet. – (WehrWolter – ww 161 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Ich vergleiche die Motive der AfD mit denen der radikalen Ayatollahs, zeige die Funktionsweise und Psycho-Logik von Radikalität auf und zitiere abschließend den Beitrag „Klartext bitte“ von Jürgen Rüttgers

  1. Gegensätze liegen oft näher beieinander als es ihnen klar und lieb ist
  2. Radikale haben immer eine Sauberkeitslogik im Kopf
  3. Dem übertriebenen Sauberkeitsideal liegt ein fundamentaler Irrtum zu Grunde
  4. Anpassungs-Künstler sind die wirklich Starken
  5. „Wer ist die AfD? Es wird Zeit für Klartext“ (Gastbeitrag von J. Rüttgers, KSTA, 02.06.16)

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Fußball rockt. Heute: Hardrock vs. BaRock – Atlético Madrid vs. Bayern München – Vorabeiter Diego Simeone vs. Dirigent Pep Guardiola – Konter-Kämpfer vs. Kontroll-Künstler – Underdog vs. Salonlöwe – (WehrWolter – ww 147 – Hans Wolter)

Fußball macht Theater. Heute: ganz großes Kino. Es rocken die Hardrocker von Atlético gegen die BaRocker von Bayern. Wie: Trieb vs. Köpfchen. Hier treffen auch menschlich heute zwei Antipoden aufeinander, die dem Spiel noch einen zusätzlichen Reiz geben. So unterschiedlich wie die Trainer Diego Simeone auf der einen Seite und Pep Guardiola auf der anderen Seite sind, so unterschiedlich sind die Spiel-Philosophien der beiden Mannschaften.

„Du wirst mit Charakter immer mehr gewinnen als mit gutem Fußball“ (Diego Simeone)

 

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Klare Worte, Führung & Emotionen sind wieder gefragt. -SuperTuesday in den USA: Donald Trump & Hillary Clinton machen es vor. – Angela Merkel gewinnt mit ihrer entschiedenen Führung wieder Respekt. Auch wenn Botschaften & Haltungen sich diametral entgegenstehen– Der öffentliche Diskurs im Wandel: Emotionalisierung wichtiger als logische Argumente. (WehrWolter – ww 130 – Hans Wolter)

„Es ist unmöglich, die Menschen zu kennen, ohne die Macht der Worte zu kennen.“ – (Sigmund Freud)

SuperTuesday in den USA: Klare Worte & Führung sind wieder gefragt. Angela Merkel, Donald Trump & Hillary Clinton machen es vor. Auch wenn wir vielleicht ganz anderer Meinung sind und die Genannten sich inhaltlich sehr unterscheiden. Mir geht es hierbei weniger um die Parteienfrage, Inhalte oder Haltungen, mir geht es mehr um die Wirkung von deutlichem SichZeigen & StellungBeziehen. (!) Außerdem ist seit einiger Zeit der öffentliche Diskurs im Wandel: Emotionalisierung lässt rationalen Argumenten wenig Raum. Die öffentlich rechtlichen Medien müssen sich umstellen. Im Reich der Emotionen können Widersprüche nebeneinander existieren, die Regeln der Logik gelten hier nicht. Leidenschaft wirkt authentischer als Logik.
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WIR sind das Volk! – Seien wir ehrlich: Sachsen hat ein Naziproblem! – Gutmenschen zahlen Steuern & Solidaritätsbeiträge – Leben ist Vielfalt – Warum las der Künstler Hitler kaum?- (WehrWolter – ww 127 – Hans Wolter)

Eigentlich ist die Argumentation 1fach. Nur: Hitler hat nicht gelesen. Als Führer, Künstler und begnadeter Demagoge brauchte er das offensichtlich auch nicht. Radikale werden auch diesen Beitrag hier nicht lesen. Aber ein (Vor-) Urteil fällen. Nachher werden sie den Stempel „Lügenpresse“ drunter setzen. Ist das intelligent? – Kommt drauf an, wie man Intelligenz versteht. Es ist zunächst einmal effektiv. „Der Handelnde ist immer gewissenlos …“(Goethe) –

 Kurzüberblick meiner Ausführungen:

  • Eigentlich müssen wir nicht sonderlich tief denken, um das rechte Zentrum von Pegida zu verstehen AnpassenKönnen, an die Vielfalt des Lebens, ist eine Stärke
  • Wir haben uns doch nicht umsonst über Jahrzehnte einen Rechtsstaat aufgebaut.
  • Im Internetzeitalter verändert sich der öffentliche Diskurs erschreckend
  • Leben ist nicht sauber
  • Städte können nur in Vielfalt überleben
  • Dörfer sind ideal autonom. Städte & Länder trocknen aus, wenn wir sie einmauern
  • Die DDR ist letztlich in Ermanglung von Vielfalt & Austausch zugrunde gegangen
  • Demokatie ist schwerer, aber letztlich lebendiger als Diktatur
  • Hitler war nicht wirklich sexy – aber ein virtuoser Einschüchterer & Erniedriger
  • Je schwächer sich ein Mensch fühlt, je größer seine Sehnsucht nach dem Führer
  • Rübezahl wusste: Tief im deutschen Volk gab es schon lange eine Sehnsucht nach Vereinheitlichung nach Entlastung durch Vereinfachung
  • Hitler führte – salopp gesagt – aus dem Bauch heraus
  • Mich erschreckt die Rückentwicklung unserer menschlichen und kulturellen Errungenschaften
  • Hört endlich auf mit den Ausreden – Sachsen hat ein Nazi-Problem!
  • Warum haben wir nicht so genau hingesehen?
  • Wie haben wir uns in Deutschland zu einer gewissen Weltoffenheit entwickelt?
  • Fazit: Starke Demokraten in der alltäglichen Begegnung sind gefragter denn je!

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Shitstorm über Anke Engelke nach Nazi-Witz auf der Berlinale – Totalitäre & enge Geister können kein Humor. Gelacht wird nur über Schwächere. – Da sind Pegida, Putin, Al-Qaida, Hitler und IS nicht weit auseinander. (WehrWolter – ww 123 – Hans Wolter)

Auf den Punkt: Anke Engelkes Nazi-Witz zu George Clooney auf der Berlinale-Gala. – Shitstorm – Die Angst des Nazis vorm Witz. – Brisanz von Mohammed Karikaturen – Witze sind für Mächtige gefährlich, für den Rest entlastend – Die Fähigkeiten zu Humor & Witz sagen etwas über die psychische Gesundheit eines Menschen. – „Danke, Anke, für diesen Nazi-Vergleich!“ (DIE WELT)
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Anke Engelke ist eine begnadete Moderatorin. Sie punktet mit schlagfertigen Witzen und intelligenter Komik. Bei der Gala zur Eröffnung der Berlinale ist sie wieder in ihrem Element und findet weltweit Anerkennung für ihren auflockernden multikulturellen Stil. Hierbei machte sie auch einen Witz über rechtsradikal Gesinnte in Leipzig. Daraufhin brach ein regelrechter Sturm im Netz aus. Viele Deutsche verstehen keinen Spaß mehr. Natürlich kann man Pegida und seine Ableger nicht so ohne weiteres mit Nazis gleichstellen. Als Psychologe würde ich aber sagen: je totalitärer und damit enger ein Mensch denkt, umso weniger Spaß hat er an Witz und Humor. Humor erfordert geistige und emotionale Beweglichkeit.
CharlieChaplin

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Albert Einstein: Gravitationswellen nachgewiesen – Sensation: nicht nur die Banane ist krumm, auch die Raumzeit. – Es gibt sie wirklich: Schwarze Löcher! – Dagegen ist Schäubles schwarze Null: Pillepalle. – (WehrWolter – ww 122 – Hans Wolter)

„Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität.“ (Albert Einstein)

Als Albert Einstein 1915 seine Allgemeine Relativitätstheorie vorstellte, zeichnete er ein komplett neues Bild der Wirklichkeit; genauer, der Anziehungskraft, also der Gravitation. Bisher hatte man geglaubt, dass die Anziehungskraft ohne jeglichen Zeitverzug zwischen zwei Massen wirkt und dass es egal sei, wie weit die Körper voneinander entfernt sind.

Ein großer Schritt für die Menschheit: bewiesen durch ein unvorstellbar schwaches Signal aus dem All, welches ein paar Spiegel auf der Erde minimal hat vibrieren lassen.

Einstein dachte einfach anders. Anders als bisher ein Mensch gedacht hatte. Er entwickelte die These, dass Schwerkraft entstehe, weil Masse den Raum und die Zeit krümme. Entscheidend hierbei ist die zusätzlich Annahme, dass Raumzeit sich nicht unendlich verbiegen lässt. Er nahm an, dass dazu Lichtgeschwindigkeit notwendig sei. Unter Raumzeit oder Raum-Zeit-Kontinuum versteht man die Vereinigung von Raum und Zeit in einer einheitlichen vierdimensionalen Struktur. Dies ist in der Relativitätstheorie beschrieben.

Raum und Zeit sind nicht feststehend. Sie sind veränderlich.

Raum kann verzerrt, Zeit gestaucht oder gedehnt werden.

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Kein Pep mehr beim FC-Bayern – Über die Psycho-Logik des Fußballs. Im Besonderen ein Rückblick auf das Stirb-und-Werde von Pep Guardiola. – Gelungene Inszenierung im Advent: der Zeit, in der die Christen die Ankunft des Herrn erwarten. – (Hans Wolter / WehrWolter – WW103)

Pep Guardiola ist der surrealste Trainer, den der  FC Bayern je hatte.

„Eine Bar, ein Kamerateam, Pep Guardiola, der eine Minute zu früh erscheint: Selbst bei einem Filmdreh in München versetzt der Ausnahmetrainer alle in Staunen. Er greift nach den „Irdischen Vergnügen“, die der Surrealist Luis Buñuel einst seinem Drehbuchautor Jean Claude Carriere diktiert hat. Drei Takes, dann ist die Aufnahme im Kasten und Umstehende können nur noch staunen. Pep Guardiola ist der surrealste Trainer, den der ohnehin surreale FC Bayern je hatte.“ (Süddeutsche Zeitung, 20.12.2015)

Pep Guardiola kam vor drei Jahren überraschend zum FC Bayern. Zunächst wurde er als Zauberer verehrt. Dann gelang ihm an Stelle des erwarteten Tripels nur der Bundesligapokal. Auf einmal machte er Fehler. So dass ich schon dachte, dass er vorzeitig den Club verlassen würde. Seine Mannschaft verlor gegen Dortmund, gegen Wolfsburg und international. Höhepunkt war das Spiel, in dem die Weltstars vier Elfmeter verschossen.

Aber Pep Guardiola hielt durch. Er wurde wieder sicherer. Seine Mannschaft ebenso. Wirkungen sind hier wechselseitig. Sie folgen nicht der formalen Logik. Sie folgen der Psycho-Logik. Das macht Fußball spannend. Daher verwende ich gerne Fußball als Beispiel für viele Erscheinungen in der Psycho-Logik. Sei es in der psychotherapeutischen Behandlung, meinem beruflichen Alltag oder in Politik und Gesellschaft. Die unterschiedlichen Reaktionen der Menschen auf die Fremdenangst, die Flüchtlingskrise oder auf den Terror lassen sich mit formaler Logik ja nicht überzeugend verstehen. Hier wirkt Psycho-Logik. Ob wir glauben: „Wir schaffen das“ oder „Unser Boot ist voll und droht unterzugehen“ hängt weniger mit formaler Logik zusammen.

Dass wir den 5fachen Weltmeister Brasilien bei der letzten WM mit 7:1 besiegt haben oder das Lewandowski in 9 Minuten 5 Tore gegen den VFL-Wolfsburg geschossen hat, das hat doch nichts mit linearen Berechnungen oder formallogischen Erklärungen zu tun. Daher ist es wichtig, was wir glauben: von uns, den anderen und vom Leben.

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„Die letzte Kränkung“ (EGO 0) – WW 100. Text auf dem Blog für Psychologisch-Quergedachtes: Ein GastBeitrag von Dr. Marc Hieronimus – Lichtwolf meets WehrWolter – Winter is coming

WehrWolter, der Blog für Psychologisch-Quergedachtes feiert Jubiläum. 100 Beiträge in 396 Tagen. Ich freue mich sehr, dass ich Dr. Marc Hieronimus – Philosoph, promovierter Historiker, Redakteur der Zeitschrift Lichtwolf u.V.m. – für den 100sten Text auf meinem Blog gewinnen konnte.

Sehr gerne veröffentliche ich hier seinen Artikel „Die letzte Kränkung“, zumal wir uns im Vorfeld häufiger recht angeregt und intensiv über das Thema “Narzissmus” austauschen konnten. Hier freut es mich auch, dass er Beispiele von mir aufgreifen konnte. Das Narzissten etwas entscheidendes gefehlt hat: “Der Glanz im Auge der Mutter” (Kohut). Wie z.B. auch meine Einschätzung von Andreas Lubitz, dem Co-Piloten der Germanwings Maschine, der 149 Menschen mit in seinen erweiterten Suizid genommen hatte. Nach meiner Einschätzung ist hierfür maßgeblich die narzisstische Persönlichkeitsstörung und nicht die Depression des Piloten verantwortlich gewesen. Da Marc Hieronimus über einen weiten und recht differenzierten philosophischen sowie historischen Hintergrund verfügt, sehe ich in seinem Beitrag eine beeindruckende Erweiterung meiner psychologischen Sichtweise zu der aktuellen Thematik der Generation „Selfie/EGO Null“: Narzissmus, Ego und Selbstwertregulierung.

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Wenn Albert Einstein immer pünktlich zum Essen gekommen wäre, dann wäre er zwar relativ satt geworden, aber … – gäbe es dann schon: 100 Jahre Relativitätstheorie? (WehrWolter – ww 89 – Hans Wolter)

25. November 1915 – Albert Einstein stellt eine Theorie vor, die ihn „relativ“ berühmt machte.

„Wenn ich mit meiner Relativitätstheorie recht behalte, werden die Deutschen sagen, ich sei Deutscher, und die Franzosen, ich sei Weltbürger. Erweist sich meine Theorie als falsch, werden die Franzosen sagen, ich sei Deutscher und die Deutschen, ich sei Jude.“(Albert Einstein)

Wuschelhaariges Genie mit herausgestreckter Zunge, humorvoller Charismatiker, Pazifist, Geiger, größter Denker und berühmtester Naturwissenschaftler des 20. Jahrhunderts – Albert Einstein und die vielen Bilder, die wir uns von ihm machen, sind längst Teil der Popkultur geworden. Kaum einer weiß, dass der exakte Naturwissenschaftler häufig zu spät kam.Oder, dass er ab und zu gerne dichtete. Es gibt auch viele Lebensweisheiten und Zitate von ihm. Wie z.B.:

„Geniale Menschen sind selten ordentlich. Ordentliche selten genial.“

Einstein 3

Bei meinen Recherchen habe ich auch sein relativ unbekanntes Gedicht von der ausgestreckten Zunge finden können, womit ich meinen Beitrag abschließen werde.Ich werde weniger von der Relativitätstheorie vorstellen, dafür ein wenig mehr der Frage nachgehen: Was war der kleine sympathisch wirkende Mann für ein Mensch?

Unvorstellbares denken. Wer traut sich das noch?

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„Mit einer Kindheit voll Liebe aber kann man ein halbes Leben hindurch für die kalte Welt aushalten.“ (Jean Paul) – Für mehr Beziehung in der Erziehung – Nicht nur den jungen Terroristen fehlt der Sinn im Leben – Experimente der Selbstpsychologie & Bindungsforschung (WehrWolter – ww 85 – Hans Wolter)

In meinem Text stelle ich die Wichtigkeit von Beziehung und sicherer Bindung dar. Nach meiner Einschätzung nehmen sichere Bindungen und Sinnfindung in der Gesellschaft ab. Ausgangspunkt meines Artikels ist ein Fernsehbeitrag den ich wenige Tage nach dem Anschluss der Terroranschläge in Paris sah. Hier wurde dargestellt, dass ein Teil der äußerst jungen Attentäter (20 – 25 Jahre) aus scheinbar guten Verhältnissen kam. Sie waren nach Aussage von Nachbarn, Freunden und Bekannten nicht sonderlich auffällig und scheinbar normal sozial integriert. Es seien aber junge Menschen gewesen, die wohl auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens waren. Da sie hier offensichtlich weniger Orientierung hatten, scheint ihnen der sogenannte „Islamische Staat“ so etwas wie Identität und Lebensperspektive gegeben haben. Offensichtlich so viel, dass diese jungen Menschen bereit waren, für diese Ideologie zu sterben.

Nachfolgend stelle ich folgende Dinge kurz dar:

  1. Sind Aggression gottgegeben oder teuflische Produktionen? Sind menschliche Aggressionen angeboren oder hergestellt?
  2. Eros versus Thanatos – Sigmund Freud nahm noch einen Todes-/Destruktionstrieb an.
  3. Kurze Skizzierung der aktuellen psychoanalytischen Selbstpsychologie
  4. Versuche aus der Säuglingsforschung
  5. Wie verhält es sich mit dem von jedem zu lösenden Grundkonflikt von Autonomie und Bindung
  6. Kurze Skizzierung der Bindungstheorie
  7. Wie sicher oder unsicher sind unsere Kinder gebunden?
  8. Welche Bindungstypen sind wir selbst?

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Hogesa-Veranstaltung. Köln im Ausnahmezustand: Reichlich Gegenwind für Hooligans – Tausende „Demonstranten“, noch mehr dagegen, das Polizei-Aufgebot war enorm.

Vor fast genau einem Jahr kam es zu massiven Ausschreitungen während der sogenannten Hogesa „Demonstration“ in Köln. Zu diesem Anlass hatte ich meinen ersten Artikel für meinen am 09.11.2014 begonnen Blog „WehrWolter“ geschrieben. Diesmal war Köln zwar wieder im Ausnahmezustand, aber zum einen hatte die Polizei die Aktion deutlich besser im Griff und die Zahl der Gegendemonstranten war deutlich höher als die Anzahl der rechten Hooligans. Mit dem Verweis auf die Messerattacke gegen die Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker, herschte in Köln viel Unverständnis, dass diese sogenannte „Demonstration“ überhaupt erlaubt wurde. Das radikale Klima, welches mit solchen Veranstaltungen einhergeht, begünstigt solche Ausschreitungen wie die versuchte Mordattacke des deutschen Arbeitslosen, der glaubte die Gesellschaft „befreien“ zu müssen. Durch Pegida, Hogesa, Kögida etc. glauben radikal gesinnte Menschen im Recht zu sein. Daher müssen WIR deutlich dagegenhalten, wie es heute in Köln der Fall war. Weiterlesen …

Ein Jahr PEGIDA – Dresden, 19. Oktober 2015 – Psychologische Erklärungsansätze (WehrWolter – ww 76 – Hans Wolter)

Pegida begeht heute ihren Jahrestag. Das Klima in Deutschland hat sich in diesem Jahr deutlich verändert. Gestern habe ich meine Stimme zur Wahl des Kölner Oberbürgermeisters abgegeben.

Die parteilose Henriette Reker wurde im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt. Ihren Sieg bekam sie nicht mit, da sie zu dieser Zeit auf der Intensivstation der Kölner Universitätsklinik lag. Sie wurde einen Tag zuvor Opfer eines Attentats. Ein 44jähriger deutscher Mann wollte sie umbringen und glaubte im Sinne der Allgemeinheit zu handeln. Frau Reker war bisher als Dezernentin für die Unterbringung von Flüchtlingen in Köln verantwortlich. Der Täter sagte, er müsse die Gemeinschaft vor solchen Menschen retten. Was für eine Fehleinschätzung. Das Gegenteil trifft zu.

WIR müssen gemeinsam uns gegen die ansteigende Gewalt in Deutschland auflehnen. Gewalt beginnt häufig zunächst verbal und psychisch, um dann plötzlich in Taten umzuschlagen.

Mehr als 30.000 Menschen demonstrieren in Dresden

FlüchtlingePegida2 Weiterlesen …

Karl Lagerfeld gibt Frauen die Lizenz zur Selbstinszenierung. – SelbstGeliebte Verstofflichung zwischen Mozart, Napoleon, Goethe und Nietzsche. (WehrWolter – ww 59 – Hans Wolter)

Karl Lagerfeld, ein Perfektionist, der heute ungefähr 80 Jahre alt wird. Seine „MODEMETHODE“ ist Inhalt der gleichnamigen Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle. Hier konnte ich mir – unterstützt von einer ausgezeichneten Fachführung – ein eigenes Bild zur Persönlichkeit, zum Phänomen KL, machen. Meine psycho-logische These zum Phänomen und „Gesamtkunstwerk“ Karl Lagerfeld ist, dass er die Frauenwelt nicht nur mit raffinierten Kreationen beglückt, indem er etwas verstofflicht, was vorbewusst schon lange gewünscht wurde und wird, sondern, dass er sie vor allen Dingen auch psychisch entlastet. Er gibt ihnen so etwas, wie:

Die Lizenz zur Selbstinszenierung.

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Mit Mode können wir eine Zugehörigkeit signalisieren. Zentraler scheint mir aber der Aspekt, dass wir uns als besonderes Individuum – als Einzelstück – präsentieren können. Eigentlich wollen wir ja alle Einzig-Artig sein und kommen mit diesem natürlichen Anspruch auf die Welt. Wenn es gut läuft, können wir die Prinzen- & Prinzessinnen-Rolle auch einige Jahre in der Kindheit genießen. War es so, wollen wir es weiter und immer wieder so. War es nicht so, wollen wir es nachholen. Kleidung kann dabei helfen. Frauen legen hier einen herausragenden Wert auf stoffliche Ver-Besonderung. Vor allen Dingen bei der Spezies Mensch. Im Tierreich ist häufig der Mann bunter, schriller, auffallender..

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Wenn ich mich aus der Masse hervorhebe, kann ich aber auch den Schutz der Gemeinschaft verlieren. Auf der Bühne kann ich schnell Buhrufen wegen vorgeworfener Eitelkeit, Egoismus, Narzissmus etc. ausgesetzt sein. Auch wenn das Publikum hier hauptsächlich von solch verpönten und in unserer Kultur tabuisierten Affekten, wie Neid & Eifersucht getrieben ist, kann dies uns sehr verletzen. Soll es ja auch. Wir sollen dann wieder zurück in die Uniformierung, zurück ins Glied gehen. Sind wir weniger von diesen „niederen“ Affekten getrieben, können wir die Menschen auf der Bühne auch bewundern. So schmücken sich viele Männer beispielsweise gerne mit hübschen Frauen. Oder wir jubeln Mick Jagger und Michael Jackson zu, auch wenn sie auf der Bühne geradezu masturbieren. Der alte Sigmund Freud wies schon darauf hin, dass Narzissmus häufig toleriert wird, wenn die Gemeinschaft etwas davon hat. Über einen Christiano Ronaldo wird zwar gelästert, aber für seine Tore wird er gewertschätzt – fast – geliebt.

In unserer christlichen Kleidungstradition war Stolz lange Zeit verpönt.

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Messi, der Einstein Barcelonas, wird Europas Fußball-König. – Was macht den Unterschied? – FLO(h)W: Nicht nur für Fußballer.

Der kleine 28-jährige Argentinier, den seine Freunde vom FC-Barcelona liebevoll „Floh“ nennen, beißt sich bei der Wahl zum besten FußballSpieler des Kontinents wieder gegen GroßMund Suarez und Goliath Ronaldo durch. Zum dritten Mal Europas Bester, viermal WeltBester. Was macht den Unterschied? Ich denke, er ist ein KÜNSTLER. Künstler verstören zunächst, um dann neue Ver-Bindungen zu schaffen. PerspektivWechsel. Das hat etwas von einem Magier, der aus tiefen unbewussten Quellen schöpft. Ein Perlentaucher, der an der Luft den Ball und häufig auch seine Gegenspieler mit seinem ZauberFuß verwandelt. Besonders ist hier: seine GELASSENHEIT. Eine Gelassenheit, wie wir sie auch vom schnellsten Mann der Welt – Usain Bolt – und manch anderem „Gott“ kennen. Ab und zu gibt es diese Einsteins, für die andere Relativitäten gelten. Was lernen wir daraus? Der Kontakt zu unserem „inneren Kind“ und Begeisterung sind die besten LehrMeister!

Anhand der Psychoanalyse und der aktuellen Hirnforschung versuche ich Messis Geheimnis nachfolgend aus wechselnden Perspektiven zu betrachten. Hierbei orientiere ich mich an Überlegungen, die ich auszugsweise in zwei Texten hier auf (http://www.WehrWolter.com) schon einmal entwickelt und veröffentlicht habe.

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Rausländer – Menschen. Würde. Flüchtlinge. – Wovor flüchten WIR eigentlich?

Kein Sommermärchen mehr. Deutschland im August 2015.

Nachfolgend stelle ich kurz meine Meinung zu dieser Thematik dar. Dann illustriere ich das Phänomen: „Umgang mit Fremdem“ kurz an drei Kinofilmen. Exemplarisch gebe ich einen kleinen Einblick in psychologische Abwehrmechanismen von Angst und unliebsamen Gefühlen. Zum Abschluss habe ich noch einige verschiedene Blickwinkel aus der aktuellen Berichterstattung zum Thema: – Umgang mit Flüchtlingen und der Menschenwürde – zusammengestellt.

Erschreckend, was ich in den letzten Tagen und Wochen zum Thema „Flüchtlinge“ gelesen, gesehen und gehört habe. Da frage ich mich: wovor haben die Wohlstandsbürger in Deutschland, in Europa eigentlich Angst? Okay: um ihren Wohlstand. Das kann ich ja noch akzeptieren. Auch ich möchte nicht – sauer Erarbeitetes – abgenommen bekommen. Schon das Finanzamt will zu viel von mir. Eindeutig! – Nein, was mich erschreckt, ist die zunehmende Menschenverachtung. Hier kommen wieder alte Mechanismen ans Tageslicht. Und sie versuchen wieder salonfähig zu werden. Das sind alte Ängste vor der „Überfremdung“. Solche, fast archaischen Ängste, scheinen ganz tief in uns drin zu sitzen und zu lauern. Ich musste in den letzten Wochen bestimmt 100 fremdenfeindliche Meldungen bei Facebook melden, damit diese unverzüglich entfernt werden und die entsprechenden Menschen aus dem Social-Media-Verbund ausgewiesen werden. Auch deshalb, weil es auf solch unverschämten Beiträge viele Claqueure und Heckenschützen-Reaktionen gibt.

 

Ich denke, das Thema ist komplex. – Als Psychologe sage ich, es geht in erster Linie um Ängste.

 

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Welche Ängste schwingen hier mit?

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LichtGestalten im Schattenreich – Stirb und werde! – Fußball? Ganz großes Kino unserer AlltagsKultur! (WehrWolter – ww 48 – Hans Wolter)

Ich liebe Fußball. Auch deshalb, weil es sich hier nicht nur intensiv fühlen lässt, sondern weil wir hier ganz großes Kino geboten bekommen. Ein Bühnenspektakel, von der Qualität – alter oder neuer – griechischer Tragödien.

Beim Fußball können wir mit Brüdern, Söhnen und Vätern raufen, lieben, lachen & weinen.

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Mein alter Freund Johann Wolfgang G. aus W. würde dazu sagen:

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

Heute lese ich in der Zeitung, dass der FC-Bayern seinen ersten Titel gewonnen hat. Das bringt mich schon zum Schmunzeln. Wäre ich Stefan Raab, würde ich jetzt einen

BlogFußball7

Song mit dem Titel: „Who the fuck is Audi Cup?“ rausbringen und natürlich gewinnbringend vermarkten. Weiterlesen …