Tag Archives: Sozialismus

„An allem ist zu zweifeln“ – Karl Marx, 200 Jahre jung & hochaktuell – ein leidenschaftlicher Ikarus – Was können wir von ihm lernen? – Vom jungen polyglotten Wilden – Journalist in Köln, Parallelen zu Freud – (WehrWolter – ww 311 – Hans Wolter)

„De omnibus dubitandum – An allem ist zu zweifeln“ schrieb der Vater seiner Tochter Jenny Caroline Marx 1865 in ihr Bekenntnisalbum. Karl Marx (5. Mai 1818 Trier; † 14. März 1883 in London) war ein Radikaler im wörtlichen Sinne. Einer der die Sache an der Wurzel (Radix) zu fassen suchte. Das verband ihn auch mit Sigmund Freud. Heute liegen beide nicht weit von einander entfernt auf einem Londoner Friedhof. Beide glaubten an die Macht der Wahrheit. Mir persönlich gefällt bei Beiden die Kombination aus vielfältigem, nahezu polymorphem Denken und den daraus folgenden, radikal und zielstrebig formulierten Schlussfolgerungen. Dazu später mehr. Jetzt geht es erstmal um das Geburtstagskind, seine jungen Jahre, sein Wirken in meiner Heimatstadt Köln, sein enormes Arbeitspensum, bis zu: Marx brannte leidenschaftlich, bis er an seinem Leiden verbrannte. Weiterlesen …

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Warum ist Köln mutiger gegenüber Fremdem, trotzt Hogesa, Kögida & Fremdenhass, als die Pegida Angstbeisser aus Dresden? – Angela Merkel hat Recht mit ihrer Deeskalation gegen die German Angst. – Wir schaffen das!

Angst vorm Fremden. Köln und Dresden belegen zwei unterschiedliche Pole auf der Angst-Skala. In Eine Woche nach der Hetz-Rede von Autor Akif Pirincci sind in Dresden erneut wieder ca. 10.000 fremdenfeindliche „Pegida“-Anhänger auf die Straße gegangen. 1.000 Gegendemonstranten gab es. In Köln ist das Klima diametral unterschiedlich. Hier brachte „Hogesa“ am Sonntag 1.000 Menschen auf die Straße, denen 20.000 Gegendemonstranten gegenüber standen. „Kögida“ sagte daraufhin erneut seine geplante Veranstaltung ab.

West- und Ost-Deutschland haben eine deutlich unterschiedliche Sozialisierung im letzten Jahrhundert gelebt.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen dem äußersten Westen unserer Bundesrepublik, dem selbstbewussten und beweglichen Rheinland und dem äußersten Osten, dem unbeweglich ängstlichen Dresden. Ich möchte nicht polarisieren, aber allein die Zahlen sprechen schon eine deutliche Sprache. Für mich erklärt sich das durch den Unterschied an Freiheitserfahrung der beiden Regionen. Im Osten lebten die Menschen in einer fast 60jährigen Diktatur. Im Nationalsozialismus, sowie dem real existierenden Sozialismus im DDR-System, sind die Angst vorm Fremden fester Bestandteil der Ideologie gewesen. Seit Machtergreifung der Nazis bis zum Mauerfall sind die Menschen in den östlichen Bundesländern Deutschlands einem totalitären und sehr eng denkendem Regime ausgesetzt gewesen. Das hinterlässt natürlich Spuren. Sicher nicht bei allen.

Bundeskanzlerin Merkel beweist zunehmend Führungsqualitäten und den Blick für das Wesentliche Weiterlesen …