Tag Archives: Tschernobyl

Stop Tihange – Kettenraktion: 90 km Menschenkette – Tihange – Lüttich – Maastricht – Aachen – Demo am 25. Juni fordert Abschalten des umstrittenen belgischen Atom-Meilers – Petition change.org – (WehrWolter – ww 253 – Hans Wolter)

Wegen Tausender kleiner Risse in den Reaktorbehältern von Tihange 2 und Doel 3 ist für deutsche Experten zweifelhaft, ob die Reaktoren bei Störfällen sicher sind. Die belgische Atomaufsicht hält sie aber für sicher. Gegen den Betrieb hat sich eine Allianz aus 90 Kommunen an der Grenze formiert.

Die Schweizer haben sich aktuell mit deutlicher Mehrheit für den Atomausstieg und eine stärkere Förderung erneuerbarer Energien ausgesprochen. Nach Fukushima setzte sich auch die Physikerin und Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgreich für einen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft ein. Das finde ich bemerkenswert. Zumal in der eigenen Partei und der Atomlobby viele Gegenstimmen laut wurden.  Aber in angrenzenden Nachbarländern sieht es anders aus. In Belgien ist der umstrittene beschädigte Atommeiler in Tihange wieder aktiv geworden.

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30 Jahre Tschernobyl – auch ein GAU für die Psyche vieler Menschen – Depressionen und Traumatisierungen werden als Folge von Atomkatastrophen häufig unterschätzt – 5 Jahre Fukushima – (WehrWolter – ww 146 – Hans Wolter)

Vor 30 Jahren gab es die Atomkatastrophe in Tschernobyl, vor 5 Jahren in Fukushima. Die damit einhergehenden psychischen Folgen werden häufig übersehen. Der Anteil an schweren psychischen Erkrankungen wie Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen ist selbst 20 Jahre nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl noch sehr hoch gewesen. Ähnliche Probleme gebe es nach dem Gau in Fukushima. Einer Studie zu Folge leiden 14,6 Prozent der Erwachsenen, die wegen der Katastrophe die Provinz Fukushima verlassen mussten, an psychischen Problemen. Dies sind fast fünf Mal mehr als in der sonstigen Bevölkerung (3 Prozent). Dies führen die Forscher der Fukushima Medical University auch darauf zurück, dass die Evakuierungen recht chaotisch abliefen und die Betroffenen nur unzureichend über Gesundheitsgefahren informiert wurden.

„Obwohl die Strahlenbelastung für die Menschen nach Fukushima relativ niedrig war und keine erkennbaren körperlichen Gesundheitsschäden erwartet werden, hatten psychische und soziale Probleme einen verheerenden Einfluss auf das Leben der Menschen“, sagt der Studienleiter Koichi Tanigawa in einer Lancet-Mitteilung .

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Vor 30 Jahren war die Kommunikation – war die Welt – noch eine andere.

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Fukushima: Fünf Jahre nach der Jahrhundertkatastrophe treibt Japan den nuklearen Neustart voran. – Merkels Wandel vom Saulus zum Paulus. – Während die Atomlobby auf Vergesslichkeit setzt, machen Kunst & Naturwissenschaft das Unsichtbare sichtbar: Radioaktivität. – „Das Gift der kleinen Dinge“ & „Kunst und Fakten“ – (WehrWolter – ww 133 – Hans Wolter)

Kurz gefasst, für den eiligen Leser: Fukushima & nuklearer Neustart Japans heute. Die Mächtigen bauen auf Vergesslichkeit/ Deutschland schafft erstaunlicherweise den Ausstieg aus der Atomenergie. Angela Merkel wandelte sich nach dem japanischen GAU, vom Atomkraftfan zur Aussteigerin. / Wie geht die Kunst mit der Jahrhundertkatastrophe um? „Das Gift der kleinen Dinge“: Ein Projekt von Künstlern und Naturwissenschaftlern macht das Unsichtbare sichtbar: Radioaktivität. Geduldig haben sie verstrahlte Objekte gesammelt und mit der Technik aus der Mikroskopie wie der Medizin experimentiert, bis es funktionierte. Das Ergebnis: stille Fotografien, vermeintlich unscheinbare Doppelbilder, denen die Magie des Schreckens innewohnt. – Ausstellung: „Kunst und Fakten“/ In ihrem Schwarz-Weiß-Film: „Grüße aus Fukushima“, gestehen japanische Jugendliche der Autorin und Regisseurin Doris Dörrie im Interview: “Wir wollen, wenn wir ehrlich sind, nur das unser Computer läuft”. Über die Atomkraft hinaus, stellt uns der Film allen, die tiefergehende Frage: Was können wir bewahren, was müssen wir loslassen?

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