Tag Archives: Türkei

„Romane schreibt man von innen nach außen“ Paul Auster auf der 17. lit.Cologne – Erfolgreiches Literaturfestival – Von der Freiheit des Wortes in der Türkei, den unveröffentlichten Tagebüchern von Heinrich Böll, Matthias Brandts Vatersehnsucht und Liedermacher Axel Bosse – (WehrWolter – ww 235 – Hans Wolter)

Auf der 17. lit.Cologne las Paul Auster aus seinem 17. Roman „4321“. Der US-Autor legte sein 1260-Seiten-Monument vor, während sein neuer Präsident am liebsten 140 Zeichen kurze Twitter-Botschaften in die Welt hinauspustet. Mit einem Rekord von 110 000 Besuchern ging am Samstag das Literaturfestival lit.Cologne erfolgreich zu Ende. Die Auslastung der 200 Veranstaltungen lag bei 95 Prozent. Das Kölner Literaturfestival setzte sich in diesem Jahr für verfolgte Schriftsteller in der Türkei ein. Weiterlesen …

Ideen zur Psycho-Logik von Radikalität – Die AfD bewegt sich zurück in eine autoritäre, unfreie, obrigkeitsstaatliche Rechtsordnung. Ein Weg zurück, vor die globalisierte, mobile und multikulturelle Welt wäre nicht sinnvoll. – Die neuen rechten Zauberlehrlinge haben mehr mit dem radikalen Islam gemeinsam, als es ihnen klar und lieb sein kann. Ayatollah Khomeini hat 1979 einen gewaltigen ZivilisationsRückschritt geschafft. Aber das war vor dem Internet. – (WehrWolter – ww 161 – Hans Wolter)

Kurzüberblick: Ich vergleiche die Motive der AfD mit denen der radikalen Ayatollahs, zeige die Funktionsweise und Psycho-Logik von Radikalität auf und zitiere abschließend den Beitrag „Klartext bitte“ von Jürgen Rüttgers

  1. Gegensätze liegen oft näher beieinander als es ihnen klar und lieb ist
  2. Radikale haben immer eine Sauberkeitslogik im Kopf
  3. Dem übertriebenen Sauberkeitsideal liegt ein fundamentaler Irrtum zu Grunde
  4. Anpassungs-Künstler sind die wirklich Starken
  5. „Wer ist die AfD? Es wird Zeit für Klartext“ (Gastbeitrag von J. Rüttgers, KSTA, 02.06.16)

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Still sein, wenn Kinder schlafen. Laut werden, wenn Kinder sterben! – Der kleine Ailan. Die Macht der Bilder. Umdenken tut Not. – (WehrWolter – ww 57 Hans Wolter)

„Gewöhnlich ist ein Leichnam ein stummes, unansehnliches Ding. Es gibt aber Leichen, die lauter reden als Posaunen und heller leuchten als Fackeln.“ (Rosa Luxemburg)

Ein kleiner dreijähriger Junge, der aussieht, als würde er schlafen. Ailan, ein syrisches Flüchlingskind, welches auf der illegalen Überfahrt vom türkischen Bodrum zur griechischen Insel Kos ertrank. Das Bild geht um die Welt. Die meisten Menschen sind entsetzt und reagieren bestürzt. Das entspricht unserem Überlebensinstinkt. Das könnte unser Kind sein.

Das könnten wir sein. Kaum einer, der hier nicht starke Affekte spürt: Angst, Entsetzen, Wut, Trauer.

Als mir vor einigen Tagen einer das Bild in einen Kommentar postete, sah ich es zum ersten Mal. Ich wollte es spontan löschen, weil ich es kaum aushalten konnte. Ich habe es – nach inneren Kämpfen in mir – nicht gelöscht. Erst später erfuhr ich die Hintergründe. Jetzt konnte ich der Veröffentlichung etwas „Positives“ zugestehen, wenn es bewirkt, dass wir wachgerüttelt werden.

In der Flüchtlingskrise geht es in erster Linie um Menschen.

Zahlen, Zahlungen, Wohlstands- und Beschränkungsängste sollten hinten anstehen. Natürlich sind die da. Die können und sollten wir auch nicht verleugnen. Aber: Menschlichkeit muss an erster Stelle stehen!

Wie in unserem Grundgesetz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“

Das gilt nicht nur für deutsche Staatsbürger. Das gilt für alle Menschen.

Bundesverfassungsgericht stellt klar, worin der Schutz der Menschenwürde, im Umgang mit Flüchtlingen, besteht.

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